#221

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.02.2014 16:50
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von exgakl im Beitrag #220
"kolja" war ja laut Fahndungsbuch ständig irgendwo in der Tätärätä auf Achse um sich entweder in Richtung West oder Ost abzusetzen... meist wurden da vermutliche Bewegungsrichtungen genannt. Sicherlich war man da vorsichtig und nicht nur da, aber wir hatten auch den Vorteil das Gelände zu kennen und in dem Falle wäre es immer am günstigsten gewesen jemanden zu sehen, bevor man selbst gesehen wird... im Zweifelsfall hätte man sich dann mit der Makarov ein ruhiges Plätzchen suchen können und die Lage abwarten soviel zur Theorie....
Mit deinem P3 hättest du ja wenigstens noch wegfahren können... ich hätte rennen müssen



exgal, Befehl war zu warten und der Genosse Kolja( Deine Worte), sah den Jeep im Gelände ehe,als ich ihm im Unterholz! Da kam schon der Kupferbolzen bei jedem geraschel. Zum Glück waren es nur Wildschweine!
Grüsse Steffen52


nach oben springen

#222

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.02.2014 16:51
von exgakl | 7.236 Beiträge

ja klar, ich dachte mir schon, dass du da nicht gecampt hast


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
nach oben springen

#223

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.02.2014 16:59
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von exgakl im Beitrag #222
ja klar, ich dachte mir schon, dass du da nicht gecampt hast

exgakl, Freud mich das Du Humor hast!So, kann man gut mit einander posten!!
Grüsse Steffen52


exgakl hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#224

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.02.2014 17:01
von exgakl | 7.236 Beiträge

stimmt, Humor ist wichtig...

am besten Beschreibt eigentlich der Beitrag von @Icke #159 wie zu solchen Situationen wie z.B. Dauerfeuer kommen konnte....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
nach oben springen

#225

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.02.2014 18:42
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #208
Es gab viele Vorschriften, die man den Posten um die Ohren hauen konnte. Im Grenzdienst gab es nur eine "Vorschrift", halte deinen Abschnitt "sauber" - alles Andere war Geschwätz. Ob tot oder lebendig war nicht die Frage, auch nicht ob der Grenzdurchbruch von Ost nach West oder von West nach Ost erfolgte. Wichtig war Eines den Grenzdurchbruch zu verhindern! Ja in der Ausbildung gab es nur "erfolgreiche" Festnahmen, Grenzverletzer (GV) kamen uns brav in die Arme gelaufen und machten auch sonst keine Spierenzchen, die Ausbilder kannten es nicht besser. Am Kanten sah das Alles ganz anders aus, es gab Gedankenspiele über verschiedene Szenarien, bewaffnete oder unbewaffnete GV's konnten aus allen Richtungen kommen und statt uns entgegen zu laufen, hätten sie sich entfernt. Variantentraining kannte ich nicht von der Ausbildung nicht, so daß man auf bestimmte Situationen nicht vorbereitet war.
Immerhin wurde aber auf den Unterkünften bei Kaffee und Kuchen kontrovers diskutiert - was tun wenn...? Ja man hat es durchaus in Erwägung gezogen erst gezielt zu schießen und einen Warnschuß hinterher. Ich gehörte zur Fraktion derer, die alles korrekt ablaufen lassen wollte 1. Anruf, 2. Warnschuß, 3. bei Flucht oder Widerstand gezielte Schüsse. Dennoch es ist leicht mahnend wie ein Moralapostel den Finger zu heben, wenn man nicht selbst in diese Situation kam. Die Maulhelden, die gleich schießen wollten wären in Schockstarre verfallen und die "Korrekten" hätten möglicherweise durchgedreht.

Gruß Hartmut!


Rot: Kann mich an ein Gespräch mit einem unserer Offze erinnern, als es um den Schusswaffeneinsatz ging. U.a. wurde da auch gesagt (war nicht als Befehl oder Anweisung zu verstehen), wenn der GV schon auf dem Zaun sitzt und nur noch runterspringen braucht, kann man nicht erst anrufen und einen Warnschuss abgeben. Bevor jetzt Einwände kommen, daß dabei nicht auf Westberlinderm Territorium geschossen werden darf, verstand sich von selbst. So eine Situation wäre nur in einem Eckbereich desGrenzverlaufes vorstellbar.



zuletzt bearbeitet 18.02.2014 18:44 | nach oben springen

#226

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.02.2014 23:40
von vs1400 | 2.392 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #214
Da kommt noch ein 'Problem' hinzu, die wenigsten Ausbilder waren mal am Kanten, also jetzt nicht nur besuchsweise.

Und theoretisch war die Hauptaufgabe auch der Grenztruppen eine militärische. Das zeigt sich unter andern an einigen Begrifflichkeiten, welche heute gern zum 'Beweis' der Bösigkeit der GT herangezogen werden ... 'feindwärts', eine reine Richtungsangabe, oder das berüchtigte 'Vernichten', was im militärischen Sinn bedeutet 'Gegner kampfunfähig machen, seinen Personalbestand aus dem Gefecht ausschalten' (*).

Soweit die Theorie ... theoretisch gabs auch eine Norm 'Festnahme', so wie es eine für die Sturmbahn oder den Jumbo-Anziehen gab.
Irgendwo auf dem Acker wurde dazu drei Klappscheiben 'Stehender Schütze' aufgestellt. An diesen handelte dann der Grenzposten vorbei. So auf zehn Meter ran an die erste klappte diese hoch und der Postenführer hatte sein Sprüchlein aufzusagen. Dann klappte diese Scheibe wieder weg und so 50m weiter die nächste hoch. Damit sollte die Flucht des GV angedeutet werden. Bis zu einer festgelegten Markierung hatte dann der Posten dahinzusprinten, nochmal das Sprüchlein zu sagen, dabei entsichern und durchzuladen sowie mit Einzelfeuer einen Warnschuß abzugeben. Daraufhin klappte auch diese Scheibe wieder weg und ich glaube die dritte Scheibe war dann bissel weiters weg, jedenfalls klappte diese dann hoch und war mit Einzelfeuer zu bekämpfen, wobei das Zielen auf die Beine extra vom Ausbilder/Normabnehmer betonen wurde. Alles mit Platzern, schon deswegen achtete ein Jeder selbstständig aufs Einzelfeuer. Dann wurden Posten und Postenführer gewechselt und das Ganze nochmal von vorn.
Praktisch wurde diese Norm bei meinem Zug mal im Rahmen der Regimentsinspektion im Frühjahr '88 doch tatsächlich mal abgenommen, von einem Hauptmann aus dem GKS der seit seinem OS-Praktikum den Kanten nie wieder gesehen hatte. Für die Klappscheibenanlage brauchte es bissel Strom und ..., na ich beschreibs jetzt mal nicht, wie lange gebraucht wurde das GAB anzuwerfen, es war jedenfalls ein Mordsgaudi. Na gut, nicht für den Hauptmann. Aber ich komm vom Thema ab.
Ansonsten wurden Festnahmen mal bissel mit den Hunden geübt, da war ich ja ein gerngenommner Scheintoter ,ähm -täter. Gerade bei der Schutzprüfung waren da ein oder zwei Übungen dabei, Durchsuchung und Ablage, aber da gings mehr um das Verhalten des Hundes und nicht um die Fertigkeiten als Grenzer.

(*) S.503 gleiche Quelle wie Beitrag #199, mit diesem ich auch die Frage aus #173 für ausreichend und tiefgründig beantwortet meine.


alles klar 94,
ne direkte frage wird mit ausreichend und tiefgründig umgangen.

vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


nach oben springen

#227

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.02.2014 23:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Dann bitte nochmal die Frage, wenn die bisher gegebnen Antworten auf Dich unbefriedigend wirken. Und formulier dann diese Frage mal mit Bedacht, für drollige Bemerkungen, die schlichtere Gemüther auch als Stänkern auffassen können, ...
[na ich verkneif mir ab hier den Kommentar]

N8


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


suhri hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.02.2014 00:08 | nach oben springen

#228

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2014 00:56
von vs1400 | 2.392 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #227
Dann bitte nochmal die Frage, wenn die bisher gegebnen Antworten auf Dich unbefriedigend wirken. Und formulier dann diese Frage mal mit Bedacht, für drollige Bemerkungen, die schlichtere Gemüther auch als Stänkern auffassen können, ...
[na ich verkneif mir ab hier den Kommentar]

N8


kein problem 94,
klick mich und du kannst die eigentliche frage lesen.

nun mit bedacht und ich hoffe deinen ansprüchen genüge zu tun.
wenn es dir bereits auf der ohs bewusst war, warum hast du weiter mitgespielt und "uns" vergattert?

mir und dafür mögen mich viele oder auch nur einige belächeln, war es nicht bewusst.
weil mir damals keiner sagte und erklärte, dass es ne infanteriewaffe ist. bewusst wurde es mir erst, nach einer aussage eines ehemaligen képi blanc trägers und dass liegt nen knappes jahr zurück.
sicherheit wurde "uns" vermittelt,
scheinbare.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


nach oben springen

#229

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2014 06:38
von Udo | 1.266 Beiträge

Sehen, ohne gesehen zu werden. Genau das war das Problem.
Du stehst auf dem Deich mit dem LO, für alle sichtbar. Der GV sitzt im Bauernhof, beobachtet und wartet ab. Nun kommen da zwei Grenzer zu Fuß, vom LO ungefähr 200 Meter entfernt und wollen dieses Objekt aufklären. Der GV sucht sich ein schönes Versteck, nimmt einen großen Knüppel oder die mitgeführte Waffe und wartet ......
Da ist die Waffe nicht unterladen.


nach oben springen

#230

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2014 09:46
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Von beginn der Grenzsicherung bis zum Fall der Mauer , wie viele Jahre sich alles geändert hat . Wir unterhalten uns hier schon mit der 2 Generation ,die am Kanten standen .
Jetzt habe ich mich erst mal schlau gemacht, hier bei Google, was ist eine unterladene Waffe." Eine Waffe in der ein Magazin steckt .Keine Patrone im Lauf ", so steht es im Jura Forum .
FRAGE . ist jemand ohne Magazin in der MPi an der Grenze rumgelaufen .
ist jemand mit geladener Waffe in den Grenzdienst gezogen.
Hatte jemand den Kupferbolzen in der Hose , wenn er über einen Friedhof ging .

Als bei uns 1970 ein Kolja lt. Kontrollposten des KP der Polizei ,in Richtung Grenze lief und ein SPW der Freunde über den Acker donnerte , da mussten wir in Schützenkette einen Wald durchsuchen . Aber denkt mal nicht , das jemand den Befehl zum Laden der Gewehre gegeben hat .
Auf die Idee , kam eigentlich keiner . Noch nicht mal der größte Angsthase der Kompanie .

Nun noch etwas zum absichtlichen vorbeischießen .

Im" Handbuch für Mot.-Schützen Ausgabe 1966 steht Seite 219 etwas über Vorhaltemaße für MPi und LMG.
u.a. steht BEWEGT sich ein Schütze im Laufschritt in einem Winkel von 90 ° zur Schußebene , so beträgt das Vorhaltemaß
Auf 100 Meter 1 Zielbreite
200 Meter 2 Zielbreiten
wir hatten eine Schützenwaffe . Na wer hat den seine Visiereinrichtung so eingestellt .???ratata

Auch beschrieben wie beim Zielbegleitverfahren und Zielabwarteverfahren mit der Handhabung zu verfahren ist


zuletzt bearbeitet 19.02.2014 10:05 | nach oben springen

#231

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2014 17:06
von 94 | 10.792 Beiträge

Also so richtig weiß ich nun immer noch nicht, wo Dir nun der Schuh drückt, na egal.
Ich versuche mal eine Antwort, dann soll's aber gut sein, hmm?

Du werter VS1 fragtest, seit wann ich die Erkenntnis in mir trug, das es sich bei der MPi-K um eine Infantriewaffe handelt, so zumindest habe ich #173 verstanden, ja? Also dann nochmal ...
Zur Vormusterung gab's auf dem WBK die Mucker-Bibel, sprich das Handbuch Militärisches Grundwissen, welche ich (nicht nur für Dich) in #199 downloadbar verlinkt habe. Und da ich schon damals gern und viel gelesen habe, so habe auch dieses Buch 'gefressen', spätestens aber im ersten Semester an der OHS, welches eine reine Mucker-Ausbildung darstellte. Allein schon die Stahlkerngeschosse sind eine militärische und gewiss keine jagdliche Munition, da gabs in der Saniausbildung mal ein oder zwei Unterrichtseinheiten zum Thema Schußverletzungen.
Was aber nun diese Erkenntnis mit der Erteilung des Befehl zum Grenzdienst zu tun hat, hä? Na seins drum, ich versuch mich auch diesbezüglich an einer Antwort: @Mike59 brachte ja gestern im Beitrag #45 diesen Anhang zur 718/0/005 von 1985.
Als ich im September '87 als Ar...glattes U-Boot und frischgebackener Zugführer in einer GK 'aufschlug' und mit dem ordentlich erlernten Wissen genau so einen Befehl zum Grenzdienst erteilen wollte, na das war wohl nix ... Just zu der Zeit landete Honni in Bonn und die Bundeswehr intonierte 'Auferstanden aus Ruinen', ein paar Tage später lief sogar FJS an seiner Seite ehrenvoll an der 'Spalterflagge' vorbei (zum Rückflug).
Also stammelte ich irgendwas von ... auf garkeinen Fall die Schußwaffe anwenden und allerhöchstens in allerhöchster Notwehr. Und meine zweite Grenzdienstschicht war dann das Entladen aller Signalgeräte mit dem Waffenspitz, da lernt der Ulu gleichmal den Abschnitt kennen meinte der KC. Und weil der Spitz ja nun auch nicht sooo die Geländekenntnis hatte, durften wir Beide nach 'ner Woche die Tour gleich nochmal machen und die Dinger wieder Laden. Zwei Monate später hatte ich dann meine ersten Erstaussprachen und diese machte ich mir nicht einfach. Aber das ist auch irgendwo in den Forumstiefen schonemal erzählt, bei Interesse mal nach Befehl 44 (oder so ähnlich) suchen. Ich nehme mir jetzt mal nicht die Zeit dafür.
Trotz dem Nichterfassens der Fragestellung meinerseits, hoffe ich damit alle Klarheiten beseitigt zu haben? Also eine Gehhilfe war die Kaschi für mich auf keinen Fall, ich weiß ja nicht als was Du Deine persönliche Waffe betrachtet hast? Achso, das war'n rethorische Fragen


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#232

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2014 20:54
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #230


Nun noch etwas zum absichtlichen vorbeischießen .

Im" Handbuch für Mot.-Schützen Ausgabe 1966 steht Seite 219 etwas über Vorhaltemaße für MPi und LMG.
u.a. steht BEWEGT sich ein Schütze im Laufschritt in einem Winkel von 90 ° zur Schußebene , so beträgt das Vorhaltemaß
Auf 100 Meter 1 Zielbreite
200 Meter 2 Zielbreiten
wir hatten eine Schützenwaffe . Na wer hat den seine Visiereinrichtung so eingestellt .???ratata

Auch beschrieben wie beim Zielbegleitverfahren und Zielabwarteverfahren mit der Handhabung zu verfahren ist


Dazu mußte man die Visiereinrichtung anders einstellen!!!
Ah Ja.

War wohl eher die Veränderung (Vorverlegung) des Haltepunktes.


"Mobility, Vigilance, Justice"
nach oben springen

#233

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2014 21:09
von damals wars | 12.164 Beiträge

Im Grenzdienst hatte man die Waffe nie im Anschlag, sie hing auf dem Rücken oder lag auf dem Fensterbrett.
Auch hat man im Feldlager auf einen stehenden Pappkameraden geschossen, laufender Keiler oder so war nicht.
So das man sich über das Visier sicher keine Gedanken gemacht hat, das war halt standartmäßig eingestellt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#234

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2014 21:12
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #230
Von beginn der Grenzsicherung bis zum Fall der Mauer , wie viele Jahre sich alles geändert hat . Wir unterhalten uns hier schon mit der 2 Generation ,die am Kanten standen .
Jetzt habe ich mich erst mal schlau gemacht, hier bei Google, was ist eine unterladene Waffe." Eine Waffe in der ein Magazin steckt .Keine Patrone im Lauf ", so steht es im Jura Forum .
FRAGE . ist jemand ohne Magazin in der MPi an der Grenze rumgelaufen .
ist jemand mit geladener Waffe in den Grenzdienst gezogen.
Hatte jemand den Kupferbolzen in der Hose , wenn er über einen Friedhof ging .

Als bei uns 1970 ein Kolja lt. Kontrollposten des KP der Polizei ,in Richtung Grenze lief und ein SPW der Freunde über den Acker donnerte , da mussten wir in Schützenkette einen Wald durchsuchen . Aber denkt mal nicht , das jemand den Befehl zum Laden der Gewehre gegeben hat .
Auf die Idee , kam eigentlich keiner . Noch nicht mal der größte Angsthase der Kompanie .

Nun noch etwas zum absichtlichen vorbeischießen .

Im" Handbuch für Mot.-Schützen Ausgabe 1966 steht Seite 219 etwas über Vorhaltemaße für MPi und LMG.
u.a. steht BEWEGT sich ein Schütze im Laufschritt in einem Winkel von 90 ° zur Schußebene , so beträgt das Vorhaltemaß
Auf 100 Meter 1 Zielbreite
200 Meter 2 Zielbreiten
wir hatten eine Schützenwaffe . Na wer hat den seine Visiereinrichtung so eingestellt .???ratata

Auch beschrieben wie beim Zielbegleitverfahren und Zielabwarteverfahren mit der Handhabung zu verfahren ist


Von welcher Waffe schreibst du?

Zitat
Na wer hat den seine Visiereinrichtung so eingestellt .???


nach oben springen

#235

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2014 23:34
von vs1400 | 2.392 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #231
Also so richtig weiß ich nun immer noch nicht, wo Dir nun der Schuh drückt, na egal.
Ich versuche mal eine Antwort, dann soll's aber gut sein, hmm?

Du werter VS1 fragtest, seit wann ich die Erkenntnis in mir trug, das es sich bei der MPi-K um eine Infantriewaffe handelt, so zumindest habe ich #173 verstanden, ja? Also dann nochmal ...
Zur Vormusterung gab's auf dem WBK die Mucker-Bibel, sprich das Handbuch Militärisches Grundwissen, welche ich (nicht nur für Dich) in #199 downloadbar verlinkt habe. Und da ich schon damals gern und viel gelesen habe, so habe auch dieses Buch 'gefressen', spätestens aber im ersten Semester an der OHS, welches eine reine Mucker-Ausbildung darstellte. Allein schon die Stahlkerngeschosse sind eine militärische und gewiss keine jagdliche Munition, da gabs in der Saniausbildung mal ein oder zwei Unterrichtseinheiten zum Thema Schußverletzungen.
Was aber nun diese Erkenntnis mit der Erteilung des Befehl zum Grenzdienst zu tun hat, hä? Na seins drum, ich versuch mich auch diesbezüglich an einer Antwort: @Mike59 brachte ja gestern im Beitrag #45 diesen Anhang zur 718/0/005 von 1985.
Als ich im September '87 als Ar...glattes U-Boot und frischgebackener Zugführer in einer GK 'aufschlug' und mit dem ordentlich erlernten Wissen genau so einen Befehl zum Grenzdienst erteilen wollte, na das war wohl nix ... Just zu der Zeit landete Honni in Bonn und die Bundeswehr intonierte 'Auferstanden aus Ruinen', ein paar Tage später lief sogar FJS an seiner Seite ehrenvoll an der 'Spalterflagge' vorbei (zum Rückflug).
Also stammelte ich irgendwas von ... auf garkeinen Fall die Schußwaffe anwenden und allerhöchstens in allerhöchster Notwehr. Und meine zweite Grenzdienstschicht war dann das Entladen aller Signalgeräte mit dem Waffenspitz, da lernt der Ulu gleichmal den Abschnitt kennen meinte der KC. Und weil der Spitz ja nun auch nicht sooo die Geländekenntnis hatte, durften wir Beide nach 'ner Woche die Tour gleich nochmal machen und die Dinger wieder Laden. Zwei Monate später hatte ich dann meine ersten Erstaussprachen und diese machte ich mir nicht einfach. Aber das ist auch irgendwo in den Forumstiefen schonemal erzählt, bei Interesse mal nach Befehl 44 (oder so ähnlich) suchen. Ich nehme mir jetzt mal nicht die Zeit dafür.
Trotz dem Nichterfassens der Fragestellung meinerseits, hoffe ich damit alle Klarheiten beseitigt zu haben? Also eine Gehhilfe war die Kaschi für mich auf keinen Fall, ich weiß ja nicht als was Du Deine persönliche Waffe betrachtet hast? Achso, das war'n rethorische Fragen


na danke 94,
dir ist schon bewusst, dass nicht jeder die "bibel" im voraus bekam?
zumindest nicht die masse derer die dorthin kamen.

doch selbst dort wurde einem nicht erklärt, wie ne infanteriewaffe genau zu unterscheiden ist von einer präzisionswaffe.
man vermittelte den auszuführenden ne falsche sicherheit.

dir war klar, so verstehe ich dich, dass wir mit dieser waffe nicht die unteren extremitäten hätten treffen können und dass schon vor der ohs?

vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


zuletzt bearbeitet 19.02.2014 23:35 | nach oben springen

#236

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2014 16:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Na jetzt weiß ich worauf Du hinaus willst, das man mit einer 'Kaschi', weil es ja eine 'Infantriewaffe' ist, überhaupt nicht exakt treffen könnte, ja? Na das ist so nicht richtig, die KM (und ihre Nachfolger) ist konstruktionsbedingt eine sehr präzise Waffe (aufschiesend und starr verriegelt, feststehender Lauf). Man könnte mit dieser Waffe einer Fliege das Auge herausschießen, also mal sinnbildlich gesprochen. Man muß es nur üben. Und gerade daran magelte es bei GTs. Ich hatte Soldaten in den 2½ Jahren bei mir im Zug, die haben während ihrer 1¼ Jahre auf der GK nicht einen einzigen Schuß Schießausbildung, also wenn man das überhaupt so nennen kann, abgegeben. Und wenn es doch auf den TÜP ging, schließlich brauchte es die Schützenschnur ja für den soz. Wettb., na dann warn's Laborbedingungen.
Also nicht aus der Bewegung, nach einem kurzen oder sogar längeren Sprint, bei schlechten Lichtverhältnissen usw.

Achso, klargeworden sind mir diese Zusammenhänge erst am Kanten und so richtig erst nach der Wende. Allerdings das man mit einer Kaschi was treffen kann, das wußte ich schon vor der OHS und das hatte auch nix mit dem Bewerberkollektiv was zu tun.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


vs1400, exgakl und RudiEK89 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#237

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2014 19:05
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #233
Im Grenzdienst hatte man die Waffe nie im Anschlag, sie hing auf dem Rücken oder lag auf dem Fensterbrett.
Auch hat man im Feldlager auf einen stehenden Pappkameraden geschossen, laufender Keiler oder so war nicht.
So das man sich über das Visier sicher keine Gedanken gemacht hat, das war halt standartmäßig eingestellt.

Oder soetwas gemacht.


nach oben springen

#238

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2014 19:20
von PF75 | 3.293 Beiträge

Zitat von Greso im Beitrag #237
Zitat von damals wars im Beitrag #233
Im Grenzdienst hatte man die Waffe nie im Anschlag, sie hing auf dem Rücken oder lag auf dem Fensterbrett.
Auch hat man im Feldlager auf einen stehenden Pappkameraden geschossen, laufender Keiler oder so war nicht.
So das man sich über das Visier sicher keine Gedanken gemacht hat, das war halt standartmäßig eingestellt.

Oder soetwas gemacht.



Waffenwarten während des Dienstes war ein bißchen zu heikel,nur äußerliche Pflege (Staub wischen,evt. bißchen ölen )war erlaubt.


nach oben springen

#239

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2014 20:03
von Greso | 2.377 Beiträge

Hallo PF75 .
Eigentlich war doch nichts erlaubt.Du solltest nur nach links und rechts" schauen".Und wenn was kommen sollte ,was da nicht hingehört ; aufhalten.
Gruß Greso.
P.S. Aber wer hat die Regel eingehalten. ich nie..


nach oben springen

#240

RE: Warum wurde bei so vielen Zwischenfällen mit Dauerfeuer geschossen? Und wie war das mit dem absichtlich vorbeischießen?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.02.2014 21:25
von DoreHolm | 7.696 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #233
Im Grenzdienst hatte man die Waffe nie im Anschlag, sie hing auf dem Rücken oder lag auf dem Fensterbrett.
Auch hat man im Feldlager auf einen stehenden Pappkameraden geschossen, laufender Keiler oder so war nicht.
So das man sich über das Visier sicher keine Gedanken gemacht hat, das war halt standartmäßig eingestellt.


Wir hatten sie während der Postengänge i.d.R. am langen Riemen über der Schulter mit Lauf schräg etwa im 45°-Winkel nach vorn hängen. Direkt über der Schulter mit Lauf nach oben, wimre, wenn es regnete und wir den Umhang anhatten. Natürlich mit Mündungsgummi, wegen dem Regen.



nach oben springen



Besucher
25 Mitglieder und 55 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: gerhard
Besucherzähler
Heute waren 1520 Gäste und 131 Mitglieder, gestern 3956 Gäste und 189 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14370 Themen und 557994 Beiträge.

Heute waren 131 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen