#341

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.12.2012 15:33
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #337
Und wie kann man der sozialistischen Idee ihren "Schrecken" nehmen?
Bei Lenin möchte ich da lieber nicht nachlesen.
Ob man die Diktaturverliebtheit wegbekommt und so breitere Akzeptanz schaffen kann?
Funktioniert der Sozialismus überhaupt ohne diktatorische Grundzüge?


Man sollte Lenin auch nicht gleich auf die Müllhalde der Geschichte werfen. Der Begriff der Diktatur des Proletariats ist schon richtig und nicht zu verwechseln mit der Diktatur einer Partei.
Zudem muß man die Begriffsbestimmung auch im geschichtlichem Konsenz sehen, was aber heute von den Geschichtsverklitteren nicht getan wird. Es ist doch sehr viel angenehmer die Menschen mit dem Begriff der Diktatur zu vergraulen und ihnen damit das Gespenst des Bösen zu vermitteln.
Ich beschäftige mich auch mit antiker griechischer und römischer Geschichte.
Der Begriff Diktatur stammt aus dem römischen Staatsrecht, wo er die temporäre Herrschaft eines Diktators bezeichnete, der zur Verteidigung der Republik über dem Gesetz stand. Ziel der römischen Diktatur war die Bewahrung oder Wiederherstellung der republikanischen Verfassung. Seit der Antike wurde die Diktatur daher als ein Instrumentarium zur Verteidigung des Rechts begriffen.
Die politische Sprache der Gegenwart verwendet jedoch Diktatur und Demokratie als "asymmetrische Gegenbegriffe", was jedoch vollkommen falsch ist.

Vierkrug


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#342

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.12.2012 15:33
von Gert | 12.355 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #334
Zitat von Gert im Beitrag #332
Zitat von Vierkrug im Beitrag #331
Ich sehe es auch wie Nostalgiker, die "Underdogs" der Geschichte sind nicht die Kommunisten, sondern diejenigen, die sie bis zum heutigem Tage verfolgen, diffamieren und diskreditieren. Imperialismus ist nun mal sterbend, faulend und parasitär. Das zeigt er tagtäglich !!!

Vierkrug


Halten wir uns doch mal an die Fakten, Vierkrug, und die sind wie folgt :

seit 1989 sind sämtliche ehemalige Ostblockstaaten einschliesslich des Mutterlandes des Kommunismus in einer gesellschaftlichen Transformation weg vom Kommunismus, desweiteren Albanien, das früher Jugoslawien, Kambodscha,
Die Volksrepublik China und die Republik Vietnam sind zwar noch durch komm. Regierungen geführt, aber die gesellschaftliche Entwicklung ist eine kapitalistische. Dieser Widerspruch wird über kurz oder lang sicher beseitigt und zwar nicht als Rückwärtsrolle sondern progressiv zu einer leistungsfähigen Volkswirtschaft mit einem entspr. Lebenssstandard für die Bevölkerung. Dieses Jahrhundert wird das asiatische, die neue Großmacht China ist schon am Horizont erkennbar.

Was bleibt: der Steinzeitkommunismus in Kuba ( ich war dort, es ist grauslich, die Menschen sind so arm und natürlich auf der Insel eingesperrt, das Markenzeichen kommunistischer Diktaturen) und letztlich Nordkorea, die hardcoreversion kommunistischer Diktaturen.
Die ehemals bedeutenden westeuropäischen KP's in Italien und Frankreich sind in die Bedeutungslosigkeit abgeglitten.
Zusammenfassend meine Wertung, der Marx'sche Spuk in Europa ist fast vorbei. Der Rest ist marginal und kann vernachlässigt werden.
Richtig : Imperialismus ist nicht mehr gefragt : Der Sowjetimperialismus ist schon sehr zahm geworden, der amerikanische wird es auch noch, seine Schulden müssen nur noch etwas anwachsen, dann werden sie von selbst implodieren.
Diffamieren braucht man sie(die Kommunisten ) nicht. Sie haben weltweit genug Steilvorlagen geliefert für entsprechende Negativwertungen.





Du hast zwar vom Urkommunisten Karl Marx ein schönes Zitat unten stehen, aber vom Kommunismus scheinst Du nicht viel zu verstehen und um Welten auch in der Theorie entfernt zu sein. Es hat bis zum heutigem Tage nirgendwo auf der Welt den Kommunismus als existierende Gesellschaftsordnung gegeben - noch nicht einmal den wissenschaftlich begründeten Sozialismus.
Was wir hatten, war real existierender Sozialismus mit all seinen Deformierungen und Verbiegungen - den Widerspruch zwischen Theorie und Praxis. Vielleicht solltest Du doch noch einmal bei Marx, Engels oder Lenin nachschlagen - wenn Du entsprechende Bände benötigst, so stelle ich sie Dir gern zur Verfügung - besitze Marx / Engels und Lenin jeweils die 40 - bändige Ausgabe. Also genügend Lesestoff !!!

Was mich hier im Forum am meisten stört, ist mangelnde Akzeptanz gegenüber der Meinung und der Position eines Andersdenkenden. Erfolgt jetzt der Umkehrschluß und man kann sich in seiner Forumsanonymität mal so richtig abkotzen oder mit dem Hammer reinklopfen !!! Dann muß ich mich fragen, wie weit sind wir schon gekommen, dass man sich nicht mehr sachlich und auf vernünftiger Basis auseinander setzen kann. Mich kann man angreifen, aber nicht so verletzen, dass ich meine Klappe halte und meine Meinung nicht mehr äußere.

Vierkrug



Vierkrug, ich muss nicht 40 Bände von Marx, Engel und Lenin lesen, um zu verstehen, was in seinem Namen alles angerichtet wurde. Vielleicht wird er sich im Grabe herumdrehen, falls er im Jenseits, so es das gibt, davon erfährt. Auch habe ich dir meine Meinung nicht aufgedrängt sondern die Fakten europa- und weltweit aufgelistet, wo der Kommunismus/ Sozialismus ( ist für mich eine Sauce, ich weiss nicht was die Haarspaltereien über diese(n) Begriff(e) sollen) heute steht. ? Dem braucht man nichts hinzuzufügen um zu dem Schluss zu kommen, welche verheerenden Auswirkungen, tatsächlichen und seelischen Trümmer seine Ideologie hinterlassen hat. Die Menschen, die davon betroffen waren, haben diese Politik zum Teufel gejagt, nicht ich. Man könnte fast zum Antisemiten werden, wenn man Marx' Lehre und das Ist bilanziert. Bin ich aber nicht. Du kannst mir sagen, Gert das gefällt mir nicht was du schreibst, dann werde ich und dich nicht mehr ansprechen. Du kannst aber nicht behaupten, dass ich unsachlich argumentiere bzw. argumentiert habe. Auch solltest du mir definieren, was aus deiner Sicht eine vernünftige Basis ist, wenn du weiter diskutieren möchtest? Und warum du letztlich von Verletzung sprichst, erschliesst sich mir überhaupt nicht


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#343

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.12.2012 15:41
von Gert | 12.355 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #333
Zitat von Gert im Beitrag #332
Zitat von Vierkrug im Beitrag #331
Ich sehe es auch wie Nostalgiker, die "Underdogs" der Geschichte sind nicht die Kommunisten, sondern diejenigen, die sie bis zum heutigem Tage verfolgen, diffamieren und diskreditieren. Imperialismus ist nun mal sterbend, faulend und parasitär. Das zeigt er tagtäglich !!!

Vierkrug


Halten wir uns doch mal an die Fakten, Vierkrug, und die sind wie folgt :

seit 1989 sind sämtliche ehemalige Ostblockstaaten einschliesslich des Mutterlandes des Kommunismus in einer gesellschaftlichen Transformation weg vom Kommunismus, desweiteren Albanien, das früher Jugoslawien, Kambodscha,
Die Volksrepublik China und die Republik Vietnam sind zwar noch durch komm. Regierungen geführt, aber die gesellschaftliche Entwicklung ist eine kapitalistische. Dieser Widerspruch wird über kurz oder lang sicher beseitigt und zwar nicht als Rückwärtsrolle sondern progressiv zu einer leistungsfähigen Volkswirtschaft mit einem entspr. Lebenssstandard für die Bevölkerung. Dieses Jahrhundert wird das asiatische, die neue Großmacht China ist schon am Horizont erkennbar.

Was bleibt: der Steinzeitkommunismus in Kuba ( ich war dort, es ist grauslich, die Menschen sind so arm und natürlich auf der Insel eingesperrt, das Markenzeichen kommunistischer Diktaturen) und letztlich Nordkorea, die hardcoreversion kommunistischer Diktaturen.
Die ehemals bedeutenden westeuropäischen KP's in Italien und Frankreich sind in die Bedeutungslosigkeit abgeglitten.
Zusammenfassend meine Wertung, der Marx'sche Spuk in Europa ist fast vorbei. Der Rest ist marginal und kann vernachlässigt werden.
Richtig : Imperialismus ist nicht mehr gefragt : Der Sowjetimperialismus ist schon sehr zahm geworden, der amerikanische wird es auch noch, seine Schulden müssen nur noch etwas anwachsen, dann werden sie von selbst implodieren.
Diffamieren braucht man sie(die Kommunisten ) nicht. Sie haben weltweit genug Steilvorlagen geliefert für entsprechende Negativwertungen.





Das mag in vielen Punkten der Stand von heute sein aber es wird Dir nicht entgangen sein, daß nicht nur in den Schwellenländern sondern auch in Europa quer durch die sozialen Schichten hin und wieder über eine Alternative zum heutigen Kapitalismus nachgedacht wird. Dabei ist bestimmt nicht an einen Kommunismus gedacht, aber es läuft auf Eigentumsformen und Zügelung von Privatunternehmen, die von konservativen Kräften sofort als Kommunismus, diesem Schreckenswort, verteufelt werden. Bei den Bankenkrisen wurde ja das Wort "systemrelevant" verwendet. Was meinst Du, was damit gemeint war ? Mit dem System ist die heutige Eigentumsform gemeint. Es wird Dir nicht gefallen, aber diese Entwicklung wird sich verstärken, weil es in Europa, insbes. den westeuropäischen Staaten wegen der wachsenden Konkurrenz der Schwellenländer und eben auch China wirtschaftlich schwieriger wird. Die Großunternehmen und Banken werden nicht auf ihre Gewinnne verzichten wollen und so wird es ein soziales Abwärts für die unteren 2/3 der Bevölkerung geben. Auch China wird kein grenzenloses Wachstum haben. Die Preise für Rohstoffe werden auch für China steigen und die Löhne dort steigen auch und wenn dann wegen relativer Verarmung großer Teile der Industrieländer die Kaufkraft, auch für Importe, sinkt, wird auch in z.B. China der Absatz rückläufig sein und damit die dortige Arbeitslosigkeit steigen. Und Du, gert, kannst froh sein, wenn sich das so lange hinzögert, daß Du es nicht mehr mitbekommst. hatte es vor einiger zeit schon mal woanders geschrieben: Wir werden uns hier in Mitteleuropa mal auf einem Niveau von Süditalien oder Portugal wiederfinden. Das wird möglicherweise noch 2 oder drei Generationen dauern (wenn wir Glück haben), aber es wird kommen, das ist meine Überzeugung. Die Globalisierung fördert eine relative Angleichung der materiellen Lebensniveaus.

Dore Holm
alles richtig, hat aber keinen Bezug zu meinem Post über den Kommunismus/Sozialismus.
Darüber kann man einen neuen Thread aufmachen. so etwa unter dem Titel "... wohin führt uns die Globalisierung?" Wäre sicher interessant.
Das zu machen, scheue ich aber, weil vielen diese politisierten Diskussionen hier auf den Geist gehen, man schreibt lieber über Bävo und BT 11.


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#344

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.12.2012 15:48
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #338
Zitat von Eisenacher im Beitrag #335
Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit.


Die Praxis ist dann das Krtiterium der Wahrheit, wenn die Theorie auch entsprechend umgesetzt wurde. Immer schön die Kausalität beachten und Begriffe nicht getrennt voneinander betrachten.

Vierkrug




Jede Religion (Ideologie) verspricht das Himmelreich ... und verlegt es auf später. Leider haben wir nicht so viel Zeit, denn wir sind alle nur auf der Durchreise.


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zuletzt bearbeitet 11.12.2012 15:49 | nach oben springen

#345

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.12.2012 17:01
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #333
hatte es vor einiger zeit schon mal woanders geschrieben: Wir werden uns hier in Mitteleuropa mal auf einem Niveau von Süditalien oder Portugal wiederfinden.


Das sehen ja auch andere so... http://www.n-tv.de/politik/Europa-vor-de...cle9743796.html

Nur mit dem Thema hat das alles gar nichts mehr zu tun, aber dafür soll es ja Admins geben


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 11.12.2012 17:07 | nach oben springen

#346

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.12.2012 17:04
von utkieker | 2.922 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #337
Und wie kann man der sozialistischen Idee ihren "Schrecken" nehmen?
Bei Lenin möchte ich da lieber nicht nachlesen.
Ob man die Diktaturverliebtheit wegbekommt und so breitere Akzeptanz schaffen kann?
Funktioniert der Sozialismus überhaupt ohne diktatorische Grundzüge?

Hallo Grenzwolf,

ich möchte mal ganz naiv vorgehen! Ich kann mir einen König vorstellen, der belesen und kultiviert ist, gerecht und liberal. Warum soll ich mir nicht auch einen Sozialismus vorstellen können, der die freie Entwicklung der Persönlichkeit ermöglicht.
Ich möchte hier nicht weiter über den Bonapartismus der russischen Revolution noch über die Geschichte der III. Internationale eingehen. Natürlich wird heute mehr denn je die Klassenherrschaft geleugnet. Diktatur wird heute gerne als Abwesenheit von Demokratie interpretiert. Den Klassencharakter des Staates hat Marx 1848 im "Kommunistischen Manifest" beschrieben (Diktatur der Minoritäten/ Majoritäten), danach müßte man eine ganz andere Frage stellen - ist Demokratie ohne Diktatur möglich? Spätestens bei der Rettung der Hypo Real Estate- Bank erkennt man wohl am ehesten den zynischen Charakter des bürgerlichen Staates.
Ich gebe zu, daß der Parlamentarismus in Deutschland durchaus eine hohe Stufe erreicht hat. Gerechterweise muß hier aber auch erwähnt werden, daß es ohne Kommunisten in Deutschland noch nicht ein mal das Frauenwahlrecht geben würde.
"Wir sind überzeugt, dass Freiheit ohne Sozialismus Privilegienwirtschaft und Ungerechtigkeit, und Sozialismus ohne Freiheit Sklaverei und Brutalität bedeutet." [Michail Bakunin] Hört sich gut an oder? War Bakunin der "bessere" Marx? Eine Antwort möchte ich hier erst einmal ausblenden, möchte hiermit nur zum Ausdruck bringen, daß es Lesarten vom Sozialismus außerhalb von Ludwig Erhard und Walter Ulbricht gibt.
Martin Luther hat zu recht gegen Papsttum und Ablass gewettert, hat er deshalb mit der Kirche gebrochen? Warum soll ich mit dem Sozialismus brechen?
Übrigens kann der Kapitalismus auf Demokratie verzichten, in mindestens 80 Ländern der Welt!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#347

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.12.2012 02:57
von student | 89 Beiträge

Ich weiß nicht, ob ich noch im richtigen Thema bin, trotzdem. Ich habe meine Stasi-Akte nun auch bekommen und bin immer noch nicht fertig mit lesen. Immerhin habe ich 34 IM's ein Betätigungsfeld geboten, von denen einige nicht unbedingt die hellsten Kerzen an unserem Weihnachtsbaum gewesen sind. Wenn einer einen umständlichen Decknamen verwendet und dann schreibt "Ich hörte Schritte aus der Wohnung über meiner ..." , dann kann er wohl nur davon ausgegangen sein, daß seine Berichte nie ans Tageslicht kommen würden. Auch daß die Kollegen von "Paul Greifzu" sich seitenlange Gedanken darüber gemacht haben, wie sie einen Petschaftsbruch an meinem Dienstzimmer verschleiern wollten, dann aber doch die primitive Haarsicherung übersehen haben, ist bei der Lektüre unter vielem anderen eine kleine Genugtuung und zeigt, daß sie doch nicht in allen Belangen die großen Profis waren, für die sie sich immer gehalten und ausgegeben haben. Was mich gewundert hat, war die Tatsache, wie viele Offiziere unter den IM's gewesen sind. Vielfach waren die Berichte auch so abgefaßt, daß man erkennen konnte, daß hier einer nicht über einen anderen berichtet, sondern seine eigene Zuverlässigkeit rühmen will. Wenn die ganze Angelegenheit am Ende doch glimpflich ausgegangen ist, dann kann das Lesen der eigenen Akte sogar amüsant sein. MfG


94 und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#348

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.12.2012 08:03
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Immerhin habe ich 34 IM's ein Betätigungsfeld geboten,@student



Da warste für die Jungs aber ne wichtige Person.


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#349

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.12.2012 13:08
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Wobei ja zu klären wäre ob diese gezielt auf ihn angesetzt wurden, oder ob er eher zufällig in Ihre Sicherungsbereiche reintapste.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#350

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.12.2012 15:51
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #349
Wobei ja zu klären wäre ob diese gezielt auf ihn angesetzt wurden, oder ob er eher zufällig in Ihre Sicherungsbereiche reintapste.

oder ob hier schaum geschlagen wird ??



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#351

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.12.2012 16:18
von Gert | 12.355 Beiträge

ne, hier wird weder Schaum geschlagen noch ist der Arme versehentlich in die Kreise eines Sicherungssystems gelaufen. Hier wird schlicht offenbar, was für kranke Organe dieses politische System mit sich herumschleppen musste. Diese kranken Organe habe letztlich auch zum Exitus geführt. So geht Niedergang eines kranken Körpers auf medizinisch.


.
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#352

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.12.2012 19:59
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #351
ne, hier wird weder Schaum geschlagen noch ist der Arme versehentlich in die Kreise eines Sicherungssystems gelaufen. Hier wird schlicht offenbar, was für kranke Organe dieses politische System mit sich herumschleppen musste. Diese kranken Organe habe letztlich auch zum Exitus geführt. So geht Niedergang eines kranken Körpers auf medizinisch.




Ja Ja Gert,dein Beitrag ist seeehr hilfreich zum Thema


damals wars und frank haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#353

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.12.2012 22:24
von Ex-Huf (gelöscht)
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Zitat von utkieker im Beitrag #346
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #337
Und wie kann man der sozialistischen Idee ihren "Schrecken" nehmen?
Bei Lenin möchte ich da lieber nicht nachlesen.
Ob man die Diktaturverliebtheit wegbekommt und so breitere Akzeptanz schaffen kann?
Funktioniert der Sozialismus überhaupt ohne diktatorische Grundzüge?

Hallo Grenzwolf,

ich möchte mal ganz naiv vorgehen! Ich kann mir einen König vorstellen, der belesen und kultiviert ist, gerecht und liberal. Warum soll ich mir nicht auch einen Sozialismus vorstellen können, der die freie Entwicklung der Persönlichkeit ermöglicht.
Ich möchte hier nicht weiter über den Bonapartismus der russischen Revolution noch über die Geschichte der III. Internationale eingehen. Natürlich wird heute mehr denn je die Klassenherrschaft geleugnet. Diktatur wird heute gerne als Abwesenheit von Demokratie interpretiert. Den Klassencharakter des Staates hat Marx 1848 im "Kommunistischen Manifest" beschrieben (Diktatur der Minoritäten/ Majoritäten), danach müßte man eine ganz andere Frage stellen - ist Demokratie ohne Diktatur möglich? Spätestens bei der Rettung der Hypo Real Estate- Bank erkennt man wohl am ehesten den zynischen Charakter des bürgerlichen Staates.
Ich gebe zu, daß der Parlamentarismus in Deutschland durchaus eine hohe Stufe erreicht hat. Gerechterweise muß hier aber auch erwähnt werden, daß es ohne Kommunisten in Deutschland noch nicht ein mal das Frauenwahlrecht geben würde.
"Wir sind überzeugt, dass Freiheit ohne Sozialismus Privilegienwirtschaft und Ungerechtigkeit, und Sozialismus ohne Freiheit Sklaverei und Brutalität bedeutet." [Michail Bakunin] Hört sich gut an oder? War Bakunin der "bessere" Marx? Eine Antwort möchte ich hier erst einmal ausblenden, möchte hiermit nur zum Ausdruck bringen, daß es Lesarten vom Sozialismus außerhalb von Ludwig Erhard und Walter Ulbricht gibt.
Martin Luther hat zu recht gegen Papsttum und Ablass gewettert, hat er deshalb mit der Kirche gebrochen? Warum soll ich mit dem Sozialismus brechen?
Übrigens kann der Kapitalismus auf Demokratie verzichten, in mindestens 80 Ländern der Welt!

Gruß Hartmut!


Hallo utkieker,

ich weiß nicht, warum Du so etwas schreibst, aber es hat sicher seine Gründe.
Im Zusammenhang mit den Aktivitäten des MfS der ehem. DDR kannst Du getrost alle Deine Kenntnisse aus der Gesellschaftswissenschaft über Bord werfen, denn die Genossen haben antizyklisch und abseits jedweder Form erlernten und verbreitendem Wissen gehandelt.
Ich berichte authentisch aus meiner 180 Seiten bestehenden Akte.
Ich habe einen Brief an den Großvater meiner Frau geschrieben, fein säuberlich kopiert im Jahre 1983, und die Bande schrieb, der B. hat einen Großvater in der BRD!
Im weiteren Verlauf des Studiums meiner Akte war die Absicht auf persönliche und vor allem berufliche Zersetzung programmiert...
Heute weiß ich genau, dass ohne unsere Revolution diese fiesen Typen mein Leben grundlos zerstört hätten, und demzufolge muss hier niemand einem anderen etwas vormachen.

Übrigens ist Deine freimütige Meinungsäußerung Ergebnis unserer Revolution von 1989, nur hast Du vermutlich vergessen, wie es der Mehrheit des Proletariats damals ging, und wie unbeweglich und vollgefressen die gleichen Leute sich heute nicht mehr bewegen, nicht weil sie satt sind, sondern bis zum getno vollgefressen sind, undzwar deutschlandweit flächendeckend!

Meine rüde Formulierung bitte ich nicht als anstößig aufzufassen.

VG Ex-Huf


amigaguru und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#354

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.12.2012 23:02
von Alfred | 6.849 Beiträge

EX - Huf,

welch Frechheit. Da hat das böse MfS doch wirklich über den einen oder anderen eine Akte angelegt.
Normal stand doch in den Akten auch immer ein entsprechender Hinweis warum dies geschah.

Ich kenne ja einige die sich über IHRE Akte mehr oder weniger aufregen, aber kaum einer schreibt mal, die Grundlage. Zufall ? Mir egal.

Und natürlich hat nur das MfS Akten geführt, in der BRD gab es dies weder bis 1989 und nach 1990 schon überhaupt nicht.

Ich würde DIR ein Gespräch mit Karl Gebauer empfehlen, aber leider ist er schon verstorben. K. Gebauer war u.a. Sicherheitsbeauftragter bei IBM. Hier mal was kurzes zu ihm: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Gebauer

Aber vielleicht liest Du mal sein Buch "Doppelagent". In diesen geht es u.a. auch um Sicherheitsüberprüfungen von Bürgern der BRD und wie die so abliefen .


passport und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#355

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.12.2012 23:43
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von student im Beitrag #347
... , dann aber doch die primitive Haarsicherung übersehen haben, ist bei der Lektüre unter vielem anderen eine kleine Genugtuung und zeigt, daß sie doch nicht in allen Belangen die großen Profis waren, für die sie sich immer gehalten und ausgegeben haben. ... dann kann das Lesen der eigenen Akte sogar amüsant sein. MfG



Student, Du hast als junger Offizier in der GK/Stab Bat. Dein Dienstzimmer mit Haarsicherungen gesichert? Wauw, warum?

