#121

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 23.02.2010 22:31
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von manudave
Bevor Rostocker noch ein Kochrezept einstellt und wir total abschweifen:

Bitte an das Thema halten (gilt auch für mich) oder Neue Threads eröffnen.


OK werd mal in die Küche gehen,und nach Rezept kochen und Tschüß!


nach oben springen

#122

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 24.02.2010 21:00
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Alfred
Angelo,

die Einkaufssituation mit heute zu vergleichen ist schwer möglich.

So waren z.B. die Kaufhallen ( heute Supermärkte ) ganz anders aufgebaut. Man fand in jeder größeren Kaufhalle z.B. eine Theke wo Frischfleisch, Wurst von Verkäuferinnen angeboten wurde. Sicher war nicht immer alles vorhanden. Fahr ich aber heute zu meinen Supermarkt finde ich auch nicht immer alles, geschweige denn von den Angeboten die es laut den Prospekten geben soll. Auch musst Du sehen, dass die Einkaufsgewohnheiten in der DDR ganz anders waren. So konnten es sich die Fleischer locker leisten von 12.00 bis 15.00 zu schließen. Also bildeten sich eben vor Öffnung Schlangen. Bei meinen Fleischer war es üblich, dass eben Frau X 10, Frau Y 8 und Frau Z 12 Rouladen im Einkaufsnetz verstaute. Mengen die heute selten gekauft werden. Das lag u.a. daran, dass man seinen Nachbarn mitversorgte aber auch,dass man seine Kühltruhen immer gefüllt hielt, als würde eine Hungersnot ausbrechen. Ähnlich verhielt es sich mit vielen anderen Artikeln. Man legte sich eine Art privates Lager an. 2 Auspuffanlagen, vielleicht zum tauschen, den einen oder anderen Kasten Radeberger usw.usw.

Einiges lag sicher auch an der Preispolitik. Da war es dem Menschen einfach egal, wie viel er kauft. Frei nach der Devise, wenn ich es nicht verbrauche, schmeiße ich es eben in die Speckitonne, denn billig waren die Grundnahrungsmittel. Eine Schrippe 5 Pfennig, der Verlust hielt sich im Rahmen.

Aber Rostocker benennt es. Der eine oder andere steht eben nach Bananen an, der andere nach Arbeit. Was schlimmer ist ......




;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

Hallo!
Ich war einige Tage nicht online, deswegen komme ich erst heute dazu zum Thema "Schlangestehen" und "Versorgungslage" etwas beizutragen. Ich möchte jetzt nicht von der Zeit vor 1962 reden, auch wenn ich diese Zeit bis zum Alter von 19 Jahren am eigenen Leibe in der DDR erlebt hatte. Bis 1982 könnte ich mich auch nur auf das berufen, was ich von meiner Verwandtschaft brieflich und auch mündlich durch die Besuche meiner schon in Rente gekommenen Eltern und später durch die Einreise von meinen Geschwistern, anläßlich einiger Beerdigungen erfahren hatte. Auch hiervon möchte ich nicht berichten, sondern von den ganz persönlichen Erlebnissen anläßlich meiner sehr vielen Besuchen in der DDR ab dem Jahr 1982 bei meinen Eltern, 3 Geschwistern in Mecklenburg, Sachsen und Berlin, außerdem bei einigen Tanten und Onkeln in der Umgebung von Schwerin.
1982 starb meine Mutter, zu diesem Anlaß bat mich meine Schwester darum ein paar Schnittblumen mitzubringen, da es in ganz Parchim und Ludwigslust (beides Kreisstädte) zu dem damaligen Zeitpunkt in den Blumenläden keine Schnittblumen gab. Der übliche Grabschmuck wurde mit PAPIERBLUMEN versehen; davon konnte ich mich persönlich überzeugen! Ich will hier nicht weiter ausholen, möchte aber zu der Versorgung in den Kaufhallen und bei den Fleischern noch Einiges anmerken. Meine Besuche in der DDR erstreckten sich in der Regel immer über einen Zeitraum von einer Woche und das mehrmals im Jahr und zu jeder Jahreszeit, meine Besuche in O-Berlin waren meistens 3 Tagesbesuche, das Visum bekam ich dann über das Palasthotel, indem ich mich da zwar einquartierte (pro Übernachtung zwischen 150,- DM und 180,- DM West)aber bei meinem Bruder in O-Berlin schlief. Palasthotel deswegen, damit ich nicht um Mitternacht wieder ausreisen brauchte!! Nachdem ich die Zeilen von Alfred gelesen hatte, in denen die Frauen "X, Y und Z" die Rouladen im 10er und 12er Pack aus dem Fleischerladen herausschleppten, denke ich manchmal ich wäre im "Falschen Film" gewesen. Obwohl es in dem Agrarland Mecklenburg an Ochsen eigentlich nicht mangeln durfte, waren meine Besuche bei meiner Schwester jedesmal für sie ein schwieriges Unterfangen etwas "Festliches" auf den Tisch zu bringen. Ich rede vom Fleisch und da sah es weder in Ludwigslust noch in Parchim so aus, daß man bekam was man gerne hätte. Meistens gab es Gulasch, für Rouladen, wenn es sie dann gegeben haben sollte, hätte man sehr sehr früh aufstehen müssen, oder der Fleischer hätte ein Einsehen und etwas unterm Ladentisch für seine "speziellen" Freunde parat gehabt. Um es ganz deutlich zu sagen: Wer keinen Wert auf was Besonderes" legte und sich mit dem zufrieden gab was zwar satt, aber nicht besonders "glücklich machte, brauchte sich nicht zu beklagen, verhungern brauchte keiner und wenn man mit der "Mangelwirtschaft" großgeworden war, es nicht anders kannte, hat man mitunter auch nichts vermißt!! Schlangestehen war doch nichts Besonderes in der DDR, das gehörte zum Alltag, gerade beim Fleischer habe ich schon morgens Schlangen gesehen, obwohl die Geschäfte noch lange nicht aufmachten. Es gab ein "Gerücht", daß in der DDR Schweine ohne Arschbacken gezüchtet wurden, da richtiger Schinken auch Mangelware war. Schinkenspeck schmeckte auch und der Schinken war wie vieles Andere auch ein Devisen bringender Exportartikel!! Für bestimmte Wurstsorten mußte man sich vor Geschäftsöffnung schon zeitlich vor den Geschäften einfinden und sich in eine Schlange anstellen. Das Gleiche galt übrigens nicht nur für bestimmte Artikel des täglichen Bedarfs, sondern wenn man einen Wink bekam auch für bestimmte technischen Geräte, Schallplatten, Reisen und allem Möglichen. Wenn ich hier von "Schlangen" rede, meine ich nicht die Schlangen an den Kassen, sondern die Schlangen Derjenigen die sich bildeten um überhaupt erst mal in die Nähe der begehrten Artikel zu kommen, ohne daß man sich sicher sein konnte auch etwas abzubekommen!!
Was es allerdings zu jeder Zeit und auch immer reichlich gab, waren die Produkte der "Blauen Welle" (32%iger klaren Schnaps) und braunen minderwertigen Fusel, wie zum Beispiel "Weinbrandhaltiges Getränk, z.B: Goldkrone" und Ähnliches. Dafür brauchte man nicht Schlange stehen. Außerdem brauchte man für viele Sachen gewöhnlich überhaupt nicht anstehen, nämlich für die, die es sowieso nie gab.
Alfred, der immer soviel Wert auf Quellen legt, bringt hier als Beweis für das große Angebot in den Fleischerläden die Damen "X,Y und Z", ich habe mir mal die Mühe gemacht in das Berliner Telefonbuch zu schauen, Namen wie "X,Y und Z" habe ich nicht gefunden. Wahrscheinlich sind die von ihm angeführten Damen mittlerweile schon an der Fettleber zugrunde gegangen!! Schöne Quellen sind das, die man nicht mehr abschöpfen kann! Private Lager, ja die gab es sicher: Es gab keinen Sack Zement zu kaufen, aber mein Schwager hatte aus guten Zeiten noch 3 Sack im Keller. Als er ihn gebrauchen wollte war er durch Feuchtigkeit unbrauchbar geworden. Und Diejenigen, die damals angeblich 2 Auspuffanlagen im Keller hatten, wären tatsächlich froh gewesen, wenn sie davon nur Eine gehabt hätten! Ich kann mich noch an die Wunschzettel erinnern, die ich von meiner Verwandtschaft vor meinen Einreisen erhalten hatte, daß fing bei einem Glasschneider an und hörte aber bei einer "Ratsche" noch lange nicht auf.
Es gab da mal so ein Lied, da hieß es unter Anderem so: "Vorwärts und nicht vergessen!", das mit der Solidarität, das lassen wir mal lieber, denn beim Schlangestehen da war sich sowieso jeder selbst der Nächste!!! Das mit dem "Nicht vergessen" sollte man wirklich nie vergessen!!!!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 24.02.2010 21:41 | nach oben springen

#123

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 25.02.2010 03:45
von Ernest | 210 Beiträge

Hallo Wosch

Du hast bei vielen Sachen ansatzweise Recht, nur wenn ich einiges lese, dann habe ich das Gefühl, du sprichst nicht von der "DDR" in der ich gelebt hatte. Mir wird hier sehr plastisch ein Leben beschrieben, wie ich es teilweise nicht kannte. Das wir nicht im Überfluß gelebt haben, daß es an allen Ecken und Kanten gemangelt hat, das war nun mal Fakt. Man konnte nicht losgehen und sagen, ich kaufe heute "Dieses" oder "Jenes"........ das war einfach nicht drin. Man mußte kaufen, wenn es das Entsprechende gab und möglichst auch bevorraten. Nur an eins hat es bestimmt nicht gemangelt.......unzwar am Fleischerangebot.

Zitat von wosch

Nachdem ich die Zeilen von Alfred gelesen hatte, in denen die Frauen "X, Y und Z" die Rouladen im 10er und 12er Pack aus dem Fleischerladen herausschleppten, denke ich manchmal ich wäre im "Falschen Film" gewesen.............für Rouladen, wenn es sie dann gegeben haben sollte, hätte man sehr sehr früh aufstehen müssen, oder der Fleischer hätte ein Einsehen und etwas unterm Ladentisch für seine "speziellen" Freunde parat gehabt.



Ich glaube, meine Mutter und noch mehr mein Vater, würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie das lesen könnten. Mein Vater hat für sein Leben gern Rouladen gegessen und wenn meine Mutter gefragt hatte, was sie am Wochenende kochen soll, kam als Antwort unter Garantie..""""och Emmi, machste Rouladen""".
Also daran war bestimmt kein Mangel und wenn es Rouladen geben sollte, dann gab es sie auch. Alles ohne Beziehungen, Tricks oder sonstwas.
Meist hat sie zum Sonntag immer 6 Rouladen gemacht, an die sich mein Vater dann schon Samstag abends vergriff. Und weil er so oft danach verlangte, hat sie mitunter auch gleich mehr eingekauft und eingefroren. Also kamen da gut und gern 10-12 Rouladen zusammen.
Du siehst, so Unrecht hat Alfred gar nicht.

Zum anderen...........
Fleischerläden gab es genug, da brauchte keiner Schlange stehen und alle hatten ein super Angebot. Voll wurde es freitags, weil die meisten für das Wochenende einkaufen wollten. Und da die Fleischerläden ja relativ klein waren, kam es schon vor, das vor der Tür welche warten mußten. Aber so normal, in der Woche, stand da keiner an.

Zitat von wosch

zu diesem Anlaß bat mich meine Schwester darum ein paar Schnittblumen mitzubringen, da es in ganz Parchim und Ludwigslust (beides Kreisstädte) zu dem damaligen Zeitpunkt in den Blumenläden keine Schnittblumen gab.



Da muß ich dir 100%ig zustimmen, speziell wenn es um die Winterzeit ging. Meine Frau hat am 13.12. Geburtstag. Zu dieser Zeit irgendetwas Blühendes zu bekommen, war mitunter nicht möglich. Bekam man ein Alpenveilchen, dann konnte man sich schon glücklich schätzen. Ich hatte einmal das Pech und bekam nirgends etwas. Was meinst du, was sie mir angeboten haben ???????? """""Wir haben hier noch ein paar Mistelzweige..."""". Mit ein paar golden eingefärbte Mistelzweige bin ich dann losgezogen, nur damit ich überhaupt etwas habe. Bei dem heutigen Angebot, egal zu welcher Jahreszeit, unvorstellbar.



Zitat von wosch

Und Diejenigen, die damals angeblich 2 Auspuffanlagen im Keller hatten, wären tatsächlich froh gewesen, wenn sie davon nur Eine gehabt hätten!



