#61

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 13.11.2010 19:06
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von josy95

Zitat von Boelleronkel
at Gert,

was die Mitbringsel an Werkzeug und Materialien betraf,kann ich das gut nachvollziehen was Du geschrieben hast.
Dabei war der DDR Bürger eher bescheiden und bei der Wahl der Farben nicht unbedingt so wählerisch nur....jibb mir doch Irgendwatt,den Rest mach ich mir schon alleine.
Arbeitskolegen bekamen regelmässig Vidiabohrer,Handbohrmaschinen und das extra Gold im E Handwerk,der zweipolige Phasenprüfer mit eingebautem Lastwiderstand.
Man darf nicht drüber nachdenken.

at Josi,

bei der Muffe wird der E-Mann vergessen haben bei Fertigstellung dreimal "ruffspucken"und dann erst Deckel zu und schön ausgiessen mit teerartiger Vergussmasse.(Heute eher ein Relikt der Vergangenheit)
Fehler finden,meisst mit einem Kabelmesswagen,gabs auch in der DDR eingebaut in einem schönen Barkas (grosse Spule drin)
Messspannungen erzeugen,die einzelnen Adern des betreffenden Kabels mit einer Messspannung je nach Bedart über 1000V lte versorgen,Ohrhoehrer auf und mit Mikrofon über die Kabeltrasse laufen,dabei in Abständen das Erdmikrofon absetzen und lauschen
wo gibs den Überschlag im Untergrund....dann einfach ausbuddeln und gucken..hups da liegt ja ne Muffe ...
Aber wenn Allett immer so einfach wäre

Gruss BO






@Bölleronkel,

noch eine kurze 2. Episode dazu, das es manchmal doch nicht so oft klappt, wie gewünscht und die Technik versagt...

Bei mir vorm Garten geht eine 15- KV- (HS-) und 400 Volt (MS-) Leitung lang, teilweise nur 2 m von der Grundstücksgrenze. Ist Anfang der 80-er von den GT (!) gelegt wurden zur Stabilisierung der Stromversorgung der Grenze. Ilsenburg wird Dir ja nichts sagen, aber wer es kennt: Von der Trafostation Mahrholzberg über die Kastanienalle, Trafostation am Eingang Suental neu errichtet, ebenso bei mir am garten (Waldhöhe). Die Leitung ging ins Ilsetal zum dortigen Trafohaus neben der PI- Kompanie. Diente der Stabilisierung der von mir schon beschriebenen Leitung zum Brocken. Auch als s. g. Umschalt- Ring- oder Havariestrecke bei Störung/ Ausfall der anderen Leitung gedacht. Lagepläne waren Verschlußsache! Da kam es alsbald nach der Wende, das mich mal so eine Truppe des damaliege Nachfolgeunternehmens EVM im Garten aufsuchte und mich fragte, ob ich noch wüßte, wo das Kabel langginge, es waren keine Markierungen (Steine) ect. vorhanden, nichts! Da ich es etwa noch genau wußte, wo damals geschachtet war, gingen wir die Strecke vom Suental bis Ilsetal ab, oft war der Graben noch an den Furchen der nachgesackten und unzureichend verfüllten Erde zu erkennen. So ein Horchgerät, wie Du beschrieben hast, hatten die auch mit und der Chef der Truppe zeigte mir auch mal kurz die Zeichnung, den Lageplan. Es war eine Kopie der DDR- Grenztruppen mit Vermerk: "Geheime Verschlußsache!". Er sagte nur, auf dieser Zeichnung stimmt so gut wie gar nichts! Die haben dann auch gleich Markierungen gesetzt und später diese üblichen Markierungssteine mit der Inschrift "HS / MS" gestzt.

Außer einem warmen Händedruck und einen schönen Dank habe ich für meine Hilfe und meinen Zeitaufwand nicht bekommen. Gut, neugierig war ich schon, hat mich auch interessiert...

Aber bei den heutigen Verbrecher- und Abzockpreisen der Stromlieferanten würde ich es nicht wieder tun... oder eben nur für Cash...!

Es gibt da noch was zu berichten. Aber heut ist nicht alle Tage!

josy95





...Vieles von dem was Du schreibst ist absolut richtig,Pläne und was wo in der Erde liegt,die Sorgen haben nicht nur allein die Elektrischen
im allgemeinen.

Cash,jo... heute gehts nicht um Materialmangel oder fehlende Kapazitäten,heute gehts nur um Kohle machen,Wartungsintervalle vernachlässigen,Betriebsstandzeiten verlängern ohne auf die Sachverständigen zu höhren,Hauptsache die Kurse stimmen.

Und da es hier schon mal angesprochen wurde im Thread,die Nummer mit "Stromausfall im Münsterland"das hat ja wohl nicht an der Braunkohle aus Ost oder West gelegen.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...0041/index.html
http://web39.p15166456.pureserver.info/j...1219202104.html

in diesem Sinne,Elektizifizierung des ganzen Landes ....


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#62

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 15.11.2010 10:13
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Boelleronkel


...Vieles von dem was Du schreibst ist absolut richtig,Pläne und was wo in der Erde liegt,die Sorgen haben nicht nur allein die Elektrischen
im allgemeinen.

Cash,jo... heute gehts nicht um Materialmangel oder fehlende Kapazitäten,heute gehts nur um Kohle machen,Wartungsintervalle vernachlässigen,Betriebsstandzeiten verlängern ohne auf die Sachverständigen zu höhren,Hauptsache die Kurse stimmen.

Und da es hier schon mal angesprochen wurde im Thread,die Nummer mit "Stromausfall im Münsterland"das hat ja wohl nicht an der Braunkohle aus Ost oder West gelegen.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...0041/index.html
http://web39.p15166456.pureserver.info/j...1219202104.html

in diesem Sinne,Elektizifizierung des ganzen Landes ....

@Bölleronkel,

am Wochenende,späten Samstagnachmittag gab`s da mal wieder einen "atuellen" Fall...

Mein Bruder hatte mich gerufen, weil der Wind seine Sattelietenschüssel verdreht hatte, naja. Bin ja der "Elektrische" in der Familie. Ohne Satfinder trotzdem ein Problem, die Schüssel wieder in die richtige Position zu bringen, dazu war es noch bewölkt und wir konnten weder Juri Gagarin noch den Sattelieten sehen..., versteh mal. Betreffs anpeilen...

Dafür hatten wir kurzzeitige Peilungen in nachbarliche Schlafzimmer und die dortigen Programme...

Endlich wieder Empfang, mein Bruder spendierte auf den Erfolg ein gutes Pilsbier Marke "*rombacher".... meins kurz mal auf die Herdplatte gestellt, kaltes Bier mag ich net...!

Rummms, nein nicht die Flasche geplatzt, Strom weg! Bruders Nachbar hatt im Vorgarten geschachtet und das Kabel erwischt, wohl aber nur eine Phase durchtrennt.... Nun war guter Rat teuer! Mein Bruder hat nur einen 220- V- Hausanschluß, Erdkabel liegt aber mit 380 V bis in den Keller...und der geborene Ossi ist ja erfinderisch...! Schnell Phase umgeklemmt, Sicherung umgesteckt und es ging ein Licht auf!

Wie @Mike schon schreibt, es geht ja nicht nur ums Licht heut, Heizung und haste nicht gesehen...

Naja, der zust. Energieversorger ließ sich bis Sonntagmittag Zeit, das Kabel wieder zu reparieren...


elektrische Grüße

josy95





Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 15.11.2010 10:14 | nach oben springen

#63

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 17.11.2010 19:19
von Boelleronkel (gelöscht)
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Jaja,das elektrische Leben ist voller Wunder,vielleicht hat Dein Bruder auch nur das "Kabelwarnband"übersehen ,schöne Grüsse von Ihrer "Versicherung" aber das wäre ja schon ein Neues Thema.
Bleibt nur die Plombe am HA,zu DDR Zeiten wurde eine Plombenöffnungskarte verschickt,insofern eine "Energiewirtschaftliche Berechtigung"vorhanden war oder eben E-Betrieb und Störungsdienst.
Hat ja dennoch funktioniert,aber immer schön uffpassen "Lupo"lauert überall!
Gruss BO


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