#61

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 29.03.2010 11:35
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
gleich zu beginn unserer lehrzeit(1982 - 1984) wurden wir alle als gst-mitglieder zwangsverpflichtet. dies war im dampfkesselbau meerane.
ausser der vormilitärischen ausbildung, die eher frust statt lust war, gab es keine weitere ausbildungsmöglichkeit im rahmen der gst. auch verweigerte man allen lehrlingen die motorrad-fahrerlaubnis abzulegen. daher drohten die lehrlinge, über den fdj-sekretär an, dass sie komplett aus der gst austreten werden und die gründe und die begründungen des lehrobermeisters öffentlich benennen werden. siehe da...plötzlich ging es. alle durften ihre motorrad-fahrerlaubnis ablegen...




Das war im RAW Halberstadt eher "vorbildlich" gelöst, null Problemo. Angefangen von Mopedführerschein, über damalige Klasse 1 (Motorad und LKW Klasse V (5). Ohne große Fissematenten. Einzigste Vorraussetzung für Erwerb der Klasse V war, das eine Musterung in Richtung Militärkraftfahrer oder ähnliches bzw. entsprechende Waffengattung vorgesehen war. Selbst war ich für "militärisches Transportwesen" gemustert.

Auch unsere Ausbildungs - Fahrler waren sehr gut, freundlich und locker drauf. Es hat echt Spaß gemacht! Drum erinnere ich mich noch gern an die sehr gute theortische wie auch praktische Ausbildung. Wenn ich heut noch eine Note geben könnte: Glatte 1!


Und Gilbert, eine indiskrete Frage:
Hast Du etwa auch Dampfkessel für die Reichsbahn, die HSB gebaut???


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#62

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 29.03.2010 13:54
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von josy95

Hast Du etwa auch Dampfkessel für die Reichsbahn, die HSB gebaut???


nein, denn dampfkesselbau meerane war nur der ausbildungsbetrieb und war teil des kombinates kraftwerksanlagenbau berlin.

um wieder zum thema zurück zu kommen: bei meinen lkw-fahrstunden musste ich mit dem fahrlehrer immer irgendwelches zeugs zu irgendwelchen leuten karren. ständig wollten mir diese leute 20 mark in die hand drücken, was ich selbstvertsändlich ablehnte, bis ich bemerkte, was wir alles verschoben...gott sei dank brauchte ich dieses schmiergeld nie annehmen...
mein fahrlehrer fragte mich während der fahrstunden laufend, ob ich denn als "bärliner" auch die mauer sehen könne...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#63

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 29.03.2010 14:45
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von josy95

Hast Du etwa auch Dampfkessel für die Reichsbahn, die HSB gebaut???


nein, denn dampfkesselbau meerane war nur der ausbildungsbetrieb und war teil des kombinates kraftwerksanlagenbau berlin.

um wieder zum thema zurück zu kommen: bei meinen lkw-fahrstunden musste ich mit dem fahrlehrer immer irgendwelches zeugs zu irgendwelchen leuten karren. ständig wollten mir diese leute 20 mark in die hand drücken, was ich selbstvertsändlich ablehnte, bis ich bemerkte, was wir alles verschoben...gott sei dank brauchte ich dieses schmiergeld nie annehmen...
mein fahrlehrer fragte mich während der fahrstunden laufend, ob ich denn als "bärliner" auch die mauer sehen könne...




...dann kann ich ja beruhigt auf die nächste Dampflok steigen und losfahren..., es sei denn, der Gilbert erscheint urplötzlich im Wasserstandsglas (wie in einer frisch geschüttelten Schneekugel) und im Funkgerät spielt man zeitgleich das Lied "Flieg mit mir zu den Sternen...!"[


Ja, das war bei unserer GST- LKW- Fahrschule auch Gang und Gäbe, nur das da ein bestimmter Fahrlehrer gleich selbst die Hand aufgehalten hat , noch bevor wir unsere aus den Taschen hatten...
Wir bekamen dann als "Trostpflaster" eine Vita- Cola spendiert

Einmal haben wir sogar einen Umzug von Naumburg (Saale) nach Halberstadt gefahren. Auf der anderen Seite war das irgendwie schon ein kleines Erlebnis und eine praxisnahe "Fernfahrt" (die Trucker unter uns werden sich jetzt den Bauch halten vor Lachen!).
Wir hatten damals Zeit, es hat uns nichts gekostet außer etwas Schweiß beim Möbeltragen..., wen hat`s gestört???

