#81

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2010 23:33
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Mike59

Was weiß ich was einen Menschen dazu bewegt seinen Eid zu brechen. Ich werde mich hüten darüber zu urteilen auch wenn ich dazu eine eigene Meinung habe.

Mike59


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Ein aufgezwungener Eid ist im Grunde nichts wert, dient lediglich nur dazu,den Untergebenen klar zu machen, daß sie nicht mehr selbst über sich bestimmen können und birgt in meinem Verständnis schon die Aufforderung und Mithilfe zum Meineid, der dann aber wieder unter Strafe gestellt ist. Ein sicheres Machtmittel für Alle, auch für demokratischen Staaten in Ost und West und in Nord und Süd!Wenn von dem Eidleister noch verlangt wird, sich selber der Verachtung des ganzen Volkes auszusetzen, sollte er diesen Eid brechen so wird von ihm in perverser Weise auch noch gefordert selbst seine Bestrafung zu fordern. Schlimmer geht´s nimmer
Schönen Gruß aus Kassel.


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#82

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2010 23:49
von wosch (gelöscht)
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Zitat von js674

Zitat von Alfred

Zitat von wosch

Zitat von Alfred
Wosch,
ich konnte aber in der DDR auch den Dienst ohne Waffe leisten, übrigens dass einzigste Land im Warschauer Vertrag, wo dies so möglich war.


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Ja Alfred, zwar ein bisschen spät aber konntest Du auch ganz verweigern ohne daß dich "gesetzliche Maßnahmen" trafen? Mußte der Bausoldat einen Eid ablegen?
Schönen Gruß aus Kassel.



Wosch,
1964 wurde der Diesnt ohne Waffe beschlossen. So spät war dies ja nun auch nicht.
Einen Eid mussten die Bausoldaten NICHT ablegen.




Einen Eid nicht aber ein Gelöbnis, schaue dazu mal hier: http://home.snafu.de/veith/eide.htm

gruß Jens





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Danke Jens für den hinweis auf das Gelöbnis!! Ich erkenne darin allerdings auch eine Art von Verpflichtung, die sich so sonderlich nicht von den anderen Eiden unterscheidet und der "Bruch" dieses Gelöbnisses wird wohl auch mit ner gehörigen Strafandrohung belegt worden sein!!?? Und für Alfred: Meine Frage ob man den Dienst ohne Waffe ganz verweigern konnte, ohne daß Einem "Gesetzliche Maßnahmen" drohten hattest Du mir leider nicht beantwortet!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#83

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2010 23:50
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Ja Leute,wir bewegen uns auf einen Trittbrett der gegenseitigen Schuldzuweisung und nicht auf einer geschichtlichen Aufarbeitung.Wir sind hier im Forum und Ost und West prallen schon wieder aufeinander,Warum das--weil keiner klein bei geben will.Obwohl beide Seiten etwas gutes gehabt haben.Ja es ist schwer so was zu verstehen,aber es ist nicht schwer sein gegegenüber zu sagen,lasse uns reden darüber.
Gruß Rostocker


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#84

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.03.2010 23:54
von X-X-X (gelöscht)
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#85

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 00:14
von wosch (gelöscht)
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Ich kann ja verstehen, daß Einigen das Geschreibe hier auf die Nerven geht, aber so ist das nun mal im richtigen Leben! Nehmt mir aber bitte nicht den Spaß am Forum, ich will schließlich auch noch meine "1000" schaffen, ohne Begrüßungen und ewige Glückwünsche!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#86

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 00:19
von Alfred | 6.853 Beiträge

Wosch,

Totalverweigerer konnten bestraft werden. Ganz einfach. Die Zahlen waren aber sehr gering.

Wie sah dies in der BRD aus ?


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#87

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 00:39
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Wosch,

Totalverweigerer konnten bestraft werden. Ganz einfach. Die Zahlen waren aber sehr gering.

Wie sah dies in der BRD aus ?



