#41

RE: DDR Mythos ? "Es gab keine Arbeitslose in der DDR"

in Mythos DDR und Grenze 13.03.2010 21:30
von wosch (gelöscht)
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[quote="Boelleronkel"
Grundnahrunsmittel wurden seit 1961 immer billiger,das war der naechste Fehler der DDR.
Du konntest beim Baecker Brote in Mengen kaufen und Dir Schweine halten,dafuer gabs dann wieder gute
Ankaufspreise die gestuetzt waren.
Die Betonkoepfe haben dafuer selbst gesorgt,das IHR Laendle den Bach runter ging.


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Boelleronkel, auch wenn das mit dem Thema dieses Thread´s nicht allzuviel zu tun hat und ich mir wahrscheinlich gleich wieder den Zorn einigervon hier Anwesenden heraufbeschwören sollte, ich widerspreche Dir trotzdem!!! Vergleiche mal die Preise von Milch, Eiern, Brot, Butter, Bier usw., usw., von 1961 bis 1989 dann wirst Du feststellen daß die Preise sich nicht verändert hatten. Bei einigen Artikeln wie hochprozentigen Alkohol ist der Preis sogar nach oben gegangen. Bei den Artikeln, die es in der DDR überhaupt nicht gab, ist ein Vergleich leider nicht möglich. Zu den Preisen im "Delikat"wäre zu sagen: "Luxus" ist schon immer etwas teurer gewesen und der Jakobs Kaffee im Intershop darf auch nicht als Maß heralten. Den "Rondo"für 35,-Mark in der Kaufhalle braucht man ja auch nicht unbedingt zu den Grundnahrungsmitteln zählen!! Wir haben wahrscheinlich Beide unterschiedliche Quellen. Wem seine stimmt mag der Liebe Gott entscheiden. Ich weiß das Brötchen kostete 5 Pfennig, 1961 wie 1989, auch die Brotpreise hatten sich nicht verändert, aber was darauf kam, wie sah es damit aus?
Schönen Gruß aus Kassel und nicht böse sein, weil ich es wieder einmal anders gesehen habe.


zuletzt bearbeitet 13.03.2010 21:33 | nach oben springen

#42

RE: DDR Mythos ? "Es gab keine Arbeitslose in der DDR"

in Mythos DDR und Grenze 13.03.2010 21:32
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Mike, es stimmt, das mit dieser täglichen Unterstützung und sie musste persönlich abgeholt werden.
Ich wollte es auch nicht glauben, aber S51 schrieb einmal darüber in einem anderen Fred und es waren, soweit ich das noch in Erinnerung habe 7,- Mark pro Tag.
Das sind sage und schreibe 140 Brötchen am Kalendertag gewesen, also verhungert ist da keiner, um ein klein wenig Humor anzuhängen.

R-M-R


-------------------
Na wieder etwas Gelernt.
Das ist ja genau so beschissen gewesen wie heute,

Mike59


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#43

RE: DDR Mythos ? "Es gab keine Arbeitslose in der DDR"

in Mythos DDR und Grenze 13.03.2010 21:32
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von rhoenadler

Zitat von Boelleronkel
Manno manno,das war so um 1985,aber 10 Eier kosteten glaube ich 1,20 bis 2.ooMark der DDR und im Ankauf
gabs ca.0,35 bis 0.45 pro Ei.
Da gab es immer in den Tageszeitungen eine Tabelle mit Ankaufszeiten und Orten wo.
So z.b. auch fuer Kanninchen,Huehner,Kleingarten Obst etc.
Das war immer gute Ware aus naechster Naehe.
Auch die privaten Baecker etc,hatten Ihre Verkaefer aus den Gartensparten,das Aufkaufsysthem war nicht das schlechteste.Es war sicher nicht genug,aber es wurde auch nicht durch die ganze Welt gekarrt.
Wenn Du heute siehst wie oft gutes Obst einfach so ungesammelt vergammelt,ist schon komisch.




stimm dir da mal zu.
kleinvieh, bis hin zum schwein und auch mal mastbullen, waren ein guter und willkommener nebenverdienst für mich und meine familie...
konnte man gut beim häuslebauen gebrauchen, die kohle...




................................................................................................
jaja,aus meinem Freundeskreis waren auch ein paar vom Lande,ich versuchs mal...
Einen Bullen,also den mit Hoernern,da gabs bis 3500DDR Mark fuer und die hatten es in sich,also BIOFLEISCH wuerde man heute sagen.


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#44

RE: DDR Mythos ? "Es gab keine Arbeitslose in der DDR"

in Mythos DDR und Grenze 13.03.2010 21:48
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von wosch
[quote="Boelleronkel"
Grundnahrunsmittel wurden seit 1961 immer billiger,das war der naechste Fehler der DDR.
Du konntest beim Baecker Brote in Mengen kaufen und Dir Schweine halten,dafuer gabs dann wieder gute
Ankaufspreise die gestuetzt waren.
Die Betonkoepfe haben dafuer selbst gesorgt,das IHR Laendle den Bach runter ging.


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Boelleronkel, auch wenn das mit dem Thema dieses Thread´s nicht allzuviel zu tun hat und ich mir wahrscheinlich gleich wieder den Zorn einigervon hier Anwesenden heraufbeschwören sollte, ich widerspreche Dir trotzdem!!! Vergleiche mal die Preise von Milch, Eiern, Brot, Butter, Bier usw., usw., von 1961 bis 1989 dann wirst Du feststellen daß die Preise sich nicht verändert hatten. Bei einigen Artikeln wie hochprozentigen Alkohol ist der Preis sogar nach oben gegangen. Bei den Artikeln, die es in der DDR überhaupt nicht gab, ist ein Vergleich leider nicht möglich. Zu den Preisen im "Delikat"wäre zu sagen: "Luxus" ist schon immer etwas teurer gewesen und der Jakobs Kaffee im Intershop darf auch nicht als Maß heralten. Den "Rondo"für 35,-Mark in der Kaufhalle braucht man ja auch nicht unbedingt zu den Grundnahrungsmitteln zählen!! Wir haben wahrscheinlich Beide unterschiedliche Quellen. Wem seine stimmt mag der Liebe Gott entscheiden. Ich weiß das Brötchen kostete 5 Pfennig, 1961 wie 1989, auch die Brotpreise hatten sich nicht verändert, aber was darauf kam, wie sah es damit aus?
Schönen Gruß aus Kassel und nicht böse sein, weil ich es wieder einmal anders gesehen habe.


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Ja beim Alkohol und im Delikat,ich glaube die Flasche METAXA kostete im Delikat fast 30 DDR Mark.
Eine Schachtel Duett Zigaretten 6 Mark.Ein halber Liter Bier in der Disko 1.12Mark und gesoffen wurde.
Party,jedes Wochenende,entweder in der Laube oder auf Tour durch die Dorf Disko.
So weit sind wir gar nicht auseinander,das die Grundnahrungsmittel auf Jahrzehnte das gleiche kosteten,fuehrte ja genau zum verfuettern von Brot an die heimischen Schweine im Stall.
Ich komme aus einer laendlichen Gegend,Grosstaedte sind mir ein Graus,hier wusste man immer wie geschlachtet,geraeuchert und supi feine Leckerbissen gemacht werden.
Boese,ach woher denn...


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#45

RE: DDR Mythos ? "Es gab keine Arbeitslose in der DDR"

in Mythos DDR und Grenze 13.03.2010 21:49
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von wosch
Vergleiche mal die Preise von Milch, Eiern, Brot, Butter, Bier usw., usw., von 1961 bis 1989 dann wirst Du feststellen daß die Preise sich nicht verändert hatten.



Hallo, wosch,

so ganz kann ich Deine Argumentation nicht nachvollziehen. Ich kenne die einzelnen Preise in der DDR nicht, da ich nie dort gelebt habe, sondern immer nur besuchsweise dort war. Kenne mich also nur mit den Schrippenpreisen in Ostberlin aus - die sind immer gleich geblieben, nur die Grösse der Schrippen hat sich geändert - aber der Geschmack: unvergleichlich.

Speziell die Eierpreise in Mecklenburg kann ich leicht ermitteln - die Mutter meiner Lebensgefährtin betreute dort zu DDR-Zeiten eine Eiersammelstelle, von daher kann man wohl Preise von 89 ermitteln.

Aber mal gesetzt den Fall, ein Ei hätte 1989 45 Pfennig gekostet, wie 1961 nach Deiner Aussage - meinst Du, das ist der selbe Preis?

Nur mal als Vergleich: Der Butterpreis heute in Deutschland ist derselbe wie in der Bundesrepublik 1949 - würdest Du sagen, dass das ein Wucherpreis ist? Ich würde eher sagen - im Gegenteil.

Gruss

icke



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#46

RE: DDR Mythos ? "Es gab keine Arbeitslose in der DDR"

in Mythos DDR und Grenze 13.03.2010 22:29
von wosch (gelöscht)
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Zitat von icke46

Zitat von wosch
Vergleiche mal die Preise von Milch, Eiern, Brot, Butter, Bier usw., usw., von 1961 bis 1989 dann wirst Du feststellen daß die Preise sich nicht verändert hatten.



Hallo, wosch,

so ganz kann ich Deine Argumentation nicht nachvollziehen. Ich kenne die einzelnen Preise in der DDR nicht, da ich nie dort gelebt habe, sondern immer nur besuchsweise dort war. Kenne mich also nur mit den Schrippenpreisen in Ostberlin aus - die sind immer gleich geblieben, nur die Grösse der Schrippen hat sich geändert - aber der Geschmack: unvergleichlich.

Speziell die Eierpreise in Mecklenburg kann ich leicht ermitteln - die Mutter meiner Lebensgefährtin betreute dort zu DDR-Zeiten eine Eiersammelstelle, von daher kann man wohl Preise von 89 ermitteln.

Aber mal gesetzt den Fall, ein Ei hätte 1989 45 Pfennig gekostet, wie 1961 nach Deiner Aussage - meinst Du, das ist der selbe Preis?

Nur mal als Vergleich: Der Butterpreis heute in Deutschland ist derselbe wie in der Bundesrepublik 1949 - würdest Du sagen, dass das ein Wucherpreis ist? Ich würde eher sagen - im Gegenteil.

Gruss

icke




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Icke, daß man bei den Preisen natürlich auch noch andere Faktoren berücksichtigen sollte ist klar, zu der Größe der Brötchen kann und möchte ich mich nicht äußern, da ich mich daran nicht mehr erinnere, deswegen zeige ich hier mal auf ein anderes Beispiel: Ein Roggenmischbrot kostete 1961 in der DDR je nach Größe 51 bzw 78 Pfennig. 1989 waren die Preise und das Gewicht unverändert wie 1961.
Ich muß zugeben wenn man das von allen Seiten betrachte könnte es wie eine Preissenkung aussehen, aber letzendlich hat der Bürger diese angebliche Preissenkung durch die Subventionen selber bezahlt und die angebliche Preissenkung kann man nur als "Augenwischerei" bezeichnen, die Brötchen blieben billig, indem man den Schnaps teurer machte und das in der DDR der Alkoholverbrauch "Spitze" war und die Preise selbst für "Fusel" ebenfalls spitzenmäßig waren, wer wagt das zu bestreiten? Wie hoch der Butterpreis 1949 in Westdeutschland war kann ich aus eigenem Erleben nicht nachvollziehen, da ich erst im Frühjahr 1962 hier auftauchte, aber daß man die Preise von Damals und heute nicht einfach so vergleichen kann, da gebe ich Dir Recht. Das gilt dann aber auch für die DDR. Hier im Westen hat es immer Preisschwankungen gegeben, nach oben und nach unten, technische Artikel sind im Großen und Ganzen meist billiger bis viel billiger geworden, da hatte die DDR auch ihre Preisstablität und zwar so, daß ne einfache Stereoanlage schon fast unerschwinglich war. Nein natürlich wäre das kein Wucherpreis, Dein Vergleich bezüglich des Stückchen Butter, aber wie gesagt, wenn Du das auch so auf die DDR beziehen möchtest, dann will ich Dich an die überhöhten Preise für die technischen Geräte und den verteuerten Schnaps erinnern und meine deswegen daß der Vergleich so auch nicht ganz hinhauen dürfte.

Schönen Gruß aus Kassel.


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#47

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 13.03.2010 22:50
von rhoenadler (gelöscht)
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Zitat von wosch

Zitat von icke46

Zitat von wosch
Vergleiche mal die Preise von Milch, Eiern, Brot, Butter, Bier usw., usw., von 1961 bis 1989 dann wirst Du feststellen daß die Preise sich nicht verändert hatten.



Hallo, wosch,

so ganz kann ich Deine Argumentation nicht nachvollziehen. Ich kenne die einzelnen Preise in der DDR nicht, da ich nie dort gelebt habe, sondern immer nur besuchsweise dort war. Kenne mich also nur mit den Schrippenpreisen in Ostberlin aus - die sind immer gleich geblieben, nur die Grösse der Schrippen hat sich geändert - aber der Geschmack: unvergleichlich.

Speziell die Eierpreise in Mecklenburg kann ich leicht ermitteln - die Mutter meiner Lebensgefährtin betreute dort zu DDR-Zeiten eine Eiersammelstelle, von daher kann man wohl Preise von 89 ermitteln.

Aber mal gesetzt den Fall, ein Ei hätte 1989 45 Pfennig gekostet, wie 1961 nach Deiner Aussage - meinst Du, das ist der selbe Preis?

Nur mal als Vergleich: Der Butterpreis heute in Deutschland ist derselbe wie in der Bundesrepublik 1949 - würdest Du sagen, dass das ein Wucherpreis ist? Ich würde eher sagen - im Gegenteil.

Gruss

icke




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Icke, daß man bei den Preisen natürlich auch noch andere Faktoren berücksichtigen sollte ist klar, zu der Größe der Brötchen kann und möchte ich mich nicht äußern, da ich mich daran nicht mehr erinnere, deswegen zeige ich hier mal auf ein anderes Beispiel: Ein Roggenmischbrot kostete 1961 in der DDR je nach Größe 51 bzw 78 Pfennig. 1989 waren die Preise und das Gewicht unverändert wie 1961.
Ich muß zugeben wenn man das von allen Seiten betrachte könnte es wie eine Preissenkung aussehen, aber letzendlich hat der Bürger diese angebliche Preissenkung durch die Subventionen selber bezahlt und die angebliche Preissenkung kann man nur als "Augenwischerei" bezeichnen, die Brötchen blieben billig, indem man den Schnaps teurer machte und das in der DDR der Alkoholverbrauch "Spitze" war und die Preise selbst für "Fusel" ebenfalls spitzenmäßig waren, wer wagt das zu bestreiten? Wie hoch der Butterpreis 1949 in Westdeutschland war kann ich aus eigenem Erleben nicht nachvollziehen, da ich erst im Frühjahr 1962 hier auftauchte, aber daß man die Preise von Damals und heute nicht einfach so vergleichen kann, da gebe ich Dir Recht. Das gilt dann aber auch für die DDR. Hier im Westen hat es immer Preisschwankungen gegeben, nach oben und nach unten, technische Artikel sind im Großen und Ganzen meist billiger bis viel billiger geworden, da hatte die DDR auch ihre Preisstablität und zwar so, daß ne einfache Stereoanlage schon fast unerschwinglich war. Nein natürlich wäre das kein Wucherpreis, Dein Vergleich bezüglich des Stückchen Butter, aber wie gesagt, wenn Du das auch so auf die DDR beziehen möchtest, dann will ich Dich an die überhöhten Preise für die technischen Geräte und den verteuerten Schnaps erinnern und meine deswegen daß der Vergleich so auch nicht ganz hinhauen dürfte.

Schönen Gruß aus Kassel.




nur mal zur auffrischung, ein roggenmischbrot in den 80gern kostete 1,24 mdn bzw mark der ddr, ein einfaches brot 1,04...,aber in mv wurden wohl kleinere brote gebacken...
zu dem alkohol sage ich nur so viel, was er in mdn kostete, zahle ich heute das gleiche in euro...
fusel gabs für 4-5 mark, guter schnaps kostete z.b. 13,40...


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#48

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 13.03.2010 23:21
von wosch (gelöscht)
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[quote="rhoenadler"

nur mal zur auffrischung, ein roggenmischbrot in den 80gern kostete 1,24 mdn bzw mark der ddr, ein einfaches brot 1,04...,aber in mv wurden wohl kleinere brote gebacken...
zu dem alkohol sage ich nur so viel, was er in mdn kostete, zahle ich heute das gleiche in euro...
fusel gabs für 4-5 mark, guter schnaps kostete z.b. 13,40...[/quote]

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Na das ist ja mal endlich eine präzise Aussage, weißt Du denn auch noch wie schwer diese Brote waren? Also 1961: das 2 Pfünder=51 Pfennig und das 3 Pfünder= 78 Pfennig! Nein in Mecklenburg wurden wohl die Brote in gleicher Größe gebacken wie in der übrigen DDR und ich will gerne einräumen, daß es im Vergleich zu 1961 eine Preiserhöhung gegeben haben könnte. Damit wäre aber auch Boelleronkel´s Argument, von wegen Preissenkung für die Grundnahrungsmittel nicht mehr ganz zeitgemäß!!
Für sachdienliche Hinweise bin ich immer dankbar! Trotzdem würde mich noch interessieren was man in der DDR unter "Fusel" und "Guten Schnaps" verstand. Kannst Du mir vielleicht ein paar Marken nennen? Dies ist jetzt eine ernsthafte Frage und keine provokative!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#49

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 14.03.2010 10:10
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von wosch

Trotzdem würde mich noch interessieren was man in der DDR unter "Fusel" und "Guten Schnaps" verstand. Kannst Du mir vielleicht ein paar Marken nennen? Dies ist jetzt eine ernsthafte Frage und keine provokative!
Schönen Gruß aus Kassel.



Ich habe noch den 'blauen Würger' in Erinnerung. Ein klarer Schnaps, von dem behauptet wurde, er schmecke nach Karbidschlamm. An die Weinbrandmarke 'Goldbrand' kann ich mich auch sehr gut erinnern, weil es eine preiswerte Marke war (14,50 DDR-Mark), die viel von jungen Leuten konsumiert wurde. Beides würde ich als Fusel bezeichnen. Ich denke, den Goldbrand gibt es auch heute noch obwohl ich keinen geschmacklichen Vergleich zu heute habe, da ich solche Spirituosen meide.
Übrigens: Eine Kiste Bier kostete damals 14,50 DDR-Mark und war nach 3 Wochen ein Fall für den Ausguss.

vG Anton



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#50

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 14.03.2010 12:20
von Anton | 156 Beiträge

Zitat von wosch

Trotzdem würde mich noch interessieren was man in der DDR unter "Fusel" und "Guten Schnaps" verstand. Kannst Du mir vielleicht ein paar Marken nennen? Dies ist jetzt eine ernsthafte Frage und keine provokative!
Schönen Gruß aus Kassel.



Ich habe noch den 'blauen Würger' in Erinnerung. Ein klarer Schnaps, von dem behauptet wurde, er schmecke nach Karbidschlamm. An die Weinbrandmarke 'Goldbrand' kann ich mich auch sehr gut erinnern, weil es eine preiswerte Marke war (14,50 DDR-Mark), die viel von jungen Leuten konsumiert wurde. Beides würde ich als Fusel bezeichnen. Ich denke, den Goldbrand gibt es auch heute noch obwohl ich keinen geschmacklichen Vergleich zu heute habe, da ich solche Spirituosen meide.
Übrigens: Eine Kiste Bier kostete damals 14,50 DDR-Mark und war nach 3 Wochen ein Fall für den Ausguss.

vG Anton



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#51

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 14.03.2010 13:10
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Anton

Zitat von wosch

Trotzdem würde mich noch interessieren was man in der DDR unter "Fusel" und "Guten Schnaps" verstand. Kannst Du mir vielleicht ein paar Marken nennen? Dies ist jetzt eine ernsthafte Frage und keine provokative!
Schönen Gruß aus Kassel.



Ich habe noch den 'blauen Würger' in Erinnerung. Ein klarer Schnaps, von dem behauptet wurde, er schmecke nach Karbidschlamm. An die Weinbrandmarke 'Goldbrand' kann ich mich auch sehr gut erinnern, weil es eine preiswerte Marke war (14,50 DDR-Mark), die viel von jungen Leuten konsumiert wurde. Beides würde ich als Fusel bezeichnen. Ich denke, den Goldbrand gibt es auch heute noch obwohl ich keinen geschmacklichen Vergleich zu heute habe, da ich solche Spirituosen meide.
Übrigens: Eine Kiste Bier kostete damals 14,50 DDR-Mark und war nach 3 Wochen ein Fall für den Ausguss.

vG Anton




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Bei Wein bleibt mir in Erinnerung "Rosenthaler Kadarka"irgendwie Rotwein,aber heute kann ich den nicht mehr trinken,vielleicht haben sich die Geschmacksnerven veraenderet.
Anderer Wein war "Mufatlar"oder aehnlicher Name.
Es gab einen rumaenischen Likoerwein "Arat",der hatte es in sich.
Zur Armmezeit in Thueringen "BAERENFANG" und Rhoentropfen,gefaehrlich,gefaehrlich...
Aus der Ecke Borna,brachte mal wer Kreuz des Suedens mit.
Russicher Sekt und Moskosvkaja immer eine gute Wahl.
Miramaro,war ungarischer Wermut,holla die Waldfee,aber Bueckware,selten zu haben.
Goldbrand und in den Diskotheken gab es eine Zeit in den achzigern,da wurde immer dieser vietnamesische
Schnaps mit Club Cola gemischt,hoellische Nummer...
Ende der 70iger,Anfang 80iger waren Kaffee,Kirsch,Likoere ein Renner.
Bohnekamp,war ne Nummer nach dem Essen.

hab grad mal mit nem alten DDR Wirt telefoniert,also keine "Verdaechtigungen"


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#52

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 16.03.2010 14:22
von 94 | 10.792 Beiträge

_Anton_> An die Weinbrandmarke 'Goldbrand' kann ich mich auch sehr gut erinnern, weil es eine preiswerte Marke war (14,50 DDR-Mark), ...

Wurde auch zehn vor drei im Volksmund genannt, warum wohl?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#53

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 16.03.2010 16:58
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Ich kann mich garnicht mehr so genau erinnern, weil ich das Ende der DDR immer mit dem Anfang der 90er Jahre vermische, das war so ein fliesender Übergang und wir hatten unheimlich viele Freunde, aber dieser " Sambalita", das süffige Zeug, gab es den schon Ende der 80er?
Nicht das jetzt Einer denkt, ich habe Aussetzer, im Gegenteil, mein Langzeitgedächtnis ist sehr gut, aber ich erinnere mich an tolle Feten und Kartenspiele und unterm Tisch nach...na, auf die Suche gehen und so.
Und dieses Teufelszeug machte so frei im Kopf, die Frauen am Tisch wurden immer schöner...na, ich hör lieber auf, weiterzuschreiben.
Also wie war das mit dem Sambalita?

R-M-R


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#54

RE: DDR Mythos ? "Es gab keine Arbeitslose in der DDR"

in Mythos DDR und Grenze 18.03.2010 15:17
von Eddy1364 (gelöscht)
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Ja es gab, "Arbeitslose", nur wurden solche Leute, damals als Arbeitsscheue oder Assozial", abgestempelt. Man konnte sich ab & zu mal, fünf Mark ( DDR-Mark) vom Rathaus, abholen.


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#55

RE: DDR Mythos ? "Es gab keine Arbeitslose in der DDR"

in Mythos DDR und Grenze 18.03.2010 22:58
von 94 | 10.792 Beiträge

_Eddy1364_> Man konnte sich ab & zu mal, fünf Mark ( DDR-Mark) vom Rathaus, abholen.

@Eddy1364 Sprichst Du da aus eigener Erfahrung? Bin ja inzwischen recht phantasiereich, was 'unsere' DDR angeht. Aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Oder kennst Du Leute, die damals davon profitierten? *verblüftguck*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#56

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 18.03.2010 23:36
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Ich kenne einen Fall.Als ich in den Harz kam.Gab es einen der hat eine Lehre angefangen, war selten Anwesend.Abschlußprüfung ist er nicht erschienen,also keinen Beruf in der Tasche.Er hat mal den und mal den geholfen und für was,für ne Fl.Bier und etwas Geld.Zu mir sagte er immer,na musste morgen Früh wieder zeitig raus.Ich antwortete ihn nicht.Heute liegt er etwas tiefer,sein Leben versoffen.Und er hatte die die Chance auf Beruf und Arbeit.Aber er wollte frei sein,und diese Freiheit hat ihn ein kurzes Leben beschert.
Mal so gefragt,am Rande dieses Themas---was ist der Mensch auch in dieser Gesellschaft wert--wenn er nicht Sozial abgesichert ist?


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#57

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 19.03.2010 06:34
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Guten Morgen Rostocker, deswegen schrieb ich ja schon öfters, das die Gesellschaft, in der ich lebe, auch die Vorrausetzungen vorhanden sein müssen, das ich mit meiner Hände Arbeit ein gutes und ausreichendes Einkommen erziele, um meine Familie ernähren zu können, logischerweise auch meine Frau als gleichberechtigter Partner Einkommen erzielt.
Mag der Sozialismus Ecken und Kanten gehabt haben und für den Einen oder Anderen unbequem gewesen sein, aber das hatte er drauf, von 1949 bis 1989 hatte er diese Vorausetzungen für den kleinen Mann und die Frau geschaffen, er hatte sie garantiert.
Das war eigentlich einmalig auf der Welt, mal so im Nachhinein betrachtet. Die ganze Sache besser aufgezogen...so ein bißchen Kapitalismus mit Sozialismus vermischt, und wir hätten das perfekte System gehabt.
Nein, was machen wir...siehe heute, wir sind masslos, wollen Alles gleich und sofort, produzieren auf Teufel komm raus, spekulieren an diesen Sch....börsen wieder auf Teufel komm raus und am Ende stehen wir da und wundern uns, das es so langsam aber sicher zu sozialen Verwerfungen kommt.
An allem Schuld ist der Mensch, nur er allein und da nehme ich mich auch nicht aus, weil ich mittlerweile wieder derselbe Egoist bin, der ich zu DDR-Zeiten war.
Nur mit einem Unterschied...damals war es ein Geben und Nehmen und heute soll ich geben, aber mir gibt keiner, na, ich bin doch nicht verrückt, aber Abfahrt du schönes Deutschland und mach mal deinen Krempel alleine.
Also wenn sie jetzt Alle so denken wie ich, dann Gute Nacht und gut, das wir noch treue Wähler haben, die ihre CDU, SPD, FDP, NPD, SED....entschuldigt, die Linke war es, also die ihre Fahne hochhalten, den meine bleibt im Schrank.
Einen guten Tag allen im Forum.

R-M-R


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#58

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 19.03.2010 12:38
von Ernest | 210 Beiträge

Hallo zusammen...........

ich bin der Meinung das einiges in dieser Diskussion in eine komische Richtung läuft.
Ganz speziell der Vergleich Arbeitslose und "Asoziale" in der DDR.

Im Grunde ist es doch Anliegen eines Jeden, einer vernünftigen Arbeit nachzugehen, um sich und seine Familie ernähren zu können und somit den Umständen entsprechend ein angenehmens Leben zu ermöglichen.
Ich bin auch der Meinung, dieses Ansinnen ist system- und gesellschaftsunabhängig, denn es ist eine ganz normale Norm, nach der jeder vernünftig denkende Mensch leben möchte. Und wenn ein Staat es schafft, dem Bürger diesen Wunsch zu erfüllen, dann ist das ok.

Und es war nun mal so, wer in der DDR arbeiten wollte, dem wurde es auch ermöglicht. Arbeit generell wurde niemanden verwehrt.

Das es Außenseiter gab, die eine andere Auffassung vertraten, ist eine andere Sache. Wenn jemand keine Lust zum Arbeiten hat und denkt:"" sollen doch die anderen nach Arbeit rennen, ich jedenfalls nicht"", dann entspricht dies nicht dem normalen Denken, weil sie sich einfach keine Gedanken machen, wie sie ihren Unterhalt bestreiten wollen. Genau so verhält es sich mit Leuten, die sich dem Suff hingeben, teils menschlich immer tiefer rutschen, ohne daran zu denken, wie es in der Zukunft weiter gehen soll.

Wie man diese Leute nun bezeichnet, bleibt jedem selbst überlassen, nur Arbeitslose in dem Sinn waren sie für mich nicht, weil sie ja gar nicht arbeiten wollten, weil sie das Wort Arbeit am liebsten aus ihrem Wortschatz gestrichen hätten.

Arbeitslos bin ich, wenn ich gewillt bin, einer Arbeit nachzugehen, mir diese Möglichkeit, aus welchen Gründen auch immer, nicht gegeben ist, ich also keine Arbeit bekomme. Und so gesehen, hatte jeder in der DDR die Möglichkeit einer Arbeit nachzugehen.

Ich kenne einige aus meinem ehemaligen Betrieb, mit körperlichen und einer auch mit leicht geistigen Behinderungen. Sie waren sehr, sehr fleißig, wurden von allen geachtet und anerkannt und waren mit ihrem Leben zufrieden.
Nur dann kam die Zeit, wo sie schlagartig nicht mehr gebraucht wurden, wo sie abgeschoben und ins Abseits gedrückt wurden. Auf dem Arbeitsamt galten sie als schwer oder gar nicht vermittelbar. Bei Bewerbungsvorstellungen hieß es nur sinngemäß: """ Sie ?????? brauchen wir hier nicht"""".
Viele von denen sind jetzt wirklich in den Suff gerutsch, sogar bis ins Extreme. Nur es würde mir in der Seele leid tun, solche Leute als asozial zu bezeichnen, ganz einfach, weil ich sie total anders kennen gelernt habe und auch weiß, dieses Leben haben sie sich ganz bestimmt nicht gewünscht und wären die Umstände anders, würden sie noch heute einer geregelten Arbeit nachgehen. Sie wären Menschen und keine gesellschaftlichen Wracks.


Gruß
Herbert


zuletzt bearbeitet 19.03.2010 23:34 | nach oben springen

#59

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 19.03.2010 21:13
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Guter Text, dein Text Ernest oder besser Herbert, kann ich voll und ganz zustimmen und nachvollziehen.
Auf bald im Forum.

R-M-R


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#60

RE: DDR Mythos ?

in Mythos DDR und Grenze 06.08.2010 13:58
von Eumel | 139 Beiträge

Zur Ausgangsfrage: Man konnte auch in der DDR arbeitslos werden (fristlose Kündigung, Betriebsstilllegung z.B.). In diesem Fall hatte man einen Termin beim Arbeitsamt (ja, die gab es auch in der DDR). Allerdings bekam man hier sehr schnell einen neuen Job. Meist war auch eine recht große Auswahl vorhanden.

siehe Arbeitsgesetzbuch der Deutschen Demokratischen Republik §§ 58, 59 zum Beispiel

Des weiteren gab es auch den "Künstlerstatus". Da gab es schon einige, die nicht gerade von ihrer "Kunst" lebten


zuletzt bearbeitet 06.08.2010 14:00 | nach oben springen



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