#1

PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 08:01
von Huf (gelöscht)
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Stellt Euch mal vor, es hätte zu DDR-Zeiten ein Internet gegeben und die PCs wären so verbreitet gewesen, wie heute.
Was hätten wohl unsere Sicherheitsorgane unternommen?

Ideenreiche Spekulationen sind hier erwünscht!


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#2

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 08:06
von karl143 (gelöscht)
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Moin Huf,
die wären ja auch auf dem Stand der Technik gewesen. Ich nehme stark an, die hätten sich so verhalten wie die Machthaber in China. Was man sich hier nicht vorstellen kann, aber man kann das Internet blockieren ohne Ende, Nachrichten filtern oder ganz ausschließen. Es wären sicher immer wieder Gruppen entstanden, die dem entgegengewirkt hätten, ich denke da an so Organisationen wie Chaos Computer Club Hamburg (obwohl die ja nach dem Marsch durch die Instanzen fast schon bürgerlich geworden sind). Aber die Macht hätte sich dawohl nicht verändert. Im Gegenteil, die Stasi hätte durch die neue Technik noch mehr Möglichkeiten zur Kontrolle und Überwachung gehabt (siehste du ja sogar bei uns, Datensammlung von Schäuble!).


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#3

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 08:54
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

seh ich auch so wie karl.die schtasi hätte kopp gestandenauf jeden fall würde es unser und andere foren sooo nicht geben


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#4

PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 17:52
von 94 | 10.792 Beiträge

Nicht ganz zum Thema passend, trotzdem ein interessanter Artikel über die Top-Level-Domain .DD

Bemerkenswert finde ich in bezug auf unser Forum folgenden Abschnitt:
[Zitat]
Heiko Schlichting erinnert sich: "Das Ende des Staates DDR kam zu einem Zeitpunkt, wo auch noch nicht alle Universitäten im Westen IP genutzt haben. Leitungen zwischen Ost und West waren selten, teuer und marode. Kenntnisse und Hardware erst im Aufbau. Die einzige Standleitung gab es zwischen FU [Freie Universität Berlin] und HU [Humboldt-Universität zu Berlin] (mit X.25 Technik). Die wäre zwar IP-fähig gewesen, wurde aber nicht für IP genutzt, sondern vor allem für X.400 basierte Mail- und FTAM-Dateitransfer". Selbst wenn wir heute denken, IP "schon ewig" sprechen, "aber in Wirklichkeit haben wir 130.133.0.0/16 erst seit 1989 und Mails per UUCP via X.25 transportiert", erzählt er und setzt fort, "Aus heutiger Sicht ärgere ich mich darüber, weil mir das damals keine Mühe bereitet hätte, Verwalter einer Topleveldomain zu werden, wo schon die einzige (Stand-)Leitung bei uns endete. Aber die Chance habe ich leider vertan". Und "RfC [Request for Comment] Netze waren in der DDR nicht opportun. Bis auf Jena und Dresden haben alle brav X.25 und Co. gemacht. Für E-Mail also X.400. Kein Bedarf für dd", so erläutert es mir Lutz Donnerhacke.
[tatiZ]

Wenn ich die Idee mal weiterspinne, der Osten hätte tapfer X.400 gespielt und mit DNS sowieso nix anfangen können. Jeder, der nach RFC gespielt hätte, wäre automatisch ins Visier der staatlichen Überwachungsorgane geraten.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#5

PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 19:15
von Huf (gelöscht)
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Naja, liebe Forumgemeinde, ich dachte, ich hätte heute früh mit dem neuen Thread mehr provoziert.

Aber es ist wohl wirklich so, dass die technischen Freaks unter Euch das wirklich als Hirngespinnst sehen.
Stellt Euch doch mal vor, dasss zu damaliger Zeit mit Sicherheit Westberlin an das Internet angeschlossen worden wäre, über "Kabel" oder Richtfunk o.ä. (Ihr wißt hoffentlich, dass ich technisch mit dem Thema völlig überfordert bin!)
Na klar wäre die Stasi sofort auf dem Plan gewesen, aber meine lieben Freunde karl143 und 94, hätte das MfS wirklich soviele ausgebildete Leute rekrutieren können wie das von Euch angeführte China?
Was wäre denn mit den Mobilfunkverbindungen nach Westberlin geworden? Meine Tante schenkt mir ein Handy mit Vertrag (auf ihren Namen in der BRD) für 1 €, und dann?
Für D-Mark oder Euro hätten die Kommunisten an jedem Punkt der DDR einen Funkmast errichtet, und dann?
Lieber Feliks, lieber Gilbert, macht es mir doch nicht so schwer, und "spinnt" mit mir ein wenig weiter!
Ich meine es in friedlicher Weise!

