#261

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 06:30
von Alfred | 6.841 Beiträge

HUF,

aus einer Akte Rückschlüsse auf die Arbeit eines ganzen Ministeriums zu ziehen hat auch was......

Auch war es nicht Ziel des MfS Operative Vorgänge "am laufenden Band" anzulegen. Dies ging schon auf Grund der Vorschriften überhaupt nicht. Dazu mussten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Selbstverständlich nehme ich DIR ab, dass es vielleicht nicht angenehm ist, in entsprechenden Akten zu lesen, aber dies dürfte auch heute so sein.


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#262

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 07:47
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

schon erstaunlich, was man alles registriert hat. Und zweifelsohne ist man beim MfS IM-Berichten mit der Absicht der Denunziation leichtfertig und kritiklos gefolgt, um einen oder mehrere OV anzulegen.@Huf

Und das wusstest Du noch nicht Huf ?


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#263

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 08:52
von utkieker | 2.912 Beiträge

Ich hätte auch meine Akten anfordern können, ich verspreche mir aber nicht all zu viel davon und hab damit meinen Frieden gefunden. Eines wundert mich da schon, mit welcher Akribie Belanglosigkeiten aneinandergereiht wurden. Ein hoher zeitlicher wie personeller Aufwand wurde dabei betrieben und damit auch viel Geld verschwendet. Und warum das Ganze? Der Staat hat Angst vor seinen Bürgern!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#264

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 09:45
von Gert | 12.354 Beiträge

danke, Huf für deine Information über dén Nachrichtengehalt deiner Stasiakte. Es ist für mich nicht überraschend, welches Machwerk dir da gereicht wird. Wenn man bisher im Forum solche Praktiken und Infos kritisierte, kamen direkt reflexartig die Reaktionen auf der Ebene entweder Lüge, oder ins Lächerliche ziehen oder antikommunistische Propaganda. Wie man sieht alles Quatsch, die Realität ist viel härter und hat nichts von alledem. Ich denke Huf, da wird auf der anderen Seite Schweigen im Wald sein, hoffentlich aus tiefstem Schamgefühl, aber diese Hoffnung ist bei mir sehr schwach ausgebildet.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#265

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 11:04
von Gelöschtes Mitglied
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Wieso sollten wir schweigen ??? Dafür gibt es keinen Grund, auch keine Veranlassung jetzt eine Schützenmulde auszuheben, um sich darin zu verschanzen.
Auch sehe ich auch nicht meine über 22-jährige Tätigkeit durch die Akteneinsicht und Erkenntnisse von Huf in Frage gestellt. Es ist so, wie es Alfred bereits zum Ausdruck gebracht hat, man kann die Arbeit eines ganzen Ministeriums nicht an einen Einzelfall bzw. weitere Fälle festmachen. So bedauerlich es für den jeweils Betroffenen auch sein mag, man kann es nicht mehr ungeschehen und rückgängig machen.
Heute, nach über 22 Jahren habe auch ich persönlich meine eigenen Erkenntnisse verarbeitet und Erfahrungen gesammelt. Im nachhinein ist man immer schlauer, als zum Zeitpunkt wo es geschehen ist.
Ich für meinen Teil benötige keine Wäsche mit Persil oder einem anderem Vollwaschmittel. Mit der Ablegung meines Fahneneides, wußte ich wofür ich antrat und ich habe es bis zum heutigem Tage keinesfalls bereut.
Es hinterfragt ja auch keiner, welche Mißstände aufgedeckt und beseitigt, wie auch größere Schäden mit erheblichen Auswirkungen für die Menschen im Land verhindert wurden.
Wie eingangs bereits geschrieben, ich sehe für mich keinen Grund, mich zu verstecken, denn ich wußte was und wofür ich es tat. Von mir aus kann man mich jetzt dafür zerreissen. Auf ein paar Reißwunden mehr oder weniger kommt es im diesem Alter auch nicht mehr an.

