#21

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 23.09.2010 21:12
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Boelleronkel

Betriebe gingen immer vor und der kleine Mann,war immer das Ende einer Schlange.


War die DDR nicht eine "Sozialistische Demokratie"? (Hat "Feliks" in einem anderen Thread erklärt wenn ich mich nicht irre.)
Von daher müsste doch auch der "kleine Mann" Vorrang bei der Energieversorgung haben, nicht die Industriebetriebe die in der Hand des Staates waren, oder?

just my 2ct

matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#22

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 23.09.2010 21:30
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Nicht Staatseigentum sondern sozialistisches Eigentum, also auch das des "kleinen Mannes".
Ich hatte im übrigen immer Strom und nicht viel mehr kurze Aussetzer wie heute.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.09.2010 21:35 | nach oben springen

#23

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 23.09.2010 21:45
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Ich erinnere mich an Stromausfälle in Leipzig, immer so nach 17.00Uhr Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre für die Dauer von vielleicht einer halben Stunde im strengen Winter? Waren glaube ich die "Spitzenbelastungszeiten" für die Haushalte. War gerade im Keller und wollte Holz hacken,,,bumms, Licht aus und Kerze an, das ging auch im Schummerlicht.
Man hat dies damals auch alles nicht so streng gesehen, weil die Probleme der Kraftwerke...siehe nasse Braunkohle bekannt waren, zumal, ich komme aus der Rohrleitungsbauecke und allem, was damit zusammen hängt.
War ja nicht so wie heute, wo der Vermieter die Bereitstellung von Wärme garantieren muss...siehe, selbst war damals der Mann, die Frau.
Logisch, außer natürlich in den Neubaugebieten.

Rainer-Maria


nach oben springen

#24

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 24.09.2010 10:42
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo zusammen!

Rohstoffe waren immer knapp und wir waren auf die Kohle angewiesen.

Deshalb wurde auch vor dem Winter rechtzeitig für genügent Kohle (immer 100 Zentner), Brennholz und auch Kartoffeln wurden eingelagert.

An den Winter 1978/79 kann ich mich noch gut erinnern, wir wohnten in einem kleinen Vorort von Leipzig und durch den strengen und starken Winter (Berichte kamen im TV), fiel vom 23. 12 78 bis zum 27.12.78 der Strom aus, aber wir hatten es warm weil es ja in jeden Raum einen Ofen gab und in der Küche konnte man auf dem Gasherd oder dem Glutosherd, dass essen zubereiten. Und wir hatten einen Balkon, bei diesem wurde im Winter die Tür geschlossen, da man diesen nicht im Winter nutzen konnte, aber als Kühlschrank war das super!

Heute ist man aufgeschmissen wenn der Strom ausfällt, keine Heizung läuft und kochen kann man auch nicht, wenn man so wie ich einen Elektroherd hat!

Liebe Grüße von Küche69

____________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!"



nach oben springen

#25

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 16:24
von Nomex | 254 Beiträge

Ein Energieträger der hier noch nicht erwähnt wurde ist das Stadtgas. Neben kleinen städtischen Gaswerken war der größte Produzent das Gaskombinat in Schwarze Pumpe zu dem auch die Großgaserei Magdeburg gehörte. Die Gaserzeugung erfolgte aus Braun- oder Steinkohle. Die landesweite Verteilung erfolgte durch den VEB Verbundnetz Gas. Dazu konnte das Gas auch in Untergrundgasspeichern zwischengelagert werden.

Der Nachfolger des VEB Verbundnetzgas die heutige Verbundnetz Gas AG ist übrigens Leipzigs größter Steuerzahler.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
nach oben springen

#26

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 17:28
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von rustenfelde
Ja, wie Rainman schon schrieb. In jedem Zimmer Stand ein Kachelofen, dessen angenehme Wärme ich jetzt
bei meiner Zentralheizung vermisse. Was ich nicht vermisse ist das Kohle und Asche schleppen.
Da ich in der Kohle tätig war, bekam ich jedes Jahr 100 Zentner Deputat. Könnte mann jetzt gut
verscherbeln.
Also gefroren haben wir nicht!

