#81

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 27.04.2013 09:52
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #80
Der "Fred"is legger,was fuer eine Frage.....

Hab nur juute Erinnerungen an die Bauer und Freundschaften werden heute noch gepflegt...
Hausmannskost.....im weitesten Sinne,Schlachtung,Brot backen etc....Jeden(Industriescheiss) "muss man heute wirklich nicht fressen!

Traktor fahren gelernt,wie man Wein ansetzt,natuerlich auch Likoer,ein ordentliches deftiges Essen zubereitet etc....

Fuer mich haben die fleissigtst gearbeitet und wer arbeitet darf auch mal einen naschen...schoenen Abend noch!

Achja,in der Schule wurde man gefragt..was man mal werden will,auch in der DDR waren nicht viele dabei,so meine Erinnerung...die Bauer werden wollten...
"Viele wollten fein angezogen sein(mindestens den blauen Nylonkittel) und einen deftigen Job im Buero,tja,dann musste ooch essen watt uffn Tisch kommt und wenn die Ost Berliner Kinder aus den Platten kamen...Mutti guck mal,nen Pferd und dett bewecht sich!

War frueher schon so
Gruss BO






Hausschlachtung ist ein sehr gutes Stichwort, zuletzt war ich vor drei Jahren dabei mit 50% Anteil an Gerda.
Gerda wog 235 kg und wurde überwiegend zu Wurst, Bratenfleisch für 2-3 Wochen, Kuddelwürschten, Gehacktem und natürlich Wurstsuppe verarbeitet und eingefroren.
Außerdem wurde Leberwurst und Rotwurst in Gläser gefüllt, von denen ich neulich eines der letzten noch voller Genuß in einem Ritt verzehrte, nichts dergleichen liegt auf dem Buffet in meinen Viersternehotels oder im Aldiregal, diese Waren kommen nicht annähernd an diese Qualität heran, womöglich liegt das auch an der Rezeptur aus DDR- Zeiten.
Der Tag der Schlachtung begann gegen 5 Uhr mit der Abholung von Gerda, direkt vom Bauern und eine Stunde später waren der Fleischer und seine vier Helfer hochkonzentriert und wieselflink bei der Arbeit und obwohl es keine Routinetätigkeit war, griff ein Zahnrad ins andere, wobei vorab geregelt wurde, wer was zu machen hat.
Hackel rührte Blut, schor die Borsten und knetete später das Gehackte, er war ein guter Helfer, weil er keinen Schnaps mochte, lieber träumte er von der DDR, in der er an diesem einen Tag leben durfte,u.a. auch weil die Technik des Fleischers genauso alt wie Gerdas Schweinestall war.
Die Wurstsuppe am Nachmittag war ein Fest, frisches Gehackte mit Zwiebeln und einige Gäste, die einiges mitnahmen und am "eigenem" Schlachtetag wieder einiges brachten, einfach ein Glückstag...wenn auch nicht für Gerda.



Diskus303, Küchenbulle 79, PF75, Winch und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.04.2013 20:42 | nach oben springen

#82

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 27.04.2013 11:42
von Fritze (gelöscht)
avatar

Gut ,daß ich schon ausgiebig gefrühstückt habe (eingekochtes Gehacktes und geräuchertes Lammfleisch auf Steinofenbrot).
Sonst wäre mir flau im Magen geworden und der Sabber hätte die Tastatur geflutet.


nach oben springen

#83

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 27.04.2013 12:19
von furry | 3.574 Beiträge

Betr. Hausschlachtung
Mit dem damals eingeführten Rahmenkollektivvertrag Industrielle Tierproduktion bekamen VEG-Mitarbeiter die Möglichkeit, für kleines Geld eine bestimmte Menge Getreide und ein Ferkel zu kaufen, dass man sich dann zu Hause füttern konnte. In meinem Betrieb gab es für die, denen das nicht möglich war, die Mast im Betrieb.
Auf diese Weise konnten wir mehrmals selbst schlachten (u.a. auch zur Freude der bukligen Verwandtschaft).


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
nach oben springen

#84

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 27.04.2013 12:34
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #83
Betr. Hausschlachtung
Mit dem damals eingeführten Rahmenkollektivvertrag Industrielle Tierproduktion bekamen VEG-Mitarbeiter die Möglichkeit, für kleines Geld eine bestimmte Menge Getreide und ein Ferkel zu kaufen, dass man sich dann zu Hause füttern konnte. In meinem Betrieb gab es für die, denen das nicht möglich war, die Mast im Betrieb.
Auf diese Weise konnten wir mehrmals selbst schlachten (u.a. auch zur Freude der bukligen Verwandtschaft).


Ja tatsächlich habe ich bis 5-6 Jahre nach der Wende noch selber gefüttert, überwiegend mit Essensresten, auch aus der Nachbarschaft und einer Gaststätte im Ort sowie selbst angebauten Rüben und Kartoffeln.
Hausschlachteerzeugnisse waren auch eine wertvolle Konversionswährung und griffen als solche auch in den Konsumkreislauf der später selbst geschlachteten Republik ein.
Genial auch in der Nachbewertung sind die kurzen Wege und kaum vorhandenen bürokratische Hürden, was war denn da schon...die Pflicht, die Haut zu Markte zu tragen (gab ca. 15 Mark) sowie der obligatorische Fleischbeschauer.
Übrigens hatte uns Kindern früher dieser Händler auch Hamsterfelle abgenommen von den dicken Petzen, die wir ausgegraben hatten, unvorstellbar heute und was der damit gemacht hatte, kann ich beim besten Willen nicht sagen, Hamstermäntel gabs in keinem Laden und die Zeit der Lendenschurze war ja auch schon lange vorbei....



nach oben springen

#85

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 27.04.2013 12:36
von berlin3321 | 2.517 Beiträge

Hallo,

nicht nur in der DDR wollte niemand Bauer werden. Und leider ist es so, dass das ausfüllen der Formulare jede Menge Arbeit macht, trotzdem machen es alle, auch die 47 % die so klar kommen würden. Ist doch klar, wenn der Gewinn dadurch steigt wäre der Bauer doch schön blöd......

Thema VEB Fortschritt: Unbestritten, in den 70 zigern waren die führend. Mitte der 80 zigern im Bereich Häcksler. Nur den ZT weiter entwickeln zu mehr Leistung (423 ziger) durften sie nicht, der 423 war, m.W. nach eher so eine "Schwarzproduktion" auf Anfrage/ Anordnung der LPG Zingst.

Einige werden es mit bekommen haben, ich habe sehr viel Sympathie für die Landwirtschaft übrig, wohne auf dem Land.

Glaubt nicht, das es hier einen Aushilfsjob als Fahrer (Traktorist) gibt. Ich habe 2 Jahre gesucht, habe jetzt evtl. ab Di was, Wiesen und Weiden schleppen, Wasser fahren, mulchen, etc, auf einem kleinen Gestüt.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
nach oben springen

#86

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 27.04.2013 18:40
von Arnstädter | 266 Beiträge

Ein Bauer heute sein und damals, ist für mich ein großer Unterschied.Die Bauern nach den 2.Weltkrieg wußten was hunger bedeutet.
Ich kann mich persönlich noch erinnern daß meine Oma und meine Person als Kind Rüben,Kohlrabi,Kartoffeln usw.geerntet haben und es gab ein debütat von der LPG.Wir mußten nicht hungern.
Heute haben doch Bauern die Freiheit,???sich zu entscheiden was sie anbauen.Hauptsache es ist finanziell ertragreich
Wer sticht denn heute den Spargel ,und für welchen Lohn?


das System funktioniert weil du funktionierst
nach oben springen

#87

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 27.04.2013 19:07
von Mike59 | 7.959 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #84
[quote=furry|p249421]

... sowie der obligatorische Fleischbeschauer.
Übrigens hatte uns Kindern früher dieser Händler auch Hamsterfelle abgenommen von den dicken Petzen, die wir ausgegraben hatten, unvorstellbar heute und was der damit gemacht hatte, kann ich beim besten Willen nicht sagen, Hamstermäntel gabs in keinem Laden und die Zeit der Lendenschurze war ja auch schon lange vorbei....



Dem Manne kann geholfen werden
Hamsterfell


nach oben springen

#88

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 27.04.2013 19:20
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #87
Zitat von Hackel39 im Beitrag #84
[quote=furry|p249421]

... sowie der obligatorische Fleischbeschauer.
Übrigens hatte uns Kindern früher dieser Händler auch Hamsterfelle abgenommen von den dicken Petzen, die wir ausgegraben hatten, unvorstellbar heute und was der damit gemacht hatte, kann ich beim besten Willen nicht sagen, Hamstermäntel gabs in keinem Laden und die Zeit der Lendenschurze war ja auch schon lange vorbei....



Dem Manne kann geholfen werden
Hamsterfell


Ich bin vielleicht ein Rindvieh, die richtigen Hamstergräber haben also nur deren Futterbunker für den Winter geplündert und die Petzen wieder laufen lassen, damit sie im Folgejahr wieder für den Gräber hamstern.
Deshalb sind sie auch von den Bauern mit Argwohn betrachtet worden, während wir (übrigens war ich 1980...Artenschutz....zufälligerweise nicht mehr mit dem Spaten auf fremden Äckern unterwegs) die Kuh geschlachtet haben, die clevere Mitstreiter lieber melken wollten.
Wer weiß wieviel die in ihrem Bau liegen hatten, das hat uns nie interessiert, vielleicht hat man uns deshalb gern gesehen auf dem abgeernteten Acker.
Trotzdem habe ich nie einen Hamstermantel in irgendeinem Laden gesehen, war vielleicht auch nie auf meinem Einkaufszettel.



nach oben springen

#89

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 01.05.2013 17:58
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Noch eine sehr aufschlußreiche Dokumentation über die DDR- Landwirtschaft, die man ohne weiteres auch auf volkswirtschaftliche Abläufe außerhalb dieser Brache überschreiben könnte, inclusive schwergewichtiger Ursachen für die Mangelwirtschaft, die schon an anderer Stelle zur Sprache kamen, (siehe min 25:35) http://www.youtube.com/watch?v=OQ8RF51add4 aber auch die Einlassungen auf 17:50 zur Gleichberechtigung der Frauen auf der Ebene der Arbeiterschaft sind spektakulär.
Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.
Überhaupt erinnern diese Begriffe mich auch an meine damalige Eisenbahnerzeit- den Ernteschlachten setzten wir das Kampfprogramm der FDJ, die "Kampfaktion Güterwagen" und das "Rangieraufgebot" entgegen.



nach oben springen

#90

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 01.05.2013 18:05
von Pit 59 | 10.135 Beiträge

Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.@hackel39

Da haste Recht Hackel.Zur Erntezeit waren das ja die absoluten Helden,die Zeitungen waren voll damit,schon auf den Titelseiten. Das waren zu der Zeit wohl die einzigsten welche in der DDR gearbeitet haben.


nach oben springen

#91

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 01.05.2013 18:37
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #90
Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.@hackel39

Da haste Recht Hackel.Zur Erntezeit waren das ja die absoluten Helden,die Zeitungen waren voll damit,schon auf den Titelseiten. Das waren zu der Zeit wohl die einzigsten welche in der DDR gearbeitet haben.


Aber auch die Entscheidungen, die man treffen mußte mit den Überführungen der Mähdrescher über lange Strecken zum nächsten Erntefeld war ein riesiges Problem,. die hätte ich nicht treffen wollen.
War es nun besser, den Fuhrpark um millionenschwere Technik aufzustocken um das störanfällige Fahrwerk/ Getriebe (?) der Fahrzeuge zu schonen, oder war es billiger, diese Defekte zu Gunsten eines insgesamt preiswerteren Maschinenparks hinzunehmen ?
Das nur an die Adresse derer, die heute über andere Großprojekte und Fehlkalkulationen in diesen Größenordnungen sich entrüsten.
Heutige Helden haben übrigens Gras und keine Stoppeln unter den Füßen, was die allgemeine "Wertschätzung" der arbeitenden Bevölkerung recht deutlich offenbart.
Und ob die Fußball- Bayern heute größere Helden sind als die damaligen Ackerbauern, wie sie unter den sozialistischen Bedingungen wirtschaften mußten fragt sich noch.
Ich gebe zu, daß diese Propaganda schwer überladen war wie ein W 50- Anhänger mit Getreide, aber wer schon mal sieben Tage pro Woche täglich 12 Stunden auf einem Feld gearbeitet hat wird verstehen, wie schwer diese Anerkennung verdient werden mußte.



PF75, furry und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#92

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 01.05.2013 19:04
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Pit 59 im Beitrag #90
Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.@hackel39

Da haste Recht Hackel.Zur Erntezeit waren das ja die absoluten Helden,die Zeitungen waren voll damit,schon auf den Titelseiten. Das waren zu der Zeit wohl die einzigsten welche in der DDR gearbeitet haben.



Nabend Pit 59..

fakt ist jedenfalls...die "Bauern" haben sich den" Respekt" verdient....durfte selbst erleben,wie die Jungs Anfang 80iger in der Naehe Rheinsberg....
haben einen 1.Sekretaerius(Rose) von diesen Parteifreaks haben "wegtreten lassen".
Wie schnell es manchmal geht....nee,die Bauern waren nicht die einzigsten die zu
dieser Zeit fleissig waren...jeder hat seine "Hochzeit"...bei den Bauern waren es nun mal die Erntetage....

Sodann Gruss BO


nach oben springen

#93

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 05.04.2015 13:41
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #89
... http://www.youtube.com/watch?v=OQ8RF51add4 ...
Leider ist die Dokumentation 'Ernteschlachten in der DDR' nicht mehr mit dem o.G. Link abzurufen, trotzdem scheint dieser Thread etwas geeigneter als Volkseigenes Niemandsland ?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


nach oben springen

#94

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 05.04.2015 14:05
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Mich wundert es nur, warum in der alten BRD die Leute nicht verhungert sind. Gab es die Marshallplan Hilfe auch noch bis zur Wende???

Das es Genossenschaften gab die trotz der ständigen Gängelei gut gewirtschaftet haben, lag doch nicht an dem System Genossenschaft, sondern an dem persönlichen Einsatz vieler Genossenschaftsbauern die sich für ihren Acker noch verantwortlich gefühlt haben. Über die meisten Parolen wurde doch nur gelächelt.

Der Hesselfuchs


Gert und ek40 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#95

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 05.04.2015 15:35
von damals wars | 12.145 Beiträge

Im Fernsehen brachten sie einen Bericht, das sich auch bayrische Bauern zu Genossenschaften zusammenschließen.
Im Zeitalter von TTIP und durch die Aufnahme der Ukraine in die EU dürfte sich die Kleinfelderwirtschaft dann eh erledigt haben.

Solche LPG Nachfolger wie http://www.wer-zu-wem.de/firma/barnstaedt.html können vielleicht bestehen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#96

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 05.04.2015 16:31
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

http://www.amazon.de/dp/3933519683/?tag=phpprogramme
Für alle, die einen echten Zeitzeugen aus dem Mansfelder Land zum Thema kennen lernen wollen, hier kommt alles zur Sprache und man war nachträglich noch einmal dabei.
Hab dazu im Forumsthema " Bücher, die man gelesen haben muß" schon etwas geschrieben.
Die Landwirtschaft ist neben der Feuerwehr hierzulande oft noch die letze verbliebene Institution, um im Sinne von Kultur und Gemeinwesen noch einigermaßen flächendeckend etwas auf die Beine zu stellen.
Zwar wird auch vieles anderswo von anderen ebenfalls organisiert, aber in ländlichen Gegenden sind sie oft ein Rückgrat bei der logistischen Bewältigung solcher Vorhaben.



vs1400 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#97

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 05.04.2015 16:46
von vs1400 | 2.389 Beiträge

hm 94,
meintest du den ...



gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


nach oben springen

#98

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 05.04.2015 17:04
von damals wars | 12.145 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #94
Mich wundert es nur, warum in der alten BRD die Leute nicht verhungert sind. Gab es die Marshallplan Hilfe auch noch bis zur Wende???

Der Hesselfuchs


Richtig, die Legende besagt, das Adenauer gefragt wurde, was er denn braucht.
Er sagte Korn.
Und er bekam Corn.
So enstand hinter der Grenze die gelbe Gefahr, das Maismehl färbte die Wessis gelb...


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
nach oben springen

#99

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 05.04.2015 19:21
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #90
Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.@hackel39

Da haste Recht Hackel.Zur Erntezeit waren das ja die absoluten Helden,die Zeitungen waren voll damit,schon auf den Titelseiten. Das waren zu der Zeit wohl die einzigsten welche in der DDR gearbeitet haben.


@Pit 59
ja, jedes Regime braucht seine Helden, in der Nazizeit waren es die U Boot Fahrer, in der DDR die Combine Fahrer


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#100

RE: Ohne Genossenschaftsbauern hätten viele gehungert in der DDR ?

in Leben in der DDR 05.04.2015 19:38
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #99
Zitat von Pit 59 im Beitrag #90
Und richtig, es gab auch Privilegien bei der Versorgung der Erntekapitäne, die eine enorme Hochachtung der politischen Führer vor diesen Ernteschlachtfeld- Arbeitern wiederspiegelte, was nicht immer die Akzeptanz der übrigen Arbeiterklasse vor Ort fand.@hackel39

Da haste Recht Hackel.Zur Erntezeit waren das ja die absoluten Helden,die Zeitungen waren voll damit,schon auf den Titelseiten. Das waren zu der Zeit wohl die einzigsten welche in der DDR gearbeitet haben.


@Pit 59
ja, jedes Regime braucht seine Helden, in der Nazizeit waren es die U Boot Fahrer, in der DDR die Combine Fahrer


Stimmt Gert---und so brauch heute die Demokratie neue Kriegsbefürworter und Steuerhinterzieher--jede Gesellschaft hat seine Helden.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Nicht ohne Skepsis
Erstellt im Forum Das Ende der DDR von Geschichtsforscher
116 25.09.2013 18:54goto
von andyman • Zugriffe: 3713
Sozialismus ohne "Diktatur"
Erstellt im Forum DDR Staat und Regime von utkieker
304 15.05.2014 09:15goto
von Barbara • Zugriffe: 15115
Staat ohne Staatsgrenze
Erstellt im Forum DDR Staat und Regime von winfried
407 31.12.2013 17:30goto
von steffen52 • Zugriffe: 18495
Ein Leben ohne Abzocker
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Siggimann
64 30.12.2010 14:57goto
von X-X-X • Zugriffe: 4341
Die Zukunft ohne Menschen
Erstellt im Forum Themen vom Tage von Angelo
15 25.10.2010 20:53goto
von Gert • Zugriffe: 809

Besucher
23 Mitglieder und 55 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Erinnerung
Besucherzähler
Heute waren 1369 Gäste und 94 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557751 Beiträge.

Heute waren 94 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen