#41

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:56
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von Pitti53

Zitat von ek40

Zitat von Feliks D.
Also seine 5-10 Schuß Schwarzbestand hatte wohl jeder Diensgrad.


Der Mist ist nur,ich weiß nicht mehr wo die Dinger liegen???
Habe auch Leuchtspur dabei gehabt.




ein gutes versteck sollen die hohlen tischbeine gewesen sein



haben die echt eure kompanie auf den kopf gestellt?



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#42

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 19:57
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Stelle die Frage nochmals an alle in den Raum.

Zitat von Feliks D.
Hallo @Stabsfähnrich, schöne Geschichten die du da zu berichten weißt. Diese Fälle von denen ich hier lese, waren ja nun zum Glück immer ohne schlimmere Folgen. Kennt jemand von euch auch solche Fälle die mit Verletzten oder gar Toten endeten und wie waren dann die folgenden Ermittlungen. Hier war es ja dann sicher nicht mit 3 Tagen Arrest geatn.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#43

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:02
von EK89/1 | 832 Beiträge

Ja Werraglück
Mir ist dieses Missgeschick gleich drei mal passiert, einer ist immer der Luser.
War immer passiert wen Lage war und aus den 8Stunden Grenzdienst wieder mal viel mehr
geworden sind. Also müde und und fertig vom Grenzdienst, unkonnzentriert, Mag. drin gelassen und ab ging wieder eine in den Himmel. Das einzige was wir immer gepackt haben, den Feuerhebel in Stellung Einzelschuß zu bringen, so das immer nur eine weg war und nicht ein Feuerstoß.


EK89/I
09/87-01/88 GAR5 Potsdam,GAK 7
01/88-04/89 7.GK "Lutz Meier" Schierke
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#44

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:03
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Zitat von glasi

Zitat

Zitat von Pitti53

Zitat von ek40

Zitat von Feliks D.
Also seine 5-10 Schuß Schwarzbestand hatte wohl jeder Diensgrad.


Der Mist ist nur,ich weiß nicht mehr wo die Dinger liegen???
Habe auch Leuchtspur dabei gehabt.




ein gutes versteck sollen die hohlen tischbeine gewesen sein



haben die echt eure kompanie auf den kopf gestellt?



----------
jep - haben sie. Ich weiß aber nicht mehr was sie noch so alles gefunden haben. 1 oder 2 0,7 und ein paar M43. eigentlich nicht der Rede wert. Nach Abschluss der Maßnahme eine Ansprache des Bat. Kdr. mit der Abschlussbemerkung "... wenn wieder Munition gebraucht wird, sagt bescheid. Ich schicke einen LKW voll vorbei!"
Na der Offz wurde von allen Beförderungen und Belobigungen auf ewig befreit.
MIke59


zuletzt bearbeitet 22.02.2010 20:05 | nach oben springen

#45

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:05
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von glasi

Zitat

Zitat von Pitti53

Zitat von ek40

Zitat von Feliks D.
Also seine 5-10 Schuß Schwarzbestand hatte wohl jeder Diensgrad.


Der Mist ist nur,ich weiß nicht mehr wo die Dinger liegen???
Habe auch Leuchtspur dabei gehabt.



ein gutes versteck sollen die hohlen tischbeine gewesen sein



haben die echt eure kompanie auf den kopf gestellt?



Meine Mumpeln sind dann mit "Heim gegangen",aber ich find sie nicht mehr....


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#46

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:07
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Stelle die Frage nochmals an alle in den Raum.

Zitat von Feliks D.
Hallo @Stabsfähnrich, schöne Geschichten die du da zu berichten weißt. Diese Fälle von denen ich hier lese, waren ja nun zum Glück immer ohne schlimmere Folgen. Kennt jemand von euch auch solche Fälle die mit Verletzten oder gar Toten endeten und wie waren dann die folgenden Ermittlungen. Hier war es ja dann sicher nicht mit 3 Tagen Arrest geatn.




dem grenzergott sei dank ist mir das erspart geblieben.aber eine untersuchungskommision des grenzkommandos für mehrere tage war sicher fällig.das war streß pur für allein der kompanie.am meisten für den "schützen" und die vorgesetzten


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#47

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:15
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Feliks D.
Stelle die Frage nochmals an alle in den Raum.

Zitat von Feliks D.
Hallo @Stabsfähnrich, schöne Geschichten die du da zu berichten weißt. Diese Fälle von denen ich hier lese, waren ja nun zum Glück immer ohne schlimmere Folgen. Kennt jemand von euch auch solche Fälle die mit Verletzten oder gar Toten endeten und wie waren dann die folgenden Ermittlungen. Hier war es ja dann sicher nicht mit 3 Tagen Arrest geatn.




Also ich kenn solch einen Vorfall nicht,sonst hätte ich schon geantwortet.
Sicherlich wurden solche Unfälle auch vertuscht und die ganze Kompanie zum Schweigen verdonnert.
Ich kenne nur einen Offzschüler der NVA.Er ging in meine Schule.Er war bei den Panzern und verunglückte im Panzer tödlich.Im wurde während eines Mannövers bei einer Panzerfahrt durchs Gelände der Hals aufgerissen.
War damals ne riesige Militär-Beerdigung im Ort.


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#48

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:17
von mannomann14 | 625 Beiträge

ek40
sei froh,wer weiß wo ,in welcher Kategorie,du da sonst bei einem Dienst eingestuft werden würdest
mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#49

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:18
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

Zitat von ek40

Zitat von Feliks D.
Stelle die Frage nochmals an alle in den Raum.

Zitat von Feliks D.
Hallo @Stabsfähnrich, schöne Geschichten die du da zu berichten weißt. Diese Fälle von denen ich hier lese, waren ja nun zum Glück immer ohne schlimmere Folgen. Kennt jemand von euch auch solche Fälle die mit Verletzten oder gar Toten endeten und wie waren dann die folgenden Ermittlungen. Hier war es ja dann sicher nicht mit 3 Tagen Arrest geatn.




Also ich kenn solch einen Vorfall nicht,sonst hätte ich schon geantwortet.
Sicherlich wurden solche Unfälle auch vertuscht und die ganze Kompanie zum Schweigen verdonnert.
Ich kenne nur einen Offzschüler der NVA.Er ging in meine Schule.Er war bei den Panzern und verunglückte im Panzer tödlich.Im wurde während eines Mannövers bei einer Panzerfahrt durchs Gelände der Hals aufgerissen.
War damals ne riesige Militär-Beerdigung im Ort.




verletzte oder tote konnteste nu aber nicht vertuschen


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#50

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:18
von maja64 (gelöscht)
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Zitat von Rainman2
Hallo Ernest,

ich hab mal bei den Strichen eingegriffen ...

Ansonsten zu Deinem Bericht: Ja, es gab ein Interesse, die Dinge intern zu regeln. Allerdings wussten auch wir in der Kompanieführung, dass uns auch "andere Augen" beobachteten. Die Meldungen über Vergehen und Vertuschungen konnten direkt an den Regimentskommandeur gehen. Da ich in einem anderen Fall zu Zeiten der Stabskompanie zusammen mit meinem Kompaniechef für eine Sache in dieser Richtung "abgebürstet" wurde, kenne ich das leider. Das führte zwar nicht unbedingt wieder zu Bestrafungen von uns Vorgesetzten, denn es musste uns durchaus der Raum für eigene Entscheidungen entsprechend der Lage bleiben. Aber angenehm war es nicht.

In den Fällen des fahrlässigen Schusswaffengebrauchs und dessen unbedingter Bestrafung mit 3 Tagen Arrest hätten wir nicht mal im Ansatz drüber nachgedacht, das zu vertuschen. Es konnte eher mal passieren, dass wir von einem solchen Vorkommnis nichts mitbekamen. Aber die Geschichte muss maja64 erzählen. Der war im Keller der Kompanie dabei, als beim Waffenwarten nach dem Grenzdienst plötzlich ein lMG loshämmerte. Warum das der Diensthabende nicht mitbekam, oder wie das vor uns, der Kompanieführung, geheim gehalten werden konnte, ist mir bis heute ein Rätsel.

ciao Rainman







Rainman der von Dir angesprochene Vorfall spielte sich folgendermaßen ab.
Erst mal muß ich anmerken das es unter uns Posten einen regelrechten Wettkampf gab wer ist als erster auf der Kompanie,die die durch das Tor R-V den Abschnitt verließen oder die aus dem Tor Schmerbach.
An jenem Abend hatten wir eine Nachtschicht,und der KGSi war ein mit unseren EKs heimgehender UaZ.
In der Regel war ja nach Ankunft auf der Kompanie der Ablauf folgender:
- Abgabe der Waffe + Munition in der Waffenkammer
- Einnahme der jeweiligen Mahlzeit
- Waffe wieder abgeholt und zum Waffenreinigen in den Kellergang der Kompanie
An diesen Tag überredeten unsere EKs den UaZ doch gleich nach dem Eintreffen auf der GK in den Keller zum Waffenreinigen zu gehen(kamen ja müde aus der Nachtschicht).
Ein Soldat aus meinen Diensthalbjahr (LMG-Schütze)vergaß sowohl schon nach der Ablösung beim Besteigen des KFZs,als auch beim Eintreffen auf der Kompanie,und schließlich auch beim Ausführen der Sicherheit vor dem Auseinanderlegen der Waffe,das Magazin heraus zunehmen.
Auf jeden Fall tat es im Keller einen riesen Hieb.
Da der Sicherungshebel nur einmal nach unten gedrückt war (also Dauerfeuer),verließen 3 Geschosse die Waffe.
Wenn man die Bauweise der meisten Grenzkompanien kennt (Betonplatten),kann man sich vorstellen wie die Geschosse als Querschläge durch den Kellerflur gepfiffen sind.
Das bei dieser Aktion noch nicht mal jemand verletzt wurde ist mir heute noch ein Rätsel.
Das von diesem Vorfall noch nicht einmal die Kompanieführung (also auch Du) was erfahren hat lag am Zeitpunkt (früh zwischen 5-6 Uhr),zu dieser Zeit war meistens nur der DHK (Diensthabender-Kompanie) als einziger Offizier auf der Kompanie.Und das war an diesem Tag unser eigener Zugführer (Ltn Sch.).der wollte sich auch nicht unnötig Ärger verschaffen.
Nach dem Überschlag mit dem LO beim A-Gruppeneinsatz war das mein zweiter Fall wo ich wohl kurz vor dem Brettschi.. stand.

Diese Entladevorrichtung hies bei uns ganz genau "Pershing Abschußrampe",war ja damals auch gerade die Zeit mit dem NATO-Doppelbeschluß.
Die Schwarzmunition war bei uns in der Halterung der Neonlampen,genauso wie die Spiritustabletten.



Gruß maja


zuletzt bearbeitet 22.02.2010 20:19 | nach oben springen

#51

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:23
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

also auf die neonlampen wär ich nie gekommen


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#52

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pitti53

Zitat von ek40

Zitat von Feliks D.
Stelle die Frage nochmals an alle in den Raum.

Zitat von Feliks D.
Hallo @Stabsfähnrich, schöne Geschichten die du da zu berichten weißt. Diese Fälle von denen ich hier lese, waren ja nun zum Glück immer ohne schlimmere Folgen. Kennt jemand von euch auch solche Fälle die mit Verletzten oder gar Toten endeten und wie waren dann die folgenden Ermittlungen. Hier war es ja dann sicher nicht mit 3 Tagen Arrest geatn.




Also ich kenn solch einen Vorfall nicht,sonst hätte ich schon geantwortet.
Sicherlich wurden solche Unfälle auch vertuscht und die ganze Kompanie zum Schweigen verdonnert.
Ich kenne nur einen Offzschüler der NVA.Er ging in meine Schule.Er war bei den Panzern und verunglückte im Panzer tödlich.Im wurde während eines Mannövers bei einer Panzerfahrt durchs Gelände der Hals aufgerissen.
War damals ne riesige Militär-Beerdigung im Ort.



verletzte oder tote konnteste nu aber nicht vertuschen



Nun gut @pitti,dann ist es sicherlich nie zu solchen Vorfällen gekommen.....
Ist doch wohl klar,dass mit solchen Dingen wahrscheinlich nicht hausieren gegangen wurde.
Das haben eventuell nicht mal die Nachbarkopanien zu hören bekommen.
Oder es ist echt nie soetwas passiert,sonst hätten wir ja alle eine ordentliche Belehrung erhalten....


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#53

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:40
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

doch leider sind solche sachen auch passiert.kann mich aber zur zeit an keinen fall erinnern


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#54

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:46
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo Felix,

ich kenne solche Fälle, in denen es Verletzte oder Tote gegeben hat, nur vom Hören-Sagen und auf jeden Fall nicht aus dem Verlauf der nachfolgenden Untersuchungen.

Der einzige wirklich glaubwürdige Fall muss vor meiner Zeit (ab 1979) an der Offiziershochschule gewesen sein. Da hatte sich bei der Abgabe der Pistole ein Offiziersschüler beim Entladen ungeschickt angestellt. Der Verantwortliche der Waffenkammer nahm im die Pistole aus der Hand, um sie selbst zu entladen, und dabei löste sich ein Schuss. Der Offiziersschüler soll in den Bauchraum getroffen sein, aber er muss großes Glück dabei gehabt haben. Es wurde kein wichtiges Organ verletzt. Lt. Legende waren die Worte des behandelnden Arztes: "Der Schütze muss ein ausgezeichneter Chirurg gewesen sein". Wie gesagt, disziplinare Maßnahmen oder Untersuchungen nach diesem Vorkommnis entziehen sich meiner Kenntnis.


@maja: Danke nochmal für die Geschichte!

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#55

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:46
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Ich kenne nur einen Fall vom Böller,

Die RPG 7 Schützen 1 hatten ja als Zweitbewaffnung eine Pistole M. Vor dem Schießen wurde dann an der Muniausgabe die Funktionsweise noch mal durchgesprochen. Leider war das Magazin gefüllt und noch in der Waffe. Es gab einen Oberschenkelschuss, durch oder nicht weiß ich nicht mehr, war selber nicht vor Ort. Die Worte des Getroffenen waren wohl ".... da schiesst du mir ins Bein?" und er viel um.

Mike59


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#56

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:47
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von ek40

Zitat von Stabsfähnrich
den Bericht vom EK40 betreffs der Schußabgabe durch das Dach des Fahrradunterstandes in Riebau kann ich sagar bestätigen muß aber anfügen, dass dies nicht das einzigste Trefferbild in dem Dach war. Es gab noch andere Experten, welche dies vollbracht haben. Im Juni 1984 mußten einige Dachziegel des Haltepunktes Riebau und im Juli 84 die Seitenwand der Hundezwingeranlage das Trefferbild einer Mpi verzeichnen.
Ab ca. 1984 kam man auf die Idee eine Entladevorrichtung in den GK´s zu installieren. Diese bestand aus einem Rohr mit einem großen Durchmesser, welches gestützt durch zwei weitere Profileisen in einem bestimmten Winkel zum Himmel gerichtet war. Der jeweilige Mpi Schütze, steckte den Lauf der Waffe in dieses Rohr und führte die Entladetätigkeiten durch. Sollte es jetzt zu einer Schußabgabe kommen, konnte der Schuß nicht mehr unkontrolliert durch die Gegend "fliegen", sondern wurde in die freie Bahn gelenkt.
Die größeren Schäden waren jedoch nicht durch die Mpi zu verzeichnen, sondern durch die Pistole M. Falsche Entladetätigkeiten und leichtfertiger Umgang mit der Waffe waren die Ursachen. Ein dienstverrichtender UvD (WaffKZB) nahm eine Pistole entgegen, entfernte das Magazin, führte keine "Rohr frei" Kontrolle durch und schoß durch die Tür des der Waffenkammer gegenüberliegenden KC Zimmer. Zum Glück war der KC zu der Zeit nicht in seinem Dienstzimmer. Ein GAKl bescherte einem UvD eine vollgesch........ Hose, nachdem der GAKl unbedingt seine tollen "Schnellzieh" Haltungen demonstrieren mußte und die Waffe (Pistole M) durchgeladen hatte, ohne daran zu denken dass noch das Magazin in der Waffe war. Die Mumpel flog durch das UvD Zimmer, beim UvD zwischen die Beine und steckte dann in der Scheuerleiste. Zum Glück keine Verletzten.

Hallo Stabsfähnrich,
meinst du die Dachziegel des Bahnhofs? Warst du dabei?

Gruß ek40




ja, aber nur mehr oder weniger bei der Abgabe der Schüsse indirekt, als an dem Tag Diensthabener der Kompanie dann direkt. Betroffen waren die Dachziegel des seitlichen Vorbau`s, wo so glaube ich der Warteraum war.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#57

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:48
von glasi | 2.815 Beiträge

das mit der lampe ist genial maja. aber das mit dem nicht magazin rausnehmen das kann ich nicht versteheh. trotz des druckes. die kompanie mit geladener waffe betretten. oh gott sei dank ist niemanden was pasiert.



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#58

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 22.02.2010 20:48
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von maja64

Zitat von Rainman2
Hallo Ernest,
ich hab mal bei den Strichen eingegriffen ...
Ansonsten zu Deinem Bericht: Ja, es gab ein Interesse, die Dinge intern zu regeln. Allerdings wussten auch wir in der Kompanieführung, dass uns auch "andere Augen" beobachteten. Die Meldungen über Vergehen und Vertuschungen konnten direkt an den Regimentskommandeur gehen. Da ich in einem anderen Fall zu Zeiten der Stabskompanie zusammen mit meinem Kompaniechef für eine Sache in dieser Richtung "abgebürstet" wurde, kenne ich das leider. Das führte zwar nicht unbedingt wieder zu Bestrafungen von uns Vorgesetzten, denn es musste uns durchaus der Raum für eigene Entscheidungen entsprechend der Lage bleiben. Aber angenehm war es nicht.
In den Fällen des fahrlässigen Schusswaffengebrauchs und dessen unbedingter Bestrafung mit 3 Tagen Arrest hätten wir nicht mal im Ansatz drüber nachgedacht, das zu vertuschen. Es konnte eher mal passieren, dass wir von einem solchen Vorkommnis nichts mitbekamen. Aber die Geschichte muss maja64 erzählen. Der war im Keller der Kompanie dabei, als beim Waffenwarten nach dem Grenzdienst plötzlich ein lMG loshämmerte. Warum das der Diensthabende nicht mitbekam, oder wie das vor uns, der Kompanieführung, geheim gehalten werden konnte, ist mir bis heute ein Rätsel.
ciao Rainman


Rainman der von Dir angesprochene Vorfall spielte sich folgendermaßen ab.
Erst mal muß ich anmerken das es unter uns Posten einen regelrechten Wettkampf gab wer ist als erster auf der Kompanie,die die durch das Tor R-V den Abschnitt verließen oder die aus dem Tor Schmerbach.
An jenem Abend hatten wir eine Nachtschicht,und der KGSi war ein mit unseren EKs heimgehender UaZ.
In der Regel war ja nach Ankunft auf der Kompanie der Ablauf folgender:
- Abgabe der Waffe + Munition in der Waffenkammer
- Einnahme der jeweiligen Mahlzeit
- Waffe wieder abgeholt und zum Waffenreinigen in den Kellergang der Kompanie
An diesen Tag überredeten unsere EKs den UaZ doch gleich nach dem Eintreffen auf der GK in den Keller zum Waffenreinigen zu gehen(kamen ja müde aus der Nachtschicht).
Ein Soldat aus meinen Diensthalbjahr (LMG-Schütze)vergaß sowohl schon nach der Ablösung beim Besteigen des KFZs,als auch beim Eintreffen auf der Kompanie,und schließlich auch beim Ausführen der Sicherheit vor dem Auseinanderlegen der Waffe,das Magazin heraus zunehmen.
Auf jeden Fall tat es im Keller einen riesen Hieb.
Da der Sicherungshebel nur einmal nach unten gedrückt war (also Dauerfeuer),verließen 3 Geschosse die Waffe.
Wenn man die Bauweise der meisten Grenzkompanien kennt (Betonplatten),kann man sich vorstellen wie die Geschosse als Querschläge durch den Kellerflur gepfiffen sind.
Das bei dieser Aktion noch nicht mal jemand verletzt wurde ist mir heute noch ein Rätsel.
Das von diesem Vorfall noch nicht einmal die Kompanieführung (also auch Du) was erfahren hat lag am Zeitpunkt (früh zwischen 5-6 Uhr),zu dieser Zeit war meistens nur der DHK (Diensthabender-Kompanie) als einziger Offizier auf der Kompanie.Und das war an diesem Tag unser eigener Zugführer (Ltn Sch.).der wollte sich auch nicht unnötig Ärger verschaffen.
Nach dem Überschlag mit dem LO beim A-Gruppeneinsatz war das mein zweiter Fall wo ich wohl kurz vor dem Brettschi.. stand.
Diese Entladevorrichtung hies bei uns ganz genau "Pershing Abschußrampe",war ja damals auch gerade die Zeit mit dem NATO-Doppelbeschluß.
Die Schwarzmunition war bei uns in der Halterung der Neonlampen,genauso wie die Spiritustabletten.
Gruß maja



Bei uns wurden auch immer regelrechte Rennen veranstaltet,um als erste Truppe die Kompanie zu erreichen und ins Bett zu kommen.

Gruß ek40


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#59

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2010 00:18
von Ernest | 210 Beiträge

Zitat von maja64


Wenn man die Bauweise der meisten Grenzkompanien kennt (Betonplatten),kann man sich vorstellen wie die Geschosse als Querschläge durch den Kellerflur gepfiffen sind.
Das bei dieser Aktion noch nicht mal jemand verletzt wurde ist mir heute noch ein Rätsel.
Das von diesem Vorfall noch nicht einmal die Kompanieführung (also auch Du) was erfahren hat lag am Zeitpunkt (früh zwischen 5-6 Uhr),zu dieser Zeit war meistens nur der DHK (Diensthabender-Kompanie) als einziger Offizier auf der Kompanie.Und das war an diesem Tag unser eigener Zugführer (Ltn Sch.).der wollte sich auch nicht unnötig Ärger verschaffen.

Gruß maja





Hallo Rainman, hallo Maja...........

danke für eure Antwort.
Was den beschriebenen Vorfall betrifft, so muß man wirklich sagen, da war eine riesen Portion Glück im Spiel. Das hätte ja sehr schlimm ausgehen können. Vor allem kann ich mir gut vorstellen, wie man vor Schreck in die Knie geht, wenn sich in einem Kellergang Schüsse lösen.

Wie ich schon andeutete, bei uns kam es zweimal vor. Beide male war es des nachts und beide male war es auch ein Wachposten (Objektwache), vor dem Betreten des Kompaniegebäudes.
Bei einem Vorkommnis war ich gerade im Grenzdienst, bei dem anderen wurde ich jedoch jäh aus den Schlaf gerissen, da unser Zimmer zur Fuhrparkseite lag.
Bei dem Vorfall, wo wir im Grenzdienst waren, hatten wir nur später intern gehört, was passiert ist. Es gab aber weder Bestrafungen, noch gab es große Diskussionen deswegen.
Bei dem anderen Vorfall war es eigentlich so ähnlich. Nur unser Zugführer hatte uns später angemahnt, er möchte nicht erleben, daß wir beim Wachdienst oder auch so im Grenzdienst mit unserer Waffe herumspielen, sie auseinanderbauen oder sonstigen "Bockmist" damit veranstalten.

Spielereien mit der Waffe hat bei uns eigentlich keiner gemacht. Ich kann da natürlich nur für die Leute sprechen, mit denen ich unmittelbar zusammen war, also die Jungs aus meinem Zug. Man war tag-täglich mit der Waffe draußen. Hat man das Objekt verlassen, wurde das Magazin eingeführt, hat man das Objekt betreten, wurde das Magazin herausgenommen.
Im Grunde gab es da nie Probleme oder Zwischenfälle.
Bis auf die zwei Vorfälle, von denen ich oben schrieb.

Wir haben uns zwar untereinander darüber unterhalten, nur da es offiziell nicht hochgespielt wurde, war es ein paar Tage später schon kein Thema mehr für uns.

Rainman.........auf die Striche habe ich verzichtet.
Hab mich ja selbst gewundert, warum mit einem mal alles so breit war. Ich wäre doch nie darauf gekommen, daß meine Doppelstriche daran Schuld sind. Naja, nun weiß ich es.

Gruß
Herbert


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#60

RE: Dauerfeuer in der Grenzkompanie

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 23.02.2010 00:43
von Ernest | 210 Beiträge

Zitat von ek40

Zitat von maja64

Erst mal muß ich anmerken das es unter uns Posten einen regelrechten Wettkampf gab wer ist als erster auf der Kompanie,die die durch das Tor R-V den Abschnitt verließen oder die aus dem Tor Schmerbach.

Gruß maja


Bei uns wurden auch immer regelrechte Rennen veranstaltet,um als erste Truppe die Kompanie zu erreichen und ins Bett zu kommen.

Gruß ek40





Hab doch noch was vergessen. Wollte zu den "Rennen" noch was schreiben.
Neee, also Rennen in der Art gab es bei uns nicht. Dazu waren die Anmarschwege zu unterschiedlich.
Aber wir hatten eine andere "olympische Disziplin".
Unzwar war das unser K6.
Für diese Strecke gab es eine Rekordzeit, die es zu brechen galt. Wenn es hieß...."K6-Laufen", dann war einem schon klar, das wird wieder ein Gehetze.
Als ich die ersten Male K6 laufen mußte, war ich nach den ca.14-15 Kilometer "krötenbreit". Mir taten danach die Schienbeine weh und ich konnte kaum noch gerade stehen..... es war ganz einfach ein Graus.
Nur irgendwann hatte man sich daran gewöhnt und ist dann mitgehechelt, nur um die beste Zeit zu schaffen.
Naja, Rekorde konnte man mit mir nicht brechen..............nicht mal annähernd.
Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

Gruß
Herbert


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