#41

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 13:06
von 94 | 10.792 Beiträge

_Rainer-Maria-Rohloff_> Ich nenne ein Datum und sage....passiert auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszone am 28. Juli 1948? Und es war leider kein kleines Ünglück.

_wosch_> BASF Ludwigshafen, Kesselwagenexplosion über 200 Tote und über 3000 Verletzte!!


Und ich dachte schon, da wurde die D-Mark eingeführt.






 


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 09.03.2010 13:21 | nach oben springen

#42

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 13:46
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von 94
_Rainer-Maria-Rohloff_> Ich nenne ein Datum und sage....passiert auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszone am 28. Juli 1948? Und es war leider kein kleines Ünglück.

_wosch_> BASF Ludwigshafen, Kesselwagenexplosion über 200 Tote und über 3000 Verletzte!!


Und ich dachte schon, da wurde die D-Mark eingeführt.


D- Mark war ja (damals, wo die Gier noch gebändigter, gezügelter war, alle von Krieg und Elend gezeichnet waren, die Schnauze voll hatten) noch ne gute Sache. War ja dann nicht umsonst die stärkste und gefragteste Währung auf dem Erdball mit, sogar die guten Freunde im Kremel frohlockten, wenn sie D- Mark sahen!

€uro = T€uro, das war viel Schlimmer! Und was jetzt in Punkto Griechenland passiert, läßt einen schon wieder schlimmes ahnen, an der Zapfsäule merken wir es ja schon...

R-M-R, bitte eine Schelle, jetzt für mich! Ich weiche jetzt auch vom Thread ab...

Aber nichts für ungut, schreibender Sachsenonkel. Schön das Du mit Kritik so sachlich umgehen kannst!

josy95


 


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#43

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 13:54
von Sonny (gelöscht)
avatar

Zitat von wosch

Zitat
und dazu eine kleine Denksportaufgabe. Ich nenne ein Datum und sage....passiert auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszone am 28. Juli 1948?
Und es war leider kein kleines Ünglück.



BASF Ludwigshafen, Kesselwagenexplosion über 200 Tote und über 3000 Verletzte!!
War doch ´ne leichte Denksportaufgabe zu Zeiten des Internetzes




Und auch schon durch die Propaganda des Kalten Krieges geprägt: Angeblich war der Kesselwagen in Bitterfeld (SBZ) befüllt worden, es wurde Sabotage vermutet. Das ist aber alles ziemlich unklar.


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#44

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 13:57
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff

(Auszug Zitat R-M-R)

Ich nenne ein Datum und sage....passiert auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszone am 28. Juli 1948?
Und es war leider kein kleines Ünglück. Werde mich bis heute Nachmittag nochmal ausklinken, also bis dann.

R-M-R




Ja, es ist genug passiert und hat leider viele unschuldige Opfer gekostet. Wie ich aber schon mal anmerkte, schnell war da auch der Verdacht der Sabotage durch den Gegner, Klassenfeind. In der ehem. DDR war man da auch vermutllich etwas schneller mit Verdächtigungen in diese Richtung. Wird auch in Einzelfällen zugetroffen haben, nicht auszuschließen gewesen sein.
Hat man ja auch in den 50-er und teils noch in den 60-ern auch gern unter fadenscheinigen Anschuldigungen, miesen Denunzationen mißbraucht, u. a. auch zur Führung von Schauprozessen nach nazistischem und stalinistischen Vorbild.


Jetzt eine ganz sachliche Feststellung mit dem dringenden Wunsch, der dringenden Bitte an alle nach absoluter Sachlichkeit!

Eigentlich eine ureigenste Aufgabe eines Geheimdienstes, Sabotageakte gegen Wirtschaft, Verkehrswege, gesellschaftliche Einrichtungen ect. abzuwehren.

