#1

Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 18:38
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo zusammen,

heute möchte ich über den missglückten Fluchtversuch eines mir unbekannten Zivilisten schreiben,welcher bei uns in der Kompanie den einzigen “heißen“ Grenzalarm auslöste.
Wie gesagt,wir kamen aus der Nachtschicht,welche schon vorher Wettermäßig total beschissen war.
Soll heißen,unsere Klamotten waren alle klamm bzw.nass.
Wir waren durchgefroren und wie immer saumüde.
Als wir endlich von den “Brietzern” abgelöst wurden,natürlich wie immer viel zu spät,weil deren KC mal wieder Sackstand machte,freuten wir uns eigentlich nur noch auf das Bett.
Dort sollten wir aber nicht lange drin liegen,denn gerade etwas aufgewärmt,die “Molle” schön warm und am einschlafen,wurde Grenzalarm ausgelöst.
Draußen “schiffte” es immer noch nach “Strich und Faden“.
Wir dachten eigentlich nur an eine Übung/Überprüfung.
Ob das nun Gefechtsalarm oder Grenzalarm hieß, weiß ich nicht mehr.
Jedenfalls kam unser “Alter” aus seinem “Sackiblock” rüber in die Kompanie und wir bekamen mitgeteilt,dass zwischen Ziemendorf und Aulosen Spuren am Grenzsignalzaun gefunden wurden.
Der Zaun löste beim überklettern aus und die Spuren führten nun in den Wald,Richtung Grenzzaun.
Wir nun alle auf’n LO-Robur drauf und es ging ab in Richtung Ziemendorf/Aulosen.
Natürlich waren wir alle “Pappesatt”.Erstens waren wir total übermüdet , zweitens war uns kalt und die Nässe trug auch nicht gerade dazu bei,unsere Gemüter zu beruhigen.
Sie setzte uns einfach nur gnadenlos zu.
Hinzu kam die Ungewissheit,was uns denn nun erwartet.In dieser Situation hatte sich ja noch keiner von uns Grundwehrdienstleistenden befunden.
Es beschlich uns ein mulmiges Gefühl,einige “Blasen “ hatten Angst.
Zu dieser Zeit befand ich mich schon im “EK-Status”,war also Gefreiter-Postenführer,wie alle aus meinem Jahrgang.Wir “kotzten” eigentlich nur ab,weil wir um unseren wohlverdienten Schlaf gebracht wurden.
Einige übertrugen diese Wut auf den Flüchtling und sagen wir mal,beteiligten sich besonders intensiv an der Suche.Sie wollten die “Jäger” sein,welche den gejagten “Gnu” unbedingt fangen wollten.(Gnu hieß in der Grenzersprache ein “Grenzverletzter”-Flüchtling).
Ich persönlich hatte noch keine Angst,denn wir liefen in Kette mit einem Abstand von ungefähr 5m nebeneinander her.Wie lang diese “Kette” war kann ich leider nicht mehr sagen,es wurden noch zig andere Kompanien zum Ort des Geschehens gekarrt.
Sie soll aber nicht nur ein paar hundert Meter lang gewesen sein,die “Kette“ am Grenzsignalzaun und auf dem Kolonnenweg.
Was außerdem im “Schutzstreifen” los war,spottet fast jeder Beschreibung - im Nachgang.
Man(n) dachte,der 3.Weltkrieg sei ausgebrochen und ich kam mir echt mies vor,ob meiner eigenen Gedanken und Ambitionen,die ich oft hegte.
Mußte ich doch nun einen “suchen”,der nur da leben wollte,wo er laut Meinung des DDR-Staates nicht zu leben/suchen hatte.
Ich hatte kein gutes Gefühl und kam mir wie in einem schlechten Film vor.(Ich denke ihr wisst was ich meine).
Nun wurden wir in Bewegung gesetzt und liefen durch den Wald auf den Grenzzaun zu.
Anmerken möchte ich hier noch ,dass es nicht nur Wald war.
In unserem Einsatzbereich bestand der “Wald” nur aus Dickicht,Gestrüpp und Schonungen.
Die Zweige und Äste peitschten uns ins Gesicht,man riss sich die Haut auf,alles war nass und feucht.
Die Sicht war schlecht,da es sehr nebelig war.
Immer wieder wurden wir von den Vorgesetzten angehalten,sorgsam zu suchen,jedes Loch,jede Senke und jeden Baum zu kontrollieren und in jeden Laub-bzw.Nadelhaufen zu treten.
Man hörte es aus allen Ecken knacken und ein unaufhörliches Hundegebell.
Doch untereinander,also recht und links,die Kameraden neben einem,wir schwiegen und es war irgendwie eine seltsame “angespannte Ruhe”.
Wiederum erschrak so mancher beim knacken der Äste unter seinen Stiefeln.
Einige fingen nun an zu mosern,weil ihre Läufe der Kalaschnikow braun wurden und Rost ansetzten,sie bekamen regelrechten Haß auf den Delinquenten.
Er war jetzt für alles Schuld.Die “Blasen” waren die schlimmsten,wussten sie doch,dass sie nach dieser Aktion ihr und das Gewehr ihres “Patenonkels” ,also dem EK,säubern mussten und um ihren Schlaf gebracht wurden.
Denn der nächste Grenzdienst kam bestimmt!Als wir nun immer näher Richtung Kolonnenweg kamen,hörten wir vor uns Geräusche im Dickicht.
Nun wurde auch ich unruhig,weil man partout nicht wusste,was da los war.
Jetzt sahen wir langsam den Kolonnenweg und trauten unseren Augen kaum.
Was jetzt kommt war für uns hart und ist wirklich so abgelaufen!
Der ganze Kolonnenweg stand voller “Knollen”,also Soldaten im ersten Diensthalbjahr,(“Frischlinge” aus den Ausbildunsregimentern),die MPI in Anschlag Richtung Wald!
Wir schrien nun alle wie die Bekloppten,dass sie sofort ihre “Knarren “ runter nehmen sollen,bevor von denen einer durchdreht und wir den “Bruno” (=Grenzertod) sterben.
Das ist wirklich war!Wir waren fassungslos über diesen Vorfall.
Hätte auch nur einer von denen einen schnellen Finger gehabt,die Nerven verloren,wäre es passiert.
Sofort wurde von den Vorgesetzten vorn auf dem Kolonnenweg der Befehl gegeben,dass die Ausbildungskompanien die Waffen runter nehmen.
Es war ein fürchterliches Gegröhle.Irgend etwas muß da aber voll schief gelaufen sein.
Ich weiß nicht,wie eigentlich sonst bei solchen “Lagen” diese Sache gehandhabt wurde.
Vielleicht kann mich ja mal jemand aufklären.
Nun gut,wir kamen vorne an und hatten die Person nicht gefunden.Jetzt sah man auch was im Abschnitt los war.
Die totale Hektik,Soldatenbewegungen wie bei einem großen Mannöver.
Das dies dem “Klassenfeind” nicht verborgen blieb ist wohl jedem klar.
Immer mehr Leute von Zoll und BGS sowie auch Angehörige der Britischen Rheinarmee beobachteten die Vorgänge am Zaun.Es dauerte auch nicht lange,da schwebte ne’ BELL UH 1D über diesem Gebiet.
Ein Witz schon mal vorn weg,behauptete doch die Einsatzführung vor Ort und auch später allen Ernstes,der “Gegner” hätte von dieser Aktion nichts mitbekommen.
Wieviel Realitätsverlust muss man haben,um sich so darzustellen und so unverblümt zu lügen?
Wir konnten nur alle den Kopf schütteln.Was dachten die denn,wie bescheuert wir sind?
Natürlich wurde man dazu vergattert,über den Vorfall zu schweigen.
Zu Haus bei den Kumpels und auch im Elternhaus musste ich über so etwas reden.
Nun gut,zurück zum Thema.Wir hatten den Wald “durchkämmt “ und keinen “Grenzverletzer” gefunden.
Die Offiziere mussten irgendwo hin zum Rapport und wir hatten kurze Pause.
Die nutzten wir ausgiebig,den “Glatten” auf dem Kolonnenweg klar zu machen,dass wir nicht noch mal in ihre Gewehrläufe gucken wollen!Es stellte sich heraus,das diejenigen, mit denen ich gesprochen hatte,aus dem GAR Glöwen kamen.Und das waren wirklich viele.
Einige sprachen auch über ihre Angst,weil es auch ihre erste ernste Situation war.
Wo die anderen her kamen weiß ich leider nicht.
Nach einer Weile kamen die Offiziere zurück und gaben uns zu verstehen,dass das “Spiel “ von vorn los geht und zwar so lange,bis man (Achtung) ! dieses “Schwein” gefasst hat.
Wir hatten da einen ganz eifrigen Feldwebel?Weiß den Dienstgrad nicht mehr genau.
Nun mussten wir vom Kolonnenweg in Richtung Grenzsignalzaun laufen.Wieder durch dieses Scheiß-Dickicht.
Naja,ich muss zugeben,Spaß ist etwas anderes.Aber einige Offiziere fanden es toll.
Es dauerte gar nicht lange und es fingen welche an zu gröhlen.Es war unweit von mir, zu meiner rechten.
Unser geiler Feldwebel? hatte den Mann "geschnappt".
Nun wurde er erst mal von einigen Unteroffizieren und anderen niederen Offiziersrängen malträtiert.
Es gab Schläge und natürlich verbale Ausfälle gegen diese Person.
Es kamen die niederen Instinkte des Menschen ans Tageslicht und diese wurden unverblümt “ausgelebt”.
Und das vor all unseren Augen.Die machten sich wirklich nicht die Birne,obwohl so viele Soldaten sahen,was da gerade abging.Ich sag euch,es war wahrlich nicht schön und ich hab mich geschämt.
Ich war zwar gnatzig wegen des versäumten Schlafes,aber dieser Mann tat mir einfach nur Leid.
Wie gesagt,ich hätte ihm die Flucht gegönnt.
Er aber hatte Null Chance,denn der “Schutzstreifen lebte“.
Für ihn gab es kein durchkommen.Letztendlich kam zum Schluß heraus,dass fast 1000!Mann beteiligt gewesen sein sollen um den einen zu fassen.
Um die Souveränität und Unantastbarkeit seiner Grenzen zu wahren,war der DDR kein Aufwand zu groß.
Jedenfalls fragten wir uns zum Schluss,wieso er nicht beim ersten mal gefunden wurde.
Uns wurde erzählt,dass er ganz oben in einem Baum im Dickicht saß und dort verharrte,bis wir unter ihm durch oder vorbei waren.Danach verließ er den Baum und lief hinter uns hinterher.
Als wir dann wieder retour liefen,war es um den Mann geschehen.
Mich würde ja interessieren ,wie es mit ihm weiterging und was er alles ertragen musste.
Vielleicht liest ja hier mal jemand diese Zeilen und weiß darüber mehr bzw.kann sich an diesen Tag erinnern.

Unsere Kompanie wurde natürlich ausgezeichnet und der besagte Offizier ,welcher die Person aufspürte,bekam eine Extraauszeichnung.Was das war kann ich nicht mehr sagen.
Das war meine Geschicht,die sich so wirklich zugetragen hatte.
Anbei noch eine Datei vom ungefähren Ort des Geschehens.

ek40

Angefügte Bilder:
Ziemendorf-Aulosen.jpg

Pfropfmesser 949 und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 19:31
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo ek40,

erst mal vielen Dank, diese eindrucksvolle Geschichte aus deinen Erinnerungen hier einzustellen.
Du hast alles sehr gut beschrieben, so dass man eigentlich alles nachvollziehen kann, auch wenn man nicht dabei war. Die Ausdrücke, die ihr immer gebraucht habt, bringen mich immer wieder zum Schmunzeln....
Ich kann mir gut vorstellen, dass dein Erlebnis auch anderen passiert ist.

Super!
Gruss, AZ


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#3

Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 19:35
von Möwe (gelöscht)
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Hallo EK40.

Sehr gute Geschichte.Nur nicht gleich so auf die "Knollen" schimpfen.Denn während meiner Zeit im GAR Halberstadt war ich auch einer von denen und die die Sache hatte sich damals so ähnlich zugetragen.Mitten in der Nacht für die ganze Kompanie Grenzalarm.Nur leichte Waffen,rauf auf die W50 und ab gings.Wohin??Keine Ahnung.Es hiess nur:Versuchter Grenzdurchbruch.Spätestens als wir in irgendeiner GK noch Grenzaufklärer mit Hunden dazubekamen,wussten wir,dass es doch keine Übung war.Einer dieser Gakl saß direkt neben mir,sein Hund lag auf meinen Stiefeln.Auf dem LKW beklemmende Ruhe.Das lag nicht nur an der nachtschlafenden Zeit.Jedem gingen wohl die gleichen Sachen durch den Kopf.Beim ersten Tageslicht kamen wir im Grenzgebiet an.Alles absitzen.Der GAkl mit seinem Hund vor mir runter.Als ich auch runter war ,drehte der sich um,wir sahen uns an und dann sagte er bloß noch "Eh,Schatti,was machst du denn hier".Es war ein Bekannter aus dem Nachbarort,wir waren auf eine Schule gegangen.Als dann der Suchstreifen gebildet wurde,sind wir nebeneinander durch den Wald gelatscht und haben erst einmal Erinnerungen ausgetauscht.Ich kann mich noch daran erinnern,das alleine durch seine Anwesenheit die Sache für mich irgendswie nicht mehr so schlimm (schlimm??) war.Jedenfalls hing mein Arsch nicht mehr so auf Grund.Gefunden haben wir auch nichts.Nach langem Warten hieß es bloß, das sie auch am Grenzzaun Spuren gefunden hatten,ud der GV wohl rüber sei??Zurück zur Kaserne waren natürlich alle aufgekratzt und wieder die GRößten.Was hätten wir wenn..!Aber das bestimmt die Hälfte einen braunen Strich in der Unterhose hatte,davon sagte keiner was.Soweit meine Gedanken zu diesem Thema.

Grüsse ovn der Insel Möwe


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#4

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 20:09
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Dirk,

nichts gegen die "Knollen" ,war ja ebenfalls eine in Halberstadt.Ich wollte in meinem Beitrag nur rüber bringen,wie das damals ablief und sprach im Grenzerjargon.Natürlich konnten die gar nichts für ihre Lage,in der sie sich befanden.Die bekamen ihre Befehle und hatten zu funktionieren,wie wir alle.Nur das die eben überhaupt keine Erfahrung am Zaun hatten.Mir blieb so etwas als "Knolle" zum Glück erspart.
Wurden sie doch als junge Soldaten einfach dort vorn hingestellt und hatten eine Verantwortung auf den Schultern,der mancher einfach noch nicht gewachsen war.
Vielleicht war das auch so gewollte Politik von der "Führung".Unfertige Menschen dort vorn hinstellen,die jeden Befehl ohne zu zögern ausführen.
Manche fühlten sich durch diesen Umstand, mit der MPI um die Schulter, geschmeichelt,stark und unantastbar.
Und das konnte sehr gefährlich werden.
Also nochmal,ich wollte nicht auf die "Knollen" schimpfen und tat es auch nicht.
Wenn es so rüber kam,entschuldige ich mich selbstverständlich dafür,sei aber versichert,so sollte es nicht ankommen.

Gruß nach Bergen - ek40


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#5

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 20:20
von Bergmensch (gelöscht)
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Interessante Geschichte ek40, und auch Toll beschrieben so das keine Fragen für mich übrig bleiben.
Danke
Erinnert mich an die Geschichte von Bürger "Bei Anruf Magazinwechsel"
So richtig menschenverachtend wie man Mitbürger betietelte und behandelte.


zuletzt bearbeitet 06.02.2010 20:24 | nach oben springen

#6

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 20:26
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

ein bißchen merkwürdig deine geschichte.nieee wurden ausbildungseinheiten am kolonnenweg eingesetzt.eher nur zur suche oder hinterlandsabsicherung.siehe weinhold.und woher sollten die soo schnell kommen?ihr wart als gk sucheinheit und die waren schon vorne?die waren wohl eingeflogen?


lutz1961 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:01
von Rostocker | 7.719 Beiträge

EK 40 erst einmal Danke für Deine Geschichte.
Aber nimm es mir nicht Übel,aber einiges verstehe ich nicht.
Wie kommen so schnell Kräfte aus den GAR Glöwen her,schon vom Anmarschweg gesehen.
Und warum stellte man sie gleich vorne auf den Kollonnenweg auf.Und nicht die Grenzer die schon dort dienten und vorne das Gelände kannten.Und nach meiner Meinung gab es genug Kräfte die eingesetzt hätten können.Wie z.B.die Alarmgruppe oder Zug.Aber ich selber kann mir im warsten Sinne nicht vorstellen,das man das 1 Diensthalbjahr was sich in der Ausbildung befand gleich so weit vorne hinstellte.
EK40 wie gesagt ist meine Auffassung also sehe es gelassen.


