#301

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.02.2014 10:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Um nochmal den Bogen vom Beitrag von 94 zur Ausbildung zu schlagen, waren diese berühmten finnischen Schützen nicht in der Mehrzahl erfahrene Jäger?


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#302

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.02.2014 11:12
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #301
Um nochmal den Bogen vom Beitrag von 94 zur Ausbildung zu schlagen, waren diese berühmten finnischen Schützen nicht in der Mehrzahl erfahrene Jäger?

Genau wie auch Wassili Saizew, der berühmte Scharfschütze des Sowjetarmee einer war. Er wuchs zwar als Hirte auf, aber als Hirte musste man in den russischen Weiten gleichzeitig auch ein guter Jäger sein, denn die Wölfe hätten sonst aus Herde und Hirten Hackepeter gemacht. Und letztens geht das ganze ja bereits auf das 17. Jahrhundert zurück, in dem die Jägereinheiten aufkamen. Das waren tatsächlich die Söhne von Jägern und Förstern, die einfach von Kindesbeinen mit der Waffe vertraut waren. Diese wurden als Scharfschützen, zur Aufklärung oder zur Gefechtssicherung in eigenen quasi Eliteeinheiten zusammengefasst. Das Pendent bei der Kavallerie waren die Jäger zu Pferd oder die Carabiniers. Also: Nix neues unter der Sonne.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#303

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.02.2014 11:29
von damals wars | 12.113 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #287
zu#272

Ich kann sagen, dass es in der GK schon Ausbildung zum Schießen gab.

Bei uns ging es zw. 1985-1988 immer vor dem Termin zum TÜP (1mal in HJ) mit dem sog. Schießgerätekasten, mit Dreibein und Winkelspiegel zur Ausbildung in die "Lochmühle" (GK Ifta, ii GB, GR-1).

Mit dem Zielgerätekasten, Dreibein und Winkelspiegel wurde geübt wie richtig gezielt werden sollte.
Getreu dem Motto:
Zielen heist: die Waffe nach Höhe und Seite so auszurichten, dass vom Auge des Schützen, über Kimme und Korn, eine gerade gedachte Linie zum Ziel (verlängerte Visierlinie) verläuft. Dabei ist der Visierkamm waagerecht, das Korn gestrrichen in der Mitte der Kimme. Haltepunkt: Ziel aufsitzend. (besser bekomme ich den Satz ohne nachzulesen nicht mehr hin)

Die GF´s und der ZF mit StZF mussten über den Winkelpiegel kontrollieren ob vernünftig anvisiert wurde. Auch wurde auf die Lage beiM Schießen - " insich gerade und schräg zum Ziel " - geachtet.

Wenn die GK den Titel "Beste GK" erreichen wollte, mussten wir schon den Ablauf auf dem Schießplatz, von der Meldung beim Muni-Empfang bis zur Feuerlinie und zurück üben.

Das Ganze war zwar nicht sehr beliebt. Zumal es meistens am Nachmittag und somit vor der Nachtschicht war.

Dass - wenn geschossen - oft Dauerfeurer geschossen wurde, hängt wohl mit der Aufregung des Schützen und dem Sicherungshebel der Waffe zusammen. Denn auch auf dem Schießplatz kam es manchmal vor, dass statt mit Einzelfeuer, mit Dauerfeuer geschossen wurde.







MZG und OZG, macht gerade Klick, Kenne ich nur den Namen nach, konnte man damit wirklich Zielen lernen?
Mechanisches Zielgerät und Optisches Zielgerät, wurden auch nur im Feldlager zur Ausbildung verwendet, einmal im halben Jahr.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#304

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.02.2014 12:39
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Mit diesen Gerätschaften hatten wir 1974 auf der US-NDH auch zu tun.
Später dann in der GK ging es dann halbjährlich richtig zur Sache auf dem ISP "Friedrichslohra"

VG H.



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#305

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.02.2014 12:57
von HP6666 | 191 Beiträge

Ja , und habt uns um unseren Schönheitsschlaf gebracht !

HP6666


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#306

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.02.2014 22:41
von manifest 20 | 314 Beiträge

Moin

Will nun mal ganz provkant fragen,hätte die DDR den Invaliden mit zertrümerten Unterschenkeln haben wollen(auf die beine zielen),event. als Freikaufware Richtung West.
Die """Straftat"" im Knast abarbeiten ginge nicht.
OP und REHA und danach pförtner im VEB ??
Ich frage mich das halt,weil Rentner und Invaliden reisen durften,warum woll? Wären sie weggeblieben gut für die SV-Kasse?

gruss andreas


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#307

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.03.2014 01:15
von S51 | 3.733 Beiträge

Na ja, diese provokante Frage taugt halt nur als das, was sie ist.
Niemand machte sich im Falle des Falles Gedanken um irgendwelche Spätfolgen. Weder der Grenzer noch der Grenzverletzer. Das war zu diesem Zeitpunkt so weit weg, das es unwichtig war.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#308

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.03.2014 01:52
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #280
Nun wieder eine Frage , wer von euch Grenzern hat seine Ak47 Kaschi vom Tag der Überreichung bis zum ende der Entlassung gehabt . Die Magazine sind ja in der GK geblieben . ratata


Niemand, denke ich.
Ich hatte in jeder Einheit, in der ich war, die jeweils im WDA eingetragenen Waffen. Zu der auch die jeweils markierten Magazine gehörten. Also in der Uffz-Schule für sich und in jeder GK für sich. Dazu kamen die nicht strukturmäßigen Waffen (LMG, RPG, Flammenwerfer u.a.), mit denen nur in der Ausbildung bzw. im Rahmen der AG Schießen nach Dienst geschossen wurde (an der US) und die nicht im WDA standen sondern von allen US im jeweiligen Kurs benutzt wurden.
Bei der VP war es abweichend hiervon noch so, das die persönlichen Waffen beim Wachdienst weder in Neustrelitz noch in Aschersleben (außer ab 1990) benutzt wurden sondern es im Wachlokal hierfür MPi-K gab, die mitsamst Munition nur für die Wache ausgegeben wurden. Ab 1990 wurden in Aschersleben keine MPi mehr für die Wache benutzt sondern die persönlichen Pistolen.
Ansonsten hatte ich auch bei der VP für jede Dienststelle meine jeweils persönlichen Waffen mit den zugehörigen Magazinen bzw. Zusatzgerät (Schießbecher). In Aschersleben stand so ganz schon viel bei mir darinnen. Die KMS, die PM-63, die M74 und die RPG-7. Das hatte den praktisch nicht zu unterschätzenden Vorteil, das ich bei den beliebten Geländeübungen die PM-63 statt der KMS mitnehmen durfte. Denn meine KMS war als Zugwaffe mit Schießbecher vorgesehen.
Einzige Ausnahme hierbei war die Zeit der Abordnung zur K vor dem Besuch der Offiziersschule. Da hatte ich die Pistole M von der vorherigen Revierzweigstelle in der Waldowallee "mitgenommen" aber ulkigerweise als Zweitwaffe eine Skorpion in der K-Waffenkammer Rathausstraße Berlin-Lichtenberg zugewiesen bekommen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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