Und da würden sich beispielsweise meine Arbeitskollegen amüsieren, wenn sie das lesen würden.
Was meinst du, was für den Trabant (das Auto des kleinen DDR-Mannes) alles gehortet wurde. Egal, wer wo etwas ergattern konnte........es wurde gekauft und "eingelagert", zumal ja selbst in den Werkstätten teils ein akuter Ersatzteilmangel herrschte. Der eine hatte das und der andere hatte das und schon wurde getauscht, wenn mal was kaputt ging.
Wir wollten ( etwa 1983/84) ins Riesengebirge. Ich war nicht mal um die Ecke bei uns, da gab es einen Knall. Ist mir doch die Zündkerze rausgeflogen.....Gewinde rausgerissen. Mein Arbeitskollege hatte zwei Zylinderköpfe als Reserve zu liegen. Ich schnell hin, einen geholt, eilig gewechselt und ab ging es in den Urlaub.
Wochen später war ich in Schwedt bei meiner Schwester. Das Fahrzeughaus war ja immer ein Anlaufpunkt. Na und was muß ich sehen ???? Trabant-Zylinderköpfe. Meine erste Frage:"""Wieviel kann ich denn bekommen ????"""..... """Na höchstens zwei""". Also hab ich zwei mitgenommen, einen für meinen Arbeitskollegen, den anderen hab ich behalten.
Viele hatten damals bei uns herumgeulkt, daß sie förmlich einen zweiten Trabbi als Ersatzteile zu Hause hätten.
Ein anderes Beispiel punkto "horten". 1985 wollte ich mein Stall-und Garagendach neu eingedecken. Alles hatte ich da......Dachpappe 300er und 500er von meinem Schwiegervater, Dachrinnenhalter aus meinem Betrieb ( wurde beim UTP hergestellt)........ nur das Wichtigste fehlte .. Dachrinne komplett.
Von Schwedt aus waren wir in Oderberg, dort hatte und hat jetzt noch meine Schwester ihren Garten. Obligatorischer Besuch in der BHG (bäuerliche Handelsgenossenschaft) und was sah ich dort ? Meine gesuchte Dachrinne mit allem "Drum und Dran" und alles sogar verzinkt.
Mein erster Gedanke, kaufst gleich alles doppelt. Entweder für`s Haus, den Anbau oder als Ersatz für Stalldach, was du hast, das hast du..wer weiß, ob sich die Gelegenheit noch einmal bietet. Mein Schwager wurde dann "verdonnert" alles mit dem Anhänger zu mir nach Hause zu bringen, immerhin gut 300-400 Kilometer.
Meine Dachrinne ist jetzt noch dran, Verzinkung damals angesäuert, gut gestrichen, bisher noch ohne Vergang. Meine Reserve-Dachrinne liegt immer noch auf dem Stallboden. Die werde ich wohl nie mehr brauchen. Naja, aber damals war das eben so.

Zitat von wosch

Es gab keinen Sack Zement zu kaufen, aber mein Schwager hatte aus guten Zeiten noch 3 Sack im Keller. Als er ihn gebrauchen wollte war er durch Feuchtigkeit unbrauchbar geworden.



Zement.........da kann ich auch ein Lied von singen. Durch Um- und Ausbau am Haus brauchte ich auch sehr viel. Von gute oder Zeiten würde ich da nicht reden. Man mußte kaufen, wenn es was gab. Die BHG bekam ja relativ oft Lieferungen. Nur wenn man was brauchte, mußte man auch genau an dem Tag da sein, ansonsten gab es lange Gesichter und alles war weg. Mitunter hatte man auch so Glück. Bei den BHG`s auf den Dörfern hatte man außer der Reihe schon eher eine Chance. Ja, und da war es genau so. Wußte man, in nächster Zeit wird man viel brauchen, hat man entsprechend mehr gekauft und in Plastesäcke eingelagert. Auf diese Art wäre der Zement von deinem Schwager auch nicht hart geworden. Bei mir hielt er über Jahre.

Zitat von wosch

Ich kann mich noch an die Wunschzettel erinnern, die ich von meiner Verwandtschaft vor meinen Einreisen erhalten hatte, daß fing bei einem Glasschneider an und hörte aber bei einer "Ratsche" noch lange nicht auf.



Wosch, welch wahre Worte. Entweder meine Eltern, wenn sie rüber fuhren oder wenn von der Verwandtschaft jemand kam, wurden sie diesbezüglich auch immer eingebunden. Hatte sich Besuch angemeldet, dann haben sie meist vorher gefragt, ob ich was Spezielles brauche. Ach und man hätte so viel gebrauchen können.
Als ich noch zu DDR-Zeiten in Bielefeld war und dort mit meinem Cousin einige Baumärkte ablief, da dachte ich nur: """Man, man, hier haben sie soviel, da müssen sie es sogar verkaufen und ich kann davon nur träumen""" Das war Schlaraffenland pur....heute zwar ganz normal, aber damals........

Wie gesagt, du hast schon Recht, vieles war nicht einfach. Manches bekam man auf Anhieb, bei anderen Sachen mußte man halt ständig am Ball bleiben. Es war schon mit viel Rennerei verbunden, um ans Ziel zu kommen. Aber es ging irgendwie.
Man kann da auch nicht sagen, ihr ward bloß zufrieden, weil ihr es nicht anders kanntet. Auch wenn es offensichtliche Nachteile gab, anders als damals lebe ich heute auch nicht. Ich war damals zufrieden und bin es heute.
Der Konsum ist die eine Seite, es ist schon was Feines, wenn man alles ohne Rennerei bekommt. Nur ein Maßstab für allgemeine Zufriedenheit ist das nicht generell. Heute bekommt man zwar alles, nur dafür gibt es wieder andere Probleme. Konsum ohne Existenzangst (die ja nun leider Gottes bei einigen besteht), das wäre der Idealfall.
Als ich bei meinem ersten Besuch in Bielefeld (zu DDR-Zeiten) ins Schwärmen geriet, sagte meine Tante zu mir. "" Herbert, an das Gute gewöhnst du dich ganz rasch, das siehst du bald nicht mehr. Na und Probleme gibt es bei uns genau so wie bei euch."" Sie lebt zwar nun schon eine ganze Weile nicht mehr, aber ihre Worte werde ich nie vergessen.


Wosch, dann viele Grüße von der Elbe nach Kassel.

Gruß
Herbert


nach oben springen

#124

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 25.02.2010 11:07
von wosch (gelöscht)
avatar

Etwa 1985 war es, als ich bei einem meiner Besuche in der Kreisstadt Parchim Probleme mit dem richtigen Sitz meiner Hose hatte und da lag in eimem Schaufenster eines Textilgeschäftes ein Paar Hosenträger. Ich rein und wollte so ein Paar käuflich erwerben: Leider war das nicht möglich, denn die Hosenträger waren nur Teil der Schaufensterdekoration, im Laden selbst waren keine vorhanden und ich wurde gebeten in ca 14 Tagen wiederzukommen, "da dann das Schaufenster neu dekoriert werden würde"! So ging es damals nicht nur mit Hosenträgern, da gibt es viele Beispiele: Ansehen "Ja", doch Mitnehmen "Nein". Wieviele Bürger zur Umdekorierung des Schaufensters später wegen des Hosenträgers angestanden hatten und wer ihn dann wirklich bekommen hatte ist mir allerdings unbekannt geblieben.
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 25.02.2010 11:08 | nach oben springen

#125

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 25.02.2010 11:11
von Landeposten (gelöscht)
avatar

Gürtel gabs genug,mußte es auch ausgerechnet ein Hosenträger sein?


nach oben springen

#126

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 25.02.2010 11:18
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Landeposten
Gürtel gabs genug,mußte es auch ausgerechnet ein Hosenträger sein?



;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

Auf die Idee muß man erst mal kommen, aber war es nicht ein schönes Beispiel???
Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#127

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 25.02.2010 11:23
von Landeposten (gelöscht)
avatar

Ja,das Beispiel war nicht von Pappe--und überhaupt im allgemeinen--Über die DDR-Mythos-Reihe amüsiere ich mich köstlich.


nach oben springen

#128

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 25.02.2010 11:29
von CaptnDelta (gelöscht)
avatar

Thread ist wieder geoeffnet. Haltet euch bitte ans Thema!

Die Beitraege zum Thema Kindererziehung in der DDR wurden in diesen Thread ausgelagert.
-Th


zuletzt bearbeitet 25.02.2010 11:39 | nach oben springen

#129

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 27.02.2010 19:17
von Berliner (gelöscht)
avatar

Zitat von SCORN
ich habe mir zu diesem thema redlich den kopf zerbrochen wo ich zu DDR zeiten einmal angestanden habe.

...

es ist ganz einfach falsch so pauschal vom "täglichen Schlangestehen" zu DDR zeiten zu sprechen. es vermittelt ein falsches bild und entsricht nicht der realität.


nach der Aussage von SCORN, fiel es mir ein, die Frage quantitativ zu bestimmen.

"Wieviele Minuten schaetzt Ihr, pro Woche in einer Schlange gestanden zu haben?"

Die Antwort wuerde mich echt interessieren.

Berliner


zuletzt bearbeitet 27.02.2010 20:46 | nach oben springen

#130

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 27.02.2010 19:31
von X-X-X (gelöscht)
avatar

Dort stand ich vor der tuer, hier stehe ich an der Kasse.... es gleicht sich aus


nach oben springen

#131

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 27.02.2010 19:45
von Affi976 (gelöscht)
avatar

@Berliner,
wenn ich heute im Supermarkt oder wo auch immer einkaufe: muß ich an der Fleischtheke anstehen, wenn`s `ne Käsetheke gibt dasselbe oder beim Fisch, jedenfalls hier. Aber viel schlimmer, an der Kasse. 10 Kassen sind vorhanden, aber nur 3 sind geöffnet. Für die Profitgier der Supermarktkettenbetreiber muß ich anstehen. 3 Mitarbeiter müssen die Arbeit von eigentlich 10 Mitarbeitern machen, die dann noch wie bei Schlecker und Konsorten für`n Appel und`n Ei arbeiten müssen und denen Überstunden nicht bezahlt werden, sondern als Selbstverständlichkeit berechnet werden und wenn`s ihnen nicht passt, können sie gehen und die nächste Kassiererin bekommt noch weniger. Nun kannste Dir mal überlegen an welcher Schlange man lieber ansteht!!!
VG Affi


nach oben springen

#132

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 27.02.2010 19:48
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Wöchentlich kann ich das nicht sagen. Es war zu unterschiedlich.
Ich kann mich aber noch genau daran erinnern, wie ich z.B. wegen Silversterknallerei schon 6 Uhr in der Schlange stand...und 8 Uhr machte der Laden auf, es war saukalt.
Bei besonderen Dingen kam das eben vor. Allerdings waren die Ostberliner auch hier oft im Vorteil, es gab da einfach mehr.
AZ


nach oben springen

#133

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 27.02.2010 20:20
von Alfred | 6.841 Beiträge

Wosch,

keiner behauptet, dass es in der DDR keinen Mangel gab. Heute gibt es Mangel an Ausbildungsplätzen für Jugendliche, Mangel an Arbeitsplätzen allgemein. In der DDR hatten alle Kinder zwischen 3 – 6 Jahren die Möglichkeit ganztägig in Kindergarten von Fachpersonal betreut zu werden heute gibt es da Mangel.

Heute ist es einfacher, wir haben einen Mangel an Geld, aber keinen Mangel an Ware. Sicher kommen viele gut aus, haben Geld, auch viel Geld. Aber für die, die wenig haben, kann dies die Existenz bedrohen.

Ich werde das schreiben , was ich erlebt habe, ob dir dies nun gefällt oder nicht.

Und Du willst mit mir über Rouladen diskutieren. Ich kenne einige, die hatten Zeiten ( nach 1989 ) , da konnten die sich diese Rouladen nicht mal leisten, weil sie keinen Job hatten.

Die DDR hatte einen Durchschnittsverbrauch von rund 95 kg Schweinefleisch, einen der höchsten Durchschnitte der Welt. BRD lag um die 76 kg. Was es gab, dass es nicht immer alles und überall gab, speziell an so genannten Edelfleischwaren.

Das hatte u.a. seinen Grund, dass Preise seit Jahrzehnten stabil waren, dass Kilo kostete 1988 den identischen Preis wie Jahre vorher. Und dies hatte übrigens nicht mit den Schweinen ohne Schinken zu schaffen.

Aber da fällt mir noch was ein. Auch Tiere ( Zuchttiere ) standen auf der Cocom Liste. Da der Verbrauch an Fleisch stieg, sollte eine bestimmte Schweinerasse aus England beschafft werden. Dieses Rasse hatte pro Tier zwei Kotlett mehr und konnte für die Massenproduktion besser genutzt werden.

Nun durften diese Tiere auf Grund der Bestimmungen nicht aus England und den anderen Ländern die sich dieser Liste angeschlossen hatten exportiert werden.

Den MfS gelang es mit speziellen Mitteln entsprechende Zuchttiere über England / Frankreich in die DDR zu verbringen….


nach oben springen

#134

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 27.02.2010 22:24
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Alfred
Wosch,

keiner behauptet, dass es in der DDR keinen Mangel gab. Heute gibt es Mangel an Ausbildungsplätzen für Jugendliche, Mangel an Arbeitsplätzen allgemein. In der DDR hatten alle Kinder zwischen 3 – 6 Jahren die Möglichkeit ganztägig in Kindergarten von Fachpersonal betreut zu werden heute gibt es da Mangel.

Schön Alfred, wie Du immer versuchst von den Mißständen in der damaligen DDR dergestalt abzulenken, daß von Dir immer auf etwas verwiesen wird, was mit der eigentlichen Frage überhaupt nichts zu tun hat!!! Wenn Du hier etwas vergleichen möchtest, dann bleibe bitte auch im Zeitlimit in der die untergegangene DDR bestand! Alles Andere ist nicht konstruktiv und trägt nicht zum "Zusammenwachsen" bei, wobei ich fast glauben möchte, daß es Dir auch gar nicht darum geht. Wenn Du meinen solltest, die Kindergärten wären eine Erfindung der DDR, dann liegst Du völlig daneben, die meisten Kinder in dem von dir erwähnten Alter durchliefen damals und so ist es auch noch Heute die Kindergärten, selbst wenn die Mütter nicht arbeiten gingen!!

Heute ist es einfacher, wir haben einen Mangel an Geld, aber keinen Mangel an Ware. Sicher kommen viele gut aus, haben Geld, auch viel Geld. Aber für die, die wenig haben, kann dies die Existenz bedrohen.

Alfred, auch Du beschwerst Dich immer gerne wenn Du meinst es würde pauschalisiert. Diese von Dir geschriebene zwei Sätze sind nichts Anderes als ein pauschales "Blablabla" mit dem du nichts weiter tust als Deine Abneigung gegen ein freies Land, indem Deine "tschekistischen Fähigkeiten nicht mehr erwünscht und geduldet werden, kund zu tun!! Auch in der DDR hat es bekanntlich immer Menschen gegeben, die sich mehr leisten konnten, obwohl gerade dort ja Alle gleich sein sollten!!


Ich werde das schreiben , was ich erlebt habe, ob dir dies nun gefällt oder nicht.

Ob mir was gefällt oder nicht, spielt doch überhaupt keine Rolle. Hier in der BRD kannst und darfst Du in diesem Zusammenhang schreiben was Du möchtest und ich wäre absolut der Letzte, der Dir dieses Recht beschneiden möchte, denn wegen diesem Grundrecht der Meinungsfreiheit habe ich seinerzeit die DDR verlassen, vor Leuten die weil sie meinten sie würden etwas damit für den Weltfrieden tun, ein ganzes Volk in Angst und Schrecken hielten!! Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel, wenn es die Mehrheit gewesen wäre, hätte die DDR noch Bestand!!

Und Du willst mit mir über Rouladen diskutieren. Ich kenne einige, die hatten Zeiten ( nach 1989 ) , da konnten die sich diese Rouladen nicht mal leisten, weil sie keinen Job hatten.

Nein Alfred, ich will mit Dir nicht über Rouladen diskutieren, das wäre mir zu banal, ich kannte aber vor 1989 in der DDR-Verwandtschaft etliche im Rentenalter, die sich keine Rouladen leisten konnten und wo 125 g Schmierwurst mindestens 3 Tage reichen mußten und die sich schon von der Preisgestaltung die Delikat-Läden nur von außen ansehen konnten!!


Die DDR hatte einen Durchschnittsverbrauch von rund 95 kg Schweinefleisch, einen der höchsten Durchschnitte der Welt. BRD lag um die 76 kg. Was es gab, dass es nicht immer alles und überall gab, speziell an so genannten Edelfleischwaren.

Wenn Du, lieber Alfred, Dich auf Statistiken berufen tust, die belegen sollen, daß die DDR im Schweinefleisch-Verbrauch international Spitze war, dann laß dir sagen: dazu brauchte es nicht viel, denn wenn man die Milliarden Menschen in Aller Welt mit in den Vergleich einbezieht in denen Tag für Tag überhaupt kein Fleisch, mangels finanzieller Mittel, auf den Tisch kommt, dann kommen mir solche Vergleiche ähnlich vor, wie mit der 10. größten Wirtschaftsmacht, obwohl es doch langsam jeden halbwegs Lernfähigen klar sein müßte, daß hier nur Wunschdenken der Vater der Gedanken war!!


Das hatte u.a. seinen Grund, dass Preise seit Jahrzehnten stabil waren, dass Kilo kostete 1988 den identischen Preis wie Jahre vorher. Und dies hatte übrigens nicht mit den Schweinen ohne Schinken zu schaffen.

Bei den "subventionierten" Grundnahrungsmitteln mag das sogar stimmen, bei anderen Dinge gab es schon Preiserhöhungen. Ich möchte mich auf ein Waschmaschinentyp beziehen, der jahrelang etwa 2000,- Mark gekostet hatte und ohne große Wartezeiten zu bekommen war, dann auf einmal mußte man schon mnal bis 2 Jahre auf so eine warten, aber zum Preise von etwa 2500,-Mark. Das hing wohl mit der firma Quelle zusammen, wo man die dann für ein paar Mark-west sofort mitnehmen konnte. Noch ein Beispiel von DDR-Preiserhöhung: Zu Anfang der "Freikäufe" für Übersiedler lagen die Preise bei ca 40000,-DM. Alfred später erhöhten sich die "Preise" um ein ganz Gehöriges, nüch? Bei Sachen die mit Technik zu tun hatten waren die Preise eh schon so hoch, daß sie International gesehen absolute Spitze waren und im Grunde genommen überhaupt nicht mehr zu toppen waren!!!


Aber da fällt mir noch was ein. Auch Tiere ( Zuchttiere ) standen auf der Cocom Liste. Da der Verbrauch an Fleisch stieg, sollte eine bestimmte Schweinerasse aus England beschafft werden. Dieses Rasse hatte pro Tier zwei Kotlett mehr und konnte für die Massenproduktion besser genutzt werden.

Nun durften diese Tiere auf Grund der Bestimmungen nicht aus England und den anderen Ländern die sich dieser Liste angeschlossen hatten exportiert werden.

Den MfS gelang es mit speziellen Mitteln entsprechende Zuchttiere über England / Frankreich in die DDR zu verbringen….



Dazu fällt mir nur ein: Hättet Ihr Euch mal mehr damit befaßt Rindviecher zu besorgen, egal aus welchen Ländern, anstatt private Schlafzimmer zu verwanzen und überall nach potenziellen Staatsfeinden Ausschau zu halten, vielleicht hätte man Euch dann auch etwas mehr lieb gehabt!!

Schönen Gruß aus Kassel.

Schönen Gruß aus Kassel


zuletzt bearbeitet 27.02.2010 22:28 | nach oben springen

#135

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 27.02.2010 22:31
von rhoenadler (gelöscht)
avatar

gott o gott, schlimmer wie n zickenkrieg...


nach oben springen

#136

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 27.02.2010 22:49
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von rhoenadler
gott o gott, schlimmer wie n zickenkrieg...




;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

Rhoeni, Vielleicht sollte ich dich erst mal vorher fragen, was ich schreiben darf?
Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#137

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 27.02.2010 22:55
von Alfred | 6.841 Beiträge

Wosch,

komisch. mir hälst Du meine Art vor und DU ?

Mal wieder ein Rundumschlag auf alles in der DDR. Mit mehr oder weniger Faktenwissen.

125 Gramm Schmiewurst mussten nach Deiner Aussage mindestens 3 Tage reichen ......

Jeder der in der DDR gelebt hat, wird diese - Deine - Aussage einschätzen können.


zuletzt bearbeitet 27.02.2010 23:55 | nach oben springen

#138

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 27.02.2010 23:06
von rhoenadler (gelöscht)
avatar

at wosch,

du musst mich net fragen, wenns mir reicht, klink ich mich aus...

p.s. ausserdem hatte ich keinen angesprochen,
aber so manches gewäsch nämlich net mehr lesen mag


nach oben springen

#139

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 28.03.2010 11:56
von Kesti | 32 Beiträge

Ist doch glasklar: Bananen, Apfelsinen, Melonen oder Weintrauben.



nach oben springen

#140

RE: DDR Mythos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 28.03.2010 12:28
von altgrenzer (gelöscht)
avatar

Zitat von Zermatt

Ist es so,das sich viele angestellt haben,obwohl gar nicht klar war,was es zu kaufen gab ?



Ja, es war tatsächlich oft so, und wenns nicht gepasst hat, wurde danach eben getauscht.

Geflügeltes Wort: "Gibts hier Bananen oder was!?"

Die "Banane" war in der DDR ein Synonym für einen (allgemein begehrenswerten) Gegenstand, den es nicht immer gab. Die Banane selbst war jedoch auch ein besonderer Gegenstand, mit dem Leute, die Beziehungen hatten, gerne rumgeprotzt haben, so nach dem Motto "Mir gehts gut, ich hab alles, was wollt ihr denn!?"

Tatsächlich war jedoch nicht nur die Banane Mangelware, sondern auch andere Agrarprodukte. Besonders merkwürdig war das auch aus dem Fakt heraus, dass die DDR bei einigen Bananenrepubliken hausieren ging und um politische Anerkennung bettelte obwohl der Bevölkerung Bananen oder Apfelsinen vielleicht lieber gewesen wären.

Bis auf eine Sache, die hier unbeding mal erwähnt werden muss: Es gab Kuba-Orangen. Die waren zwar nicht jedermann bekömmlich, aber damit hatte es die Bewandtnis, dass damit und mit dem Aufkauf anderer Landwirtschaftlicher Produkte aus Kuba (Rohrzucker, Tabak), dieses Inselchen sowohl politisch als auch wirtschaftlich unterstützt werden sollte. In Kuba wachsen übrigens auch Bananen.

Mit Wein zum Beispiel aus RGW-Ländern wie Ungarn oder Bulgarien sah es freilich mau aus, obwohl das mal eine gute Gelegenheit gewesen wäre, die "Vorzüge" des Sozialismus bzw. einer sozialistischen Staatengemeinschaft deutlich zu machen. Aber wahrscheinlich waren Beziehungen nur auf Waffenhandel und den Warschauer Pakt beschränkt.

Grüße von Drüben!
Horsti


nach oben springen



Besucher
22 Mitglieder und 57 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: DerKurze
Besucherzähler
Heute waren 2377 Gäste und 150 Mitglieder, gestern 3466 Gäste und 184 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14356 Themen und 557032 Beiträge.

Heute waren 150 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen