#1

Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 27.11.2008 00:14
von Francis | 168 Beiträge
Vielleicht ist ja hier der eine oder andere Fussball Fan (Dynamo Dresden, Lok Leipzig, FC Magdeburg, RW Erfurt, CZ Jena, HFC Chemie, Union Berlin, etc!!!), der ein wenig über seine Erfahrungen bei Hein- und Auswärtsspielen von seinem Verein erzählen möchte? Weil ich möchte einfach mehr darüber erfahren wie es damals im Osten so war....

zuletzt bearbeitet 27.11.2008 00:16 | nach oben springen

#2

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 27.11.2008 19:46
von manudave (gelöscht)
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Erstaunlicherweise gab es in der DDR viele Fans von BRD-Bundesligisten. Ich hab da einige FC Köln Fans gekannt.
Zum Fussball bin ich als kleiner Mann nur mitgegangen (Weida, Gera, Jena) weil es das Bockwürstchen gab.


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#3

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 27.11.2008 20:53
von altgrenzer (gelöscht)
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#4

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 28.01.2009 01:12
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Francis,
In der DDR gab es bevorzugte Mannschaften, an 1. Stelle den BFC Dynamo, oder Dynamo Dresden . Alles was Dynamo war gehörte zur Stasi und Volkspolizei. Gute Spieler wurden da hin delegiert wie es so schön hieß. Der oberste Stasimann Erich Mielke war Ehrenmitglied beim BFC Dynamo das sagt doch einiges warum der BFC Dynamo so oft DDR Rekordmeister war. Viele Schiedsrichter Entscheidungen vielen zugunsten Dynamo aus. Natürlich war es der Stasi besonders unangenehm wenn gerade Spieler vom BFC Dynamo geflüchtet waren. Der Fall Lutz Eigendorf ist da ein Beispiel. Mir sind auch noch Falko Götz, Norbert Nachtweih, Jürgen Pahl Dirk Schlegel, als Fußballflüchtlinge bekannt. Andere Spieler wie Weber,Kotte, Müller von Dynamo Dresden wurden verraten bevor sie sich absetzen konnten und verhaftet! Es war nicht verwunderlich das gerade Spieler von den Dynamo Mannschaften nach der Wende schnell einen Westverein fanden. Doll,Rothe,Thom,Ernst,Herzog, Sammer,oder Kirsten z,B. Verdient haben die Fußballer in der DDR jedenfalls auch nicht schlecht. Große DDR Erfolge waren unter anderen der Olympiasieg oder der Europapokalsieg vom 1.FC Magdeburg. Finale Pokalsieger 1.FC Lok Leipzig-Ajax welches Lok mit 1:0 verlor. Der FC Carl-Zeiss Jena brachte es auch einmal in ein Finale,ich glaube gegen Tiflis im UEFA Cup.
Natürlich gehört der 1:0 Sieg 1974 gegen die BRD mit zu den großen Erfolgen im DDR Fußball. Es kam auch vor das eine gesamte Mannschaft plötzlich umbenannt wurde oder und in einer anderen Stadt spielen musste. Z.B. wurde aus Vorwärts Berlin Vorwärts Frankfurt /Oder. An Anlehnung an die UDSSR gab man den Vereinen Namen wie Aktivist,Traktor,Motor,Turbine,Aufbau,Empor,Vorwärts, Rote Fahne,oder Chemie und Dynamo.
Das nächste mal mehr oder gibt es spezielle Fragen? Gruß Peter (Turtle)