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Danke Alfred für die Antwort. Konnten sie bestraft werden oder wurden sie bestraft, kennst Du belegte Fälle wo so ein Totalverweigerer nicht bestraft wurde? Welche Zahlen waren sehr gering, die der Bestraften oder die der Totalverweigerer, kannst Du das bitte präzisieren? Wie das in der BRD genau aussah kann ich mangels Erfahrung nicht sagen, nur soviel das der Zivildienstleistene hier ohne Uniform herumlief im Gegensatz zu Denen die in der DDR den Dienst ohne Waffe verrichteten. Es waren also auch wenn sie eigentlich nicht wollten, Soldaten!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#88

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 00:47
von js674 | 231 Beiträge

Zitat von Alfred
js674,
Wosch hatte eine Frage, die Frage war nach einen Eid, darauf habe ich doch richtig geantwortet, oder ?
Sonst müssen wir in Zukunft bei der Beantwortung einer jeden Frage im Urschleim beginnen. Das es ein Gelöbnis gab, ist mir schon bekannt.
Ich hoffe, Du bist mir jetzt nicht böse, dass ich nicht den ganzen Inhalt hier einstelle.



@Alfred,
warum sollte ich böse sein, nur lese dir mal das Gelöbnis genau durch, dann kannst du gleich das Wort "Gelöbnis" streichen und dafür das Wort "Eid" einsetzen. Es war nur nach Außen hin schönfärberei und mehr sage ich dazu nichts.


"Sein Erbe hochzuhalten und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten ist kein Widerspruch.
Tradition zu bewahren heißt nicht Asche aufzubewahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten"
(Hans-Josef Menke)

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#89

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 03:45
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Zermatt, man muss natürlich neidlos anerkennen: Trotz kaltem Krieg hatten wir, zumindest bis zur Wende, also 1989 gerechnet 44 Jahre Frieden.



Konnte man den Kalten Krieg denn wirklich als Frieden bezeichnen? Oder ist es nicht vielmehr so (wie dies heute v.a. in Amerika vertreten wird), daß für die Menschen östlich des Eisernen Vorhangs der Zweite Weltkrieg erst 1989 zu Ende war?

In diesem Zusammenhang paßt dann auch wieder das Adenauer-Zitat:

Ein Frieden ohne Freiheit ist kein Frieden.


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#90

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 03:51
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Wo ist der Unterschied zwischen einer Friedensarmee, die mit Waffengewalt den Frieden schützen würde, jedoch niemals zum Einsatz kam und einer Verteidigungsarmee die in andere Länder einmarschiert um ihr Land zu verteidigen, das niemals angeriffen wurde?



Die "Friedensarmee" lasse ich mal unkommentiert...

Aber daß der Verteidigungsfall innerhalb eines Militärbündnisses nicht nur bei Angriffen gegen das eigene Land, sondern auch bei Angriffen gegen einen Bündnispartner gegeben ist, sollte doch eigentlich bekannt sein --- in dieser Hinsicht unterscheiden sich NATO und Warschauer Pakt nicht fundamental.


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#91

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 04:10
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Gefunden in der FAZ vom 24. November 2008

Amerikanischer Deserteur beantragt Asyl

Frankfurt, 27. November(epd). Ein amerikanischer Deserteur hat in Deutschland Asyl beantragt.Mit dem Antrag des 31 Jahre alten Mannes suchte erstmals ein desertierter amerikanischer Soldat, der im Irak gekämpft habe, in Europa Schutz, sagte sein Anwalt am Donnerstag in Frankfurt. Der am vergangenen Mittwoch eingereichte Antrag berufe sich auf die Genfer Flüchtlingskonvention und eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2004.
Danach stehe Deserteuren Schitz vor Verfolgung zu, wenn der Militärdienst Verbrechen oder Handlungen umfasse, die völkerrechtswidrig sind, sagte der Anwalt. Das treffe auf den Irakkrieg zu. Über den Antrag entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Frage meinerseits: Weiß Einer, wie die Sache ausgegangen ist für den Deserteur?



Das müßte André Shepherd sein.

Wenn ich das richtig sehe, läuft sein Verfahren noch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Shepherd


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#92

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 06:39
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von seaman
[zwei bis zehn Jahren vor. Eine unerlaubte Entfernung lag gemäß § 255 StGB bei einem Fernbleiben von der Truppe über 24 Stunden vor und wurde mit Strafen zwischen Strafarrest bis 3 Jahre Freiheitsentzug geahndet.



