#121

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 23:35
von Fritze (gelöscht)
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das siehst Du @Grenzwolf aber in einem sehr engen Rahmen ! Gartenschläger war bewaffnet ! Falsch war er dort auch ,genau wie Deutschland in Russland !
Etliche andere Grenzverletzer waren auch bewaffnet und tote Grenzsoldaten gabs auch oder !?!


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.07.2013 23:36 | nach oben springen

#122

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 23:41
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Fritze im Beitrag #121
das siehst Du @Grenzwolf aber in einem sehr engen Rahmen ! Gartenschläger war bewaffnet ! Falsch war er dort auch ,genau wie Deutschland in Russland !
Etliche andere Grenzverletzer waren auch bewaffnet und tote Grenzsoldaten gabs auch oder !?!


Warum sehe ich das eng?
Es gab bewaffnete Grenzverletzer und es gab auch tote Grenzsoldaten, keine Frage, es gab aber auch unbewaffnete erschossene Grenzverletzer und ich hatte den Eindruck ich wurde dazu angehalten die Schusswaffe auch gegen unbewaffnete Flüchtende anzuwenden um eine Flucht damit zu vereiteln, wenn das bei dir nicht so war ist es halt da anders gewesen, kann ich nicht beurteilen.
Hat dieser Gartenschläger überhaupt mit seiner Pistole das Feuer eröffnet, gab es überhaupt einen richtigen Schusswechsel damals?


exDieter1945 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.07.2013 23:41 | nach oben springen

#123

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 23:43
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von SET800 im Beitrag #114
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #108

Nabend SET....
mal die Aussagen aus
der Gerichtsverhandlung gelesen? Gruessli BO


Hallo,
egal was in den Akten steht, zu einem Hinterhalt gehört nunmal jemand vorzutäuschen die Sache wäre
harmlos oder gar in die Falle zu locken. Haben DDR-Organe Herrn Gartenschläger eingeladen:
Holen sich sich so ein Ding, wir gucken auch extra weg und ziehen unsere Kräfte zurück?

Dann trotzdem sofort tödlich zu schiessen, das wäre ein heimtückischer Hinterhalt.

Ich denke in einem ( militärischen ) Sicherheitsbereich gibt es von Seiten des Wachpersonales keine
heimtückischen Fallen, prinzipbedingt nicht. Wer da eindringt muß mit Gewaltmaßnahmen rechnen.
Und da Gartenschläger unstrittig. so las ich es, auch bewaffnet war beruhte der Schußwaffeneinsatz
der DDR-Organe auf eine richtige Situationseinschätzung. Die Vorsicht wurde dadurch nachträglich
dadurch gerechtfertigt.




Nabend SET 800
Aaaaha,man "lernt ja nie aus"...

Ich versuch mal "Deine Gedankengaenge in Worte zu fassen".....
Militaerischer Sicherheitsbereich ok.
Die Befehlslage bei uns war klar,eindeutig...Jede Person ohne Parole oder Berechtigung,die diesen Sperrbereich somit unbefugt betritt ...ist festzustellen,festzunehmen und den zustaendigen Organen zu uebergeben.
Sinngemaes aus den Anweisungen meines alten Kommandeurs.....

Es gab mal die Frage nach den MVN,was machen wir,bei Antreffen von Personen dieser Truppe...
Noch einen Zug aus der Zigarette,die sollten diesen Platz eijentlich nicht mehr verlassen koennen.
Das klingt "Ordensverdaechtig" ist keine Wertung,reiner Pragmatismus...

"Mein Platz"war ein richtiger militaerischer Sicherheitsbereich und die Festnahme eines OSLs(angesoffen und wirklich frech wie Rotze.. wuerde der Berliner sagen)inklusiver Jagdwaffe haette es damals auch verdient,das man Ihn zumindest per Handschlag aus seinen Stiefeln befoerdert....
Aber kann man den einfach "erschiessen,umlegen...was auch immer....

Nur zum besseren Verstaendnis...wenn man die Aussagen liesst...hat es sich so zugetragen....!
Zu MG...