Vierkrug


Arnstädter, Feliks D., Pitti53 und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#266

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 11:13
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #264
danke, Huf für deine Information über dén Nachrichtengehalt deiner Stasiakte. Es ist für mich nicht überraschend, welches Machwerk dir da gereicht wird. Wenn man bisher im Forum solche Praktiken und Infos kritisierte, kamen direkt reflexartig die Reaktionen auf der Ebene entweder Lüge, oder ins Lächerliche ziehen oder antikommunistische Propaganda. Wie man sieht alles Quatsch, die Realität ist viel härter und hat nichts von alledem. Ich denke Huf, da wird auf der anderen Seite Schweigen im Wald sein, hoffentlich aus tiefstem Schamgefühl, aber diese Hoffnung ist bei mir sehr schwach ausgebildet.






Na, Gert, da schein es mir, daß Du wieder mal nur schwarz und weiß siehst. Natürlich habe ich Ex-Huf da zugestimmt, wie Du unter "Bedanken" sehen kannst, aber ich stimme hier auch Alfred zu, daß man daraus nicht auf das gesamte MfS schließen kann. Es wird auch kein Einzelfall sein, wie Ex-Huf seine Angelegenheiten zusammengetragen wurden. Es ist in meinen Augen nicht ein Machwerrk, wie Du sagst, sondern schlicht und einfach höchst albern, was da gemacht worden ist. So würde ich es jedenfalls empfinden, wenn ich in meinen Akten eine solche Menge von Nichtigkeiten finden würde. Ich gehe davon aus, daß wie Pit 59 schon schrieb, hier einige Leute sehr übereifrig waren und ihre Daseinsberechtigung nachweisen wollten. Mal eine Frage, ich weiß nicht, ob Ex-Huf da schon was geschrieben hat: Hatte Ex-Huf irgendwelche nachweisbaren Nachteile ? Das kann er sicher selbst beantworten. Was war eigentlich der Grund für das Zusammentragen von so viel Privatem ?



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#267

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 11:26
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #266
Zitat von Gert im Beitrag #264
danke, Huf für deine Information über dén Nachrichtengehalt deiner Stasiakte. Es ist für mich nicht überraschend, welches Machwerk dir da gereicht wird. Wenn man bisher im Forum solche Praktiken und Infos kritisierte, kamen direkt reflexartig die Reaktionen auf der Ebene entweder Lüge, oder ins Lächerliche ziehen oder antikommunistische Propaganda. Wie man sieht alles Quatsch, die Realität ist viel härter und hat nichts von alledem. Ich denke Huf, da wird auf der anderen Seite Schweigen im Wald sein, hoffentlich aus tiefstem Schamgefühl, aber diese Hoffnung ist bei mir sehr schwach ausgebildet.






Na, Gert, da schein es mir, daß Du wieder mal nur schwarz und weiß siehst. Natürlich habe ich Ex-Huf da zugestimmt, wie Du unter "Bedanken" sehen kannst, aber ich stimme hier auch Alfred zu, daß man daraus nicht auf das gesamte MfS schließen kann. Es wird auch kein Einzelfall sein, wie Ex-Huf seine Angelegenheiten zusammengetragen wurden. Es ist in meinen Augen nicht ein Machwerrk, wie Du sagst, sondern schlicht und einfach höchst albern, was da gemacht worden ist. So würde ich es jedenfalls empfinden, wenn ich in meinen Akten eine solche Menge von Nichtigkeiten finden würde. Ich gehe davon aus, daß wie Pit 59 schon schrieb, hier einige Leute sehr übereifrig waren und ihre Daseinsberechtigung nachweisen wollten. Mal eine Frage, ich weiß nicht, ob Ex-Huf da schon was geschrieben hat: Hatte Ex-Huf irgendwelche nachweisbaren Nachteile ? Das kann er sicher selbst beantworten. Was war eigentlich der Grund für das Zusammentragen von so viel Privatem ?




Ich finde es immer wieder faszinierend, wie einige hier im Forum, in diesem Falle du DoreHolm, mit der Farbenlehre spielen und daraus ihre Schlüsse über den Zustand meiner Augen ziehen. Mitnichten s/w, ich sehe meine Welt in den buntesten Farben, komme gerade von einem schönen Winterspaziergang bei Schnee und Sonnenschein nach Hause und stelle fest, in welch wunderschönem Land ich doch lebe.
Einen schönen 2.Advent allerseits.


