#21

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 12.03.2010 22:31
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Karl, an was du dich noch erinnerst, im Alter von 8 Jahren? Also Hut ab und ich staune immer wieder über die politischen Wahrnehmungen von Kindern und Jugendlichen dammals, so wosch, der Jungwähler und jetzt du mit diesem Alter.



Die große Politik versteht man in diesem Alter natürlich noch nicht.

Aber speziell, was die Mauer und die Teilung angeht, so konnte man auch als Kind schon überblicken, daß das etwas Unnormales war. Ich bin ja an einer "offenen Grenze" aufgewachsen (Deutschland - Schweiz), Grenzübertritte waren mir vertraut, solange ich denken kann --- und als ich dann zum ersten Mal den Eisernen Vorhang in natura sah (zwar nicht die Innerdeutsche Grenze, aber die Grenze zur CSSR, also im Prinzip vergleichbar), da habe ich gleich gesehen, daß das etwas "anderes" sein mußte. (Das war 1983, ich war sechs Jahre alt).

Später haben mir dann meine Eltern (und meine Großmutter, die damals noch lebte) erzählt, daß das bei der Innerdeutschen Grenze genauso war, und noch schlimmer, daß da ja nicht zwei Länder, sondern ein Land geteilt würde usw. --- und als ich dann 1986 das erste Mal in die DDR fuhr, da konnte ich mit diesem Thema schon einiges anfangen.

Zitat
Habt ihr eigentlich noch daneben eine Kindheit gehabt und Junge, das muss brutal gewesen sein, schon so früh mit dem Ernst des Lebens konfrontiert worden zu sein.



Da ist in meinem Fall etwas dran. Ich war nie ein lachendes, sondern immer ein nachdenkliches Kind --- was viele Menschen (v.a. auch viele andere Kinder) nicht verstanden haben.


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#22

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 12.03.2010 22:45
von karl143 (gelöscht)
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Eben, Sonny, du sagst es. Das ist ein Gespür was man in diesem Alter hat. Und ein Kind von 6 oder 8 Jahren merkt auch heute, wenn irgendwas nicht normal ist.


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#23

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 12.03.2010 23:05
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo, Karl,

ob das nun so stimmt, bezweifele ich mal. Ich wollte ursprünglich auf Sonnys Beitrag antworten, aber da Du auf der selben Schiene bist, gehts auch so.

Ich stimme Dir zu, das 6 - 8jährige wie auch Erwachsene auf Veränderungen reagieren, dass es ihnen, wenn sie negativ besetzt sind, auch Angst macht.

Aber wenn man in eine bestimmte Konstellation - in diesem Falle die Mauer in Berlin - hineingeboren ist, sieht man das als normal an. Kann da nur wieder auf meinen Cousin verweisen, der 1968 in West-Berlin geboren ist - und weder mir noch seinen Eltern im Gespräch abnehmen wollte, dass das mal eine Stadt war. Und er ist mit seinen Eltern jedes Jahr nach Schweden in Urlaub - die Standard-West-Berliner Strecke, mit dem Auto durch die DDR nach Sassnitz und dann mit der Fähre nach Trelleborg.

Ich habe ja nun etwas von beidem: Ich war ja am 13.08.1961 (nicht ganz 5 Jahre alt) in West-Berlin - meine Mutter kam seinerzeit aus Hannover geflogen, um mich dort herauszuholen - es war fraglos eine Krisenzeit - und der erste Flug meines Lebens ist immer noch in meinem Kopf.

Jedenfalls habe ich noch Kindheitserinnerungen an die Zeit vor dem Mauerbau, die Zeit des Mauerbaus (siehe oben) und die 28 Jahre danach, nachdem ich jedes Jahr annähernd 2 Monate in Berlin nahe der Bernauer Strasse verbrachte. Und für mich hat es logischerweise im Laufe der Jahre auch eine gewisse Normalität bekommen.

Gruss

icke



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#24

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 12.03.2010 23:38
von Sonny (gelöscht)
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@ Icke

Das muß kein Widerspruch sein: Wer mit der Mauer oder dem Eisernen Vorhang aufgewachsen ist, es nicht anders kannte und vielleicht auch keine Beziehungen nach "drüben" hatte, der konnte sich daran gewöhnen --- und irgendwann nichts mehr dabei finden.

Ich denke, auch ich hätte das alles vielleicht irgendwann akzeptiert (denn ernsthaft rechnete ja in den 80er Jahren niemand mehr mit dem Mauerfall) --- aber insbes. die Erzählungen meiner Eltern und meiner Großmutter haben mich dann doch sehr geprägt. Und als ich in dem Alter war (12, knapp 13), als ich vielleicht wirklich angefangen hätte, auch die ganz großen, historischen Zusammenhänge zu sehen und zu erkennen --- tja, da fiel dann die Mauer auch schon...


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#25

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 12.03.2010 23:54
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Sonny
@ Icke

Das muß kein Widerspruch sein: Wer mit der Mauer oder dem Eisernen Vorhang aufgewachsen ist, es nicht anders kannte und vielleicht auch keine Beziehungen nach "drüben" hatte, der konnte sich daran gewöhnen --- und irgendwann nichts mehr dabei finden.




Nun, dass ist in dem Falle der casus belli: Unsere Familien waren 50:50 auf West- und Ost-Berlin aufgeteilt. Ich glaube schon, dass es für die in den 28 Jahren Mauer geborenen einfach normal war: Mit einer Ausnahme (meine persönliche Meinung) - wenn man im Sichtbereich der Mauer lebte; wobei es die West-Berliner in dieser Lage etwas einfacher hatten. Wenn ich mir überlege, wie oft ich durch den S-Bahnhof Wollankstraße gefahren bin (Bahnhof in Ost-Berlin, aber nur von West-Berlin betret- und benutzbar - direkt hinter dem Bhf in Fahrtrichtung Norden rechts die Ostberliner Wohnhäuser - man konnte den Menschen im Wortsinn auf den Küchentisch gucken - links Bahnsteig - dahinter West-Berliner Kneipen. Ich glaube, wenn ich da gewohnt hätte, hätte ich eine Klaps bekommen - man sieht ne Kneipe und darf nicht dahin.

Gruss

icke



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#26

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 13.03.2010 05:14
von Harsberg | 3.244 Beiträge

war da im 1.Lehrjahr an der OS Frankenberg...
...mitten in der Nacht Alarm, antreten auf dem Gang, kurzes Statement vom KC... Waffen-und Muniempfang, zurück auf die Stuben und warten.....
Dienst in diesen 4 Wochen nur im Objekt... Politunterricht, Taktik, Technik, MKE und EX....
kein Ausgang, das war das Härteste, sind bald geplatzt.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#27

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 13.03.2010 06:38
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Guten Morgen Männer, das war interessant, so icke und Sonny, ein bißchen auch bei Karl mal so ein wenig aus euren Kindheitserinnerungen zu lesen. An 1961 erinnert mich eigentlich nur, das mein Vater mit meinen älteren Geschwistern zu seiner Schwester, unseren eingeheirateten Juden in der Familie nach Schweden gefahren ist, meine Mutter im Krankenhaus war und ich bei meiner Lieblingsfabrikantentante, das war der kapitalistische Sproß in der Familie, zugebracht hatte.
Und bei ihr war ich oft, sie hatte Zeit, einen großen Betrieb mit über einhundert Werktätigen,ein noch größeres Grundstück außerhalb Leipzig,ihr Mann so mein Onkel und gute Leute im Kontor oder Büro schafften dort vor Ort, gearbeitet wurde für 90% Export, einen guten Draht zu den Genossen, der war vorhanden...die muss sie wohl Alle geschmiert haben und ich junger Sproß hing immer an ihr dran.
Deswegen schrieb ich mal, ich kenne beide Seiten der Medaille, den Kapitalismus und den Sozialismus in der schönen DDR.
Aber genug davon, das ist oder besser das wird auch mal Stoff für ein Buch, wenn ich mal alt genug bin.
Einen guten Tag allen im Forum.

R-M-R


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#28

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.04.2010 15:00
von Kesti | 32 Beiträge

Hallo,

Also ich selber kann mich an dieses Datum nicht erinner, da ich da noch "Quark im Schaufenster" war, aber mein Vater war damals 13 Jahre alt. Er hatte bis dato jeden Tag mit seiner Cousine aus Duderstadt spielen können und plötzlich ging das nicht mehr. Sie haben sich dann regelmäßig geschrieben und später bekamen wir auch jedes Weihnachten ein "Westpaket" von meiner Tante (die Mutter der Cousine - Schwester meines Opas, der im Eichsfeld lebte) bis diese 1987 starb. Mein Vater und seine Cousine haben sich dann erst 1990 wieder gesehen, als sie es geschafft hatte, zu meinem 14. Geburtstag uns zu besuchen und ich habe endlich meine Großcousine Miriam kennenlernen können. Das war für mich das beste Geburtstagsgeschenk, was ich je hatte, eine neue Spielkameradin.



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#29

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.04.2010 19:56
von Skifahrer (gelöscht)
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Hallo wosch,
bin Jg. 1941und war gerade 20, als man dicht machte.
Viele Grenzsoldaten halfen dabei, durch ihre Befehle wohl ungern, nur wenige haben den Mut gehapt, über die noch niedrigen Drähte zu springen.
allgemeines Entsetzen herrschte, denn man hatte nun keinen Weg mehr zu den Verwandten
im Westen, die es bei mir viel gab.
Resumee: Armutszeugnis für den Staat! was natürlich keiner ausprach.
Witze gabe sofort: Fragt ein Grenzer den anderen: Was machst du, wenn jetzt ein Loch in der Mauer aufgeht?
Antwort: Ich klettere auf den nächsten Baum! Warum denn? "Ich will mich doch nicht tot treten lassen!"
Die wenigsten haben die Begründung von "Abwerbung von Ärzten und Spezialisten" als Argument akzeptiert,
denn die gingen nicht nur wegen des höheren Lebensstandards.
Ich schätze, 80% habven die Mauer abgelehnt, nur überzeugte Genossen waren dafür, und die waren eindeutig in der Minderheit!
Gruss aus dem Harz
skifahrer


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#30

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.04.2010 21:03
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Skifahrer
Hallo wosch,
bin Jg. 1941und war gerade 20, als man dicht machte.
Viele Grenzsoldaten halfen dabei, durch ihre Befehle wohl ungern, nur wenige haben den Mut gehapt, über die noch niedrigen Drähte zu springen.
allgemeines Entsetzen herrschte, denn man hatte nun keinen Weg mehr zu den Verwandten
im Westen, die es bei mir viel gab.
Resumee: Armutszeugnis für den Staat! was natürlich keiner ausprach.
Witze gabe sofort: Fragt ein Grenzer den anderen: Was machst du, wenn jetzt ein Loch in der Mauer aufgeht?
Antwort: Ich klettere auf den nächsten Baum! Warum denn? "Ich will mich doch nicht tot treten lassen!"
Die wenigsten haben die Begründung von "Abwerbung von Ärzten und Spezialisten" als Argument akzeptiert,
denn die gingen nicht nur wegen des höheren Lebensstandards.
Ich schätze, 80% habven die Mauer abgelehnt, nur überzeugte Genossen waren dafür, und die waren eindeutig in der Minderheit!
Gruss aus dem Harz
skifahrer




Hallo Skifahrer!
Wie Du meinem Profil ersehen kannst sind wir fast im selben Alter. Ich weise deshalb darauf hin, damit Du nicht auf den "Schmarrn" von unserem R-M-R reinfällst, der mir am liebsten meinen Wahrnehmungsgehalt mit meinen damaligen 19 Jahren absprechen möchte und dabei vergessen hat, daß man in diesem Alter im Namen des "Friedens" sogar schon Herr über Leben und Tod spielen durfte. Ja, das Ding mit den Witzen habe ich so nicht mehr mitbekommen, denn ich war ja kurz nach der Mauer schon weg und hier im Westen habe ich Witze in dieser Form nicht kennengelernt. Die Witze wurden in erster Linie ja von den "Eingemauerten" gemacht, wie so immer wo Menschen unterdrückt werden machte man sich auf diese Art und Weise etwas Luft!! Die "politischen" Witze in der DDR waren übrigens immer sehr treffend, nicht umsonst wurden deren Erzähler (auch wenn es einige Übriggebliebene abstreiten) teilweise sehr , sehr hart bestraft!! Ich freue mich über Dein Statement und wünschte mir mehr solcher Zeitzeugen wie Dich hier!!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#31

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 28.04.2010 21:07
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Kesti
Hallo,

Also ich selber kann mich an dieses Datum nicht erinner, da ich da noch "Quark im Schaufenster" war, aber mein Vater war damals 13 Jahre alt. Er hatte bis dato jeden Tag mit seiner Cousine aus Duderstadt spielen können und plötzlich ging das nicht mehr. Sie haben sich dann regelmäßig geschrieben und später bekamen wir auch jedes Weihnachten ein "Westpaket" von meiner Tante (die Mutter der Cousine - Schwester meines Opas, der im Eichsfeld lebte) bis diese 1987 starb. Mein Vater und seine Cousine haben sich dann erst 1990 wieder gesehen, als sie es geschafft hatte, zu meinem 14. Geburtstag uns zu besuchen und ich habe endlich meine Großcousine Miriam kennenlernen können. Das war für mich das beste Geburtstagsgeschenk, was ich je hatte, eine neue Spielkameradin.




Hallo Antje, dafür daß Du damals noch "Quark" warst hast Du hier aber keinen Quark geschrieben. Dafür von mir mal ein kräftiges Dankeschön!!
Schönen Gruß aus Kassel.

Wolfgang


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#32

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 29.04.2010 08:49
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Skifahrer


Resumee: Armutszeugnis für den Staat! was natürlich keiner ausprach.


Zitat
Die wenigsten haben die Begründung von "Abwerbung von Ärzten und Spezialisten" als Argument akzeptiert,
denn die gingen nicht nur wegen des höheren Lebensstandards.


@skifahrer, darf ich fragen ob du bzw. ihr als familie damals in berlin bzw. im umland gelebt habt ? was habt ihr davon mitbekommen, "im westen arbeiten und im osten leben" oder wie man z.b. buntmetalle "verschubbern" musste um sich einen "manchester-anzug" (der total "in" war) kaufen zu können ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#33

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 29.04.2010 09:01
von ABV | 4.202 Beiträge

Wir hatten in der Schule gelernt, dass in den Augusttagen des Jahres 1961, der Dritte Weltkrieg unmittelbar bevorstand. Nur durch die Maßnahmen an unserer Staatsgrenze konnte eine kriegerische Auseinandersetzung verhindert werden. Was von dieser Aussage zu halten ist, bedarf keiner näheren Erörterung. Die DDR stand kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch, die ständige Abwanderung von Arbeitskräften war nicht mehr zu kompensieren. Der 13. August 1961 war aber auch eine Niederlage der westlichen Geheimdienste, unter anderem der CIA. Hatte man doch ein ruhiges Wochenende ohne besondere Vorkommnisse prophezeit.

Manchmal kommt es anders und zweitens als man denkt.

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#34

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 29.04.2010 09:49
von wosch (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Skifahrer


Resumee: Armutszeugnis für den Staat! was natürlich keiner ausprach.


Zitat
Die wenigsten haben die Begründung von "Abwerbung von Ärzten und Spezialisten" als Argument akzeptiert,
denn die gingen nicht nur wegen des höheren Lebensstandards.


@skifahrer, darf ich fragen ob du bzw. ihr als familie damals in berlin bzw. im umland gelebt habt ? was habt ihr davon mitbekommen, "im westen arbeiten und im osten leben" oder wie man z.b. buntmetalle "verschubbern" musste um sich einen "manchester-anzug" (der total "in" war) kaufen zu können ?





Hallo Gibert!
Der Bau der Mauer hatte doch nichts mit den Befindlichkeiten "Buntmetalle verschubbern" oder "Manchester-Anzüge" (zum besseren Verständnis: dies waren Anzüge aus Cord-Stoff)zu tun, sondern diente in erster Linie dazu, das Schlupfloch in den Westen, Berlin, für die gesamte DDR-Bevölkerung zu schliessen!!! An den von Dir angesprochenen Buntmetall-Ressourcen hatten sich im Vorfeld des Mauerbaus Deine sowjetischen Freunde bereits im großen Stil vergriffen, wenn auch nur im Zuge von Reparationen, aber immerhin, ich wollte es nur noch einmal erwähnen! Auch ich habe mir in B-Gesundbrunnen eine solche "Cord-Hose" gekauft, ohne dafür Buntmetall "geschubbert" zu haben, sondern dafür meinen sauer verdienten Lehrlingslohn 1:5 in "richtiges" Geld umgetauscht, weil es zu dem damaligen Zeitraum in der DDR einfach an Allem mangelte!! Natürlich bediente man sich derselben Propaganda wie Du es auch heute noch gerne tust: Es ging mit dem Mauerbau angeblich gegen die bösen Wirtschaftsverbrecher, auch gegen Diejenigen die im Westen wohnten und sich ihre Weihnachtsgans im Osten kauften, nicht wahr?? Vergeß aber dann auch nicht zu erwähnen, daß man für jeden Scheißdreck, den man in Ost.Berlin einkaufen tat, seinen DDR-Ausweis vorzeigen mußte, wenn man nicht in der Verkaufsstelle bekannt war und daß man in der gesamten Zone den Kauf eines fotoapperates und eines Fernglases ect. in den PA eingetragen bekam!! Wie gesagt, ich rede von der Zeit vor dem Mauerbau, damit keine Mißverständnisse entstehen!! Natürlich war der Bau der Mauer ein Armutszeugnis für den Staat, einem Staat der nicht in der Lage war, einen sehr großen Teil seiner Bürger eine Zukunft ohne Diktatur mit deren bekannten Auswüchsen zu bieten!! Es war schon sehr traurig aber auch sehr aufschlußreich, daß man zum "Klassenfeind" fahren mußte um sich ein paar anständige Schuhe bzw. eine Cord-Hose zu kaufen, obwohl die offizelle Propaganda ohne Unterlaß von den Übererfüllungen der 5-Jahrespläne faselte und den Sozialismus als das hinstellte, daß es nun wirklich nicht war, nämlich dem besseren Deutschlands!
Gilbert, darf ich Dir auch einmal eine Frage stellen? Ist in Dir denn niemals die Frage relevant gewesen, wieso ca 3 Millionen Menschen sich in dem "Arbeiter-und Bauernparadies" so unwohl gefühlt hatten, daß sie es verlassen hatten, solange sie es einigermaßen über West-Berlin konnten, und Wieviele den gleichen Weg noch gegangen wären, wenn sie gewußt hätten das am 13. August 61 das "Schlupfloch" verschlossen würde??? Wer Freiheit mit "Manchester-Anzügen" und Dergleichen in Zusammenhang bringt, verklärt hier etwas, wozu das gut sein sollte wissen wahrscheinlich nur Leute wie Du!!


Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 29.04.2010 09:51 | nach oben springen

#35

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 29.04.2010 10:00
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von wosch
Natürlich bediente man sich derselben Propaganda wie Du es auch heute noch gerne tust: Es ging mit dem Mauerbau angeblich gegen die bösen Wirtschaftsverbrecher, auch gegen Diejenigen die im Westen wohnten und sich ihre Weihnachtsgans im Osten kauften, nicht wahr?? Vergeß aber dann auch nicht zu erwähnen, daß man für jeden Scheißdreck, den man in Ost.Berlin einkaufen tat, seinen DDR-Ausweis vorzeigen mußte, wenn man nicht in der Verkaufsstelle bekannt war und daß man in der gesamten Zone den Kauf eines fotoapperates und eines Fernglases ect. in den PA eingetragen bekam!! Wie gesagt, ich rede von der Zeit vor dem Mauerbau, damit keine Mißverständnisse entstehen!!
Schönen Gruß aus Kassel.


sorry @wosch, ich unterliege bzw. mache hier keine propaganda. erstens hatte ich eine frage gestellt und zweitens habe ich es bereits schon einmal geschrieben (auch da hast du geantwortet) das dies erlebnisse meiner eltern und großeltern sind.
es ist aber typisch von dir, das du diese dinge ignorierst. es passt in dein schema...

p.s. die deutschen hatten nun mal den krieg verloren. deshalb konnte ich auch nie verstehen, warum mein opa wegen einer ausgefallenen rentenerhöhung zeterte...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#36

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 29.04.2010 11:44
von wosch (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von wosch
Natürlich bediente man sich derselben Propaganda wie Du es auch heute noch gerne tust: Es ging mit dem Mauerbau angeblich gegen die bösen Wirtschaftsverbrecher, auch gegen Diejenigen die im Westen wohnten und sich ihre Weihnachtsgans im Osten kauften, nicht wahr?? Vergeß aber dann auch nicht zu erwähnen, daß man für jeden Scheißdreck, den man in Ost.Berlin einkaufen tat, seinen DDR-Ausweis vorzeigen mußte, wenn man nicht in der Verkaufsstelle bekannt war und daß man in der gesamten Zone den Kauf eines fotoapperates und eines Fernglases ect. in den PA eingetragen bekam!! Wie gesagt, ich rede von der Zeit vor dem Mauerbau, damit keine Mißverständnisse entstehen!!
Schönen Gruß aus Kassel.


sorry @wosch, ich unterliege bzw. mache hier keine propaganda. erstens hatte ich eine frage gestellt und zweitens habe ich es bereits schon einmal geschrieben (auch da hast du geantwortet) das dies erlebnisse meiner eltern und großeltern sind.
es ist aber typisch von dir, das du diese dinge ignorierst. es passt in dein schema...

p.s. die deutschen hatten nun mal den krieg verloren. deshalb konnte ich auch nie verstehen, warum mein opa wegen einer ausgefallenen rentenerhöhung zeterte...





Hallo Gilbert, in Deinem Beitrag an Skifahrer hatte ich keinen Hinweis darauf gefunden, daß sich Deine Frage auf die Erlebnisse Deiner Großeltern bezug, deswegen nehme ich Deine an mich gerichtete Kritik so nicht an. Man sollte schon so schreiben, wie man es verstanden haben möchte, ansonsten sollte man sich hinterher nicht aufregen, daß man falsch verstanden wurde!!!
Das von mir rot hervorgehobene Deines Statement´s würde ich bei einigen höheren Dienstgraden der untergegangene DDR fast wörtlich so stehen lassen können, ich glaube allerdings nicht daß Du das auch so sehen wirst! Die Ansichten können im Leben nicht bei Allen immer gleich sein, Schei..e was?

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 29.04.2010 11:45 | nach oben springen

#37

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 29.04.2010 12:38
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

eine bitte an dich @wosch, bevor es hier erneut zu einem privatdosput unsererseits wird.
lese meine zeilen bitte l a a a n g s a m, denn ich habe oft den eindruck, dir entgeht der sinn.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
zuletzt bearbeitet 29.04.2010 12:38 | nach oben springen

#38

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 29.04.2010 13:33
von wosch (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow
eine bitte an dich @wosch, bevor es hier erneut zu einem privatdosput unsererseits wird.
lese meine zeilen bitte l a a a n g s a m, denn ich habe oft den eindruck, dir entgeht der sinn.




OK gilbert, ich werde versuchen laaaangsaaaamer zu lesen, vielleicht kommen mir dann ja andere Erkenntisse, mal sehen was dabei rauskommt!?
Schönen Gruß aus Kassel.


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#39

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 29.04.2010 13:53
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch

OK gilbert, ich werde versuchen laaaangsaaaamer zu lesen, vielleicht kommen mir dann ja andere Erkenntisse, mal sehen was dabei rauskommt!?
Schönen Gruß aus Kassel.




Du wirst uns sicher alle daran teilhaben lassen


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#40

RE: 13. August 1961

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 29.04.2010 15:22
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von wosch

OK gilbert, ich werde versuchen laaaangsaaaamer zu lesen, vielleicht kommen mir dann ja andere Erkenntisse, mal sehen was dabei rauskommt!?
Schönen Gruß aus Kassel.




Du wirst uns sicher alle daran teilhaben lassen





Dafür bin ich hier!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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