#81

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.12.2014 21:00
von UvD815 | 619 Beiträge

August 1963 - Gefreiter Pfeiffer und Merten von der Reserve GK Katharinenberg / GB Heyerode

Angefügte Bilder:
SAM_1410.JPG

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#82

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.02.2015 23:05
von Maurer | 12 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #78
gerade viele Pioniere wurden bei Arbeiten im Bereich der MS 62 , MS 66 oder 501 bei Wartung oder auch Arbeiten schwer verletzt

Hallo Uvd815.Binn erst seit kurzem im Forum angemeldet,und durch Zufall auf diese Thematik gelandet.Da ich selber Monteur der SM 70 war wollte
ich hierzu kurz was erzählen.Meine Arbeit am Grenzzaun begann nach Grundausbildung und Spezialausbildung für die Sperranlage und als
Sprenghelfer etwa im Juli 81 bis Oktober 82.Von Schlagsdorf bis Elend und Sorge war unser Einsatzgebiet.Wenn wir eine Anlage vorbereitet hatten,
(Kabel verlegen,Halterungen anbauen usw.) begann wieder der Anbau der Sprengkörper.Wenn dieser Zeitpunkt kam,war auch immer ein Sankra-Elo
anwesend.Ich kann nur sagen, das es während meiner Dienstzeit zu keinem schweren Unfall kam.Natürlich haben wir, besonders bei Gewitter Angst gehabt, aber dann doch wieder weitergemacht.Einer unserer Vorgesetzten war früher mal bei den Bodenminentruppen.In einer Unaufmerksamkeit bei offenen Visier explodierte eine Mine.Sein Gesicht war voller Narben und kleinen blauen Punkten.Das wars dann für Heute



UvD815 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#83

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.02.2015 23:11
von Gelöschtes Mitglied
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Bei der PIk I war auch immer ein Sankra LO mit im Abschnitt. Es wurden damals die Minen Holzkästchen und die runden Plastikteile ausgegraben. Die jungs vom Minentrupp sagten immer "Zigarrenkiste" und "Bohnerwachsdose" dazu.
Die Asrüstung war eigentlich ein Lacher. Lederolkombi und Motoradhelm mit gebastelten Visier. Als Suchgerät eine lange Stange mit Haken und Greifer.

Der Job war absolut nicht begehrt.....


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#84

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.02.2015 23:32
von Maurer | 12 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #83
Bei der PIk I war auch immer ein Sankra LO mit im Abschnitt. Es wurden damals die Minen Holzkästchen und die runden Plastikteile ausgegraben. Die jungs vom Minentrupp sagten immer "Zigarrenkiste" und "Bohnerwachsdose" dazu.
Die Asrüstung war eigentlich ein Lacher. Lederolkombi und Motoradhelm mit gebastelten Visier. Als Suchgerät eine lange Stange mit Haken und Greifer.

Der Job war absolut nicht begehrt.....

Hallo Bürger der DDR.Endlich mal ein Pionier.Volle Konzentration in jeder Sekunde war sicherlich von Vorteil.Aber weißt du, es gab da noch eine
Pioniertruppe die die alten 501 Anlagen abbauten bzw. unter Kontrolle absprengten.Manchmal war diese Einheit ganz in der Nähe,während wir schon wieder die neue Anlage aufbauten.Wenns dann richtig laut wurde,sind wir dann schon mal im KFZ-Graben gesprungen vor lauter Heldentum.Würde gerne mehr von dieser Spezialeinheit erfahren.Übrigens noch ne Frage. Habt ihr auch Gefahrenzuschlag bekommen? Bei uns
waren es 9 Mark pro Tag.



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#85

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2015 00:12
von Gelöschtes Mitglied
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Ich war bei der PIK als Kraftfahrer, entweder Material gefahren (Pfosten, Kolonnenwegplatten) und an den unzugänglichen Stellen sind wir auch mit Kies und Zement, Hacke und Spaten raus. Ein Beispiel, ein GSZ Tor war so am Hang, das kein Kran dort die Platten unter dem Tor verlegen konnte. Damit sich kein Grenzverletzer durchgraben konnte haben wir mit Spaten ausgehoben und eine Betonplatte gegossen. Solche und ähnliche Aktionen.

