Hallo,
ich mußte damals in der Zeit der Grenzkompanie so 3 oder 4-mal zum Gespräch mit der 2000, erst gab es Kaffee und Zigarette und es wurden belanglose Fragen gestellt, meistens ging es um Anwerbungsversuche für die Partei, die ich aber abgelehnt habe. An ein Gespräch kann ich mich noch genau erinnern: Mein Zimmerkollege lag in Scheidung und wurde damit zu einem für die Stasi nicht mehr kalkulierbaren Risiko, die hatten Angst, dass er abhaut, ich wurde befragt, wie es ihm geht und ob er irgendwelche Absichten hat, waren etwas undurchsichtige Fragen, also nicht direkt. Er wurde einige Zeit im Innendienst beschäftigt und ging dann mit mir ganz normal wieder in den Grenzabschnitt, wo wir tagsüber den Grenzsignalzaun instandsetzten bzw. die Einsatzfähigkeit überprüften und nachts bei Grenzalarmen die Ursache am GSZ feststellten und reparierten.
Natürlich gab es Leute in der Stasi, die bekannt waren, gerade von den Soldaten und Uffzen mit denen man täglich zu tun hatte. Es sprach sich schnell herum, wenn der Hauptmann von der 2000 im Objekt war und sich besonders oft bestimmte Leute zum Gespräch holte. Die bei der Stasi waren, durften auch mit auf das sogennate "Vorgelagerte", das ist das Gebiet, dass sich zwischen letzten Grenzzaun und den Grenzsäulen befand, ein Schritt genügte also und man war drüben. Dort gingen Sie nur zu dritt hin, ein Offizier, ein GAK und ein Soldat oder Uffz. Die Soldaten und Uffze die dorthin durften waren alle bei der Stasi.
Der angesprochene Schlüssel 1/8 könnte durchaus stimmen, wir waren insgesamt ja nur so ca. 60 Leute in der Kompanie.
Gruß