#21

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 25.02.2010 23:56
von Thunderhorse | 4.001 Beiträge

Zitat von icke46

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Rainman2

Zitat von karl143
... Vom fotografieren der Personen auf der Besucherplattform will ich garnicht reden. Das waren ja Portraitfotos auf dieser geringen Distanz.


Hallo Karl,
mit der Fototechnik unserer GAKl konnten auch auf 100 Meter noch gute Portraifotos geschossen werden. Nur mal so als Hinweis.

ciao Rainman



Beruht auf Gegenseitigkeit.




Ansonsten fällt mir eigentlich nur ein: Was habt ihr Kohle verbraten seinerzeit - und eigentlich für nix und wieder nix.
Gruss
icke




Ich verwende keine Kohle zu braten!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#22

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 26.02.2010 13:27
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von willie
[
Hallo S 51,
also ein "Stöckchen" oder "blindes Kabel" war das mit absoluter Sicherheit nicht!
Aus 6-8 m Entfernung bin ich mir 100% sicher, daß es sich damals um einen 2 m langen Metallstab an dem am vorderen Teil ein kleines Mikro mit rundem Kopf (ähnlich wie bei Kassettenrekordern der 80iger Jahre)handelte. Am Stab war ein Kabel befestigt, welches in eine 40X40 cm große Tasche führte!
Tasche schien auch einiges zu wiegen.
Kann natürlich durchaus sein, das es sich hier um einen "Eigenbau" der GAK`s handelte. Kann ich aber nicht so ganz glauben.
Denke mal eher, daß man hier zusätzliche Infos über die an dieser Stelle oft durchgeführten Grenzführungen des BGS/ZGD, gewinnen wollte.
Die Aktionen der GAK`s wurden auch nicht offen/verdeckt durchgeführt. GAK`s lagen teilweise im Gras hinter Gebüsch.



Hallo, die Aktionen waren so unterschiedlich, das es gar nicht möglich ist, von irgendeinem Schema zu sprechen. Oft waren wir ganz offen unterwegs. Sozusagen als wandelnde Knipsziele und Touristenattraktion. Das hatte doch trotz aller Einfachheit den Zweck, den Hoheitsanspruch der DDR auf das vorgelagerte Gebiet deutlich zu machen. Dass es sich hierbei eben nicht um ein Niemandsland handelte. Genauso oft haben wir mitunter nur wenige Zentimeter von der Grenze entfernt im Busch oder unter dem Gras gelegen, wenn es eine Gelegenheit gab, so an interessante Informationen zu gelangen. Nicht weniger häufig waren wir mit Fototechnik unterwegs. Standart waren vorne Weitwinkelobjektiv, Normalobjektiv und Tele mit 300 mm Brennweite. Aber wir hatten auch 500-er und 1000-er Teleobjektive. Letzteres als Spiegelobjetiv. Damit und auch mit der entsprechenden Dunkelkammertechnik waren Passbilder aus ca. 100 m Entfernung in guter Qualität möglich.
Dazu kamen seltener verdeckte Aktionen der verschiedensten Art. Hier waren aber weniger wir Kompanie-GAK als die SIK-er oder die HA-Leute aktiv.
Meine Kenntnis über die eingesetzte Technik bezieht sich auf die Zeit zwischen 1983-1985. Chaymos könnte hier sicher auch als ehemaliger Stv.-GAK über die Zeit danach mehr und besser Auskunft geben.
Nichtstrukturmäßige Ausrüstung? So etwas gab es. Im Rahmen der Neurer-Bewegung wurden Vorschläge gemacht und dann oft in der entsprechenden Kompanie ausprobiert. Hat es sich bewährt und war nicht zu teuer, dann konnte es im größeren Maßstab zum Einsatz kommen. Wenn nicht, dann kam solche "Sondertechnik" oft bis zum Verschleiß in der entsprechenden Einheit selbst zum Einsatz. Von daher wäre so etwas durchaus denkbar. Wenn es nicht genormt wurde, wird es schwierig sein, einen solchen Einsatz zu belegen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 26.02.2010 13:28 | nach oben springen

#23

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 27.02.2010 14:50
von Oss`n | 2.777 Beiträge



Kann es vielleicht sein, das in diesem Fall auch nicht alle Mitarbeiter des MfS der ...........

Den Rest spare ich mir mal.

Ich glaube der Name des Mannes links neben dem Zöllner ist Lienicke und nicht Liedicke.

So können tödliche Irrtümer entstehen.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#24

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 27.02.2010 14:52
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Würde auch besser zu 1976 passen !

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#25

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 07.03.2010 15:59
von S51 | 3.733 Beiträge

[quote="S51Meine Kenntnis über die eingesetzte Technik bezieht sich auf die Zeit zwischen 1983-1985. Chaymos könnte hier sicher auch als ehemaliger Stv.-GAK über die Zeit danach mehr und besser Auskunft geben.
Nichtstrukturmäßige Ausrüstung? So etwas gab es. Im Rahmen der Neurer-Bewegung wurden Vorschläge gemacht und dann oft in der entsprechenden Kompanie ausprobiert. Hat es sich bewährt und war nicht zu teuer, dann konnte es im größeren Maßstab zum Einsatz kommen. Wenn nicht, dann kam solche "Sondertechnik" oft bis zum Verschleiß in der entsprechenden Einheit selbst zum Einsatz. Von daher wäre so etwas durchaus denkbar. Wenn es nicht genormt wurde, wird es schwierig sein, einen solchen Einsatz zu belegen.[/quote]

Schade, jetzt habe ich nicht rechtzeitig mitgekriegt, das Chaymos heute anwesend war. Ihn wollte ich fragen, ob er als Stv.-GAK für Zeit von 1985 bis 1990 im Oberharz von solchen Geräten Kenntnis hat.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#26

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 07.03.2010 20:16
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Mikros wurden auch Stellenweise im Erdreich in der Nähe zur Berliner Mauer in einigen Meter Tiefe eingesetzt.
Natürlich nicht um Gespräche zu lauschen,sondern Geräusche zu lokalisieren,die beim Tunnelbau
von den Helfern mit ihren Werkzeugen verursacht worden sind.Das ganze macht aber nur dann Sinn,wenn
nicht irgendwo im Minutentakt eine U-Bahn durch rauscht.



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#27

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 09.03.2010 16:02
von 94 | 10.792 Beiträge

_Zermatt_> Das ganze macht aber nur dann Sinn, wenn nicht irgendwo im Minutentakt eine U-Bahn durch rauscht.

Bei der Tour M wurde erwähnt, das ein Tunnel genau deswegen parallel zu einer U-Bahn gegraben wurde. Gearbeitet wurde in diesem Tunnel nach Fahrplan. [Ironie] Da stand dann das U der U-Bahn gewiß nicht mehr für unabhängig [einorI]





 


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 09.03.2010 16:05 | nach oben springen

#28

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 09.03.2010 17:01
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von 94
_Zermatt_> Das ganze macht aber nur dann Sinn, wenn nicht irgendwo im Minutentakt eine U-Bahn durch rauscht.

Bei der Tour M wurde erwähnt, das ein Tunnel genau deswegen parallel zu einer U-Bahn gegraben wurde. Gearbeitet wurde in diesem Tunnel nach Fahrplan. [Ironie] Da stand dann das U der U-Bahn gewiß nicht mehr für unabhängig [einorI]

Eben,gut für die Tunnelbauer,schlecht für die Grenzer.

 



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#29

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 09.03.2010 17:05
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von 94
_Zermatt_> Das ganze macht aber nur dann Sinn, wenn nicht irgendwo im Minutentakt eine U-Bahn durch rauscht.

Bei der Tour M wurde erwähnt, das ein Tunnel genau deswegen parallel zu einer U-Bahn gegraben wurde. Gearbeitet wurde in diesem Tunnel nach Fahrplan. [Ironie] Da stand dann das U der U-Bahn gewiß nicht mehr für unabhängig [einorI]
 



Grenzsicherung einerseits und Grenzdurchbruch andererseits hatten eben immer etwas mit austricksen zu tun. Mal so und mal so.
Das hatte auch eine angenehme Seite. Ging es schief, war die andere Seite eben besser und man selbst deswegen nicht automatisch zu do...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#30

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 09.03.2010 17:12
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Zitat von Zermatt
Mikros wurden auch Stellenweise im Erdreich in der Nähe zur Berliner Mauer in einigen Meter Tiefe eingesetzt.
Natürlich nicht um Gespräche zu lauschen,sondern Geräusche zu lokalisieren,die beim Tunnelbau
von den Helfern mit ihren Werkzeugen verursacht worden sind.Das ganze macht aber nur dann Sinn,wenn
nicht irgendwo im Minutentakt eine U-Bahn durch rauscht.


---------------------------------
@ all
Gibt es für den Einsatz dieser Geräte eigentlich einen konkreten Beweis? Oder hat mal einer aus dem Forum mit so etwas zu schaffen gehabt? Ich bin ja auch ein paar Jahre bei der GT gewesen aber davon habe ich vorher noch nichts gehört. Ich kenne nur den Einbau von Körperschallgebern und die waren in bewohnten Gebieten schon sehr störanfällig auf Fremdgeräusche. In einer Großstadt war dies bestimmt noch extremer. Also hat den schon einmal jemand die erdverlegten Mikros gesehen oder damit gearbeitet?

Mike59


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#31

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 09.03.2010 17:16
von S51 | 3.733 Beiträge

Diese Mikrofone wurden bei der Führung durch die Berliner Unterwelten erwähnt.
Einen anderen Beweis kenne ich im Moment auch nicht. Im Harz weiß ich nicht von solchen Geräten. Nach mir bis zum Schluß hat Chaymos noch dort gedient. Ich habe ihn zwar schon gefragt, er hatte aber noch keine Zeit zum Antworten.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#32

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 09.03.2010 17:21
von Mike59 | 7.944 Beiträge

Zitat von S51
Diese Mikrofone wurden bei der Führung durch die Berliner Unterwelten erwähnt.
Einen anderen Beweis kenne ich im Moment auch nicht. Im Harz weiß ich nicht von solchen Geräten. Nach mir bis zum Schluß hat Chaymos noch dort gedient. Ich habe ihn zwar schon gefragt, er hatte aber noch keine Zeit zum Antworten.


------------------
Hallo S51,

Ich kann mir gut vorstellen das hier die von mir schon erwähnten Körperschallgeber gemeint waren, den Mikros halte ich persönlich nicht für geeignet.

Gruß Mike59


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#33

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 09.03.2010 17:36
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Mike59

Zitat von S51
Diese Mikrofone wurden bei der Führung durch die Berliner Unterwelten erwähnt.
Einen anderen Beweis kenne ich im Moment auch nicht. Im Harz weiß ich nicht von solchen Geräten. Nach mir bis zum Schluß hat Chaymos noch dort gedient. Ich habe ihn zwar schon gefragt, er hatte aber noch keine Zeit zum Antworten.


------------------
Hallo S51,

Ich kann mir gut vorstellen das hier die von mir schon erwähnten Körperschallgeber gemeint waren, den Mikros halte ich persönlich nicht für geeignet.

Gruß Mike59



Ja Mike,herkömmliche Mikros waren das bestimmt nicht,eher die von dir angesprochenden Schallgeber
oder andere Geräteschaften,die unter Tage Schall,bzw Geräusche wahrnehmen.Vieleicht findet sich
einer, der den Einsatz dieser Teile bestätigen kann.Wie gesagt,in der Führung wurde dies erwähnt.



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#34

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 10.03.2010 19:41
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Zitat von Oss`n


Kann es vielleicht sein, das in diesem Fall auch nicht alle Mitarbeiter des MfS der ...........

Den Rest spare ich mir mal.

Ich glaube der Name des Mannes links neben dem Zöllner ist Lienicke und nicht Liedicke.
So können tödliche Irrtümer entstehen.

Oss`n





Hatte eigendlich auf ein Pro und Contra gehofft !
Egal.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#35

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 02.03.2013 21:53
von Harzwanderer | 2.922 Beiträge

Im Reichstagspräsidentenpalais, direkt über die Mauer vom Reichstag in Berlin, sollen auch Richtmikrofone gewesen sein, um abzuhören, was im Reichstag oder auf dessen Balkons besprochen wurde. In dem Palais saß offiziell der "VEB Deutsche Schallplatte" mit Tonstudios...


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#36

RE: Einsatz von Richtmikrofonen durch die Grenztruppe

in Landstreitkräfte (Grenztruppen) 02.03.2013 23:48
von KAMÜ | 198 Beiträge

Wenn es sich um ein ca.2m langer Metallstab handeltund dieser in eine Tasche endete, könnte es sich auch um ein Funkgerät tragbar handeln.Dieses Gerät war nicht sehr leicht und hatte eine Stabantenne von ca 2m länge. Um den BGS und den Zoll etwas zu verars..... könnte an anfang der Antenne etwas rundes angebracht worden sein. Richtmikrofone hatten die Aufklärungszüge im Breich Salzwedel und auch Heiligenstadt nicht in ihrem Bestand. Ich war selber Grenzaufklärer in so einem Aufklärungszug.GrußKAMÜ



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