#261

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.04.2014 08:42
von Gelöschtes Mitglied
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http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/proz...8,19885934.html
Nicht nur beim Gartenschläger wurde kurz und bündig gehandelt .
Damit hier nichts überlesen wird , noch mal den Beitrag aus der Mitteldeutschen Zeitung .ratata


zuletzt bearbeitet 14.04.2014 08:43 | nach oben springen

#262

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.04.2014 15:36
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #261
http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/prozess-gegen-ddr-grenzer-angeklagter-schweigt--zur-sache-weiterhin,20640938,19885934.html
Nicht nur beim Gartenschläger wurde kurz und bündig gehandelt .
Damit hier nichts überlesen wird , noch mal den Beitrag aus der Mitteldeutschen Zeitung .ratata


Das ist gegenüber von Ilsenburg passiert. Einer von zwei Fällen überhaupt, die wegen Mordes verhandelt wurden und beileibe kein Beispiel für eine geplante Aktion. Keine Spur von rechtmäßig, in mehrfacher Hinsicht ein absoluter und tragischer Zufall.
Mit G. in keinster Weise vergleichbar. G. hatte sich bewußt und zielgerichtet dorthin begeben mit dem Vorsatz, sich den Weg auch freizuschießen.
Das Opfer hier war in seinem Suff zufällig an einem Ort, wo er zwar nicht sein sollte aber immer mal wieder war und keinerlei wirklichen Schaden anrichtete. Er ist zufällig an einen genervten Grenzer geraten, dem die Sicherungen durchgebrannt sind. Vollkommen sinnlos.
Und bestätigt eher meine Analogie mit den Wölfen...
Der Schütze war Angehöriger der Grenztruppen, einfacher Kompanie-GAK in der Kompanie Süntal/Ilsenburg und der Tote kommt auf das Konto meiner Truppe, der Grenztruppen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 14.04.2014 15:44 | nach oben springen

#263

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.05.2014 22:52
von exDieter1945 | 228 Beiträge

Gestern lief im RBB-Fernsehen in der Sendung "Theodor" ein Beitrag mit dem Titel "Die Gartenschläger-Bande"

In der ARD-Mediathek kann man sich den Beitrag noch bis zum 31. Mai 2014 anschauen:

http://www.rbb-online.de/theodor/archiv/...nschlaeger.html


Schuddelkind und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.05.2014 22:55 | nach oben springen

#264

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 26.05.2014 23:18
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #262

Das Opfer hier war in seinem Suff zufällig an einem Ort, wo er zwar nicht sein sollte aber immer mal wieder war und keinerlei wirklichen Schaden anrichtete. Er ist zufällig an einen genervten Grenzer geraten, dem die Sicherungen durchgebrannt sind. Vollkommen sinnlos.
Und bestätigt eher meine Analogie mit den Wölfen...
Der Schütze war Angehöriger der Grenztruppen, einfacher Kompanie-GAK in der Kompanie Süntal/Ilsenburg und der Tote kommt auf das Konto meiner Truppe, der Grenztruppen.


Hallo,
gibt es Informationen wie das von der Truppenführung gegenüber dem Schützen intern abgewickelt wurde?
Daß nach aussen hin keine Fehler zugegeben werden ist eine Sache, eine Zweite wie es intern behandelt wurde.

Ein inzwischen verstorbender aus der Gegend Freiberg, rübergemacht weil er nicht zur NVA wollte und bei der Fremdenlegion für volle Dienstzeit bis zur schweren Verwundung in Algerien gestrandet erzählte mir:

Egal wie schuldig im Einsatz, ob in der Kneipe oder wegen einheimischer "Bräute" es Zoff gab, die Legion haut dich raus, das konnte und wurde dann intern durchaus sehr ungemütlich..

Der Legionär war Teil einer nicht negativ gemeinten "besonderen" Familie, ein Legionär, ein Bruder Professor in Dresden, Schwester bei der Bundesbank in Frankfurt, ein Bruder SED-Mitglied und Betriebsleiter der Konsum-Lebenmittelwirtschaft........



zuletzt bearbeitet 26.05.2014 23:19 | nach oben springen

#265

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.05.2014 18:02
von Georg | 1.027 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #264
Zitat von S51 im Beitrag #262

Das Opfer hier war in seinem Suff zufällig an einem Ort, wo er zwar nicht sein sollte aber immer mal wieder war und keinerlei wirklichen Schaden anrichtete. Er ist zufällig an einen genervten Grenzer geraten, dem die Sicherungen durchgebrannt sind. Vollkommen sinnlos.
Und bestätigt eher meine Analogie mit den Wölfen...
Der Schütze war Angehöriger der Grenztruppen, einfacher Kompanie-GAK in der Kompanie Süntal/Ilsenburg und der Tote kommt auf das Konto meiner Truppe, der Grenztruppen.


Hallo,
gibt es Informationen wie das von der Truppenführung gegenüber dem Schützen intern abgewickelt wurde?
Daß nach aussen hin keine Fehler zugegeben werden ist eine Sache, eine Zweite wie es intern behandelt wurde.

Ein inzwischen verstorbender aus der Gegend Freiberg, rübergemacht weil er nicht zur NVA wollte und bei der Fremdenlegion für volle Dienstzeit bis zur schweren Verwundung in Algerien gestrandet erzählte mir:

Egal wie schuldig im Einsatz, ob in der Kneipe oder wegen einheimischer "Bräute" es Zoff gab, die Legion haut dich raus, das konnte und wurde dann intern durchaus sehr ungemütlich..

Der Legionär war Teil einer nicht negativ gemeinten "besonderen" Familie, ein Legionär, ein Bruder Professor in Dresden, Schwester bei der Bundesbank in Frankfurt, ein Bruder SED-Mitglied und Betriebsleiter der Konsum-Lebenmittelwirtschaft........




Kameradschaft eben.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#266

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.05.2014 23:18
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #264
...gibt es Informationen wie das von der Truppenführung gegenüber dem Schützen intern abgewickelt wurde?
Daß nach aussen hin keine Fehler zugegeben werden ist eine Sache, eine Zweite wie es intern behandelt wurde.
....



Nein, zumindest drang nichts nach aussen.
Soweit mir im Nachhinein bekannt wurde, ich habe Jahre danach auch in diesem Abschnitt gedient, hat der betreffende GAK danach keinen Feindwärtseinsatz (13/81) auf dem vorgelagerten Gebiet mehr mitgemacht, wurde aber sehr wohl im eigenen Hinterland eingesetzt. Über den Vorfall wurde im Dienst nicht gesprochen. Überhaupt nicht. Nicht mal in Andeutungen. Ich habe erst nach der Wende erfahren, was da mit wem passiert ist. Das auch nur, weil mich ein entsprechender Artikel in einer Magdeburger Tageszeitung sowie hier im Forum interessierte und ich feststellte, dass ich einige der beschriebenen Personen kenne.
Dazu muss man aber auch anmerken, das ich ja auch nur ein einfacher UaZ-GAK war. Dienstgradmäßig als Uffz/Ufw weit unter diesem Kollegen wenn auch zuletzt in einer vergleichbaren Dienststellung.
Und ich muss auch anmerken, das ich selbst bei Kenntnis aus eigenem Antrieb seinerzeit nie mit dem Kollegen oder anderen darüber gesprochen hätte. Das wäre einfach ein Tabu gewesen, wäre nichts und niemanden etwas angegangen. Das hatte er mit sich selbst abzumachen. So etwas hatte mich nicht zu interessieren. Ich hätte ihn dann aber auch nie mit nach "vorn" genommen. Einfach deshalb, weil gute Nerven da vorne wichtig waren. Hätte ich gemerkt, dass da jemand sich nicht kontrollieren konnte, hätte ich sofort abgebrochen. Das Recht hatte ich. Ich habe nie gefragt, warum jemand mit mir eingeteilt wurde oder eben nicht. Es war unwichtig, weil ich vorausgesetzt habe, das wer immer diese Einteilung vornahm, wusste, was er tat und ich diesem Kollegen oder eben Genossen deshalb vertrauen konnte. Eine einzige Ausnahme gab es bei einem Soldaten, der mit der Schurigelei der EK nicht klarkam und mir dies sagte. Von Selbstmord sprach. Dies passierte aber nicht auf dem vorgelagerten Gebiet sondern im Schutzstreifen. Den Doku-Einsatz habe ich ordentlich beendet und bin ich zum KC gegangen, habe die Sache öffentlich gemacht. Das war mit dem Soldaten auch so abgesprochen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


ABV und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.05.2014 23:34 | nach oben springen

#267

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.05.2014 23:22
von ABV | 4.202 Beiträge

Aber eigentlich hätte der GAK bereits zu DDR-Zeiten bestraft werden müssen! Denn der entsprechenden DV hatte der Schusswaffengesbrauch ganz sicher nicht entsprochen.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#268

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.05.2014 23:40
von S51 | 3.733 Beiträge

Ich sage es mal so:
Im Prinzip hast du recht.


GK Nord, GR 20, 7. GK
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#269

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.05.2014 00:12
von S51 | 3.733 Beiträge

Der Vergleich mit der Fremdenlegion passt in diesem Zusammenhang durchaus. Wengleich bekannt gewordene Beispiele von Entgleisungen bespielsweise in Algerien sehr weit zurückreichen. Oder jener mit Einheiten der US-Army im Irak (Abu Ghraib). Auch da wurden und werden Vorkommnisse selbst mit extrem tragischem Ausgang nur öffentlich und werden oft auch nur öffentlich verfolgt weil sie durch Zufall oder Externe öffentlich werden.
Diese Art von Korpsgeist war und ist nicht auf die Grenztruppen der DDR, nicht einmal auf den Warschauer Vertrag beschränkt.
Und wenn man sich Details beispielsweise um den Tod von Rudi Arnstadt anschaut oder den Mörder Weinhold und seine Tat entsteht schon der Verdacht, das selbst auf der Gegenseite trotz aller vorgeblicher Rechtsstaatlichkeit der politisch genehme spitze Bleistift nicht nur einmal entscheidend tätig wurde.
Auf DDR-Seite allerdings auch.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#270

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.05.2014 07:39
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Die Täter profitieren in solchen Situationen auch immer von einer "propogandastischen Notsituation". Die Gegenseite wird alles tun, um die Tat möglichst schändlich aussehen zu lassen, so dass die Staatsanwaltschaft und das Gericht aus Gründen der Staatsräson mit dem Täter sehr vorsichtig umgehen
Bundesarchiv Bild 183-A0815-0091-001, Leipzig, Ingrid Krämer zum Tod von Hauptmann Rudi Arnstadt
(AdN) Leipzig: Ingrid Krämer zum feigen Mord an Hauptmann Rudi Arnstadt: Während die übergroße Mehrheit der Menschen auf der ganzen Welt sich für die Erhaltung des Friedens einsetzt, während wir europäischen Schwimmsportler uns hier in Leipzig zu den europäischen Schwimmmeisterschaften treffen, um im friedlichen Wettkampf unseren Sport auszuführen, erfahren wir voller Empörung von der neuen schweren Provokation der Bonner Ultras an der Staatsgrenze unserer Republik, vom Mord an Hauptmann Rudi Arnstadt. Wir Schwimmsportler in Leipzig hätten gern erfahren, daß die Westdeutschen Schwimmer doch noch an den Wettkämpfen teilnehmen können, stattdessen hören wir von diesem neuen gefährlichen Gewaltakt Bonns, den ich aufs schärfste verurteile.
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:B...di_Arnstadt.jpg


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#271

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.05.2014 08:16
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #270
Die Täter profitieren in solchen Situationen auch immer von einer "propogandastischen Notsituation". Die Gegenseite wird alles tun, um die Tat möglichst schändlich aussehen zu lassen, so dass die Staatsanwaltschaft und das Gericht aus Gründen der Staatsräson mit dem Täter sehr vorsichtig umgehen
<img width="256" alt="Bundesarchiv Bild 183-A0815-0091-001, Leipzig, Ingrid Krämer zum Tod von Hauptmann Rudi Arnstadt" src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4a/Bundesarchiv_Bild_183-A0815-0091-001%2C_Leipzig%2C_Ingrid_Kr%C3%A4mer_zum_Tod_von_Hauptmann_Rudi_Arnstadt.jpg/256px-Bundesarchiv_Bild_183-A0815-0091-001%2C_Leipzig%2C_Ingrid_Kr%C3%A4mer_zum_Tod_von_Hauptmann_Rudi_Arnstadt.jpg"/></a>
(AdN) Leipzig: Ingrid Krämer zum feigen Mord an Hauptmann Rudi Arnstadt: Während die übergroße Mehrheit der Menschen auf der ganzen Welt sich für die Erhaltung des Friedens einsetzt, während wir europäischen Schwimmsportler uns hier in Leipzig zu den europäischen Schwimmmeisterschaften treffen, um im friedlichen Wettkampf unseren Sport auszuführen, erfahren wir voller Empörung von der neuen schweren Provokation der Bonner Ultras an der Staatsgrenze unserer Republik, vom Mord an Hauptmann Rudi Arnstadt. Wir Schwimmsportler in Leipzig hätten gern erfahren, daß die Westdeutschen Schwimmer doch noch an den Wettkämpfen teilnehmen können, stattdessen hören wir von diesem neuen gefährlichen Gewaltakt Bonns, den ich aufs schärfste verurteile.
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:B...di_Arnstadt.jpg



Ist diese Stellungnahme der Sportlerin in jüngerer Zeit nicht mal auf böse aufgestossen ?


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#272

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.05.2014 18:43
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #271
(...)
Ist diese Stellungnahme der Sportlerin in jüngerer Zeit nicht mal auf böse aufgestossen ?


Offenbar nicht...Sie war 1960 "Sportlerin des Jahres" sowohl in der DDR, als auch in der Bundesrepublik Deutschland (welche damals den Staat DDR nicht anerkannte und sich auch für die Ostdeutschen zuständig fühlte. Diese Ehrung hat Krämer WIMRE nicht angenommen)
http://www.mdr.de/damals/hall-of-fame100...c-c4a1d70b.html
Theo


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#273

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.05.2014 21:31
von 94 | 10.792 Beiträge

Das war zwei Jahre bevor Hauptmann Arnstadt fiel.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#274

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.05.2014 21:34
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #272
Zitat von FRITZE im Beitrag #271
(...)
Ist diese Stellungnahme der Sportlerin in jüngerer Zeit nicht mal auf böse aufgestossen ?


Offenbar nicht...Sie war 1960 "Sportlerin des Jahres" sowohl in der DDR, als auch in der Bundesrepublik Deutschland (welche damals den Staat DDR nicht anerkannte und sich auch für die Ostdeutschen zuständig fühlte. Diese Ehrung hat Krämer WIMRE nicht angenommen)
http://www.mdr.de/damals/hall-of-fame100...c-c4a1d70b.html
Theo



In die Hall of Fame des deutschen Sports wurde sie 1911 aufgenommen....

seaman


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#275

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.05.2014 21:41
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #274
In die Hall of Fame des deutschen Sports wurde sie 1911 aufgenommen....
Hä? Bei neunzehnelf fällt mir ein Colt ein. Aber bei Gartenschläger (um mal wenigestens hier zu versuchen zum Thema zurücke zukommen) wars 'ne spanische Star-Pistole.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 28.05.2014 21:42 | nach oben springen

#276

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.05.2014 09:11
von S51 | 3.733 Beiträge

Ja. Eine Star SI, Kaliber .32 Auto, also 7,65 x 17 mm. In den Unterlagen meistens nur als "Star Echeverria" nach dem Hersteller bezeichnet. Eine Waffe, die optisch der Colt M 1911ähnelt. Allerdings mit hier anderem Kaliber und einem Magazin für 9 Patronen. Unterschiedlichen Quellen zufolge (Deutsches Waffen-Journal z.B.) wurden 5000 dieser Pistolen doppelt mit Nummern versehen und zivil ausgeliefert sowie zusätzlich an deutsche Dienststellen geliefert. Neben anderen, regulären Lieferungen auch an Polizeien bundesdeutscher Länder. So in Schleswig-Holstein zum Beispiel. Diese Waffe war zum Beispiel bei der Kripo im Einsatz. Soll heißen, es gibt/gab Waffen, die man nicht so einfach zuordnen kann...
Das erinnert an eine spätere Praxis mit tschechischen CZ-83 mit Schalldämpfer und auch einer etwas unüblichen Kennzeichnung, von denen auch um die 25 Stück allerdings an Dienste der Bundesrepublik gingen...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#277

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.05.2014 13:30
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #276
Ja. Eine Star SI, Kaliber .32 Auto, also 7,65 x 17 mm. In den Unterlagen meistens nur als "Star Echeverria" nach dem Hersteller bezeichnet. Eine Waffe, die optisch der Colt M 1911ähnelt. Allerdings mit hier anderem Kaliber und einem Magazin für 9 Patronen. Unterschiedlichen Quellen zufolge (Deutsches Waffen-Journal z.B.) wurden 5000 dieser Pistolen doppelt mit Nummern versehen und zivil ausgeliefert sowie zusätzlich an deutsche Dienststellen geliefert. Neben anderen, regulären Lieferungen auch an Polizeien bundesdeutscher Länder. So in Schleswig-Holstein zum Beispiel. Diese Waffe war zum Beispiel bei der Kripo im Einsatz. Soll heißen, es gibt/gab Waffen, die man nicht so einfach zuordnen kann...
Das erinnert an eine spätere Praxis mit tschechischen CZ-83 mit Schalldämpfer und auch einer etwas unüblichen Kennzeichnung, von denen auch um die 25 Stück allerdings an Dienste der Bundesrepublik gingen...



Ja dass mit den unterschiedlichen Quellen:
Liegt wohl eher daran, dass der eine vom anderen abgeschrieben bzw. leicht verändert übernommen hat.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#278

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.05.2014 19:06
von 94 | 10.792 Beiträge

Na also das DWJ ist ja nun eigentlich NICHT gerade für schlampig-abschreibende Recherchen bekannt. Allein wenn ich an den Artikel zu Katyn & Colt denke (3/2010 S.130ff.), aber das schweift jetzt ab. Um aber mal noch kurz beim Thema 1911er und Nachbauten zu bleiben, mit einem 1911er hätte M.G. vielleicht sogar mehr als nur den einen Schuß abgegeben. So hat dieser (also der richtige Colt in .45) doch nicht sooo die Neigung zum Stovepiping wie kleinere Kaliber diverser Ableger. Und man packt ihn (laberige Waffenhandhabung ist neben Dreck die zweite Hauptursache dieser Art Ladehemmung), also man packt einen Colt wegen auch der Handballensicherung gemeinhin ä bissel fester an.

Na wie auch immer, Du kannste ja mal, werther Donnergaul die Seiten 72 und 73 der Ausgabe 4/2009 des DWJ mit DEINEN Quellen vergleichen, also falls es da außer heißer Luft und blabla-blub es überhaupt ebes geben sollte. Oder liest Du am Ende sogar nur Caliber und Visier, hä?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#279

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.05.2014 20:43
von FRITZE (gelöscht)
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Zitat von 94 im Beitrag #278
Na also das DWJ ist ja nun eigentlich NICHT gerade für schlampig-abschreibende Recherchen bekannt. Allein wenn ich an den Artikel zu Katyn & Colt denke (3/2010 S.130ff.), aber das schweift jetzt ab. Um aber mal noch kurz beim Thema 1911er und Nachbauten zu bleiben, mit einem 1911er hätte M.G. vielleicht sogar mehr als nur den einen Schuß abgegeben. So hat dieser (also der richtige Colt in .45) doch nicht sooo die Neigung zum Stovepiping wie kleinere Kaliber diverser Ableger. Und man packt ihn (laberige Waffenhandhabung ist neben Dreck die zweite Hauptursache dieser Art Ladehemmung), also man packt einen Colt wegen auch der Handballensicherung gemeinhin ä bissel fester an.

Na wie auch immer, Du kannste ja mal, werther Donnergaul die Seiten 72 und 73 der Ausgabe 4/2009 des DWJ mit DEINEN Quellen vergleichen, also falls es da außer heißer Luft und blabla-blub es überhaupt ebes geben sollte. Oder liest Du am Ende sogar nur Caliber und Visier, hä?



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#280

RE: Michael Gartenschläger

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.05.2014 20:57
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #278

also falls es da außer heißer Luft und blabla-blub es überhaupt ebes geben sollte.



Na für die heiße Luft und dass bla-bla... sind hier andere zuständig, so auch ein 13ner.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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