Die Minenleute waren ein eigener Zug, manchmal haben wir die Jungs raus gefahren. Sie hatten einen "eigenen" Ural mit der Minentechnik und Sprengstoff. Wenn so eine Mine gefunden und beim "stochern" nicht hoch ging, wurde wurde die dann mit TNT gesprengt.
Im Sommer eine Quälerei unter der Lederolkombi und dem Helm.


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#86

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2015 20:39
von Maurer | 12 Beiträge

Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #85
Ich war bei der PIK als Kraftfahrer, entweder Material gefahren (Pfosten, Kolonnenwegplatten) und an den unzugänglichen Stellen sind wir auch mit Kies und Zement, Hacke und Spaten raus. Ein Beispiel, ein GSZ Tor war so am Hang, das kein Kran dort die Platten unter dem Tor verlegen konnte. Damit sich kein Grenzverletzer durchgraben konnte haben wir mit Spaten ausgehoben und eine Betonplatte gegossen. Solche und ähnliche Aktionen.

Die Minenleute waren ein eigener Zug, manchmal haben wir die Jungs raus gefahren. Sie hatten einen "eigenen" Ural mit der Minentechnik und Sprengstoff. Wenn so eine Mine gefunden und beim "stochern" nicht hoch ging, wurde wurde die dann mit TNT gesprengt.
Im Sommer eine Quälerei unter der Lederolkombi und dem Helm.

Sei gegrüßt Bürger der DDR.Ich merke schon,wir haben einige Gemeinsamkeiten.Auch ich war noch nebenbei Kraftfahrer eines W50-LA-A.
Ansonsten hatten wir nur Urals und ein Schaufelradtraktor,ich glaube ETZ oder so wurde der genannt.Wenn dieser dann beim Ausgraben der
Kabelschächte versagte(Gelände zu nass oder Reparatur)mußten wir mit dem Spaten ran,leider des Öfteren,und das Tagesziel war manchmal
nicht mal in Sichtweite.Der Durst war manchmal groß,die Versorgung hingegen schlecht.Der Teekübel mit nur einer Schöpfkelle ohne Becher lag
irgendwo zwischen dem Werkzeug rum.Da biste dann hingekrochen und hast geschimpft über die dreckige Kelle,aber auch das war auszuhalten.
Mittag haben wir auch auch aus Kübeln bekommen,das war in Ordnung.Pech war nur ,wenn gerade Flugtag auf Feindseite war.Unsere
Essenspause haben die Besatzungen der Hubschrauber manchmal bemerkt.Dann kam es vor das sich eine Aloutte ganz dicht über den Grenz-
zaun plazierte.Wie das Essen dann aussah kann man sich denken. Wie war die Verpflegung bei euch,ich meine vor Ort?



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#87

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2015 21:07
von UvD815 | 619 Beiträge

Hallo Bürger der DDR,
wann warst du auf dem Harsberg stationiert ? Wir hatten die PIK 1, Major Stro... aus Mihla öfters bei uns im GB . Minen waren jedoch nicht mehr
am Zaun I oder in der Erde ( offiziell )... Gerne wurden die Kräfte der PIK auchmal zur Obsternte für ihren KC in den wilden verlassenen Gärten und Plantagen an der Grenze eingesetzt...

Gruss UvD815


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#88

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2015 21:46
von Gelöschtes Mitglied
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Ich war ab Mai 1975 bei den GT, erst Grundausbildung in Mühlhausen, dann Einsatz in Wüstheuterode (Eichsfeld) über Winter wieder kurz in Mühlhausen und dann bis zur Entlassung auf dem Harsberg.
Die letzte Zeit habe ich wegen einem Vergehen als Objektwache verbringen müssen, hatte mit meinem LKW Alk "geschmuggelt". War dann schon eine "sch... Zeit", aber man hat sich eingerichtet und das Ende war ab zusehen.


