#21

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 08.03.2010 22:25
von EK89/1 | 832 Beiträge

Zitat von Rostocker
Da gab es noch das Flugzeugunglück,ich glaub das war 1987.Aber vielleicht weiß es jemand genauer.Ich weiß nur dabei kam der Vater von einen guten Kumpel mit ums Leben.



Ich kenne nur den absturz einer rusischen Pasagiermasch. am 12.12.1986. Weis ich deshalb so gennau
da wir am 12.12.86 nach Leningrad geflogen sind. Haben dort aber erst knap eine Woche später davon erfahren.
Dan gab es noch zwei Berwerksunklücke, eins war in Niederschlema und eins in Zwickau.
Zwickau war 1960
Niederschlema 15. Juli 1955, Ursache: Kabelbrand, 33 Todesopfer. http://www.freundeskreis-stadtarchiv.net/grubenrettung.pdf
Mein Vater war an der Rettung als Steiger beteiligt.


EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke
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#22

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 08.03.2010 22:30
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

46 bin ich, also auch nicht mehr ganz jung

Ich beziehe mich darauf

> So sehe ich das mit der schönen DDR und nicht, das sie Alle gelenkt und geleitet wurden. Wer so blöd war, da muss ich sagen: Dann Pech gehabt, so wie heute. Wenn ich zu blöd bin, um zu überleben, muss ich nicht die Schuld bei Anderen suchen. <



KAnnst ja die ehem. DDR in der Hinsicht nicht mit der BRD oder dem jetzigen Deutschland vergleichen. Ich bin zwar nicht in der DDR aufgewachsen, habe aber durch meine Lebensgefährtin und deren Verwandschaft, denke schon, genug Infos mitbekommen.
Die Voraussetzungen und Möglichkeiten waren schon sehr Unterschiedlich. Die Freiheit hier etwas zumachen , ohne Angst,etc., erst recht.


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


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#23

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 08.03.2010 22:34
von LO-driver | 750 Beiträge

Zitat von Rostocker
Da gab es noch das Flugzeugunglück,ich glaub das war 1987.Aber vielleicht weiß es jemand genauer.Ich weiß nur dabei kam der Vater von einen guten Kumpel mit ums Leben.



Da gab es noch eins am 1.9.75 in Leipzig, eine Messeflug aus Stuttgard, beim Landeanflug abgestürzt,
34 Tote.
Auch noch kurz vor der Wende (17.6.89) ist ein Startabbruch in Berlin Schönefeld mit einer IL-62 in die Hose gegangen. 21 Personen kamen ums Leben.

Einen schweren Zugunfall habe ich am 11.6.1981 in Erfurt-Bischleben selber gesehen. Ich bin auf der Rückfahrt von Zuhause in die GK nach Gerstungen dort im Schleichtempo vorbei gefahren. Ein D-Zug ist mit 120 Sachen aus den Schienen gesprungen und gegen das Stellwerk geprallt. Es gab 14 Tote und 93 schwer Verletzte. Ursache war Gleisverwerfung nach Tagelanger Hitze. Es sah nicht sehr schön aus was dort noch rum lag. Auserdem machte ich mir Gedanken über meine Urlaubsfahrstrecke für die nächsten 10 Monate.

Gruß LO-Driver



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#24

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 08.03.2010 22:40
von altgrenzer (gelöscht)
avatar

Langenweddingen hat mich damals sehr mitgenommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zugungl%C3%...Langenweddingen

Zumal ich ein Einziges Mal in meinem Leben in einem Ferienlager war und das war kurz danach.

