#61

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 09.05.2009 12:36
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo CaptnDelta,
Honecker, Erich:
Aus meinem Leben. Ausgabe für die DDR der Reihe: "Leaders of the World". 8. Aufl.,
Berlin: Dietz Verlag, 1981. 98 Abb., 493 S., 25 cm, Leinen mit SU


Biographie, mit Zeitungsausschnitten aus dem ND von 1994, Umschlag leicht berieben mit kleineren Randläsuren, innen gut und sauber // 2,2,4
Schlagworte: Autobiografie / Politiker
Bestell-Nr.: 11925

Preis: 13,00 EUR
Versandkosten: 4,50 EUR
Gesamtpreis: 17,50 EUR

"Leaders of the World".
Wenn ich jemand eine Freude machen möchte schau ich vorher nicht so auf den Preis,zumal wenn ich das Geschenk schon lange ein Staubfänger ist! Und das Porto hätte ich verkraftet. Gruß Peter(Turtle)




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#62

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 09.05.2009 13:05
von CaptnDelta (gelöscht)
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Ich sag's ja: dieser Kapitalismus bringt uns alle noch ins Grab. Da wird man in Amerika also schon mit dem Honecker-Buch einfach so dermassen ausgebeutet: 90.00$!!! Ist echt der Hammer, der Erich dreht sich bestimmt in seiner Urne um wenn er wuesste das mit seinem Buch die Werktaetigen so geknechtet werden.

-Th

PS: Danke fuer das Angebot, Turtle. Wie gesagt, der Honecker-Schinken liegt mir nicht so, von daher waer's ein Schmarren den hierher zu schicken. Es gibt besseres in 'Good old Germany' das das Porto wert waere .


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#63

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 09.05.2009 13:29
von Rainman2 | 5.761 Beiträge
In Antwort auf:
Doch Bücher mit kritischen Inhalt gegenüber den Ansichten der Staatsführung gab es eben nicht zu kaufen.


Hallo Peter (turtle),

und wie kam es, dass dann ein Buch, wie "Der König David Bericht" von Stefan Heym erscheinen konnte? Nur ein Beispiel - die Liste kann fortgesetzt werden. Ich widerspreche Dir nicht, dass es Zensur und Einfuhrverbote gab. Aber der hier von Dir geschriebene Satz ist in der Form schlichtweg falsch.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 09.05.2009 13:30 | nach oben springen

#64

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 09.05.2009 15:51
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Rainman,
OK. Ich ändere den Satz um! Doch viele Bücher mit kritischem Inhalt gegenüber den Ansichten der Staatsführung gab es eben nicht zu kaufen."Der König David Bericht" von Stefan Heym erschien zuerst in der Bundesrepublik. Dadurch erhielt es erst einmal Aufmerksamkeit!
Vielleicht haben die alten Herren nicht gleich die Parallelen vom alten Testament zur DDR erkannt! Gruß Peter(Turtle)


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#65

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 09.05.2009 17:27
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Rainman und turtle-

ist ja klar. Auch hier gilt der Satz: Die Ausnahme bestätigt die Regel. Nun möchte ich dir aber doch noch etwas mitteilen:

Hier das Ergebnis einer Veröffentlichung eine kritischen Buches: Als Stefan Heym allerdings 1976 zu den Unterzeichnern des Protests gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermanns gehörte und drei Jahre später in der Bundesrepublik seinen Roman "Collin" veröffentlichte – eine kritische Auseinandersetzung mit dem Stalinismus –, wurde er aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen.

Nun Rainman, ich denke doch, das wir uns einig sind, das es nicht die Regel war, dass es Bücher mit kritischem Inhalt zum Staat gab.
Ich weiß nicht wie eine entsprechende allgemeine Frage danach im Buchladen der DDR ausgegangen wäre. Schlimmstenfalls hätte dich dein Kommandeur zu einem Gespräch gebeten, etc.

Nun kann man auch noch die Form der "Kritik" auseinandernehmen. Wollen wir aber nicht. Ich jedenfalls nicht.
Sicher kannst du noch das ein oder andere Buch bringen, aber wenn du so gut informiert bist, dann wirst du auch eine Liste von nicht zugelassenen Büchern gegenüberstellen können. Und ich glaube, das diese Liste bedeutend länger ist.

Nichts für ungut.

Gruß, Augenzeuge


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#66

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 09.05.2009 17:32
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Hallo Peter (turtle),

ich habe auch nicht gesagt, dass sie sich bei Verboten besonders klug angestellt haben. Vielleicht setzte wirkliche Nachdenklichkeit in der Führungsetage erst ein, als die erste Auflage schneller vergriffen war, als ein Neues Deutschland mit einer zünftigen Kritik gedruckt werden konnte.

Es gibt allerdings noch eine kleine Anmerkung, die ich mir schuldig bin. Was sind eigentlich Bücher (Theaterstücke, Filme, Bildende Kunst, Musik etc.) mit kritischem Inhalt gegenüber den Ansichten der Staatsführung? Gerade in der Literatur gab es weit mehr Auseinandersetzung, als man im Westen vielleicht davon spüren konnte. Im Prinzip hätten viele Bücher in der DDR ohne Zeilenabstand gedruckt werden müssen, weil mehr zwischen den Zeilen gelesen wurde, als im eigentlichen Text. Die Kritik hatte viele Formen. Und nicht nur das, was verboten wurde, war Kritik. Hinter vielen veröffentlichten Werken in der DDR steckten Kämpfe und Entbehrungen. Mancher drehte die Worte hin und her, bis er den Kompromiss zwischen Veröffentlichbarkeit und noch spürbarer Kritik gefunden hatte. Nach meiner Auffassung negieren Sätze wie: "Kritisches war eben verboten" genau dieses Geschehen und sind somit für mich ahistorisch. Man muss nicht jede Leistung würdigen, man sollte aber auch keine Leistung einfach unter den Tisch kehren. Was an Kunst und Auseinandersetzung in der DDR entstand, ist eine große Leistung. Oder glaubt etwa jemand, dass die DDR mit ihrer Literatur ein Leseland geworden wäre, wenn da nur Staatskonformes dringestanden hätte? Allerdings: Honeckers Biografie war in der DDR nur deshalb ein Bestseller, weil man mit keiner anderen Buchprämie den Prämierten besser bestrafen oder eins auswischen konnte. Auch staatliche Leiter und Funktionäre brauchten gelegentlich etwas Spaß ...

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#67

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 09.05.2009 17:53
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hier ein Beispiel eines später verbotenen Textes, ihr kennt ihn alle, Albatros von Karat, 1979.
Wurde später von der Stasi verboten zu spielen, ratet mal warum (ich habe die Problemwörter markiert), durfte natürlich im Westen erscheinen.


Der Albatros


Es gibt einen Vogel,

den haben Matrosen zum Herrscher gekrönt;

er fliegt um die Erde

vom Südpol nach Norden. Kein Ziel ist zu weit:

Der Albatros kennt keine Grenzen.

Er segelt mit Würde,

durchwandert die Lüfte, als wär' er ein Gott;

er folgt ihren Schiffen

auf Hochsee, durch Klippen, berauschend sein Flug:

Er sucht ihren Weg durch die See.

Und krachen die Stürme mit rauher Gewalt

auf den Ozeanen so unendlich weit,

dann fliegt er mit Feuer und steigt ungeheuer

zur Freiheit der Meere.

Doch wenn er gefangen

in armdicken Schlingen mit Tücke und List,

dann brechen die Schwingen;

es trauert das Meer, das den Herrscher vermißt:

Gefangen sein heißt für ihn tot.

Die Sklaven der Erde,

verhöhnt und geschunden, sie teilten sein Los,

wenn er lag gefesselt,

verblutend am Ufer, gebrochen sein Flug:

Der Albatros war ihr Symbol.

Doch ruft ihn die Weite, die endlose Macht,

dann stürmt er ins Freie mit maßloser Kraft;

er schwingt seine Flügel, sprengt Schlösser und Riegel

der Fesseln und Ketten.

Und türmen sich Wände

und greifen ihn Zwingen aus Wolken wie Blei;

und schlagen ihn Blitze,

er kämpft mit den Schwingen das Hindernis frei.

Er findet den Weg auch im Orkan.

Gruß, Augenzeuge


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#68

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 09.05.2009 19:12
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Rainman, Die Gratwanderung zwischen der Zensur in der DDR und Veröffentlichung hat eine besondere Elite DDR-Künstler geformt. Wie sie es immer wieder geschafft hat kritisches zu veröffentlichen, oder bei öffentlichen Auftritten in Texten ihrer Lieder wenn auch verdeckt auf Missstände aufmerksam zu machen verdient unser aller Hochachtung!
Leider wurden all zu viele doch noch daran gehindert weiter aufzutreten. Ich denke dafür gab es einen großen Untergrund ,und das dürfte der Stasi genauso wenig gepasst haben !
Kritische Stimmen kann niemand auf Dauer totschweigen!
Hallo Augenzeuge, Karat und Puhdys habe ich immer gemocht , natürlich auch heute noch,auch wegen ihrer Texte.
Auch Bettina Wegener gehörte dazu!“ Sind so kleine Hände“
Zum Thema Buchenwald zurückzukommen im Juni kommt Barack Obama nach Buchenwald! Finde ich stark! Gruß Peter (Turtle)


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#69

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 05.06.2009 17:06
von bruno | 598 Beiträge

b.obama hat gerade seinen besuch im kz buchenwald beendet,
ich habe mal ein paar fotos von meinem dachfenster aus (ca. 15 - 20km
luftline)gemacht, als der präsident losgeflogen ist.
ich vermute im linken sass obama.

Angefügte Bilder:
nichts auf der welt ist so gerecht verteilt wie der verstand.
denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
rené descartes
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#70

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 06.06.2009 01:12
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Praesident Barack Obama
"Ich bin besonders dankbar, von meinem Freund Elie Wiesel begleitet zu werden, genauso wie von Bertrand Herz, die beide Überlebende dieses Ortes sind. Wir haben den als Kleines Lager bekannten Ort gesehen, wo Elie und Bertrand als Jungen hingeschickt worden waren. (...) Wir haben die Wachtürme, das Krematorium, den Ofen und die Fundamente der Baracken gesehen, in denen einst Menschen unter den unvorstellbarsten Bedingungen lebten. (...) Diese Orte haben ihr Grauen auch nach so langer Zeit nicht verloren. (...) Ich werde nicht vergessen, was ich hier heute gesehen habe.

Ich habe von diesem Ort gewusst, seit ich ein Kind war. Ich habe Geschichten von meinem Großonkel gehört, der ein sehr junger Mann war, als er im Zweiten Weltkrieg in der 89. Infanteriedivision diente. (...) Sie hat Ohrdruf, ein Außenlager von Buchenwald befreit. (...) Nach seiner Rückkehr isolierte er sich monatelang von Freunden und Familie, allein mit den schmerzhaften Erinnerungen. (...) Auch heute gibt es jene, die beteuern, dass der Holocaust nie stattgefunden hat. Eine Leugnung der Tatsachen, die grundlos, ignorant und hasserfüllt ist. Dieser Ort ist die eindeutige Zurückweisung solcher Gedanken - und eine Mahnung an unsere Pflicht, uns jenen entgegenzustellen, die die Geschichte leugnen.
(...)
Dieser Ort lehrt uns, dass wir immer wachsam sein müssen. (...) Als die amerikanischen Soldaten hier ankamen, waren sie erstaunt, noch 900 Kinder lebend zu finden, das jüngste von ihnen nur drei Jahre alt. (...) Diese Individuen konnten nicht wissen, dass die Welt eines Tages über diesen Ort sprechen würde. (...) Sie konnten nicht wissen, wie das Land Israel aus dem Holocaust entstehen würde und von den starken Beziehungen zwischen dieser großen Nation und meiner eigenen.
Und sie konnten nicht wissen, dass eines Tages ein amerikanischer Präsident diesen Ort besuchen würde, über sie reden würde - und dass er dabei Seite an Seite mit der deutschen Kanzlerin stehen würde, in einem Deutschland, das nun eine lebhafte Demokratie und ein wertvoller US-Verbündeter ist."


Zitat von Buchenwald-Haeftling Elie Wiesel
(...) Sie tragen unsere Hoffnungen, Mr. President. Weil Sie mit Ihrer moralischen Sichtweise der Geschichte in der Lage sind, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. (...) Aber die Welt hat nicht gelernt. Hätte die Welt gelernt, hätte es Kambodscha nicht gegeben und Ruanda und Darfur und Bosnien. Wird die Welt jemals lernen? (...) Jetzt hoffe ich, dass die Welt gelernt hat. (...) Die Zeit ist da.

Wir sind genug auf Friedhöfe gegangen. Es reicht. Es muss der Moment kommen, an dem wir Menschen zusammenbringen. (...) Erinnerung muss Menschen zusammenbringen, anstatt sie zu trennen."



Zumindest haben wir jetzt wieder einen Praesidenten, mit dem wir uns nicht zu verstecken brauchen...
-Th


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#71

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 19.06.2009 08:05
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen gefunden in "junge Welt" vom 8. Juni, und passend zum Thema.

Gruß Rainer-Maria


Dateianlage:
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#72

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 19.06.2009 09:17
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Rainer,

danke für deinen Artikel.
Wenn ich den Artikel so lese, habe ich immer das Gefühl, das er zwar die angeblich einseitige bzw. schweigsame Politik von ARD und ZDF moniert (vielleicht hätte man das DDR-Fersehen ausgraben sollen- dann hätte man mal zeigen können, wie man hier zu berichten hätte?), aber gleichfalls viele Dinge verschweigt. Statt dessen versucht er die Kenntnisse anderer in Frage zu stellen. Klingt ein bißchen großkotzig, wenn ein 70 Jahre alter Buchautor, mit Spezialwissen über die Nazizeit anderen mangelnde Kenntnisse vorwirft. So nach dem Motto: Die hätten mich doch fragen müssen...Waren die politischen Arrestierten bis 1945 wirklich die Mehrheit? Nein, waren sie nicht. Waren sie es nicht ganz sicher nach 1945? Ja. Warum schreibt man so einen einseitigen Artikel?

Nicht zuletzt liegt das am Autor. Ein bekannter DDR-Historiker, Mitglied des Beirates der Luxemburg Stiftung, Hochschullehrer. Sollte er es nicht besser wissen? Kein Wort darüber, das es doch gut ist, dass endlich ein amerikanischer Präsident dieses Lager besucht. Kein Wort darüber, das noch nie ein US Präsident überhaupt zuvor ein KZ besucht hat. Warum hat kein russischer Generalsekretär jemals dieses Lager besucht? Hatte dieser vielleicht Angst vor unbequemen Fragen zur gleichen Verwendung der russischen Sieger wie die Nazis? Waren es nicht ausschließlich politische Gegener die die Russen eingesperrt hatten? Warum gedenken wir dieser Opfer nicht? Ist es nicht angebracht an so einem Ort mit dem Schweigen etwas zu sagen?
Noch eins zu Thälmann. Um es kurz zu sagen, aufgrund neuer Erkenntnisse wird die schillernde Figur der KPD heute doch stark in Frage gestellt. Viele Ex-KPD-Größen waren nicht unglücklich, das er erst mal "weg" war. Glaubt denn wirklich jemand, das es Zufall war, das er inhaftiert werden konnte, Ulbricht, Pieck, Wehner u.a. aber flüchten konnten? Wer glaubt daran, das der Weg der DDR der Wunsch Thälmanns war? 40 Jahre hat man uns auch dieses glaubend machen wollen. Es passte ja so gut.

Warum verschwinden immer mehr Denkmäler von ihm? Auch das an seinem letzten öffentlichen Ort, in Ziegenhals.
In Ziegenhals bei Berlin übte Thälmann erstmals Selbstkritik am "Sozialfaschismus"-Konzept der KPD. Die Kommunisten hatten lange Zeit in der SPD, nicht in den Nazis ihren Hauptgegner gesehen. War das nicht auch der gewünschte Weg der Sowjetunion, die sich zu dieser Zeit gar nicht so schlecht mit Nazideutschland verstand?

Und genau aus diesen Gründen bleibt für mich die Junge Welt eine drittklassige Zeitung. Objektivität war noch nie ihre Stärke.
Auch 20 Jahre nach der Wende muss sie noch daran arbeiten. Nicht zuletzt liegt das auch an einigen Ewiggestrigen.

Gruß, Augenzeuge


zuletzt bearbeitet 19.06.2009 09:18 | nach oben springen

#73

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 19.06.2009 09:35
von manudave (gelöscht)
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Das war persönlich für mich auch eine gewisse Enttäuschung, als ich die eigentlichen Erkenntnisse über Thälmann las. Schließlich hab ich ihn als kleiner Bub hochverehrt.

Ich habe heute noch das Bild vor Augen, als er kurz vor seiner Ermordung im Gefängnishof von Moabit Freigang hatte.


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#74

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 19.06.2009 11:43
von turtle | 6.961 Beiträge

Über Ernst Thälmann hatte ich bereits am 18.02.einen Zeitungsartikel reinkopiert! Da er wieder gut dazu passt,nun noch einmal.

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 19.06.2009 11:49 | nach oben springen

#75

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.07.2009 10:36
von otto09 (gelöscht)
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hallo bruno,
der film wurde dort regelmäßig geziegt, damit sich alle jugendlichen über diese zeit klar werden können. heute will das ja kaum noch jemand wissen, wie es damals zuging. ich suche übrigens dringend informationen über das pionierferienlager im rathsfeld, bilder, geschichten usw.
kannst du mir helfen?
oder kann mir sonst jemand aus dem forum helfen?


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#76

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 22.09.2009 10:20
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Hackel, du stehst bestimmt am Vorsignal, hast deinen Laptop auf den Knien und wartest auf Grün.Ich traf heute morgen den Opa, den von Hans und dem Märchen.
Ihm fehlt noch etwas die Zeit, aber er hatte eine Idee,wie wir das überbrücken können.Speziell die Lokführer hier im Forum so auch josy 95 möchte er ansprechen.
Diese Geschichte, sie heißt " Nacht ohne Ende" steht hier im Thema, begonnen am 1.04.2009, und wenn sie die noch nicht gelesen haben, dann bitte einmal reinziehen und es würde ihn doch brennend interessieren, wie deren Meinung zu Steckel ist.
Auch diese Problematik, wo er so schön sagt: " In meinen Zügen ( Güterzügen fuhren Uniformierte und Nichtuniformierte"!)...oder so ähnlich.
Es wird bestimmt ganz interessant, ist wieder etwas zum Austauschen der Meinungen.
Und natürlich sind hier nicht nur die Lokführer gefragt!
Den der ganze alte Armeekram, also ich weiß nicht,Männer, Feliks E. Dzierzynski wird schon mit dem Kopf schütteln und sagen: " Beschäftigt euch doch auch mal wieder mit der Vergangenheit, den Ursache und Wirkung stehen doch immer in...."

Gruß Rainer- Maria


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#77

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 22.09.2009 16:36
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Hallo Rainer- Maria,

zuerst Hackel der Korinthenk....:
Am Vorsignal steht man normalerweise nicht sondern erst am darauf folgenden Haltsignal und einen Laptop besitze ich auch nicht, weil mir oft schon der Computer zu viel ist.
Heute wird übrigens straff gefahren, so um die 600 km von Aachen nach Basel in einem Ritt.
Dafür hätte man früher die ganze Woche Zeit gehabt, jedoch gäbe es dann aber keinen Laptop.
Ich würde nicht mal ein Handy besitzen, wenn ich es nicht für die Arbeit brauchen würde.

Und nun vielen Dank für den Lesetipp, das wird gleich erledigt.
Übrigens über Armee kann ich gar nicht mitreden.
Weil ich nicht länger als 18 Monate dienen wollte sagte man mir, daß ich dann erst mit 26 gezogen werde, dann würde ich schon sehen, was ich da gekonnt habe, so wurde ich 23 und es kam erst mal die Wende und mit 26 gab es schon keine NVA mehr.
Man kann ja nicht immer nur verlieren.
Und ob die Erinnerungen an den Wehrdienst wirklich so schön sind wie ich sie von vielen Schwärmern schon gehört habe, möchte ich erst mal bezweifeln, kann es aber wie gesagt nicht wissen.
Viele Grüße Hackel.



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#78

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 22.09.2009 16:57
von bruno | 598 Beiträge

mein sohn (13 jahre) interessiert sich sehr für geschichte
und er wollte unbedingt, nach einem bericht im fernsehen,
sich das kz buchenwald ansehen.
buchenwald ist ja nur knapp 20 autominuten von uns weg,
also sind wir am sonntag vor 4 wochen hingefahren.
die arrestzellen, das krematorium und die ausstellung
haben ihn (uns) schon stark beeindruckt.

Angefügte Bilder:
nichts auf der welt ist so gerecht verteilt wie der verstand.
denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
rené descartes
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#79

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 22.09.2009 18:34
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Hallo Hackel,hallo bruno, das ist eine Gedenkstätte, diese Ruhe auf dieser weiten Fläche und ich habe 2...4..6 Bücher, auch über die Gründung des KZ- Buchenwald vom ersten Nagel, Stein, so von der Urbachmachung her. Es sind Erlebnisberichte von überlebenden Häftlingen, Kommunisten, vom Grundberuf Maurer, Zimmerleute und Anderen bis hin zum Friseur, na, kann ich nur sagen, den richtigen Beruf gelernt und du überlebst in jedem System der Welt.
Was wäre wohl der Überlebensberuf für die heutige Zeit? Eventuell Millionär? Oder Penner?
Aber Spass beiseite, Hackel, dieses Vorsignal hieß glaube ich bei Steckel " Vorwarnsignal".
Der Mann in seiner ruhigen Beurteilung der damaligen Situaton hatte mir gefallen, gut, es ist eine autobiographische Figur in der Erzählung, aber so wie es Bekier herüberbringt, top, kann ich nur sagen, so richtig aus dem Leben.
Die Armee, Hackel, ich habe sie so weit abgelegt, du müsstest mit deinem Zug 12 Monate fahren, jeden Tag 600 Kilometer und ich glaube, dann würdest du immer noch nicht den heiligen Gral erreichen, wo ich sie vergraben habe.
Nur ab und zu, wenn so ein Dummschwätzer kommt, der mir von diesen 18 Monaten an diesem verdammten Kanten erzählen will, grabe ich sie mal kurz aus, um ihn...wieder auf den Boden zurückzuholen.
Na, bruno, da lass deinen Jungen nur fleißig hier lesen, im Forum.

Gruß Rainer- Maria


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#80

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 10.01.2010 18:21
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Habe das Thema einmal aus der Versenkung geholt, weil unser junger Freund Manudave am Wochenende auf dem großen Apellplatz stand, der Wind pfiff ihm zwei Minuten durch die Kleidung und er dachte mit Wehmut an die Häftlinge, die manchmal acht Stunden und mehr dort stehen mussten.
Nach der dritten Minute dachte er", nein, es ist zu kalt, du erkältest dich, er drehte sich herum und ging zum warmen Auto.

R-M-R


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