In der Regel aber nicht immer.
Wie in meinem Profil nachzulesen ist, habe ich nie Sonderurlaub erhalten. Irgend etwas kam wohl immer mal dazwischen. Doch so etwas ähnliches gab es schon mal.
1983, noch während meiner Zeit in Ilsenburg habe ich schon auf dem Weg zum Bahnhof in meiner Heimatstadt bei einem Blick auf meinen Urlaubsschein festgestellt, dass der Spieß mir wohl durch einen Fehler erst Mittwoch früh zum Dienst eingetragen hatte. Niemandem ist das aufgefallen. Was nun? Anrufen! Ja Pustekuchen. Weder bei der Post noch am Bahnhof gab es einen funktionierenden Fernsprecher. Privat hatten wir natürlich auch keines. Und da ich den zusätzlichen Tag sogar schriftlich hatte, habe ich mich auf diesen Boden der Tatsachen zurückgezogen. Sprich, keine schlafenden Hunde geweckt und noch einen Tag länger frei gemacht.
Meine spätere Ankunft in Ilsenburg war eindrucksvoll. LO zur Abholung samt Zugführer als Empfangskommando. Der Urlaubsschein wurde geprüft und ich wurde erstmals (und das einzige Mal) zur Kompanie gefahren.
Es gab keine Bestrafung, der Sachverhalt wurde nie mehr erwähnt. Man konnte also auch so davonkommen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#93

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 06:46
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Guten Morgen Sonny, du junger Löwe und danke für den Text über den Deserteur. Gäbe es nur mal mehr von den Jungs, die ihren Kopf zu gebrauchen wissen, die Amis hätten schon die Hälfte Tote und Verwundete weniger auf ihren Kriegsschauplätzen.
Noch mal zu dem schönen Zitat vom Herrn Adenauer mit der " Freiheit" und so. Ich muss auch immer wieder fragen, was für eine Freiheit er denn da meinte, der alte Mann?
Seine Bananenfreiheit etwa? Oder die, im schönen Zyklus immer mal arbeitslos zu werden? Und so ließe sich das noch endlos fortsetzen.
Du weißt, wir haben eine sehr unterschiedliche Auffassung von diesem Wort, und völlig verkehrt, deine kühne These, das im Osten der zweite WK. erst 1989 zu Ende war.
Wie schrieb ich mal so schön und mal sehen, ob ich es noch zusammen bekomme: Und die Kinder Westdeutschlands und die in der DDR schliefen einen ruhigen,friedlichen mit schönen Träumen angefüllten Schlaf, mit dem Teddy im Arm und dem Nuppel im Mund. Alleine das war es Millionenfach wert, diese verdammten 18. Monate da vorn an diesem Kanten, dem Grenzzaun I abzureißen, diese ganze , und jetzt entschuldige, weil ich es ausschreibe, sich diese ganze Scheiße anzutun.

R-M-R


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#94

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 08:55
von Alfred | 6.853 Beiträge

Wosch,

gern einige Zahlen.

Bei einer Anzahl von jährlich rund 130.000 Wehrpflichtigen gab es ca. 200 Verweigerer des Dienstes mit Waffe. In den Jahren 1976 bis 1983 wuchs die Zahl auf rund 400, bei Jahrgangsstärken von rund 149.000 Mann.

Das betraf die Bausoldaten.

Die Zahl der Totalverweigerer war noch geringer, etwa 100 per Jahr. .Im letzten Jahr der DDR, 1989 waren es und 200 Personen.

Der große Teil dieser Personen gehörte zum Kreis der Zeugen Jehovas. Bis 1983 wurden diese Personen entsprechend der Gesetzte der DDR bestraft, einen Prozentsatz habe ich aber nicht. Hier müsste ich mich informieren.

Im Jahr 1983 – 500 Geburtstag von Luther- gab es eine Weisung des Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der DDR – Honecker – keine Einberufungsbefehle an solche Personen zu versenden, die als Totalverweigerer in Frage kommen könnten. Sprich, es kam praktisch auch zu keiner Strafverfolgung mehr. Herausgegebene Einberufungsbefehle wurden wieder „storniert“. Es gab nach 1984 noch einige wenige Fälle, wo wieder Einberufungsbefehle verschickt wurden.

Eine „Wende“ gab es dann nochmals 1988.

Am 9. Januar 1988 unterzeichnete der Verteidigungsminister Keßler ein Schreiben aus dem Bereich personelle Auffüllung, welches an Honecker ging.

Dort war u.a. zu lesen : „Ausgehend von der 1983 getroffenen Entscheidung über die Nichteinberufung von Wehrpflichtigen, die jeglichen Wehrdienst verweigern, wurden seit dieser Zeit an 560 Wehrpflichtige, darunter 405 Zeugen Jehovas, keine Einberufungsbefehle übergeben und damit eine strafrechtliche Verfolgung vermieden. Von den Wehrpflichtigen, die auf Grund ihres Alters nur noch bis Ende 1988 zum Wehrdienst einberufen werden können, erklärten bisher 65 Wehrpflichtige (ausserdem 135 Zeugen Jehovas) die Verweigerung jeglichen Wehrdienstes. In der Altersgruppe der 18 bis 25 jährigen Wehrpflichtigen sind uns bisher 1.065 Personen, darunter ca. 830 zeugen Jehova bekannt, die jeglichen Wehrdienst verweigern.“

Dann kam von Keßler der Vorschlag, weiter so zu verfahren, dass diese Peronen nicht betraft werden. Am 11. Januar unterzeichnet Honecker dieses Schreiben mit „Einverstanden“.


Wosch, nur als Hinweis. Es gibt einige Länder der Welt, die Totalverweigerer bestraften, dies war keine Eigenheit der DDR.


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#95

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 09:16
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Guten Morgen Sonny, du junger Löwe und danke für den Text über den Deserteur. Gäbe es nur mal mehr von den Jungs, die ihren Kopf zu gebrauchen wissen, die Amis hätten schon die Hälfte Tote und Verwundete weniger auf ihren Kriegsschauplätzen.



Bitte, gern

Was die Deserteure generell angeht, so würde ich da aber differenzieren zwischen freiwillig dienenden Soldaten (wie in der heutigen US Army, aber auch bei der Bundeswehr im Auslandseinsatz) und Wehrpflichtigen (wie z.B. noch in der US Army im Vietnamkrieg): Bei letzteren kann ich die Gründe für eine Fahnenflucht sehr viel besser verstehen und nachvollziehen, als bei ersteren.

Zitat
Noch mal zu dem schönen Zitat vom Herrn Adenauer mit der " Freiheit" und so. Ich muss auch immer wieder fragen, was für eine Freiheit er denn da meinte, der alte Mann?
Seine Bananenfreiheit etwa? Oder die, im schönen Zyklus immer mal arbeitslos zu werden? Und so ließe sich das noch endlos fortsetzen.



Es ging schon um Meinungsfreiheit, Reisefreiheit usw.

Aber deine Kritik ist dennoch nicht ganz unberechtigt, weil sich in diesem Adenauer-Zitat doch auch eine gewisse Selbstgerechtigkeit ausdrückt: Es ist immer praktisch, mit dem Finger auf andere zu zeigen --- daß dabei drei Finger auf einen selber zeigen, das bemerkt dann hoffentlich niemand mehr...

Freilich muß man das im Kontext der 50er und 60er Jahre sehen: Arbeitslosigkeit usw. war damals in der Bundesrepublik kein Thema, und Adenauer hat ja (als bislang einziger Bundeskanzler) sogar mit seiner Partei die absolute Mehrheit errungen (bei der Bundstagswahl 1957) --- die Unterstützung der bundesdeutschen Bevölkerung hatte er also definitiv.

Zu hinterfragen wäre dann eher, was Adenauer wirklich zur Überwindung der deutschen Teilung (oder zumindest zur Linderung ihrer Folgen) beigetragen hat; vorgeworfen wurden ihm ja auch damals schon insbes. seine brüske Ablehnung der "Stalin-Note" 1952 und sein seltsam-gleichgültiges Verhalten während des Mauerbaus 1961 --- aber das ist wieder ein eigenes Thema.

Später, in den 70er und 80er Jahren, hatte sich dann aber im politischen Bonn manches verändert --- und die Adenauer-These vom "Nichtfrieden" jenseits des Eisernen Vorhangs wurde nur noch von ganz wenigen vertreten.

Zitat
Du weißt, wir haben eine sehr unterschiedliche Auffassung von diesem Wort, und völlig verkehrt, deine kühne These, das im Osten der zweite WK. erst 1989 zu Ende war.



Das ist eine These, die ich einfach mal erwähnen wollte --- ohne daß ich sie selber vertreten würde. (Vielleicht hätte ich das noch dazuschreiben sollen.)

Bei aller Kritik an den Verhältnissen in der DDR und dem Ostblock, so halte ich es aber doch für übertrieben, die Verhältnisse dort in irgendeiner Form als "Krieg" zu bezeichnen --- und, ähnlich wie oben schon erläutert, wurden solche Meinungen in der Bundesrepublik in den 70er und 80er Jahren auch kaum noch vertreten. (In den angelsächsischen Ländern war das anders und ist es z.T. heute noch --- aber auch das ist wiederum ein eigenes Thema.)

Zitat
Wie schrieb ich mal so schön und mal sehen, ob ich es noch zusammen bekomme: Und die Kinder Westdeutschlands und die in der DDR schliefen einen ruhigen,friedlichen mit schönen Träumen angefüllten Schlaf, mit dem Teddy im Arm und dem Nuppel im Mund. Alleine das war es Millionenfach wert, diese verdammten 18. Monate da vorn an diesem Kanten, dem Grenzzaun I abzureißen, diese ganze , und jetzt entschuldige, weil ich es ausschreibe, sich diese ganze Scheiße anzutun.



Der Kalte Krieg war ja (selbst in seiner schlimmsten Phase in den 60er Jahren) niemals eine Feindschaft der einzelnen Menschen, insbes. nicht in Deutschland: Der "junge Löwe" in Bitterfeld hatte nichts gegen seinen "Bruder" in Bielefeld --- und für ihre Kinder galt das natürlich erst recht.

Inwiefern die Soldaten der verschiedenen Armeen ihren Beitag dazu geleistet haben, den Kalten Krieg irgendwie "handhabbar" zu gestalten, das ist sehr schwer zu beurteilen. Was man aber m.E. sagen kann: Die einfachen Wehrpflichtigen (im Osten wie im Westen) waren sicher in erster Linie an einem möglichst ruhigen, störungsfreien Dienst interessiert --- für sie wäre es der Alptraum schlechthin gewesen, auf die Kameraden der "anderen Seite" schießen zu müssen.


zuletzt bearbeitet 02.03.2010 09:19 | nach oben springen

#96

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 09:18
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Guten Morgen Sonny, du junger Löwe und danke für den Text über den Deserteur. Gäbe es nur mal mehr von den Jungs, die ihren Kopf zu gebrauchen wissen, die Amis hätten schon die Hälfte Tote und Verwundete weniger auf ihren Kriegsschauplätzen.
Noch mal zu dem schönen Zitat vom Herrn Adenauer mit der " Freiheit" und so. Ich muss auch immer wieder fragen, was für eine Freiheit er denn da meinte, der alte Mann?
Seine Bananenfreiheit etwa? Oder die, im schönen Zyklus immer mal arbeitslos zu werden? Und so ließe sich das noch endlos fortsetzen.
Du weißt, wir haben eine sehr unterschiedliche Auffassung von diesem Wort, und völlig verkehrt, deine kühne These, das im Osten der zweite WK. erst 1989 zu Ende war.
Wie schrieb ich mal so schön und mal sehen, ob ich es noch zusammen bekomme: Und die Kinder Westdeutschlands und die in der DDR schliefen einen ruhigen,friedlichen mit schönen Träumen angefüllten Schlaf, mit dem Teddy im Arm und dem Nuppel im Mund. Alleine das war es Millionenfach wert, diese verdammten 18. Monate da vorn an diesem Kanten, dem Grenzzaun I abzureißen, diese ganze , und jetzt entschuldige, weil ich es ausschreibe, sich diese ganze Scheiße anzutun.

R-M-R


Dem ist voll zuzustimmen!


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#97

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 09:19
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Wosch,

gern einige Zahlen.

Bei einer Anzahl von jährlich rund 130.000 Wehrpflichtigen gab es ca. 200 Verweigerer des Dienstes mit Waffe. In den Jahren 1976 bis 1983 wuchs die Zahl auf rund 400, bei Jahrgangsstärken von rund 149.000 Mann.

Das betraf die Bausoldaten.

Die Zahl der Totalverweigerer war noch geringer, etwa 100 per Jahr. .Im letzten Jahr der DDR, 1989 waren es und 200 Personen.

Der große Teil dieser Personen gehörte zum Kreis der Zeugen Jehovas. Bis 1983 wurden diese Personen entsprechend der Gesetzte der DDR bestraft, einen Prozentsatz habe ich aber nicht. Hier müsste ich mich informieren.

Im Jahr 1983 – 500 Geburtstag von Luther- gab es eine Weisung des Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der DDR – Honecker – keine Einberufungsbefehle an solche Personen zu versenden, die als Totalverweigerer in Frage kommen könnten. Sprich, es kam praktisch auch zu keiner Strafverfolgung mehr. Herausgegebene Einberufungsbefehle wurden wieder „storniert“. Es gab nach 1984 noch einige wenige Fälle, wo wieder Einberufungsbefehle verschickt wurden.

Eine „Wende“ gab es dann nochmals 1988.

Am 9. Januar 1988 unterzeichnete der Verteidigungsminister Keßler ein Schreiben aus dem Bereich personelle Auffüllung, welches an Honecker ging.

Dort war u.a. zu lesen : „Ausgehend von der 1983 getroffenen Entscheidung über die Nichteinberufung von Wehrpflichtigen, die jeglichen Wehrdienst verweigern, wurden seit dieser Zeit an 560 Wehrpflichtige, darunter 405 Zeugen Jehovas, keine Einberufungsbefehle übergeben und damit eine strafrechtliche Verfolgung vermieden. Von den Wehrpflichtigen, die auf Grund ihres Alters nur noch bis Ende 1988 zum Wehrdienst einberufen werden können, erklärten bisher 65 Wehrpflichtige (ausserdem 135 Zeugen Jehovas) die Verweigerung jeglichen Wehrdienstes. In der Altersgruppe der 18 bis 25 jährigen Wehrpflichtigen sind uns bisher 1.065 Personen, darunter ca. 830 zeugen Jehova bekannt, die jeglichen Wehrdienst verweigern.“

Dann kam von Keßler der Vorschlag, weiter so zu verfahren, dass diese Peronen nicht betraft werden. Am 11. Januar unterzeichnet Honecker dieses Schreiben mit „Einverstanden“.


Wosch, nur als Hinweis. Es gibt einige Länder der Welt, die Totalverweigerer bestraften, dies war keine Eigenheit der DDR.




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Danke Alfred für Deinen ausführlichen Bericht. Das mit den Bestrafungen in einigen anderen Ländern für die Wehrdienstverweigerung war mir natürlich bekannt, auch das es die "Bausoldaten" nur in der DDR gab.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#98

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 12:57
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Guten Morgen Sonny, du junger Löwe und danke für den Text über den Deserteur. Gäbe es nur mal mehr von den Jungs, die ihren Kopf zu gebrauchen wissen, die Amis hätten schon die Hälfte Tote und Verwundete weniger auf ihren Kriegsschauplätzen.
Noch mal zu dem schönen Zitat vom Herrn Adenauer mit der " Freiheit" und so. Ich muss auch immer wieder fragen, was für eine Freiheit er denn da meinte, der alte Mann?
Seine Bananenfreiheit etwa? Oder die, im schönen Zyklus immer mal arbeitslos zu werden? Und so ließe sich das noch endlos fortsetzen.
Du weißt, wir haben eine sehr unterschiedliche Auffassung von diesem Wort, und völlig verkehrt, deine kühne These, das im Osten der zweite WK. erst 1989 zu Ende war.
Wie schrieb ich mal so schön und mal sehen, ob ich es noch zusammen bekomme: Und die Kinder Westdeutschlands und die in der DDR schliefen einen ruhigen,friedlichen mit schönen Träumen angefüllten Schlaf, mit dem Teddy im Arm und dem Nuppel im Mund. Alleine das war es Millionenfach wert, diese verdammten 18. Monate da vorn an diesem Kanten, dem Grenzzaun I abzureißen, diese ganze , und jetzt entschuldige, weil ich es ausschreibe, sich diese ganze Scheiße anzutun.R-M-R

Hallo Rainer -Maria,

auf diesen Beitrag muß ich mich nun doch mal kurz zu Wort melden,da ich ja eine ganz andere Auffassung darüber habe.
Du wirst jetzt sagen,wie sollte es auch anders sein,denn wir sind wirklich nicht oft einer Meinung.
Ich hätte auf diesen Beitrag aber auch bei jedem anderen Absender geantwortet.
Gut,dass ist hier nun mal ein Forum und da kann jeder seine Meinung äußern.
Da du nun den Anspruch stellst,hier junge Menschen über damals aufzuklären,wirst du mir dieses sicher genauso zugestehen.
Das gute ist,du kannst mir nicht vorwerfen ein Wessi zu sein,der über die Ex-DDR redet,ohne dort je gelebt zu haben,oder einer,der den "leichten Weg im Westen" gesucht hat.Ich bin ein im Osten geborener und lebe immer noch hier.Warum das so ist,berichtete ich schon mal.
Ich hatte ja mehrmals betont,dass ich nichts perönliches gegen dich habe.Ich freue mich immer wieder deine Beiträge hier zu lesen und halte mich mittlerweile oft zurück..........
Ich meine jetzt nicht die Russengeschichten oder die vom Sozialismo.
Also fühle dich bitte nicht persönlich angegriffen.
Ich möchte nur meine Meinung deiner,für andere Mitleser gegenüber stellen.Weil,es denken eben nicht alle über die 18 Monate "Kanten" so wie du.
Über das Wort Freiheit müssen wir jetzt nicht diskutieren,jeder soll es bitteschön für sich so definieren,wie er es sieht.
Also ich hätte gerne auf diese Sche... verzichtet und verstehe überhaupt nicht,was du mit deiner Äußerung sagen willst.Ich meine das von mir in rot gekennzeichnete in deinem Beitrag.
Meinst du damit etwa,wenn wir da nicht gestanden hätten,wäre der böse imperialistische,kapitalistische,reaktionäre faschistische Westen über uns hergefallen?Wir beschützten also nicht nur unsere,sondern auch die Westdeutschen Kinder vor Krieg und damit sie ruhig träumen und nuckeln konnten?Ob die das schon wissen,was sie den DDR-Grenzern zu verdanken haben?Also diese These werde ich mal meiner üppigen Westverwandschaft in Hannover verklickern.Da sind die mir ja noch einiges schuldig......wenn die wüssten......
Nimmst du das wirklich für dich in Anspruch?
Ich kann's echt nicht glauben.Also,heißt das,wenn wir dort nicht gestanden hätten,wären wir angegriffen,überrollt worden?
Ich denke ich hab da hoffentlich nur was falsch verstanden.
Das kann ich nicht glauben.Die Grenzer hatten dort zu stehen,um die DDR am leben zu erhalten,damit sie nicht ausblutet,und zwar in Form ihrer eigenen Bevölkerung.Massenexodus wäre angesagt und die "Schöne DDR" schon viel viel eher am Ende!Das ist meine Meinung Rainer-Maria,ohne Nuppel,Teddy usw.
Ich wünsch dir noch einen guten Tag.Entschuldige bitte das ich mich nicht so kurz gefasst habe wie angekündigt,aber nun ist Schluß,muß los in den Spätdienst.

Gruß ek40


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#99

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 15:36
von dein1945 (gelöscht)
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[quote="Rainer-Maria-Rohloff"]Guten Morgen Sonny, du junger Löwe und danke für den Text über den Deserteur. Gäbe es nur mal mehr von den Jungs, die ihren Kopf zu gebrauchen wissen, die Amis hätten schon die Hälfte Tote und Verwundete weniger auf ihren Kriegsschauplätzen.
Noch mal zu dem schönen Zitat vom Herrn Adenauer mit der " Freiheit" und so. Ich muss auch immer wieder fragen, was für eine Freiheit er denn da meinte, der alte Mann?
Seine Bananenfreiheit etwa? Oder die, im schönen Zyklus immer mal arbeitslos zu werden? Und so ließe sich das noch endlos fortsetzen.
Du weißt, wir haben eine sehr unterschiedliche Auffassung von diesem Wort, und völlig verkehrt, deine kühne These, das im Osten der zweite WK. erst 1989 zu Ende war.
Wie schrieb ich mal so schön und mal sehen, ob ich es noch zusammen bekomme: Und die Kinder Westdeutschlands und die in der DDR schliefen einen ruhigen,friedlichen mit schönen Träumen angefüllten Schlaf, mit dem Teddy im Arm und dem Nuppel im Mund. Alleine das war es Millionenfach wert, diese verdammten 18. Monate da vorn an diesem Kanten, dem Grenzzaun I abzureißen, diese ganze , und jetzt entschuldige, weil ich es ausschreibe, sich diese ganze Scheiße anzutun.

