#201

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:10
von jacky (gelöscht)
avatar

Oh interessant. in dem jahr wo ich geboren bin. da hast du ja schon einiges erlebt


nach oben springen

#202

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:10
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Da hier das Thema "Flucht und Vertreibung" angesprochen wurde, wäre ich für einen eigenständigen Thread zum Thema wenn Bedarf besteht diese Thematik sachlich zu diskutieren.

Leider habe ich jetzt auf die schnelle kein Oberthema gefunden wo diese Thematik reinpasst, ist es doch keine spezifische DDR-Thematik.

Bei den Ereignissen im Zeitraum Ende 1944 bis Kriegsende und dann bis zirka 1948/49 hauptsächlich in den deutschen Ostgebieten ist sehr eindeutig zwischen Flucht, Januar bis April 1945 und dann nochmals in den Jahren 1947/48 die Umsiedlung oder Vertreibung der Deutschen aus den Gebieten welche im Zuge der Grenzverschiebungen im Osten in Richtung Westen erfolgte. Diese "ethnische" Entflechtung, das Deutsche aus ihren Jahrhundertealten angestammten Siedlungsgebieten nach 1945 vertrieben wurden geschah mit ausdrücklicher Billigung der Westallierten! Dieser Fakt wird bei der heutigen Betrachtungsweise, ach die armen unschuldigen deutschen Opfer; was mußten sie unter den "Russen" doch leiden, allzu gerne ausgeblendet.
Die Grenzziehung, die territoriale "Neuordnung besonders von Osteuropa, die Aufteilung in Einflusssphären und Interessengebiete und damit die größte Umsiedlungsaktion von ganzen Volksgruppen im Europa der Neuzeit wurde, ich betone es nochmals, von den Alliierten, also den Amerikanern, Briten und Russen gemeinsam in Teheran angedacht, in Jalta beschlossen und Potsdam nochmals endgültig bekräftigt.

Dank "wahrheitsgemäßer" und "objektiver" Geschichtsaufbearbeitung sind im kollektiven Gedächtnis der Deutschen "nur" die Fluchtlingsströme im Osten Deutschlands zum Kriegsende präsent.
Flucht fand in allen Gebieten Deutschlands statt denen sich die verbündeten Truppen näherten!

Das gerade die Flucht der Bevölkerung aus Ostpreussen, später aus Ostpommern, Wartheland und Schlesien so chaotisch und mit so vielen Opfern erfolgte ist auch zum großem Teil den damaligen deutschen Machthabern zu verdanken.
Auch das sollte nicht vergessen werden.

Die Wehrmachtsführung, man kann über sie denken wie man will, forderte bereits ab Frühherbst das die Gebiete in Ostpreussen wegen der zu erwartenden Heftigkeit der Kämpfe von Zivilpersonen geräumt werden.
Ideologie und Propaganda des Dritten Reiches verbot genau dies. Denn eine organisierte Räumung der später umkämpften Gebiete hätte das Eingeständnis des Scheiterns deutscher Allmacht und rassischer Überlegenheitswahnvorstellungen bedeutet.....

Die Propagandistische Ausschlachtung von deutscher Seite der Ereignisse von Nemmersdorf im Oktober 1944 trugen ebenfalls dazu bei den "Verteidigungswillen" der Bevölkerung auf der einen Seite anzustacheln und auf der anderen Seite das Bild des Schreckens zu verbreiten, seht das passiert Euch wenn die slawischen Horden über die Deutschen herfallen.....

Erst nachdem die Kämpfe im Januar das 'Reichsgebiet' in Ostpreussen großflächig erreichten, wurde die Flucht "erlaubt"
Hier durchaus unter dem Kalkül das die Flüchtlingstrecks das vorrücken der Roten Armee massiv behindern werden. Das diese Trecks auch die Wehrmacht behinderten wurde offensichtlich ausgeblendet oder es wurde billigend in Kauf genommen das die Zivilbevölkerung auf der Flucht zwischen den Fronten faktisch aufgerieben wird.

Es ist natürlich einfach und entspricht dem Zeitgeist die gesamte Tragik dieser Ereignisse, denen nach neuesten Erkenntnissen ca. 600.000 Menschen aus den Ostgebieten zum Opfer fielen und nicht wie früher behauptet wurde über 2 Mio. mit, einem Satz abzuqualifizieren: Die Russen sind Schuld.
So einfach ist es nicht.

Das mal als Ausgangspunkt für eine Diskussion zum Thema 'Flucht und Vertreibung'

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

GilbertWolzow, DoreHolm und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#203

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:13
von seaman | 3.487 Beiträge

Sorry,ziehe mich gerne wieder zurueck!!


nach oben springen

#204

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:15
von Vogtländer (gelöscht)
avatar

genau wie meine oma es erzählte,nur ohne zahlen.
und richtig ist,das viele es nicht warhaben wollen,das es damals mehrere schuldige gab.


nach oben springen

#205

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:16
von jacky (gelöscht)
avatar

Zitat von Nostalgiker im Beitrag #202
Da hier das Thema "Flucht und Vertreibung" angesprochen wurde, wäre ich für einen eigenständigen Thread zum Thema wenn Bedarf besteht diese Thematik sachlich zu diskutieren.

Leider habe ich jetzt auf die schnelle kein Oberthema gefunden wo diese Thematik reinpasst, ist es doch keine spezifische DDR-Thematik.

Bei den Ereignissen im Zeitraum Ende 1944 bis Kriegsende und dann bis zirka 1948/49 hauptsächlich in den deutschen Ostgebieten ist sehr eindeutig zwischen Flucht, Januar bis April 1945 und dann nochmals in den Jahren 1947/48 die Umsiedlung oder Vertreibung der Deutschen aus den Gebieten welche im Zuge der Grenzverschiebungen im Osten in Richtung Westen erfolgte. Diese "ethnische" Entflechtung, das Deutsche aus ihren Jahrhundertealten angestammten Siedlungsgebieten nach 1945 vertrieben wurden geschah mit ausdrücklicher Billigung der Westallierten! Dieser Fakt wird bei der heutigen Betrachtungsweise, ach die armen unschuldigen deutschen Opfer; was mußten sie unter den "Russen" doch leiden, allzu gerne ausgeblendet.
Die Grenzziehung, die territoriale "Neuordnung besonders von Osteuropa, die Aufteilung in Einflusssphären und Interessengebiete und damit die größte Umsiedlungsaktion von ganzen Volksgruppen im Europa der Neuzeit wurde, ich betone es nochmals, von den Alliierten, also den Amerikanern, Briten und Russen gemeinsam in Teheran angedacht, in Jalta beschlossen und Potsdam nochmals endgültig bekräftigt.

Dank "wahrheitsgemäßer" und "objektiver" Geschichtsaufbearbeitung sind im kollektiven Gedächtnis der Deutschen "nur" die Fluchtlingsströme im Osten Deutschlands zum Kriegsende präsent.
Flucht fand in allen Gebieten Deutschlands statt denen sich die verbündeten Truppen näherten!

Das gerade die Flucht der Bevölkerung aus Ostpreussen, später aus Ostpommern, Wartheland und Schlesien so chaotisch und mit so vielen Opfern erfolgte ist auch zum großem Teil den damaligen deutschen Machthabern zu verdanken.
Auch das sollte nicht vergessen werden.

Die Wehrmachtsführung, man kann über sie denken wie man will, forderte bereits ab Frühherbst das die Gebiete in Ostpreussen wegen der zu erwartenden Heftigkeit der Kämpfe von Zivilpersonen geräumt werden.
Ideologie und Propaganda des Dritten Reiches verbot genau dies. Denn eine organisierte Räumung der später umkämpften Gebiete hätte das Eingeständnis des Scheiterns deutscher Allmacht und rassischer Überlegenheitswahnvorstellungen bedeutet.....

Die Propagandistische Ausschlachtung von deutscher Seite der Ereignisse von Nemmersdorf im Oktober 1944 trugen ebenfalls dazu bei den "Verteidigungswillen" der Bevölkerung auf der einen Seite anzustacheln und auf der anderen Seite das Bild des Schreckens zu verbreiten, seht das passiert Euch wenn die slawischen Horden über die Deutschen herfallen.....

Erst nachdem die Kämpfe im Januar das 'Reichsgebiet' in Ostpreussen großflächig erreichten, wurde die Flucht "erlaubt"
Hier durchaus unter dem Kalkül das die Flüchtlingstrecks das vorrücken der Roten Armee massiv behindern werden. Das diese Trecks auch die Wehrmacht behinderten wurde offensichtlich ausgeblendet oder es wurde billigend in Kauf genommen das die Zivilbevölkerung auf der Flucht zwischen den Fronten faktisch aufgerieben wird.

Es ist natürlich einfach und entspricht dem Zeitgeist die gesamte Tragik dieser Ereignisse, denen nach neuesten Erkenntnissen ca. 600.000 Menschen aus den Ostgebieten zum Opfer fielen und nicht wie früher behauptet wurde über 2 Mio. mit, einem Satz abzuqualifizieren: Die Russen sind Schuld.
So einfach ist es nicht.

Das mal als Ausgangspunkt für eine Diskussion zum Thema 'Flucht und Vertreibung'

Gruß
Nostalgiker


.
Ich danke dir. Auch nach der Suche eines Oberthemas.


nach oben springen

#206

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:17
von Vogtländer (gelöscht)
avatar

Seaman,ich hoffe,das Du Dich weiter einbringst.


nach oben springen

#207

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:17
von jacky (gelöscht)
avatar

War trotzdem interessant. @seaman und voigtländer.


nach oben springen

#208

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:19
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von jacky im Beitrag #194
Zitat von seaman im Beitrag #192


Ich muss nichts aufarbeiten..


War kein angriff


nee,nee


nach oben springen

#209

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:19
von jacky (gelöscht)
avatar

Schlimm war ja, die gauleiter verschwinden und die bewohner mussten bleiben. siehe gauleiter koch


nach oben springen

#210

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:21
von Vogtländer (gelöscht)
avatar

ja,diese verlogenheit war sehr schlimm!vor allem hätte mit vernunft viel tod und leid verhindert werden können.


nach oben springen

#211

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:31
von jacky (gelöscht)
avatar

Stimmt. die flieger die in die trecks geschossen haben. schrecklich.


nach oben springen

#212

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:31
von jacky (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman im Beitrag #208
Zitat von jacky im Beitrag #194
Zitat von seaman im Beitrag #192


Ich muss nichts aufarbeiten..


War kein angriff


nee,nee


Glaub mir bitte.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#213

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:32
von seaman | 3.487 Beiträge

....ist schon ok.


nach oben springen

#214

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:38
von jacky (gelöscht)
avatar

Ich muss euch noch etwas zu sachsenhausen berichten. die geschichte hat mich sehr berührt. Es wurde damals eine deutsche inhaftiert ( unter vielen) . die konnte LKW fahren und reparieren. die russen s tellten sie dann ein. Zum Mehl fahren und andere sachen halt. Ihre mama wusste nicht wo sie war. Sie wohnte in oranienburg. eines tages musste sie wieder fahren, aber immer mit einem bewaffnetem russen. sie fragte ihn ob sie mal kurz zu hause anhalten könnte. Er sagte ja dann kam er mit rein und die mama kochte kaffee und kuchen gab es. der russe war so gerührt, das er weinte und die mama umarmte und sagte auch mama zu ihr


zuletzt bearbeitet 30.10.2012 09:42 | nach oben springen

#215

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:41
von Vogtländer (gelöscht)
avatar

schreib doch mal erst zuende,bevor du sendest!


nach oben springen

#216

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:43
von jacky (gelöscht)
avatar

Ich muss dieses doofe handy wechseln. das geht ja gar nicht. sorry neue technik grrrr


nach oben springen

#217

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:45
von Vogtländer (gelöscht)
avatar

nein,ich sag jetzt nichts!


nach oben springen

#218

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:48
von jacky (gelöscht)
avatar

Zitat von Vogtländer im Beitrag #217
nein,ich sag jetzt nichts!
hm
Zur technik?


nach oben springen

#219

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:53
von Vogtländer (gelöscht)
avatar


nach oben springen

#220

RE: Buchenwald nach 1945

in Leben in der DDR 30.10.2012 09:57
von jacky (gelöscht)
avatar

Ich.meine der russe war so gerührt von.dem wiedersehen mama und tochterr. kann mich leider nicht so ausdrücken * traurig guck*


nach oben springen



Besucher
26 Mitglieder und 75 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 2317 Gäste und 164 Mitglieder, gestern 3810 Gäste und 192 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557589 Beiträge.

Heute waren 164 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen