#121

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.01.2011 19:22
von dremi (gelöscht)
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Ich suche heute noch nach einem ehemaligen Zimmergenossen aus meiner OHS zeit 2.Zug/5.ABK,der mit mir
im gleichen GR gedient hat(GR-1) auch KC war (Pfaffschwende) und 1988 Fahnenflüchtig wurde.
BB ich wollte dir nur eine Frage stellen: Warum?
Vielleicht verstehe ich dann die Welt besser?
Vielleicht kann ich dann auch alle verstehen die diesen Schritt getan haben?
Habe geragde nach der Speicherung gesehen das das dieser Beitrag besser in das Thema" Fahnenflucht inden GT"
passt.
Könnte mir jemand von den Admins helfen das zu transferieren.
Danke dremi


zuletzt bearbeitet 22.01.2011 19:33 | nach oben springen

#122

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.01.2011 20:32
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Zoellner1974
Hallo Leute,
haltet doch mal den Ball flach. Ihr könnt mir echt glauben, auch wir Zöllner haben Euch nicht um euren Dienst beneidet. Es war doch jeder bei Euch froh, wenn
er die 18 Monate überstanden hatte. Wenn nun einer die Biege gemacht hat, ohne den Anderen zu verletzen,dann finde ich dass mehr als ehrenwert. Fragt ihn doch mal, ob er das gleiche heute noch einmal tun würde. Ich denke, der Eine oder Andere ginge nicht.
Nun zu Dirk, ich glaube, dass hier ruhig sagen zu dürfen. Soweit mir bekannt und in Erinnerung ist, war 3 Wochen vorher ein Uffz der gleichen Kompanie von Branderode nach Neuhof geflüchtet. Daraufhin hatte der damalige Politoffizier unter der Parole, diese Scharte ausmerzen zu müssen, den Soldaten Dienst vom
Feinsten verordnet. 8 Stunden Dienst - 6 Stunden Pause - anschließend wieder raus oder Innendienste. Beide Posten brachten nämlich neben ihrer Ausrüstung auch die Ihnen verodneten Dienstpläne mit in den Westen. Ich glaube, sie hatten damals einfach die Schnauze voll. Freue mich übrigens, dass Dirk sich hier meldet. Anscheinend geht es ihm also gut. Das ist doch erst mal das Wichtigste. Schade ist aber allemal um jeden getöteten Grenzsoldaten.
Seien wir doch mal ehrlich, wenn ich kein Zöllner sondern Greso gewesen wäre, hätte ich weggeschaut ? Wenn ich 1957 nicht im Westen sondern im Osten geboren wäre, hätte ich auch meine Pflicht erfüllt und vielleicht etwas getan, für dass ich mich heute schämen würde.
Mich würde mal interessieren, was Ihr so von den Zöllnern und BGSlern gehalten habt. Vielleicht schreibt mal einer.



Hallo Zoellner,

möchte dir kurz antworten.Ich stand von 82-83 für 12 Monate als GWDler am Zaun.
Unsere Genzabschnitte befanden sich im Raum Salzwedel.
Es ging los an der Dumme neben der GÜST Salzwedel/Bergen bis zum ehemaligen Dorf Jahrstedt,welches geschleift wurde.
Das Dorf in Niedersachsen gegenüber hieß Volzendorf.
In unserem Grenzabschnitt gab es viele neuralgische Punkte wie z.B. das Jeetzekreuz an der Jeetze,den Bahndamm bei Lübbow,eine Tribüne stand noch auf Bundesdeutscher Seite,zu der oft Touristen mit Bussen gebracht wurden.
Im Abschnitt lief auch noch eine Strasse von Westdeutscher Seite aus, nur ca. 8-10m vom Grenzzaun entfernt,fast parallel entlang.
Ich glaube sie führte zur Ortschaft Wustrow?Nun gut,ist auch egal.
Jedenfalls hatten wir an vielen Punkten Kontakt zu BGS oder GZD,manchmal kam auch die Britische Rheinarmee.
Je nachdem mit welchen Kameraden man im GD war,wurde auch Kontakt in verschiedener Art aufgenommen.
Dazu gibt es hier im Forum schon einen Thread Kontaktaufnahme mit dem BGS oder so ähnlich.
Musst du mal über die Suche gehen.
Z.B.hatten wir oft Begegnungen an der Dumme bei Bergen.
Oft kam dort der VW-Bulli vom Zoll oder vom BGS.
Dann wurde sich gegrüßt und ein paar Worte wurden ausgetauscht,obwohl es für uns strengstens verboten war.
Wir waren ja meistens alles junge Burschen im Alter zwischen 18-25 Jahren.
Und einige,ich schließe mich da ausdrücklich mit ein,haben diese Grenze selbst als äußerst inhuman empfunden und uns dafür geschämt.
Wer das nicht von der Ostseite aus selber mitmachen musste,kann es sicherlich nicht verstehen.
Es war so unnatürlich,dass man mit den Deutschen auf der anderen Seite nicht reden durfte/sollte.
Man(n) sollte/musste sich anders geben,wie man eigentlich war oder dachte.
Jedes Wort mit euch war ja eine "Kontaktaufnahme mit dem Klassenfeind".
Doch es gab auch Ecken ,wo wir uns ziemlich sicher und unbeobachtet fühlten und dort wurden dann auch die ein oder anderen Späßchen abgezogen.
Zum Jeetze -Kreuz kam oft der gleiche Zöllner mit dem Fahrrad,man kannte sich dann quasi schon.
Natürlich gab es auch Grenzer,die ihren "Klassenauftrag am Antifaschistischen Schutzwall" sehr ernst nahmen und sofort alles gemeldet hätten. (Diese werden sich hier sicherlich noch zu Wort melden und den ek40 wieder )
Die haben ihren GD nach DV durchgezogen.Man kannte ja seine "Pappenheimer" und unterließ dann Sprüche oder etwaige "Kontaktaufnahme".
Solche "Genossen" hätten auch ihre Kameraden angesch.....
Wenn man mit so einem draussen war,tja dann war es halt ne blöde Schicht.
Also ich sah keinen von euch ,egal ob BGS oder Zoll ,als meinen Feind an.
Und so sahen das auch andere Grenzer.Wir dachten nur immer,man,die haben es gut.
Nach ihrem Dienst fahren sie zu ihren Familien .......und wir?
Wir fahren zurück in diese Sch... Grenzkompanie/Kaserne.
Vom nächsten Urlaub oder Ausgang konnten wir nur träumen.

Wir dachten,was wäre wenn die olle Grenze nicht wär........?
Wo würden oder wären wir beruflich gelandet?
Vielleicht wären wir eure Kollegen? Alles Spekulation,ich weiß.
Aber so etwas ging uns damals durch den Kopf.
Selbstverständlich spreche ich hier nur für mich und meine engsten Kumpels von damals aus der Kompanie.
Wie gesagt gibt/gab es auch die "andere Seite",die natürlich ihren "Klassenauftrag "getreu aller Befehle und Parteischulungen an der Grenze zum "imperialstischen Kriegstreiber ",also an der "Nahtstelle" erfüllte.

@Zöllner,ich hoffe ,ich konnte dir ein paar Gedanken von damals "rüber bringen",wie man so schön sagt.

Gruß ek40


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#123

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.01.2011 21:10
von Zoellner1974 | 37 Beiträge

Danke ek40 für Deine Grüße und Berichte. Du hast recht, auch bei uns gab es einige Hardliner, die auch wirklich alles mögliche gemeldet haben.
Möchte dir nur zur Info mitteilen, dass ich heute in Sachsen-Anhalt tätig bin und in Wernigerode einige gute Freunde kennegelernt habe.
Schönes Wochenende


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#124

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.01.2011 22:41
von Sonne | 510 Beiträge

[quote="Sennewald"]hallo an Alle,
ich kann aus Erfahrung reden, bin am 18.01.1985 in der genannten Grenzkompanie , mit meinem Posten!!, geflüchtet, im Frühjahr wäre ich entlassen worden, es ist richtig so, das es lange dauert um einen sicheren , für alle sicheren weg zu finden. ich war zum Beispiel "feindbestaetigt", musste mit den Grenzaufklaerern feindwaerts rumlatschen, die sind über die Grenze rueber auf westdeutsches Gebiet,haben mir stille Briefkästen gezeigt etc. bei uns wurde damals wohl viel geschleust..!!!??' z.b,. an die Zollhütten, war aber eben alles zu gefährlich, die hätten mich im Endeffekt noch vor den Augen des BGS oder GSD abgeknallt,

also al final, es hätte immer Nüchternheit und ein bisschen Realität fuer die selbst gemachten Eigenarten des Grenzsystems gebraucht und dann ginge es , egal wie man dazu steht, auch ohne Gewalt oder Waffe......



Bitte sage uns wo der Bericht steht-als ehemaliger ist man doch interessiert-im übrigen alle ACHTUNG


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#125

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.01.2011 12:30
von Zkom IV | 320 Beiträge

Hallo Zoellner 1974:

Erstmal kurze Frage: In welchem Zkom warst Du denn ? Ist ja immer schön in diesem Forum auch mit ehemaligen West-Zöllnern in Kontakt zu kommen. Sind leider recht wenige hier.
Ich war von 1980-1991 im Zkom IV in Berlin. Danach zur Schupo gewechselt. Bist Du immer noch Zöllner ?
Zum eigentlichen Beitrag:
Wir hatten bei uns im Bereich leider wenig Kontakte zu den GT. Gespräche waren die große Ausnahme. Mal ein Winken oder kurzes, wortloses Grüßen, mehr war kaum drin.
Mich hat das immer sehr traurig gestimmt. Schließlich sprechen und sprachen wir eine gemeinsame Sprache. Ein kleiner Small-Talk OHNE dienstliche Geheimnisse auszusprechen, dass hätte doch möglich sein müssen. Auch an der Nahtstelle zwischen den System. Das werden aber bestimmt die "Hardliner" in diesem Forum ganz anders sehen. Oder nicht ?

Gruß Frank



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#126

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.01.2011 18:28
von driverfriedhelm (gelöscht)
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Hut ab vor allen , die diesen Schritt nach Westen getan haben. Ob vor einer Dienstzeit,während oder danach. Nur raus hier war auch mal unsere Deviese. Mein Kumpel und ich, wir wohnten damals in Mitteldeutschland.Die Grenze war weit weg, aber der Fluchtgedanke war allgegenwärtig.Hätte ich damals an der Grenze gediehnt,wäre ich mit sicherheit auch abgehauen.So durfte ich nur im PR 15 in Cottbus diehnen,habe das aber auch überlebt. Nun sind wier alle ,, FREI '' und das ist gut so.


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#127

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.01.2011 19:38
von Funki | 40 Beiträge

Wann wurde der Entschluss gefasst zur Flucht? Wurde er schon vor der Musterung oder nach der Einberufung gefasst? Hat sich manch einer verpflichtet für drei Jahre mit der Einberufung zur Grenze und dem Ziel zur Flucht? Wer von den Wehrdienstlern hat schon gewusst das er an die Grenze kommt, bestimmt keiner, erst nachdem der Einberufungsbefehl kam. Wer hätte schon eine Flucht geplant bei den Landstreitkräften, die warscheinlich zu 99% in die Hose geht.
Als Grenzer an forderster Linie ist doch die Wahrscheinlichkeit viel höher das ich die andere Seite auch erreiche. Ich, der im Bataillonsstab für ein Jahr war, habe auch nicht die Grenze ausspionieren können, die habe ich auch nur von weiten gesehen ausser bei zwei oder drei Kontrollen wo ich mal mitfahren musste mit dem Bataillonskommandeur. Eine Flucht war demzufolge genauso riskant wie für einen aus der Provinz, der sich nicht auskannte.
Während meiner Zeit ist mir nur eine Flucht bekannt, es war einer der sich für drei Jahre verpflichtet hatte und eine Nachverpflichtung gemacht hat. Er war im sechsten oder siebenten Diensthalbjahr und hatte in der Kompanie öfters im Führungspunkt Dienst. Somit hatte er die Möglichkeit seine Flucht gut vorzubereiten. Am Abend vor seiner Flucht sah er noch einmal in die Unterlagen wo die Postenpaare eingesetzt waren und ging anschließend in Ausgang mit anderen Soldaten (ich bin mir nicht mehr sicher ob er bis 2.00 Uhr oder 6.00 Uhr Ausgang hatte). Er verlies vor den Anderen die Gaststätte, fühlte sich angeblich nicht sehr gut (als Ausrede) und verschwand unbemerkt. Nachdem seine Ausgangszeit vorbei war und er sich noch nicht zurück gemeldet hatte wurde Grenzalarm ausgelöst. Das blieb uns im Bataillonsstab natürlich nicht verborgen, es war ja ein Objekt was durchsucht wurde. Einen Gegenstand (seine Mütze) wurde am K6 gefunden.
Es war für ihn eine gut vorbereitete und leichte Flucht da er sich gut in der Gegend auskannte und die Posten hatten auch nicht die Möglichkeit dies zuverhindern.
Ich könnte mir denken das bei 80 % der Wehrpflichtigen an der Grenze der Gedanke schon da war um die Seite zu wechseln, aber das Risiko war natürlich für viele zu groß um so etwas durchzuziehen.