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 29.03.2010 14:48 | nach oben springen

#64

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 29.03.2010 14:56
von Mongibella (gelöscht)
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Hahahaha Josy....manche sind schon Fernfahrer wenn se auf 'ne Fernstraße einbiegen....

....fernfahrende Grüße aus dem fernen Piëmonte

Mara


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#65

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 08.07.2010 15:27
von Rotten (gelöscht)
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Man(n) sucht etwas und findet dann etwas ganz anderes...In diesem Falle,Fotos der Kampfgruppe gesucht und Fotos der GST-Ausbildung(1983/84) gefunden.Auch gut,kam ich mal dazu,mich hier einzulesen.Kann hier einigen Vorschreibern zustimmen,die Zugehörigkeit zur GST war in meinem Falle mit dem Lehrvertrag verbunden.Zur Auswahl standen Kfz-Ausbildung bzw. die ganz normale Wald-und Wiesenausbildung für Mot-Schützen.Für die Damen Zivilverteidigung.
Zusätzlich zu den GST-Ausbildungstagen ging es pro Lehrjahr für eine Woche in die JH Ibenhorst.Da diese in unmittelbarer Nähe der Ostsee liegt,wurden für jede Nacht Postenpaare gebildet,die durch Einweisung der Grenzbrigade Küste,Streifendienste am Strand ausführten.Zeit jeweils 21-03,Bereich zwischen Ahrenshoop und Darsser Ort.Auswertung ebenfalls durch Kräfte der GBK.
Anbei ein paar Fotos der Ausbildungszeit.
Rotten

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 08.07.2010 16:50 | nach oben springen

#66

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 08.07.2010 15:54
von chucky | 1.213 Beiträge

Also, ich weiß nicht was ihr so auf die GST klopft. Ich war gern im GST Lager, wir haben nicht nur geschossen, wir sind Boot gefahren, haben am Lagerfeuer Gitarre gespielt und hatten einfach nur Fan. Weis nicht wer einen gezwungen hat. Mich keiner


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#67

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 08.07.2010 19:56
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von chucky
Also, ich weiß nicht was ihr so auf die GST klopft. Ich war gern im GST Lager, wir haben nicht nur geschossen, wir sind Boot gefahren, haben am Lagerfeuer Gitarre gespielt und hatten einfach nur Fan. Weis nicht wer einen gezwungen hat. Mich keiner



@ chucky, ohne hier den Oberlehrer spielen zu wollen, frag ich mal was meinst du mit dem Wort Fan. Im Deutschen gibt's das Wort gar nicht, im Englischen heisst das " Anhänger, Bewunderer", ergibt aber in deinem Satz keinen Sinn, oder willst du damit " Spass" ausdrücken und das in Englisch ?
Das letztere schreibt man aber im Englischen korrekt " fun". Ist schon schwierig mit dem Denglisch oderrrr?

Viele Grüße vom Rhein


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#68

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 08.07.2010 20:00
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

chucky meint fun


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#69

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 08.07.2010 21:17
von werner | 1.591 Beiträge

Wir hatten in der Nähe einen Segelflugplatz und da ich das ungemein spannend fand habe ich mich angemeldet, mit 14, dazu musste ich in die GST, da die die Fliegerei auch finanzierten, Monatsbeitrag 60 Pfennig. Dafür habe ich eine Pilotenausbildung bekommen (für Segelflugzeuge natürlich), mit allem Zipp und Zapp. Mit 16 Jahren bis zum Alleinflug. Kannst ja heute mal nach den Preisen fragen.
Lager für Wehrerziehung hatte ich in Breege auf Rügen, das war aber keine Pflichtmaßnahme.
Das war ne dolle Geschichte: ständig Ostseesand in den Schuhen, Ausbildung in den Dünen hinter dem Strand, die Urlauber hat´s gefreut. Auf dem Gelände gab es sogar so was wie eine Kampfbahn, knöcheltiefer Sand - da haben viele bereut, dass sie sich dazu freiwillig gemeldet hatten - nix mit Abenteuer. Richtig Kasernenbetrieb, mit Wache (haben wir selbst gestellt), Frühsport, jeder Zug war an einem Tag dran mit Küchendienst: Kartoffelschälen, Schwarzküche . . .
1x war sogar Ausgang, aber nix mit Mädels abschleppen, wenn die gemerkt haben, dass du nicht auf dem Campingplatz wohnst, für einige endete der Ausgang auch mit vollgekübeltem Bett.

Das Beste war, dass der schärfste Driller nach der Wende Landrat (nicht für die PDS oder LINKE) wurde und die Lager für Wehrerziehung verteufelt hat, das hatte was. Leider wurden die Leserbriefe, die darauf hinwiesen, in der Lokalpresse nicht abgedruckt, aber ich wäre nicht so dreist zu behaupten, dass es Parteifreunde in der Redaktion waren, die das gefiltert haben . . .

Für die Mädchen gab es, glaube ich Sanitraining für Zivilverteidigung oder so, leider von den Jungs getrennt.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#70

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 08.07.2010 22:08
von chucky | 1.213 Beiträge

könnt ihr euch immer nur an einen fehler aufhängen, bin kein hochschullehrer


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#71

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 08.07.2010 22:31
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wir waren nicht getrennt von den Mädels und ich erinnere mich, das es die schönsten Tage meiner Jugend auf dem Darß waren...Sie hatte mich später einmal besucht in Leipzig und ich schickte meine damalige Freundin zum Bäcker um die Ecke, erzählte ihr, das es meine Cousine aus Rostock sei und in zehn Minuten holten wir Alles nach, für was wir an der Ostsee noch zu grün waren.
Eigentlich Stoff für ein Buch.

R-M-R


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#72

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 08.07.2010 23:41
von wosch (gelöscht)
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Da Du uns hier scheinbar für "Spanner" hälst, sei doch bitte so nett und stelle mal einige Details ein und belege die auch mal mit anderen Quellen als den ewigen versteckten "Hinweisen" auf Deine überdurchschnittliche Potenz!!
Schönen Gruß aus Kassel.

@wosch

das siehst Du vollkommen falsch. In den bewaffneten Organen der DDR, auch in der GST, gab es nichts, was nicht mit Normativen bzw. Zeitnormen belegt war. Insofern sind R-M-R`s Darstellung mit einem Zeitraum von 10 Minuten eine normative Katastrophe. Ein Versagen! Normzeit lag bei 4:15 min zum Erreichen den Note 3. Selbst in seiner heutigen Altersklasse ist bei 9:22 min Ende. Üben bis zum Umfallen wäre angesagt.

Aber das nur am Rande.

Der Weichmolch


zuletzt bearbeitet 09.07.2010 00:49 | nach oben springen

#73

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 09.07.2010 00:24
von Ehemalige (gelöscht)
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Ich kann mich noch schwach an die Saniausbildung oder Zivilverteidigung erinnern, die war in der 11.Klasse (Gymnasium) für uns Pflicht. GST war freiwillig, ebenso wie DSF oder FDGB oder was gab es noch so? Der Reiz für viele Jungs in die GST einzutreten war, die Möglichkeit die LKW-Fahrerlaubnis kostengünstig dort machen zu können (die Kosten waren nicht das Problem, sondern die Wartezeit) . Diese Erinnerungen habe ich daran. Es gab auch GST-Lager, aber ich weiß nicht mehr genau wie das war, ist schon so lange her...man vergißt doch einiges.


zuletzt bearbeitet 09.07.2010 00:31 | nach oben springen

#74

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 09.07.2010 00:28
von Ehemalige (gelöscht)
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Hab noch was zum GST-Lager gefunden:

"Das GST-Lager oder Wehrlager war ab Anfang der 1980er Jahre eine Art "militärisches Ferienlager" für die männlichen Schüler der 9. Klassen der POS und am Anfang der Klasse 11 der EOS, in dem die vormilitärische Ausbildung durchgeführt wurde.