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#5

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 28.01.2009 10:02
von Rainman2 | 5.764 Beiträge
Hallo Francis & Peter (Turtle),

den bevorzugten Mannschaften setze ich gleich mal die recht interessante Struktur der Underdogs entgegen. Aus der Bevorzugung solcher Mannschaften, wie dem BFC Dynamo, ergab sich nahezu für alle anderen Mannschaften immer so etwas, wie ein Underdog-Status. Nehmen wir meine Heimatstadt. In Leipzig war in den 70-er/80-er Jahren der FC Lok Leipzig klar die bevorzugte Mannschaft. Alle guten Spieler der Umgebung wurden dorthin delegiert. Somit war Chemie Leipzig zum klaren Underdog in Leipzig geworden. Zu Lok ging man, wenn man eine Heimmannschaft siegen sehen wollte, zu Chemie ging man, wenn man ein Herz für Fußball hatte. Unter solchen und ähnlichen Argumenten prügelten sich bisweilen die Fans. Das war mir nix. Nach meiner relativ kurzen Fan-Phase für Chemie, an denen mein Herz aber immer noch etwas hängen blieb, zog es mich stärker zu Lok hin. Und das ging auch in Ordnung. Aus Sicht der Oberliga waren sie eigentlich auch wieder ein Underdog, gemessen an dem, was für die "Dynamos" getan wurde.

Eines der Schlüsselspiele für meinen Fan-Wechsel war das Heimspiel gegen Ipswich Town im UEFA Pokal 1974. Lok hatte zuvor in der Vorrunde die Wolverhampton Wanderers und im Achtelfinale Fortuna Düsseldorf rausgeschmissen. Das erste Viertelfinalspiel in Ipswich verloren sie knapp mit 1:0. Am 20. März 1974 war es soweit. Im Leipziger Zentralstadion versammelten sich nach vorsichtigen Schätzungen mehr als 100.000 Menschen (Schätzungen gingen bis 118.000) und alle spürten, da geht was! Die reguläre Spielzeit endete 1:0, es kam zum Elfmeterschießen. Und meine Mutter schickte mich (den 13-jährigen) ins Bett!!! Im allgemeinen liebe ich meine Mutter, aber ich gestehe, das war so einer der Momente ... Somit sah ich das Elfmeterschießen zwar nicht, aber die Torschreie vom Zentralstadion waren bis zur Thomasiusstraße 21 (knapp 1,5 km) zu hören. Am Ende hielt es mich nicht mehr im Bett. So erfuhr ich, dass das Elfemeterschießen 4:3 für Lok ausgegangen war. Meine Mutter zeigte etwas Bedauern über ihre Entscheidung und stante pede beschloss ich, sie noch tiefer reinzureißen. Ich erklärte mich kurzerhand zum Lok-Fan. Es beeidruckte sie nicht sonderlich, aber ich kam immerhin zu einer Entscheidung. Lok schied dann im Halbfinale gegen Tottenham Hotspur aus. Der Fußballbegeisterung in Leipzig tat das aber kaum einen Abbruch, zumal im gleichen Jahr noch eine Fußball-WM in der BRD stattfand ...

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 28.01.2009 10:06 | nach oben springen

#6

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 28.01.2009 11:27
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Fußballfreunde, Es stimmt Chemie wurde gegenüber Lok benachteiligt.Chemie war für die Fans etwa so wie in meiner neuen Heimat der FC ST.Pauli.
Juli 63: Erneut wird der Fußball in Leipzig umorganisiert - aus dem SC Lok und SC Rotation werden SC Leipzig und Chemie Leipzig.Die angeblichen Besten kamen zum SC Leipzig und der Rest zu Chemie.Und was geschah? Die Underdogs wurden DDR Meister1964.1966 wurde dann aus SC Leipzig der 1.FC Lok.Hallo Rainman ich war damals gegen Ipswich Town im Stadion,den Entscheidenten Elfer schoss Lutz Moldt.Den AC Turin hast Du vergessen,der wurde da von Lok auch rausgeworfen!
Hallo Francis natürlich gab es auch große Rivalitäten mit Unruhen.Speziell in Leipzig zwischen Anhängern von Lok und Chemie. In Berlin zwischen Union und dem BFC. Überhaupt der BFC war die unbeliebteste Mannschaft auf Grund der Stasi Nähe und der ständigen Bevorzugung oder Spielmanipulation zugunsten des BFC Dynamo. Die Ausschreitungen sind aber mit den heutigen nicht zu vergleichen.Die Vopo war immer dabei,und der Respekt gegenüber der Obrigkeit war größer.Die DDR Fußballschule war sehr gut,die meisten hätten locker in der Bundesliga spielen können.Die Wende hat das bewiesen viele DDR Spieler wurden heiß umworben und haben sich in der Bundesliga durchgesetzt und wurden Nationalspieler. Ich erinnere nur an Sammer,Doll,Thom,Kirsten,Marschall,Hobsch,Freund,Schneider,Scholz,z.B. Man darf auch nicht vergessen dass sich die DDR Mannschaften nicht mit Spielern aus dem Ausland verstärken konnten.
Die Internationalen Erfolge sind da um so höher einzuschätzen.Ballack kommt übrigens aus Sachsen!Nur schade das sich in der DDR die Politik auch im Fußball einmichte,sonst hätte es mehr Talente und Erfolge gegeben. Grüße Peter (Turtle)


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#7

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 29.01.2009 19:27
von manudave (gelöscht)
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Erst nach der Wiedervereinigung bin ich mal ins Leipziger Zentralstadion gekommen - damals verlor Eintracht Frankfurt (mein deutscher Lieblingsverein) sensationell 0-1. War das eine Sch...
Naja Schwamm drüber, im Jahr 2006 konnte ich dann das Neue Stadion bewundern - ich hatte Karten für Spanien - Ukraine. Warum man allerdings die teuersten Plätze auf der Haupttribüne der brutalen Mittagssonne aussetzt, verstehe ich heute noch nicht. 100 Euro für die Karten und wahrscheinlich genauso viel für Getränke.


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#8

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 29.01.2009 22:52
von Francis | 168 Beiträge

Ulf Kirsten, Andreas Thom, Falko Götz, Dirk Schlegel & CO. sind mir als Leverkusener natürlich ein Bergriff.... Was mich persönlich am allermeisten interessieren würde am DDR Fussball sind Geschichten aus Fan/Hooligan Sicht von damals.... Über das sportliche habe ich schon einige Bücher hier und gelesen in den letzten Jahren... Erzählt doch einfach mal etwas von euren Spielbesuchen.... Aber was ihr bisher berichtet habt, gefällt mir natürlich auch... Bin im Prinzip immer an allen Infos interessiert....

Spanien vs Ukraine kannste nicht wirklich als Ostfussball bezeichnen, ne? War ja WM 2006...


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#9

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2009 09:39
von manudave (gelöscht)
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Ich meinte damit ja auch das Stadion - alt und neu...


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#10

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2009 10:42
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Francis,Ich habe keine Ahnung was Du hören möchtest.Ich bin als Fan zu den Heimspielen von Lok gegangen, habe mich je nach dem gefreut oder geärgert. Wenn es Spitzenspiele waren auch mit dem Bus oder mit der Bahn zu den Auswärtsspielen.
Bis auf kleine Reibereien mit den Fans der anderen Mannschaft oder der Volkspolizei gibt es von meiner Seite nichts weiter Interessantes zu berichten. Ausschreitungen in der Form wie sie seit der Wende sind gab es nicht. Und zu den Internationalen Spielen ins westliche Ausland dufte ich sowieso nicht. Diese Karten wurden an ausgesuchte Leute sozusagen an Alibifans verteilt!
Ich denke Du interessierst Dich mehr welche Erfahrungen diese Fans als DDR Bürger im Ausland hatten. Da muss ich leider passen! Ich möchte noch hinzufügen ich bin 1968 aus der DDR geflüchtet ,über was ich hier schreibe betrifft die Zeit bis dahin!
Grüße Peter (Turtle)


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#11

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2009 13:30
von Francis | 168 Beiträge
Im alten Zentralstadion war ich 3x (je 1x gegen Darmstadt 98, Bayer 04 Leverkusen und Wuppertaler SV). Im neuen Zentralstadion leider noch nicht... Im Bruno Plache Stadion war ich übrigens auch mal. 2000/01 gegen Zwickau....