Rolf


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#25

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 08.03.2010 22:58
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Thomas, doch, ich vergleiche das heutige System mit dem von damals. Will ich etwas, muss ich mich strecken, das war im Sozialismus nicht anders als heute. Ich schrieb von Glück, das ist auch so ein Punkt, den ich sehr hoch bewerte und ich hatte immer Glück, ohne es hier herausfordern zu wollen, das möchte ich nicht, es läge mir fern.
Auh heute brauche ich ein Quantum Glück, um in dieser Gesellschaft zu überleben, um mich entwickeln zu können. Ich hatte die Möglichkeit in dieser DDR, beruflich, persönlich und etwas mehr.
Natürlich gab es Schranken, die gibt es in jeder Gesellschaft, aber ich hatte null Skrupel, diese zu umgehen. Da half mir wieder das Glück und Andere brachte es in den Knast.
So ist das Leben, kann ich da nur sagen. Das schöne Wort " Freiheit", weißt du, wo es für mich anfängt?
Ich bin ein freier Mann, wenn ich durch meiner Hände Arbeit, so wie in der DDR, meine Träume, meine Vorstellungen...wenn auch über X Hintertüren verwirklichen kann. Ich konnte, ohne jeden Tag Bananen essen zu wollen, die esse ich auch heute nicht.
Ich bin ein Nichts, wenn mir die Gesellschaft nicht die Möglichkeit gibt, mit meinen eigenen Händen dies Alles zu verwirklichen.
Und diese heutige Gesellschaft, sie bringt es einfach nicht auf die Reihe. Du magst einen guten Job haben...Angestellter....aber wie lange noch, mein junger Freund. Es ist alles relativ geworden, vergänglich, die Zeit frisst es auf.
Nochmal, ich konnte es verwirklichen und wäre nicht der, der ich heute bin, ohne diesen Sozialismus.

R-M-R


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#26

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 08.03.2010 23:11
von Gelöschtes Mitglied
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Auf nachfolgendem Link ist eine Schiffstragödie dokumentiert.Der Untergang des DDR-Motortankers "Böhlen".
Vielleicht kann sich noch der/die ein oder andere an das Drama erinnern.Es geschah in der Biskaya,unweit der französischen Küste.Warum ich das erzähle?Ein guter Schulfreund von mir hat bei diesem Unglück seinen Vater verloren.
Wir sind heute noch in Kontakt.Es hat uns damals in der Schule mächtig mitgenommen.Außerdem war der gute Mann unser Nachbar.Es gibt über dieses Unglück auch eine interessante Doku vom MDR.
Aber nachfolgend nun die Hompage meines Schulfreundes,der eine sehr schöne Seite seinem Vater und den anderen verunglückten Seelen gewidmet hat.Hochachtung und Respekt für diese wirklich informative Seite.
Man beachte hier auch die Ausführungen über die angebotene/ausgeschlagene Bergung.Vom Westdeutschen Bergeschlepper...der nicht helfen durfte bzw.schleppen durfte und die Aussagen der überlebenden Restbesatzung.
DDR-Politik auf See mit unnötigen Toten.
Wer maritim oder seemänisch interessiert,ist sollte es sich mal ansehen.Ich kam nicht wieder von los.
Sehr empfehlenswerte Seite.

http://www.mt-boehlen.de/

Und noch ein Unglück in unsere unmittelbaren Nähe.
In Schönebeck geschah ein schwerer Bahnunfall,siehe hier----->Quelle:http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?2,2937277

Schönebeck entging nur knapp einer Katastrophe

Heute jährt sich ein furchtbares Eisenbahnunglück zum zehnten Mal. Am 1. Juni 1996 explodierte auf Höhe des Dieselmotorenwerkes Schönebeck ein Kesselwagen mit Vinylchlorid, weitere vier Wagen brannten aus.

Schönebeck. Der 1. Juni 1996 war ein schöner Frühsommertag. In Schönebeck und Umgebung wurden Kinderfeste gefeiert, es war Internationaler Tag des Kindes. Auch Kameraden der freiwilligen Feuerwehren waren dabei. Der Tag sollte für sie eine jähe Wendung nehmen …
Besonders Schrebergärtner und Anwohner in und nahe der Köthener Straße werden heute mit dem Datum " 1. Juni " andere Erinnerungen verbinden. Ein lauter Knall mit anschließendem Feuerball fuhr ihnen durch Mark und Bein. Es folgte die Angst einer dauerhaften Gesundheitsschädigung. Was war geschehen ?

Ziel Zschkopau

Ein Güterzug, bestehend aus einer E-Lok und 18 Kesselwagen, fährt von Magdeburg in Richtung Halle. Sein Ziel ist das Chemiewerk Zschkopau. Gegen 17. 30 Uhr passiert er den Bahnhof Schönebeck. Wenige Meter hinter dem Abzweig nach Bad Salzelmen-Staßfurt wird der Zug zwischen dem siebten und achten Kesselwagen auseinander gerissen. Die hinteren 12 Waggons entgleisen, die Lok fährt mit dem vorderen Zugteil noch 400 Meter weiter. Ein Kessel wird gegen die Elektro-Fahrleitung gedrückt und explodiert. Ein tonneschweres Teil wird bis in die Kleingartenanlage gesprengt, die sofort lichterloh brennt.

Eine Minute später geht bei der Einsatzleitstelle die erste Alarmmeldung ein. Über hundert Mal wird der Notruf 110 in den folgenden Minuten gewählt werden. Eine riesige, schwarze Rauchwolke steht am Himmel, die auch in den benachbarten Landkreisen gesehen wird.

800 Meter Wolke

17. 37 Uhr ist die Freiwillige Feuerwehr Schönebeck am Katastrophenort. Zu diesem Zeitpunkt wissen die Einsatzkräfte noch nicht, welchen brisanten Stoff sie da löschen müssen. Es stellt sich heraus, dass ein Kesselwagen explodiert ist, vier weitere befinden sich im Flammeninferno.

Sie werden permanent gekühlt. Mehr ist nicht möglich. Die pechschwarze Rauchwolke ist auf 800 Meter angewachsen. Die Unglücksstelle wird aus Richtung Köthener Straße und Betriebsgelände Dieselmotorenwerk " angegriffen ".

Wie durch ein Wunder befi n- det sich niemand in der brennenden Gartenanlage " An der Reichsbahn III und IV ".

Erst kurz vor 18 Uhr gelingt es zwei Kameraden der Ortsfeuerwehr Bad Salzelmen vom Dieselmotorenwerk aus, die Gefahrgutnummer an einem der Kesselwagen zu entziffern. Mit Hilfe des Handbuches ermitteln sie Vinylchlorid. Die meisten Einsatzkräfte tragen zu diesem Zeitpunkt keine Atemschutzmasken. Später kommen alle verfügbaren Druckluftatemgeräte zum Einsatz.

Im Laufe der Löscharbeiten wird deutlich, wie wichtig die Kühlung der Kesselwagen ist. Ab minus 71 Grad Celsius genügt ein kleiner Funke zur Explosion ; auf 415 Grad erhitzt, explodiert das Gas von selbst. Weil die Hydrantenleistung vor Ort nicht ausreicht, müssen die Wehren eine zusätzliche Leitung zum gut einen Kilometer entfernten Salinekanal verlegen. In den nachfolgenden Tagen wird man so genannte Monitore installieren, die " unbemannt " das Wasser auf die Kesselwagen spritzen. ( Am Ende des Löscheinsatzes schätzt man die verbrauchte Wassermenge auf rund 100 000 Kubikmeter. )

Abi-Prüfungen verlegt

Wie gesundheitschädigend es an der brennenden Unglücksstelle ist, weiß auch am zweiten Tag niemand so richtig einzuschätzen. Nach Angaben des Magdeburger Umweltministeriums schließt man nicht aus, dass Salzsäure, Phosgen und Dioxin frei gesetzt wurden.

Die Monitore spritzen tagelang.

Am 3. Juni sollen eigentlich die Prüfungen im Tolberg-Gymnasium beginnen. Doch das Gymnasium und die benachbarte Lerchenfeldschule sind wegen des Chemieunfalls geschlossen worden. Eine Verlegung des Gymnasiums wird aus organisatorischen Gründen abgelehnt. Nur die Abiturprüfungen finden in der Kreisvolkshochschule statt. Die Lerchenfeld-Grundschüler wechseln zur Nerudaschule, die Kinder der Kita " Prager Straße " in die Garbsener Straße.

Blätter verfärben sich

Die Schrebergärten an der Unglücksstelle existieren nicht mehr. ( Sie werden später abgerissen, die Erdoberfl äche abgetragen. ) In den umliegenden Gärten verfärben sich Blüten und Blätter.

Die Behörden fordern die Bewohner auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und warnen vor dem Verzehr von Obst und Gemüse. Zwar wird Vinylchlorid vom menschlichen Körper schnell wieder ausgeschieden, doch können Veränderungen des Erbgutes auftreten.

Später wird man im Protokoll lesen, dass der Einsatz 338 Stunden dauerte und 23 Feuerwehren im Einsatz waren. Einige Kameraden werden zu Kuraufenthalten geschickt.

[http://www.volksstimme.de]


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#27

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 08.03.2010 23:17
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von altgrenzer
Langenweddingen hat mich damals sehr mitgenommen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zugungl%C3%...Langenweddingen
Zumal ich ein Einziges Mal in meinem Leben in einem Ferienlager war und das war kurz danach.
Rolf

Ja Rolf,

dass war auch ganz ganz schlimm....die vielen Kinder.....
Dieses Inferno geschah auch gleich bei uns um die Ecke.

ek40


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#28

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 02:55
von Berliner (gelöscht)
avatar

edit: dieser Beitrag wurde aus einem frueheren Beitrag hierherkopiert. Berliner

hier ein kleines Video ueber den Katastrophenwinter 1979. Erzaehlt wird vom damaligen Hauptdispatcher in der Braunkohle, Dieter Baumann.

Berliner






Quelle: Damals in der DDR, Teil 3: Plan und Pleite


zuletzt bearbeitet 09.03.2010 02:57 | nach oben springen

#29

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 02:59
von Berliner (gelöscht)
avatar

Inferno im Katjuscha-Lager bei Dannenwalde

"Am 14. August 1977 schlug um 14.05 Uhr vermutlich ein Blitz in einen Freilagerstapel mit Katjuscha ein. Es folgt eine Kettenreaktion in der bis etwa 20.00 Uhr ca. 780 Geschosse unkontolliert durch die Landschaft trudeln. Glück im Unglück, die Geschosse waren noch nicht Schussfertig mit einem Zünder versehen."

Berliner




zuletzt bearbeitet 09.03.2010 03:03 | nach oben springen

#30

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 06:48
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Guten Morgen zusammen, nun setzt doch mal als ausgleichende Gerechtigkeit die Katastrophen im alten Westdeutschland daneben. Und da wir schon einmal dabei sind und so nach und nach die Leichen aus den Eliteinternaten der Chorknaben und anderswo kommen, also diese Gegenseite von den Jugendwerkhöfen und Kinderheimen der DDR so langsam ans Licht kommt, eröffnen wir auch darüber einen Fred.
Wir nennen ihn" Der Christ und die verklemmde Sexualität", oder " Wie bekomme ich meine Verklemmung in den Griff?"

R-M-R


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#31

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 07:53
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Ich mag dich R-M-R
Gabs sowas bei euch nicht?! Kommt auch noch raus


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

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#32

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 08:43
von nightfire64 (gelöscht)
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Hallo zusammen,

das ist zwar keine schlimme Katastrophe, aber eine winzig kleine.

1913 sind in Leipzig mal 8 Löwen aus einem Zirkus ausgebrochen

und es soll eine ganz schöne Panik geherrscht haben.