Gruß RF



Neben der Deputatkohle gab es für die Braunkohlewerker sogar noch ein gewisses Quantum Schachtfusel, falls die Wärme von den Kohlen nicht ausreichen würde.
Heutzutage würden die Kumpel bei solchen Zugeständnissen des Arbeitgebers wie 100 Zentner Kohle extra zu Lohn bereits in den Krallen der Geier vom Finanzamt zappeln, wenn sie diese Einnahme nicht ordnungsgemäß als geldwerten Vorteil versteuern würden.
Als es endlich auch mit den Braunkohlekombinaten zu Ende ging, gab es schließlich noch eine kleine Abfindung in Kohle, die wurde aber Anfang der 90er Jahre sehr oft bereits weiterverscheuert, weil der moderne Neuwessi lieber mit Öl heizen wollte, nachdem er die drei Jahre alte Forsterheizung im hohen Bogen wieder rausgeschmissen hatte.
Bääähh DDR.
Heute werden Forsterheizungen für fossile Brennstoffe in Annoncen häufig wieder nachgefragt, nachdem man inzwischen auch wieder wie vor 3.000 Jahren schon in den Wald fährt, um Holz zu holen, wenn auch nicht mit Spankorb und Hackebeil sondern mit der besten und stärksten Stihl vom Baumarkt und dem Allrad- Frontera für 30.000 Euro, den man nur deshalb gekauft hat, um die Ladung auch wieder aus dem Wald herauszukriegen.



nach oben springen

#27

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 17:30
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Wir sind verwöhnt-fällt heute mal der Saft für eine viertel Stunde aus-schon wird gemeckert.Wie war das früher ?



nach oben springen

#28

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 17:42
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Zermatt mein Freund, die Menschheit protestiert gegen Atommeiler im schönen Deutschland, auch gegen Braunkohle und Steinkohlekraftwerke, also alles Stromerzeuger aber Er, der deutsche Dummkopf fragt auf der anderen Seite nicht, wo der Strom, der ganz einfache Strom aus der Steckdose herkommt?
Ich glaube fast, bescheuerter kann man nicht sein, soviel Dummheit geht auf keine Kuhhaut? Das ist der "deutsche Michel, er stirbt wohl nie aus?"

Rainer-Maria


nach oben springen

#29

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 17:49
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von küche69

Deshalb wurde auch vor dem Winter rechtzeitig für genügent Kohle (immer 100 Zentner), Brennholz und auch Kartoffeln wurden eingelagert.





Nur mal interessehalber: Was wurde da in einem Winter beheizt, dass jedesmal 5 Tonnen Kohle (100 Zentner) eingelagert wurden? Es ist zwar schon einige Jahrzehnte her, dass ich mit Kohle geheizt habe - aber wir haben keine 5 Tonnen eingelagert - alleine schon wegen fehlendem Lagerplatz.

Gruss

icke



nach oben springen

#30

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 18:02
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

icke, einhundert Zentner Briketts passten locker in einen Keller in einem Leipziger Gründerzeithaus. Zwar war fast Deckenhöhe erreicht, aber es passte rein.
Mein Beispiel, hatte es in etlichen anderen Texten schon beschrieben: 1x Kachelofenluftheizung Wohnzimmer, 1x Küchenofen, 1x Badeofen, 1x Dauerbrandofen Kinderzimmer.
Wurden in der Heizperiode jeden Tag beheizt, so nebenbei und diese Arbeit kann heute gar Keiner mehr nachvollziehen...ist schon zu lange her?

Rainer-Maria


nach oben springen

#31

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 18:32
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Zermatt
Wir sind verwöhnt-fällt heute mal der Saft für eine viertel Stunde aus-schon wird gemeckert.Wie war das früher ?

Also ich kann mich an keinen Stromausfall in den letzten 20 Jahren erinnern.
Nein - halt - doch: vor ca. 10 Jahren viel mal für ca. 1h die Strassenbeleuchtung in einer Gasse in der Nähe aus. Vor ca. 5 Jahren gabs mal für ca. 10min einen Stromausfall in unserem Gebäude.

just my 2ct.

matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#32

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 18:33
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Zermatt mein Freund, die Menschheit protestiert gegen Atommeiler im schönen Deutschland, auch gegen Braunkohle und Steinkohlekraftwerke, also alles Stromerzeuger aber Er, der deutsche Dummkopf fragt auf der anderen Seite nicht, wo der Strom, der ganz einfache Strom aus der Steckdose herkommt?
Ich glaube fast, bescheuerter kann man nicht sein, soviel Dummheit geht auf keine Kuhhaut? Das ist der "deutsche Michel, er stirbt wohl nie aus?"

Rainer-Maria



Die Dummheit erfährt aber noch eine Krönung, indem man sogar gegen Alternative Energien Stimmung macht, auch weil die Konzerne ihre Kunden gegen die Betreiber von Windparks und Fotovoltaikanlagen regelrecht aufhetzen.
Die Ausweisung des EEG- Anteils in der Stromrechnung kam nicht durch Auflagen der Regierung zustande sondern diente den Stromkartellen zur Rechtfertigung ihrer Preiserhöhungen.
Kaum jemand weiß, daß die kWh Windenergie nur mit 9 ct. pro kWh vergütet wird und die Differenz den Kosten der (ehemals volkseigenen) Trassen geschuldet sind.
Für die Aufgabe dieser milliardenschweren Infrastruktur seitens des Staates gab es keinerlei Abfindung oder Entschädigungen, ich habe einen ähnlichen Fall mit unserem Antennenbetreiber durch.
Zur Wendezeit hatten wir Bürger in Eigenleistung die Trasse gelegt und sogar in einer Art Teilungserklärung des Gesamtinvestments unseren jeweiligen Anteil schwarz auf weiß dokumentiert vorliegen, was den Antennenbetreiber bis heute dazu veranlaßt hat, die inzwischen abgemeldeten Kunden (oft wegen ständiger Preiserhöhungen) noch sehr lange am Netz zu lassen.
Die wissen, wovor sie Angst haben sollten, aber unsere klientelverseuchten korrupten Staatsdiener haben den Stromkonzernen gegenüber kein bißchen Rückrad bewiesen, so wie es der gesunde Menschenverstand eigentlich hergeben müßte.
Dieses Riesenkapital hat man ohne irgendwelche Auflagen bezüglich der Transparenz der Geschäftsführung den zukünftigen Arbeitgebern in den Rachen geworfen, Beispiele wie Clement, SPD gibt es massenhaft und zeigt, was wir doch für eine Bananenrepublik sind.



nach oben springen

#33

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 19:09
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Hackel39
Die Dummheit erfährt aber noch eine Krönung, indem man sogar gegen Alternative Energien Stimmung macht, auch weil die Konzerne ihre Kunden gegen die Betreiber von Windparks und Fotovoltaikanlagen regelrecht aufhetzen.



Sorry aber schau dir mal an wer die größten Windparks und PV-anlagen betreibt. Da würden die Konzerne ja gegen sich selbst hetzen. Alle kotzen rum das die großen EV-Unternehmen Gewinn machen. Das die Aktien der Unternehmen aus dem Bereich der sogenannten "alternativen Energie" der weilen durch die Decke gehen und da auch kräftig kassiert wird bleibt schön unter dem Teppich.

Wo hast du den die 9 ct/kWh her, ich meine mal gehört zu haben das die Windbauern wesentlich mehr erwirtschaften.

Gruß Nomex


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
nach oben springen

#34

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 19:15
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von matloh
[Also ich kann mich an keinen Stromausfall in den letzten 20 Jahren erinnern.



Na dann schau mal unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stromausfall
Da sind ein paar schöne Beispiele aufgelistet. Denke mal nur an das Münsterländer Schneechaos und das war erst 2005.