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#89

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2015 21:54
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #88
Ich war ab Mai 1975 bei den GT, erst Grundausbildung in Mühlhausen, dann Einsatz in Wüstheuterode (Eichsfeld) über Winter wieder kurz in Mühlhausen und dann bis zur Entlassung auf dem Harsberg.
Die letzte Zeit habe ich wegen einem Vergehen als Objektwache verbringen müssen, hatte mit meinem LKW Alk "geschmuggelt". War dann schon eine "sch... Zeit", aber man hat sich eingerichtet und das Ende war ab zusehen.

Tom., was ich mit meinen W50 an Alk eingeschmuggelt habe! Da hätten sie mich nach Schwedt sperren müssen! Ist halt eine andere Zeit gewesen oder eben ein besser Zusammenhalt von einfachen Soldaten und Offizieren! Den sie wussten das auf uns trotz allem, verlass war! Gut, ist halt bestimmt eben auch ein Unterschied gewesen, ob in einer GK oder GR!
Grüsse steffen52


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#90

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2015 22:08
von Gelöschtes Mitglied
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@steffen52 , mich hat ein "Kamerad" angeschissen der besoffen erwischt wurde und sich so "Strafminderung" erhofft hat.


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#91

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2015 22:15
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #90
@steffen52 , mich hat ein "Kamerad" angeschissen der besoffen erwischt wurde und sich so "Strafminderung" erhofft hat.

Tom, dann war es kein Kamerad, sondern ein Arsch! Wer sich erwischen lies, da kann man sagen, Faktor Schade! Aber anscheißen, das ist out!
Kannte ich zum Glück nicht und der hätte auch mit dem Tag mit der Katze fressen können! Aber nicht nur von den Seiten der Soldaten, Gefreiten, sondern auch von den Uffz! Da ist noch Zusammenhalt gewesen! Hätte ihm auch der Spieß den Arsch heiß gemacht, den Anschwärzen war eigentliche für alle das Letzte!
Grüsse steffen52


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#92

RE: Verletzte Grenzsoldaten durch Minen

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2015 22:34
von Maurer | 12 Beiträge

Zitat von steffen52 im Beitrag #89
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #88
Ich war ab Mai 1975 bei den GT, erst Grundausbildung in Mühlhausen, dann Einsatz in Wüstheuterode (Eichsfeld) über Winter wieder kurz in Mühlhausen und dann bis zur Entlassung auf dem Harsberg.
Die letzte Zeit habe ich wegen einem Vergehen als Objektwache verbringen müssen, hatte mit meinem LKW Alk "geschmuggelt". War dann schon eine "sch... Zeit", aber man hat sich eingerichtet und das Ende war ab zusehen.

Tom., was ich mit meinen W50 an Alk eingeschmuggelt habe! Da hätten sie mich nach Schwedt sperren müssen! Ist halt eine andere Zeit gewesen oder eben ein besser Zusammenhalt von einfachen Soldaten und Offizieren! Den sie wussten das auf uns trotz allem, verlass war! Gut, ist halt bestimmt eben auch ein Unterschied gewesen, ob in einer GK oder GR!
Grüsse steffen52

Ebenfalls Grüsse steffen 52
Ural oder W50, dann weißt du wer die Sonderfahrten gemacht hat.Die Versorgung mit Fusel war Standard.Dies ging aber nur,wenn mein
Fahrzeugverantwortlicher ein Unteroffizier war.Alle Dienstgrade höher war Alkohol nie ein Thema.EK-Bewegung habe ich dadurch nie erfahren,weil
die Alten mich dann Abends schon sehnsüchtig erwarteten.Erwischt wurde ich nie.Nur einmal mußte ich kurz Luft holen als unser Hauptmann
mich am Tor der Grenzkompanie abfing,kam gerade mit frischen Schwarzkombies und Bettwäsche zurück.Habe die Wäschesäcke seiner Auswahl
ausgeräumt,zum Glück war die Heiße Ware nicht dabei.Dem selben Hauptmann habe ich dann wenige Monate vor der Entlassung auf seine Bitte
hin einen alkoholischen Abend besorgt.Sei Zustand am nächsten Morgen erzähl ich euch lieber nicht.Wir fanden das dann aber lustig.



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