.
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#268

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 11:31
von mannomann14 | 625 Beiträge

Zitat von Ex-Huf im Beitrag #260
So, heute sind die Akten (Kopien) angekommen, schon erstaunlich, was man alles registriert hat. Und zweifelsohne ist man beim MfS IM-Berichten mit der Absicht der Denunziation leichtfertig und kritiklos gefolgt, um einen oder mehrere OV anzulegen.
Die meisten IM´s erkennt man aus dem Zusammenhang, andere werden per Antrag offensichtlich werden.
Außerdem habe ich Kopien von Briefen an meine Tante in Hamburg erhalten, über die ich mich sehr gefreut habe, weil völlig belanglosen Inhaltes.

Tut mir leid, aber nach dem ersten Resümee frage ich einfach kopfschüttelnd, Leute, Schnüffler, das war 40 Jahre Euer Tagwerk?
Es ist eine ausgleichende Gerechtigkeit der Geschichte, dass man Euch Einhalt geboten hat!
Tiefste Verachtung!

Ex-Huf


Hallo Klaus,
mich würde mal interessieren,ob in den IM Berichten Unwahrheiten vorkommen bzw. soweit du dich da an Begebenheiten noch Erinnern kannst eventuell etwas verdreht dargestellt wurde.
gruß mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#269

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 11:35
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #265
Wieso sollten wir schweigen ??? Dafür gibt es keinen Grund, auch keine Veranlassung jetzt eine Schützenmulde auszuheben, um sich darin zu verschanzen.
Auch sehe ich auch nicht meine über 22-jährige Tätigkeit durch die Akteneinsicht und Erkenntnisse von Huf in Frage gestellt. Es ist so, wie es Alfred bereits zum Ausdruck gebracht hat, man kann die Arbeit eines ganzen Ministeriums nicht an einen Einzelfall bzw. weitere Fälle festmachen. So bedauerlich es für den jeweils Betroffenen auch sein mag, man kann es nicht mehr ungeschehen und rückgängig machen.
Heute, nach über 22 Jahren habe auch ich persönlich meine eigenen Erkenntnisse verarbeitet und Erfahrungen gesammelt. Im nachhinein ist man immer schlauer, als zum Zeitpunkt wo es geschehen ist.
Ich für meinen Teil benötige keine Wäsche mit Persil oder einem anderem Vollwaschmittel. Mit der Ablegung meines Fahneneides, wußte ich wofür ich antrat und ich habe es bis zum heutigem Tage keinesfalls bereut.
Es hinterfragt ja auch keiner, welche Mißstände aufgedeckt und beseitigt, wie auch größere Schäden mit erheblichen Auswirkungen für die Menschen im Land verhindert wurden.
Wie eingangs bereits geschrieben, ich sehe für mich keinen Grund, mich zu verstecken, denn ich wußte was und wofür ich es tat. Von mir aus kann man mich jetzt dafür zerreissen. Auf ein paar Reißwunden mehr oder weniger kommt es im diesem Alter auch nicht mehr an.

Vierkrug


Es ist richtig, man kann die "Arbeit"( entschuldige ich kann eure Tätigkeit nicht als Arbeit bezeichnen, daher Gänsefüsschen) eines Ministeriums nicht an der Akte Huf festmachen. Man kann aber Rückschlüsse auf die Gesamtheit ziehen und es hochrechnen. Von solchen Akten gibt es Millionen. Euer Pech, dass ihr es nicht mehr geschafft habt, sie zu vernichten. Dass sie noch größtenteils vorhanden sind,halte ich für einen Glücksfall der Geschichte. Dass ihr im MfS jeden Scheiss notiert habt und Akten angelegt habt, ist erstens ein typisch deutsche " Tugend " und schlägt nun nach dem bekannten Verlauf der Geschichte voll auf die eh.Mitarbeiter des MfS zurück. Der Volksmund sagt Künstlerpech.


