#61

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 03.03.2010 00:56
von turmwache (gelöscht)
avatar

halo, man beachte, alle länder besonders die usa und nun wir auch die hochrüstung betreiben zweigen gelder aus den verschiedensten ressorts ab um auch kriegseinsätze bezahlen zu müssen (können)noch vor 20 jahren brauchten auch in der 40 jährigen brd keine eltern um ihre kinder zwecks freiwilligem kriegseisatz zu bangen.
bis denne


nach oben springen

#62

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 03.03.2010 05:44
von manudave (gelöscht)
avatar

Könnt Ihr euch noch an die Röntgen-Bilder von damals erinnern?

Das hat mich fasziniert - eine halbe Stunde (glaub ich) Rattern eines großen Kastens und dann kommt meine Rübe aufs Bild.
Wenn man sich vorstellt, wie schnell das heute geht - der Hammer...
Ich war als Kind ein "Dabbes" wie man in der Rhön sagt und hab oft die Ambulanz "besucht".

Das Gesundheitssystem war damals mit Sicherheit nicht schlechter als woanders - aus heutiger Sicht bertrachtet.

Zu bedenken gilt eigentlich nur die Kostenfrage. Auch das ist ein Teil gewesen, der die DDR ruiniert hat - das kann es nunmal nicht kostenlos geben.


nach oben springen

#63

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 03.03.2010 13:34
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von manudave
Könnt Ihr euch noch an die Röntgen-Bilder von damals erinnern?

Das hat mich fasziniert - eine halbe Stunde (glaub ich) Rattern eines großen Kastens und dann kommt meine Rübe aufs Bild.
Wenn man sich vorstellt, wie schnell das heute geht - der Hammer...
Ich war als Kind ein "Dabbes" wie man in der Rhön sagt und hab oft die Ambulanz "besucht".

Das Gesundheitssystem war damals mit Sicherheit nicht schlechter als woanders - aus heutiger Sicht bertrachtet.

Zu bedenken gilt eigentlich nur die Kostenfrage. Auch das ist ein Teil gewesen, der die DDR ruiniert hat - das kann es nunmal nicht kostenlos geben.




Hallo Manudave, gehört hier zwar jetzt nicht so direkt her, aber meinen allerherzlichsten Glückwunsch zum Geburtstag! Alles, alles Gute, vor allem Gesundheit!

Hier mein gewohntes Smily- Geburtstagsständchen:





Was ist denn röhnsprachlich ein "Dabbes" ? Hat das was mit Diabetes zu tun...?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 03.03.2010 13:35 | nach oben springen

#64

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 03.03.2010 17:11
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Um auf die Ursprungsfrage einzugehen-

Es war nicht besser und auch nicht schlechter,es war einfach anders.(im Vergleich zum Westen)



nach oben springen

#65

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 03.03.2010 18:10
von Focking | 178 Beiträge

Zitat von Zermatt
Um auf die Ursprungsfrage einzugehen-
Es war nicht besser und auch nicht schlechter,es war einfach anders.(im Vergleich zum Westen)


Da gebe ich Dir Recht ,Zermatt,heute ist alles ein bisschen anders.Ich habe damals auch gemeckert wenn ich die braunen Lutschtabletten für neunzig Pfennig trotz schwerer Erkältung verschrieben bekam.Aber wie ist es heute?
Ein großer Teil der Medikamente müssen wir trotz Zuzahlungsbefreiung selber zahlen.Und Vorsorgeuntersuchungen wie
Prostata oder Darmspiegelung dürfen wir auch selber löhnen.Wir sind in der glücklichen Lage diese Beträge auf zu
bringen und unsere Gesundheit ist das auch wert.Aber in anderen Haushalten sieht das schon ganz anders aus,gerade hier in der Wallachei.

Gruß aus der Lausitz

Werner



nach oben springen

#66

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 04.03.2010 09:01
von Ahnenforscher (gelöscht)
avatar

Hallo,
neue Informationen:

Das grüne SV- Buch kommt wieder!

Die alten Originale müsst ihr nicht heraussuchen. Es ist eine Chipkarte. Gegenwärtig finden regional Testläufe in BW und NRW statt. Mit den Datenschutzbehörden ist man sich noch nicht einig aber es entwickelt sich.

Die alten Polykliniken entstehen wieder. Man nennt sie MVZ (Medizinische Versorgungszentren).

"Zwei Schritte vorwärts und einen zurück" Lenin.

Grüße Ahnenforscher


nach oben springen

#67

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 04.03.2010 14:51
von Grete85 | 840 Beiträge

Hallo zusammen,
es ist wie in der Mode, es kommt alles wieder. Heißt nur dann anders.

Gruß Grete


--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
zuletzt bearbeitet 04.03.2010 14:52 | nach oben springen

#68

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 04.03.2010 15:29
von SanGefr | 218 Beiträge

Wenn man nur an die monatlich zu zahlenden Beiträge für die medizinische Hilfe allein denkt, so war der Bürger der DDR natürlich wesentlich besser gestellt. Jedoch die medizinischen Geräte in den Krankenhäusern der DDR hinkten denen der Bundesrepublik und anderen westeuropäischen Staaten leider meilenweit hinterher. Wenn Eurer Meinung nach zum Gesundheitssystem auch der Rettungsdienst gehört, so war hier die Bundesrepublik ganz klar im Vorteil. In westdeutschen Großstädten gab es bereits Notarzt- und Rettungswagen. Die flächendeckende Einführung von Rettungswagen in den Flächen-Landkreisen war gegen Mitte der 70er Jahre abgeschlossen. Je größeres Krankenhaus einen Rettungswagen des DRK. Hinzu kamen kurz danach noch der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter Unfallhilfe und der Malteser Hilfsdienst mit eigenen Notarzt- oder Rettungswagen. Außerdem startete der ADAC Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre den Luftrettungsdienst per Hubschrauber, der in Zusammenarbeit mit ADAC, Katastrophenschutz, Deutsche Rettungs-Flugwacht und Bundeswehr (mit ihren SAR-Hubschraubern), binnen kurzer Zeit in der Bundesrepublik flächendeckend war und zu der Zeit in Europa seinesgleichen suchte. Nicht einmal die Franzosen oder Engländer hatten zu der Zeit ein annähernd vergleichbares Luftrettungssystem. Die Ausbildung der Medizinstudenten in der DDR war, so nehme ich mal an, nicht anders als in Universitäten anderer Länder. Wie weit die Universitäten mit westlichen medizinischen Geräten ausgerüstet waren, kann ich nicht beurteilen. Fazit: Bei den Beiträgen zur Krankenversicherung und Medikamenten, bei der gesundheitlichen Vorsorge und Impfungen von Kindern und Schülern punktet das System der DDR um Längen. Beim Rettungsdienst/Luftrettung/Rettungs-Notarztwagen sowie bei den medizinischen Geräten lag die Bundesrepublik weit vorn. Luftrettung in der DDR durch das DRK der DDR war nicht möglich, (erst recht nicht in Ost-Berlin) da die vergreiste SED Führung jeden Flugrettungseinsatz als einen halben Fluchtversuch angesehen hätte. Medizinisch hochwertige Geräte konnten (oder wollten) nicht angeschafft werden, weil, zugegeben, sehr teuer. (und dann noch vom Klassenfeind)
Und für solch ein Rettungssystem, wie wir es jetzt im gesamten Bundesgebiet haben und um den uns andere Länder beneiden, bin ich schon bereit, den einen oder anderen Euro mehr auszugeben.


zuletzt bearbeitet 04.03.2010 15:56 | nach oben springen

#69

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 04.03.2010 15:30
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von Focking
[quote="Zermatt"]Um auf die Ursprungsfrage einzugehen-
Es war nicht besser und auch nicht schlechter,es war einfach anders.(im Vergleich zum Westen)


Da gebe ich Dir Recht ,Zermatt,heute ist alles ein bisschen anders.Ich habe damals auch gemeckert wenn ich die braunen Lutschtabletten für neunzig Pfennig trotz schwerer Erkältung verschrieben bekam.Aber wie ist es heute?
Ein großer Teil der Medikamente müssen wir trotz Zuzahlungsbefreiung selber zahlen.Und Vorsorgeuntersuchungen wie
Prostata oder Darmspiegelung dürfen wir auch selber löhnen
.Wir sind in der glücklichen Lage diese Beträge auf zu
bringen und unsere Gesundheit ist das auch wert.Aber in anderen Haushalten sieht das schon ganz anders aus,gerade hier in der Wallachei.

Gruß aus der Lausitz

Hallo Werner,

verrat mir mal deine Krankenkasse, bin selbst in der Innungskrankenkasse Berlin-Brandenburg,
zu Prostata einmal im Jahr gratis, nur Überweisung vom Hausarzt,
zu Darmspiegelung alle zehn Jahre, öfter ist nicht erforderlich, allerdings bei Auffälligkeiten auch öfter, gratis, hat gerade meine Frau über sich ergehen lassen, im letzten Jahr hatte man etwas gefunden, jetzt nach einem Jahr Nachuntersuchung, ohne Befund, übrigens AOK versichert,
Gruß aus Berlin


nach oben springen

#70

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 04.03.2010 16:49
von Focking | 178 Beiträge

zu Prostata einmal im Jahr gratis, nur Überweisung vom Hausarzt,
Die Überweisung brauchst Du ,Dein 1945,sonst kostets ja nochmal
zehn Euronen Praxisgebühr.Aber Kassenzugehörigkeit stand gar
nicht zur Diskussion.Ob die Länder das verschieden handhaben ?
Keine Ahnung,ich zahle jeden falls immer.(IKK Halle)

Gruß aus der Lausitz

Werner



nach oben springen

#71

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 04.03.2010 17:07
von dein1945 (gelöscht)
avatar

[quote="Focking"]zu Prostata einmal im Jahr gratis, nur Überweisung vom Hausarzt,
Die Überweisung brauchst Du ,Dein 1945,sonst kostets ja nochmal
zehn Euronen Praxisgebühr.Aber Kassenzugehörigkeit stand gar
nicht zur Diskussion.Ob die Länder das verschieden handhaben ?
Keine Ahnung,ich zahle jeden falls immer.(IKK Halle)

Gruß aus der Lausitz

Hallo Werner,

hab die Sache noch mal bei meiner IKK gecheckt, wie ich schon schrieb es ist so, anbei mal der Link auf meine Kasse, aber bei meiner Frau AOK ist es genauso, würde es mal bei deiner Kasse vorlegen,

Gruß aus Berlin Achim

http://www.ikkbb.de/Krebsvorsorge.256.0.html


nach oben springen

#72

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 04.03.2010 18:02
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Krebsvorsorge alle 2 Jahre,das zahlt die Kasse.



nach oben springen

#73

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 04.03.2010 22:00
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Grete85
Hallo zusammen,
es ist wie in der Mode, es kommt alles wieder. Heißt nur dann anders.

Gruß Grete




Grete, anscheinend!

Und wenn wir schon mal bei "scheinen" sind: Scheinheilig genug, es ja nicht zugeben zu müssen, das es sowas (gutes) schon mal gab. In der DDR.

Wäre ja auch 20 Jahre nach der deutschen Einheit ein politischert Selbstmord, wenn auch ein realitätsträchtiger...!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 04.03.2010 22:01 | nach oben springen

#74

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 04.03.2010 22:06
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von dein1945

Zitat von Focking
[quote="Zermatt"]Um auf die Ursprungsfrage einzugehen-
Es war nicht besser und auch nicht schlechter,es war einfach anders.(im Vergleich zum Westen)


Da gebe ich Dir Recht ,Zermatt,heute ist alles ein bisschen anders.Ich habe damals auch gemeckert wenn ich die braunen Lutschtabletten für neunzig Pfennig trotz schwerer Erkältung verschrieben bekam.Aber wie ist es heute?
Ein großer Teil der Medikamente müssen wir trotz Zuzahlungsbefreiung selber zahlen.Und Vorsorgeuntersuchungen wie
Prostata oder Darmspiegelung dürfen wir auch selber löhnen
.Wir sind in der glücklichen Lage diese Beträge auf zu
bringen und unsere Gesundheit ist das auch wert.Aber in anderen Haushalten sieht das schon ganz anders aus,gerade hier in der Wallachei.

Gruß aus der Lausitz

Hallo Werner,

verrat mir mal deine Krankenkasse, bin selbst in der Innungskrankenkasse Berlin-Brandenburg,
zu Prostata einmal im Jahr gratis, nur Überweisung vom Hausarzt,
zu Darmspiegelung alle zehn Jahre, öfter ist nicht erforderlich, allerdings bei Auffälligkeiten auch öfter, gratis, hat gerade meine Frau über sich ergehen lassen, im letzten Jahr hatte man etwas gefunden, jetzt nach einem Jahr Nachuntersuchung, ohne Befund, übrigens AOK versichert,
Gruß aus Berlin





Muß ich so bestätigen, zumindest was jährlich kostenfreie Vorsogeuntersuchung Prostata anbelangt. Klar, Überweisung vom Hausarzt oder über Bonusheft als reine Vorsorgeuntersuchung, brauchste noch nicht einmal die sonst quartalsweise übliche Praxisgebühr von 10 € zu bezahlen.

BKK Bahn.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#75

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 23.03.2010 19:27
von 94 | 10.792 Beiträge

[Zitat Bergmensch 26.02.2010 20:38]
Für Wessies: DMH=Dringlich Medizinische Hilfe, SMH=Schnelle Medizinische Hilfe
Zentraler Notruf dafür = 115 (gibt es Heute nicht mehr, wird durch die 112 mit wahr genommen)
Näheres hierzu bitte selber ergoogeln.
[tatiZ]

Die 115 soll wieder eingeführt werden. Pilotprojekt läuft heute seit einem Jahr. Mal hier klicken.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 23.03.2010 19:28 | nach oben springen

#76

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 26.07.2012 19:48
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von josy95 im Beitrag #24
Klar ist das DDR- Gesundheitssystem nicht von der Mangelwirtschaft verschont geblieben. Mir ist auch bekannt, das in einigen, vornehmlich kirchlichen Krankenhäusern medizinische Geräte aus der Bundesrepublik standen, die irgendwie als Geschenk hierher gekommen waren.

Unter dem wirtschaftlichen Niedergang der DDR litt natürlich auch das Gesundheitswesen. So war, hinkte folgerichtig auch die Entwicklung von Medizintechnik, Medikamenten immer stärker der Entwicklung in der Bundesrepublik und anderen Ländern hinterher.

.

josy95


In einer der letzten "Exakt"- Sendungen erfahren wir, daß nun ein weiteres erfolgreiches DDR Medikament einer Zwickauer Firma nach über 20 Jahren Hinterherhinken von den Krankenkassen versenkt wurde.
Irgendwie ist noch nicht alles ausgerottet, aber man arbeitet daran.

http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-...s-dea15b49.html (Sendung 18.07.12- zweiter Filmausschnitt)

Es handelt sich dabei um das Herzmedikament Pentalong http://www.mdr.de/exakt/pentalong102-download.pdf, daß wohl immer noch recht wirksam ist, aber eben keiner mehr dran verdient.
Ich glaube, dieses Gesundheitswesen ist viel kränker als das Herz von Dieter Kummer, da sowohl die Konkurrenz in Forschung und Entwicklung von Medikamenten und Medizintechnik als auch der Standortwettbewerb der Krankenhäuser nicht nützlich für die Patienten und Kassenmitglieder sind.
Zumindest den Fortschritt auf dem Medizinsektor hätten wir billiger haben können.
Es ist schon beeindruckend, wie Ärzte einerseits alles tun, um ihre Patienten zu heilen, jene Patienten andererseits aber von der Pharmabranche das Fell über die Ohren gezogen bekommen.
Das was im Text zu lesen ist, beweist einmal mehr, was für eine Substanz tatsächlich in dieser gekenterten DDR drin war, es ist übertragbar auf -zig weitere Ressorts der aktuellen Volkswirtschaft.



nach oben springen

#77

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 26.07.2012 22:29
von Gert | 12.354 Beiträge

hackl, entschuldige mal weisst du wovon du redest, wenn du das Gesundheitssystem unseres Lande schlecht redest ?
Eine Geschichte aus meiner Vergangenheit. Während eines Besuches in der DDR wurde ich ziemlich krank. Ich ging in eine Polyklinik, die ich ja noch aus den Zeiten kannte als ich in der DDR lebte. Ich glaube gegen Vorlage meines Reiesepasses wurde ich kostenlos medizinisch betreut. 2 Dinge fielen mir dabei aber auf. Die Ärzte waren mit Uralttechnik ausgestattet, soweit ich das als Patient beurteilen konnte. 2. die junge Ärztin, die mich empfing, beklagt sich umfangreich darüber, wie schlecht ihre Arbeitsbedingungen doch seien und was sie im Vergleich dazu im Westen Deutschlands für Bedingungen bekäme, wenn sie denn dort wäre. Das nur mal als Erfahrungsbericht aus eigenem Erleben.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#78

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 26.07.2012 22:55
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #77
hackl, entschuldige mal weisst du wovon du redest, wenn du das Gesundheitssystem unseres Lande schlecht redest ?
Eine Geschichte aus meiner Vergangenheit. Während eines Besuches in der DDR wurde ich ziemlich krank. Ich ging in eine Polyklinik, die ich ja noch aus den Zeiten kannte als ich in der DDR lebte. Ich glaube gegen Vorlage meines Reiesepasses wurde ich kostenlos medizinisch betreut. 2 Dinge fielen mir dabei aber auf. Die Ärzte waren mit Uralttechnik ausgestattet, soweit ich das als Patient beurteilen konnte. 2. die junge Ärztin, die mich empfing, beklagt sich umfangreich darüber, wie schlecht ihre Arbeitsbedingungen doch seien und was sie im Vergleich dazu im Westen Deutschlands für Bedingungen bekäme, wenn sie denn dort wäre. Das nur mal als Erfahrungsbericht aus eigenem Erleben.





Sag mir ehrlich Gert, bist Du der Meinung, daß Du nicht von den Pharmakonzernen indirekt über die jeweilige Kasse abgezockt wirst- kannst Du mit Sicherheit sagen, daß wir ohne diese Kartelle vielleicht doch mit 10 % Kassenbeitrag zurecht kommen würden und somit die Arbeit hierzulande bbilliger wäre und mehr Leute einzahlen würden ?
Findest Du es seriös, wenn ich trotz 2220,76 Euro, die ich seit Januar (Lohnabrechnung liegt grad neben mir, einige Kuverts darunter Zahnarztrechnung 289, 19 Euro Eigenanteil Stiftzahn) in dieses Zeckensystem eingezahlt habe, zusätzlich für meine einzige Problemzone Gebiß extra löhnen muß ?
Ich bleibe dabei- den Fortschritt hätten wir billiger haben können, ich komme jetzt mal nicht mit den Polykliniken, da der Erfolg dieses Modells bekannt ist- aber es gibt in dieser Branche keinen realen Wettbewerb, das ist das Feld von Berufsklägern und Juristen, die sich wie ein paar Parasiten hier dranhängen weil es ein Milliardenmarkt ist, der nur sporadisch reguliert ist, da politische Entscheidungsträger gar nicht einschätzen können, was sie entscheiden.
Mein Zahnarzt lehnte z.B. die Anschaffung eines Lasergerätes ab, weil die Folgekosten unberechenbar sind, von dieser Sparsamkeit hab ich als Patient aber nichts, meinst Du, das ist funktionierende Marktwirtschaft ?
Sollte die Medizinbranche überhaupt marktwirtschaftlich organisiert sein ?
Bitte denke daran, daß ich im Falle des Herzmedikanments keine Propaganda mache, dazu haben sich praktizierende Medizinmänner populärwissenschaftlich artikuliert, daß es sogar Hackel einigermaßen begreift und wenn solche Halbgötter sogar ohnmächtig diesem Irrsinn gegenüber stehen, was soll da noch fortschrittlich sein ?
Zu Deinem Polyklinikbesuch kann ich nur fest stellen, daß Du der Ärztin ja schon die Antwort in den Mund gelegt hast und vielleicht zählt ein nörgelnder Patient ja auch schon zu den Arbeitsbedingungen.
Wenn ich mit dem Kopf unter den Arm zum Arzt gehe, dann kritisiere ich bestimmt nicht die Technik, mit der die arbeiten müssen oder ziehe sie anderweitig herunter, sondern ich versuche so gut es geht zu kooperieren.



nach oben springen

#79

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 26.07.2012 22:58
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #77
hackl, entschuldige mal weisst du wovon du redest, wenn du das Gesundheitssystem unseres Lande schlecht redest ?
Eine Geschichte aus meiner Vergangenheit. Während eines Besuches in der DDR wurde ich ziemlich krank. Ich ging in eine Polyklinik, die ich ja noch aus den Zeiten kannte als ich in der DDR lebte. Ich glaube gegen Vorlage meines Reiesepasses wurde ich kostenlos medizinisch betreut. 2 Dinge fielen mir dabei aber auf. Die Ärzte waren mit Uralttechnik ausgestattet, soweit ich das als Patient beurteilen konnte. 2. die junge Ärztin, die mich empfing, beklagt sich umfangreich darüber, wie schlecht ihre Arbeitsbedingungen doch seien und was sie im Vergleich dazu im Westen Deutschlands für Bedingungen bekäme, wenn sie denn dort wäre. Das nur mal als Erfahrungsbericht aus eigenem Erleben.





Das war offenbar so schlimm, dass die DEFA einen Film darüber machte: Frustrierter Arzt will in die BRD flüchten..
http://www.veoh.com/watch/v19204213PwxWctma
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Flucht_(1977)
Theo


nach oben springen

#80

RE: Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem?

in Mythos DDR und Grenze 28.07.2012 09:14
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #79
Zitat von Gert im Beitrag #77
hackl, entschuldige mal weisst du wovon du redest, wenn du das Gesundheitssystem unseres Lande schlecht redest ?
Eine Geschichte aus meiner Vergangenheit. Während eines Besuches in der DDR wurde ich ziemlich krank. Ich ging in eine Polyklinik, die ich ja noch aus den Zeiten kannte als ich in der DDR lebte. Ich glaube gegen Vorlage meines Reiesepasses wurde ich kostenlos medizinisch betreut. 2 Dinge fielen mir dabei aber auf. Die Ärzte waren mit Uralttechnik ausgestattet, soweit ich das als Patient beurteilen konnte. 2. die junge Ärztin, die mich empfing, beklagt sich umfangreich darüber, wie schlecht ihre Arbeitsbedingungen doch seien und was sie im Vergleich dazu im Westen Deutschlands für Bedingungen bekäme, wenn sie denn dort wäre. Das nur mal als Erfahrungsbericht aus eigenem Erleben.





Das war offenbar so schlimm, dass die DEFA einen Film darüber machte: Frustrierter Arzt will in die BRD flüchten..
http://www.veoh.com/watch/v19204213PwxWctma
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Flucht_(1977)
Theo




Also Theo, es gab auch noch genügend Mediziner, die sich angesichts der optimalen Verfügbarkeit an den vorhandenen Ressourcen und der Arbeitsbedingungen in der Polyklinik oder dem Krankenhaus im Allgemeinen wohl gefühlt haben.
Wie zu jedem anderen Beruf gibt es auch hierzu aus dem Hause DEFA den passenden Stoff http://www.youtube.com/watch?v=TTgiFIdfK0g und der handelt nicht die Minderheitenproblematik eines materiell unzufriedenen Weißkittelflüchtlings so ab, als wenn das ein Schlüsselproblem des DDR- Medizinwesens gewesen wäre.
Arbeitskräfte haben fast überall gefehlt, aber die Ärzte der DDR hatten im Prinzip alle Frequenzen frei für ihre eigentliche Arbeit, heute sind sie zu großen Teilen Buchhalter, Betriebswirte, Investoren, Personalplaner, Steuerexperten und was weiß ich was.
Das bindet wertvolle Arbeitszeit, die den Patienten verloren geht, sagen wir mal für ein aufklärendes Gespräch oder einfach nur Trost in schwieriger Situation.
Das kommt zuweilen als Herzlosigkeit rüber aber die Mediziner können gar nicht anders, weil ihr Unternehmen in Gefahr geraten würde, wenn man nicht so effizient wie möglich die Planzahlen Monat für Monat erreicht.
Übrigens verdienen sie besonders im Osten als Krankenhausangestellte mitunter weniger als mancher Facharbeiter in einem gefragten Job.



nach oben springen



Besucher
6 Mitglieder und 33 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 172 Gäste und 16 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557703 Beiträge.

Heute waren 16 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen