#21

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.04.2011 07:53
von Pit 59 | 10.156 Beiträge

Na da bin ich ja Froh das ich solche Dinger nicht kenne,und auch nie gesehen habe,jedenfalls zur Grenzdienstzeit.


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#22

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.04.2011 17:50
von Runkel | 93 Beiträge

Motorschlitten gab es ab 1985 in Frankenheim, vorher brauchte man wohl diese Dinger hier oben nicht, denn wir hatten zwei Minenanlagen 501, da musste der Kolonnenweg geräumt sein, denn es gab da eine X-Zeit, bis wann ein eingesetzter Grenzposten an einer etwaigen Det-Stelle (Detonationsstelle einer Mine) zu sein hatte (5 Minuten). Das wäre im tiefen Schnee nicht möglich gewesen. Also wurde der Kolonnenweg mit einer Raupe Typ T100 im Winter geräumt.
Nun, ich hatte das Glück nie mit so einem Motorschlitten mit zu fahren. Ich machte lieber die Bretteln an die Füße und los ging es, auch wenn man ab und an mal im Schnee lag, aber das gehörte einfach dazu, wenn der Posten einen auslachte.
Noch etwas zur Minenanlage, wenn es richtig Winter war, wurde diese Außerbetrieb gesetzt, weil der Grenzzaun an manchen Stellen höchstens noch einen Meter aus den Schnee lukte, und man sowieso keine Minen am Zaun sehen konnte.


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#23

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.04.2011 19:05
von eisenringtheo | 9.184 Beiträge

Der Schnee- und der Schneedruck? Ging da nicht die Minen Anlage kaputt?
Theo


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#24

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 21.04.2011 19:20
von LO-Fahrer | 607 Beiträge

Wir hatten 2 Buran auf der Kompanie, waren zu meiner Zeit allerdings nie im Einsatz. Ich habe nur gehört, daß die Dinger nicht leicht zu fahren waren und außerdem ziemliche Spritfresser waren. Ich hatte nur damals bei starkem Schneefall die ehrenvolle Aufgabe mit LO und Schneeketten auf dem Kolonnenweg eine Spur zu fahren, damit P6 und UAZ durchkamen. Ergebnis: eine sehr entspannte Schicht und 45l/100km Verbrauch für LO+Fahrer.


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#25

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.04.2011 16:01
von Runkel | 93 Beiträge

Zur Frage von Theo, natürlich wurden die Minenanlagen durch den Schneedruck beschädigt. Diese Schäden wurden aber nach dem der Schnee endlich weg war, durch den Minentrupp des Grenzbataillon beseitigt, danach erfolgte dann die Wiederzuschaltung der Anlagen. Konnte schon passieren, das da einige Minen hoch gingen, aber damit rechnete man.


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#26

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2011 13:41
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von LO-Fahrer
... Ich habe nur gehört, daß die Dinger nicht leicht zu fahren waren und außerdem ziemliche Spritfresser waren. ...



Man musste sie fahren wie ein Motorrad. Also auch ungefähr so in die Kurve legen. Theoretisch, denn praktisch ist das wegen der Raupenkette unmöglich. Also sinnig in die Kurve und ab der Mitte dann Gas. Stimmte die Dosierung nicht, hat es dich auf die Seite geschmissen. Bei uns sind so nicht nur einmal die Frontscheiben zu Bruch gegangen.
Bei den älteren Modellen mit flacher Lenkkuve durfte man nicht rückwärts fahren. Denn, wenn sich die Kuve im Schnee verhakte (hat sie ausgesprochen gerne gemacht), konnten die einwirkenden Kräfte die Kuve von der Feder reißen. Von unseren Buran hatte wohl keiner mehr die originale Schraube dort. Ich habe mir wegen so einer weltbewegenden Undiszipliniertheit auch mal den Vorwurf der Sabotage von unserem Techniker P. eingehandelt.
Ähnliches konnte wegen der Zündkerzen geschehen. Buranowitsch fuhr nur dann mit ordentlich Pfeffer, wenn beide Töpfe liefen. Leider war das nicht die Regel, weil der erste Zylinder gerne die Kerzen verölte und der zweite Zylinder selbige gerne verrußte. Zündkerzen mit diesem merkwürdigen Wärmewert (225 ?) waren aber irgendwie Mangelware. Die Reserven waren daher oft aufgearbeitete, nicht sehr zuverlässige Ware. Auffällig war das lange Kerzengewinde. Nun konnte der DDR-Schrauber auf die Idee kommen, stattdessen DDR-Kerzen mit etwas geringerem Wärmewert einzusetzen. Dadurch wurde die Mühle zwar etwas heiß aber lief zuverlässig. Nur musste man höllisch aufpassen, diese Kerzen nach Dienstschluß wieder auszutauschen. Ansonsten konnte der Techniker, der aus unerfindlichen Gründen immer auch nachgesehen hat, zur Höchstform und ebenfalls richtig heißlaufen. Das war disziplinarisch ein wenig unerfreulich. Weiß ich genau...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 24.04.2011 13:42 | nach oben springen

#27

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2011 17:20
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Na wie schon geschrieben, für ein paar gut aussehenden Bilder hat es schon gereicht. Obwohl gut aussehenden Bilder bei der Qualität eher nicht stimmt.

Bei uns gab es die Dinger eh nicht, nur in Einheiten mit "Gebirgslagen" was immer das auch ist. Habe nur mal eine Storry gehört, das in Motzlar oder Spahl sich der Anhänger von so einem Schlitten in der Ortslage vor dem Konsum überschlug und das Postenpaar mit allem Gerödel zwischen ein Paar Omas "ausrollten". So zu sagen ein Rollkommando
Mike59

Angefügte Bilder:
Buran.jpeg

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#28

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2011 17:50
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Runkel
Motorschlitten gab es ab 1985 in Frankenheim, vorher brauchte man wohl diese Dinger hier oben nicht, denn wir hatten zwei Minenanlagen 501, da musste der Kolonnenweg geräumt sein, denn es gab da eine X-Zeit, bis wann ein eingesetzter Grenzposten an einer etwaigen Det-Stelle (Detonationsstelle einer Mine) zu sein hatte (5 Minuten). Das wäre im tiefen Schnee nicht möglich gewesen. Also wurde der Kolonnenweg mit einer Raupe Typ T100 im Winter geräumt.
Nun, ich hatte das Glück nie mit so einem Motorschlitten mit zu fahren. Ich machte lieber die Bretteln an die Füße und los ging es, auch wenn man ab und an mal im Schnee lag, aber das gehörte einfach dazu, wenn der Posten einen auslachte.
Noch etwas zur Minenanlage, wenn es richtig Winter war, wurde diese Außerbetrieb gesetzt, weil der Grenzzaun an manchen Stellen höchstens noch einen Meter aus den Schnee lukte, und man sowieso keine Minen am Zaun sehen konnte.



Etwas OT zum Grundthema:
Zusätzlich wurde neben dem Abschalten der Linien über die Abzugsmechanik der Mine (meist nur die untere Reihe) Schutzkappen gelegt und dadurch ein Auslösen bei Belastung des Drahtes verhindert.
Praktiziert so ab 1976/77.

Bodenminen wurden, nach Detonation (Auslösung durch Personen, Wild, Schneedruck, Frost, etc.) nicht nachverlegt.

TH


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 24.04.2011 17:51 | nach oben springen

#29

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.04.2011 21:22
von Chaymos | 314 Beiträge

naja von den schneeschlitten gabs im Oberharz auch welche und die brauchte man auch :-)

Angefügte Bilder:
Buran3.jpg

02.11.1982-22.04.83 US6 Perleberg
22.04.1983-02.09.83 US6 Perleberg (Meisterlehrg.-GAK Ausbildg.)
02.09.1983-30.09.85 GR.20/2.GB/7.GK Schierke
01.10.1985-29.08.86 OHS Suhl Fähnrichlehrgang
30.08.1986-26.08.89 GR.20/2GB/7.GK Schierke
26.08.1989-11.09.89 GR.20/Stab 2.GB Stellv.GAK
11.09.1989-30.09.90 GR.20/2GB/7.GK Schierke


zuletzt bearbeitet 24.04.2011 21:24 | nach oben springen

#30

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.04.2011 06:27
von S51 | 3.733 Beiträge

Das war schon die neuere Ausführung noch mit der originalen Lackierung. Deren Lenkkuve war hinten etwas hochgebogen, was sie nicht so empfindlich machte. Die alten Fahrzeuge waren weiß lackiert.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#31

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 15.08.2011 23:19
von seebach | 19 Beiträge

Zitat von
In Ifta gab es auch den Buran.
Allerdings standen die meist nur ungenutzt rum.
Wir sind trotz ausreichend Schnee mit der TS raus,
bis gar nichts mehr ging.





Stimmt , bin ich selber schon gefahren !


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#32

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 15.08.2011 23:20
von seebach | 19 Beiträge

Zitat von seebach

Zitat von
In Ifta gab es auch den Buran.
Allerdings standen die meist nur ungenutzt rum.
Wir sind trotz ausreichend Schnee mit der TS raus,
bis gar nichts mehr ging.





Stimmt , bin ich selber schon gefahren !



Zitat von seebach

Zitat von
In Ifta gab es auch den Buran.
Allerdings standen die meist nur ungenutzt rum.
Wir sind trotz ausreichend Schnee mit der TS raus,
bis gar nichts mehr ging.





Stimmt , bin ich selber schon gefahren !




Natürlich in Ifta !


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#33

RE: Schneemobile bei den GT?

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.08.2011 12:11
von Gelöschtes Mitglied
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Wo die Russen auf dem Schneekopf bei Oberhof abgezogen sind,hat meine Firma bis zur Einebnung der Liegenschaft die "Verkehrssicherheitspflicht"- wat fürn Beamtenwort, auf deutsch die Bewachung durchgeführt.Um da im Winter hinzukommen hatten wir aus dem Ex-Bestand Grenztruppen ein Schneemobil russischer Fabrikation in der schönen Farbe orange erworben.
Das Gerät war laut,schwer zu händeln,aber unkaputtbar und hat auch bei Extremtemperaturen funktioniert...
Ich war ein paar Jahre Später in Arvidsjaur/Schweden ,da gabs direkte Winterstraßen und Verkehrsschilder für Schneemobile.
Das war auch kultig.Mußt halt bloß bei längeren Touren Armkraft haben und ein Rückenleiden ist kontraproduktiv,da man ganz schön durchgeschüttelt wird.In unserer Region gibt es einige von den Dingern,da wir doch recht Schneesicher sind.


zuletzt bearbeitet 16.08.2011 12:12 | nach oben springen


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