Was sagen unsere Experten MfS dazu? Was könnt ihr berichten, was habt ihr erlebt?

josy95


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zuletzt bearbeitet 09.03.2010 14:33 | nach oben springen

#45

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 16:41
von karl143 (gelöscht)
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Ich glaube, es wird wohl keiner ein Unglück auch in der Bundesrepublik ausschließen können. Das kann immer mal passieren. Dann erfährt es aber auch die Bevölkerung. Rainer-Maria, du kannst die Unglücke im Westen ruhig offen ansprechen. Der Bevölkerung sind sie ja bekannt. Hier konnte man darüber lesen, es war ja nicht so, wie bei dir.


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#46

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 16:55
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Richtig Karl,Katastrophen gabs auch im Westen,aber hier gehts um die in der DDR .Steht doch gross in der Überschrift.Was ist da so schwer dran (Rainer)?



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#47

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 17:06
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von josy95


In den frühen Morgenstunden des 27.06.1977 stieß der vollbesetzter Urlauberschnellzug D 1918 Zwickau- Stralsund frontal mit einem Güterzug Nahe der Ortschaft Lebus zusamm. Schreckliche Bilanz: 28 Tote (darunter 3 x Lokpersonal) und viele zum Teil Schwerverletzte. Glück im Unglück: Der im ersten Wagen hinter der Lokomotive reservierte Kinderfeienlagertransport fiel aus! Offizielle Ursache: Falsche Weichenstellung und Fehlleitung des Schnellzuges auf ein falsches Streckengleis durch Menschlichs Versagen eines Weichenwärters im Bahnhof Boosen infolge der Einwirkung von Medikamenten. Tatsache: Medikamenten- und und Alkoholmißbrauch des Weichenwärters aber auch haarsträubende Eisenbahnsicherungstechnik im Bahnhof Boosen! Man muß wissen, das der Bahnhof Boosen durch die Kampfhandlungen in der Schlacht um Berlin und Seelower Höhen zum Ende des 2. Weltkrieges vollständig zerstört war. Nach Kriegsende wurden Gleisanlagen und Sicherungstechnik nur notdürftig wieder repariert. Dieser katastrophale Zustand, für die unmittelbare Nachkriegsverhältnisse vielleicht irgendwie normal, tragbar bestand noch 1977! Das hat man natürlich von offizieller Seite nicht zugegeben sondern sich propagandistisch total auf das menschliche Versagen eingeschossen! Dazu kam noch der Umstand, das der Beschuldigte das Urteil (5 Jahre Freiheitsstrafe) kompromißlos angenommen hat.






Hallo Josy
Das würde ja bedeuten, daß zwischen Weichenwärter und Fahrdienstleiter null Kommunikation stattfand.
Während meiner Berufsausbildung bei der Reichsbahn haben ich im Unterrichtsfach 'Eisenbahnkunde' gelernt, daß der Weichenwärter den Fahrweg durch entsprechende Weichenstellungen festlegt und der Fahrdienstleiter diesen per Sicherungseinrichtung bestätigen muß. Erst dann ist der Fahrweg freigegeben und der Weichenwärter kann das Signal zur Einfahrt in den Bahnhof öffnen. Ohne Bestätigung ist das nicht möglich.
Auch wenn die Sicherungstechnik nicht den Anforderungen entsprach, ist der eigentlich Verantwortliche auf dem Bahnhof der Fahrdienstleiter. Und dieser ist in dem oben beschriebenen Fall nicht bestraft worden?


VG ANTON



zuletzt bearbeitet 09.03.2010 17:32 | nach oben springen

#48

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 17:14
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von Zermatt
Richtig Karl,Katastrophen gabs auch im Westen,aber hier gehts um die in der DDR .Steht doch gross in der Überschrift.Was ist da so schwer dran (Rainer)?




@ Zermatt,
das war als Anwort auf RM Nachricht von 12:29 Uhr wo er unter anderem schrieb...

>Verbittert, nein, bin ich nicht, das wäre auch schlimm und schädlich für das Forum.
Aber ich sage so wie Sonny, wir beleuchten alle beide Seiten, das empfinde ich als fair und dazu eine kleine Denksportaufgabe. Ich nenne ein Datum und sage....passiert auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszone am 28. Juli 1948?<

Daher mein Kommentar. Außerdem wurde irgendwann heute morgen morgen die Überschrift geändert.. da blicke ich nicht durch


zuletzt bearbeitet 09.03.2010 17:15 | nach oben springen

#49

Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 17:31
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von josy95


Eigentlich eine ureigenste Aufgabe eines Geheimdienstes, Sabotageakte gegen Wirtschaft, Verkehrswege, gesellschaftliche Einrichtungen ect. abzuwehren.

Was sagen unsere Experten MfS dazu? Was könnt ihr berichten, was habt ihr erlebt?

josy95



Richtig Josey, deshalb hieß es auch schon in der Erklärung zum "Gesetz über die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit" die der damalige Innenminister Dr. Steinhof verlaß:

Die hauptsächlichsten Aufgaben dieses Ministeriums werden sein, die volkseigenen Betriebe und Werke, das Verkehrswesen und die volkseigenen Güter vor Anschlägen verbrecherischer Elemente sowie gegen alle Angriffe zu
schützen, einen entschiedenen Kampf gegen die Tätigkeit feindlicher Agenturen, Diversanten, Saboteure und Spione zu führen, unsere demokratische Entwicklung zu schützen und unserer demokratischen Friedenswirtschaft eine ungestörte Erfüllung der Wirtschaftspläne zu sichern. Zur Durchführung dieser Aufgaben bildet das Ministerium in den Ländern Verwaltungen für Staatssicherheit, die dem Ministerium unmittelbar unterstellt sein werden.


Vor der Bildung des MfS war sein Vorgänger als "Hauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft" noch dem Ministerium des Innern unterstellt. Im MfS war später die HA XVIII unter ihrem Leiter GL Kleine für diesen Bereich zuständig.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 09.03.2010 17:49 | nach oben springen

#50

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 19:21
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wollte nur mal abschließend ein paar Worte zu diesem Thema schreiben. Unglücke, Katastrophen, egal in welchem Land, ob Ost oder West damals waren immer schlimm, am schlimmsten für die betroffenen selber und ich bin sogar der Meinung, man sollte nicht Alles an die große Glocke hängen und in die Öffentlichkeit zerren.
Wichtig ist nur, das die Betroffenen, so Familienangehörige gut und umfassend informiert werden.
Das Atomunglück in der Ukraine ist ein andere Fall, hier war Information wichtig und diesen Fall meine ich auch nicht mit meiner Aussage.
Seien wir doch mal ehrlich. Ich sitze also Abends so vorm Fernseher und tausende Kilometer weg ist ein Erdbeben, ein Seebeben usw. Das alles kommt nicht an mich ran, ich fühle noch nicht mal nichts. Aber, sollte eines meiner Kinder dort sein, im Urlaub zum selben Zeitpunkt, dann sieht die ganze Sache schon völlig anders aus.
Ob nun in der DDR da auf "verzögerde Information" gemacht wurde, nur um erst einmal einen ganz genauen Überblick zu bekommen, das kann ich sogar verstehen. Man war nicht so profitgeil wie der Westen, so mit Auflage der Zeitungsblätter und Kohle machen, man ging ruhiger heran an diese Sachen, und das bewerte ich im Nachhinein sogar als vernünftig.
Wolfgang hatte mein Rätsel geknackt mit diesem Ludwigshafen und 94 die Sache mit der DM gebracht, ich musste so...obwohl es ein ernstes Thema ist, und hier einmal dazu noch ein paar Zeilen, die Ouelle füge ich unten an.

Das schwere Explosionsunglück in den Badischen Anilin- und Sodafabriken am 28. Juli 1948, bei dem 270 Tote und 3800( in Worten dreitausendachthundert) Schwerverletzte zu beklagen waren,lenkte die Aufmerksamkeit der Welt darauf, das bereits damals in Ludwigshafen unter französischer Verwaltung wieder hochexplosive Stoffe hergestellt wurde.

Quelle, das Buch IG Farben von Richard Sasuly,Verlag Volk und Welt GMBH Berlin, 1952, Seite 11.

Füge ich jetzt noch an: Ja, ja, die Rüstungsproduktion so kurz nach dem Kriege bei den Ablegern der IG Farben, die doch Adolfo seine Steigbügel gehalten und geputzt haben.
Ein Schelm, der schlechtes dabei dachte.

R-M-R


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#51

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 19:51
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Wollte nur mal abschließend ein paar Worte zu diesem Thema schreiben. Unglücke, Katastrophen, egal in welchem Land, ob Ost oder West damals waren immer schlimm, am schlimmsten für die betroffenen selber und ich bin sogar der Meinung, man sollte nicht Alles an die große Glocke hängen und in die Öffentlichkeit zerren.
Wichtig ist nur, das die Betroffenen, so Familienangehörige gut und umfassend informiert werden.
Das Atomunglück in der Ukraine ist ein andere Fall, hier war Information wichtig und diesen Fall meine ich auch nicht mit meiner Aussage.
Seien wir doch mal ehrlich. Ich sitze also Abends so vorm Fernseher und tausende Kilometer weg ist ein Erdbeben, ein Seebeben usw. Das alles kommt nicht an mich ran, ich fühle noch nicht mal nichts. Aber, sollte eines meiner Kinder dort sein, im Urlaub zum selben Zeitpunkt, dann sieht die ganze Sache schon völlig anders aus.
Ob nun in der DDR da auf "verzögerde Information" gemacht wurde, nur um erst einmal einen ganz genauen Überblick zu bekommen, das kann ich sogar verstehen. Man war nicht so profitgeil wie der Westen, so mit Auflage der Zeitungsblätter und Kohle machen, man ging ruhiger heran an diese Sachen, und das bewerte ich im Nachhinein sogar als vernünftig.
Wolfgang hatte mein Rätsel geknackt mit diesem Ludwigshafen und 94 die Sache mit der DM gebracht, ich musste so...obwohl es ein ernstes Thema ist, und hier einmal dazu noch ein paar Zeilen, die Ouelle füge ich unten an.

Das schwere Explosionsunglück in den Badischen Anilin- und Sodafabriken am 28. Juli 1948, bei dem 270 Tote und 3800( in Worten dreitausendachthundert) Schwerverletzte zu beklagen waren,lenkte die Aufmerksamkeit der Welt darauf, das bereits damals in Ludwigshafen unter französischer Verwaltung wieder hochexplosive Stoffe hergestellt wurde.

Quelle, das Buch IG Farben von Richard Sasuly,Verlag Volk und Welt GMBH Berlin, 1952, Seite 11.

Füge ich jetzt noch an: Ja, ja, die Rüstungsproduktion so kurz nach dem Kriege bei den Ablegern der IG Farben, die doch Adolfo seine Steigbügel gehalten und geputzt haben.
Ein Schelm, der schlechtes dabei dachte.

R-M-R




R-M-R, einerseits muß ich Dir völlig Recht geben was die Sensationshascherei der gleichnamigen Presse bei Unglücken und Katastrophen anbelangt. Manchmal einfach wiederlich, besonders dann, wenn simple Regeln des menschlichen Miteinanders sowohl beim Schutz der Opfer und ihrer Würde als auch die der vermeintlichen Verursacher nur der lieben Sensation willen mit Füßen getreten werden, haarsträubende Spekulationen bis hin zu Halb- und Unwahrheiten verbreitet werden an Statt sachlich und nüchtern zu berichten.

Anderseits sehe ich es jedoch so, das jeder Mensch ein uneingeschränktes Recht darauf hat, über Unfälle, Katastrophen und Naturgewalten objektiv und umfassend informiert zu werden. Sonst würden ja auch gewisse Mechanismen von Solidarität mit Opfern und Hinterbliebenen nicht funktionieren. Auch hat jeder das Recht, über (kriminelle) Machenschaften, Schlamperein ect., die Ursachen für Unfälle und Katastrophen sind, objektiv informiert zu werden. Beste, aktuellste Beispiel dieser Tage der Einsturz des Köllner Stadtarchivs im Zusammenhang mit Pfusch und hochkriminellen, mafiosen Machenschaftenn beim Kölner U- Bahnbau auf Steuerzahlers Kostern. Ja, und wenn nicht durch die Medien, durch wen denn dann??? Gut sag ich nur, sehr gut das es da die Medien gibt, auch wenn manch Journalist, manch Redakteur mal über`s Ziel hinausschießt. Sonst würde man uns alle für total blöd verkaufen, so wie es fast 40 Jahre in der DDR passiert ist, wo alle Medien von einer Partei, der SED kontrolliert, zensiert waren. Oder noch schlimmer: In der Nazizeit, wo die Verdummung breiter Massen durch die Medien auf Grund der noch in den Kinderschuhen steckenden Radio- und Fernsehmedien noch besser funktioniert hat. Diesen, durch total einseitige Information erzeugten Fanatismus und desen Ergebnis haben wir 1945 gesehen.

Ja, so manche Damen und Herren haben es Dank der modernen Medien heut extrem schwerer die Massen zu verdummen, ihre ekelhafte Doppelmoral, ihren einfach wiederlichen Charakter hinter dem Heiligenschein eines unfehlbaren Gurus zu verstecken...!


Unglücke und Katastrophen: Rammstein. Einfach extrem schrecklich. Wie die ersten Bilder über das Fernseh liefen, das werd ich auch nie vergessen!

josy95


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zuletzt bearbeitet 09.03.2010 19:55 | nach oben springen

#52

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 20:01
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Soweit O.K josy,aber bitte Kölner Stadtarchiv bitte nur mit einem L,dat tut sonst echt weh,als Kölner...



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#53

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 20:03
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Wollte nur mal abschließend ein paar Worte zu diesem Thema schreiben. Unglücke, Katastrophen, egal in welchem Land, ob Ost oder West damals waren immer schlimm, am schlimmsten für die betroffenen selber und ich bin sogar der Meinung, man sollte nicht Alles an die große Glocke hängen und in die Öffentlichkeit zerren.
Wichtig ist nur, das die Betroffenen, so Familienangehörige gut und umfassend informiert werden.
Das Atomunglück in der Ukraine ist ein andere Fall, hier war Information wichtig und diesen Fall meine ich auch nicht mit meiner Aussage.
Seien wir doch mal ehrlich. Ich sitze also Abends so vorm Fernseher und tausende Kilometer weg ist ein Erdbeben, ein Seebeben usw. Das alles kommt nicht an mich ran, ich fühle noch nicht mal nichts. Aber, sollte eines meiner Kinder dort sein, im Urlaub zum selben Zeitpunkt, dann sieht die ganze Sache schon völlig anders aus.
Ob nun in der DDR da auf "verzögerde Information" gemacht wurde, nur um erst einmal einen ganz genauen Überblick zu bekommen, das kann ich sogar verstehen. Man war nicht so profitgeil wie der Westen, so mit Auflage der Zeitungsblätter und Kohle machen, man ging ruhiger heran an diese Sachen, und das bewerte ich im Nachhinein sogar als vernünftig.
Wolfgang hatte mein Rätsel geknackt mit diesem Ludwigshafen und 94 die Sache mit der DM gebracht, ich musste so...obwohl es ein ernstes Thema ist, und hier einmal dazu noch ein paar Zeilen, die Ouelle füge ich unten an.

Das schwere Explosionsunglück in den Badischen Anilin- und Sodafabriken am 28. Juli 1948, bei dem 270 Tote und 3800( in Worten dreitausendachthundert) Schwerverletzte zu beklagen waren,lenkte die Aufmerksamkeit der Welt darauf, das bereits damals in Ludwigshafen unter französischer Verwaltung wieder hochexplosive Stoffe hergestellt wurde.

Quelle, das Buch IG Farben von Richard Sasuly,Verlag Volk und Welt GMBH Berlin, 1952, Seite 11.

Füge ich jetzt noch an: Ja, ja, die Rüstungsproduktion so kurz nach dem Kriege bei den Ablegern der IG Farben, die doch Adolfo seine Steigbügel gehalten und geputzt haben.
Ein Schelm, der schlechtes dabei dachte.

R-M-R





Hallo Rainer-Maria,

meine Firma befindet sich in Ludwigshafen unweit des Stadtteils Oppau, der damals bei der Explosion am stärksten betroffen war. Nach meinen Kenntnissen ist damals Dimethylether in dem Kesselwagen auf dem Gelände der BASF explodiert. Dieser Ether ist z. T. flüssig und kann auch aus Biogas gewonnen werden und wird verwendet als Lösemittel oder auch als Bio-Treibstoff. Einen Zusammenhang mit der Rüstungsproduktion sehe ich in diesem Fall nicht, zumal ganz Deutschland alliierter Besatzung unterstand.
Damals wie auch heute wird in der BASF mit expolisiven Stoffen hantiert, die zumeist zu Zwischenprodukten verarbeitet werden.


VG ANTON



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#54

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 20:04
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff

Das schwere Explosionsunglück in den Badischen Anilin- und Sodafabriken am 28. Juli 1948, bei dem 270 Tote und 3800( in Worten dreitausendachthundert) Schwerverletzte zu beklagen waren,lenkte die Aufmerksamkeit der Welt darauf, das bereits damals in Ludwigshafen unter französischer Verwaltung wieder hochexplosive Stoffe hergestellt wurde.

Quelle, das Buch IG Farben von Richard Sasuly,Verlag Volk und Welt GMBH Berlin, 1952, Seite 11.

Füge ich jetzt noch an: Ja, ja, die Rüstungsproduktion so kurz nach dem Kriege bei den Ablegern der IG Farben, die doch Adolfo seine Steigbügel gehalten und geputzt haben.
Ein Schelm, der schlechtes dabei dachte.

R-M-R



Laß doch mal die Propaganda aus den DDR Büchern weg. Onkel Wikipedia sagt zur Verwendung des Inhaltes: Hochreiner Dimethylether findet breite Anwendung als Treibgas z. B. in Haarspray und Lackspray. Technischer Dimethylether ist eine Alternative zu Flüssiggas mit ausgezeichneten Brenneigenschaften. Ein azeotropes Gemisch von Dimethylether und Ammoniak ergibt das Kältemittel R723.

Ein großer Anteil des produzierten Dimethylethers wird mit Schwefeltrioxid (SO3) zu Dimethylsulfat (C2H6O4S) umgesetzt, das als Basis für eine Reihe von chemischen Prozessen und Produkten benötigt wird. Bis in die 1980er Jahre war dies die Hauptverwendung von Dimethylether, 1998 wurden von den in Mitteleuropa produzierten 50.000 t etwa 15.000 t zu Dimethylsulfat umgesetzt.[6]
DME als Kraftstoff [Bearbeiten]

Aufgrund einer Cetanzahl von 55 bis 60 lässt sich Dimethylether im Dieselmotor als Ersatz für Dieselkraftstoff verwenden. Dabei sind nur leichte Modifikationen am Motor erforderlich, die hauptsächlich die Einspritzpumpe betreffen, sowie der Einbau eines Drucktanks, ähnlich wie bei Autogas. Dimethylether verbrennt im Dieselmotor sehr sauber ohne Rußbildung. Der Heizwert liegt bei 28,4 MJ/kg.

Gemäß der Biokraftstoffrichtlinie 2003-30-EG gilt Dimethylether als Biokraftstoff, sofern er „aus Biomasse hergestellt wird und für die Verwendung als Biokraftstoff bestimmt ist“ und soll langfristig Flüssiggas ablösen.[7] Im Rahmen des FP7-Projektes BioDME unter der Leitung der Volvo Group soll DME als Kraftstoff vor allem für den Transportsektor optimiert werden,[8] als Rohstoffbasis zur Herstellung des Synthesegases soll Schwarzlauge aus der Papier- und Zellstoffindustrie dienen.[9]

Übrigens kam der Stoff aus Bitterfeld. Als hat die SBZ die FBZ mit Grundstoffen zur Rüstungsproduktion versorgt ?? Oder wie kommst Du sonst auf Dein Fazit ?

Es gibt dazu einen guten Zeitungsartikel :

Explosionsunglück bei BASF


zuletzt bearbeitet 09.03.2010 20:12 | nach oben springen

#55

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 20:13
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Anton, ich muss da ganz ehrlich sagen: Ich bin kein Chemiker und auch kein Feuerwehrmann, aber bei der Anzahl der Toten und Schwerverletzten kann es nicht nur ein Kesselwagen gewesen sein? Ich stehe auch hier nicht für die Wahrheit, aber da muss mehr gewesen sein, so eventuell Grundsubstanzen zur Sprengstoffproduktion, so wie dieser Sasuly schreibt?

R-M-R


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#56

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 20:20
von Wolle76 (gelöscht)
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RMR les Di rmal den Link Durch. Da steht auch ein Unglück 27 Jahre vorher :

27 Jahre zuvor - am 21. September 1921 - waren bei einer Explosion im Stickstoffwerk der BASF in Ludwigshafen-Oppau sogar 561 Menschen getötet und etwa 2000 verletzt worden. Aus nie restlos geklärter Ursache war ein Stickstoffsilo explodiert. Die Detonation riss einen 19 Meter tiefen Krater mit einem Durchmesser von 100 Metern in den Boden.


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#57

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 20:21
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wolle, dieser Richard Sasuly ist Amerikaner. Also Titel der amerikanischen Gesamtausgabe: " IG Farben". Deutsch von Walter Czollek.
Also schon mal nichts mit Agitprop...oder wie das hieß, mein Freund.
Meinst du im Ernst, das eine Firma, die den zweiten Weltkrieg finanzierte und gut, sehr gut daran verdiente, also das ihre Ableger/ Nachkommen die reine Wahrheit und nichts als die reine Wahrheit erzählen, so BASF...wer es glaubt, der wird selig werden.

R-M-R


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#58

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 20:23
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Anton, ich muss da ganz ehrlich sagen: Ich bin kein Chemiker und auch kein Feuerwehrmann, aber bei der Anzahl der Toten und Schwerverletzten kann es nicht nur ein Kesselwagen gewesen sein? Ich stehe auch hier nicht für die Wahrheit, aber da muss mehr gewesen sein, so eventuell Grundsubstanzen zur Sprengstoffproduktion, so wie dieser Sasuly schreibt?

R-M-R




Es ist richtig, es war nicht nur ein Kesselwagen. Es war ein ganzer Zug mit demselben Dimethylether. Der eine undichte Kesselwagen war nur der Auslöser für diese Katastrophe.


VG ANTON



zuletzt bearbeitet 09.03.2010 20:25 | nach oben springen

#59

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 20:26
von Augenzeuge (gelöscht)
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War es nicht auch eine Katastrophe, wie man den Smog in der DDR ignorierte? Ich kann mich noch erinnern, welche Maßnahmen man in Westberlin ergriff, aber hinter der Mauer tat man so, als ob einem das Problem nichts anging und die Leute dort bessere Luft einatmeten....
Dazu ein Artikel:

Wolkenloser Himmel und Sonnenschein", so begann die (Ost-)"Berliner Zeitung" mit sozialistischem Optimismus am vergangenen Montag einen Bericht über die Freizeit der Ost-Bürger, "lockten am Wochenende zahlreiche Berliner in die Umgebung der Stadt. Bei Tempraturen um minus zwei Grad und nur geringem Wind hieß es für viele ''Ski und Rodel gut''."

Zu dieser Zeit hatten die West-Berliner Behörden bereits Smog-Alarm der Stufe eins ausgerufen - im Westen der Stadt standen die Autos still, der Osten tat, als ginge ihn das alles nichts an.

Weiter hier: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13521433.html

AZ


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#60

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 20:27
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

Wir reden von der Besatzungszeit !!!!!!!!!!!! Glaubst Du die Franzosen hätten das zu gelassen !
Und glaubst Du das 1952 in der DDR ein Buch über BASF erschienen wäre das die Wahrheit schreibt, auch noch von einem Amerikanern. ???

Das mit der Kriegsfinanzierung und dem Steigbügelhalter sehe ich etwas anders. Das wäre aber ein Tehma für sich. Was wäre wenn Thälmann "gewonnen" hätte.
Aber das gehört jetzt nicht hierher.


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