Bekannt war das MG eine weitere SM abbauen wollte,eine Truppe des MfS legt sich auf die "Lauer"und wartet...
Tatsaechlich kommt da wer daher,den man noch nicht identifizieren konnte....
Einer aus dem Trupp entsichert seine Waffe,dieses Geraeusch...fuerht dazu,das MG als "Erster"in die Richtung des Geraeusches aus seiner Waffe feuert....
So die Aussagen.... und klar wusste der worauf er sich"einlaesst"...
Projektile schlagen in der Naehe des Mannes eins,der seine Waffe entsichert hat und damit das "metallische Klicken verursacht hat.
Darauf erwidert der Mann aus seiner Waffe das Feuer.....
MG faellt zu Boden und wird von diesem Mann.... als noch lebend bezeichnet...darauf hin,wird er von den anderen Beteiligten zurueckgewiesen und MG wird niedergestreckt....
Das waere nach meiner Meinung..Mord...
120 Patronen sollen insgesamt verbraucht worden sein.

Wenns so war,ist da was "schief"gegangen....Man wollte Ihn fangen und die Sache ist aus dem "Ruder gelaufen....

Was ich damit meine SET 800...einen Gegner oder Feind zu fangen,ist das eine/Ihn nach ausser "Gefecht setzen""dann zu erschiessen,etwas Anderes!...

Ich mag mich ja irren,aber dann waren die erfahrenen Kaempfer,doch nicht so ausgebildet und Nerven stark?

Gruss BO


zuletzt bearbeitet 03.07.2013 00:10 | nach oben springen

#124

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.07.2013 23:46
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Boelleronkel im Beitrag #123
Zitat von SET800 im Beitrag #114
[quote=Boelleronkel|p268549]
Nabend SET....
mal die Aussagen aus
der Gerichtsverhandlung gelesen? Gruessli BO


Hallo,
egal was in den Akten steht, zu einem Hinterhalt gehört nunmal jemand vorzutäuschen die Sache wäre
harmlos oder gar in die Falle zu locken. Haben DDR-Organe Herrn Gartenschläger eingeladen:
Holen sich sich so ein Ding, wir gucken auch extra weg und ziehen unsere Kräfte zurück?

Dann trotzdem sofort tödlich zu schiessen, das wäre ein heimtückischer Hinterhalt.

Ich denke in einem ( militärischen ) Sicherheitsbereich gibt es von Seiten des Wachpersonales keine
heimtückischen Fallen, prinzipbedingt nicht. Wer da eindringt muß mit Gewaltmaßnahmen rechnen.
Und da Gartenschläger unstrittig. so las ich es, auch bewaffnet war beruhte der Schußwaffeneinsatz
der DDR-Organe auf eine richtige Situationseinschätzung. Die Vorsicht wurde dadurch nachträglich
dadurch gerechtfertigt.





Doppelt und geloescht,sorry,die alten Finger


zuletzt bearbeitet 02.07.2013 23:52 | nach oben springen

#125

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 02:55
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #123
... hat.
Darauf erwidert der Mann aus seiner Waffe das Feuer.....
MG faellt zu Boden und wird von diesem Mann.... als noch lebend bezeichnet...darauf hin,wird er von den anderen Beteiligten zurueckgewiesen und MG wird niedergestreckt....
Das waere nach meiner Meinung..Mord...
120 Patronen sollen insgesamt verbraucht worden sein.

Wenns so war,ist da was "schief"gegangen....Man wollte Ihn fangen und die Sache ist aus dem "Ruder gelaufen....

Was ich damit meine SET 800...einen Gegner oder Feind zu fangen,ist das eine/Ihn nach ausser "Gefecht setzen""dann zu erschiessen,etwas Anderes!...

Ich mag mich ja irren,aber dann waren die erfahrenen Kaempfer,doch nicht so ausgebildet und Nerven stark?
...


Das ist vom Ablauf aber nicht korrekt.
- Ja, MG hat vermutlich zuerst geschossen
- Die ersten erwidernden Feuerstöße kamen von nahezu allen, nicht nur von einem.
- Dann fielen ein oder zwei Schüsse aus der Flinte eines Komplicen des MG.
- Die spätere Untersuchung hat ergeben, dass zumindest wahrscheinlich ist, dass die ersten Feuerstöße bereits tödlich waren. Anders als im Film aber töten Schußverletzung eher selten augenblicklich. So hier auch. Wenn aber nicht sicher ist, ob ein Gegner das Feuer nicht womöglich doch noch mal eröffnet, dann müssen die eigenen Leute eben aus der Schußlinie zurückgepfiffen werden.
Eine von den typisch tragischen Situationen, wo man erst hinterher weiß, dass es zuviel war.
- Schau dir doch Datum und historische Zeit an. Dieses Ereignis hat, was die Ausbildung und Vorbereitung betrifft, die Truppe bei der EK etwa auf dem Stand "erwischt" wie die bundesdeutsche Polizei München 1972.
Für Kampfeinsätze waren sie ausgebildet. Die enden bei so etwas militärisch im zusammengefassten Feuer bis die weiße Fahne wedelt oder eben niemand auch nur eine Bewegung mehr macht. Das hier aber war mehr ein Ordnungseinsatz und dafür war das Training eher mäßig. Das kam alles erst danach. Und zwischen Theorie a´la Schießstand und zurückschießender Praxis besteht nun mal ein Unterschied. Der jeden beim allerersten Mal nervlich enorm belastet.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#126

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 09:09
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
nochmals zur Klarstellung. Es gibt eine humanistische-politische Frage betreff Grenze, Ausreisebedingungen,
Freizügigkeit, Staatsräson, zum Wohle des Volkes seine Arbeitskraft im Land einzusetzen, Waffeninsatz,
Verhältnissmäßigkeit usw. Die Antworten hierzu sind je nach invidualistischer oder sozialistischer Auffassung
unterschiedlich.

Dann die Frage obder damalige Einsatz von Recht und Befehlslage her übertrieben, angemessen oder unglücklich verlief.

Und drittens, nur hierzu äusserte ich mich mit einer Meinung, gibt es den Vorwurf "Heimtückischer Falle",
das bestreite ich. Ich gehe davon aus daß Gartenschläger über die quasimilitärische Grenzsicherung und
Befehlsstruktur samt möglicher verdeckter Posten sich völlig im Klaren war.



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#127

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 16:20
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #126
Und drittens, nur hierzu äusserte ich mich mit einer Meinung, gibt es den Vorwurf "Heimtückischer Falle",
das bestreite ich. Ich gehe davon aus daß Gartenschläger über die quasimilitärische Grenzsicherung und
Befehlsstruktur samt möglicher verdeckter Posten sich völlig im Klaren war.


Hätte nicht gedacht mir Dir mal einer Meinung zu sein, aber hier sehe ich das auch so. Das hätte Gartenschläger klar sein müssen. Immer an der selben Stelle ,macht den Leichtsinn noch deutlicher.


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#128

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 17:40
von GZB1 | 3.287 Beiträge

M.G. hat sicherlich auch sein Ego angetrieben, wie so Manchen mit tragischem Ausgang.


zuletzt bearbeitet 03.07.2013 17:46 | nach oben springen

#129

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 17:43
von ddr-bürger (gelöscht)
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Im übertragenen Sinne ist er bei einem "Bruch" erwischt worden, wer mit einer Waffe loszieht um eine Grenzanlage zu beschädigen muß sich der Folgen bewußt sein....


Kurt und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#130

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.07.2013 23:53
von exDieter1945 | 228 Beiträge

Aus "Heute Journal" vom 9. November 1999.
Beachtet die Aussage des Generalstaatsanwalts Prechtl ab 1:22


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.07.2013 23:54 | nach oben springen

#131

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2013 07:44
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo.
kein Problem damit. Ein BEWAFFNETER ununiformierter Kämpfer gilt als Freischärler und verliert alle Rechte
als Gefangender und kann im (kalten ) Kriegsfall sofort erschossen werden. Siehe Drohnenkrieg in Aghanistan
und Pakistan. Gartenschläger führte eben seinen privaten Partisanenkrieg gegen die DDR.



Feliks D., eisenringtheo und Kurt haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#132

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2013 08:53
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #131
Hallo.
kein Problem damit. Ein BEWAFFNETER ununiformierter Kämpfer gilt als Freischärler und verliert alle Rechte
als Gefangender und kann im (kalten ) Kriegsfall sofort erschossen werden.
Siehe Drohnenkrieg in Aghanistan
und Pakistan. Gartenschläger führte eben seinen privaten Partisanenkrieg gegen die DDR.


So stimmt es natürlich auch nicht ganz
http://www.humanitaeres-voelkerrecht.de/...mbattanten.html
(Nicht alles was die Amerikaner tun, ist vom Völkerrecht gedeckt): Erstens war kein Krieg und zweitens hat auch ein Partisan Anrecht auf ein Gerichtsverfahren und eine gerechte Strafe (im Gegensatz zu den Kombattanten, die kommen bis zum Austausch oder bis zum Ende des Krieges in Kriegsgefangenschaft).
Theo


Bugsy hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#133

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2013 09:38
von turtle | 6.961 Beiträge

Habe jetzt nicht noch einmal alles durchgelesen, auch wenn doppelt meine Frage. Sind die Informanten an die Stasi bekannt? Hatten die oder der später deswegen Probleme ? Kann nicht verstehen das die bei ihrer Aktion nicht daran gedacht haben ,das vor dem Zaun auch noch ein Stück DDR ist, und da bereits Grenzer sein können. Da war sehr viel Leichtsinn dabei, oder er war zu zuversichtlich da es schon 2 x gut ging ! Unterschätze nie Deine Gegner !


zuletzt bearbeitet 04.07.2013 09:39 | nach oben springen

#134

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2013 15:56
von S51 | 3.733 Beiträge

Wenn ich das, was ich vor Jahren in Stunden des Wartens gehört noch richtig in Erinnerung habe, dann gab es keine "Informanten" im Sinne einer vereinbarten Handlung. Dann beruhte das Wissen auf beiden Seiten durch gezielte oder nicht gezielte Indiskretionen auf beiden Seiten.
Soll heißen, auf westlicher Seite wurde in Hörnähe unserer Grenzer davon gesprochen, das wieder "etwas passieren" würde und "die Person dabei bewaffnet sei".
Diese Information, die so nicht nur einmal weiter kam, führte dann zu diesem Einsatz, der nicht nur an dieser Stelle aber eben auch dort erfolgte.
Später, im Verfahren, erwies es sich, dass es in der Gruppe von G. mehr oder weniger Informanten des MfS gab aber dies ist so damals in den Erzählungen nicht rüber gekommen. Vielleicht gab es sie oder ihn aber es ist genauso gut möglich, das dessen Informationen auf dem Behördenweg erst ankamen als alles längst vorbei war.
Umgekehrt war es ähnlich. Aus verstärkten Feindwärtseinsätzen links und rechts in den Abschnitten und den Unterhaltungen dabei erwuchsen Meldungen, welche die Dienste auswerteten und als Warnung an G. weitergaben.
Natürlich kann man nun annehmen, dass dies alles gezielt war. Dann wäre G. in eine indirekt koordinierte Falle von östlichen und westlichen Diensten geraten. Beweisbar ist dies nicht und kann deshalb auch nur ein mehrfacher dummer Zufall sein. Die Wirklichkeit ist nahezu immer viel einfacher als alle Geschichten. Sicher jedoch hat diese Geschichte weitere derartige Vorfälle sowohl dieser als auch jener Art als warnendes Beispiel unwahrscheinlicher gemacht.
In Gesprächen wurde öfter eine Analogie zu "Good bye und amen" gezogen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


turtle hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#135

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2013 16:48
von damals wars | 12.186 Beiträge

Du meinst, G. war auch vom Westen zum Abschuss freigegeben worden?
Weil er trotzt wiederholter Warnungen eine Belastung für die deutsch- deutschen Beziehungen geblieben war?

Gab es den westdeutsche Zulieferer für die "Selbstschussanlagen"?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#136

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2013 17:52
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #135
Du meinst, G. war auch vom Westen zum Abschuss freigegeben worden?
Weil er trotzt wiederholter Warnungen eine Belastung für die deutsch- deutschen Beziehungen geblieben war?

Gab es den westdeutsche Zulieferer für die "Selbstschussanlagen"?


Wenn es so ist, wie Wikipedia schreibt, dass die SM schon ab 1970 installiert wurden und wenn man davon ausgeht, dass dies der BRD alsbald bekannt wurde, könnte man schon meinen, dass die von Gartenschläger ausgelösten Berichte in den Medien auch der Regierung der BRD nicht ins Konzept passten. Warum man ein Medienecho nicht wünschte, ist mir bislang unklar, möglicherweise fürchtete man dadurch Störungen "in der deutsch-deutschen Annäherungen" aus den Reihen der eigenen Parteien, nach dem Motto: "Das ist so abscheulich, warum geben wir überhaupt so viel Geld für die DDR aus!
Theo


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#137

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2013 18:20
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Siehe damals wars mit:

"Du meinst, G. war auch vom Westen zum Abschuss freigegeben worden?
Weil er trotzt wiederholter Warnungen eine Belastung für die deutsch- deutschen Beziehungen geblieben war?"

Mensch das schrieb ich doch schon in hunderten Texten(na gut, es waren vielleicht vier, auch in einem anderen Forum), der penetrante Kerl war einfach eine Belastung geworden, auch für den Westen gerade durch seine Sturheit(typisch Ossi eben) sich einfach nicht den neuen politischen Bedingungen (Annäherung) anpassen zu wollen, gerade sein Ding mit Macht durchziehen zu wollen.

Also opferte man ihn, den Michael,den sturen Dummkopf, so einfach sehe ich das heute. Es passte auch ins westliche Konzept, man heuchelte zwar hinterher aber so muss es gewesen sein, Hundertpro.

Lebensläufer....also so langsam wird das hier ne Endlosgeschichte. Und Michael lacht bestimmt in seinem Grab gerade weil sein Ego damals wie heute(sinngemäß jetzt) sich immer durchsetzen wollte.


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#138

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2013 19:28
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von S51 im Beitrag #125
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #123
... hat.
Darauf erwidert der Mann aus seiner Waffe das Feuer.....
MG faellt zu Boden und wird von diesem Mann.... als noch lebend bezeichnet...darauf hin,wird er von den anderen Beteiligten zurueckgewiesen und MG wird niedergestreckt....
Das waere nach meiner Meinung..Mord...
120 Patronen sollen insgesamt verbraucht worden sein.

Wenns so war,ist da was "schief"gegangen....Man wollte Ihn fangen und die Sache ist aus dem "Ruder gelaufen....

Was ich damit meine SET 800...einen Gegner oder Feind zu fangen,ist das eine/Ihn nach ausser "Gefecht setzen""dann zu erschiessen,etwas Anderes!...

Ich mag mich ja irren,aber dann waren die erfahrenen Kaempfer,doch nicht so ausgebildet und Nerven stark?
...


Das ist vom Ablauf aber nicht korrekt.
- Ja, MG hat vermutlich zuerst geschossen
- Die ersten erwidernden Feuerstöße kamen von nahezu allen, nicht nur von einem.
- Dann fielen ein oder zwei Schüsse aus der Flinte eines Komplicen des MG.
- Die spätere Untersuchung hat ergeben, dass zumindest wahrscheinlich ist, dass die ersten Feuerstöße bereits tödlich waren. Anders als im Film aber töten Schußverletzung eher selten augenblicklich. So hier auch. Wenn aber nicht sicher ist, ob ein Gegner das Feuer nicht womöglich doch noch mal eröffnet, dann müssen die eigenen Leute eben aus der Schußlinie zurückgepfiffen werden.
Eine von den typisch tragischen Situationen, wo man erst hinterher weiß, dass es zuviel war.
- Schau dir doch Datum und historische Zeit an. Dieses Ereignis hat, was die Ausbildung und Vorbereitung betrifft, die Truppe bei der EK etwa auf dem Stand "erwischt" wie die bundesdeutsche Polizei München 1972.
Für Kampfeinsätze waren sie ausgebildet. Die enden bei so etwas militärisch im zusammengefassten Feuer bis die weiße Fahne wedelt oder eben niemand auch nur eine Bewegung mehr macht. Das hier aber war mehr ein Ordnungseinsatz und dafür war das Training eher mäßig. Das kam alles erst danach. Und zwischen Theorie a´la Schießstand und zurückschießender Praxis besteht nun mal ein Unterschied. Der jeden beim allerersten Mal nervlich enorm belastet.



Juut S 51 ...
widder bissle was dazujelernt,dennoch ists meine Meinung,eijentlich wollte man den MG fangen und nochmals inne DDR dann vor Gericht stellen und Ihn somit so praesentieren wie MG einst die SMs.
Die Zeiten waren eben so.
Was den Ausbildungsstand der "Beteiligten betrifft,da hab ich dann doch schon meine Zweifel....aber ejal,wir waren nicht dabei...

Was allerdings Deinen "respektlosen" Satz aller Theorie/Praxis(ich haette beinahe Klugscheisser geschrieben) plus Schiesstand betrifft",sollten wir uns mal uff nen Meeting treffen, "Nackig machen vor allen Leuts und Lebensnarbenschau halten"
mal
guggen ob Du Deinen Mund dann immer noch soooo weit aufreisst.

Nuescht wie unjuut und Gruessli BO

P.S.Und fuer dich vorab,ich weiss wie es klingt!


zuletzt bearbeitet 04.07.2013 19:29 | nach oben springen

#139

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2013 20:22
von Bugsy | 454 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #138
Juut S 51 ...
widder bissle was dazujelernt,dennoch ists meine Meinung,eijentlich wollte man den MG fangen und nochmals inne DDR dann vor Gericht stellen und Ihn somit so praesentieren wie MG einst die SMs.
Die Zeiten waren eben so.
Was den Ausbildungsstand der "Beteiligten betrifft,da hab ich dann doch schon meine Zweifel....aber ejal,wir waren nicht dabei...

Was allerdings Deinen "respektlosen" Satz aller Theorie/Praxis(ich haette beinahe Klugscheisser geschrieben) plus Schiesstand betrifft",sollten wir uns mal uff nen Meeting treffen, "Nackig machen vor allen Leuts und Lebensnarbenschau halten"
mal
guggen ob Du Deinen Mund dann immer noch soooo weit aufreisst.

Nuescht wie unjuut und Gruessli BO

P.S.Und fuer dich vorab,ich weiss wie es klingt!

So kannst du das nicht abtun, Boelleronkel. Ich habe bereits an anderer Stelle erwähnt, dass ich womöglich zu den wenigen hier im Forum, die tatsächlich "den Ernstfall" erlebt haben. Glaube mir, da kannst du das, was du bei der Schießausbildung gelernt hast vergessen! Das Einzige, was beim Üben dabei Gültigkeit hat, ist dass diese Bleiklumpen dich alle machen können, und zwar permanent! Es ist dann eine primitiv-existenzielle Frage: Er oder ich.

Vergiss die Theoretiker, die von “in die Beine schießen“ und den ganzen Kram faseln. Im Ernstfall geht die Feinmotorik flöten und du willst den Typen unschädlich machen, ganz egal wie viele Kugel du in seine Richtung pumpst. Wenn er dabei ums Leben kommt, sei es drum. Er hat auf dich geschossen. Das mag irgendwie “unmenschlich" klingen, aber zwischen Theorie und Praxis, gerade im dem Bereich, tun sich wirklich unermessliche Welten auf.

MsG


Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlicheit, der Sanitäter kommt zehn Minuten später.
seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#140

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.07.2013 20:35
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Bugsy im Beitrag #139
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #138
Juut S 51 ...
widder bissle was dazujelernt,dennoch ists meine Meinung,eijentlich wollte man den MG fangen und nochmals inne DDR dann vor Gericht stellen und Ihn somit so praesentieren wie MG einst die SMs.
Die Zeiten waren eben so.
Was den Ausbildungsstand der "Beteiligten betrifft,da hab ich dann doch schon meine Zweifel....aber ejal,wir waren nicht dabei...

Was allerdings Deinen "respektlosen" Satz aller Theorie/Praxis(ich haette beinahe Klugscheisser geschrieben) plus Schiesstand betrifft",sollten wir uns mal uff nen Meeting treffen, "Nackig machen vor allen Leuts und Lebensnarbenschau halten"
mal
guggen ob Du Deinen Mund dann immer noch soooo weit aufreisst.

Nuescht wie unjuut und Gruessli BO

P.S.Und fuer dich vorab,ich weiss wie es klingt!

So kannst du das nicht abtun, Boelleronkel. Ich habe bereits an anderer Stelle erwähnt, dass ich womöglich zu den wenigen hier im Forum, die tatsächlich "den Ernstfall" erlebt haben. Glaube mir, da kannst du das, was du bei der Schießausbildung gelernt hast vergessen! Das Einzige, was beim Üben dabei Gültigkeit hat, ist dass diese Bleiklumpen dich alle machen können, und zwar permanent! Es ist dann eine primitiv-existenzielle Frage: Er oder ich.

Vergiss die Theoretiker, die von “in die Beine schießen“ und den ganzen Kram faseln. Im Ernstfall geht die Feinmotorik flöten und du willst den Typen unschädlich machen, ganz egal wie viele Kugel du in seine Richtung pumpst. Wenn er dabei ums Leben kommt, sei es drum. Er hat auf dich geschossen. Das mag irgendwie “unmenschlich" klingen, aber zwischen Theorie und Praxis, gerade im dem Bereich, tun sich wirklich unermessliche Welten auf.

MsG




Was soll das Bugsy.....

Mein Staetment war,wenn nachdem MG angeschossen oder was auch immer am Boden lag,nochmals "extra"auf Ihn geschossen wurde,dann waere es fuer mich Mord.
Ende.....der Durchsage...Nicht mehr und nicht weniger.
Und ich bleib dabei,er sollte gefangen werden und das ganze Ding lief aus dem Ruder!
Wenn ich jemand von Anfang an lieqidieren will,da haette es leisere,auch waffentechnische Loesungen,auch zu der Zeit gegeben.
Es ist eben schief gegangen.

Auch Deine Theorie und Praxis Erklaerung benoetige ich nicht Bugsy!

Gruessli BO
P.S. Thema ist durch fuer mich


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