#101

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 29.07.2012 18:34
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #100
Zitat von Gert im Beitrag #99
Zitat von Polter im Beitrag #98
Der wirlich letzte Versuch:
1945 beschloss der Alliierte Kontrollrat, die IG Farben vollständig zu enteignen. In der Sowjetischen Besatzungszone wurde dies auch vollzogen. In den Westzonen kam es dagegen zu "Entflechtungsverhandlungen", die im Grunde nichts anderes als Neuordnungs- und Rationalisierungsmaßnahmen waren. Die Chemiemultis Bayer, BASF und Hoechst wurden wieder als eigenständige Unternehmen gegründet. Finanzielle Grundlage dieser Neugründungen war das von den bis zum Tode ausgebeuteten Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen erwirtschaftete Kapital der IG Farben. Nur wenige Jahre später machte jedes dieser Unternehmen mehr Umsatz als die Mutterfirma.
1990: Die Aktionäre witterten Morgenluft: Nach der deutschen Vereinigung hoffen sie auf Rückgabe von Immobilien und Grundstücken, die in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet worden waren. "Unsere Liquidatoren haben unser Vermögen zurückgeholt aus Honduras, Ägypten, Wien und da sollen wir kapitulieren davor, was uns die alten Stalin-Gangster weggenommen haben?" wird ein Aktionär zitiert und ein anderer formulierte auf der Hauptversammlung 1991: "Sprechen wir doch von Auschwitz einmal andersherum. Welche Vermögenswerte haben wir eigentlich in Polen?"


Alles richtig was du schreibst , nur deine einseitige Geschichtsbetrachtung ist nicht in Ordnung. Frage : hat die DDR aus dem Gewinn des Leunawerkes je KZ Häftlinge und Juden enschädigt ? Hat der Staat Polen, dem das Bunawerk Auschwitz-Monowitz zugefallen ist, je Entschädigungen an KZ Häftlinge und Zwangsarbeiter geleistet ? Mir ist nichts bekannt. Vermögen, mit Blutgeld aufgebaut, da war man sich nicht zu schade es einzusacken, nur zahlen aus dem Gewinn der Werke wollten sie nichts. Weshalb sollte dann Bayer, BASF und Hoechst als Nachfolgegesellschaften für solche Entschädigungen aufkommen? Ich denke wenn schon dann gleiches Recht für alle. Im übrigen hat die Bundesrepublik als Nachfolgestaat des 3 Reichs gigantische Summen für Israel und den Weltkongress der Juden bezahlt. Von Zahlungen der DDR mit der gleichen Motivation ist mir nichts bekannt. Aber sie gehört ja fast zu den Siegern des 2. Weltkrieges, daher hatten sie damit überhaupt nichts zu tun. Alle Lasten und Nazis an und in die Bundesrepublik, alle fortschriftliche Kräfte und Sieger in die DDR So einfach ist Geschichte gestrickt, Herr Polter





Bei einer Gesamt-Aufrechnung aller Entschädigungszahlungen (Reparationen an besetzte Staaten, Zahlungen an Inhaftierte und Hnterbliebene von Ermordeten) schuldete die BRD der DDR 727 Mrd DM per stand 1989/90. Die DDR hatte bereits mit den Reparationen an die Sowjetunion, Polen und andere geschädigte Staaten in der östlichen Hälfte Europas mehr gezahlt.
Der Ausgleich der Reparationen (wie im Potsdamer Abkommen vorgesehen) kam nie zustande. Somit ist es nur gerecht, wenn die BRD wenigstens die Zahlungen an Israel übernommen hat. Sinti und Roma wurden übrigens nie angemessen entschädigt udn haben bis heute noch nicht einmal die deutsche Staatsbürgerschaft zurückerhalten.


Wir kommen immer mehr vom Thema weg. Nur noch das : Wenn die von dir zitierte Zahl stimmt( ich kann sie nicht prüfen ) dann verrechne sie doch einfach mit den 1,3 € Billionen Transferleistungen, die die alte Bundesrepublik als Folge der Wiedervereinigung gezahlt hat. Dann haben wir in der alten Bundesrepublik noch einen kräftigen Saldo zu unseren Gunsten.


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#102

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 29.07.2012 18:40
von Marder | 1.413 Beiträge

Haste da auch die Freikaufzahlungen für politische Gefangene abgezogen? ;-)

MfG Marder


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#103

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 29.07.2012 19:50
von Polter (gelöscht)
avatar

Ich muß mich in einer Sache bei der IG Farben korrigieren: Es gab Entschädigungszahlungen, für eine geringe Anzahl von Opfern.
Ich möchte es nicht aufbröseln. Wäre dann gänzlich OT.
Eine Bemerkung, die ich auch so nicht stehen lassen kann! Der ehemalige MP von Sachsen - Anhalt, Herr R. Höppner:
"Reinhard Höppner: "Seit der Wiedervereinigung, heißt es, sei eine Billion Mark von West nach Ost geflossen. In der Rechnung steckt ein Trick. Wird beispielsweise im Osten eine Autobahn gebaut, dann gilt das als Transferleistung in den Osten. Würde die Autobahn zwischen Stuttgart und München gelegt, wäre das eine normale Ausgabe des Bundes"

mehr hier: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9105200.html


Geschichte kann so schön sein.


zuletzt bearbeitet 29.07.2012 19:51 | nach oben springen

#104

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 29.07.2012 22:30
von eisenringtheo | 9.190 Beiträge

Wichtig ist, dass wir nicht das Gesundheitssystem der DDR von damals mit demjenigen der BRD vergleichen. Der medizinische Fortschritt löst ungeheure Kosten aus, die das Gesundheitssystem für die Versicherten sehr teuer und deshalb anderswo Kürzungen erforderlich machen, die dann im Einzelfall sehr ungerecht sein können. Gerade die Nitroglycerintabletten, die oben erwähnt wurden, sind ein gutes Beispiel dafür. Wenn vor 25 Jahren ein Patient einen Angina Pectoris Anfall hatte, dann stellte ihm der Hausarzt ein Rezept für die Tabletten aus. Heutzutage wird bei dieser Erkrankung bei Patienten jeden Alters eine Angioplastie
http://de.wikipedia.org/wiki/PTCA#Koronarangioplastie durchgeführt
oder ein Bypass gelegt
http://de.wikipedia.org/wiki/Koronararterien-Bypass
Weil die Operationen und die Reha danach so teuer sind, muss man anderswo sparen - bei den Tabletten.
(Ich blicke da nicht durch....)
Theo


zuletzt bearbeitet 29.07.2012 22:31 | nach oben springen

#105

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 30.07.2012 11:08
von Fritze (gelöscht)
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Ich weiss nicht warum hier ,bei diesem Thema immer so polemisiert wird .Die meisten der Schreiber verwechseln scheinbar den Begriff "System " mit Stand der Möglichkeiten.Das hat nix mit dem Vergleichen von Äpfeln und Birnen oder Altbier und Kölsch zu tun.Die ersteren sind beide Obst und die letzteren sind beides Biere .Auch wenn es manche nicht glauben.
Aber zurück zum System der Gesundheit.Das der DDR gibt es seit mehr als 20 Jahren nicht mehr.Also kann man es nicht mit dem heutigen vergleichen..Fakt ist ,das wir in der DDR kostenlos versorgt wurden.Niemand musste einen Kredit wegen seiner Dritten Zähne aufnehmen,oder sich Gedanken machen,wie er zur Dialyse kommt.
Im Gegenstz musste in der BRD schon immer zugezahlt werden.
Ergo hat es nichts damit zu tun wo der Stand der med.Technik höher war und wo die Möglichkeiten noch nicht so mannigfaltig waren.
Aber für einige Schreiber kann nicht sein ,was nicht sein darf !
Das ist genau so als ob man die Bewaffnung eines Heeres mit dem politischen Unterricht einer anderen Armee vergleicht.
Also noch mal ein Tip an die ewigen Negierer!!! Dieses Forum dient zum Erfahrungsaustausch und zum Aufarbeiten der Geschichte und nicht " zum Weiterführen des Kampfes zweier Systeme " !!!


zuletzt bearbeitet 30.07.2012 11:09 | nach oben springen



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