Euer Huf!


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#6

PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 19:50
von altgrenzer (gelöscht)
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Tja, was wäre wenn....

Du hättest auf jeden Fall einen Antrag stellen und auf den Internet-Anschluss mindestens Fünf Jahre warten müssen. Eine gewöhnliche AOL-Verbindung hätte 48 Stunden vorher angemeldet werden müssen.

Und Jahaha: KEINE Westverwandtschaft!!!!!

Viele Grüße,
Rolf


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#7

PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:03
von Huf (gelöscht)
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Danke, altgrenzer, das war schon ein guter Beitrag!


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#8

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:12
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von karl143
Moin Huf,
die wären ja auch auf dem Stand der Technik gewesen. Ich nehme stark an, die hätten sich so verhalten wie die Machthaber in China. Was man sich hier nicht vorstellen kann, aber man kann das Internet blockieren ohne Ende, Nachrichten filtern oder ganz ausschließen. Es wären sicher immer wieder Gruppen entstanden, die dem entgegengewirkt hätten, ich denke da an so Organisationen wie Chaos Computer Club Hamburg (obwohl die ja nach dem Marsch durch die Instanzen fast schon bürgerlich geworden sind). Aber die Macht hätte sich dawohl nicht verändert. Im Gegenteil, die Stasi hätte durch die neue Technik noch mehr Möglichkeiten zur Kontrolle und Überwachung gehabt (siehste du ja sogar bei uns, Datensammlung von Schäuble!).




Zu dieser Auffassung, in diese Richtung tendiere ich auch. Gut, Daten sammeln ist die eine Sache. Aber bei der Datenmenge, der Datenflut, das alles zu sammeln und auszuwerten, naja, da hätt ich meine Zweifel gehabt, die ich heute auch noch hab.
Und heut seh ich es genau so, das man wegen einer eventuellen Nichtigkeit, einer Verwechslung oder was auch immer in das Visier übereifriger Ermittler gerät, dann wird der auch der Internetanschluß angezapft, Mails abgefangen und gelesen. Was soll das???
Nichts einzuwenden, wenn ein begründeter Verdacht schwerer Kriminalität, Terrorismus oder dergleichen vorliegt. Aber gerade hier tut man sich schwer, schiebt lieber dem kleinen Mann irgendetwas belangloses unter. Genauso wär es in der DDR mit Internet und anderen modernen Kommunikationsmitteln (Handy - SMS) gewesen. Das muß den Deutschen angeboren sein, eine derartige (Daten-) Sammelwut!

Das Positive an der Sache, so denke ich mal, die DDR hätte riegeros jede Möglichkeit des Zuganges über das Internet zu gewaltverherrlichenden Seiten, Seiten mit Kinderpornographie u. ä. unterbunden bzw. deren Nutzung unter drakonische Strafen gestellt. Ohne wenn und aber, ohne Gezetere von Zerredungskünstlern & Co.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#9

PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:16
von altgrenzer (gelöscht)
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Mal im Ernst ;-)

Telefonate in den Westen mussten angemeldet werden, der OP bekam dann (vielleicht) das Gespräch irgendwann mitten in der Nacht. Der Hintergrund war das Mithören, dazu musste alles vorbereitet sein, Mitschnitt usw...

In der Wendezeit (Ende 89, Anfang 90) hab ich mal aus Jux und Dallerei in einer Nachtschicht die Ständige Vertretung in Berlin angerufen (von Erfurt aus), die Kollegen und auch ich waren erstaunt, wie problemlos das plötzlich ging.

Wir sollten immer daran denken...

Rolf


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#10

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:27
von Huf (gelöscht)
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Hallo josy95,
ich glaube,dass Du recht haben könntest. Besonders bezugnehmend auf die von Dir beschriebenen Ekelseiten!
Trotzdem gehen meine Gedanken dahin, dass möglicherweise das westliche Europa, namentlich die "alte" BRD mit vielerlei Mitteln dem ZK der SED erhebliche Zugeständnisse abgerungen hätte.
Und wie hätten sich M. Gorbatschow verhalten, wie Ungarn, wie Polen? Lasst uns weiter spekulieren!
Ich vermisse nach wie vor ein Statement der Tschekisten! Das ist eine freundliche Einladung!

Und dann muss noch spekuliert werden, wie im Nest der doppelzüngigen Kommunisten, in Wandlitz, der Internetzugang als Normalität eingerichtet worden wäre, ohne, dass der normale DDR-Bürger darauf einen Zugriff gehabt hätte!
Das waren wirklich Pharisäer, ohne, dass sie wußten, was das ist, diese Volksbetrüger!!!!


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#11

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:29
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von josy95

Zitat von karl143
Moin Huf,
die wären ja auch auf dem Stand der Technik gewesen. Ich nehme stark an, die hätten sich so verhalten wie die Machthaber in China. Was man sich hier nicht vorstellen kann, aber man kann das Internet blockieren ohne Ende, Nachrichten filtern oder ganz ausschließen. Es wären sicher immer wieder Gruppen entstanden, die dem entgegengewirkt hätten, ich denke da an so Organisationen wie Chaos Computer Club Hamburg (obwohl die ja nach dem Marsch durch die Instanzen fast schon bürgerlich geworden sind). Aber die Macht hätte sich dawohl nicht verändert. Im Gegenteil, die Stasi hätte durch die neue Technik noch mehr Möglichkeiten zur Kontrolle und Überwachung gehabt (siehste du ja sogar bei uns, Datensammlung von Schäuble!).


Zu dieser Auffassung, in diese Richtung tendiere ich auch. Gut, Daten sammeln ist die eine Sache. Aber bei der Datenmenge, der Datenflut, das alles zu sammeln und auszuwerten, naja, da hätt ich meine Zweifel gehabt, die ich heute auch noch hab.
Und heut seh ich es genau so, das man wegen einer eventuellen Nichtigkeit, einer Verwechslung oder was auch immer in das Visier übereifriger Ermittler gerät, dann wird der auch der Internetanschluß angezapft, Mails abgefangen und gelesen. Was soll das???
Nichts einzuwenden, wenn ein begründeter Verdacht schwerer Kriminalität, Terrorismus oder dergleichen vorliegt. Aber gerade hier tut man sich schwer, schiebt lieber dem kleinen Mann irgendetwas belangloses unter. Genauso wär es in der DDR mit Internet und anderen modernen Kommunikationsmitteln (Handy - SMS) gewesen. Das muß den Deutschen angeboren sein, eine derartige (Daten-) Sammelwut!
Das Positive an der Sache, so denke ich mal, die DDR hätte riegeros jede Möglichkeit des Zuganges über das Internet zu gewaltverherrlichenden Seiten, Seiten mit Kinderpornographie u. ä. unterbunden bzw. deren Nutzung unter drakonische Strafen gestellt. Ohne wenn und aber, ohne Gezetere von Zerredungskünstlern & Co.
josy95


Kann mich meinen Vorschreibern anschließen.Aber es bleibt ja nur eine Fiktion.Was wäre wenn......
Da die Kommunisten es nicht mal schafften und wollten,dass der gemeine DDR-Bürger einen Telefonanschluß bekommt,hätte unsere Generation das Internet wahrscheinlich nie kennengelernt.
Die Infrastruktur und Technik war faktisch dafür nicht vorhanden geschweige denn finanzierbar.
Die haben es doch nicht mal auf die Reihe bekommen,CD oder Videorecorder zu produzieren und die dazugehörigen Medienträger wie Compact-Disc oder VHS-Kassetten etc. Jaja,überholen ohne einzuholen.....

Gruß ek40


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#12

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:32
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von altgrenzer
Der Hintergrund war das Mithören, dazu musste alles vorbereitet sein, Mitschnitt usw...


sorry rolf, was soll das kindergartenniveau?
selbst jeder normale funkaufklärer der nva würde dir erklären, dass die technik zum abhören die allerfeinste war. erst recht beim mfs.
zum abhören damals brauchte man auch nicht unbedingt die zielnummern... es gab auch schon stimmdekorder...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#13

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:34
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von ek40

Da die Kommunisten es nicht mal schafften und wollten,dass der gemeine DDR-Bürger einen Telefonanschluß bekommt,hätte unsere Generation das Internet wahrscheinlich nie kennengelernt.


sicherlich gab es damals 18. millionen kommunisten in der ddr... respekt, respekt@ek 40


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#14

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:39
von Mike59 | 7.963 Beiträge

Ich war 1999 für längere Zeit in Syrien,
noch unter dem Vater des derzeit amtierenden. Null Internet, Null Mobiltelefon, Überwachung überall!

Trotz allem hatten wir Internet - eben über einen Server in Beirut. Die Technik hätte keiner gebremst.

Lustig finde ich ja immer das bei den Betrachtungen über den technischen Fortschritt ein gesellschaftlicher Fortschritt ausgeschlossen wird. In unseren Forum speziell die Weiterentwicklung in der DDR. Ist also alles rein spekulativ - meine Betrachtung hierzu fällt natürlich auch in den Bereich der Spekulation.

Mike59


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#15

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:40
von Huf (gelöscht)
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wie recht Du hast, ek40!
Es ist ja wirklich nur Phantasie, aber ich habe damit angefangen, weil sich PCs, Internet und der ganze unübersichtliche Kram ja auch ohne unsere Revolution entwickelt hätten.
Fest bin ich davon überzeugt, dass das MfS und sonst wer irgendwann davon überrollt worden wäre.
Und glaube mir, man hätte sich bei 1: 100 getroffen, um das Internet am PC in der DDR zu sehen!
Wie damals mit den ersten Fernsehern bei der Fußball-WM 1954, Deutschland wurde Weltmeister, und in vielen ostdeutschen Wohnzimmern mit Fernsehern standen die Menschen auf und sangen: "Deutschland, Deutschland über alles,..". ihre altvertraute Hymne, die schon nicht mehr die der damaligen Weltmeister war.

Ich glaube an die Macht des Volkes, wenn es seine Macht demokratisch erwählen kann!


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#16

PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:43
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

1. Hätte mann die Internetverbindungen nicht auswerten müssen. Dies machen die Chinesen auch nicht, das Sperren der entsprechenden Seiten reicht. Da muss nichts ausgewertet werden, da die Seiten sowieso gesperrt sind, also hätten dann auch die technischen und personellen Mittel ausgereicht.

2. Die SMS hätten genau wie in China mittels Softwareanwendungen direkt beim Netzbetreiber auf bestimmte Begriffe gescannt werden können. Werden dabei bestimmte Inhalte erkannt, schickt die Software die betreffende SMS direkt an die zuständigen Organe weiter. Bei Wiederholungsfällen wird dort der entsprechend Vertrag gelöscht und die Nutzung von Handys verboten.


Dies ist jedoch alles nur hypothetisch, aber selbst wenn es so gekommen wäre hätte ich kein Problem damit gehabt.

Heute werten Firmen ohne staatliche Aufsicht Verbindungsdaten aus (Telekom), erstellen anhand der Handyortung Bewegungsprofile (Telekom) und werten die Kontobewegungen ihrer Mitarbeiter aus (DB AG). Alles wovor ihr Angst habt, das gibt es schon längst und das ist nur das bekannte. Wie der Staat hier überwacht ist nicht bekannt und kommt nur gelegentlich mal ans Licht, wie z.B. die BND-Überwachung von Journalisten (Handy, Bewegungen, e-Mails).

Ich kann über euch naive Gutmenschen und euer Vertrauen in diesen Staat nur den Kopf schütteln und ob eures moralischen Aufschreis hier bei Stasi Themen nur lachen.


Jetzt schießt euch auf mich ein, aber das mußte raus...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 11.03.2010 20:48 | nach oben springen

#17

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:45
von Augenzeuge (gelöscht)
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Vielleicht könnte man Cuba mit der DDR vergleichen, wie sieht es denn heute dort mit dem Internet aus?

Das Internet ist in Kuba, auch aus Angst vor Verlust des Medienmonopols seitens des Staates, nur unter starken Restriktionen zugänglich.
Mit Hilfe der UNESCO wurde 1994 ein Backbone für die ganze Insel installiert, der zunächst einmal speziell für die Anbindung der Ärzte an aktuelle nationale und internationale medizinische Datenbanken gedacht war und bis heute staatlicher Kontrolle unterliegt. Jeder kubanische Arzt hat, soweit er über einen Computer verfügt, Zugangsmöglichkeiten zu diesem System, das über Gateways auch den beschränkten Zugang zu internationalen Informationsquellen und die freie Verwendung von E-Mail-Diensten ermöglicht. Des Weiteren gibt es Internetzugänge in Schulen, Betrieben, Post und auch in privaten Haushalten. Privatzugänge müssen beantragt werden und sind so teuer, dass die breite Masse der Bevölkerung von ihnen ausgeschlossen bleibt. Praktisch kommen sie nur für Besitzer von Devisen in Frage. Die Regierung hat Dutzende regimekritischer Web-Sites gesperrt, so dass sie von Kuba aus nicht erreichbar sind. Der E-Mail-Datenverkehr wird überwacht. Internetcafés mit vollwertigem, aber relativ langsamen Internetzugang sind nur in Touristenhotels und einigen Niederlassungen der staatlichen Telefongesellschaft ETECSA vorhanden. Diese sind meist auch für Kubaner zugänglich, jedoch muss der Zugang dort ebenfalls in Pesos Convertibles bezahlt werden, sodass dies nur für sehr wenige Kubaner eine Alternative darstellt.
Die Ausstattung aller Schulen mit Computern und die Internet-Nutzung in vielen kubanischen Betrieben führen seit dem Jahr 2000 zu einem stetig ansteigenden internationalen Kommunikationsverkehr besonders über E-Mail. Dennoch haben in Kuba nur 1,7 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Internet, was die mit niedrigste Rate in ganz Lateinamerika ist. Es kommen 4,5 Computer auf 100 Einwohner, die allermeisten davon stehen jedoch in staatlichen Einrichtungen.
Kuba brachte im Februar 2007 die Betaversion der eigenen Suchmaschine 2x3 heraus. Abrufbar sind 150.000 offizielle Seiten, von der staatlichen Presse bis hin zu Fidel Castros Reden.
Die neue Regierung unter Raúl Castro hat angekündigt, dass trotz der inzwischen erfolgten Aufhebung des Verbots zum Kauf von Computern für Privatpersonen die Beschränkungen des Internetzugangs nicht so schnell beseitigt werden. Gründe seien vor allem die beschränkten technischen und ökonomischen Kapazitäten. Die meisten Haushalte hätten ja noch nicht einmal einen Telefonanschluss. Auch das US-Embargo gegen Kuba sei Mitschuld an der schlechten Internetversorgung im Land.
Es wird derzeit eine unterseeische Glasfaserkabelverbindung zwischen Venezuela und Kuba gelegt, mit deren Fertigstellung 2010 zu rechnen ist. Es würde eine Kapazität von 160 Gigabit je Sekunde bieten und damit ein Vielfaches der Bandbreite der Satellitenkanäle mit der Kuba derzeit noch an das weltweite Datennetz angeschlossen ist. Im April 2009 wurden seitens der USA ebenfalls Restriktionen des Embargos aufgehoben, durch welche es US-Telekommunikationsfirmen verboten war, Geschäfte mit Kuba zu machen bzw. Kuba an das weltweite Glasfasernetz anzuschließen.
(Wiki)
AZ


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#18

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:51
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Ich kann über euch naive Gutmenschen und euer Vertrauen in diesen Staat nur den Kopf schütteln und ob eures moralischen Aufschreis hier bei Stasi Themen nur lachen.
Jetzt schießt euch auf mich ein, aber das mußte raus...



Aufschrei? Habe den Pieps gar nicht gehört... Na und, Feliks? Aber Angst hast du ....vor diesem Staat....doch nicht, oder?
AZ


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#19

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:58
von Huf (gelöscht)
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Danke, Augenzeuge, für Deine ausführlichen Infos.

Das ist schon interessant mit Kuba!

Hallo Feliks D., wir sind keine Gutmenschen, sondern wir sind Menschen in unserem geliebten wiedervereinigten Vaterland, wie Du und ich. Für uns alle gilt seit dem 03.10.1990 unser GG!
Was glaubst Du wohl, wie es mir aufstößt, wenn alle meine Aktivitäten am PC, hier im Forum, am Handy, in meiner Praxis oder sonstwo in Berlin oder Kleinkleckersdorf irgendwo registriert oder gespeichert werden? Glaubst Du, ich finde es gut?
Du polarisierst zu oft, ich vermisse häufig Deine Signale zur Zustimmung zur Einheit unseres Vaterlandes!

Gruß! Huf


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#20

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 11.03.2010 20:59
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von ek40

Da die Kommunisten es nicht mal schafften und wollten,dass der gemeine DDR-Bürger einen Telefonanschluß bekommt,hätte unsere Generation das Internet wahrscheinlich nie kennengelernt.


sicherlich gab es damals 18. millionen kommunisten in der ddr... respekt, respekt@ek 40


Nö @Gilbert gab es nicht,......weißte doch selber....
Hast wohl schon zu viel beim 911er Radio gekübelt? ( War Spass)
Nee Herr Wolzow,diese kleine Clique von Kommunisten (wieviel wart ihr denn nun,mußt es doch wissen?)hat den Rest der Bevölkerung gegängelt und bevormundet.
Aber das müssen wir hier nicht wieder neu anrühren.


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