.
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#270

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 11:52
von Arnstädter | 266 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #265
Wieso sollten wir schweigen ??? Dafür gibt es keinen Grund, auch keine Veranlassung jetzt eine Schützenmulde auszuheben, um sich darin zu verschanzen.
Auch sehe ich auch nicht meine über 22-jährige Tätigkeit durch die Akteneinsicht und Erkenntnisse von Huf in Frage gestellt. Es ist so, wie es Alfred bereits zum Ausdruck gebracht hat, man kann die Arbeit eines ganzen Ministeriums nicht an einen Einzelfall bzw. weitere Fälle festmachen. So bedauerlich es für den jeweils Betroffenen auch sein mag, man kann es nicht mehr ungeschehen und rückgängig machen.
Heute, nach über 22 Jahren habe auch ich persönlich meine eigenen Erkenntnisse verarbeitet und Erfahrungen gesammelt. Im nachhinein ist man immer schlauer, als zum Zeitpunkt wo es geschehen ist.
Ich für meinen Teil benötige keine Wäsche mit Persil oder einem anderem Vollwaschmittel. Mit der Ablegung meines Fahneneides, wußte ich wofür ich antrat und ich habe es bis zum heutigem Tage keinesfalls bereut.
Es hinterfragt ja auch keiner, welche Mißstände aufgedeckt und beseitigt, wie auch größere Schäden mit erheblichen Auswirkungen für die Menschen im Land verhindert wurden.
Wie eingangs bereits geschrieben, ich sehe für mich keinen Grund, mich zu verstecken, denn ich wußte was und wofür ich es tat. Von mir aus kann man mich jetzt dafür zerreissen. Auf ein paar Reißwunden mehr oder weniger kommt es im diesem Alter auch nicht mehr an.

Vierkrug


Als erstens möchte ich dir Danke sagen was du hier schreibst .Mit den Fahneneid zb .bin ich der selben Meinung und habe es auch schon mal in einen Beitrag geschrieben.
Auch ich habe seit Mai dieses Jahres meinen Antrag auf Einsicht laufen.Bis heute keine Info,außer einen Brief von der BSTU das der Antrag eingegangen ist.
Ich möchte keine Rache oder so ,aber möchte meine Freunde /Nachbarn ins Auge sehen können.
Gerade hier wo ich wohne ,lebe , und Arbeit habe ich schon oft gemerkt ,das meine Biographie immer wieder mit Stasi ,in Verbindung gebracht wird.
Und da sollte auch von der Bundesregierung mal gehandelt werden.
Ich bin in der DDR geboren ,es war auch mein Leben,habe auch geliebt,und auch geflucht.


das System funktioniert weil du funktionierst
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#271

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 11:53
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Die Schatten der Vergangenheit sind oft lang.
Ein Mann den ich reinen Herzens einen langjährigen Freund nennen kann, war Oberst im MfS.
Ich sehe lieber den Menschen als das was er einmal getan hat.
Das tut irgendwie gut.


Arnstädter, exgakl, IM Kressin und GeWa-8 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#272

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 12:04
von Arnstädter | 266 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #271
Die Schatten der Vergangenheit sind oft lang.
Ein Mann den ich reinen Herzens einen langjährigen Freund nennen kann, war Oberst im MfS.
Ich sehe lieber den Menschen als das was er einmal getan hat.
Das tut irgendwie gut.



Genau ,den Menschen sehn,und heute ist der Mensch zweitrangig.Die ,die den Menschen sehen werden untegebuttert.


das System funktioniert weil du funktionierst
DoreHolm und GeWa-8 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#273

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 12:13
von simsonS51 | 41 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #271
Die Schatten der Vergangenheit sind oft lang.
Ein Mann den ich reinen Herzens einen langjährigen Freund nennen kann, war Oberst im MfS.
Ich sehe lieber den Menschen als das was er einmal getan hat.
Das tut irgendwie gut.


nur gut das nicht alle so naiv denken wie Du!


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#274

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 12:57
von DoreHolm | 7.676 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #267
Zitat von DoreHolm im Beitrag #266
Zitat von Gert im Beitrag #264
danke, Huf für deine Information über dén Nachrichtengehalt deiner Stasiakte. Es ist für mich nicht überraschend, welches Machwerk dir da gereicht wird. Wenn man bisher im Forum solche Praktiken und Infos kritisierte, kamen direkt reflexartig die Reaktionen auf der Ebene entweder Lüge, oder ins Lächerliche ziehen oder antikommunistische Propaganda. Wie man sieht alles Quatsch, die Realität ist viel härter und hat nichts von alledem. Ich denke Huf, da wird auf der anderen Seite Schweigen im Wald sein, hoffentlich aus tiefstem Schamgefühl, aber diese Hoffnung ist bei mir sehr schwach ausgebildet.






Na, Gert, da schein es mir, daß Du wieder mal nur schwarz und weiß siehst. Natürlich habe ich Ex-Huf da zugestimmt, wie Du unter "Bedanken" sehen kannst, aber ich stimme hier auch Alfred zu, daß man daraus nicht auf das gesamte MfS schließen kann. Es wird auch kein Einzelfall sein, wie Ex-Huf seine Angelegenheiten zusammengetragen wurden. Es ist in meinen Augen nicht ein Machwerrk, wie Du sagst, sondern schlicht und einfach höchst albern, was da gemacht worden ist. So würde ich es jedenfalls empfinden, wenn ich in meinen Akten eine solche Menge von Nichtigkeiten finden würde. Ich gehe davon aus, daß wie Pit 59 schon schrieb, hier einige Leute sehr übereifrig waren und ihre Daseinsberechtigung nachweisen wollten. Mal eine Frage, ich weiß nicht, ob Ex-Huf da schon was geschrieben hat: Hatte Ex-Huf irgendwelche nachweisbaren Nachteile ? Das kann er sicher selbst beantworten. Was war eigentlich der Grund für das Zusammentragen von so viel Privatem ?




Ich finde es immer wieder faszinierend, wie einige hier im Forum, in diesem Falle du DoreHolm, mit der Farbenlehre spielen und daraus ihre Schlüsse über den Zustand meiner Augen ziehen. Mitnichten s/w, ich sehe meine Welt in den buntesten Farben, komme gerade von einem schönen Winterspaziergang bei Schnee und Sonnenschein nach Hause und stelle fest, in welch wunderschönem Land ich doch lebe.
Einen schönen 2.Advent allerseits.




Will Dir nicht zu nahe treten, aber wer bestimmte Farben nicht sieht und sie auch früher nie gesehen hat, weiß nicht, daß es sie gibt und meint, alles sehen zu können. Im Tierreich gibt es Arten, die können UV und IR sehen, andere wieder bestimmte Farben nicht, die wir sehen. Und alle meinen ernsthaft, sie würden alles sehen. Was ich damit sagen will ist, daß Du möglicherweise bei manchen Dingen zumachst nach dem Motto, daß nicht sein kann was nicht sein darf.



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#275

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 13:24
von turtle | 6.961 Beiträge

Ich kann natürlich nur für meine eigene Erfahrung mit Unwahrheiten in den Berichten von IM's schreiben. Ja bei mir waren Unwahrheiten dabei welche mir sehr geschadet haben. Einiges in den Berichten habe ich nicht getan und war erfunden. Da ich nie dazu befragt wurde ,konnte ich es nie richtig stellen. Ich denke da waren leider auch Informanten dabei welche sich wichtig und lieb Kind machen wollten.IM's welche 100 % von ihrem Staat überzeugt waren und Schaden vom Staat abwenden wollten oder auf Missstände in der DDR aufmerksam machen wollten ist die eine Sache die ich mit viel wohlwollen noch verstehen kann ,aber nicht diese Schmutzfinken die bewusst Unwahrheiten verbreiteten ihren Nachbarn bespitzelten um aus niedrigen Gründen oder zu ihrem Vorteil Schaden zufügten,dafür habe ich kein Verständnis.Für mich war es wichtig und es gehörte zu meiner persönlichen Verarbeitung meine DDR Vergangenheit aufzuarbeiten. Deshalb wollte ich unbedingt Einsicht in meine Unterlagen. Trotzdem war ich erschüttert wer in welchem Umfang Berichte über mich geschrieben hatten. Dabei waren auch "Freunde"



Zitat von mannomann14 im Beitrag #268
Zitat von Ex-Huf im Beitrag #260
So, heute sind die Akten (Kopien) angekommen, schon erstaunlich, was man alles registriert hat. Und zweifelsohne ist man beim MfS IM-Berichten mit der Absicht der Denunziation leichtfertig und kritiklos gefolgt, um einen oder mehrere OV anzulegen.
Die meisten IM´s erkennt man aus dem Zusammenhang, andere werden per Antrag offensichtlich werden.
Außerdem habe ich Kopien von Briefen an meine Tante in Hamburg erhalten, über die ich mich sehr gefreut habe, weil völlig belanglosen Inhaltes.

Tut mir leid, aber nach dem ersten Resümee frage ich einfach kopfschüttelnd, Leute, Schnüffler, das war 40 Jahre Euer Tagwerk?
Es ist eine ausgleichende Gerechtigkeit der Geschichte, dass man Euch Einhalt geboten hat!
Tiefste Verachtung!

Ex-Huf


Hallo Klaus,
mich würde mal interessieren,ob in den IM Berichten Unwahrheiten vorkommen bzw. soweit du dich da an Begebenheiten noch Erinnern kannst eventuell etwas verdreht dargestellt wurde.
gruß mannomann


Gert und utkieker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#276

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 15:06
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #274
Zitat von Gert im Beitrag #267
Zitat von DoreHolm im Beitrag #266
Zitat von Gert im Beitrag #264
danke, Huf für deine Information über dén Nachrichtengehalt deiner Stasiakte. Es ist für mich nicht überraschend, welches Machwerk dir da gereicht wird. Wenn man bisher im Forum solche Praktiken und Infos kritisierte, kamen direkt reflexartig die Reaktionen auf der Ebene entweder Lüge, oder ins Lächerliche ziehen oder antikommunistische Propaganda. Wie man sieht alles Quatsch, die Realität ist viel härter und hat nichts von alledem. Ich denke Huf, da wird auf der anderen Seite Schweigen im Wald sein, hoffentlich aus tiefstem Schamgefühl, aber diese Hoffnung ist bei mir sehr schwach ausgebildet.






Na, Gert, da schein es mir, daß Du wieder mal nur schwarz und weiß siehst. Natürlich habe ich Ex-Huf da zugestimmt, wie Du unter "Bedanken" sehen kannst, aber ich stimme hier auch Alfred zu, daß man daraus nicht auf das gesamte MfS schließen kann. Es wird auch kein Einzelfall sein, wie Ex-Huf seine Angelegenheiten zusammengetragen wurden. Es ist in meinen Augen nicht ein Machwerrk, wie Du sagst, sondern schlicht und einfach höchst albern, was da gemacht worden ist. So würde ich es jedenfalls empfinden, wenn ich in meinen Akten eine solche Menge von Nichtigkeiten finden würde. Ich gehe davon aus, daß wie Pit 59 schon schrieb, hier einige Leute sehr übereifrig waren und ihre Daseinsberechtigung nachweisen wollten. Mal eine Frage, ich weiß nicht, ob Ex-Huf da schon was geschrieben hat: Hatte Ex-Huf irgendwelche nachweisbaren Nachteile ? Das kann er sicher selbst beantworten. Was war eigentlich der Grund für das Zusammentragen von so viel Privatem ?




Ich finde es immer wieder faszinierend, wie einige hier im Forum, in diesem Falle du DoreHolm, mit der Farbenlehre spielen und daraus ihre Schlüsse über den Zustand meiner Augen ziehen. Mitnichten s/w, ich sehe meine Welt in den buntesten Farben, komme gerade von einem schönen Winterspaziergang bei Schnee und Sonnenschein nach Hause und stelle fest, in welch wunderschönem Land ich doch lebe.
Einen schönen 2.Advent allerseits.




Will Dir nicht zu nahe treten, aber wer bestimmte Farben nicht sieht und sie auch früher nie gesehen hat, weiß nicht, daß es sie gibt und meint, alles sehen zu können. Im Tierreich gibt es Arten, die können UV und IR sehen, andere wieder bestimmte Farben nicht, die wir sehen. Und alle meinen ernsthaft, sie würden alles sehen. Was ich damit sagen will ist, daß Du möglicherweise bei manchen Dingen zumachst nach dem Motto, daß nicht sein kann was nicht sein darf.




Sehr nett deine Ausführungen über das Tierreich, ich bin aber kein Tier


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#277

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 15:44
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Wer kausale Zusammenhänge predigt , ohne sie selbst zu verstehen, bringt jeden Staat in den Bankrott. Pferde von hinten aufsatteln, ist immer ein aussichtsloses Unterfangen. Statt Aufbau der Wirtschaft, der Infrastruktur und Nutzung der Kreativität der Menschen , wurde jegliche unternehmerische Tätigkeit behindert, wurden Mauern statt Wohnungen und Infrastruktur errichtet und wurde die eigene Bevölkerung ganztags von allen Seiten bespitzelt.

Wenn man die Leistungsfähigkeit der DDR-Bürger und der Wirtschaft anders genutzt hätte, sehe es vielleicht heute anders aus.
Der Spruch : Stasi in die Produktion , kam leider 30-40Jahre zu spät.


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#278

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 17:24
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Ex-Huf im Beitrag #260
So, heute sind die Akten (Kopien) angekommen, schon erstaunlich, was man alles registriert hat. Und zweifelsohne ist man beim MfS IM-Berichten mit der Absicht der Denunziation leichtfertig und kritiklos gefolgt, um einen oder mehrere OV anzulegen.
Die meisten IM´s erkennt man aus dem Zusammenhang, andere werden per Antrag offensichtlich werden.
Außerdem habe ich Kopien von Briefen an meine Tante in Hamburg erhalten, über die ich mich sehr gefreut habe, weil völlig belanglosen Inhaltes.

Tut mir leid, aber nach dem ersten Resümee frage ich einfach kopfschüttelnd, Leute, Schnüffler, das war 40 Jahre Euer Tagwerk?
Es ist eine ausgleichende Gerechtigkeit der Geschichte, dass man Euch Einhalt geboten hat!
Tiefste Verachtung!

Ex-Huf
Vermute dir standen die Haare zu Berge..über die Sammelwut des Mfs.Ob es wichtig ist oder nicht..das spielte
erst mal keine Rolle...Haupsache ein lückenloser "Bericht".
Der Chef hat ja selber gesagt...Genossen wir müssen alles wissen..nichts darf an uns vorbeigehen



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#279

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 18:28
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von simsonS51 im Beitrag #273
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #271
Die Schatten der Vergangenheit sind oft lang.
Ein Mann den ich reinen Herzens einen langjährigen Freund nennen kann, war Oberst im MfS.
Ich sehe lieber den Menschen als das was er einmal getan hat.
Das tut irgendwie gut.


nur gut das nicht alle so naiv denken wie Du!


Aha, weil ich einen Menschen nur nach seiner Persönlichkeit beurteile bin ich naiv.
Nun gut, wenn du meinst.
Er war übrigens ein Techniker, kein Verhörer.


GeWa-8 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.12.2012 18:30 | nach oben springen

#280

RE: Erfahrung mit der Eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.12.2012 18:29
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Da hat man nun jedes Gespräch und jeden lauten Furz , den einer der Untertanen gelassen hat, aufgezeichnet und dokumentiert und trotzdem waren alle auf einmal überrascht, daß das Arbeiter-und Bauenparadies innert weniger Wochen unregierbar wurde und sich in Wohlgefallen aufgelöst hat.
Eigentlich ein Widerspruch. Außer Spesen,nichts gewesen.


utkieker hat sich für diesen Beitrag bedankt
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