Hallo R-M-R,

da muß ich Dir ja noch ewig dankbar sein, deine 18 Monate hast Du auch abgerissen damit ich als "Kapitalist" in meinem verträumten Westberlin geregelt meiner Arbeit nachgehen konnte, abends in Frieden einschlafen und am Morgen ausgeruht wieder schaffen gehen konnte. Nur muß ich Dir entgegenhalten, dies habe ich auch bei offener Grenze bis zum 13. August gekonnt, die einzige Angst die wir hatten, war das der "Russe" eines Tages bei uns in der Wohnung steht, die wenigen Amis, von den Engländern oder Franzosen wollen wir mal nicht reden, hätten dies wohl kaum verhindert. Dann kam ja zum Glück die Mauer und damit warst ja auch Du einer von 46.000 die weiterhin für meinen gesunden Schlaf am "Kanten" gewacht haben. Nur auch dies hatte wieder einen Haken, ich nehme doch nicht an, da ja deine Waffe in Richtung Ostberlin gerichtet war, dass Du damit den "Russen" daran hindern wolltest nach WB zu marschieren. Oder war es doch ganz anders, wenn ich mich richtig erinnere waren die meisten Grenzdurchbrüche in Richtung Westen, also in mein verträumtes WB. Unter dehnen die diesen Weg gewählt haben waren ja in den ersten Monaten nicht gerade wenige, die gerade diesen "Kanten" wie Du immer so schön schreibst, bewachen sollten. Der erste war damals Conrad Schumann, sicher auch einer nach deiner lesart, der seine "Kameraden" in Stich ließ und den Arbeiter und Bauernstaat verraten hat. Warum wurden eure "Arbeiter Kampfgruppen" denn nach zehn Tagen vom "Schutzwall" abgezogen, doch nicht etwa weil man sie nicht mehr brauchte, nein ganz einfach man hat ihnen nicht getaut hat, da standen oft Leute die Bruder oder Schwester auf der anderen Seite hatten, nur deshalb wurden sie abgezogen. Am 13. standen die Panzer der "NVA" nur 500m von der Grenze entfernt in Seitenstraßen versteckt, obwohl sie laut vier Mächte-Status in Berlin überhaupt nichts verloren hatten. Als es im Herbst 1961 am CP-Charly zur Konfrontation kam standen sich die amerikanischen- und russischen Panzer auf Schußweite in der Friedrichstr. gegenüber, da hat man deine Wenigkeit nicht gebraucht um den Frieden zu schützen, Dir wurden zwar deine Befehle vom KC erteilt, aber in Wirklichkeit kamen sie aus Wünsdorf, bzw. direkt aus Moskau, Du warst doch nur ein kleines Rad im Getriebe. Die Nacht des 13. war kaum hereingebrochen da fielen die ersten Schüsse, dass wollte man damals kaum glauben, Deutsche schiessen auf Deutsche, aber wenn ich es heute lesen muß alles geschah um den Weltfrieden zu schützen, denn kann ich garnicht soviel kotzen wie ich möchte.
Man hat mir ja auch schon auf einen Beitrag geantwortet, nicht von Dir, möchte ich ausdrücklich betonen, ich wäre wahrscheinlich auch zum Deserteur geworden wenn ich auf der anderen Seite (DDR) gestanden hätte, ich kann demjenigen heute noch versichern "JA", für mich bleibt es immer noch ein Verbrechen wenn Deutsche auf Deutsche geschossen haben, nur weil diese Menschen es aus vielerlei Gründen in der DDR nicht mehr ausgehalten haben. 3 Millionen vor dem Mauerbau und tausende danach können nicht irren,
Gruß aus Berlin


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#100

RE: Ich bin kein Verbrecher - Die Deserteure der NVA

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2010 15:52
von Alfred | 6.853 Beiträge

dein,

seltsam.

In einigen Beiträgen ist zu lesen, dass die DDR für die Staatsgrenze verantwortlich war, dann kommt mal wieder, dass die DDR nichts zu sagen hatte. Man fragt sich , was denn nun ? Einige scheinen sich da nicht so richtig sicher zu sein !


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