#1

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 02:23
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Affi976
mag ja RMR ein Märchenonkel sein, aber wo er Recht hat, hat er Recht.
Ich könnte Dir sogar mehrere solcher Fälle erzählen, wo ich mir, ob Verwandschaft oder Bekanntschaft, mittelprächtig den Ar*** abgefroren habe."Die" saßen im Pullover und mit dicken Socken nur um an der Heizung zu sparen.Frühmorgens duschen, na also soetwas kam ja nur einmal in der Woche vor.



Was die Heizung angeht, so kam eben im Westen irgendwann das Thema "Energiesparen" auf --- und es ist ja sicherlich sinnvoller, einen Pullover anzuiziehen, als unnötig Öl oder Gas zu verbrauchen.

Am Duschen sollte man allerdings nicht sparen, das ist dann Sparen am falschen Ende.

Zitat
Genauso kenne ich heute wieder welche, nur diesmal aus`m Osten, die sich mit ihrem Traum von Haus in die Sackgasse manövriert haben und sich ein einigermaßen geheiztes Haus nicht leisten wollen, aber eher wohl nicht leisten können.



Im Osten war es halt so, daß die Menschen jahrzehntelang nicht die Möglichkeit hatten, das Einmaleins der Marktwirtschaft zu lernen --- 1990 wurden sie dann ins kalte Wasser geworfen...

Aber speziell mit dem Hausbau haben sich auch im Westen viele übernommen, und auch heute passiert so etwas noch.

-----

Allgemein läßt sich (auch in diesem Thread) ablesen, daß sich Ost und West im Laufe der vierzig Jahre immer deutlicher auseinanderentwickelt haben. Während es im Westen eine lineare fortschrittliche Entwicklung war, wurden dem Osten einige "sozialistische Errungenschaften" zwangsweise übergestülpt (z.B. die Arbeitspflicht für junge Mütter, deren Kinder dann in "Tagesstätten" abgeschoben wurden), während ansonsten vieles so blieb wie eh und je (z.B. das "jahreszeitliche Essen", oder die Tatsache, daß viele Menschen noch eigene Hühner, Schweine etc. hielten).

Seit 1990 hat sich da manches angeglichen --- aber längst noch nicht alles.


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#2

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 07:13
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Sonny
Während es im Westen eine lineare fortschrittliche Entwicklung war, wurden dem Osten einige "sozialistische Errungenschaften" zwangsweise übergestülpt (z.B. die Arbeitspflicht für junge Mütter, deren Kinder dann in "Tagesstätten" abgeschoben wurden), .



Hallo Sonny,

könntest Du mir mal Quellen benennen bezüglich der Arbeitspflicht? Das ist mir nämlich neu. Gottseidank hält unser Sozialstaat junge Mütter von der Arbeit fern, indem man Tagesstätten einspart oder vorhandene Plätze so teuer macht, das man sie sich nicht leisten kann. Und da ja die Entwicklung linear fortschrittlich war und ist , hat man den westdeutschen Fortschritt auf die neuen Länder übertragen.

Gruss

icke



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#3

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 07:35
von Udo (gelöscht)
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Verfassung der DDR
Artikel 24
(1) Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht auf Arbeit. Er hat das Recht auf einen Arbeitsplatz und dessen freie Wahl entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen und der persönlichen Qualifikation. Er hat das Recht auf Lohn nach Qualität und Quantität der Arbeit. Mann und Frau, Erwachsene und Jugendliche haben das Recht auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung.
(2) Gesellschaftlich nützliche Tätigkeit ist eine ehrenvolle Pflicht für jeden arbeitsfähigen Bürger. Das Recht auf Arbeit und die Pflicht zur Arbeit bilden eine Einheit.
(3) Das Recht auf Arbeit wird gewährleistet
durch das sozialistische Eigentum an den Produktionsmitteln;
durch die sozialistische Leitung und Planung des gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses;
durch das stetige und planmäßige Wachstum der sozialistischen Produktivkräfte und der Arbeitsproduktivität;
durch die konsequente Durchführung der wissenschaftlich-technischen Revolution;
durch ständige Bildung und Weiterbildung der Bürger und durch das einheitliche sozialistische Arbeitsrecht.


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#4

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 08:02
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo, Udo,

die Verfassung der DDR bzeüglich Recht auf und Pflicht zur Abreit ist mir bekannt. Bekannt ist mir aber auch, dass es in der DDR, wenn auch prozentual gering, auch nur Hausfrauen gab. Dass das die Ausnahme war, ist mir schon klar, bloss gefällt mir in dem Zusammenhang der Begriff "Zwang" nicht so richtig.

Im Umkehrschluss müssten ja heute alleinstehende Mütter nur am Jubeln sein, wenn sie von der Arbeit befreit sind - was ja durch den linearen Fortschritt zum Normalfall wird - und hochzufrieden mit der grosszügigen Alimentation durch Hartz IV sein. Eigenartigerweise ist das - zumindest in meinem Bekanntenkreis - eher selten, die wollen alle arbeiten und wissen ihre Freiheit gar nicht zu schätzen.

Gruss

icke



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#5

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 08:08
von Udo (gelöscht)
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Zitat von Sonny
--------------------------------------------------------------------------------
Während es im Westen eine lineare fortschrittliche Entwicklung war, wurden dem Osten einige "sozialistische Errungenschaften" zwangsweise übergestülpt (z.B. die Arbeitspflicht für junge Mütter, deren Kinder dann in "Tagesstätten" abgeschoben wurden), .
--------------------------------------------------------------------------------
Naja, wenn ich heute den Ausdruck "Hausfrau und Mutter" höre, wird mir jedesmal schlecht. Wie Du, Sonny, aus dem oben eingestellten Artikel der Verfassung der DDR lesen kannst, gab es ein RECHT und die PFLICHT auf Arbeit. Westerwelle bräuchte in der DDR nicht zum Sturm auf HartzIV-Empfänger zu blasen. Es gab keine Arbeitslosen und die Kinder wurden richtig gut in den Kinderkrippen und -gärten versorgt. Ausgebildete Kindergärtnerinnen (nicht ungelernte Tagesmütter) betreuten die Kleinen, was sich sehr positiv auf dessen Entwicklung auswirkte.
Sollte jemand in diesem Forum sein, der sein DDR-Kindergartenleben nicht positiv sieht, möge er sich mal melden.
Udo


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#6

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 08:33
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von icke46
Hallo, Udo,

die Verfassung der DDR bzeüglich Recht auf und Pflicht zur Abreit ist mir bekannt. Bekannt ist mir aber auch, dass es in der DDR, wenn auch prozentual gering, auch nur Hausfrauen gab. Dass das die Ausnahme war, ist mir schon klar, bloss gefällt mir in dem Zusammenhang der Begriff "Zwang" nicht so richtig.

Icke,

im Endeffekt war's wohl ein typisch "freiwilliger DDR-Zwang" da man sich damit sehr schnell dem Paragraphen 249 des StGB der DDR aussetzen konnte. Dies war auch allgemein bekannt.

Ich kannte nur zwei Muetter in unserer Schulklasse, welche Hausfrauen waren: Eine war Invalidenrenterin, die andere hatten ein Schreinergeschaeft in welchem sie zwar offiziell angestellt war, allerdings da praktisch nie arbeitete.

Zitat von icke46
Im Umkehrschluss müssten ja heute alleinstehende Mütter nur am Jubeln sein, wenn sie von der Arbeit befreit sind - was ja durch den linearen Fortschritt zum Normalfall wird - und hochzufrieden mit der grosszügigen Alimentation durch Hartz IV sein. Eigenartigerweise ist das - zumindest in meinem Bekanntenkreis - eher selten, die wollen alle arbeiten und wissen ihre Freiheit gar nicht zu schätzen.

Glaub mir, die meisten deiner Wessie-Muetter wuerden viele der damals in der DDR angebotenen Frauenjobs heute auch nicht machen, nicht nur wegen der damals gaengigen Bezahlung...

-Th


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#7

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 08:38
von Udo (gelöscht)
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"Zwang" hatte ich nicht geschrieben, sondern von Rechten und Pflichten gesprochen.
In der DDR gab es sehr wenige Hausfrauen und diese mussten "nachweisen" (bitte nicht wörtlich nehmen), wie sie ihren Lebensunterhalt bestritten. Konnte dieser "Nachweis" erbracht werden, war das in Ordnung.
Udo


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#8

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 08:43
von Udo (gelöscht)
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Zitat von Captn:
Glaub mir, die meisten deiner Wessie-Muetter wuerden viele der damals in der DDR angebotenen Frauenjobs heute auch nicht machen, nicht nur wegen der damals gaengigen Bezahlung...

DAS glaube ich auch.


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#9

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 09:04
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von icke46

Zitat von Sonny
Während es im Westen eine lineare fortschrittliche Entwicklung war, wurden dem Osten einige "sozialistische Errungenschaften" zwangsweise übergestülpt (z.B. die Arbeitspflicht für junge Mütter, deren Kinder dann in "Tagesstätten" abgeschoben wurden), .



Hallo Sonny,

könntest Du mir mal Quellen benennen bezüglich der Arbeitspflicht? Das ist mir nämlich neu. Gottseidank hält unser Sozialstaat junge Mütter von der Arbeit fern, indem man Tagesstätten einspart oder vorhandene Plätze so teuer macht, das man sie sich nicht leisten kann. Und da ja die Entwicklung linear fortschrittlich war und ist , hat man den westdeutschen Fortschritt auf die neuen Länder übertragen.

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Im Umkehrschluss müssten ja heute alleinstehende Mütter nur am Jubeln sein, wenn sie von der Arbeit befreit sind - was ja durch den linearen Fortschritt zum Normalfall wird - und hochzufrieden mit der grosszügigen Alimentation durch Hartz IV sein. Eigenartigerweise ist das - zumindest in meinem Bekanntenkreis - eher selten, die wollen alle arbeiten und wissen ihre Freiheit gar nicht zu schätzen.




Es fällt mir beim lesen deiner Zeilen @Sonny echt schwer, den hier gewünschten Umgangston beizubehalten. Wenn heute in der BRD alle Politiker davon reden, dass die Kinderbetreuung verbessert werden muss und es sogar ein Recht auf einen Betreuungsplatz festgeschrieben werden soll, dann frag ich mich mit welchem Weltbild du beim bisherigen System im Westen eine "linear fortschrittliche Entwicklung" erblicken kannst.

Um jetzt weitere zwangsläufige Ausfälle meinerseits zu vermeiden kann ich nur sagen, dass ich hier @icke46 voll zustimme. Ich kenne auch nur Mütter die arbeiten wollen und über mangelnde bzw. zu teure Betreuungsangebote schimpfen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.02.2010 09:10 | nach oben springen

#10

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 09:50
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Sonny


(Ztat "Sonny" Auszug)

wurden dem Osten einige "sozialistische Errungenschaften" zwangsweise übergestülpt (z.B. die Arbeitspflicht für junge Mütter, deren Kinder dann in "Tagesstätten" abgeschoben wurden), während ansonsten vieles so blieb wie eh und je (z.B. das "jahreszeitliche Essen", oder die Tatsache, daß viele Menschen noch eigene Hühner, Schweine etc. hielten).

Seit 1990 hat sich da manches angeglichen --- aber längst noch nicht alles.




Sonny, jetzt werde aber bitte nicht komisch!

Es gehöhrt zwar nicht in diesen Thread, aber das kann ich hier nicht so stehen lassen!

Das mit dem Abschieben ist ein richtiger Bolzen! Meine Kinder z. Bsp. und die von hunderttausend anderen wurden nicht abgeschoben in die Tagesstätte.

Dagegen verwahre ich mich ausdrücklich und fühle mich indirekt etwas angegriffen!

Es war einerseits ein notwendiges Mittel zum Zweck der Sicherung des Lebensunterhaltes (auch in der ehem. DDR!). Meine Frau hätte auch locker ein Jahr länger zu Haus bleiben können! Anderseits wußten wir die Kinder sehr gut aufgehoben, sie haben einfach das gelernt, was ein junger Mensch lernen muß - Benehmen, Respekt, sich ein wenig unterordnen, nennt sich heute Teamgeist - anders wie heute! Meine Kinder sind dort gern hingegangen, es gab sogar vereinzelt Tränen, wenn mal aus irgendwelchen Gründen (Krankheit ect.) nicht gegangen werden durfte! Und das Elternhaus war mit einbezogen, in zweifacher Hinsicht. Aufgepaßt haben viele Eltern selbstverständlich auch, besonders was die politische Orientierung, Einflußnahme auf die Kinder anbelangte. Das war eben Mitte/ Ende der 80-er die zwar langsame, aber positive Entwicklung in der DDR, das man da den Mund schon etwas weiter aufreißen konnte.
Und ich denke mal, das lief in den Altbundesländern bis zur Wende auch nicht viel anders. Es haben mir viele glaubwürdige(!) Bekannte aus den Altbundesländern bestätigt. Nur war hier schon der Trend der Weltverbesserergeneration der 68-er erkennbar der dann mit der Wende und dem teis wahnartigen Einfluß von diesen Vollidioten (Rainman2 - da ist sie wieder, mein Interpretation des Begriffs "Vollidioten!).
Es wurde ja eine regelrechte Hysterie mit der ach so grausamen Kindererziehung à la DDR ausgelöst, was z. Bsp. Freiheiten von Kindern anbelangt. Man hat in einer extrem krankhaften Selbstdarstellungsmentalität und Experementiersucht alles, aber auch alles Gute, was auch in der Kindererziehung über Generationen in beiden deutschen Staaten, weltweit gewachsen war, binnen weniger Jahre total über den Haufen geworfen! Die Früchte dieser Politik ernten wir gerade! Gewalt, Versagen in der Schule, um hier nur einige gravierende Tendenzen aufzuzählen!
Schau mal in den Thread "Schulaltag in der DDR", da stehen sehr, sehr gute Beiträge von Usern drin, die es wissen müssen, da diese damals wie heute an der Basis arbeiten!

Ich hatte es Dir schon mal geschrieben, wenn Du auf Grund Deines Alters (das bitte nicht falsch verstehen!) hier keine fundierten Beiträge, sondern solche, die mehr oder weniger von einer beängstig wirkenden Unwissenheit, Unerfahrenheit, wenn nicht sogar Naivität geprägt sind einstellen kannst, dann laß es einfach!

Tut mir leid, wenn ich hier so hart mit Dir ins Geschäft gehen muß! Aber sowas regt mich maßlos auf!

Und um das ganze mal etwas zu entkrampfen: Hühner halte ich übrings immer noch!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 23.02.2010 09:54 | nach oben springen

#11

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 16:16
von manudave (gelöscht)
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"Abschieben" halte ich für das falsche Wort, Sonny.
Viele Tausend Mütter hätten sich ganz sicher liebend gern um ihre Kinder gekümmert, aber die Gesetzgebung hat es nunmal nicht zugelassen.

Die Regelung von Ausnahmen war wohl eher ein Witz - da sollten einige mal wirlich mit Müttern reden und nicht irgendwelche Funktionärsweisheiten losposaunen.


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#12

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 18:38
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von manudave

Viele Tausend Mütter hätten sich ganz sicher liebend gern um ihre Kinder gekümmert, aber die Gesetzgebung hat es nunmal nicht zugelassen.




Dies bedarf einer Klärung...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#13

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 18:55
von Affi976 (gelöscht)
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Viele Tausend Mütter hätten sich ganz sicher liebend gern um ihre Kinder gekümmert, aber die Gesetzgebung hat es nunmal nicht zugelassen.

Tja Manudave, heut iss wohl nicht so richtig Dein Tag!
Meine, also unsere Mutter, wir waren 3 Jungs, hat sich immer um uns gekümmert, d.h. sie war Hausfrau und Mutter. Sie war immer und überall für uns da. Bei uns hat "nur" mein Vater gearbeitet. Und das war auch gut so!!!!
Und an Repressalien, weil meine Mutter nicht arbeitete , kann ich mich jedenfalls nicht erinnern.
VG Affi


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#14

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 19:53
von manudave (gelöscht)
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Bei mir ist jeder Tag gut, Affi
Nur weil meine Berichte nicht in den Mainstream passen, oder wie meinst du?

Ich kenne allein aus den umliegenden Ortschaften dutzende Mama´s die gern zuhause geblieben wären. Erst kürzlich erzählte mir eine Kindergärtnerin, wie sie über Umwege Hausfrau bleiben konnte - sie ließ bei ihrem Kind Asthma bestätigen.

Von Repressalien hat niemand was geschrieben.


zuletzt bearbeitet 23.02.2010 20:02 | nach oben springen

#15

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 20:34
von Bürger (gelöscht)
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Hallo zusammen,

Möchte auch gerne meinen Senf dazu geben.
Ich stimme josy95 in allen belangen zu. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Unsere Kinder haben in den Krippen und Kindergärten eine 100% Erziehung erhalten. Wir wusten das Sie in guten Händen waren.
So kam der Kinderarzt in die Einrichtungen und unsere Kinder erfuhren eine sehr gute Medizinische Betreuung.

Bürger


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#16

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 20:44
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von manudave

Viele Tausend Mütter hätten sich ganz sicher liebend gern um ihre Kinder gekümmert, aber die Gesetzgebung hat es nunmal nicht zugelassen.


Dies bedarf einer Klärung...




Klärung? Dann mal einen kurzen Schwenk zu Wiki...:
"Der ökonomische Druck beruhte auf der Tatsache, dass auf Grund der Gehaltsstruktur der DDR eine Familie in der Regel darauf angewiesen war, dass beide Partner berufstätig waren, um einen ausreichenden wirtschaftlichen Lebensstandard erreichen zu können, während der moralische Druck in der staatlichen Propagierung und der gesetzlichen Festschreibung der „Pflicht zur Arbeit“ begründet lag.

Frauen hatten, ebenso wie Männer, nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht arbeiten zu gehen, so heißt es im Artikel 24, Absatz 2 der Verfassung der DDR vom 9. April 1968: „Gesellschaftlich nützliche Tätigkeit ist eine ehrenvolle Pflicht für jeden arbeitsfähigen Bürger. Das Recht auf Arbeit und die Pflicht zur Arbeit bilden eine Einheit.“

Da es in der DDR offiziell keine Arbeitslosigkeit und dementsprechend keine Arbeitslosen- oder Sozialhilfe gab, ging man bei Menschen, die nicht arbeiteten und keinen anderen Unterhalt (Vermögen, Eltern, Partner, etc.) nachweisen konnten, von der Notwendigkeit aus, auf illegale Quellen wie Prostitution (war damals ebenfalls verboten), Devisenvergehen, schwarze Geschäfte, Diebstahl etc. zurückgreifen zu müssen, weshalb "asoziale Lebensweise" bereits für sich als Straftat geahndet werden konnte."

AZ


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#17

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 20:57
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ohhhh Wikipedia sagt das also.


Zitat von Augenzeuge

Frauen hatten, ebenso wie Männer, nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht arbeiten zu gehen, so heißt es im Artikel 24, Absatz 2 der Verfassung der DDR vom 9. April 1968: „Gesellschaftlich nützliche Tätigkeit ist eine ehrenvolle Pflicht für jeden arbeitsfähigen Bürger.



Gesellschaftlich nützliche Tätigkeit.... ist die Erziehung von Kindern nicht auch nützlich für die Gesellschaft??? Von Tätigkeit im Sinne von einer Beschäftigung in der Volkswirtschaft lese ich nichts.


Zitat von Augenzeuge

Da es in der DDR offiziell keine Arbeitslosigkeit und dementsprechend keine Arbeitslosen- oder Sozialhilfe gab, ging man bei Menschen, die nicht arbeiteten und keinen anderen Unterhalt (Vermögen, Eltern, Partner, etc.) nachweisen konnten, von der Notwendigkeit aus, auf illegale Quellen wie Prostitution (war damals ebenfalls verboten), Devisenvergehen, schwarze Geschäfte, Diebstahl etc. zurückgreifen zu müssen, weshalb "asoziale Lebensweise" bereits für sich als Straftat geahndet werden konnte."

AZ




Schöne Pauschalisierung, nur leider wieder total falsch. Meinst du also wenn ich zu meiner Frau gesagt hätte: "Bleib du daheim, ich verdien genug", dann wäre sie als Straftäterin betrachtet worden? Es gab jede Menge Frauen die daheim blieben und denen das Gehalt des Mannes reichte. Beispiele hast du auch hier im Forum (siehe Affi) schon gelesen, nur leider passen sie mal wieder nicht ein dein gewünschtes Bild der DDR.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 23.02.2010 21:13 | nach oben springen

#18

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 20:58
von Alfred | 6.841 Beiträge

Komisch,

ich kannte einige Hausfrauen, die hatten nie Ärger mit dem Gesetz.

AZ,

Deine Darstellung ist aus meiner Sicht sehr vereinfacht und so eigentlich nicht korrekt.


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#19

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 21:00
von CaptnDelta (gelöscht)
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Gab's da nicht 'ne Regelung die besagt das kinderreiche Muetter nicht arbeiten mussten/freigestellt waren? Is mir irgendwie erinnerlich...

-Th


zuletzt bearbeitet 23.02.2010 21:01 | nach oben springen

#20

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 21:04
von Wolle76 (gelöscht)
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Meine Großmutter väterlicherseits (Gest. 1990) hat Ihr Lebtag außer gelentlichen Heim/handarbieten nie gearbeitet.


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