#61

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 20:20
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge | 13822 Punkte

Zitat von Rainman2


Das größte Geheimnis der Essenszubereitung in der DDR bestand darin, dass immer noch saisonal gekocht wurde. Also das, was gerade geerntet wurde kam auf den Tisch.
ciao Rainman


reinman2,genau und das machte auch irgendwie noch lust und spannung am essen.zu erntezeiten genoß man neues.ich nehme hier mal pauschal ein bsp.welches kind freut sich zu weihnachten heute noch auf einen bunten teller mit schokoladenweihnachtsmann,apfelsine,apfel und nüßen?alles gibt es ständig und weihnachtsmänner ab september.gibt es überhaupt noch bunte teller unter dem baum?zuviel konsum kann auch viel freude verderben.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#62

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 20:28
von Greso | 2.172 Beiträge | 9160 Punkte

Hallo Grenzer ,wir standen doch nicht wegen Bananen an,die gab es in der Postenverpflegung.1966.
Gruß Greso


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#63

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 20:30
von P3 | 356 Beiträge | 843 Punkte

In unserer kleinen Stadt gab es zu DDR-Zeiten einen hervorragenden Buschfunk. Es wurde ja auch nicht öffentlich für Produkte geworben, so wie es heutzutage üblich ist. Wann immer auch Raritäten im Anmarsch waren, wusste man insgeheim, an welchem Laden sich das Anstellen lohnen würde. So zum Beispiel das Rundfunk/Phono Geschäft. Wenn es also eine Schallplatte einer angesagten westlichen Popband gab, dann hieß es zwei Stunden vor Geschäftseröffnung ansstellen, wenn es die Zeit erlaubte. Wenn nicht, musste Oma oder Opa die Platte von den Smokies erstehen. Kann mich auch noch gut an die Lieferung von Lewis-Jeans in den 80er Jahren erinnern, es brannte die Luft, da stand man schon in Zweierreihe, um solch ein, für heutige Begriffe, banales Beinkleid zu erwerben. Südfrüchte haben mich damals nicht so interessiert,den Bananenrummel habe ich bis heute nicht verstanden, auch die Sichtweise auf die DDR als bananenhungrige Zone beurteile ich bis heute als lächerlich. Aber Auto und Banane waren halt schon die Stichwörter, mit denen man oberflächlich den Wohlstand definierte, den die D-Mark bringen sollte. Nun gibt es Autos und Bananen im Überfluss, aber immer mehr Leute haben keinen Appetit darauf. Aber das ist ein anderes Thema.
Noch mal zum Schlangestehen. Empfand das auch nicht als Schande, man traf Leute, Gleichgesinnte, kam oft ins Gespräch und man hat sich den Frust von der Seele geredet. Meine letzte große Schlange war kurz nach Einführung der D-Mark im Osten an einem provisorischen Massa-Markt. In ausgedienten Fertigungshallen für PKW-Anhänger hatte sich der Discounter vorrübergehend eingerichtet. Man stand einige Stunden in dieser Industriebrache im Freien, bevor man die Kohle loswerden konnte.
Kleinere Schlangen in der Gegenwart beobachte ich heute in den Supermärkten. Von zehn Kassen sind nur noch fünf besetzt. Da hat man eingespart und die Leute müssen zu Spitzenzeiten schon mal Geduld beweisen. Aber das nimmt man ja gerne in Kauf, weil es ja Bananen im Überfluss gibt.

Gruß P3


Wo viel Freiheit, ist viel Irrtum, doch sicher ist der schmale Weg der Pflicht.


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#64

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 20:35
von glasi | 2.564 Beiträge | 13244 Punkte

Zitat

Zitat von Rainman2

Zitat von glasi
... wie konnte der ddr arbeiter eigentlich beruf und einkaufen miteinander verbinden. die frage ist ernst gemeint. lg glasi


Hallo glasi,

da gabe es die unterschiedlichsten Methoden. Wenn man zum Beispiel jemanden kannte, der seine Fleisch- und Wurstwaren von einem Landfleischer anliefern ließ, dann versuchte man, sich da ran zu hängen. Wenn man hatte, organisierte man unter Freunden und Verwandten "Einkaufsringe" die sich zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliches kauften. Diese Einkaufsringe funktionierten auch mit dem "Kauf auf Verdacht". "Die hatten gerade Filet. Ich hab Dir mal ein Kilo mitgebracht. Kannste ja notfalls einfrieren. Wenn Du es nicht brauchst, krieg ich es auch bei jemand anderem los." In den Betrieben war es gang und gäbe, dass man sich die Pausen so einteilte, dass jeder mal zum Laden kam, in dem es grad Südfrüchte gab, oder einer brachte für mehrere die Sachen mit.

Das größte Geheimnis der Essenszubereitung in der DDR bestand darin, dass immer noch saisonal gekocht wurde. Also das, was gerade geerntet wurde kam auf den Tisch. Heute wird das wieder im Rahmen einer ökologischen Landwirtschaft gefordert. Ich habe es noch erlebt. Meine Großmutter konnte aus allem zu jeder Zeit etwas machen. Und im Notfall wuchsen Spagetti und Jagdwurst das ganze Jahr am Baum!

Wenn man heute behauptet, die DDR war ein System des Mangels, darf man nicht vergessen, das diese Wertung aus einem System des Überflusses heraus erfolgt. Damit will ich nicht sagen, dass es keinen Mangel gegeben hätte. Im Gegenteil. Aber verhungern und darben musste man nicht.

ciao Rainman



hallo rainman und ek 82/2. du hast recht. so habe ich es auch mitbekommen. mein onkel ging in der mittagspause einkaufen, mein opa tauschte sachen. da konnte man als kleiner wessi nur mit dem kopf schütteln. als mann dann wieder im schönen waldbröl war( kreis gummersbach, nrw) ging man wieder in denn aldi, plus, extra, usw. diese konsumtempel die ihr seit 1990 habt die kenn ich schon mein ganzes leben



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#65

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 20:42
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge | 13822 Punkte

um das thema osten und bananen mal für mich mit ironie abzuschließen.im osten gab es zwar keine bananen,aber im westen haben die menschen heute noch nichts richtiges anzuziehen.zumindest wohne ich im ostteil berlins und sehe immer nur fernsehberichte vom westteil wenn die menschen zum sommerschlußverkauf fast die einlasser zerdrücken nur um ein kleidungsstück zu ergattern.soetwas sah ich im osten nie.
das war jetzt hart ironisch und nicht identisch mit der aussage das es keine kleidung gibt,aber so entstehen irrtümer.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#66

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 22:04
von Granate | 132 Beiträge | 291 Punkte

hi ihr nasen ich muss da mal was richtig stellen.es gab keine warteschlangen im osten sondern,es nannte sich sozialistisches wartekollektiv.jeder redete mit jedem bis er an der kasse war.auf einmal kannte einen den anderen nicht. ob es nun taschentücher,letscho oder wc-papier war.dank dem staat.es gab einen spruch den viele kennen. lieber erich komm sei unser gast und gib uns die hälfte von dem was du hast.der buschfunk im osten klappte gut.was gab es denn im umland zu kauffenlangewaler bier,brause,selter.mann da hat mann doch flöhe im bauch bekommen.



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#67

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 22:08
von Granate | 132 Beiträge | 291 Punkte

achso denkt mal drann was wir an konummarken geklebt haben.es gab dafür bares geld vom staat



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#68

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 22:13
von a1 otti | 171 Beiträge | 467 Punkte

Zitat von manudave
Schlangen vor den Geschäften waren der Alltag.
Wollte ich Samstags Brötchen, stand ich um 5 Uhr - eine Stunde vor Ladenöffnung - in der Schlange. Die Bäcker haben aufgrund der vorgegebenen Preise die Brötchen nicht gern gebacken, da man hier nichts verdienen konnte. Wichtiger waren die Torten z.B. für die es keine gesetzlichen Preise gab. Also gab es mittags oder nachmittags in unserer Stadt keine Brötchen mehr - Brot hingegen gab es immer. Wenn man das allerdings frisch wollte, musste man auch anstehen. Es gab da bestimmte Tage in der Woche - wann weiß ich nicht mehr.



Hmm, Manu, also aus meiner persönlichen Erfahrung war es so, dass man sich (wie du richtig schreibst) beim Bäcker nach den frischen Semmeln (so heißen/hießen die hier in Sachsen) anstellen musste, und das manchmal auch ziemlich lang. Aaaaber, das hing m.E. damit zusammen, dass man halt die frischen, ofenwarmen Dinger von seinem Lieblingsbäcker haben wollte. Andere Semmeln oder Brötchen bekam man auch im Konsum oder in der PGH Bäckerei, nur haben sie dort nicht so gut geschmeckt. Ähnlich verhielt es sich auch mit Wurst/Fleisch. In jedem Konsum hast du Leberkäs, Salami oder Mettwurst bekommen (die im übrigens auch nicht unbedingt Ekel und Würgereiz hervorriefen). Nur dann, wenn du was "besonderes" wolltest oder halt von dem bestimmten Fleischer, der als "Geheimtip" in Sachen Geschmack galt, war es eben so, dass du dich an einem bestimmten Wochentag um eine bestimmte Zeit in der Schlange einreihen musstest, um das Objekt der Begierde zu erheischen.

Grüße Ralf



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#69

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 23:09
von Greso | 2.172 Beiträge | 9160 Punkte

Hallo Leute,meine Frau war im Handel, mein Sohn nr.1 Berufssoldat,mein Sohn Nr.2 Fleischer und ich,fuhr ein
IFA Kundendienstfahrzeug,kam in jede Firma oder Betrieb.Zum Schlangestehen war da keine Zeit.Ha-Ha-ha...
Greso

Angefügte Bilder:
Greso in der DDR 001.jpg

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#70

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 20.02.2010 23:59
von CaptnDelta • ( Gast )
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-Th


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#71

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 21.02.2010 00:07
von Greso | 2.172 Beiträge | 9160 Punkte

Zitat von Greso
Hallo Leute,meine Frau war im Handel, mein Sohn nr.1 Berufssoldat,mein Sohn Nr.2 Fleischer und ich,fuhr ein
IFA Kundendienstfahrzeug,kam in jede Firma oder Betrieb.Zum Schlangestehen war da keine Zeit.Ha-Ha-ha...
Greso


Fast alles Rentner..
Greso


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#72

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 21.02.2010 00:21
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge | 13822 Punkte

captn delta,die stehen ja noch ordentlich an.setze mal ein foto vom schlußverkauf sommer-oder winterschluverkauf in westberlin rein.die reißen sich wie die horden um ein paar kleidungsstücke als wenn es nur alle halbe jahre kleidung gibt.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#73

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 21.02.2010 00:22
von Greso | 2.172 Beiträge | 9160 Punkte

Zitat von CaptnDelta

-Th


Was soll das ,ich kann Dir zeigen wie 10000de Leute in London für ein Bob Dylan Konzert anstanden!!!
Es wissen doch alle, das es so war und die Bevölkerung der Provinz,kaufte gern in Berlin ein um zu zeigen was es alles bei uns gab.Früher haben uns die Schlangen nicht gestört und wenn ich eine gesehen habe ,dann erst gefragt,was gieeeeebt es deeeen und wenn genehm stellte ich mich auch an.Gruß Greso


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#74

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 21.02.2010 08:09
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge | 8717 Punkte

Zitat von Rüganer
Der musste dann die Stralsunder Plürre trinken, flockig und nur zu trinken, wenn man einen Kurzen dazu hatte.


Zitat von Berliner
Hallo Rueganer,

was bedeutet "flockig", und was ist "ein Kurzer"?

Berliner



möööönsch atze, nen richtja bärliner würde saaachen: molle mit kompott


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#75

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 21.02.2010 08:19
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge | 8717 Punkte

Zitat von Holtenauer
Habe von meiner Lebensgefährtin gehört, das die Brötchen so billig waren, das sie "säckeweise" gekauft worden und auch an die Schweine verfüttert worden. So ein Irrsinn !!



ja @holtenauer, auch brot wurde für 1,05.- mark säckeweise aufgekauft und an die schweine verfüttert. auch die kanzlerin brüstete sich damit, dass sie früher obst in der aufkaufstelle abgab und dafür geld bekam und anschliesend das selbe obst zum halben preis wieder in der kaufhalle erwarb. anschliessend brachte sie es wieder zur annahmestelle. subventionierter kreislauf der ihr ein gutes taschengeld bescherte


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#76

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 21.02.2010 09:45
von manudave • ( Gast )
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Zitat von a1 otti

Zitat von manudave
Schlangen vor den Geschäften waren der Alltag.
Wollte ich Samstags Brötchen, stand ich um 5 Uhr - eine Stunde vor Ladenöffnung - in der Schlange. Die Bäcker haben aufgrund der vorgegebenen Preise die Brötchen nicht gern gebacken, da man hier nichts verdienen konnte. Wichtiger waren die Torten z.B. für die es keine gesetzlichen Preise gab. Also gab es mittags oder nachmittags in unserer Stadt keine Brötchen mehr - Brot hingegen gab es immer. Wenn man das allerdings frisch wollte, musste man auch anstehen. Es gab da bestimmte Tage in der Woche - wann weiß ich nicht mehr.



Hmm, Manu, also aus meiner persönlichen Erfahrung war es so, dass man sich (wie du richtig schreibst) beim Bäcker nach den frischen Semmeln (so heißen/hießen die hier in Sachsen) anstellen musste, und das manchmal auch ziemlich lang. Aaaaber, das hing m.E. damit zusammen, dass man halt die frischen, ofenwarmen Dinger von seinem Lieblingsbäcker haben wollte. Andere Semmeln oder Brötchen bekam man auch im Konsum oder in der PGH Bäckerei, nur haben sie dort nicht so gut geschmeckt. Ähnlich verhielt es sich auch mit Wurst/Fleisch. In jedem Konsum hast du Leberkäs, Salami oder Mettwurst bekommen (die im übrigens auch nicht unbedingt Ekel und Würgereiz hervorriefen). Nur dann, wenn du was "besonderes" wolltest oder halt von dem bestimmten Fleischer, der als "Geheimtip" in Sachen Geschmack galt, war es eben so, dass du dich an einem bestimmten Wochentag um eine bestimmte Zeit in der Schlange einreihen musstest, um das Objekt der Begierde zu erheischen.

Grüße Ralf




Eigentlich ein gutes Beispiel für die sozialistische Planwirtschaft:

Die Brötchen aus dem Konsum, welche kaum lecker waren, kosteten genauso 5 Pfennig wie die echte Bäckerschrippe. Sie wurden also beim Bäcker weit unter Selbstkostenpreis verkauft, was dieser wiederum nur widerwillig machte, da es keinen Gewinn abwarf.
Mit Brot und Brötchen bewegte man sich im Rahmen der staatlichen Preisauflagen, bei frei produzierten Torten und Kuchen jedoch konnte man Gewinn einfahren.

Und sind wir doch mal ehrlich:

Damal haben wir (unsere Familie) auch Samstag morgens lang angestanden - sind mit großen Stoffbeuteln voll Brötchen (meist 40 Stück) heimgelaufen. Knusprig, warum und dampfend (besser als heute) - und montags ist manchmal die Hälfte davon zu den Hasen gewandert und es war wurscht, weil es kaum was kostete.


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#77

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 21.02.2010 12:22
von Zermatt | 5.193 Beiträge | 9004 Punkte

Nur die Ruhe,ich hab auch Schlange gestanden,im Sommer als Pänz,als der Eismann mit seinem Wagen
bei uns in die Strasse fuhr ,das aber gerne...

Wo ich nicht gerne Schlange stehe,ist im Diskounter. 5 Kassen,eine ist besetzt,lange Schlange..
Ist klar,beim Personal wird zuerst gespart.



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#78

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 21.02.2010 12:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge | 44580 Punkte

Zitat von manudave

Und sind wir doch mal ehrlich:

Damal haben wir (unsere Familie) auch Samstag morgens lang angestanden - sind mit großen Stoffbeuteln voll Brötchen (meist 40 Stück) heimgelaufen. Knusprig, warum und dampfend (besser als heute) - und montags ist manchmal die Hälfte davon zu den Hasen gewandert und es war wurscht, weil es kaum was kostete.



Wenn ich deine Zeilen lese muss ich echt die Stirn runzeln und die Wut kommt in mir hoch ob des Egoismus der hier ganz deutlich wird. Deine Erziehung zum sozialistischen Menschen hätte wohl noch ziemlich lange gedauert. Nur weil Lebensmittel wenig kosten und alle sich reichlich davon leisten können verfüttert ihr sie an die Hasen. Ein gutes für dich mag ich jedoch zu erblicken, Herzlichen Glückwunsch, du bist in dieser Gesellschaft heute genau richtig. Heute sind viele Lebensmittel so teuer, dass gerade die Ärmsten schon abgelaufene bei der Tafel beziehen müssen und niemand mehr auf den Gedanken kommt sie an die Hasen zu verfüttern.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#79

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 21.02.2010 12:37
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge | 13822 Punkte

in berlin hatte man ja kaum tiere um brötschen zu verfüttern,aber aus den harten bröschen rieben wir semmelmehl.zumindest war die ddr keine wegwerfgesellschaft wie heute.man nutzte was man hatte,aber auch mit schlange stehen(was ja nicht immer und überall so war,beim bäcker und fleischer schon)war es doch irgendwie nostalgischer wenn mal mit dem verkäufer ins gespräch kam oder seine milch noch mit der milchkanne holte und vorallem gab es noch beratung zu den produkten ob im käseladen oder im kurzwarenladen.ja manchmal wünsche ich mir die discounter weg und als ersatz wieder die guten tannte emma läden.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#80

RE: DDR Myhtos -Schlange vor Geschäften

in Mythos DDR und Grenze 21.02.2010 12:41
von Anton | 156 Beiträge | 222 Punkte

Am Ende eines jeden Jahres zur Schlachtezeit schlachtete mein Opa immer zwei Schweine. Das wurde von der ganzen Familie unterstützt, zumal alle davon profitierten. Meine Aufgabe dabei war, weißen Pfeffer in ausreichenden Mengen zu beschaffen. Das war nicht so einfach, weil es im ganzen Harzer Raum und darüber hinaus keinen weißen Peffer gab. Da ich bei der Reichsbahn arbeitete und kostenlos in der Republik umherfahren konnte, opferte ich eine Freischicht, setzte mich in den Zug und fuhr nach Berlin (über 200 km) und kaufte 1 kg weissen Pfeffer. Mit dem nächsten Zug ging es gleich wieder retour in den Harz.
Auf diese Art und Weise wurde in der DDR viel in Freizeit investiert.


VG Anton



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