Menschen kamen wohl nicht zu schaden, aber 6 Löwen mussten ihr Leben lassen.

Seitdem heißt es, "in Leipzig ist der Löwe los".

liebe Grüße

Kerstin


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#33

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 08:55
von Stacho (gelöscht)
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Ja, Langenweddingen hat sich mir auch ins Gedächtnis eingebrannt. Und natürlich die Silvesternacht 78/79. Wir sind in eine Bergbaude marschiert, wo kräftig gefeiert werden sollte. Daraus wurde leider nichts, denn als wir ankamen, gab es bereits keinen Strom mehr.

Weitere Katastrophen? Ich glaube, das schwere Grubenunglück von Zwickau im Februar 1960 wurde noch nicht genannt.


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#34

RE: Welche Katastrophen waren die schlimmsten in der Geschichte der DDR?

in Leben in der DDR 09.03.2010 09:42
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Huf
Feliks D., der Untergang der DDR war keine Katastrophe für das deutsche Volk.
Es mag eine Katastrophe für die Machthaber der DDR und ihrer Sicherheitsorgane gewesen sein.
Der Untergang der DDR war Folge der katastrophalen Handlungsweise der SED-Machthaber, die das Volk der DDR gnadenlos betrogen und belogen hat und ihre Sicherheitskräfte weltanschaulich einseitig geprägt und politisch einseitig einer kollektiven Hirnwäsche unterzogen hat.

Der Vergleich mit den geschilderten katastrophalen Zug-, Flugzeug- und anderen Unglücken auf dem Gebiet der ehemaligen DDR verbietet sich in diesem Thread von selbst.




Huf, sehr schönes Statement!

Brauchst Du meine Unterschrift?

Hier hast Du sie: josy95*)

*) Hinweis: Dieser Beitrag ist maschinell erstellt und auch ohne persönliche Unterschrift gültig!

josy95


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#35

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 10:04
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Guten Morgen zusammen, nun setzt doch mal als ausgleichende Gerechtigkeit die Katastrophen im alten Westdeutschland daneben. Und da wir schon einmal dabei sind und so nach und nach die Leichen aus den Eliteinternaten der Chorknaben und anderswo kommen, also diese Gegenseite von den Jugendwerkhöfen und Kinderheimen der DDR so langsam ans Licht kommt, eröffnen wir auch darüber einen Fred.
Wir nennen ihn" Der Christ und die verklemmde Sexualität", oder " Wie bekomme ich meine Verklemmung in den Griff?"

R-M-R




R-M-R, ohne die von Dir benannten Fakten zu beschönigen, zerreden zu wollen. Aber eine Frage gestatte ich mir Dir persönlich zu stellen, einerseits um hier wieder eine Abweichung vom eigentlichen Thread festzustellen, anderseits um hier einen Denkanstoß zu liefern, hier konkret einen neuen, sachbezogenen Thread aufzumachen. Nimm es mir übel oder auch nicht:

Unter welchem (eventuellem) Verbitterungssyndrom leidest Du?


Denn ich kann im Moment und beim besten Willen kein Zusammenhang zwischen den in der Fragestellung gemeinten Natur- und Umweltkatastrophen, Unfällen, Havarien und dem sexuellen Mißbrauch von Kindern, Heranwachsenden herstellen.

Allenfals hier eine gesellschaftliche Katastrophe sehen oder erekennen.

Ich sehe die eigentliche Frage zu dem Thread nämlich eher nüchtern- interessant. Katastrophen hat es schon immer gegeben, wird es immer wieder geben. Sein es, ob die Natur dem Menschen ihre schlecht bezähmbare Macht beweißt, unerschütterlich, hart und grausam vor Augen führt, sei es, das der Mensch selbst und die durch ihn oft ausgelösten "Verkettungen unglücklicher Umstände" die Urheber sind.
Kleine Fehler in dieser Symbosie eben zu riesiegen Katastrophen erwachsen.

Vor solchen Dingen ist kein Land, egal welcher Staatsform, egal welcher politischen Ausrichtung gefeit.

Intersessant ist doch auch, was von staatlicher Seite oft alles getan wurde, um derartige Katastrophen klein zu reden, nicht groß an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Und da war die ehem. DDR nun nicht gerade ein Waisenknabe. Ist eben auch so eine A- typische Verhaltensform speziell von Dikturen, die hier schnell ihr Image der Unfehlbarkeit angetastet sahen, im Bedarfsfall auch den ideologischen Gegner, den Klassenfeind dafür verantwortlich machten oder noch machen.

Heutzutage ist der große Vorteil, das man Katastrophen vor den (globalisierten) und allgegenwärtigen, wenn auch oft gewinnorientierten Sensationsmedien anders wie vor den kontrollierten, regimetreuen Medien nicht mehr vertuschen kann!

josy95


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zuletzt bearbeitet 09.03.2010 10:09 | nach oben springen

#36

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 10:42
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Guten Morgen zusammen, nun setzt doch mal als ausgleichende Gerechtigkeit die Katastrophen im alten Westdeutschland daneben.



Natürlich gab es auch im Westen etliche Katastrophen, von Eisenbahnunglücken (allein im Jahr 1971 drei schwere, mit 28; 46 und 25 Toten) über Flugzeugabstürze (Stichwort Starfighter) bis hin zu Industrieunfällen; nicht zu vergessen die zeitweise extrem hohe Zahl von Verkehrstoten (1970 fast 20.000 Menschen). Insofern kann ich der Einschränkung der Katastrophen auf die Zeit und das Gebiet der DDR ebenfalls nicht viel abgewinnen.

Was für mich mehr Sinn ergeben würde, wäre eine Betrachtung der Katastrophen nach DDR-typischen Aspekten. So wurden die erwähnten Zugunglücke von Leipzig und Langenweddingen durch gewisse "lockere Sitten" verursacht, die sich bei einigen Dienststellen der Reichsbahn in bezug auf Weichen- und Signalstellungen eingeschlichen hatten; später wurde dagegen härter durchgegriffen, doch auch in den 70er und 80er Jahren gab es natürlich noch Zugunglücke. (Noch nicht erwähnt wurden hier wohl Schweinsburg-Culten 1972 und Lebus 1977; im selben Jahr auch der Kesselzerknall einer Dampflok in Bitterfeld.)

Der Winter 1978/79 war ja auch im Norden der Bundesrepublik (insbes. in Schleswig-Holstein) sehr hart, doch waren die Folgen in der DDR gravierender. Hier spielte neben der völligen Abhängigkeit von der Braunkohle-Verstromung auch eine Rolle, daß die Landwirtschaft der DDR schon in sehr großem Maße "industrialisiert" worden war --- durch den langen Stromausfall sind dann mehrere hunderttausend Tiere verendet.


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#37

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 10:42
von wosch (gelöscht)
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Hallo Leute!
Vielleicht könnte man die Sturmflut vom Februar 1962 in Hamburg auch zu einer der größten Nachkriegskatastrophen der BRD zählen. Viele von Euch werden sich nicht mehr persönlich daran erinnern können, mir hingegen hat sie sich deutlich eingeprägt, da ich gerade mal einen Monat vorher über Hamburg in der BRD angekommen war und als Sohn einer gebürtigen Hamburgerin einige Tage später diese Stadt besuchte.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#38

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 11:26
von josy95 | 4.915 Beiträge

Am 22.Februar 1960, also vor fast genau 60 Jahren ereignete sich eines der schwersten Grubenunglücke in der Geschichte der DDR. In der Steinkohlengrube "Karl- Marx- Schacht 1" Zwickau kam es vermutlich auf Grund einer Kohlenstaub- und s. g. Schlagwetterexplosion zu einer Feuersbrunst in ca. 1000m Tiefe, bei der auf tragische Art und Weise 123 Kumpel den Tod fanden. Die wirkliche Ursache konnte bis heute nicht geklärt werden.

Eines der tragischsten Eisenbahnunglücke in der DDR ereignete sich 1967 in Langenweddingen, wurde ja schon drüber berichtet.

Weitere tragische Eisenbahnunglücke:

01.10.1958 Kesselzerknall der Dampflokomotive 03 1046 vor dem Balaton- Orient- Express bei Wühnstorf (Zossen) infolge von Materialermüdung am Dampfkessel der 03 1046. Der Kessel war aus nicht alterungsbeständigem Kesselbaustahl St 47K hergestellt, welches man in den Anfangsjahren des Krieges im Lokomotivkesselbau u. a. auch aus Einsparungsgründen verwendete. Das Problem mit diesem Werkstoff war der DDR- Reichsbahn nicht unbekannt. In den schlechten Jahren nach dem Krieg hatte man aber wenig Alternativen. Bei der DR herschte auf Grund der Nachkriegsfolgen notorischer Lokomotivmangel. Nach dem Unglück setzte man jedoch sehr schnell alle Lokomotivkessel aus diesem kritischen Werkstoff außer Betrieb. Daraus wurde das s. g. Rekoprogramm (Rekonstruktionsprogramm für Dampflokomotiven) forciert vorangetrieben und s.g. Neubaukessel entwickelt.
Über Tote und Verletzte sind zu diesem Unfall keine Angaben zu finden. Mit Sicherheit ist jedoch davon auszugehen, das Lokführer und Heizer dabei den Tod fanden.

Am 15.05.1960 in Vorfeld des Leipziger Hauptbahnhofes, ausgelöst durch menschliches Versagen (falsche Stellung der Weiche 262) des Fahrdienstleiters, als der Personenzug P 466 Leipzig- Halle mit dem Eilzug E 237 Halberstadt- Bad Schandau frontal zusammenstießen. Schreckliche Bilanz: 54 Tote, 240 zum Teil Schwerverletzte.

In den frühen Morgenstunden des 27.06.1977 stieß der vollbesetzter Urlauberschnellzug D 1918 Zwickau- Stralsund frontal mit einem Güterzug Nahe der Ortschaft Lebus zusamm. Schreckliche Bilanz: 28 Tote (darunter 3 x Lokpersonal) und viele zum Teil Schwerverletzte. Glück im Unglück: Der im ersten Wagen hinter der Lokomotive reservierte Kinderfeienlagertransport fiel aus! Offizielle Ursache: Falsche Weichenstellung und Fehlleitung des Schnellzuges auf ein falsches Streckengleis durch Menschlichs Versagen eines Weichenwärters im Bahnhof Boosen infolge der Einwirkung von Medikamenten. Tatsache: Medikamenten- und und Alkoholmißbrauch des Weichenwärters aber auch haarsträubende Eisenbahnsicherungstechnik im Bahnhof Boosen! Man muß wissen, das der Bahnhof Boosen durch die Kampfhandlungen in der Schlacht um Berlin und Seelower Höhen zum Ende des 2. Weltkrieges vollständig zerstört war. Nach Kriegsende wurden Gleisanlagen und Sicherungstechnik nur notdürftig wieder repariert. Dieser katastrophale Zustand, für die unmittelbare Nachkriegsverhältnisse vielleicht irgendwie normal, tragbar bestand noch 1977! Das hat man natürlich von offizieller Seite nicht zugegeben sondern sich propagandistisch total auf das menschliche Versagen eingeschossen! Dazu kam noch der Umstand, das der Beschuldigte das Urteil (5 Jahre Freiheitsstrafe) kompromißlos angenommen hat.

27.11.1977: In den frühen Abendstunden zerknallte bei der Einfahrt eines Eilzuges Berlin- Leipzig in den Bahnhof Bitterfeld der Kessel der Dampflokomotive 01 1516. Der Kessel trennte sich vom Rahmen der Lokomotive, flog ca. 30 Meter(!) durch die Luft und landete im Gleisbett vor dem Zug. Wir haben mal für Ausbildungszwecke auf Grund der techn. Parameter des Kessels, die sich natürlich nur auf Annahmewerte stützten, eine Berechnung vorgenommen. Bei der Explosion des Kessels auf Grund des Wassermangels über der Feuerraumdecke und der damit verbundenden Materialschwächung durch Ausglühen des Stahlbauwerkstoffes ist kurzzeitig eine Energie (Leistung) von ca. 4 000 000(!!!) PS frei geworden. Dies begründet sich hauptsächlich durch die enorme Dampfentwicklung und die physikalisch bedingte Nachverdampfung des Kesselwassers beim (unkontrollierten) Austritt an die Umgebungsatmosphäre. Das Wasser im einem Dampfkessel hat bei 16 bar Kesseldruck eine Temperatur von ca. 204 °C und damit eine Unmenge an Energie gespeichert.
Tragischedie Bilanz: 8 Tote, darunter Lokführer und Heizer und 45 zum Teil Schwerverletzte. Offizielle Ursache: Eklatantes Versagen des Lokpersonals bei der Bedienung des Kessels. Nicht erwähnt, verschwiegen: Mangelhafte Ausbildung und Sachkenntnis des Lokpersonals, eklatante Fehlhandlungen anderer im Vorfeld Beteiligter. Eben diese reihenweise Verstrickung unglücklicher Umstände...

Wenn ihr noch mehr zu Eisenbahnunfällen lesen wollt, googelt mal unter: "Bahnbetriebsunfälle der DR und DB ab 1958"

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 09.03.2010 11:31 | nach oben springen

#39

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 12:29
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

josy, du hast schon in gewisser Weise nicht Unrecht, das mit den Chorknaben war von mir daneben formuliert,auch dieser Vergleich nit den Jugendwerkhöfen und Erziehungsheimen der DDR, es gehörte einfach nicht hierher.
Verbittert, nein, bin ich nicht, das wäre auch schlimm und schädlich für das Forum.
Aber ich sage so wie Sonny, wir beleuchten alle beide Seiten, das empfinde ich als fair und dazu eine kleine Denksportaufgabe. Ich nenne ein Datum und sage....passiert auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszone am 28. Juli 1948?
Und es war leider kein kleines Ünglück. Werde mich bis heute Nachmittag nochmal ausklinken, also bis dann.

R-M-R


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#40

RE: Energieversorgung in der DDR

in Leben in der DDR 09.03.2010 12:47
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
josy, du hast schon in gewisser Weise nicht Unrecht, das mit den Chorknaben war von mir daneben formuliert,auch dieser Vergleich nit den Jugendwerkhöfen und Erziehungsheimen der DDR, es gehörte einfach nicht hierher.
Verbittert, nein, bin ich nicht, das wäre auch schlimm und schädlich für das Forum.
Aber ich sage so wie Sonny, wir beleuchten alle beide Seiten, das empfinde ich als fair und dazu eine kleine Denksportaufgabe. Ich nenne ein Datum und sage....passiert auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszone am 28. Juli 1948?
Und es war leider kein kleines Ünglück. Werde mich bis heute Nachmittag nochmal ausklinken, also bis dann.

R-M-R



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BASF Ludwigshafen, Kesselwagenexplosion über 200 Tote und über 3000 Verletzte!!
War doch ´ne leichte Denksportaufgabe zu Zeiten des Internetzes


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346 22.11.2015 18:07goto
von Schubi • Zugriffe: 36964
In Probstzella ging es von der DDR in die BRD
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3 17.03.2009 07:16goto
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