#101

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 16:12
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Berliner

Zitat von Mongibella
Ich bin nicht mehr verurteilt worden wegen Fahnenflucht....naja, meine Fahnenflucht ist ja auch gelungen....zum Glück....


Hallo Mara,

wenn ich Deine Aussage hier lese verstehe ich dann, dass die die es geschafft haben *nicht* wegen Fahnenflucht verurteilt wurden?

Duane




Jede Fahnenflucht wurde bestraft. Nur wer es wie Mara schaffte sich den Gesetzen der DDR durch Flucht in die BRD zu entziehen konnte ja nun nicht mehr belangt werden.




Mir wurde beim Treffen mit dem MfS-MA gesagt, das wenn ich abhauen würde, sie mich auch in der BRD oder sonswo finden würden....das hat mir zwar Angst gemacht, aber ich hab's doch versucht.....die Versuchung der gerade geöffneten Grenze und eines genehmigten Kurzurlaubes konnte ich nicht wiederstehen.....an der Grenze hab ich gezittert vor Angst und der kalte Schweiss lief mir in Strömen....einige Wochen noch hatte ich Angst vor die Tür zu gehen, gebannt hab ich alle Fernsehberichte verfolgt von den Wendegeschehnissen und mir wurde nach und nach klar, das die Stasi wohl wichtigeres zu tun hatte als mich kleines Licht holen zu kommen....das zeichnete sich halt mehr und mehr ab, aber die ersten Tage und einzelne Wochen hab ich echt gewaltigen Schiss gehabt abends rauszugehen um noch schnell mal eine zu rauchen....jedes vorbeifahrende Auto und jeden Passanten behielt ich fest im Auge....und dann drinnen auch ständig noch dat Geschwafel von meinem Onkel, der et öfters mal fallenließ, das ich 45 wohl erschossen worden wäre....et machte mich allemal kirre....zum Glück nich für lang, Anfang Frühling bin ich dann das erste Mal wieder rübber und naja, niemand nahm mich fest, rein bin ich ja zu Fuss weil ich getrampt bin.....zurück bin ich mit dem Zug und in Oebisfelde bei der noch dagewesenen Grenzkontrolle passierte auch nichts, ausser das mein geknickter Perso moniert wurde, daraufhin sagte ich zu dem Kontrolletti: und das sagt mir jemand dessen Schulterstücken noch nich ma grade sind, danach gab er mir den Perso etwas genervt wieder und ich ging durch die Schleuse....mein Puls war aber schon erhöht dabei....

groetjes

Mara


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#102

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 16:25
von Alfred | 6.861 Beiträge

Konnte ja nicht passieren, es gab ja wohl eine Amnestie.

Personsalausweis, wurde der nicht während des Grunwehrdienstes eingezogen ???


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#103

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 16:31
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von Alfred
dein,

seltsam.

In einigen Beiträgen ist zu lesen, dass die DDR für die Staatsgrenze verantwortlich war, dann kommt mal wieder, dass die DDR nichts zu sagen hatte. Man fragt sich , was denn nun ? Einige scheinen sich da nicht so richtig sicher zu sein !



Ja lieber Alfred,
ist schon seltsam, ich frage mich nur warum sich dann im Okt.1961 die Panzer "eurer Freunde" und nicht die der "NVA" den Alliierten mit scharfer Munition gegenüber, oder hatte doch nicht die DDR das sagen ? Wäre ja nicht so abwegig, denn noch im Juni hatte ja euer Ulbricht getönt, "niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten" ! Oder hat er sich doch die Erlaubnis vom großen Bruder eingeholt ?
Wie ich ja schrieb standen doch Panzer der "NVA" in der Nähe ! Nun erzähl nicht wieder alles erfunden, Westberliner durften noch bis zum 23.Aug. einreisen, nagle mich nicht auf den Tag fest, es kann auch um ein, zwei Tage davor od. danach gewesen sein,
Gruß aus Berlin


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#104

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 16:45
von Alfred | 6.861 Beiträge

dein,

weil es in Berlin den Viermächtestatus gab und die NVA in Berlin nichts zu suchen hatte, ganz einfach. Panzer gab es immer nur zur Parade und as hat ja auch immer Ärger verursacht.


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#105

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 16:49
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von dein1945
[
da muß ich Dir ja noch ewig dankbar sein....Gründen in der DDR nicht mehr ausgehalten haben. 3 Millionen vor dem Mauerbau und tausende danach können nicht irren,
Gruß aus Berlin



Nö, nicht doch. Es ist alles eine Frage von Sichtweise und -Höhe. Natürlich war ein einfacher Grenzer ob nun hüben oder drüben nicht die ultimative Spaßbremse für alle Möchtegernkrieger des coldwar auf beiden Seiten. Aber es hätte bei einem bischen Pech auch durchaus dort jeweils losgehen können.
Natürlich kann es sein, dass der Russe vielleicht gar keine Lust hatte, sich vor oder an deiner Tür auszutoben wie der Ami vor meiner Tür auch. Vielleicht war es aber auch eben diese Linie, die das Stoppzeichen setzte und klarmachte, dass der Spaß eben da aufhört. Vielleicht reichte es, daran zu glauben?
Und richtig ernst machen wollte vielleicht keiner.
Mit den Waffen war es so eine Sache. Sie zeigten mal da hin und mal da hin. Die Magazine waren mal gefüllt und manchmal wie bei den Kampfgruppen oder den Panzern am CP seinerzeit auch leer.
Show ist alles, den Spruch hatten sich an der Linie auch seinerzeit manche in der einen oder anderen Form verinnerlicht. Und wenn es schiefgegangen wäre, hätte es den Segen eben aus 500 Metern oder Kilometern Entfernung gegeben, oder mehr. Dafür waren sie da. Von hüben und drüben.
Der Grenzer war auch und ganz wesentlich ein Ausdruck der mangelnden Konkurrenzfähigkeit des Sozialismus und ein Versuch, den Spruch "Das Sein bestimmt das Bewußtsein" mit aller Härte zur Wirklichkeit zu machen. Die Grenzer waren so das Korsett für den Staat, den zu viele seiner Bürger so nicht mittragen wollten. So auch das Korsett für Stabilität an der Linie, die sich so anders damals keiner vorstellen konnte. Wir Grenzer kamen aus allen Schichten der Bevölkerung und so war oder ist es normal, dass es unter uns Leute gab, die für sich einen anderen Weg wählten. Das passiert in anderen Familien auch.
So wie auch früher der oberste Indianer nicht jeden Befehl selbst erteilt hat oder gar allein ausgeführt hat, war das in der DDR wie auch der BRD nicht anders. Unwahrscheinlich, dass es je ein Schriftstück aus Wünsdorf bis in eine GK an der Linie geschafft hat.
Und Schüsse an der Grenze fielen auch schon lange vor dem 13. August. Vielleicht waren es vorher mehr als danach. Das Deutsche auf Deutsche schießen hat nicht nur in Germany eine tausende Jahre (wenn ich Steine mitzähle) lange Tradition. Da spielte die DDR keine Sonderrolle.
Sei doch froh, die Frage einer Fahnenflucht stellte sich für dich nicht. Bleibt zu hoffen, dass dies auch so bleibt.
Wenn man überhaupt irgendwem dankbar sein muss, dann doch eher dem glücklichen Umstand, zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort geboren zu sein. So das einem diese Fragen erspart blieben.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#106

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 16:54
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Konnte ja nicht passieren, es gab ja wohl eine Amnestie.

Personsalausweis, wurde der nicht während des Grunwehrdienstes eingezogen ???



Der DDR Perso schon Alfred, ich bekam aber nach wenigen Tagen im Sauerland einen neuen....diese Karte wie ihr sie auch heut noch kennt....hab mal grad gekuckt, meinen letzten deutschen hab ich sogar noch, sogar ohne entwertendem Loch dadrin....

....naja, mit soeinem bin ich dann halt im Frühjahr 1990 ein allerletztes Mal in der noch existierenden DDR gewesen....mit Knick mittendurch....

groetjes

Mara


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#107

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 17:16
von S51 | 3.733 Beiträge

Ganz nüchtern, die Frage, ob nun Fahnenflucht ein Makel ist oder nicht, resultiert aus einem grundsätzlichem Problem.
Da ist einerseits der Soldat, egal welcher Dienstgrad, der seinen Eid einhält. Der alles mitmacht, was befohlen wird und mit dem Risiko, dabei verwundet oder getötet zu werden klarkommen muss. Der damit klarkommen muss, auf der Grundlage eines Befehles auch andere Menschen zu verletzen, gar zu töten. Der dies für jede Armee idealerweise auch tut. Der Voraussetzung ist, damit eine Armee effektiv kämpfen kann. Der, wenn alles vorbei ist, vielleicht der Dumme ist, so er noch lebt, dem nichts bleibt ausser kaputter Knochen und beinahe ewiger Vorwürfe (wenn seine Seite verloren hat). Der deshalb einen gewissen Haß auf jene hat, die sich dies ersparen.
Die anderen "Soldaten": Die sich, wenn es ernst wird, dafür entscheiden, ihr Wort zu brechen. Die dafür auch viel Mut brauchen. Weil sie dadurch im Kriegsfall ihr Leben riskieren, zumindest ihre Freiheit. Weil sie wissen, dass ihnen die anderen Soldaten für den Rest ihres Lebens Feigheit, zumindest aber Faulheit und Ehrlosigkeit vorwerfen werden. Ein Stigma, mit dem nicht jeder klarkommt. Wie das Video eingangs beweist.
Die der Alptraum für jede Armee sind. Und manchmal triumphieren (sie bleiben gesund, verlieren nicht und töten nicht), was man ihnen dann wieder doppelt übel nimmt.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#108

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 17:26
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Alfred
dein,

weil es in Berlin den Viermächtestatus gab und die NVA in Berlin nichts zu suchen hatte, ganz einfach. Panzer gab es immer nur zur Parade und as hat ja auch immer Ärger verursacht.



Alfred, man hatte doch erwogen, am 10.11.1989 die NVA* nach Ostberlin zu holen.... Das wäre also auch ein klarer Bruch gegen den Status gewesen....?

AZ

*Die Führung erteilt dem Kommando der NVA-Landstreitkräfte den Befehl, die 1. Mot- Schützendivision (Potsdam) und das Luftsturmregiment-40 (Lehnitz) - zwei im Stadtkampf ausgebildete und mit modernster Kriegstechnik ausgerüstete NVA-Eliteeinheiten - in "Erhöhte Gefechtsbereitschaft" zu versetzen.


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#109

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 17:47
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von dein1945
Die Nacht des 13. war kaum hereingebrochen da fielen die ersten Schüsse, dass wollte man damals kaum glauben, Deutsche schiessen auf Deutsche, aber wenn ich es heute lesen muß alles geschah um den Weltfrieden zu schützen, denn kann ich garnicht soviel kotzen wie ich möchte.




@dein1945,
S51 hat es ziemlich gut dargelegt. leider gottes pflegten sich die deutschen und vorher die germanen seit urzeiten gegenseitig um zu bringen. jeweils immer schön in sich gegenüberstehenden bündnissen so war arminius bevor er sich gegen rom wande ein römischer offizier. daß ist zwar keine schöner fakt aber leider geschichtliche realität.

nun zeige mir hier im forum mal einen beitrag in dem behauptet wird es wurde an der grenze auf menschen geschossen um den weltfrieden zu retten. ich kann mich beim besten willen nicht an einen solchen erinnern, eher an solche in denen gesagt wird dass jeder toter oder verletzter einer zuviel war. und dass übrigens quer durch alle fraktionen hier.
du vermischt hier etwas und stellst falsch dar. daß diese grenze errichtet wurde hatte ursachen. soweit dürfte hier im forum wohl ein konsens bestehen. nun wahr wohl die DDR führung 1961 nocht soweit politischen selbsmord zu begehen und die DDR ab zu schreiben, genauso wie die sowjetunion nicht bereit war ihren durch hohen blutzoll erreichten status in mitteleuropa einfach aufzugeben.

auf der anderen seit von werra und elbe stand man bereit um den sozialismus erstmal wieder bis zur oder zurück zu rollen. pläne, konzepte strategien gab es doch wohl.
selbst unter westlichen historikern, die der DDR, der SU oder dem ganzen soz. system wenig sympathie entgegebringen ist unstrittig dass nur durch das "gleichgewicht des schreckens" kein atomkrieg ausbrach. und zu einem stabilisierenden faktor gehörte nun mal auch diese grenze, mit allem ihren schrecknissen. und schon sind wir da wo wir immer landen: wer die DDR an sich in frage stellt und die historischen ursachen die zu ihrer gründung führten einfach negiert, kann und vor allem will einfach nicht den argumenten der anderen seite zuhören und versuchen zumindest ansatzweise zu verstehen.


SCORN


zuletzt bearbeitet 02.03.2010 17:50 | nach oben springen

#110

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 17:54
von manudave (gelöscht)
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Grenzer auf Wacht für den Frieden, Scorn?

Kein Problem:

topic-threaded.php?forum=80&threaded=1&id=1239&message=16910


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#111

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 18:07
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von Augenzeuge

Zitat von Alfred
dein,

weil es in Berlin den Viermächtestatus gab und die NVA in Berlin nichts zu suchen hatte, ganz einfach. Panzer gab es immer nur zur Parade und as hat ja auch immer Ärger verursacht.



Alfred, man hatte doch erwogen, am 10.11.1989 die NVA* nach Ostberlin zu holen.... Das wäre also auch ein klarer Bruch gegen den Status gewesen....?

AZ

*Die Führung erteilt dem Kommando der NVA-Landstreitkräfte den Befehl, die 1. Mot- Schützendivision (Potsdam) und das Luftsturmregiment-40 (Lehnitz) - zwei im Stadtkampf ausgebildete und mit modernster Kriegstechnik ausgerüstete NVA-Eliteeinheiten - in "Erhöhte Gefechtsbereitschaft" zu versetzen.




AZ,

1. was wäre wenn ?


Es ist nicht passiert und somit hat sich diese Sache erledigt.
Zu dieser Zeit gab es ja viele Absprachen zwischen den verschiedensten Kräften und vieles war möglich was sonst ausgeschlossen war.

Du solltest mal Deine Quellen überprüfen , denn so wie Du dies schreibst ist es nicht korrekt.

In den Mittagsstunden des 10.11.1989 wurde im Auftrag von Minister Keßler durch den Chef des Hauptstabes, Generaloberst Streletz , dem Chef der Landstreitkräfte Generaloberst Stechbarth der Befehl erteilt:

„ Auslösung der erhöhten Gefechtsbereitschaft für die 1. MSD und das Luftsturmregiment 40 in der Bereitschaft ohne Panzer, ohne Artillerie und ohne schwere Technik um in Berlin zur Unterstützung der Grenztruppen eingesetzt zu werden“.

Das liest sich doch schon einiges anderes als Du dies geschrieben hast.

Von Stechbarth ging dann dieser Befehl weiter an Chef des Stabes Generalleutnant Skerra.

Noch ein Hinweis, das Luftsturmregiment war in Lehnin, nicht in Lehnitz.


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#112

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 18:18
von Augenzeuge (gelöscht)
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Danke, Alfred.
Genauso sagte es auch Streletz.....naja, den kennst du ja besonders gut.

http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...nical/year/1989

AZ


zuletzt bearbeitet 02.03.2010 18:18 | nach oben springen

#113

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 18:19
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von Alfred
dein,

weil es in Berlin den Viermächtestatus gab und die NVA in Berlin nichts zu suchen hatte, ganz einfach. Panzer gab es immer nur zur Parade und as hat ja auch immer Ärger verursacht.



Ach Alfred,
Parade hin Parade her, die Panzer der "NVA" standen am 13.August nicht weit vom Potsdamer Platz in der Leipzigerstr. auf abgeräumten Trümmergrundstücken, andere Punkte kann ich nicht benennen, nur die habe ich mit eigenen Augen gesehen, gib mal unter -suchen- Panzer 13.8.1961 ein, dann kannst Du deine Paradepanzer wiederfinden, halte nicht immer andere für dümmer, als Du selbst bist, da man von Dir ja kein Alter erfährt, nehm ich mal an Du warst zu der Zeit noch Jungpionier, die ich meine hier die "Jungpioniere" hat man ja mit Blumensträußen hingeschickt um die "Jungen Genossen" von der "NVA" für ihre gute Tat zu beglückwünschen, es sind ja hier viele unterwegst die den eigentlichen Mauerbau nur aus den Medien kennen, nichts für ungut, ich bleib dabei,
Gruß aus Berlin


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#114

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 18:32
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Ek40 und dein 1945, es ist eigentlich schon alles gesagt, so S51 und Scorn, ihre Texte. Irgendwo in einem meiner früheren Beiträge in " Weiterführung Diskussion BRD-DDR", in meinem Streitgespräch mit Transitfahrer habe ich einmal auf ein Zitat vom Marion Gräfin Dönhoff geschrieben, als hier ihr Zitat:

Nirgendwo sonst in der Welt gibt es eine Grenze, die so verschiedene Welten voneinander trennt, nirgendwo sonst spielt es eine so entscheidente Rolle ob man 100 Meter weiter rechts oder links einer Trennlinie geboren wird.

Darauf meine Antwort: Jetzt sage ich, der Arbeiterjunge, dann hätte sie aber auch gleich weiter schreiben sollen, diese Grenze trennte zwei Gesellschaftssysteme, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können, so wie Feuer und Wasser.
Ich vergleiche das mit zwei Boxern vor dem Kampf, wo der Ringrichter nicht die Hand nach oben hebt und sagte boxt sonder er sagte stop, bis hier her und nicht weiter. Auch wenn einer der beiden Kontrahenden 1994 den Ring verlassen musste, nenn es Bestechung der Punktrichter, das gibt es in jedem schlechten Boxkampf.Antwort Ende.

Zu meinem zitierten Text mit den Kindern und den Träumen füge ich jetzt noch an: Ich war nicht stolz, ein Grenzer zu sein, beileibe nicht, weil ich mit meinen Gedanken mehr zu Hause war wie im Grenzdienst, zumindest die ersten zwölf Monate aber ich bin stolz, etwas für den Frieden getan zu haben. Und diese letzte Erkenntnis hatte ich komischerweise damals noch nicht, aber heute, da kam sie so über mich, weil ich älter geworden bin, die ganze Sache noch mal so an mir vorbeilaufen ließ, und ich denke, ich liege nicht falsch mit meiner Aussage über die Kinder.
Was will ich jetzt mehr dazu schreiben? Ich denke, das müsste genügen.

R-M-R


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#115

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 18:40
von Alfred | 6.861 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Danke, Alfred.
Genauso sagte es auch Streletz.....naja, den kennst du ja besonders gut.

http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...nical/year/1989

AZ



AZ,

dass werden Dir auch Keßler und Stechbarth so erzählen, weil es den Tatsachen entspricht.

Dank für den Link, kannte ich noch nicht.


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#116

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 18:44
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von SCORN
[quote="dein1945"] Die Nacht des 13. war kaum hereingebrochen da fielen die ersten Schüsse, dass wollte man damals kaum glauben, Deutsche schiessen auf Deutsche, aber wenn ich es heute lesen muß alles geschah um den Weltfrieden zu schützen, denn kann ich garnicht soviel kotzen wie ich möchte.




@dein1945,
S51 hat es ziemlich gut dargelegt. leider gottes pflegten sich die deutschen und vorher die germanen seit urzeiten gegenseitig um zu bringen. jeweils immer schön in sich gegenüberstehenden bündnissen so war arminius bevor er sich gegen rom wande ein römischer offizier. daß ist zwar keine schöner fakt aber leider geschichtliche realität.

nun zeige mir hier im forum mal einen beitrag in dem behauptet wird es wurde an der grenze auf menschen geschossen um den weltfrieden zu retten. ich kann mich beim besten willen nicht an einen solchen erinnern, eher an solche in denen gesagt wird dass jeder toter oder verletzter einer zuviel war. und dass übrigens quer durch alle fraktionen hier.
du vermischt hier etwas und stellst falsch dar. daß diese grenze errichtet wurde hatte ursachen. soweit dürfte hier im forum wohl ein konsens bestehen. nun wahr wohl die DDR führung 1961 nocht soweit politischen selbsmord zu begehen und die DDR ab zu schreiben, genauso wie die sowjetunion nicht bereit war ihren durch hohen blutzoll erreichten status in mitteleuropa einfach aufzugeben.

auf der anderen seit von werra und elbe stand man bereit um den sozialismus erstmal wieder bis zur oder zurück zu rollen. pläne, konzepte strategien gab es doch wohl.
selbst unter westlichen historikern, die der DDR, der SU oder dem ganzen soz. system wenig sympathie entgegebringen ist unstrittig dass nur durch das "gleichgewicht des schreckens" kein atomkrieg ausbrach. und zu einem stabilisierenden faktor gehörte nun mal auch diese grenze, mit allem ihren schrecknissen. und schon sind wir da wo wir immer landen: wer die DDR an sich in frage stellt und die historischen ursachen die zu ihrer gründung führten einfach negiert, kann und vor allem will einfach nicht den argumenten der anderen seite zuhören und versuchen zumindest ansatzweise zu verstehen.


Hallo SCORN und S51,
kann euch beiden ja in vielem was ihr schreibt folgen und will bestimmt nicht alles in Abrede stellen, aber wir reden hier nicht über die "Schlacht im Teuteburgerwald", das Forum nennt sich immer noch -Forum-DDR-Grenze- oder habe ich da etwas verschlafen, und wenn hier von einigen behauptet wird, wir standen hier auf Wacht um den Weltfrieden zu retten, so ist dies eine infame Lüge, der Staat "DDR" wußte sich nicht anders zu helfen, sonst wäre er in kürzester Zeit ausgeblutet, sprich leer gewesen. Dann stellt sich für mich die Frage warum nannte man dieses Monster auch noch "Antifaschistischen Schutzwall", ich war kein Faschist, dass würde ich mir auch verbeten haben, also warum muste dann auf Grenzverletzer geschossen werden, es kamen ja kaum Leute in Richtung W/O,
Gruß aus Berlin


zuletzt bearbeitet 02.03.2010 18:45 | nach oben springen

#117

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 18:59
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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dein 1945, das mit dem "ausgeblutet" der DDR ist deine extreme Meinung. Ich denke da so an die vielen Kinder aus dem Westen, die im Laufe der 60er Jahre in meine Schulklasse kamen, gerade weil ihre Väter im Westen, im Ruhrpott und anderswo keine Arbeit mehr fanden.
Und wir waren nur eine Klasse von tausenden Klassen in der kleinen DDR. Manchmal habe ich ebenfalls den Eindruck, man möchte am liebsten die Geschichte neu schreiben, so böser aggresiver Kommunismus, der sich die ganze Welt zu eigen machen wollte.
Da musste man natürlich reagieren, siehe Vietnam, man musste als Antwort B52 Bomber schicken mit jeder Menge Bomben darin und noch etwas Agent Orange versprühen.
Das waren doch eure Brüder,die Amis, dein 1945, oder liege ich da falsch?

R-M-R


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#118

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 19:03
von Greso | 2.377 Beiträge

Fahnenflucht für mich niemals!!!!
Greso


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#119

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 19:09
von karl143 (gelöscht)
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@ Reiner-Maria,
die Zahl der Übersiedler West-Ost ist sicher überschaubar. Lt. MdR habe ich folgendes gefunden:
Insgesamt kommen 200.000 Bundesbürger in die DDR - die Masse in den fünfziger Jahren, als die Grenze noch durchlässig ist. Die Zahl steht für den gesamten Lebenszeitraum der DDR, war was mit 40 Jahren. Da werden es also nicht so viele in der Klasse von dir gewesen sein. Und diejenigen, die in den 50er Jahren kamen, konnten auch nicht ahnen, was Anfang der 60er, nämlich im August 1961 passieren würde. Das dazu.

Zu den Amerikanern, wzu ihr immer US-Amerikaner sagtet. Das ist wohl richtig, sie waren und sind unsere Brüder. Und ich finde es auch gut, und ich bin auch stolz darauf. Auch wenn ich nicht mit allem was in Vietnam passiert einverstanden war. Aber dieses Land und die Engländer gaben uns eine Demokratie, halfen beim Aufbau, und halfen damit auch, das ich z. B. nach meiner Geburt alles haben konnte, und meine Eltern nie Schlange stehen mußten. Und ich meine, darauf kann man stolz sein. Wie du das mit deinen sowjetischen Waffenbrüdern siehst ist mir auch klar und ich kann es mir denken. Da war sicherlich auch alles ganz toll. Wers glaubt! Da muß keine Geschichte umgeschrieben werden. Ich kanns mir gut vorstellen.


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#120

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 19:13
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von Greso
Fahnenflucht für mich niemals!!!!
Greso



Aber vor dem Mauerbau im Westen ins Kino gehen, übrigens der Übergang war nicht die Warschauer Brücke, sondern die Oberbaumbrücke, auch fuhr von dort keine Strassenbahn zum Zoo, dies nur mal zur Richtigstellung in deiner anderen Antwort,
Gruß aus Berlin


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