zuletzt bearbeitet 06.02.2010 21:03 | nach oben springen

#8

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:04
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pitti53
ein bißchen merkwürdig deine geschichte.nieee wurden ausbildungseinheiten am kolonnenweg eingesetzt.eher nur zur suche oder hinterlandsabsicherung.siehe weinhold.und woher sollten die soo schnell kommen?ihr wart als gk sucheinheit und die waren schon vorne?die waren wohl eingeflogen?

Ach Pitti,

ich will hier nicht mutmaßen,aber uns hat niemand erzählt,bzw.wir haben doch nicht gewußt,wie lange die "Lage" schon bestand.Wie die "Informationspolitik" funktionierte,musst du ja besser wissen als ich.Wir kleinen Soldaten bekamen so gut wie keine Infos,dass weisst du doch.Als wir ankamen,war vorne schon alles "abgeriegelt" und zwar von Ausbildungseinheiten!Das wußten wir aber erst,als wir durch den Busch waren.Wir haben mit denen gesprochen,hast du verstanden?Gesprochen!!!
Ja,wir waren die Sucher und die "Glatten" standen vorne.Ich bin durch diesen Scheiß-Busch getrampelt.
Da kannst du noch so viel Sarkasmus ablassen wie du willst und deine "netten" Smilys einstellen.
Ich lass mich doch von dir nicht als Lügner hinstellen!Was fällt dir eigentlich ein?
Warum stellst du das wieder in Zweifel?Verdammt nochmal,es war so!!!Bei dir kann wieder nicht sein,was nicht sein darf.
Ich werde mich hier auch nicht weiter rechtfertigen,weil es sich so zugetragen hat,wie ich es hier schilderte!
Ob du mir nun glaubst oder nicht!
Bis jetzt hatte ich dich recht objektiv eingeschätzt,lag damit wohl voll daneben.
Die Smilys für dich verkneif ich mir!

ek40


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#9

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:07
von maja64 (gelöscht)
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Also ich persönlich muß sagen das ich während meiner Zeit im GAR nicht weiter als an den K2/GSZ vor kam(2 Einsätze bei Probstzella und einer bei Hirschberg/Saale).Denke mal da fehlte für uns auch die Bestätigung weiter vorne handeln zu dürfen.
Das mit dem Fall Weinhold stimmt,dort kamen Einheiten des GAR-11 Eisenach und des GAR-12 Rudolstadt im Hinterland zum Einsatz.


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#10

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:10
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von ek40

Zitat von Pitti53
ein bißchen merkwürdig deine geschichte.nieee wurden ausbildungseinheiten am kolonnenweg eingesetzt.eher nur zur suche oder hinterlandsabsicherung.siehe weinhold.und woher sollten die soo schnell kommen?ihr wart als gk sucheinheit und die waren schon vorne?die waren wohl eingeflogen?

Ach Pitti,

ich will hier nicht mutmaßen,aber uns hat niemand erzählt,bzw.wir haben doch nicht gewußt,wie lange die "Lage" schon bestand.Wie die "Informationspolitik" funktionierte,musst du ja besser wissen als ich.Wir kleinen Soldaten bekamen so gut wie keine Infos,dass weisst du doch.Als wir ankamen,war vorne schon alles "abgeriegelt" und zwar von Ausbildungseinheiten!Das wußten wir aber erst,als wir durch den Busch waren.Wir haben mit denen gesprochen,hast du verstanden?Gesprochen!!!
Ja,wir waren die Sucher und die "Glatten" standen vorne.Ich bin durch diesen Scheiß-Busch getrampelt.
Da kannst du noch so viel Sarkasmus ablassen wie du willst und deine "netten" Smilys einstellen.
Ich lass mich doch von dir nicht als Lügner hinstellen!Was fällt dir eigentlich ein?
Warum stellst du das wieder in Zweifel?Verdammt nochmal,es war so!!!Bei dir kann wieder nicht sein,was nicht sein darf.
Ich werde mich hier auch nicht weiter rechtfertigen,weil es sich so zugetragen hat,wie ich es hier schilderte!
Ob du mir nun glaubst oder nicht!
Bis jetzt hatte ich dich recht objektiv eingeschätzt,lag damit wohl voll daneben.
Die Smilys für dich verkneif ich mir!

ek40
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Dachte Euch hätte man nach den Grenzdienst gleich wieder rausgeworfen,also muß doch die Lage schon während euren regulären Dienst bestanden haben.





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#11

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:25
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rostocker
EK 40 erst einmal Danke für Deine Geschichte.
Aber nimm es mir nicht Übel,aber einiges verstehe ich nicht.
Wie kommen so schnell Kräfte aus den GAR Glöwen her,schon vom Anmarschweg gesehen.
Und warum stellte man sie gleich vorne auf den Kollonnenweg auf.Und nicht die Grenzer die schon dort dienten und vorne das Gelände kannten.Und nach meiner Meinung gab es genug Kräfte die eingesetzt hätten können.Wie z.B.die Alarmgruppe oder Zug.Aber ich selber kann mir im warsten Sinne nicht vorstellen,das man das 1 Diensthalbjahr was sich in der Ausbildung befand gleich so weit vorne hinstellte.
EK40 wie gesagt ist meine Auffassung also sehe es gelassen.

Hallo Rostocker,

selbstverständlich wurden da auch A-Gruppen und Züge eingesetzt.Also die zuständigen Kompanien für diesen Bereich.
Aber versteh doch,wir wußten doch überhaupt nicht ,wie lange diese Situation schon bestand?
Genau diese Fragen,die du mir stellst mit Entfernung/Glöwen und so,stellten wir uns damals auch!
Die Ausbildungskompanien standen dann auf dem Kolonnenweg,warum auch immer!Die mussten sich dort auch nicht auskennen.Sie sollten ja nur warten,was wir aus dem Wald "treiben".Das war für die doch weitaus ungefährlicher als durch den Wald zu pirschen,oder?Sicherlich standen da auch irgendwo die zuständigen Kompanien auf dem Kolonnenweg.
Doch in dem Bereich wo wir den Kolonnenweg erreichten,standen nun mal die Auszubildenden.Weiß der Geier wo die her kamen.Die waren aber da und es war kein Hirngespinst!
Deswegen sehe ich es auch nicht ganz so gelassen,weil hier an meiner Glaubwürdigkeit gerüttelt wird.
Vielleicht kommt ja hier mal noch jemand dazu,der damals mit dabei war.
Ich werd doch hier keine Spinnereien verbreiten,überlegt mal,wieviel damals mit dabei waren.
Jedenfalls hab ich keinen Bock mehr auf solche Unterstellungen und werde keine dieser Erlebnisse mehr hier einstellen.

ek40


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#12

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:31
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

ek 40 keiner will dir was unterstellen,aber generell durften keine ausbildungseinheiten vorne eingesetzt werden.die waren erstens ohne ortskennis und zweitens noch nicht mal zugelassen.würde allen einsatzgrundsätzen widersprechen.die 2000 hätte revoltiert.und nicht nur die


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#13

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:32
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat Rostocker:

Dachte Euch hätte man nach den Grenzdienst gleich wieder rausgeworfen,also muß doch die Lage schon während euren regulären Dienst bestanden haben.
------------------------------------------------

Genauso muß es ja auch gewesen sein,dass die Lage schon bestand,aber was weiß ich,warum wir wann erst oder schon angefordert wurden.

ek40


zuletzt bearbeitet 20.02.2010 08:46 | nach oben springen

#14

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:34
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Rostocker und auch Mario, ich muss mal ausnahmsweise meinen...ich schreib jetzt mal nicht "speziellen" Freund ek40 beispringen, aber wir waren in der Ausbildung ebenfalls schon ganz vorn eingesetzt.
In welchem Zusammenhang, da fehlt mir etwas der Film im Langzeitgedächtnis, aber ich erinnere mich, einmal auf dem BT11 in Darchau bei Haar/ Neuhaus gewesen zu sein.
Aber mehr möchte ich zu der Geschichte nicht beisteuern, denn ich war nicht auf Kompanie, euch gebührt der Ruhm und die Orden, ich war bloß ein Wicht, ein kleiner Pionier.
Aber trotz Humor sollten wir sachlich bleiben, und es wird schon einmal die Ausnahme von der Regel gegeben haben...so wie mein Ausflug auf den BT11...und der stand ganz vorn.

R-M-R


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#15

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:35
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

natürlich wurden erst immer die regulären einheiten angefordert.bis die ausbildungseinheiten kamen dauerte es sehr lange.und wie gesagt:nur einsatz im hinterland


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#16

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:36
von Bergmensch (gelöscht)
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Das ist sehr schade das du hier nichts mehr einstellen möchtest ek40, überlege es dir doch bitte noch einmal. Ich denke mal das die anderen das nicht so meinen und es anders kennen, sprich andere Erfahrungen haben. Darüber können wir doch hier reden. Der eine hat das und der andere jenes erlebt.
Alle zusammen schreiben wir hier Geschichte. Ich bitte dich schmolle nicht zu sehr und finde gerne wieder in einen Dialog zurück. Vielleicht können wir ja auch mal bei einen Forumtreffen mit einen Glasbiergeschäft die Beziehungen vertiefen. Das wäre jedenfalls besser als sich zurück zu ziehen.
Also gib dir einen Schubs. Ich fand deine Geschichte gut und Verständlich geschrieben.


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#17

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:39
von Gelöschtes Mitglied
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@pitti&@maja,

auch ich war während der Ausbildung nie vorn zum Einsatz am Zaun,zum Glück.
Nochmal,warum auch immer und weiß der Kukuk wo die her kamen, die waren da.
Es gab ja auch vierteljährliche zur damaligen Zeit,da hatten wir auch schon welche in unserer Kompanie.
Das wiederspricht deiner Aussage @pitti,dass die vor dem halben Jahr nicht an den Zaun kamen.
Die standen schon nach 3 Monaten am Kanten!!!
Für mich ist das Thema beendet.


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#18

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:41
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

da müssen die wohl grad bei euch im bereich ne übung gemacht haben um schneller als ihr da zu sein...können wir uns darauf einigen?

von glöwen bis zu riebau braucht man wohl gut ein paar stunden?


zuletzt bearbeitet 06.02.2010 21:42 | nach oben springen

#19

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:50
von maja64 (gelöscht)
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Bin ja hier während meiner Zeit im Forum lernfähig geworten.Mußte feststellen das manches woanders unterschiedlich gehandhabt wurde.
Möchte um Gottes Willen keinen der Lüge bezichtigen.
Was ich hier einbringen kann,sind meine eigenen Erlebnisse während jener Zeit.Einer Zeit,die ich auch viel lieber zu Hause verbracht hätte.


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#20

RE: Eine wahre Geschichte,über eine gescheiterte Flucht

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.02.2010 21:51
von Rostocker | 7.719 Beiträge

[quote="Rainer-Maria-Rohloff"]Rostocker und auch Mario, ich muss mal ausnahmsweise meinen...ich schreib jetzt mal nicht "speziellen" Freund ek40 beispringen, aber wir waren in der Ausbildung ebenfalls schon ganz vorn eingesetzt.
In welchem Zusammenhang, da fehlt mir etwas der Film im Langzeitgedächtnis, aber ich erinnere mich, einmal auf dem BT11 in Darchau bei Haar/ Neuhaus gewesen zu sein.
Aber mehr möchte ich zu der Geschichte nicht beisteuern, denn ich war nicht auf Kompanie, euch gebührt der Ruhm und die Orden, ich war bloß ein Wicht, ein kleiner Pionier.
Aber trotz Humor sollten wir sachlich bleiben, und es wird schon einmal die Ausnahme von der Regel gegeben haben...so wie mein Ausflug auf den BT11...und der stand ganz vorn.

R-M-R[/quote
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R-M-R:::Ich war in Glöwen in der Grenzdienstausbildung,zu Ausbildung gehörte auch ein 2 wöchiger Einsatz an der Grenze und wir waren im Raum Lenzen.Aber in den zwei Wochen wurden wir nicht weiter eingesetzt wie bis zum GSZ.Alles andere war für uns Glatte in der Ausbildung Tabu.
Und noch eins--ich will doch EK-40 hier nichts Absprechen.Schreib nur meine Meinung wie ich darüber denke.Also sehen wir es mit gemischten Gefühlen--davon geht die Welt auch nicht unter.


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