#601

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.03.2016 01:35
von Grenzerhans | 274 Beiträge

# 600

Was ist Dir unklar?


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#602

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.03.2016 02:16
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat @Grenzerhans

=>Ich finde die Gliederung von a - e zu den Beweggründen als IM für das MfS zu arbeiten nicht für unitressant. Aber wie und in welche Kategorie
steckst Du z.B die Kaderleiter in den Betrieben, die Abt.-Leiter in öffentliche Einrichtungen, Vorgesetzte in der Volkspolizei, NVA und anderen
bewaffneten Einheiten der DDR?

=> es mag machen nicht bewußt gewesen sein,

Guggst Du hier, damit kann ich nix anfangen.
Gerd


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#603

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.03.2016 14:25
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #602
Zitat @Grenzerhans

=>Ich finde die Gliederung von a - e zu den Beweggründen als IM für das MfS zu arbeiten nicht für unitressant. Aber wie und in welche Kategorie
steckst Du z.B die Kaderleiter in den Betrieben, die Abt.-Leiter in öffentliche Einrichtungen, Vorgesetzte in der Volkspolizei, NVA und anderen
bewaffneten Einheiten der DDR?



Die genannten Kategorien waren oft als POZW (Partner des Operativen Zusammenwirkens) von offizieller Seite zur Zusammenarbeit verpflichtet.



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#604

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.03.2016 14:36
von Ebro | 565 Beiträge

Und bei diesen genannten Personen trat man auch ganz offiziell als MA des MfS auf, um den Informationsbedarf zu decken. Und keiner fand da was anstößig, es gehörte zur täglichen Arbeit-auf beiden Seiten.



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#605

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2016 19:38
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Freunde!

Hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir. So jetzt zum Thema: Erfahrungen mit der eigenen Stasi-Akte habe ich noch immer nicht. Dafür habe ich jedoch, im Rahmen meines Projekts zur Erforschung der Nachkriegsgeschichte meines Wohnortes, auch einen Forschungsauftrag bei der BSTU zu Vorgängen rund um den ehemaligen Grenzbahnhof Küstrin-Kietz gestellt. Auf dem angeblich fast jeder Eisenbahner entweder im Dienst des MfS oder eines westlichen Geheimdienstes stand. Ganz so war es natürlich nicht!
Jedenfalls hatte ich vor einiger Zeit einen entsprechenden Forschungsantrag bei der BSTU gestellt. Zunächst in Berlin, von dort aus wurde mein Antrag zuständigkeitshalber nach Frankfurt (Oder) an die dortige Außenstelle weitergeleitet.
Überraschend schnell, nach wenigen Wochen, bekam ich Bescheid das ich zu einem ersten Gespräch in die BSTU-Außenstelle Frankfurt (Oder) kommen kann. Dort wurden mir die Rechercheergebnisse ( noch nicht die kompletten Akten) vorgelegt. Ich durfte dann ankreuzen, welche Akten mich interessieren. Diese würden dann bestellt und können dann, demnächst, von mir eingesehen werden. Natürlich mit großen Einschränkungen. So sind zum Beispiel die Akten derjenigen Eisenbahner die einst für westliche Geheimdienste gearbeitet hatten und zumeist mit hohen Haftstrafen dafür büßen mussten, für mich tabu. Es sei denn, die betreffenden Eisenbahner hätten mir ihr Einverständnis erklärt. Auch als ich der freundlichen Sachbearbeiterin erklärte das die Herrn heute so zwischen einhundert und einhundertzwanzig Jahre alt sein dürften und schon längst auf dem Friedhof liegen, führte kein Weg an die Akten. Gesetz ist Gesetz!
Anders verhält es sich mit den IM-Akten. Diese darf ich nicht nur einsehen, mir werden sogar die Klarnamen der IM mitgeteilt. In einem 800-Seelendorf könnte das wohl der berühmten " Büchse der Pandora" gleichkommen!
Wer aber jetzt glaubt, dass ehemalige IM so etwas wie Freiwild sind, irrt sich. Mir wurde sofort unmißverständlich gesagt, dass ich mit dem Wissen sorgfältig umzugehen habe! Ein IM-Bericht darf zwar, zum Beispiel in einer Dorfchronik veröffentlicht werden, keinesfalls darf daraus jedoch die Identität des IM zu erkennen sein. " Wir wollen niemanden bloßstellen", stellte die Sachbearbeiterin klar.
Das ist auch nicht meine Absicht. Und das steht mir nun auch wirklich nicht zu. Es gibt jedoch keine für die historische Aufarbeitung kaum besseren und aussagefähigeren Quellen als Stasi-Akten. Zeitungsberichte, von denen sich mitterweile fast ein Gigabyte in meinem Digitalarchiv "stapeln", kann man nur eíngeschränkt trauen.
Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass es auch dort immer wieder zu unfreiwilliger Komik gekommen ist. So hat sich ein Führungs-IM " Martina Meyer" mit dem Einkaufsverhalten polnischer Eisenbahner in unserem Dorfkonsum, beschäftigen müssen. Au weia!
Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf den Inhalt der Akten. Da nehme ich gerne ein intensives Aktenstudium in Kauf. Auf jeden Fall kann ich jedem historisch interessierten nur raten, bei der BSTU zu forschen.

Viele Grüße aus dem Oderbruch
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


Gert, der Anderdenkende, Ostalgiker, vs1400, lhsecurity, hundemuchtel 88 0,5, sentry und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#606

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2016 19:41
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #605
Hallo Freunde!

Hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir. So jetzt zum Thema: Erfahrungen mit der eigenen Stasi-Akte habe ich noch immer nicht. Dafür habe ich jedoch, im Rahmen meines Projekts zur Erforschung der Nachkriegsgeschichte meines Wohnortes, auch einen Forschungsauftrag bei der BSTU zu Vorgängen rund um den ehemaligen Grenzbahnhof Küstrin-Kietz gestellt. Auf dem angeblich fast jeder Eisenbahner entweder im Dienst des MfS oder eines westlichen Geheimdienstes stand. Ganz so war es natürlich nicht!
Jedenfalls hatte ich vor einiger Zeit einen entsprechenden Forschungsantrag bei der BSTU gestellt. Zunächst in Berlin, von dort aus wurde mein Antrag zuständigkeitshalber nach Frankfurt (Oder) an die dortige Außenstelle weitergeleitet.
Überraschend schnell, nach wenigen Wochen, bekam ich Bescheid das ich zu einem ersten Gespräch in die BSTU-Außenstelle Frankfurt (Oder) kommen kann. Dort wurden mir die Rechercheergebnisse ( noch nicht die kompletten Akten) vorgelegt. Ich durfte dann ankreuzen, welche Akten mich interessieren. Diese würden dann bestellt und können dann, demnächst, von mir eingesehen werden. Natürlich mit großen Einschränkungen. So sind zum Beispiel die Akten derjenigen Eisenbahner die einst für westliche Geheimdienste gearbeitet hatten und zumeist mit hohen Haftstrafen dafür büßen mussten, für mich tabu. Es sei denn, die betreffenden Eisenbahner hätten mir ihr Einverständnis erklärt. Auch als ich der freundlichen Sachbearbeiterin erklärte das die Herrn heute so zwischen einhundert und einhundertzwanzig Jahre alt sein dürften und schon längst auf dem Friedhof liegen, führte kein Weg an die Akten. Gesetz ist Gesetz!
Anders verhält es sich mit den IM-Akten. Diese darf ich nicht nur einsehen, mir werden sogar die Klarnamen der IM mitgeteilt. In einem 800-Seelendorf könnte das wohl der berühmten " Büchse der Pandora" gleichkommen!
Wer aber jetzt glaubt, dass ehemalige IM so etwas wie Freiwild sind, irrt sich. Mir wurde sofort unmißverständlich gesagt, dass ich mit dem Wissen sorgfältig umzugehen habe! Ein IM-Bericht darf zwar, zum Beispiel in einer Dorfchronik veröffentlicht werden, keinesfalls darf daraus jedoch die Identität des IM zu erkennen sein. " Wir wollen niemanden bloßstellen", stellte die Sachbearbeiterin klar.
Das ist auch nicht meine Absicht. Und das steht mir nun auch wirklich nicht zu. Es gibt jedoch keine für die historische Aufarbeitung kaum besseren und aussagefähigeren Quellen als Stasi-Akten. Zeitungsberichte, von denen sich mitterweile fast ein Gigabyte in meinem Digitalarchiv "stapeln", kann man nur eíngeschränkt trauen.
Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass es auch dort immer wieder zu unfreiwilliger Komik gekommen ist. So hat sich ein Führungs-IM " Martina Meyer" mit dem Einkaufsverhalten polnischer Eisenbahner in unserem Dorfkonsum, beschäftigen müssen. Au weia!
Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf den Inhalt der Akten. Da nehme ich gerne ein intensives Aktenstudium in Kauf. Auf jeden Fall kann ich jedem historisch interessierten nur raten, bei der BSTU zu forschen.

Viele Grüße aus dem Oderbruch
Uwe


interessanter Post, aber noch schöner ist, wieder etwas von dir zu hören Uwe.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#607

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 12.07.2016 19:42
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #604
Und bei diesen genannten Personen trat man auch ganz offiziell als MA des MfS auf, um den Informationsbedarf zu decken. Und keiner fand da was anstößig, es gehörte zur täglichen Arbeit-auf beiden Seiten.



meintest du ?


.
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#608

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2016 01:04
von S51 | 3.733 Beiträge

Nö, das war so.
Durchaus vergleichbar, wenn heutzutage der VS alle paar Jahre oder auch Monate deine Daten der Zuverlässigkeit wegen mit den Seinen abgleicht. Es war nichts geheimes dabei wenn man als K-Dauerdienstler zu Dienstbeginn bzw. -Ende abklärte, ob Vorgänge zu übergeben oder zu übernehmen waren. Die Zuständigkeiten waren bekannt, waren geregelt und das Zusammenwirken eben auch. Ein ganz normaler, bürokratischer Ablauf war das. So geheim wie der eigene Dienstplan, festgefügt, immer gleich. Bei besonderen Vorgängen variierte nur der Zeitpunkt. Wobei freilich auch klar war, das jede Seite nur erfuhr, was notwendig war. Das da mitunter mehr war an Informationen, das ahnte man, wusste man eigentlich und kannte doch nur, was man wissen durfte. War auf der anderen Seite nicht anders. Informationen der K-I gingen nie ungefiltert dorthin und das wiederum war bekannt, wurde nicht in Frage gestellt.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#609

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.07.2016 08:04
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #605
Hallo Freunde!

Auf jeden Fall kann ich jedem historisch interessierten nur raten, bei der BSTU zu forschen.

Viele Grüße aus dem Oderbruch
Uwe



Viele Erfolg.

Leider sind die Möglichkeiten entsprechend eingeschränkt.


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#610

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.07.2016 17:30
von ABV | 4.202 Beiträge

Hallo Freunde!
Heute hatte ich meine erste Stasi-Akteneinsicht betreffs meines Forschungsauftrages. Hinter mir liegen spannende, hochinteressante, aufschlussreiche aber zum Teil auch erschreckende Stunden.

Das mein Heimatort, Küstrin-Kietz, auf Grund des ehemaligen Grenzbahnhofs und der Anwesenheit gleich zwei sowjetischer Regimenter, im Fokus des MfS aber auch westlicher Geheimdienste stand, habe ich schon vorher gewusst. Aber was ich heute beim Lesen des Aktenmaterials gelesen habe, überraschte mich dann doch.
Laut Akten wurden bis 1955 neun " Agentenstützpunkte" westlicher Geheimdienste ( 5 x BND, 5 x CIA) in Küstrin-Kietz ausgehoben. Acht Eisenbahner und ein Zöllner sollen als Spione fungiert haben. Leider konnte ich über die einzelnen Fälle (noch) nichts konkretes in Erfahrung bringen.
Auf jeden Fall herrschte bis 1989 seitens des MfS in unserem Ort eine regelrechte Agentenhysterie. Jeder, der sich für die Gleisanlagen oder die Kasernen zu interessieren schien, geriet sofort in den Fokus des MfS. Dafür sorgten unter anderem " IM" aus den Reihen der Eisenbahner. Das Gerücht, dass auf den Stellwerken am Bahnhof Kietz nur " IM" des MfS arbeiteten, hat sich heute bestätigt.
Eigentlich stand das gesamte Reichsbahnpersonal vom Bahnhof Kietz, sowie des auf polnischem Hoheitsgebiet befindlichen, deutsch-polnischen Gremeinschaftsbahnhof Kietz / Kostrzyn, unter der Aufsicht der Staatssicherheit.
Das MfS kümmerte sich nicht nur um vermeintliche oder tatsächliche Spione, sondern auch um Arbeitsmoral und Probleme der Ordnung und Sicherheit im Verantwortungsbereich der Reichsbahn. Ein IM berichtete zum Beispiel sehr ausführlich, über die nach einem starken Frosteinbruch im Winter 1987 aufgetretenen Probleme am Bahnhof Kietz. Ein anderer berichtete von einem Stellwerker, der während des Dienstes, seinen Posten für kurze Zeit unerlaubt verlassen hatte. Das MfS war mehr als nur " ein ganz normaler Geheimdienst", sondern eine allmächtige " Multifunktionsbehörde".
Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass mich einige Berichte wirklich erschreckt hatten. Vor allem immer dann, wenn offensichtlich vertrauliche Gesprächsinhalte sofort an das MfS weitergeleitet wurden. Ein IM hat sich sogar gebrüstet, den Betreffenden zur Aussage provoziert zu haben.
Kurios auch dieses: ein Einwohner aus Kietz hatte es sich zur Aufgabe gemacht, " Stasizuträger" im Dorf und unter den Eisenbahnern, ausfindig zu machen. Wobei er hoffte das ihm ein alter, in der Kreisdienststelle des MfS als Oberleutnant tätiger Schulfreund behilflich sein würde???
Der augenscheinlich sehr naive Mann ahnte nicht, dass er seinen " ehrgeizigen" Plan ausgerechnet einem der von ihm gesuchten " Stasizuträger" erzählt hat. Übrigens sah der der darauf eintretende Maßnahmeplan des MfS unter anderem vor, dass mit dem Oberleutnant des MfS Gespräche wegen seines Schulfreundes getätigt werden sollten.
Erhalten ist auch ein kompletter Observationsbericht. Das MfS sicherte in der Nähe des Oderdamms eine Übung der sowjetischen Garnision Kietz ab. Jede Person, egal welchen Alters oder Geschlechts, die am Oderdamm an der Kaserne vorbei fuhr oder lief, wurde fotografiert und gegebenenfalls auch kontrolliert.
Manche Einträge der Observanten regen eher zum Schmunzeln an: " Männliche Person, schlanke Gestalt, zwischen 45-50 Jahre alt, pflückt Bumskeulen hinter dem Oderdamm. Person wurde fotografiert." Oder : " Junges Paar mit Kinderwagen läuft am Damm in Richtung Reitwein. Beide haben interessiert in Richtung der sowjetischen Militärfahrzeuge geschaut."
Da kann ich ja froh sein, dass diese Zeiten vorbei sind. Der Schauplatz liegt an meiner täglichen Hundeausführstrecke. Wie würde wohl ein meine Person betreffender Eintrag im MfS-Protokoll lauten: " Verdächtige männliche Person, schütteres Haar, leicht übergewichtig, in Begleitung eines ebensolchen Hundes, fotografiert ständig die Umgebung."
In der kommenden Woche erhalte ich die Ablichtungen, es dürfte sich um gut einhundert Seiten handeln. Dann kann ich das alles noch einmal in Ruhe lesen. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf meinen nächsten Termin in der BSTU. Ich ärgere mich, diese Informationsquelle nicht schon vorher genutzt zu haben.

Viele Grüße an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

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IM Kressin, Gert, Ostalgiker, Hapedi, lhsecurity, Hanum83 und Niederlausitzer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.07.2016 17:31 | nach oben springen

#611

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.07.2016 17:40
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #610
Hallo Freunde!

Da kann ich ja froh sein, dass diese Zeiten vorbei sind. D

Viele Grüße an alle
Uwe




Das glaubst Du wirklich ?

Auch in der BRD sahen entsprechende Berichte nicht anders aus.


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#612

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.07.2016 17:42
von Gert | 12.354 Beiträge

danke Uwe, für diese Zusammenfassung. Im Detail möchte ich so etwas gar nicht lesen, weil es einfach obszön ist, ein anderes Wort fällt mir nicht ein.
Was für mich immer ein Rätsel bleiben wird, ist die Tatsache, dass sich Menschen für eine solche primitive Schnüffelei hergeben konnten und das meistens ohne Schamgefühl. Solche Anscheißertypen liefen im dritten Reich zu Tausenden herum, in der DDR wurde es nahtlos und flächendeckend fortgesetzt und zur Perfektion ausgebaut. Liegt das in den Genen der Deutschen ? Oder kann man jedes Volk auf ein solches Level herunterbeamen?


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#613

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.07.2016 17:45
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #611
Zitat von ABV im Beitrag #610
Hallo Freunde!

Da kann ich ja froh sein, dass diese Zeiten vorbei sind. D

Viele Grüße an alle
Uwe




Das glaubst Du wirklich ?

Auch in der BRD sahen entsprechende Berichte nicht anders aus.


ja @Alfred und die Erde ist eine Scheibe. Mein ganzes Wohngebiet wimmelt nur so von Agenten des VS und BND


.
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#614

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.07.2016 17:46
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

wie viele Berichte des BND , MAD und Co kennst Du denn ?


02_24 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#615

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.07.2016 17:48
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #614
Gert,

wie viele Berichte des BND , MAD und Co kennst Du denn ?


ich bekomme jeden Abend eine Kopie ihrer Bericht zur Verifizierung. so z:B. : "Morgens 7 Uhr Gert war auf dem Klo......


.
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#616

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.07.2016 17:58
von Alfred | 6.841 Beiträge

Gert,

wenn dies so wäre, würdest Du nicht solch einen Unfug schreiben.


02_24 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#617

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.07.2016 20:26
von Merkur | 1.018 Beiträge

Hallo Uwe,
ein interessantes Thema, was mich auch schon seit langer Zeit beschäftigt. Wenn Du Dich umfassend und objektiv mit dem Komplex der Militärspionageabwehr der Linien II und XIX an neuralgischen Punkten des Bezirkes FF/O beschäftigst, wirst Du anhand diverser Unterlagen feststellen, warum dieser Bereich so aufwändig gesichert wurde. Natürlich waren insbesondere die sowjetischen Militärtransporte bei westlichen Diensten von besonderem Interesse. Wie das dann nach 1990 lief, als es keine Abwehr mehr gab, kannst Du gut bei Jurezko nachlesen.
Auch wenn Du gerade von der Quantität der operativen Maßnahmen beeindruckt bist, solltest Du das "Warum?" nicht aus den Augen verlieren. Und natürlich haben die IM auch unwichtiges berichtet. Aber letztlich war die Enttarnung eines Spions ein komplexes System der Beschaffung und Verdichtung verschiedenster Informationen unterschiedlicher Quellen.



02_24, Ebro, Pitti53, andy, passport, Alfred und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#618

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.07.2016 22:36
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #615


ich bekomme jeden Abend eine Kopie ihrer Bericht zur Verifizierung. so z:B. : "Morgens 7 Uhr Gert war auf dem Klo......


Gert, wenn die Spionageabwehr der alten Bundesrepublik so gearbeitet hätte, wie Du es Dir vorstellst - nämlich fast gar nicht - hätten sich die Aufklärungsdienste der DDR ja eigentlich keine grosse Sorgen um die eigenen Leute machen müssen.
Haben sie (BfV,LfV usw.) eben aber nicht und nur deswegen wurden auch DDR-Aufklärer immer wieder enttarnt. Spionageabwehr ist nun mal Puzzle-Arbeit und wer die nicht zu leisten bereit ist, wird in diesem Abwehrgeschäft auch nicht erfolgreich sein. Da kann zunächst unwichtig Erscheinendes am Ende das Puzzlebild entscheidend vervollständigen und genau deswegen wurde auch vermeintlich unwichtiges aufgeschrieben. Dich mag das amüsieren, Abwehrprofis würden Dir aber versichern, dass, wie so oft der Teufel im Detail liegt. Eine der großen Stärken des MfS lag sicher in der Zusammenführung und Auswertung einer Vielzahl von Informationen und da zählte mglw. auch der fotografierende ABV mit dem übergewichtigen Hund oder eben auch der jeden Morgen um 7 (wenn die US-Streitkräfte zum Feld-Training ausrücken) auf dem Klo sitzende Gert dazu.

Du hast eine grosse Lebenserfahrung - unbestritten, nur von Geheimdienstarbeit hast Du eben keinerlei Ahnung und gerade deswegen sind Deine Beiträge, die die (Spionage)Abwehrarbeit des MfS ins Lächerliche ziehen wollen, vollkommen unangebracht.

Es gibt dazu auch entsprechende Literatur, vielleicht solltest Du Dich mal damit beschäftigen.
Da wäre z.B. Hans Sieberer, ein Österreicher, der für den amerikanischen GD arbeitete und in der DDR einen Verwandten als Spion geworben hat, Er hat zusammen mit seinem MfS-Vernehmer das Buch "Verraten und Vergessen" (ich glaube so heißt es, ich habe es an einen Freund aus Karlsruhe verschenkt) geschrieben und dort wird die (aufwändige) Spionageabwehr von ihm gut beschrieben.

Vielleicht findest Du ja so zu einer sachlichen Ebene.

Was in westdeutschen Diensten gelaufen ist, wissen wir nur aus Büchern wie z.B. dem, vom ex- BND'ler Juretzko - der war aber eben nicht bei der Spionageabwehr. Die ist verschlossen und wird es auch bleiben und gerade deswegen kann sich der Normalbürger unter dieser Arbeit gar nichts oder aber eben alles vorstellen. Mit Realität hat das alles aber nix zu tun.

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
Pitti53, schulzi, Ebro, Damals87 und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.07.2016 23:32 | nach oben springen

#619

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.07.2016 05:58
von Alfred | 6.841 Beiträge

Das Buch trägt den Titel "Verheizt und Vergessen".


andy hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#620

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.07.2016 06:07
von damals wars | 12.134 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #618
Zitat von Gert im Beitrag #615


ich bekomme jeden Abend eine Kopie ihrer Bericht zur Verifizierung. so z:B. : "Morgens 7 Uhr Gert war auf dem Klo......


Gert, wenn die Spionageabwehr der alten Bundesrepublik so gearbeitet hätte, wie Du es Dir vorstellst - nämlich fast gar nicht - hätten sich die Aufklärungsdienste der DDR ja eigentlich keine grosse Sorgen um die eigenen Leute machen müssen.
Haben sie (BfV,LfV usw.) eben aber nicht und nur deswegen wurden auch DDR-Aufklärer immer wieder enttarnt. Spionageabwehr ist nun mal Puzzle-Arbeit und wer die nicht zu leisten bereit ist, wird in diesem Abwehrgeschäft auch nicht erfolgreich sein. Da kann zunächst unwichtig Erscheinendes am Ende das Puzzlebild entscheidend vervollständigen und genau deswegen wurde auch vermeintlich unwichtiges aufgeschrieben. Dich mag das amüsieren, Abwehrprofis würden Dir aber versichern, dass, wie so oft der Teufel im Detail liegt. Eine der großen Stärken des MfS lag sicher in der Zusammenführung und Auswertung einer Vielzahl von Informationen und da zählte mglw. auch der fotografierende ABV mit dem übergewichtigen Hund oder eben auch der jeden Morgen um 7 (wenn die US-Streitkräfte zum Feld-Training ausrücken) auf dem Klo sitzende Gert dazu.

Du hast eine grosse Lebenserfahrung - unbestritten, nur von Geheimdienstarbeit hast Du eben keinerlei Ahnung und gerade deswegen sind Deine Beiträge, die die (Spionage)Abwehrarbeit des MfS ins Lächerliche ziehen wollen, vollkommen unangebracht.

Es gibt dazu auch entsprechende Literatur, vielleicht solltest Du Dich mal damit beschäftigen.
Da wäre z.B. Hans Sieberer, ein Österreicher, der für den amerikanischen GD arbeitete und in der DDR einen Verwandten als Spion geworben hat, Er hat zusammen mit seinem MfS-Vernehmer das Buch "Verraten und Vergessen" (ich glaube so heißt es, ich habe es an einen Freund aus Karlsruhe verschenkt) geschrieben und dort wird die (aufwändige) Spionageabwehr von ihm gut beschrieben.

Vielleicht findest Du ja so zu einer sachlichen Ebene.

Was in westdeutschen Diensten gelaufen ist, wissen wir nur aus Büchern wie z.B. dem, vom ex- BND'ler Juretzko - der war aber eben nicht bei der Spionageabwehr. Die ist verschlossen und wird es auch bleiben und gerade deswegen kann sich der Normalbürger unter dieser Arbeit gar nichts oder aber eben alles vorstellen. Mit Realität hat das alles aber nix zu tun.

andy


Wobei es der Spionageabwehr der Bundesrepublik es ja auch relativ leicht gemacht wurde. Pünktlich zum Geburtstag wurden Geburtstagsgrüße per Funk geschickt! Da hätte nur noch eine Geburtstagsglückwunschkarte aus der Hauptstadt gefehlt!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
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