#21

RE: Personen aus dem Westen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 19.03.2010 23:09
von Augenzeuge (gelöscht)
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Bei den Großmann's, die es in der HV A gab, kann man ja leicht durcheinander kommen.
Sind die eigentlich miteinander verwandt.......?
AZ


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#22

RE: Personen aus dem Westen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 19.03.2010 23:14
von Alfred | 6.854 Beiträge

Diese beiden nicht.


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#23

RE: Personen aus dem Westen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 20.03.2010 00:28
von turtle | 6.961 Beiträge

Für mich ist Verrat, Verrat !Ich verachte es!


zuletzt bearbeitet 20.03.2010 00:32 | nach oben springen

#24

RE: Personen aus dem Westen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.03.2010 18:03
von Merkur | 1.021 Beiträge

Die Masse der Bundesbürger, die inoffiziell mit dem MfS zusammengearbeitet hat, wurde vom MfS angesprochen. Nun war es allerdings nicht so, dass jeder willkürlich angesprochen wurde. Die Person musste operativ interessant sein bzw. eine entsprechende Perspektive besitzen (Perspektiv-IM/z. B. Student mit späteren Entwicklungsmöglichkeiten). Operativ interessant waren Personen, die aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung über Voraussetzungen für eine inoffizielle Tätigkeit verfügten. Anhaltspunkte dafür waren:
- direkte oder indirekte Verbindungen in bedeutsame Objekte (Konzerne, Parteien, Sicherheitsorgane, Bundeswehr usw.)
- operativ bedeutsame berufliche Tätigkeit oder Qualifikation
- Aufenthalts- und Bewegungsmöglichkeiten zur Ausübung bestimmter operativer Funktionen (beispielsweise konnten Versicherungs- oder Handelsvertreter, die beruflich viel unterwegs waren als Ermittler oder Beobachter eingestzt werden).

Bei den Selbstanbietern (SAB) war man sehr skeptisch. Richtig wurde hier schon gesagt, dass westliche Dienste natürlich versuchten, "faule Eier" unterzuschieben. Bei SABs handelte es sich zumeist um materiell interessierte Personen aber z. T. auch um Schwindler. Manche SABs waren so sehr materiell interessiert, dass sie sogar das Silberbesteck aus dem Treffobjekt mitgehen ließen. SABs wurden gründlich überprüft. Das geschah u. a. dadurch, in dem ihre Informationen genauestens analysiert und mit denen anderer IM zur Feststellung von Ungereimtheiten verglichen wurden.
Aus den Nachrichtendiensten der Bundesrepublik haben sich eine ganze Reihe von Personen aus politischen und materiellen Motiven dem MfS angeboten. Nachdem diese entsprechende Informationen überbracht hatten und ihre Motivation zweifelsfrei geklärt war, entwickelte sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, da man davon ausgehen konnte, dass diese Informationen aufgrund ihrer Brisanz echt waren und es sich nicht um Spielmaterial handelte.



zuletzt bearbeitet 22.03.2010 19:29 | nach oben springen

#25

RE: Personen aus dem Westen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.03.2010 11:21
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Alfred
turtle,
Fr. Dr. Gabriele Gast war Mitarbeiterin des BND. Sie wurde z.B. in der DDR angesprochen. Ihr Buch kann ich nur empfehlen, sie schrebt es auf eine sehr angenehme Weise. Sie wurde 1990 von einen General der HV A verraten und zu 9 Jahren Haft verurteilt.
Auch heute eine sehr angenehme Gesprächspartnerin.




Habe nun das Buch von Gabriele Gast „Kundschafterin des Friedens“ gelesen. Es war lesenswert und informativ. Klar sehe ich nicht alles so wie Frau Gast, aber in ihrer Standfestigkeit zu Ihrer Tätigkeit hat sie trotzdem Respekt verdient. Nein Reue für das was sie gemacht hat liegt ihr fern. Verständnis für ihre Verurteilung hat sie nie gehabt!
Im Gegenteil sie verteidigt ihren Verrat. Das Buch ist aber auch eine Abrechnung mit dem MfS und den Männern von denen sie enttäuscht, verraten und ausgenutzt wurde. Interessante Einblicke in die Agententätigkeit zwischen der HVA und dem BND gibt das Buch allemal.
Für mich war auch interessant dass die Sichtweite von vielen Mitarbeitern der HVA durchaus nicht der üblich gewollten des MfS im Allgemeinen entsprach. Über den Fall Baumann waren Infos in diesem Buch interessant. Habe etwas recherchiert . Erwähnen möchte ich daher noch das Frau Gast heute in einer Initiativ Gruppe „Kundschafter“ des Friedens“ öffentlich auftritt um für diese Kundschafter Recht zu fordern. Des weiteren habe ich Briefe von Frau Gast an Gerhard Schröder und Johannes Rau gelesen in dem sie Gerechtigkeit fordert. Nein Frau Gast sieht sich als Opfer und ihre Verurteilung war Siegerjustiz ! Nun das ist ihre Ansicht ,ein Wendehals ist sie nicht, oder wie so manch anderer Ex- Mitarbeiter des MfS oder der HVA die nach der Wende ihr Wissen für Geld verkauften kam ihr nie in den Sinn. Dafür meine Wertschätzung. Aber Ansonsten bleibt Verrat ,und alles was damit zusammenhängt ein schmutziges Geschäft ! Mancher musste dafür schwer bezahlen. Auch mit dem Leben! Für mich wäre das kein Job. Es wird ihn aber immer geben egal wo. Manchmal mag er sogar notwendig sein um schlimmeres abzuwenden aber sauber ist er nie.
Gruß Peter(turtle)


zuletzt bearbeitet 26.03.2010 17:01 | nach oben springen



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