Die neunten Klassen wurden hierbei in den einzelnen Kreisen der Bezirke zusammengefasst. Die Schüler wurden während zwei Wochen in einem dafür reservierten Ferienlager in militärischen Fragen ausgebildet. Die Ausbildung und Betreuung der Schüler übernahmen dabei meist Offiziersschüler und NVA-Offiziere der Reserve.

Die Ausbildung im Lager ähnelte der Grundausbildung in der NVA. Bestandteile waren u.a. das Training im Handgranatenwurf ("F1"-Handgranatenattrappe), das Schiessen mit Kleinkaliberversionen der Kalaschnikow-Maschinenpistole, das Bewegen und Orientieren im Gelände, teils auch das Überwinden der Sturmbahn. Dazu kamen Ordnungsübungen ("Exerzieren") sowie militärtheoretischer und politischer Unterricht, der von Armeeangehörigen durchgeführt wurde. Es wurden Wettbewerbe um die "besten Ausbildungsresultate" zwischen den Klassen (d.h. den Schülergruppen der einzelnen Schulen des Kreises oder Stadtbezirks) veranstaltet.

Die weiblichen Schüler und wenige entschuldigte/ unwillige männliche Schüler der am Lager teilnehmenden Klassen verblieben währenddessen in ihrer Schule. Sie mussten statt dessen einen "ZV-Lehrgang" absolvieren. " aus DDR-Wissen



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#75

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 09.07.2010 12:44
von Rotten (gelöscht)
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...musste ja mal grinsen. 10 Minuten ?
Leider gab's zu meiner Zeit strikte Trennung. Bis Ende der 70er-Jahre wurde die GST-Ausbildung noch mit den Damen durchgeführt,aber durch immer wiederkehrende und zu erwartende 'Vorfälle',wurde die GST/ZV-Ausbildung zeitversetzt abgehalten.
Die Damen waren dann nur noch für zwei Tage und auch nur tagsüber im GST-Lager.Auch das ging nur ein Jahr gut,die Ausbilder bekamen keine Ruhe in den 'Haufen'.
Die vormilitärische Ausbildung in den 9./11. Klassen war schon wieder eine andere Geschichte(dank für den Text @Ehemalige).
Habe mich seinerzeit und freiwillig,in eines dieser 'militärischen Ferienlager' gemeldet(2 Wochen).Dieses in Prerow und verbunden mit der Hoffnung,dort 14 Tage am Strand herumzulungern und des Abends durch den Ort/Kneipen zu pilgern.
Riesenfehler & Spassfaktor = 0 ! (siehe obiger Text...)
Rotten

Angefügte Bilder:
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#76

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 09.07.2010 19:41
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wolfgang, was hatte ich eigentlich geschrieben, ich schrieb, das wir in zehn Minuten mehr wie nur geküsst haben, denn das war im GST-Lager das höchste der Gefühle, da man eigentlich schlecht einen Rückzugspunkt fand, um mehr daraus zu machen. Wir haben uns "unterhalten", in Leipzig in der Wohnung meiner Eltern, indem sie mir das kommunistische Manifest vorlas und ich daraufhin die Hosen herunterließ, weil die Textpassagen sexuell sehr anregend waren.
Es tut mir auch leid, wenn du oder Weichmolch und Rotten eventuell nicht so mit den Mädels konntet und vielleicht war es eure verklemmte Art, aber ich konnte....immer.
In dem Sinne, mein älterer Freund und die anderen Zwei.
Es ist ein herlicher Spass, ich muss so schmunzeln...unterhalten wir uns schon über Normzeiten beim Geschlechtsverkehr?
Ich denke mal, wozu der Eine eine halbe Stunde braucht, das schafft der andere in zehn Minuten, wo sogar noch seine Partnerin gefallen dran findet und der Dritte, der schießt schon vorher ab, der Pechvogel und Sie sagt zu ihm:" Lass mal die Hosen herunter, mir kommt da eine Idee..."
Lesen hier eigentlich Kinder mit? Also Kinder, der Onkel Rainer schreibt von ganz normalen Sachen, die euch später auch mal betreffen und fragt mal die Mutti oder den Vati, wenn ihr nicht klar kommt.
Und sollte die Mutti oder der Vati mal Abends so komische Geräusche machen, dann zieht das Kopfkissen über die Ohren, denn so schläft es sich besser.

R-M-R


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#77

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 10.07.2010 08:16
von ABV | 4.202 Beiträge

Um mal wieder zum Ausgangsthema zurückzukommen, in der DDR gab es bekanntlich den so genannten Wehrkundeunterricht. Dieser wurde in der 9. Klasse und 10. Klasse, unter anderem auch durch Berufssoldaten der NVA, vermittelt. Für Freiwillige wurde Ende der 9. Klasse eine zweiwöchige Intensivausbildung angeboten. Da ich schon immer überall dabei sein musste, meldete ich mich natürlich auch zu dieser Maßnhame. Zu diesem Zwecke mussten wir uns mit gepackten Taschen vor dem Seelower Kulturhaus einfinden, um dann mit LKW der GST in ein Barackenlager bei Gusow (Landkreis Märkisch-Oderland) gebracht zu werden. Dort erfolgte der Empfang von GST-Uniformen und diversen Ausrüstungsgegenständen, wie Zeltbahn, Spaten und Trinkflaschen. Man brachte uns zu viert auf einer Stube unter. Die Aufsicht über uns und unsere Ausbildung übernahmen Offiziersschüler der NVA, sowie bereits gestandene Berufssoldaten. Der Ton war von Anfang militärisch rauh, wobei man auch nicht auf die beim "Barras" üblichen Schimpfworte verzichtete. In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal daran erinnern, dass wir erst fünfzehn oder sechzehn Jahre alt waren. Wir mussten uns einer Exerzierausbildung unterziehen, die Sturmbahn überwinden und mit der KK-MPi schießen. Dazu kamen noch Orientierungsmärsche im Gelände, nächtliches Wachestehen, ohne Waffen ,Frühsport und auch der unvermeidliche Politunterricht. Ein besonderer "Höhepunkt" stellte der Morgen dar, als wir nackt in das eiskalte Wasser des Gusower Baggersees springen mussten. Natürlich hat das niemanden geschadet. Aber für einen Staat der sich die Erziehung zum Frieden auf die Fahnen geschworen hatte, war das ganze doch mehr als merkwürdig. Kein Wunder das sich ältere Leute bei unserem Anblick an die Nazizeit erinnert fühlten.
Unvergessen für mich ist der Tag, an dem wir im Gusower Schloßpark das Exerzieren übten. Dabei mussten wir ständig, laut und vernehmlich, " DDR unser Vaterland" skandierten. Einige Leute die uns dabei beobachteten, schüttelten entsetzt die Köpfe. Und hier noch ein Nachtrag, der auch den letzten nachdenklich stimmen sollte. In der Zehnten Klasse hatten wir noch ein paar Tage Wehrunterricht. Dabei wurde uns auch vermittelt, wie man einen Gegner welcher eine Anhöhe hinaufrennt, am besten anvisiert. Man sollte leicht über den Kopf anhalten, damit der Gegner quasi in die Kugel hineinläuft.
Wohl gemerkt, dass wurde Schülern!!! in einer Schule in der DDR vermittelt!!!!

Gruß an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


zuletzt bearbeitet 10.07.2010 09:01 | nach oben springen

#78

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 10.07.2010 17:55
von Rotten (gelöscht)
avatar

...was doch die Erwähnung einer zeitlichen Einheit auslösen kann. Übrigens R-M-R,ist aus meinem Beitrag nicht erkennbar,ob ich damit einen positiven/negativen Aspekt beurteilen wollte... ;-)
Im Anhang ein Gruppenfoto der vormilitärischen Ausbildung (9.Klassen) im ehemaligen internationalen Kinder-und Jugendferienlager 'KIM IL SUNG' in Prerow (2 Wochen).Unterbringung in Bungalows(10 Mann).Da dort alle Schulen der Region vertreten waren,erfolgte die Aufteilung der Züge nicht nach den Schulen/Schulklassen,sondern nach einem vorher feststehenden Plan.Marschübungen am Strand.Für viele ein Erlebnis in der Badesaison,nur nicht für uns.Visuell vielleicht...
Rotten

Angefügte Bilder:
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#79

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 10.07.2010 18:53
von Alfred | 6.841 Beiträge

ABV,

Deine Betrachtungsweise von einigen Themen ist mehr als EINSEITIG und passt voll in den Zeitgeist.

Erwähne doch z.B. mal, ab wann es die entsprechende Ausbildung in den Schulen gab und warum ! Vergessen wird natürlich, dass man in der Schule immer GEGEN Krieg erzogen wurde.

Warum erwähnst Du nicht, wie Kinder Karten malten GEGEN den Krieg in Vietnam, man malte Karten GEGEN den Putsch den es in Chile gab und man solidarisierte sich mit den Kampfgefährten um Allende, warum bringst Du nicht, dass man sich in der DDR gegen Appartheid in Südafrika einsetzte , Karten für Mandela malte ,wo zu dieser Zeit der BND freundschaftliche Beziehungen zu Südafrika pflegte.

Ich könnte noch viele weitere Beispiele bringen, Angela Davis, Nicaragua oder die 2 Weltfestspiele die es in der DDR gab. Eines der Hauptthemen war immer die Erhaltung des Friedens und warum erwähnst Du nicht die Militärdoktrin der DDR und wie die NATO darauf reagierte ?

Bei einigen scheinen 20 Jahre MEDIALES Trommelfeuer wirklich dafür gesorgt haben, das vieles ausgeblendet wird.

Bei vielen Punkten hat die Welt aufgesehen zur kleinen DDR und einige wissen auch heute noch klar zu trennen , wie verhielt sich die DDR und wie die BRD.


zuletzt bearbeitet 10.07.2010 19:21 | nach oben springen

#80

RE: Wehrsport in der DDR für Jugendliche

in Leben in der DDR 10.07.2010 19:06
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Alfred
ABV,

Deine Betrachtungsweise von einigen Themen ist mehr als EINSEITIG und passt voll in den Zeitgeist.

Erwähne doch z.B. mal, ab wann es die entsprechende Ausbildung in den Schulen gab und warum ! Vergessen wird natürlich, dass man in der Schule immer GEGEN Krieg erzogen wurde.

Warum erwähnst Du nicht, wie Kinder Karten malten GEGEN den Krieg in Vietnam, man malte Karten GEGEN den Putsch den es in Chile gab und man solidarisierte sich mit den Kampfgefährten um Allende, warum bringst Du nicht, dass man sich in der DDR gegen Appartheid in Südafrika einsetzte , sich Karten für Mandela malte ,wo zu dieser Zeit der BND freundschaftliche Beziehungen zu Südafrika pflegte.

Ich könnte noch viele weitere Beispiele bringen, Angela Davis, Nicaragua oder die 2 Weltfestspiele die es in der DDR gab. Eines der Hauptthemen war immer die Erhaltung des Friedens und warum erwähnst Du nicht die Militärdoktrin der DDR und wie die NATO darauf reagierte ?

Bei einigen scheinen 20 Jahre MEDIALES Trommelfeuer wirklich dafür gesorgt haben, das vieles ausgeblendet wird.

Bei vielen Punkten hat die Welt aufgesehen zur kleinen DDR und einige wissen auch heute noch klar zu trennen , wie verhielt sich die DDR und wie die BRD.



Mensch Alfred, geh bei dem Wetter bloß nicht so lange in die Sonne. Das soll nicht gut sein....................


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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