Ich war in der HA I bei der Aufklärung und nicht bei der Abwehr, ich bezweifle aber stark, dass die Abwehr-Offiziere in der Erkennung von verdeckten Raum-, Schrank- oder sonstwas-Sicherungen ausgebildet wurden. Es war auch überhaupt nicht ihr Job - im MfS gab es für solche Sachen Spezialisten, und denen wäre die Haarsicherung mit Sicherheit nicht entgangen. Hier hat sich also entweder jemand zu weit aus seinem Fenster gebeugt und was gemacht, was ihm nicht zustand, oder ...naja, schweigen wir lieber.

Ich habe in der Wende-Zeit meine eigenen angelegten und noch nicht archivierten Akten sowie die, der im gleichen Haus sitzenden Abwehr-Offiziere mit vernichtet. Neben der Erkenntnis, dass ich seit dem weiss, wie schlecht Papier brennt kam ich damals zu der Überzeugung, dass aktenmäßig unheimlich viel Schrott dabei war, der informationsbezogen eigentlich vollkommen irrelevant war.
Das wurde mir im übrigen von vielen Abwehr-MA schon damals bestätigt.

Die DE des MfS in der HA I hatten, wie überall in der DDR auch die Planwirtschaft und das hiess, dass zum Jahresende der Plan für das nächste Jahr zu erstellen war. Das bedeutete, dass jeder MA u.a. auch die Anzahl der zu werbenden inoffiziellen MA festzulegen hatte, wenn es dafür nicht sogar konkrete Vorgaben gab.
Hauptauftrag bei der Abwehr war, Fahnenfluchten und schwere Vorkommnisse in der Einheit zu verhindern und daran wurde der MA gemessen.
Die durch die V 2000 als IM geführten Soldaten als Spione zu bezeichnen, finde ich vollkommen daneben. Auf Grund der kurzen Zeitspanne der Dienstzeit (abgesehen von Offizieren) dieser "geworbenen" Soldaten bestand oftmals überhaupt nicht die Möglichkeit, ein solches Verhältnis zu diesen "IM" herzustellen, wie es die entsprechende Richtlinie (ich mag jetzt nicht googeln) 1 oder 2/79 vorsahen.
Gab es keine Fahnenfluchten und sonstige schwere Vorkommnisse galt der Plan fast als erfüllt, auch wenn die IM-Anzahl nicht erfüllt wurde.

Wer aber wusste schon, ob in dem jeweiligen Jahr überhaupt jemand fahnenflüchtig werden wollte?

Alles in allem, das haben mir auch Abwehr-Offiziere bestätigt, finde ich , dass vielen ehemaligen Grenzern, die vom MfS eine Reg.-Nr. bekamen und aus heutiger Sicht damit als ex-IM gelten, Unrecht getan wird. Sie haben aber eben eine Reg.-Nr. und werden somit pauschal als Spion bezeichnet was dem, was sie im Einzelfall dann wirklich an Schuld auf sich geladen haben überhaupt nicht gerecht wird.

Ich habe als HIM des MfS und später in anderer Funktion auch hauptamtlich mit an der Aufgabe gearbeitet, Geheimnisverrat, Fahnenflucht, Sabotage und Spionage gegen die DDR zu verhindern und Aufklärung für die DDR zu betreiben und ich sehe dass auch heute noch nicht als ehrenrührig an.

Zum Einsatz der Möglichkeiten des MfS zur "Bearbeitung" von ausreisewilligen Antragstellern und Leuten mit dem Hang zu Pflugscharen statt Schwertern hatte ich schon damals meine eigene Auffassung auch wenn ich heute zugeben muss, dass ich damals wusste, warum ich die die Klappe gehalten habe.

andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
Feliks D. und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#356

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.12.2012 00:58
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von andy im Beitrag #355
Zitat von student im Beitrag #347
... , dann aber doch die primitive Haarsicherung übersehen haben, ist bei der Lektüre unter vielem anderen eine kleine Genugtuung und zeigt, daß sie doch nicht in allen Belangen die großen Profis waren, für die sie sich immer gehalten und ausgegeben haben. ... dann kann das Lesen der eigenen Akte sogar amüsant sein. MfG



Student, Du hast als junger Offizier in der GK/Stab Bat. Dein Dienstzimmer mit Haarsicherungen gesichert? Wauw, warum?

Ich war in der HA I bei der Aufklärung und nicht bei der Abwehr, ich bezweifle aber stark, dass die Abwehr-Offiziere in der Erkennung von verdeckten Raum-, Schrank- oder sonstwas-Sicherungen ausgebildet wurden. Es war auch überhaupt nicht ihr Job - im MfS gab es für solche Sachen Spezialisten, und denen wäre die Haarsicherung mit Sicherheit nicht entgangen. Hier hat sich also entweder jemand zu weit aus seinem Fenster gebeugt und was gemacht, was ihm nicht zustand, oder ...naja, schweigen wir lieber.

Ich habe in der Wende-Zeit meine eigenen angelegten und noch nicht archivierten Akten sowie die, der im gleichen Haus sitzenden Abwehr-Offiziere mit vernichtet. Neben der Erkenntnis, dass ich seit dem weiss, wie schlecht Papier brennt kam ich damals zu der Überzeugung, dass aktenmäßig unheimlich viel Schrott dabei war, der informationsbezogen eigentlich vollkommen irrelevant war.
Das wurde mir im übrigen von vielen Abwehr-MA schon damals bestätigt.

Die DE des MfS in der HA I hatten, wie überall in der DDR auch die Planwirtschaft und das hiess, dass zum Jahresende der Plan für das nächste Jahr zu erstellen war. Das bedeutete, dass jeder MA u.a. auch die Anzahl der zu werbenden inoffiziellen MA festzulegen hatte, wenn es dafür nicht sogar konkrete Vorgaben gab.
Hauptauftrag bei der Abwehr war, Fahnenfluchten und schwere Vorkommnisse in der Einheit zu verhindern und daran wurde der MA gemessen.
Die durch die V 2000 als IM geführten Soldaten als Spione zu bezeichnen, finde ich vollkommen daneben. Auf Grund der kurzen Zeitspanne der Dienstzeit (abgesehen von Offizieren) dieser "geworbenen" Soldaten bestand oftmals überhaupt nicht die Möglichkeit, ein solches Verhältnis zu diesen "IM" herzustellen, wie es die entsprechende Richtlinie (ich mag jetzt nicht googeln) 1 oder 2/79 vorsahen.
Gab es keine Fahnenfluchten und sonstige schwere Vorkommnisse galt der Plan fast als erfüllt, auch wenn die IM-Anzahl nicht erfüllt wurde.

Wer aber wusste schon, ob in dem jeweiligen Jahr überhaupt jemand fahnenflüchtig werden wollte?

Alles in allem, das haben mir auch Abwehr-Offiziere bestätigt, finde ich , dass vielen ehemaligen Grenzern, die vom MfS eine Reg.-Nr. bekamen und aus heutiger Sicht damit als ex-IM gelten, Unrecht getan wird. Sie haben aber eben eine Reg.-Nr. und werden somit pauschal als Spion bezeichnet was dem, was sie im Einzelfall dann wirklich an Schuld auf sich geladen haben überhaupt nicht gerecht wird.

Ich habe als HIM des MfS und später in anderer Funktion auch hauptamtlich mit an der Aufgabe gearbeitet, Geheimnisverrat, Fahnenflucht, Sabotage und Spionage gegen die DDR zu verhindern und Aufklärung für die DDR zu betreiben und ich sehe dass auch heute noch nicht als ehrenrührig an.

Zum Einsatz der Möglichkeiten des MfS zur "Bearbeitung" von ausreisewilligen Antragstellern und Leuten mit dem Hang zu Pflugscharen statt Schwertern hatte ich schon damals meine eigene Auffassung auch wenn ich heute zugeben muss, dass ich damals wusste, warum ich die die Klappe gehalten habe.

andy


Die Einträge in der Akte die den Grenzdienst betreffen, sind inhaltlich so falsch das es schon wieder fast lächerlich ist.
Da musste halt ein Bericht rein und wenns der größte Müll war der drin stand.


zuletzt bearbeitet 27.12.2012 11:16 | nach oben springen

#357

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.12.2012 18:03
von Gert | 12.355 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #355
Zitat von student im Beitrag #347
... , dann aber doch die primitive Haarsicherung übersehen haben, ist bei der Lektüre unter vielem anderen eine kleine Genugtuung und zeigt, daß sie doch nicht in allen Belangen die großen Profis waren, für die sie sich immer gehalten und ausgegeben haben. ... dann kann das Lesen der eigenen Akte sogar amüsant sein. MfG



Student, Du hast als junger Offizier in der GK/Stab Bat. Dein Dienstzimmer mit Haarsicherungen gesichert? Wauw, warum?

Ich war in der HA I bei der Aufklärung und nicht bei der Abwehr, ich bezweifle aber stark, dass die Abwehr-Offiziere in der Erkennung von verdeckten Raum-, Schrank- oder sonstwas-Sicherungen ausgebildet wurden. Es war auch überhaupt nicht ihr Job - im MfS gab es für solche Sachen Spezialisten, und denen wäre die Haarsicherung mit Sicherheit nicht entgangen. Hier hat sich also entweder jemand zu weit aus seinem Fenster gebeugt und was gemacht, was ihm nicht zustand, oder ...naja, schweigen wir lieber.

Ich habe in der Wende-Zeit meine eigenen angelegten und noch nicht archivierten Akten sowie die, der im gleichen Haus sitzenden Abwehr-Offiziere mit vernichtet. Neben der Erkenntnis, dass ich seit dem weiss, wie schlecht Papier brennt kam ich damals zu der Überzeugung, dass aktenmäßig unheimlich viel Schrott dabei war, der informationsbezogen eigentlich vollkommen irrelevant war.
Das wurde mir im übrigen von vielen Abwehr-MA schon damals bestätigt.

Die DE des MfS in der HA I hatten, wie überall in der DDR auch die Planwirtschaft und das hiess, dass zum Jahresende der Plan für das nächste Jahr zu erstellen war. Das bedeutete, dass jeder MA u.a. auch die Anzahl der zu werbenden inoffiziellen MA festzulegen hatte, wenn es dafür nicht sogar konkrete Vorgaben gab.
Hauptauftrag bei der Abwehr war, Fahnenfluchten und schwere Vorkommnisse in der Einheit zu verhindern und daran wurde der MA gemessen.
Die durch die V 2000 als IM geführten Soldaten als Spione zu bezeichnen, finde ich vollkommen daneben. Auf Grund der kurzen Zeitspanne der Dienstzeit (abgesehen von Offizieren) dieser "geworbenen" Soldaten bestand oftmals überhaupt nicht die Möglichkeit, ein solches Verhältnis zu diesen "IM" herzustellen, wie es die entsprechende Richtlinie (ich mag jetzt nicht googeln) 1 oder 2/79 vorsahen.
Gab es keine Fahnenfluchten und sonstige schwere Vorkommnisse galt der Plan fast als erfüllt, auch wenn die IM-Anzahl nicht erfüllt wurde.

Wer aber wusste schon, ob in dem jeweiligen Jahr überhaupt jemand fahnenflüchtig werden wollte?

Alles in allem, das haben mir auch Abwehr-Offiziere bestätigt, finde ich , dass vielen ehemaligen Grenzern, die vom MfS eine Reg.-Nr. bekamen und aus heutiger Sicht damit als ex-IM gelten, Unrecht getan wird. Sie haben aber eben eine Reg.-Nr. und werden somit pauschal als Spion bezeichnet was dem, was sie im Einzelfall dann wirklich an Schuld auf sich geladen haben überhaupt nicht gerecht wird.

Ich habe als HIM des MfS und später in anderer Funktion auch hauptamtlich mit an der Aufgabe gearbeitet, Geheimnisverrat, Fahnenflucht, Sabotage und Spionage gegen die DDR zu verhindern und Aufklärung für die DDR zu betreiben und ich sehe dass auch heute noch nicht als ehrenrührig an.

Zum Einsatz der Möglichkeiten des MfS zur "Bearbeitung" von ausreisewilligen Antragstellern und Leuten mit dem Hang zu Pflugscharen statt Schwertern hatte ich schon damals meine eigene Auffassung auch wenn ich heute zugeben muss, dass ich damals wusste, warum ich die die Klappe gehalten habe.

andy



Ich habe den Post 3 x durchgelesen und als Aussenstehendem kommt mir das vor, wie die 5.Jahreszeit. Für alle, die den Begriff 5.Jahreszeit nicht kennen: so wird im Rheinland auch der Karneval genannt. Und der Punkt auf dem i ist, dass dieser SED Staat dafür auch noch so viele Geld für solche Tätigkeiten ausgegeben hat. Bei meinen Besuchen in der DDR sagte mir der Volksmund stets, dass MfS Angehörige weit über dem Durchschnitt bezahlt werden.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#358

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.12.2012 18:05
von Gert | 12.355 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #352
Zitat von Gert im Beitrag #351
ne, hier wird weder Schaum geschlagen noch ist der Arme versehentlich in die Kreise eines Sicherungssystems gelaufen. Hier wird schlicht offenbar, was für kranke Organe dieses politische System mit sich herumschleppen musste. Diese kranken Organe habe letztlich auch zum Exitus geführt. So geht Niedergang eines kranken Körpers auf medizinisch.




Ja Ja Gert,dein Beitrag ist seeehr hilfreich zum Thema


Es freut mich, dass ich endlich auch mal Anerkennung bei dir finde


.
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#359

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.12.2012 01:29
von amigaguru | 96 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #357
Zitat von andy im Beitrag #355
Zitat von student im Beitrag #347
... , dann aber doch die primitive Haarsicherung übersehen haben, ist bei der Lektüre unter vielem anderen eine kleine Genugtuung und zeigt, daß sie doch nicht in allen Belangen die großen Profis waren, für die sie sich immer gehalten und ausgegeben haben. ... dann kann das Lesen der eigenen Akte sogar amüsant sein. MfG



Student, Du hast als junger Offizier in der GK/Stab Bat. Dein Dienstzimmer mit Haarsicherungen gesichert? Wauw, warum?

Ich war in der HA I bei der Aufklärung und nicht bei der Abwehr, ich bezweifle aber stark, dass die Abwehr-Offiziere in der Erkennung von verdeckten Raum-, Schrank- oder sonstwas-Sicherungen ausgebildet wurden. Es war auch überhaupt nicht ihr Job - im MfS gab es für solche Sachen Spezialisten, und denen wäre die Haarsicherung mit Sicherheit nicht entgangen. Hier hat sich also entweder jemand zu weit aus seinem Fenster gebeugt und was gemacht, was ihm nicht zustand, oder ...naja, schweigen wir lieber.

Ich habe in der Wende-Zeit meine eigenen angelegten und noch nicht archivierten Akten sowie die, der im gleichen Haus sitzenden Abwehr-Offiziere mit vernichtet. Neben der Erkenntnis, dass ich seit dem weiss, wie schlecht Papier brennt kam ich damals zu der Überzeugung, dass aktenmäßig unheimlich viel Schrott dabei war, der informationsbezogen eigentlich vollkommen irrelevant war.
Das wurde mir im übrigen von vielen Abwehr-MA schon damals bestätigt.

Die DE des MfS in der HA I hatten, wie überall in der DDR auch die Planwirtschaft und das hiess, dass zum Jahresende der Plan für das nächste Jahr zu erstellen war. Das bedeutete, dass jeder MA u.a. auch die Anzahl der zu werbenden inoffiziellen MA festzulegen hatte, wenn es dafür nicht sogar konkrete Vorgaben gab.
Hauptauftrag bei der Abwehr war, Fahnenfluchten und schwere Vorkommnisse in der Einheit zu verhindern und daran wurde der MA gemessen.
Die durch die V 2000 als IM geführten Soldaten als Spione zu bezeichnen, finde ich vollkommen daneben. Auf Grund der kurzen Zeitspanne der Dienstzeit (abgesehen von Offizieren) dieser "geworbenen" Soldaten bestand oftmals überhaupt nicht die Möglichkeit, ein solches Verhältnis zu diesen "IM" herzustellen, wie es die entsprechende Richtlinie (ich mag jetzt nicht googeln) 1 oder 2/79 vorsahen.
Gab es keine Fahnenfluchten und sonstige schwere Vorkommnisse galt der Plan fast als erfüllt, auch wenn die IM-Anzahl nicht erfüllt wurde.

Wer aber wusste schon, ob in dem jeweiligen Jahr überhaupt jemand fahnenflüchtig werden wollte?

Alles in allem, das haben mir auch Abwehr-Offiziere bestätigt, finde ich , dass vielen ehemaligen Grenzern, die vom MfS eine Reg.-Nr. bekamen und aus heutiger Sicht damit als ex-IM gelten, Unrecht getan wird. Sie haben aber eben eine Reg.-Nr. und werden somit pauschal als Spion bezeichnet was dem, was sie im Einzelfall dann wirklich an Schuld auf sich geladen haben überhaupt nicht gerecht wird.

Ich habe als HIM des MfS und später in anderer Funktion auch hauptamtlich mit an der Aufgabe gearbeitet, Geheimnisverrat, Fahnenflucht, Sabotage und Spionage gegen die DDR zu verhindern und Aufklärung für die DDR zu betreiben und ich sehe dass auch heute noch nicht als ehrenrührig an.

Zum Einsatz der Möglichkeiten des MfS zur "Bearbeitung" von ausreisewilligen Antragstellern und Leuten mit dem Hang zu Pflugscharen statt Schwertern hatte ich schon damals meine eigene Auffassung auch wenn ich heute zugeben muss, dass ich damals wusste, warum ich die die Klappe gehalten habe.

andy



Ich habe den Post 3 x durchgelesen und als Aussenstehendem kommt mir das vor, wie die 5.Jahreszeit. Für alle, die den Begriff 5.Jahreszeit nicht kennen: so wird im Rheinland auch der Karneval genannt. Und der Punkt auf dem i ist, dass dieser SED Staat dafür auch noch so viele Geld für solche Tätigkeiten ausgegeben hat. Bei meinen Besuchen in der DDR sagte mir der Volksmund stets, dass MfS Angehörige weit über dem Durchschnitt bezahlt werden.



Hallo Gert,
es war im"Volk"allgemein,bekannt,das MfS Angehörige sehr gut bezahlt wurden.
Ich selbst wurde in meiner Ausbildungszeit bei den Grenztruppen von den MfS angesprochen.
Sie sagten mir damals,meine Uniform würde dann aus den gleichen Stoff,wie der Offiziere bestehen,
desweiteren wären die Kasernen für männliche und weibliche Angehörige nicht weit auseinander und man würde es gerne sehen und auch fördern,
das sich weibliche und männliche Angehörige dieses"Dienstes"sehr gut verstehen.Außerdem war es selbstverständlich,das der"Ausgang" in Zivil war
und man besser bezahlt wurde,als ein Angehöriger der Grenztruppen.
Ich sollte mich nach Ende meiner Dienstzeit bei diesen Verein melden,soweit kam es aber nicht,da ich dann"abgängig" war,sprich,ich hatte mich in
der BRD angesiedelt.
Ich konnte es nicht nachvollziehen,ob die Versprechungen des MfS stimmten,wäre vielleicht interessant gewesen.

Gruß
amigaguru


Gert und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#360

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.12.2012 03:45
von student | 89 Beiträge

Ich habe gar nicht erwartet, daß gleich so unwirsch reagiert wird von den "Insidern". Ich habe noch mal nachgezählt, es waren 34, allerdings haben die sich im Laufe von 15 Jahren angesammelt, weil das schon während der Zeit an der OHS losgegangen ist. Im "Insider"-Jargon kenne ich mich natürlich nicht so aus, weiß also nicht, ob und in welche Sicherungsbereiche ich hineingetapst sein könnte. Ich habe mir nicht eingebildet, daß diese 34 Figuren sich ausschließlich mit mir befaßt haben, aber ich glaube auch nicht, daß es allgemeine Praxis war, Offizierswohnungen "durch den Einsatz der Abteilung 26" zu verwanzen oder lückenlos zu dokumentieren, welche privaten Telefongespräche mit wem geführt wurden. Was die Haarsicherung angeht, das war tatsächlich eher eine launige Idee, und ich hatte das, wie übrigens vieles andere, schon lange vergessen, bis ich es jetzt wieder in aller Ausführlichkeit in dieser Akte wiedergefunden habe. Daß mir "das nicht zustand", kann ich eigentlich nicht verstehen, denn ob ich meinen Schrank nur zuschließe oder noch andere "Maßnahmen zur Wachsamkeit" ergreife, wäre doch ganz alleine meine Sache gewesen. Was mich beim Lesen der Akte aufregt, ist die Paranoia, die da zum Ausdruck kommt und die auch vor den eigenen Leuten nicht haltgemacht hat. Auch wenn sich die "Felixe" wieder angepißt fühlen: Was bedeutet es denn, wenn man einen riesigen Apparat in den eigenen Reihen unterhalten muß, um zu verhindern, daß selbst diejenigen weglaufen, die man zur Bewachung der Allgemeinheit einsetzen zu können glaubte. Diejenigen als "Spione" zu bezeichnen, die sich dafür hergegeben haben, finde ich auch falsch, denn das heißt ihnen wirklich zu viel Ehre anzutun. Wäre die DDR wirklich das sozialistische Paradies gewesen, dann hätten wir vorne doch wohl eher dafür sorgen müssen, daß wir von den ausgebeuteten westdeutschen Proletariern nicht überrannt worden wären. Die Paranoia, die man auch jetzt nicht schönreden kann, hat ja auch immer bewirkt, daß selbst hochrangige Vertreter des DDR-Systems dieses Land verlassen haben. Denn es reichten offenbar auch ganz objektiv gemeinte kritische Äußerungen, um sich in den Reihen der "Träger der politisch-ideologischen Diversion" wiederzufinden. Das war der Grundsatz beim alten Fritzen, "Nicht räsonieren, Ordre parieren", und damit ist auch knapp zusammengefaßt, was das Credo der DDR-Oberen für ihr Land und ihr Volk war. Die DDR wäre nicht so sang- und klanglos implodiert, wenn nicht selbst die sogenannten "Eliten" die Nase voll davon gehabt hätten, zugeteilt zu bekommen, "was ihnen zustand". Ich finde die Lektüre meiner Akte amüsant auch deshalb, weil sich darin für meinen winzigen persönlichen Bereich der ganze Irrsinn dieses Systems von professionellen Voyeuren offenbart. Ich war mit Sicherheit kein "wichtiger Mann für die", aber genau das zeigt, in welchem nur im realen Sozialismus möglichen Mißverhältnis Aufwand und Nutzen gestanden haben. Ich bin weit davon entfernt, das heutige System, bei dem der Kapitalismus im Schweinsgalopp nachholt, was ihm durch den Systemwettbewerb in bestimmtem Umfang verwehrt worden war, als erstrebenswert anzusehen. Aber zur DDR und meiner Dienstzeit an der Grenze habe ich ein eindeutiges Verhältnis: Ich bereue, daß es so lange gedauert hat, bis ich erkannt habe, was für einen lebensunfähigen Homunkulus ich da eigentlich bewache, und ich bedauere auch, daß ich so spät angefangen habe, etwas gegen dieses System zu tun. Es ist gleichgültig, was ich anstelle der fast fünfzehn Dienstjahre getan hätte, es wäre in jedem Falle sinnvoller gewesen. Deshalb lese ich auch so gerne in meiner Akte, weil sie mir beweist, daß ich doch nicht so einfältig war, wie ich es mir manchmal vorgeworfen habe, und vor allem auch, daß das bemerkt wurde. In meinem Dienstzimmer, auch das blieb nicht unregistriert, hing vom ersten Tag meines Offiziersdaseins immer ein gerahmter Satz von Ernst Moritz Arndt an der Wand: "Das ist die wahre Soldatenehre, daß kein König und Fürst, keine Gewalt noch Herrschaft den edlen und freien Mann zwingen kann, das Schändliche oder Unrechte zu tun oder tun zu helfen." Und das war anfangs nicht einmal provokatorisch gemeint. Es reicht vielleicht, ein paar vorgekaute "Klassiker"zitate auswendig daherbeten zu können, um Schild und Schwert zu sein, aber um Kopf sein zu können, ist es neben vielem anderen auch hilfreich, den "Kurzen Katechismus für teutsche Soldaten" zu kennen.


Feliks D., Gert, IM Kressin und GeWa-8 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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