#301

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 20:47
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Nachdem ich erst mal einen Spaziergang an frischer Luft gemacht habe, hier noch mal, ich hoffe abschließend, ein paar Worte. Ich wußte nicht, daß manche hier im Forum jedes Wort auf die Goldwage legen und etwas Humor, auch wenn es um ernste Angelegenheiten geht, ein Fremdwort zu sein scheint. Auch kommt es mir vor, als ob mitunter absichtlich falsch verstanden werden will. Auch gefällt es mir nicht, wie nicht erst durch Rüganer in #285 geschrieben, mir meine Outung als ehemaliger Parteisekretär um die Ohren gehauen wird. Sind wir wieder Anfang der 90er emotional angelangt ? Ich weiß ja nicht, welche Art von PS diejenigen kennengelernt haben, aber es sind mit Sicherheit welche, die ich im negativen Sinne als 150% bezeichnen würde. Ich hatte ja mal geschrieben, wie ich zu dieser Funktion gekommen bin und warum so lange, aber das zählt wohl nicht, da wird alles über einen Kamm geschert. Viele von uns sind, ehe sie sich versahen, in ein Verantwortungegebiet gerutscht, nach welchem sie sich nicht gerissen haben. Langsam bereue ich es, zu viel von meiner politischen Grundeinstellung preisgegeben zu haben. Also in Zukunft nur noch das Wichtigste und alles in "political correctness" und wenn ich das nicht kann, lese ich eben nur mit.



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#302

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 20:57
von Vogtländer (gelöscht)
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Es streitet in meinen Augen keiner ab,das die Iwans genauso Kriegsverbrechen tätigten und nach dem 8.5.45 sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckerten als Besatzungsmacht.Es gibt hier im Forum einige Threads,wo auch dazu nachgelesen werden kann.Und da wirsd auch Du feststellen,das die "Stalinpropaganda" schlecht gewirkt hat.
Genauso haben sich doch die Amis auch nicht immer wie edle Ritter aufgeführt.Wenn ich mir überlege,was die damals aus den Läden rund um den Alexanderplatz weggeschleppt haben an Kameras(fotokameras),Alkohol ausm Nataschaladen,Gewehre aus der Suhler Jagdhütte - ich hatte damals schon fast den Gedanken:man,die müssen sich aber wenig kaufen können in den Staaten.Und nen Breiten haben viele Offiziere von denen auch gemacht.Anstand,mal ihren Frauen ne Tür aufzuhalten?Fehlanzeige oder Erziehung mangelhaft.


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#303

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 21:06
von Vogtländer (gelöscht)
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@ Dore:
Auch das von Dir erwähnte Beispiel mit dem Parteisekretär meinte ich.
Zum Thema Humor denke ich mal,das es Themen gibt,wo Humor seine Grenzen (?) hat.Und das Thema 2.WK und alles dazugehörige verträgt meines erachten nach sehr wenig Humor.Vielleicht sehe ich da aber auch einiges zu eng,woran ich aber arbeiten und ändern kann.


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#304

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 21:23
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Klar, Vogtländer. Mit Humor meinte ich auch Themen, wo es, wie hier z.B., mehr um strategische Planungen geht. Wenn es sich um abscheuliche Verbrechen handelt, egal von welcher Seite und mit welcher Motivation, verstehe ich auch keinen Spaß. Das ist dann bitterer Ernst.



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#305

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 21:23
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #301
Nachdem ich erst mal einen Spaziergang an frischer Luft gemacht habe, hier noch mal, ich hoffe abschließend, ein paar Worte. Ich wußte nicht, daß manche hier im Forum jedes Wort auf die Goldwage legen und etwas Humor, auch wenn es um ernste Angelegenheiten geht, ein Fremdwort zu sein scheint. Auch kommt es mir vor, als ob mitunter absichtlich falsch verstanden werden will. Auch gefällt es mir nicht, wie nicht erst durch Rüganer in #285 geschrieben, mir meine Outung als ehemaliger Parteisekretär um die Ohren gehauen wird. Sind wir wieder Anfang der 90er emotional angelangt ? Ich weiß ja nicht, welche Art von PS diejenigen kennengelernt haben, aber es sind mit Sicherheit welche, die ich im negativen Sinne als 150% bezeichnen würde. Ich hatte ja mal geschrieben, wie ich zu dieser Funktion gekommen bin und warum so lange, aber das zählt wohl nicht, da wird alles über einen Kamm geschert. Viele von uns sind, ehe sie sich versahen, in ein Verantwortungegebiet gerutscht, nach welchem sie sich nicht gerissen haben. Langsam bereue ich es, zu viel von meiner politischen Grundeinstellung preisgegeben zu haben. Also in Zukunft nur noch das Wichtigste und alles in "political correctness" und wenn ich das nicht kann, lese ich eben nur mit.


Du sprichst mich an, ich werde dir antworten, DoreHolm...
es gab und gibt hier im Forum einen Politoffizier, der sich inzwischen klipp und klar zu dieser Funktion geäußert hat und der sich eindeutig von seiner damaligen Denkweise distanziert hat. Siehst du jemanden, der Rainman2 seine frühere Tätigkeit auf das Brot schmiert und der den Mann angreift?
Bei Dir dagegen sehe ich jedenfalls und da schreibe ich nur für mich als Person, nicht diesen Wandel und deine Meinungen sind für mich immer noch von dem damaligen Grundsatz geprägt. Deine Meinung soll Dir auch unbenommen bleiben, allerdings musst du schon aushalten, dass ich dann ab und an Bezug darauf nehme, und meine, es käme wieder die alte Funktion bei Dir durch.
Ich nehme dir auch nicht ab, dass du in diese Funktion, in dieses Verantwortungsgebiet gerutscht bist, ablehnen hättest Du immer können.
Du schreibst, Du hättest zu viel von Deiner politischen Grundeinstellung preisgegeben, deine politische Grundeinstellung klingt in so vielen Posts von Dir durch, da musstest Du gar nichts preisgeben. Dass Deine politische Grundeinstellung nicht mit meiner Einstellung zum Leben, zur Familie und zu meinem Umfeld übereinstimmt, muss ich ja nicht noch betonen. Eine politische Einstellung habe ich nicht, Politik hat nach meiner Überzeugung noch keinem etwas sinnvolles gebracht, siehe die 40 Jahre DDR und siehe nun das Leben danach. Ideologische Verblendung führte nur zum persönlichen Unglück bei den Menschen, siehe die Studenten, die mit einem Hurra für den Kaiser in den Tod gingen, siehe die Landser in Russland, siehe die Rotarmisten, die in die Garben der MGs der Deutschen getrieben wurden. Getrieben wurden, von politischen Kommissaren..
Ideologische Verblendung eines ganzen Volkes, dass dann Juden und Andersdenkene verfolgte, ideologische Verblendung von Jugendlichen, die dann die Ausrichtung der Fernsehantennen kontrollierend, von Haus zu Haus zogen... die Reihe könnte ich weiter fortsetzen, deswegen - man muss dann das auch aushalten können, wozu man sich mal bekannt hat oder wozu man sich heute noch bekennt... man muss sich auch Fragen gefallen lassen, wenn man sich zu gewissen Dingen "humorvoll" äußert, wenn man dies nicht will, ja dann muss man eben nur lesen....


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#306

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 21:33
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #302
Es streitet in meinen Augen keiner ab,das die Iwans genauso Kriegsverbrechen tätigten und nach dem 8.5.45 sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckerten als Besatzungsmacht.Es gibt hier im Forum einige Threads,wo auch dazu nachgelesen werden kann.Und da wirsd auch Du feststellen,das die "Stalinpropaganda" schlecht gewirkt hat.
Genauso haben sich doch die Amis auch nicht immer wie edle Ritter aufgeführt.Wenn ich mir überlege,was die damals aus den Läden rund um den Alexanderplatz weggeschleppt haben an Kameras(fotokameras),Alkohol ausm Nataschaladen,Gewehre aus der Suhler Jagdhütte - ich hatte damals schon fast den Gedanken:man,die müssen sich aber wenig kaufen können in den Staaten.Und nen Breiten haben viele Offiziere von denen auch gemacht.Anstand,mal ihren Frauen ne Tür aufzuhalten?Fehlanzeige oder Erziehung mangelhaft.


Was die Amis betrifft, so versuchst Du jetzt bei mir bereits weit offen stehende Tueren einzutreten. Der Ami und der Iwan, die haben sich gegenseitig verdient sag ich Dir. Aber auf diesem Auge sind viele Leute im alten Westen blind. Bestes Beispiel: Rheinwiesenlager. Aber wenn man darueber spricht, dann stecken die westlichen CDU/SPD/FDP Betonkoepfe und Blockfloeten die Koepfe in den Sand. Tatsache ist das Deutschland am 8. Mai 1945 weder von den Russen noch von den Amis und Briten befreit wurde, sondern brutal vergewaltigt, ausgepluendert, auf Ewigkeit besetzt und versklavt wurde. Und das es am Ende zum kalten Krieg kam zwischen Russen und Amis? Kein Wunder, denn Pack verschlaegt sich und vertraegt sich, wie es so schoen heisst. Und ich betone im Zusammenhang mit Amis und Russen bewusst das Wort "Pack".


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#307

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 21:35
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Rüganer, da kann ich Dir nur antworten, daß Du meine politische Meinung etwas verkennst. Du wirst es mir nicht glauben, aber ich lief damals nicht gleichgeschaltet und weiß, daß ich mit heutigem Wissen (damals waren es nur vage Vermutungen) aus der SED rausgeschmissen worden wäre. Wahrscheinlich hast Du Dich zum Einordnen des DH für eine bestimmte Schublade nur von ausgewählten Beiträgen leiten lassen die sich eher in´s Gedächtnis einprägen und die, bei denen wir eher ähnlicher Meinung waren, einfach ausgeblendet. Ich erinnere daran, daß ich z.B. kürzlich bezüglich des "die Partei hat immer recht" klar schrieb, daß ich dem auch damals schon widersprochen habe und nicht nur am Biertisch, sondern gegenüber meinem Vorgesetzen in der GK. Positionen einordnen nach links oder rechts sind eben immer relativ von der Betrachterposition.



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#308

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 21:43
von Vogtländer (gelöscht)
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Wanderer,ich versuch nicht,Deine Türen einzurennen.Das ergibt nur Kopfaua und blaue Flecken!
Aber ich geb Dir recht,das auch "westelbich" wie an den Rheinwiesen sich schuldig gemacht wurde.
Irgendeiner hatte mal hier im Forum so in etwa sich geäußert(mit meinen wWorten wiedergegeben):
von allen 4 besatzungsmächten führten sich die franzosen am zivilsten auf!
Und ja,Politik ist ein dreckiges Mafiageschäft!


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#309

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 22:14
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Ich finde die Diskussion entwickelt sich in eine Richtung welche mir nicht schmeckt und damit meine ich diesen nicht eindeutig formulierten Vorwurf das sich ein ehemaliges SED Mitglied aus welchen Gründen auch immer nicht gedanklich bzw. was seine politische Einstellung bestrifft wandeln kann, so nach dem Motto einmal Rot immer Rot.
Komischerweise konnten nach 1945 den Wandel vom strammen Verfechter NS-Ideologie zu lupenreinen Demokraten sehr viele, auch hohe und höchste Kader des Dritten Reiches, soweit nicht zum Tode verurteilt, besonders in den westlichen Besatzungszonen vollziehen. Sie mutierten in Blitzgeschwindigkeit zum Demokraten westlicher Prägung par excellence, ohne sich immer von ihrer Ideologie zu trennen.

Nur nach 1989 wird es fast per Gesetz den ehemaligen SED Mitgliedern, und besonders den Mitarbeitern des MfS einfach verboten das auch sie eine gedankliche Entwicklung und damit eine Erkenntnisentwicklung haben.
Ihnen wird der einfachheithalber, weil es einen Sündenbock geben muß, unterstellt, und es wird auch eisern darauf beharrt, das sie nicht fähig sind aus heutiger Sicht ihre damalige Tätigkeit kritisch einzuschätzen und sich damit auseinanderzusetzen.

Es kommt mir streckenweise so vor das Menschen die heutzutage ein linkes Gedankengut immer noch ihr eigen nennen wie weiland Aussätzige, Ketzer und Leugner der einzig wahren göttlichen Ordnung von einer selbsternannten Inquisition verfolgt werden.
Reue und Buße ist das mindeste und erst dann erwägt der Demokrat ob er dem so zu Kreuze kriechendem Ketzer huldvoll vergibt um ihn anschließend dem reinigenden Feuer zu übergeben.

Ich darf heutzutage fast jedes politische Spektrum von Mitte bis ganz Rechts bedienen, nur wenn die Skala leicht links ausschlagt dann heulen die ach so Unpolitischen unisono auf, weil sie gleich den Umsturz vermuten.
Solch ein Verhalten das nach Schnappatmung und pawlowchen Reflexen riecht finde ich mit verlaub einfach nur S****

Genau diese Voreingenommenheit der "Unpolitischen" lässt es diejenigen welche in der DDR eine politische Vergangenheit im Sinne der SED hatten es sich zweimal überlegen in solchen Foren, unter solch einer emotionalen Situation sich öffentlich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Jemand der von mir fordert das ich a) einzusehen habe das ich mich geirrt habe, b) von mir verlangt das ich zu bereuen habe, derjenige beißt bei mir gewaltig auf Granit.
Es ist auf dieser Welt noch nie jemanden gut bekommen sich als vermeintlicher Sieger im ideologischen Wettstreit über den vermeintlichen Verlierer zu erheben.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

frank, passport, DoreHolm und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#310

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 22:14
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #305
Zitat von DoreHolm im Beitrag #301
Nachdem ich erst mal einen Spaziergang an frischer Luft gemacht habe, hier noch mal, ich hoffe abschließend, ein paar Worte. Ich wußte nicht, daß manche hier im Forum jedes Wort auf die Goldwage legen und etwas Humor, auch wenn es um ernste Angelegenheiten geht, ein Fremdwort zu sein scheint. Auch kommt es mir vor, als ob mitunter absichtlich falsch verstanden werden will. Auch gefällt es mir nicht, wie nicht erst durch Rüganer in #285 geschrieben, mir meine Outung als ehemaliger Parteisekretär um die Ohren gehauen wird. Sind wir wieder Anfang der 90er emotional angelangt ? Ich weiß ja nicht, welche Art von PS diejenigen kennengelernt haben, aber es sind mit Sicherheit welche, die ich im negativen Sinne als 150% bezeichnen würde. Ich hatte ja mal geschrieben, wie ich zu dieser Funktion gekommen bin und warum so lange, aber das zählt wohl nicht, da wird alles über einen Kamm geschert. Viele von uns sind, ehe sie sich versahen, in ein Verantwortungegebiet gerutscht, nach welchem sie sich nicht gerissen haben. Langsam bereue ich es, zu viel von meiner politischen Grundeinstellung preisgegeben zu haben. Also in Zukunft nur noch das Wichtigste und alles in "political correctness" und wenn ich das nicht kann, lese ich eben nur mit.


Du sprichst mich an, ich werde dir antworten, DoreHolm...
es gab und gibt hier im Forum einen Politoffizier, der sich inzwischen klipp und klar zu dieser Funktion geäußert hat und der sich eindeutig von seiner damaligen Denkweise distanziert hat. Siehst du jemanden, der Rainman2 seine frühere Tätigkeit auf das Brot schmiert und der den Mann angreift?
Bei Dir dagegen sehe ich jedenfalls und da schreibe ich nur für mich als Person, nicht diesen Wandel und deine Meinungen sind für mich immer noch von dem damaligen Grundsatz geprägt. Deine Meinung soll Dir auch unbenommen bleiben, allerdings musst du schon aushalten, dass ich dann ab und an Bezug darauf nehme, und meine, es käme wieder die alte Funktion bei Dir durch.
Ich nehme dir auch nicht ab, dass du in diese Funktion, in dieses Verantwortungsgebiet gerutscht bist, ablehnen hättest Du immer können.
Du schreibst, Du hättest zu viel von Deiner politischen Grundeinstellung preisgegeben, deine politische Grundeinstellung klingt in so vielen Posts von Dir durch, da musstest Du gar nichts preisgeben. Dass Deine politische Grundeinstellung nicht mit meiner Einstellung zum Leben, zur Familie und zu meinem Umfeld übereinstimmt, muss ich ja nicht noch betonen. Eine politische Einstellung habe ich nicht, Politik hat nach meiner Überzeugung noch keinem etwas sinnvolles gebracht, siehe die 40 Jahre DDR und siehe nun das Leben danach. Ideologische Verblendung führte nur zum persönlichen Unglück bei den Menschen, siehe die Studenten, die mit einem Hurra für den Kaiser in den Tod gingen, siehe die Landser in Russland, siehe die Rotarmisten, die in die Garben der MGs der Deutschen getrieben wurden. Getrieben wurden, von politischen Kommissaren..
Ideologische Verblendung eines ganzen Volkes, dass dann Juden und Andersdenkene verfolgte, ideologische Verblendung von Jugendlichen, die dann die Ausrichtung der Fernsehantennen kontrollierend, von Haus zu Haus zogen... die Reihe könnte ich weiter fortsetzen, deswegen - man muss dann das auch aushalten können, wozu man sich mal bekannt hat oder wozu man sich heute noch bekennt... man muss sich auch Fragen gefallen lassen, wenn man sich zu gewissen Dingen "humorvoll" äußert, wenn man dies nicht will, ja dann muss man eben nur lesen....



was für eine 'alte funktion ? die gibt es schon über zwanzig jahre nicht mehr und dessen glaube ich ist er sich auch bewußt !! wie war damals deine
politische einstellung als du die grenzen bewacht hast !?? zweites rot mark :dieser unterliegst du heute auch und mit verlaub erlaube ich mir zu schreiben : du merkst es gar nicht !!! man sollte menschen nicht nach ihrer vergangenheit vorverurteilen, auch wenn vielleicht der haß auf jenes, wofür sie damals eingestanden haben ,real ,aber meiner meinung nach unbegründet ist ! noch mal zum mitschreiben für alle : wir waren keine nazi's und davon gefühlte millionen universen von entfernt !!! wer was anderes behauptet für den habe ich das dritte: rot mark !!!



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#311

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 31.10.2012 22:50
von Schmiernippel | 244 Beiträge

Vielleicht sollte man jetzt bei der Seite 16 doch mal nach vorn zur Seite 1 gehen und das eröffnete Thema ansehen. Davon sind wir in der Diskussion meilenweit entfernt. Klar gehen mit einem manchmal im Eifer des Gefechts die Pferde durch, aber dann ist es doch kein Problem, ein neues Thema zu eröffnen.
Gruß Schmiernippel



Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#312

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 01.11.2012 00:04
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #310
[
was für eine 'alte funktion ? die gibt es schon über zwanzig jahre nicht mehr und dessen glaube ich ist er sich auch bewußt !! wie war damals deine
politische einstellung als du die grenzen bewacht hast !?? zweites rot mark :dieser unterliegst du heute auch und mit verlaub erlaube ich mir zu schreiben : du merkst es gar nicht !!! man sollte menschen nicht nach ihrer vergangenheit vorverurteilen, auch wenn vielleicht der haß auf jenes, wofür sie damals eingestanden haben ,real ,aber meiner meinung nach unbegründet ist ! noch mal zum mitschreiben für alle : wir waren keine nazi's und davon gefühlte millionen universen von entfernt !!! wer was anderes behauptet für den habe ich das dritte: rot mark !!!



@Frank,

meine politische Einstellung, als ich an der Mauer stand? Meinst Du, ich hätte mit 19 eine politische Einstellung gehabt? Meinst Du, ich wäre da aus Überzeugung freiwillig hingegangen? Ich bin eingezogen worden und habe es zugegebenermaßen nicht als das Schlechteste angesehen, was mir da passiert ist. Eggesin wäre absolute Sche... gewesen. dann habe ich zugesehen, dass ich meine Tage dort rumbekommen habe, nein, ich habe keine politische Einstellung gehabt.
Ich vorverurteile keinen, ich habe gezielt DoreHolm angeschrieben und ob ich den nun vorverurteilt habe, ich kann es nicht so sehen. Ich schreibe nur, dass ich gegen eine Meinung auftreten werde, die mir und damit meine ich auch nur mich, die Meinung aufkommen lässt, dass er etwas mit einer roten Brille sieht und kommentiert.
Ja, und Frank, die alte Funktion... 20 Jahre her und doch scheint es schwer zu fallen, sich davon loszusagen. Und wenn man sich davon nicht lossagen kann, weil es eben die Überzeugung ist, dann ist das doch auch ok, aber dann war meine Meinung bezüglich DoreHolm zutreffend.
Woher Du nun die Nazis nimmst, ich weiß es nicht, hilf mir da mal auf die Sprünge.

@Nostalgiker

Einmal Rot, immer Rot - habe ich nicht geschrieben. Nicht umsonst, habe ich Rainman hier als Beispiel angeführt, als einen Mann, der mir imponiert, der klipp und klar sagt, dass er sich von der Funktion innerlich verabschiedet hat, die er einmal innehatte. Der Beiträge schreibt, die alle Achtung abverlangen, sachlich ok und fachlich ebenfalls.
DoreHolm äußert sich darüber, dass manche doch sehr gelitten haben müssen, wenn sie sich zurecht als Opfer betrachten, verspricht dann eine ausführliche Antwort und weicht aus. Die Frage, wer ist seiner Meinung nach nun zurecht Opfer, bis heute offen..
Dieses erinnerte mich sehr an Parteisekretäre, wie ich sie kennen gelernt hatte. Große Töne und dann, wenn es konkret wird, Schweigen im Walde.
Damit unterstelle ich ihm nicht per se, dass er sich nicht verändert hat, wo tu ich dieses? Ich schrieb, dass ich nicht. Ich schrieb etwas vom Lossagen...
Ich verlange von keinem ehemaligen Genossen, dass er sich hier als Ketzer auf Knien rutschend bekennen muss. Da verwechselst Du etwas.
Ich bin nicht der Staat BRD, der MfS-Mitarbeitern an das Bein pinkeln will, obwohl ich auch nicht gut finde, wie die Bevölkerung bespitzelt wurde.
Auch da verwechselst du irgendwas.
Meinetwegen können Zeiger auf der Skala weit nach links ausschlagen, Hauptsache ist, diejenigen, die 40 Jahre in der ehemaligen DDR das sagen hatten, kommen nicht wieder an das Ruder.

PS. Vielleicht kann das wirklich mal jemand auslagern in einen anderen Fred.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#313

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 01.11.2012 08:14
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Rüganer, so ist das mit der schriftlichen Kommunikation.
Du liest was, interpretierst es einmal Deiner momentanen Stimmung und andererseits Deiner Grundeinstellung zu den Dingen und schreibst eine entsprechende Antwort.
Etwas später liest ein Anderer Deine Antwort, fühlt sich aus irgendeinem Grund angesprochen, ist aus völlig anderen Gründen gerade etwas schlecht gelaunt und schreibt eine Antwort in der er etwas heftig reagiert....
Das lässt Du nicht auf Dir sitzen, vielleicht hast Du auch von einem konkreten User eine umfassendere Antwort erwartet und Du bist leicht enttäuscht das Deine Erwartung nicht erfüllt wurde und legst Deine Enttäuschung nonverbal in Deine nächste Antwort.
Ein Dritter meint im vorangegangenen Dialog ein Konfliktpotenzial zu erkennen, greift sich einen, seiner Auffassung nach, Widerspruch heraus und haut den den beiden Diskussanten um die Ohren.....
Irgendwann, gut 300 Beiträge später, inklusive einiger persönlicher Abwatscher und der üblichen Verdächtigungen zur konspirativen Gruppenbildung, weiß keiner mehr um was es überhaupt geht und versucht nur noch seinen "Standpunkt" zu verteidigen und dem Gegenüber nachzuweisen das er Unrecht hat.
"The same procedure as ......"

Mit meinem Beitrag über die Weiterentwicklung der eigenen Einstellung habe ich nicht speziell Dich @Rüganer angesprochen.
Ich wurde mehr von einer "anderen" Diskussion zum Thema Umgang mit MfS Mitarbeitern inspiriert welche vom Hass geprägt fast zur Selbstjustiz aufruft, weil der "Staat" nichts macht und damit eine regelrecht Progromstimmung schürt.
Das sind die gleichen die sowas äußern um sich anschließend lang und breit darüber zu beklagen das genau diese Menschengruppe gegenüber ihrer Menschengruppe mauert.

Als Beispiel für eine Wandlung, ein "inneres" verabschieden und lossagen bringst Du das Beispiel @Rainman wider @DoreHolm.
Als Politnik war es Rainman sein Beruf! die Soldaten auf der richtigen Ideologischen Linie zu halten und/oder sie dahin zu bringen. Er war hauptamtlich dafür verantwortlich die entsprechenden Weisungen etc. umzusetzen.
DoreHolm war nebenberuflich unter anderem Parteisekretär in einem Betrieb. Er hat das neben seiner regulären Arbeit gemacht und bestimmt wie sehr viele in ähnlicher Position "freiwillig" aus Überzeugung, weil er gefragt wurde, die "Genossen" ihm vertrauten und dann gab es noch diese ominöse Parteidisziplin. Nicht zu verwechseln mit kuschen, sondern mehr mit der Einsicht es tun zu müssen.
@Rainman distanziert sich zurecht meiner Meinung nach von den Methoden, der Art und Weise wie er seinen damaligen Beruf ausüben mußte, von den falschen Inhalten. Er kritisiert, ebenfalls zu Recht, die falsche Vereinnahmung, die Verdrehungen, den Mißbrauch einer gesellschaftlichen Theorie im sinne des Machterhaltes einer Funktionärsclique und das er mit seiner Arbeit ein Handlanger zum ideologischen Mißbrauch einer ihm anvertrauten Gruppe von Menschen wurde. Genau das stellt Rainman in seinen Beiträgen heraus, so lese ich sie jedenfalls.
Was ich bei Rainman hingegen nicht lese ist das er komplett irgendwas abschwört, sich also von Saulus zu Paulus wandelte......

Ich sehe es schon als eklatanten Unterschied ob ich mich von einer Idee als solche innerlich verabschiede oder ob ich mich von dem verabschiede was aus dieser Grundidee gemacht wurde.

Was mich interessieren würde, wo fängt bei Dir die Gruppe derjenigen an die in der DDR "das sagen hatten", in welchen Branchen arbeiteten sie und wo dürfen sie auf keinen Fall wieder arbeiten.

Ausspioniert werde ich auch Heutzutage, neben staatlichen Institutionen haben sehr viele Konzerne sehr großes Interesse an jedem einzelnen von uns.
Dagegen kommt es mir vor das die immer so vehement beschworene Flächendeckende Überwachung der DDR Bevölkerung durch die Stasi von einem äußerst stümperhaft agierenden Verein (un)christlicher junger Männer durchgeführt wurde......

Tipp: schmeiß Dein Handy weg!

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#314

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 01.11.2012 09:44
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #313
@Rüganer, so ist das mit der schriftlichen Kommunikation.
Du liest was, interpretierst es einmal Deiner momentanen Stimmung und andererseits Deiner Grundeinstellung zu den Dingen und schreibst eine entsprechende Antwort.
Etwas später liest ein Anderer Deine Antwort, fühlt sich aus irgendeinem Grund angesprochen, ist aus völlig anderen Gründen gerade etwas schlecht gelaunt und schreibt eine Antwort in der er etwas heftig reagiert....
Das lässt Du nicht auf Dir sitzen, vielleicht hast Du auch von einem konkreten User eine umfassendere Antwort erwartet und Du bist leicht enttäuscht das Deine Erwartung nicht erfüllt wurde und legst Deine Enttäuschung nonverbal in Deine nächste Antwort.
Ein Dritter meint im vorangegangenen Dialog ein Konfliktpotenzial zu erkennen, greift sich einen, seiner Auffassung nach, Widerspruch heraus und haut den den beiden Diskussanten um die Ohren.....
Irgendwann, gut 300 Beiträge später, inklusive einiger persönlicher Abwatscher und der üblichen Verdächtigungen zur konspirativen Gruppenbildung, weiß keiner mehr um was es überhaupt geht und versucht nur noch seinen "Standpunkt" zu verteidigen und dem Gegenüber nachzuweisen das er Unrecht hat.
"The same procedure as ......"

Mit meinem Beitrag über die Weiterentwicklung der eigenen Einstellung habe ich nicht speziell Dich @Rüganer angesprochen.
Ich wurde mehr von einer "anderen" Diskussion zum Thema Umgang mit MfS Mitarbeitern inspiriert welche vom Hass geprägt fast zur Selbstjustiz aufruft, weil der "Staat" nichts macht und damit eine regelrecht Progromstimmung schürt.
Das sind die gleichen die sowas äußern um sich anschließend lang und breit darüber zu beklagen das genau diese Menschengruppe gegenüber ihrer Menschengruppe mauert.

Als Beispiel für eine Wandlung, ein "inneres" verabschieden und lossagen bringst Du das Beispiel @Rainman wider @DoreHolm.
Als Politnik war es Rainman sein Beruf! die Soldaten auf der richtigen Ideologischen Linie zu halten und/oder sie dahin zu bringen. Er war hauptamtlich dafür verantwortlich die entsprechenden Weisungen etc. umzusetzen.
DoreHolm war nebenberuflich unter anderem Parteisekretär in einem Betrieb. Er hat das neben seiner regulären Arbeit gemacht und bestimmt wie sehr viele in ähnlicher Position "freiwillig" aus Überzeugung, weil er gefragt wurde, die "Genossen" ihm vertrauten und dann gab es noch diese ominöse Parteidisziplin. Nicht zu verwechseln mit kuschen, sondern mehr mit der Einsicht es tun zu müssen.
@Rainman distanziert sich zurecht meiner Meinung nach von den Methoden, der Art und Weise wie er seinen damaligen Beruf ausüben mußte, von den falschen Inhalten. Er kritisiert, ebenfalls zu Recht, die falsche Vereinnahmung, die Verdrehungen, den Mißbrauch einer gesellschaftlichen Theorie im sinne des Machterhaltes einer Funktionärsclique und das er mit seiner Arbeit ein Handlanger zum ideologischen Mißbrauch einer ihm anvertrauten Gruppe von Menschen wurde. Genau das stellt Rainman in seinen Beiträgen heraus, so lese ich sie jedenfalls.
Was ich bei Rainman hingegen nicht lese ist das er komplett irgendwas abschwört, sich also von Saulus zu Paulus wandelte......

Ich sehe es schon als eklatanten Unterschied ob ich mich von einer Idee als solche innerlich verabschiede oder ob ich mich von dem verabschiede was aus dieser Grundidee gemacht wurde.

Was mich interessieren würde, wo fängt bei Dir die Gruppe derjenigen an die in der DDR "das sagen hatten", in welchen Branchen arbeiteten sie und wo dürfen sie auf keinen Fall wieder arbeiten.

Ausspioniert werde ich auch Heutzutage, neben staatlichen Institutionen haben sehr viele Konzerne sehr großes Interesse an jedem einzelnen von uns.
Dagegen kommt es mir vor das die immer so vehement beschworene Flächendeckende Überwachung der DDR Bevölkerung durch die Stasi von einem äußerst stümperhaft agierenden Verein (un)christlicher junger Männer durchgeführt wurde......

Tipp: schmeiß Dein Handy weg!

Gruß
Nostalgiker


rot mark.
nachdem du groß und breit die Welt erklärt hast, drängt sich bei diesem Satz mir die Frage auf, ob du dich da nicht für zu wichtig hältst ?


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All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#315

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 01.11.2012 10:43
von Tobeck | 488 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #248
Ob Rüstungsmaterial in großen Mengen gefunden wurde,das weiß ich nicht.Stelle mir aber die Frage dann,warum Wehrmacht und SS relativ schnell vordringen konnten im Feldzug.Ich glaub dabei nicht,das die Rote Armee demoralisiert war.


Das ist wohl auf die bessere Taktik zurückzuführen (Stichwort Kesselschlachten), obwohl die rote Armee deutlich mehr Panzer und Flugzeuge hatte. Ein weiterer Grund waren wohl auch die "Säuberungen" Stalins in den hohen Rängen der roten Armee in den dreißiger Jahren. Auch die französisch-britisch-belgischen Streitkräfte waren 1940 zahlenmäßig bei Panzern, Flugzeugen und Geschützen überlegen, waren aber schlechter organisiert, hatten keine eigenständigen Panzerdivisionen u.s.w., wurden aber trotzdem aus taktischen Gründen in sechs Wochen besiegt. Auch Napoleon, Lee oder Friedrich der Große konnten durch bessere Taktik überlegene Streitkräfte besiegen.

Ob es eine Absicht Stalins für einen baldigen Angriff gab, wird man wohl nie mehr genau erfahren, es gibt Argumente die dafür sprechen und Argumente die dagegen sprechen. Langfristig hoffte er wohl, dass sich die "kapitalistischen" Staaten im Krieg zerreiben und ihm einige dann als eine leichte Beute zufallen. Das er andere Staaten angriff, wenn es scheinbar leicht war und er wenig Widerstand erwartete, zeigen die Beispiele Polen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen und Persien. Neben den ideologischen NS- Eroberungs- und Vernichtungsplänen vor dem Krieg gab es auf der anderen Seite auch schon vor dem Krieg das Ziel der Weltrevolution. Letzteres erschien Churchill schon kurz nach dem Krieg bedrohlicher, weshalb er meinte, dass sie (die Westalliierten) das falsche Schwein geschlachtet hätten. Er bezog sich damit auch auf die Ereignisse in Polen und Griechenland nach dem Krieg. Letztendlich scheiterte die Weltrevolution an dem ineffizienten wirtschaftlichen System. Ein effizientes wirtschaftliches System mit technologischer Führung ist für den Sieg in einem solchen Welt- bzw. Systemkonflikt unabdingbar.

Was die Kollektivschuldthese der Deutschen betrifft, muss man festhalten, dass Hitler bei den letzten freien Wahlen nie eine Mehrheit der Wähler hinter sich hatte und die später erfolgte völlige Machtergreifung illegal war. Ob die Mehrheit der deutschen Bevölkerung den Krieg und den Holocaust wollte? Es gab am 1. September 1939 und am am 22. Juni 1941 jedenfalls keine Jubel- und Begeisterungsszenen wie 1914.


zuletzt bearbeitet 01.11.2012 12:45 | nach oben springen

#316

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 01.11.2012 12:10
von turtle | 6.961 Beiträge

Das Buchenwald als Lager von den Sowjets erst einmal weiterbenutzt wurde in der DDR verschwiegen wurde ist nicht Neues.
Nun sah ich vor drei Tagen eine Doku über Bordelle in den KZs. Buchenwald war auch dabei. Ein Bordell Besuch kostete dem Häftling 2 RM.
Wer nun alles die Genehmigung zum Besuch der armem Frauen (die wenigsten machten das freiwillig) bekam steht auf einem anderen Blatt.
Aber allein die Tatsache das es eine Bordell Baracke gab überraschte mich doch. Übrigens wurde den Frauen einiges zugestanden wovon andere Häftlingen nur träumten. Gutes Essen ,Keine Lager Kleidung,Schminke, Hygiene ,Ärztliche Betreuung, usw. Gelockt wurden die Frauen hauptsächlich aus dem Frauen KZ Ravensbrück mit dem Versprechen das sie nach 6 Monaten frei sind. (Wurde natürlich nicht eingehalten)
Vielleicht noch interessant dazu Es waren nicht nur deutsche Frauen. Deutsche durften nur zu deutschen Frauen,die Polen zu Polinnen,usw.
Jüdinnen waren allerdings nicht dabei (Rassenschande) Alles wurde beobachtet ,pro Besuch standen 15 Minuten zur Verfügung,danach schallte die Glocke.

Habe das dazu gefunden:http://de.wikipedia.org/wiki/Lagerbordell


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 01.11.2012 12:53 | nach oben springen

#317

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 01.11.2012 13:39
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Rüganer, in #312 habe ich nun geantwortet, wie versprochen. Ich hatte es nicht vergessen und wollte mich auch nicht davor drücken. Heiße Luft ist nicht so mein Ding,die versuche ich zu vermeiden.



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#318

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 01.11.2012 19:18
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #309
Ich finde die Diskussion entwickelt sich in eine Richtung welche mir nicht schmeckt und damit meine ich diesen nicht eindeutig formulierten Vorwurf das sich ein ehemaliges SED Mitglied aus welchen Gründen auch immer nicht gedanklich bzw. was seine politische Einstellung bestrifft wandeln kann, so nach dem Motto einmal Rot immer Rot.
Komischerweise konnten nach 1945 den Wandel vom strammen Verfechter NS-Ideologie zu lupenreinen Demokraten sehr viele, auch hohe und höchste Kader des Dritten Reiches, soweit nicht zum Tode verurteilt, besonders in den westlichen Besatzungszonen vollziehen. Sie mutierten in Blitzgeschwindigkeit zum Demokraten westlicher Prägung par excellence, ohne sich immer von ihrer Ideologie zu trennen.

Gruß
Nostalgiker


Der Unterschied zwischen damals und heute ist das es nach 1945 noch kein Internet gab. Ich bin mir sicher wenn es z.B. in den 50iger und 60iger Jahren ein "forum-3.Reich-Grenze" oder was aehnliches gegeben haette, das sich dann ehemalige Parteigenossen, SS und Gestapo Mitarbeiter auch so einiges haetten anhoeren muessen.


Gert und jennyblo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#319

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 03.11.2012 22:58
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #312
Zitat von frank im Beitrag #310
[
was für eine 'alte funktion ? die gibt es schon über zwanzig jahre nicht mehr und dessen glaube ich ist er sich auch bewußt !! wie war damals deine
politische einstellung als du die grenzen bewacht hast !?? zweites rot mark :dieser unterliegst du heute auch und mit verlaub erlaube ich mir zu schreiben : du merkst es gar nicht !!! man sollte menschen nicht nach ihrer vergangenheit vorverurteilen, auch wenn vielleicht der haß auf jenes, wofür sie damals eingestanden haben ,real ,aber meiner meinung nach unbegründet ist ! noch mal zum mitschreiben für alle : wir waren keine nazi's und davon gefühlte millionen universen von entfernt !!! wer was anderes behauptet für den habe ich das dritte: rot mark !!!



@Frank,

meine politische Einstellung, als ich an der Mauer stand? Meinst Du, ich hätte mit 19 eine politische Einstellung gehabt? Meinst Du, ich wäre da aus Überzeugung freiwillig hingegangen? Ich bin eingezogen worden und habe es zugegebenermaßen nicht als das Schlechteste angesehen, was mir da passiert ist. Eggesin wäre absolute Sche... gewesen. dann habe ich zugesehen, dass ich meine Tage dort rumbekommen habe, nein, ich habe keine politische Einstellung gehabt.
Ich vorverurteile keinen, ich habe gezielt DoreHolm angeschrieben und ob ich den nun vorverurteilt habe, ich kann es nicht so sehen. Ich schreibe nur, dass ich gegen eine Meinung auftreten werde, die mir und damit meine ich auch nur mich, die Meinung aufkommen lässt, dass er etwas mit einer roten Brille sieht und kommentiert.
Ja, und Frank, die alte Funktion... 20 Jahre her und doch scheint es schwer zu fallen, sich davon loszusagen. Und wenn man sich davon nicht lossagen kann, weil es eben die Überzeugung ist, dann ist das doch auch ok, aber dann war meine Meinung bezüglich DoreHolm zutreffend.
Woher Du nun die Nazis nimmst, ich weiß es nicht, hilf mir da mal auf die Sprünge.

@Nostalgiker

Einmal Rot, immer Rot - habe ich nicht geschrieben. Nicht umsonst, habe ich Rainman hier als Beispiel angeführt, als einen Mann, der mir imponiert, der klipp und klar sagt, dass er sich von der Funktion innerlich verabschiedet hat, die er einmal innehatte. Der Beiträge schreibt, die alle Achtung abverlangen, sachlich ok und fachlich ebenfalls.
DoreHolm äußert sich darüber, dass manche doch sehr gelitten haben müssen, wenn sie sich zurecht als Opfer betrachten, verspricht dann eine ausführliche Antwort und weicht aus. Die Frage, wer ist seiner Meinung nach nun zurecht Opfer, bis heute offen..
Dieses erinnerte mich sehr an Parteisekretäre, wie ich sie kennen gelernt hatte. Große Töne und dann, wenn es konkret wird, Schweigen im Walde.
Damit unterstelle ich ihm nicht per se, dass er sich nicht verändert hat, wo tu ich dieses? Ich schrieb, dass ich nicht. Ich schrieb etwas vom Lossagen...
Ich verlange von keinem ehemaligen Genossen, dass er sich hier als Ketzer auf Knien rutschend bekennen muss. Da verwechselst Du etwas.
Ich bin nicht der Staat BRD, der MfS-Mitarbeitern an das Bein pinkeln will, obwohl ich auch nicht gut finde, wie die Bevölkerung bespitzelt wurde.
Auch da verwechselst du irgendwas.
Meinetwegen können Zeiger auf der Skala weit nach links ausschlagen, Hauptsache ist, diejenigen, die 40 Jahre in der ehemaligen DDR das sagen hatten, kommen nicht wieder an das Ruder.

PS. Vielleicht kann das wirklich mal jemand auslagern in einen anderen Fred.




das du keine politische meinung zu deiner damaligen armeezeit gehabt hast wage ich hier mal zu bezweifeln !! für mich(persönliche meinung) ist das eine lüge!!! du warst also nur aus 'tafke' an der grenze der ddr ohne dir ein kopf (mit 19) über kosequenzen zu machen !! entschuldige bitte ist mir ein bischen zu einfach !!! alles andere : 'Wendehals ' !!! oder ???



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#320

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 03.11.2012 23:21
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten im Beitrag #318
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #309
Ich finde die Diskussion entwickelt sich in eine Richtung welche mir nicht schmeckt und damit meine ich diesen nicht eindeutig formulierten Vorwurf das sich ein ehemaliges SED Mitglied aus welchen Gründen auch immer nicht gedanklich bzw. was seine politische Einstellung bestrifft wandeln kann, so nach dem Motto einmal Rot immer Rot.
Komischerweise konnten nach 1945 den Wandel vom strammen Verfechter NS-Ideologie zu lupenreinen Demokraten sehr viele, auch hohe und höchste Kader des Dritten Reiches, soweit nicht zum Tode verurteilt, besonders in den westlichen Besatzungszonen vollziehen. Sie mutierten in Blitzgeschwindigkeit zum Demokraten westlicher Prägung par excellence, ohne sich immer von ihrer Ideologie zu trennen.

Gruß
Nostalgiker


Der Unterschied zwischen damals und heute ist das es nach 1945 noch kein Internet gab. Ich bin mir sicher wenn es z.B. in den 50iger und 60iger Jahren ein "forum-3.Reich-Grenze" oder was aehnliches gegeben haette, das sich dann ehemalige Parteigenossen, SS und Gestapo Mitarbeiter auch so einiges haetten anhoeren muessen.



gratulation !, zum immer wiederkehrendem vergleich :ddr - vs- 3.reich !!!



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