Gruß


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
nach oben springen

#35

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 19:46
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Nomex

Zitat von Hackel39
Die Dummheit erfährt aber noch eine Krönung, indem man sogar gegen Alternative Energien Stimmung macht, auch weil die Konzerne ihre Kunden gegen die Betreiber von Windparks und Fotovoltaikanlagen regelrecht aufhetzen.



Sorry aber schau dir mal an wer die größten Windparks und PV-anlagen betreibt. Da würden die Konzerne ja gegen sich selbst hetzen. Alle kotzen rum das die großen EV-Unternehmen Gewinn machen. Das die Aktien der Unternehmen aus dem Bereich der sogenannten "alternativen Energie" der weilen durch die Decke gehen und da auch kräftig kassiert wird bleibt schön unter dem Teppich.

Wo hast du den die 9 ct/kWh her, ich meine mal gehört zu haben das die Windbauern wesentlich mehr erwirtschaften.

Gruß Nomex




Es sind nicht ausschließlich Energiekonzerne, die Windparks betreiben, mehr noch es gibt sogar Bürgerparks an denen sich jeder beteiligen kann mit Anteilspreisen von mindestens 5000 Euro für Bewohner der Gemeinde (hier Wansleben am See) und ab 10.000 Euro Mindeststückelung für andere (Geschlossener Fonds).
Fotovoltaikanlagen werden ab 1 kWp Leistung (Preis z.Z. um 4000 Euro) , und jeder, der ein Dach mit max. 60 ° Südauslenkung und 30 ° Dachneigung besitzt, kann zu gesetzlich festgelegten Beträgen Strom verkaufen.
Die Einnahmen daraus sind mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern und kommen somit in der Regel bereits ab dem 2 Jahr trotz Abschreibungen und möglichen Zinsaufwendungen ins "Plus" und somit dem Gemeinwesen zu Gute.
Die Aktionäre von Q- Cells , Solarworld und Nordex haben trotz allgemeinem Aufschwung an den Börsen nichts zu lachen, weil die Chinesen mit ihrem zusammengeklauten know- how unseren Herstellern schwer zu schaffen machen.
Vergiß bitte auch nicht, daß gerade die arg geschundene Region um Bitterfeld von der Fotovoltaik profitiert und daß einzig dort und in Jena es ostdeutsche Börsenwerte zumindest in den tec- Dax, der Dritten Liga geschafft haben.
Im Dax 30 und dem M- Dax der Zweiten Liga gibt es auch 20 Jahre nach der Einheit keine ostdeutschen Unternehmen.
Die Investitionsmöglichkeiten von Privatpersonen in die Erneuerbaren Energien sind einer der wenigen Lichtblicke, die dieser Raubtierkapitalismus aufzubieten hat und eine Aufgabe für Patrioten.



zuletzt bearbeitet 25.09.2010 21:16 | nach oben springen

#36

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 19:54
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Nomex

Zitat von matloh
[Also ich kann mich an keinen Stromausfall in den letzten 20 Jahren erinnern.


Na dann schau mal unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stromausfall
Da sind ein paar schöne Beispiele aufgelistet. Denke mal nur an das Münsterländer Schneechaos und das war erst 2005.
Gruß


Tja, so kann einem der eigenen Verstand einen Streich spielen.

Nein, im Ernst: Was ich sagen wollte ist, dass Stromausfälle nur mehr extremst selten vorkommen.
Z.B. im IT-Bereich werden Verfügbarkeiten von 99,9% schon als ziemlich hoch eingestuft. Wenn man die beiden von mir wahrgenommenen Stromausfälle hochrechnet kommt man auf ca. 99,998% Verfügbarkeit => das ist ein Spitzen-Wert (natürlich mit der Unsicherheit dass der Messung nur meine eigene subjektive Wahrnehmung zugrunde liegt).

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
nach oben springen

#37

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 25.09.2010 20:23
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Ist doch schön, das es eine Generation gibt, die den Unterschied zwischen Raider und Twix nicht kennt.

Toll.

Mike59


nach oben springen

#38

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 26.09.2010 08:37
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo!

Möchte hier einmal erzählen wie das so war mit dem Heizen; also wie gesagt ich hatte ja schon geschrieben, dass wir unseren Balkon im Winter nicht nutzen konnten (also zum drausen sitzen ect.), aber im Winter standen dann da immer 3 bis 4 Eimer mit Kohle, damit man nicht jeden Tag in den Keller steigen musste um die Eimer hoch zuholen.

Am Anfang gab es ja nur Kachelöfen, Badeöfen, Glutosherde für die Küche, am Anfang hatten diese sogar noch Backöffnungen wie die Gas- oder Elektroherde heute.

Jedenfalls musste vor dem Anheizen erstmal die Asche aus den Öfen geholt werden, diese fiel in Aschekästen, wir haben diese immer in einem Metalleimer getan, damit man nicht mit jeden einzelnen Aschekasten runterlaufen musste um die Asche in der Aschetonne zu entsorgen.

Danach wurde klein Gehacktes Holz mit Papier zusammen angezündet und wenn dann richtige Glut war konnte man die Kohle auflegen, die Glutosherde für die Küche hielten meist über Nacht die Glut, sodass man morgens nur die Glut durchrühren musste und dann wieder Kohle nachlegen konnte.

Im Wohnzimmer standen ja die Berliner-Kachelöfen welche erst richtig anheizen mussten, so konnte es vorkommen, das meine Eltern morgens "Feuer" machten und dann auf Arbeit gegangen sind und ich eh es in die Schule ging den Ofen zustrauben (also die Ofentüre) musste, damit man dann die Wärme hatte.

Den Badeofen haben wir nur geheizt, wenn Badetag war, oder wenn der Winter sehr streng war, damit die Wasserrohe nicht platzten.

Ärger gab es immer wenn es Kohle gab, welche zuviel Eisenzusätze hatte, dann war nach der Verbrennung, so groß wie der Kohelrost ein Stück "Schlacke" im Ofen, welche mühsam mit dem Feuerhaken zerkloppt werden musste um diese aus dem Ofen zu bekommen.

Später kamen dann die Dauerbrandöfen, diese hielten auch über Nacht die Wärme, wenn man abends noch einmal etwas auflegte.

Wer Beziehungen hatte zum Kohlehändler konnte sich auch einige Säcke Koks holen, der brannte besser, hielt besser die Wärme und die Glut und es gab auch weniger Asche.

Jedenfalls war es mit Arbeit verbunden (das Heizen), aber man hatte es immer warm und ob im Glutosherd oder im Kachelofen, man konnte durch die eingefügten Öffnungen, Töpfe mit Essen oder Kaffekannen warm halten!

Heute bekommt man schon das große Heulen, wenn der Strom ausfällt, kein warmes Wasser, keine Heizung und kein warmes Essen nicht mal ein Kaffen-schlimm-!

Grüße von Küche69

______________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!"



nach oben springen

#39

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 26.09.2010 11:19
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Guten Morgen, nein besser guten Vormittag zusammen. Junge, ist das ein Wetter draußen im veregneten Sachsen östlich der Mulde. Jetzt noch Stromausfall, weil Einige die Atommeiler und restlichen Kraftwerke abschaffen wollen, dann geht die Heizung aus und wir werden wohl im Schrank nach etwas wärmeren zum anziehen suchen müssen?
Dann funktioniert auch kein Internet mehr und wir könnten nicht so herlich grenzenlos miteinander kommunizieren, wir würden also sitzen, so in der Familie und miteinander reden.
Manchen fiele dann auf.."ach, das bist doch du, mein Kind, meine Frau, mein Ehemann und wo kommst du denn auf einmal her...na, aus dem Kinderzimmer...meint Klein-Anton oder Lieschen und der Mann meint...ich war bei Beate nebenan.....wer ist Beate, sagt seine Frau...und so liese sich die schöne kleine Geschichte noch in Buchlänge fortsetzen.
Das mit dem Werdegang des ganz einfachen Heizen der ganzen Öfen ist sehr gut beschrieben Küche, was für eine Arbeit damals, was für ein Zeitaufwand und ich erinnere mich an einen älteren Zeitungsartikel über das Ruhrgebiet, denn da wurden noch weit übers Jahr 2000 hinaus ganze Wohnungen/ Häuser/ Reihenhäuschen ganz simpel mit Kohle beheizt.
Auch wegen der Deputatkohle für den Bergmann. Da unterschieden sich doch Ost und West nicht soviel?

Rainer-Maria und einen guten Sonntag allen ins Forum.


nach oben springen

#40

RE: Energieversorgung in der DDR

in Mythos DDR und Grenze 10.11.2010 10:42
von Angelo | 12.391 Beiträge

DDR-Atommüll soll nach Russland
Nuklearmüll aus dem Atom-Zwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus soll in drei Castor-Transporten in die Wiederaufarbeitungsanlage Majak gebracht werden, die im Südural liegt.Die Bundesregierung hat einen Entsorgungsvertrag mit Russland eingefädelt: Opposition und Umweltschützer in Deutschland sowie Russland protestierten gegen das Projekt. Es sei eine „Billigentsorgung“ auf Kosten der Sicherheit. Der neue Entsorgungsplan für die Altlast aus der DDR-Atomforschung bedeutet eine Abkehr vom bisherigen Konzept, wonach die 951 abgebrannten Brennelemente in ein zukünftiges deutsches Atom-Endlager gebracht werden sollte.

Die Brennelemente stammen ursprünglich aus dem nach der Wende stillgelegten Kernforschungszentrum in Rossendorf bei Dresden. Sie wurden 2005 nach Ahaus gebracht, blieben aber im Besitz Sachsens. Geliefert hatte sie Russland, zu Sowjetzeiten das Zentrum der Atomindustrie für den Ostblock.

Ermöglicht wurde der Deal mit den Russen durch ein Abkommen, mit dem die Rückholung der Brennstoffe aus russischen Forschungreaktoren in der früheren Einflusszone der Sowjets geregelt ist. Moskau, Washington und die Internationale Atombehörde hatten es abgeschlossen. So soll verhindert werden, dass Spaltmaterial Terroristen in die Hände fällt. Genutzt haben es bisher Länder wie Polen, Vietnam oder Usbekistan.

Dass sich hier nun auch Deutschland einreiht, liegt an den Kosten. Die Majak-Lösung sei billiger als die Lagerung in Ahaus, hieß es im zuständigen sächsischen Wissenschaftsministerium. In Ahaus müssten die 18 Castor-Behälter, in denen sich die Brennelemente befinden, noch mindestens 20 Jahre stehen, bis ein Endlager betriebsbereit wäre.

Hier weiter lesen
http://www.fr-online.de/politik/ddr-atom...76/-/index.html


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Stabiler DDR Taschenrechner MR 411
Erstellt im Forum DDR Bilder von fury77
46 19.01.2015 19:45goto
von EMW-Mitarbeiter • Zugriffe: 3822
Ein Leben ohne Abzocker
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Siggimann
64 30.12.2010 14:57goto
von X-X-X • Zugriffe: 4341
Stromversorgung in der DDR
Erstellt im Forum Leben in der DDR von karl143
76 28.03.2010 20:43goto
von Rainer-Maria-Rohloff • Zugriffe: 7146
Winterschlacht in der DDR
Erstellt im Forum Videos aus dem Alltag und Leben der DDR von kinski112
6 26.02.2010 18:07goto
von Augenzeuge • Zugriffe: 3370

Besucher
1 Mitglied und 28 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 329 Gäste und 24 Mitglieder, gestern 3414 Gäste und 170 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14358 Themen und 557104 Beiträge.

Heute waren 24 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen