#421

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2014 18:10
von Mike59 | 7.941 Beiträge

Irgendwie wird das Thema seiner Überschrift nicht mehr gerecht.

Meine Großmutter hat immer gesagt "... wer das eine will, muss das andere mögen ..." Eine andere Floskel ist - wer sich in Gefahr begibt .... .
Mehr ist dem Thema eigentlich nicht hinzuzufügen.


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#422

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2014 18:14
von rotrang (gelöscht)
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[quote=Mike59|p399070]Irgendwie wird das Thema seiner Überschrift nicht mehr gerecht.

Meine Großmutter hat immer gesagt "... wer das eine will, muss das andere mögen ..." Eine andere Floskel ist - wer sich in Gefahr begibt .... .
Mehr ist dem Thema eigentlich nicht hinzuzufügen.[/quot[/
Dann tragen wir diese Thema zu Grabe, ansonsten wird der Herr M. G. noch ein Volksheld


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#423

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 17:54
von der glatte | 1.356 Beiträge

Eventuell sollte man das Thema einmal von einer ganz anderen Seite sehen und sich fragen: Was hat er mit seinen Aktionen denn noch gutes bewirkt? Hat er damit nicht Leute auf beiden Seiten zum Nachdenken angeregt und die todbringenden Dinger bis in den kleinsten Winkel der DDR bekannt gemacht?

Das hat nichts mit einem "Volkshelden" zu tun.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#424

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 18:05
von damals wars | 12.113 Beiträge

Ich kann versichern, das das mit den Minen an der Grenze 1976 schon Republikweit bekannt war.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#425

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 18:08
von schnatterinchen (gelöscht)
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Woher? Hast du eine Umfrage gemacht?


zuletzt bearbeitet 23.10.2014 18:08 | nach oben springen

#426

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 18:16
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #424
Ich kann versichern, das das mit den Minen an der Grenze 1976 schon Republikweit bekannt war.


Mag schon sein. Doch wir im TdA haben davon kaum etwas mitbekommen. Der Fall selbst gab uns darüber Gewissheit, sonst waren es wohl mehr Gerüchte die bei uns ab und zu erzählt wurden. Wie es an der innerdeutschen Grenze wirklich ausschaute, war uns kaum bekannt. Wer hätte es uns auch erzählen wollen?

Gruß Reiner


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#427

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 18:20
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #424
Ich kann versichern, das das mit den Minen an der Grenze 1976 schon Republikweit bekannt war.

Hallo
Dann mal Butter bei die Fische .


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#428

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 18:27
von der glatte | 1.356 Beiträge



Würde mich auch interessieren. Das hat wohl kaum im Zentralorgan gestanden. Hast Du dafür Quellen?

Gruß Reiner


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#429

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 18:38
von SET800 | 3.094 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #426
Wie es an der innerdeutschen Grenze wirklich ausschaute, war uns kaum bekannt. Wer hätte es uns auch erzählen wollen? Gruß Reiner


Hallo,
war das im detail wichtig? Oder war soviel bekannt daß es eben KEINE grüne Grenze war wo man nur durch großen Zufall an einen Grenzer geraten konnte? Wie dicht war denn zum Beispiel im Elbsandsteingebirge die Grenze zur tschechichen Republik, z.B. in der Nähe von Seiffen führte ja auch eine Straße und Bahnlinie MIT Zaunanlagen paralell zur Grenze.

Und war es nicht so daß nur per großen Zufall "Pilzesucher" bis zu den inneren Absperrungen kommen konnten, mußten dazu nicht schon etliche Beschiderungen am Ostrand des Grenzkontrollgebiet vorsätzlich ignoriert werden?

Und wer schrieb hier daß es Warnbeschilderung gab, mit Musterbildern?



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#430

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 23:24
von Barbara (gelöscht)
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Die "Gartenschläger-Bande“

Jürgen Höpfner, einer der Jungs der Gang, erzählt in dem Video nochmal wie es damals war, als sie verhaftet wurden:

http://mediathek.rbb-online.de/rbb-fernsehen/theodor/die-gartenschlaeger-bande?documentId=21507298


Nach seiner Haftentlassung (in die DDR) hat er ein Buch geschrieben, das in der DDR veröffentlicht werden durfte. Kannte das Buch jemand von euch?



http://img.zvab.com/member/d04904/37456434.jpg


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#431

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 23:31
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #429
Zitat von der glatte im Beitrag #426
Wie es an der innerdeutschen Grenze wirklich ausschaute, war uns kaum bekannt. Wer hätte es uns auch erzählen wollen? Gruß Reiner


Hallo,
war das im detail wichtig? Oder war soviel bekannt daß es eben KEINE grüne Grenze war wo man nur durch großen Zufall an einen Grenzer geraten konnte? Wie dicht war denn zum Beispiel im Elbsandsteingebirge die Grenze zur tschechichen Republik, z.B. in der Nähe von Seiffen führte ja auch eine Straße und Bahnlinie MIT Zaunanlagen paralell zur Grenze.

Und war es nicht so daß nur per großen Zufall "Pilzesucher" bis zu den inneren Absperrungen kommen konnten, mußten dazu nicht schon etliche Beschiderungen am Ostrand des Grenzkontrollgebiet vorsätzlich ignoriert werden?

Und wer schrieb hier daß es Warnbeschilderung gab, mit Musterbildern?


lila Also das Du das nun nach 25 Jahren noch nicht kennst ist doch sehr schade. Übrigens, die Tschechische Republik gibt es erst seit 1993. Vorher gab es die CSFR und noch weiter davor die CSSR.

An der Grenze zur damaligen CSSR gab es von Seiten der DDR (Sächsische Schweiz) meist nur Hinweistafeln auf die Staatsgrenze. Wer wollte konnte auch direkt bis zu den Grenzsäulen oder auch den weißen Grenzsteinen gehen. Wanderwege führten ja oft dort unmittelbar entlang. Schilder wie "Achtung Staatsgrenze Flussmitte" konnte man auch sehen. Zäune sind mir seltener aufgefallen.

Von der Seite der CSSR gab es ca. 20-50 Meter vor der Grenze Hinweisschilder aber keinerlei Sperren, dort wo Wanderwege waren. Bei ehemaligen Straßen war das aber anders. Die waren meist unpassierbar (Schranke oder Bewuchs).


Was war nun mir über die Westgrenze bekannt. Als Kind hat sie mich kaum interessiert, später war für mich Berlin der einzige Ort, wo ich eine Grenze mit Sperranlagen (Mauer) wirklich sehen konnte. Aber Deine Frage ist wirklich interessant! Auf welche Art konnte ich mir im TdA (Tal der Ahnungslosen) ohne Westfernsehen überhaupt ein eigenens Bild von den Grenzanlagen zur BRD-Grenze machen? Keine! In den Zeitungen wurden keine Fotos von den Grenzanlagen gezeigt. Im DDR-Fernsehen sah man nur Bilder weit weg der Grenzanlagen, höchstens einmal einen BT und davor ein Trabant Kübel. Meist waren die Fotos dazu auch noch gestellt. Wo hätte ich mir also ein genaues Bild machen können?

Die Bahnstrecke bei Seiffen muss aber schon lange unterbrochen gewesen sein.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#432

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 23:35
von der glatte | 1.356 Beiträge

@Barbara
Dank für die Info, ich kenne das Buch noch nicht. Es würde mich interessieren welcher Verlag es herausgegeben hat.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#433

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 23:44
von Barbara (gelöscht)
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sorry, hier antiquarisch mehrere Anbieter:

http://www.zvab.com/buch-suchen/titel/gl...oepfner-juergen


Das Buch selbst kommt oben in der Doku zur Sprache, das antiqu. Verzeichnis war in einem anderen Zusammenhang ein Tipp von 94, dem ich dafür danke.


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.10.2014 23:44 | nach oben springen

#434

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2014 23:56
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von damals wars im Beitrag #424
Ich kann versichern, das das mit den Minen an der Grenze 1976 schon Republikweit bekannt war.



Wie wurde denn Gartenschläger selbst in der DDR öffentlich vermittelt? Zeitungen, Fernsehen, Unterricht oder sowas?
Wer kannte ihn und diese Geschichte eigentlich?



Nachtrag: wie wurde über ihn in der DDR gesprochen?
.


zuletzt bearbeitet 24.10.2014 00:01 | nach oben springen

#435

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.10.2014 10:46
von ABV | 4.202 Beiträge

Ich wüsste nicht, dass offiziell je über Gartenschläger gesprochen wurde. Selbst "inoffiziell", also in den allgemeinen Alltagsgesprächen, war Gartenschläger bzw dessen Aktionen an der Grenze, ein Thema. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern! Zum Zeitpunkt des Geschehens war ich ja auch erst zwölf Jahre alt. Da hat man gewöhnlich andere Interessen. Aber auch in der Schule wurde von den Lehrern, anders als im Fall des Mörders Werner Weinhold, über den Tod oder das Wirken Michael Gartenschlägers gesprochen.
Für die DDR-Propaganda taugte der Tod Gartenschlägers ohnehin nicht. Vielleicht wenn man ihn an der Grenze hätte festnehmen können? Aber einen erschossenen Gartenschläger konnte man der Bevölkerung beim besten Willen nicht "verkaufen". Obwohl die meisten, schon allein durch die Westmedien, darüber Bescheid wussten.

Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#436

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.10.2014 11:27
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #434



Wie wurde denn Gartenschläger selbst in der DDR öffentlich vermittelt? Zeitungen, Fernsehen, Unterricht oder sowas?

Gar nicht. Wie sollte jemand "vermittelt" werden, der Scheunen in Brand steckt?

Wer kannte ihn und diese Geschichte eigentlich?

Durch das Westfernsehen wußte man von dem Fall schon.
Seine Familienangehörigen und sein früheres Umfeld werden ihn schon gekannt haben.
Wobei es sicherlich auch nicht schlimm war, wenn man ihn nicht persönlich gekannt hat.


Nachtrag: wie wurde über ihn in der DDR gesprochen?

Überhaupt nicht.
.


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#437

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.10.2014 14:39
von der glatte | 1.356 Beiträge

Ich kann mich da anschließen. Ein Michael Gartenschläger spielte in der Öffentlichkeit keine Rolle. Auf jeden Fall wurde der Name nicht öffentlich genannt.

In den Zeitungen war, wenn überhaupt, in den wenigen Zeilen eines Miniartikels höchstens von einer Grenzprovokation die Rede. Eine Info mehr nicht, ohne Namen. Solche Meldungen endeten meist mit dem Standardsatz: ...nur dem umsichtigen Handeln der Grenztruppen der DDR ist es zu verdanken, dass...

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#438

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.10.2014 15:25
von Barbara (gelöscht)
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Am 01. Mai 1976 wurde in der Tagesschau über den Tod Gartenschlägers in der Tagesschau berichtet.

Was haben diejenigen gedacht, die das in der DDR gesehen haben?

Gab es auch eine entsprechende Meldung in der aktuellen Kamera?

Gartenschläger wäre doch prima propagandistisch auszuschlachten gewesen nach dem Motto: BRD-Bürger verübt Anschlag auf DDR-Staatsgrenze, was widerum eine Begründung für die scharfe Überwachung der Grenzanlagen gewesen wäre.
Da hatte man ihn dochmal konkret, den Angreifer aus dem faschistischen Westen.
.


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#439

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.10.2014 15:36
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #438
Am 01. Mai 1976 wurde in der Tagesschau über den Tod Gartenschlägers in der Tagesschau berichtet.

Was haben diejenigen gedacht, die das in der DDR gesehen haben?

Gab es auch eine entsprechende Meldung in der aktuellen Kamera?

Gartenschläger wäre doch prima propagandistisch auszuschlachten gewesen nach dem Motto: BRD-Bürger verübt Anschlag auf DDR-Staatsgrenze, was widerum eine Begründung für die scharfe Überwachung der Grenzanlagen gewesen wäre.
Da hatte man ihn dochmal konkret, den Angreifer aus dem faschistischen Westen.
.


Also so weit ich mich erinnern kann, gab es davon eine Meldung in der Aktuellen Kamera. Mich persönlich hat es interessiert,da ich ein knappes halbes Jahr noch öfters auf den Postenplatz an den Ort wo das Vorkommnis statt fand. gesessen habe.


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#440

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.10.2014 15:43
von schnatterinchen (gelöscht)
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Mit einer Staatsgrenze die aussah wie ein KZ Zaun war nicht gut Propaganda machen, mit oder ohne Anschlägen.


zuletzt bearbeitet 24.10.2014 15:44 | nach oben springen



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