#81

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 13.01.2014 21:46
von studfri | 762 Beiträge

Das hier steht in dem wiki-artikel über den IMSI-Catcher:

"In Großstädten dürfte es nur sehr schwer möglich sein, die IMSI und IMEI eines Mobiltelefonnutzers anhand nur eines Standortes in kurzer Zeit zu ermitteln. Wenn das Mobiltelefon also nur an einem bestimmten Ort eingesetzt wird (z. B. ein Haus mit vielen Parteien) und die Position nicht verändert wird, geht das gesuchte Mobiltelefon in der Menge der anderen unter und ist schwerer zu identifizieren. Darüber hinaus müsste das simulierte Signal des IMSI-Catchers über längere Zeit wesentlich stärker sein, als die Funknetzversorgung des Netzbetreibers. Dies würde zu einer schnellen Enttarnung des IMSI-Catchers führen."

Ich hatte also Recht mit meiner Vermutung, dass das so einfach wohl nicht gewesen wäre. Dann käme hinzu: In Berlin wären nicht nur einzele sondern wahrscheinlich hunderte solcher USB-Sticks aus Ostseite und hundertausende auf der Westseite in Betrieb gewesen. Da die Dinger in China hergestellt werden (z.B. bei Huawei) könte ich mir vorstellen, dass sich da auch schwarze Importmöglichkeiten in der DDR entwickelt hätten.



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#82

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 13.01.2014 21:59
von 94 | 10.792 Beiträge

Gut, machen wir mit dem Catcher weiter. Die Angaben im wiki beziehen sich auf illegal betriebene, sozusagend Piraten-Anlagen zur Standortermittlung. Und es wäre auch nicht um die Ermittlung des Standortes gegangen, also nicht vordergründig. Die augebaute Staatsgrenze bot übrigens eine bereits perfekt ausgebaute Infrastruktur für einen eisernen Funkvorhang.
Sozusagend jeder (oder auch nur zweite) B-Turm hätte eine Funkzelle gegeben und das Mob-Device hätte sich dort auch eingelogt. Nur ein Roaming hätte es nicht gegeben. Und bis zu einen (oder wenns dumm gelaufen wäre auch ein paar) Kilometer rein nach der selbstständigen politischen Einheit hätte der freie Westberliner ebensfalls arge Probleme mit einem drathlosen Zugang ins Netz gehabt.
Vermutlich hätte es arges politisches Gerangel deswegen gegeben, immerhin hätten ja in entsprechenden Fällen nichtmal mehr Notrufe übers GSM abgesetzt werden können.

P.S. Hier mal die Hausaufgaben, Du 'Student' ...
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/0406221.htm


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 13.01.2014 22:03 | nach oben springen

#83

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 13.01.2014 22:06
von studfri | 762 Beiträge

Aber ich glaube schon jetzt vermuten zu dürfen: Da wäre ein neuer Kriegsschauplatz entstanden von bis dahin nicht gekannten Dimensionen in jeder Hinsicht.

Was die dazuu benötigte Technik angeht: Unterlag nicht die DDR ganz restriktiven Embargos was die Einfuhr von Computertechnologie betraf? Wäre man dan nicht uni sono an seine Grenzen des Machbaren gestossen, wenn man sich da www-mässig völlig abschotten wollte?



zuletzt bearbeitet 13.01.2014 22:07 | nach oben springen

#84

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 13.01.2014 22:11
von SET800 | 3.102 Beiträge

Und im 6GHz-Bereich Richtfunk, in Berlin kein Hexenwwerk, 6GHz sind so gut bündelbar, Schüssel oder Yagi, daß in die dirkte Sichtlinie ortsbesimmende Suchtechnik eingebracht werden muss. Und auch dort nur die Tatsache der Verbindung festellbar ist.

Alternativ mit Yagi im Fernsehbreich, Vorteil großer überdeckender Störpegel "überall", räumlich eng begrenzt nur auf der Richtfunkstrecke einige deziBell mehr Pegel für die Übertragung. Die große mögliche Kanalkapazität von 3MHz Bandbreite ermöglicht eine Codierung die als FM oder AM als Rauschen erscheint, für eine Funküberwachung damit nicht festellbar, für einen Panaromaempfänger zu wenig Leistung abseits der Richtfunkstrecke um neben dem Fernsehsignal als Quelle aufzufallen.....



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#85

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 13.01.2014 22:21
von 94 | 10.792 Beiträge

Zu dem Embargo, was glaubst'n was auf einem der ersten TTL-Baustein den ich als pubertierender Jugendlicher in der Hand hielt, stand? Der Leiter der AG Junge Elektroniker erklärte dann auf Nachfrage, das SN7400 eigentlich D100D zu bedeuten hätte *aha*
Achso, auf einem der 'Käfer' stand auch К155ЛА3 *grins*
Und schon klar @SET800, aber hier ging es wohl eher um die heute verbreitete P2MP für Jedermann und nicht um Kundschafterlich/spionliche genutzte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Und das Enthusiasten hier und da ihre Wege gefunden hätten ist auch klar. Aber ich bin nach wie vor der Meinung, die Anbindung ans Weltnetz hätte mit recht einfachen Mittel schon recht gut 'kontrolliert' (eigentlich mehr verhindert) werden können.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 13.01.2014 22:24 | nach oben springen

#86

RE: PC und Internet in der DDR-Spekulationen erwünscht

in Leben in der DDR 13.01.2014 22:22
von SET800 | 3.102 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #83
Unterlag nicht die DDR ganz restriktiven Embargos was die Einfuhr von Computertechnologie betraf? Wäre man dan nicht uni sono an seine Grenzen des Machbaren gestossen, wenn man sich da www-mässig völlig abschotten wollte?


Der potentielle Markt DDR, UdSSR, COMECON und auch China wäre da groß genug um alles selbst zu entwickeln, Aufholen früher als Propaganda oft gennant war in greifbarer Nähe.

Intel, Motorola, ARM, AMD, vier Produzenten, 1/4 des Weltmarktes kann also eine Entwicklung finanzieren!

Historisch, leider die NS-Zeit, die verordnete Geminschaftsentwicklung "Deutscher Einheitsfernsehempfänger" brachte eine äusserst preisgünstigen tenchinisch hervorragenden hochqualitativen Apaprat heraus. Besser als 5 Hersteller in Konkurenz es hinbekommen hätten.

Vielleicht hätte es dann auch ähnlich des PT-DOS eine anwendungskomapatible Umgebung gegeben mit Hintertürchen NICHT für die NSA sondern KGB und Guck&Horch.



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