Hmm wie alt warst du 1968? Kannst dich noch an die Fanblöcke erinnern wie es damals in den 60ern war? Wie teuer die Karten gewesen sind? Ob es Gästefans gab? Sind Lok Fans auswärts gefahren?

Ich hatte kurz nach der Wende einen Briefkumpel in L-Grünau. Der war Lok Fan, gleicher Jahrgang wie ich (1972)... Leider haben wir uns damals nicht über die DDR Oberliga unterhalten.... Denn er ist auch in den 80er Jahren zu Lok gegangen....

zuletzt bearbeitet 30.01.2009 13:30 | nach oben springen

#12

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2009 16:17
von turtle | 6.961 Beiträge
Hallo Francis,1968 war ich 22 Jahre.An die Fanblöcke kann ich mich nicht mehr erinnern.Klar gab es Gästefans in eigenen Blöcken. Die Vopo war immer präsent und hat aufgepasst,auch beim Abmarsch hat sie die Heim und Auswärtsfans mit begleitet. Beim Besteigen der Straßenbahn wurden die eizelnen Gruppen möglichst auch getrennt! Eitritt habe ich glaube ich mich erinnern zu können 4,10 Mark der DDR bezahlt. Davon waren die 10 Pfennig für den Kulturfond.
Stehplätze waren noch billiger. Die Eintrittspreise in der DDR waren immer sehr günstig,egal für Kino,Theater,Museum,oder Sportveranstaltungen. Die Fahrpreise für die Straßenbahn waren 20 Pfennig. Gruß Peter

zuletzt bearbeitet 30.01.2009 16:26 | nach oben springen

#13

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 30.01.2009 17:44
von Rainman2 | 5.764 Beiträge
Hallo Francis,

Deine Frage nach den Fan-Szenen, Hooligans etc. kann ich auch nicht beantworten. Ich bestätige die Darstellungen von Peter (Turtle), dass es immer recht friedlich zuging. In der Schule gab es schonmal Reibereien, wenn sich kurzzeitig die Gruppen in der Klasse auch um den Fußball gruppierten. Meist lief das so ab, dass einer von den Jungs durch den Vater, den Bruder, den Onkel mit zu einem Fußballspiel genommen war und nun sein Fan-Dasein öffentlich feiern musste. In Abhängigkeit von seiner Körperkraft und seinen Vasallen wurde nun der Gesinnungstest durchgeführt, wer zu welcher Mannschaft wie stand - in Leipzig halt Chemie oder Lok. Fand sich kein anderer mit ähnlichen Stärken, dann war das nach ein paar Rangeleien abgetan. In unserer Klasse (muss so die 4. Klasse gewesen sein) war das zumindest so und ich war Gottseidank durch Dr. Bernd Bauchspieß' Behandlung schon Chemie-Fan, also musste ich noch nichtmal als Speichellecker auftreten. Immerhin nahm uns der Vater des "Starken" dann immer mal wieder zu Chemie-Heim-Spielen mit. Eines Tages standen wir im Fanblock hinter dem Tor bei einem Spiel gegen Sachsenring Zwickau. In der zweiten Halbzeit stand dann Jürgen Croy unmittelbar vor uns. Ich besah mir seinen Torwartdress und dichtete schnell mal drauflos: "Schwarz-Weiß-Blau - ist Croy, die alte Sau!" Im ersten Moment fand ich, das könnte mir Beifall bei meinen Fan-Kollegen einbringen. Ich teilte den Reim meinen Klassenkameraden mit, welche ihn sogleich begeistert losschmetterten. Croy drehte sich einmal kurz verärgert um und machte eine Bemerkung, die ich nicht verstand. Aber in diesem Moment ging mir die Schattenseite des Fan-Daseins auf. Man konnte nicht nur für jemanden, sondern musste immer auch gegen jemanden sein. Und Jürgen Croy war doch mein Held als Nationaltorhüter! Hätte ich damals schon den Begriff des Opportunisten gekannt, hätte ich mich auf hohem Niveau schämen können. Das war mir versagt und also ging es nach dem Spiel einfach nur mit hängenden Ohren nach Hause. Ab da kühlte sich meine Bereitschaft, ein absoluter Fußballfan zu sein, auch etwas ab. Ich ging aber natürlich nach wie vor noch mit zu Chemie-Spielen, bis sich für die Clique andere Interessen fanden.

ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


erkoe hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.01.2009 17:54 | nach oben springen

#14

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 31.01.2009 12:29
von Francis | 168 Beiträge

Bin ja einer der jüngeren hier....

Mein erster Besuch bei einem Fussballspiel im Osten war 1991 das Spiel Sachsenring Zwickau vs Wismut Aue.... Ihr wißt schon, das Spiel welches abgebrochen worden ist.... Fand das zwar krass, aber auch interessant.... Danach war ich auch noch öfters bei Spielen im Osten... Wismut Aue vs. Sachsenring Zickau (mit den Zwickauern im Sonderzug) 92, Hansa Rostock vs. Lok Leipzig Karfreitag 93 oder 94, einige male mit Bayer 04 bei Dynamo Dresden und Hansa Rostock, 2000 bei HFC Chemie vs. Sachsenring Zwickau (versuchter Blocksturm von ganzen 3 Hallunken, die dann doch recht derbe des Blocks verwiesen wurden von den ca. 200 Westsachsen und mega Randale nach dem Spiel), Plauen vs. Zwickau 2002, Dynamo Dresden vs. Magdeburg 2000/2001 (nach dem Spiel warteten die üblichen 1-2.000 Dresdner auf die Magdeburger), mehrmals bei Magdeburg Heimpsielen (u.a. gegen BFC Dynamo Aufstiegsspiel, Zwickau, ... leider bisher nie gegen den HFC), Lok Leipzig vs Zwickau 2000/2001 (nach dem Spiel warteten ein paar Hundert Lokisten auf die etwa 200 Westsachsen. Um das Denkmal krachte und schepperte es...), mit Bayer 04 etliche male bei Energie Cottbus, auch in der Wuhlheide bei einem Union Heimspiel und beim BFC Dynamo war ich (Gegner aber vergessen....), HFC Chemie vs. Magdeburg 93/94(?) (beide hatten schon die Quali für die neue 3.Liga verpasst und so waren nur enttäuschende 600 Zuschauer im Kurt-Wabbel-Stadion, davon auch noch 250 Magdeburger), CZ Jena vs. Bayer 05 Uerdingen (sinnloser Gegner aber ich war halt auf Tour), RW Erfurt vs. Chemie Leipzig 92/93 (Steigerwaldstadion noch ohne Haupttribüne, da diese grad abgerissen wurde, 300 Sachsen und versuchter Blocksturm von etwa 80-100 Erfurtern übelster Sorte....),.... Ich sollte mal wieder zu einigen Spielen fahren....

Ich hatte ja mal eine Freundin in Schwerin und der Freund von deren Mutter war zu DDR Zeiten mit Hansa Rostock unterwegs... Er hat mir so einige nette Geschichten von den Auswärtsspielen mit Hansa erzählt (vor allem in Sachsen wars immer ein heißer Tanz für die Rostocker)....


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#15

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 03.08.2009 10:26
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hallo,
wer hat denn gestern Abend 02.08.09 bei Phönix den Beitrag über den ehem. BFC Dynamo- Spieler Lutz Eigendorf gesehen?

War zwar eine Produktion aus 2000, als bestimmt schon einmal im Fernseh gelaufen, hab`s selbst aber zum ersten mal gesehen. War hochinteressant und erschütternd

Kann man sich kaum noch vorstellen, was da gelaufen ist...

Auch die Vorstellung, das (so hab ichs zumindest) aufgefaßt, niemand der Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurde...

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#16

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 03.08.2009 12:30
von feldwebel88 | 279 Beiträge

bin anfang der 80ziger jahre auch ziehmlich oft zu lok leipzig gefahren (82-85 heim und auswärtsspiele)
nach der armee zeit dann nicht mehr.
kann mich noch erinnern an das spiel lok leipzig- werder bremen 1983,lok kam weiter.
da die karten so schnell ausverkauft waren,musste ich mir was einfallen lassen.
vorher hatte lok gegen bordaux gespielt(gewonnen).auf der eintrittskarte die ich noch hatte gegen bordaux waren 2 orange striche,malte mir in der schule denn dritten orangenen strich drauf(so sahen die karten gegen bremen aus)und bin bei dem gedränge reingekommen.viele sind über die garten anlage hinter dem stadion gemacht und waren dann auch drin im stadion ,die ordner konnten nichts machen.
hier mal ein link von einer reportage vor dem spiel

auch gibt es noch ein buch über die fanszene von lok leipzig,,von athen bis althen``
handelt über die fans von denn 70iger jahren bis heute.

jetzt mal noch eine frage an die offiziere hier.
als ich 1985 in die gk kam ,fragte mich ein ufw nach dem wir uns vorgestellt hatten

auch und du bist der ,der einem illegalen fussballfanclub angehört?

hab die akte später mal gelesen,war das ne stasi akte oder die ganz normale personalakte die ja jeder kc hatte.

mfg heiko


zuletzt bearbeitet 18.08.2009 18:02 | nach oben springen

#17

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 05.08.2009 19:44
von feldwebel88 | 279 Beiträge

und ich sahs im fernsehraum der kompanie und fieberte mit,mit meiner mannschaft


mfg heiko


zuletzt bearbeitet 18.08.2009 18:02 | nach oben springen

#18

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 18.08.2009 17:19
von TOMMI | 1.992 Beiträge

Also damals schon, wie auch am heutigen Tag noch, gehört mein Fußballherz dem RWE.
Herauszuheben waren immer die Spiele gegen den Erzrivalen aus Jena und gegen den
"FC Mielke". (BFC)
Was man da an Schiebung über sich ergehen lassen musste, spottet jeglicher Beschreibung.
Es wäre mal interessant, zu erfahren, in welcher Weise damals die Schiedsrichter beeinflusst
wurden. Dass es geschah, davon bin ich und bestimmt auch viele andere überzeugt.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


der sturmbahn könig hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 18.08.2009 17:42
von karl143 (gelöscht)
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Hallo Tommi,
ich habe mal eine Frage zu den sogenannten "Mielke Clubs" wie Dynamo usw. Wurde auf gute Spieler Druck ausgeübt, dort zu spielen, oder wurde das einfach bestimmt. Gab es auch Spieler die das ablehnten? Hatten die Spieler damals eine freie Wahl für welchen Verein sie spielten? Das ist bei mir alles ziemlich unbekannt. Da fällt mir ein, Thomas Doll hat doch so meine ich auch bei irgendeinem Dynamo Club gespielt. Kläre uns mal auf. Danke.


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#20

RE: Fussball in der DDR

in Leben in der DDR 18.08.2009 17:59
von bruno | 598 Beiträge

hallo karl!

die spieler wurden "delegiert",
so wurde ein thomas doll von
hansa rostock zum bfc dynamo delegiert.
aber der ehrlichkeithalber muss man sagen,
das der bfc auch eine gute nachwuchsarbeit
geleistet hatte.


nichts auf der welt ist so gerecht verteilt wie der verstand.
denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
rené descartes
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