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#128

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.01.2011 19:52
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Bemerkenswert an dieser Flucht ist weniger dieTatsache das es sie gab,als vielmehr die Art und Weise wie sie durchgeführt wurde.Es gab ja auch Fahnenfluchten die ganz anders ausgingen.....



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#129

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.01.2011 20:09
von Funki | 40 Beiträge

Zitat von Zermatt
Bemerkenswert an dieser Flucht ist weniger dieTatsache das es sie gab,als vielmehr die Art und Weise wie sie durchgeführt wurde.Es gab ja auch Fahnenfluchten die ganz anders ausgingen.....




Er hat mit dieser Flucht keine weiteren Kameraden damit in Gefahr gebracht. Er war weg und Andere wurden damit nicht belastet. Ich habe ihn am Vortag noch gesehen während einer Feierstunde (100 Geburtstag von Lenin), die in der Kompanie durchgeführt wurde. Ein Verdacht für eine Flucht bestand bei keinem der ihn kannte.


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#130

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.01.2011 21:30
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Funki

Zitat von Zermatt
Bemerkenswert an dieser Flucht ist weniger dieTatsache das es sie gab,als vielmehr die Art und Weise wie sie durchgeführt wurde.Es gab ja auch Fahnenfluchten die ganz anders ausgingen.....




Er hat mit dieser Flucht keine weiteren Kameraden damit in Gefahr gebracht. Er war weg und Andere wurden damit nicht belastet. Ich habe ihn am Vortag noch gesehen während einer Feierstunde (100 Geburtstag von Lenin), die in der Kompanie durchgeführt wurde. Ein Verdacht für eine Flucht bestand bei keinem der ihn kannte.



Hallo,ich meine die Fahnenflucht aus dem ersten Beitrag von diesem Thread.



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#131

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.01.2011 21:31
von Zoellner1974 | 37 Beiträge

Ich möchte hier zunächst ZKom IV antworten.
Meinen Dienst versah ich durchgängig von 1974 - 1990 in Walkenried, ZKom Bad Lauterberg. Unterbrochen von meiner Wehrdienstzeit in Goslar (1976/77).
Ich habe festgestellt, dass der Kontakt im Laufe der Jahre immer schwieriger und dünner wurde. Unterhalten hat man sich sowieso, wenn überhaupt,meist ausschließlich über Sport; hier meistens Fußball. Politische Themen wurden nicht angesprochen, hier war man wohl auch zu weit auseinander. Aber die meisten Soldaten sind dem Befehl, nicht mit uns zu sprechen, auch nachgekommen. Wenn ich merkte, dass dieses der Fall war, habe ich auch meinerseits nicht versucht, diese davon abzubringen. Man hatte öfter den Eindruck, dass ein engerer Kontakt (von beiden Seiten) gewünscht gewesen wäre und das wurde ganz augenscheinlich von beiden Seiten bedauert. So kamen wir uns denn auch nach der Grenzöffnung schnell näher und es wurden gemeinsame Veranstaltungen (Grillen, Fußballspiel) durchgeführt. Dabei ist mir niemals aufgefallen, dass einer unserer Kollegen den Grenzern wegen ihrer Dienstverrichtung Vorhaltungen gemacht hätte.



Frage an Funki:

Hieß der Soldat, dessen Flucht Du beschrieben hast zufällig Manfred L. und stammte aus Thale im Harz. Ich habe nämlich zufällig bei einem Campingurlaub 2001 am Arendsee diesen besagten kennengelernt; wir hatten unsere Zelte direkt nebeneinander aufgestellt und seine Flucht, ich meine es war in der Röhn, deckt sich so ziemlich mit seinen Schilderungen. Er lebt heute im Münsterland. Kannst ja mal was dazu schreiben.


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#132

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.01.2011 11:52
von Funki | 40 Beiträge

Zitat von Zoellner1974


Frage an Funki:

Hieß der Soldat, dessen Flucht Du beschrieben hast zufällig Manfred L. und stammte aus Thale im Harz. Ich habe nämlich zufällig bei einem Campingurlaub 2001 am Arendsee diesen besagten kennengelernt; wir hatten unsere Zelte direkt nebeneinander aufgestellt und seine Flucht, ich meine es war in der Röhn, deckt sich so ziemlich mit seinen Schilderungen. Er lebt heute im Münsterland. Kannst ja mal was dazu schreiben.




Die Flucht war am 21.04.1970 zwischen 0.00Uhr und ca 4.00Uhr. Die Grenze wurde bei Lindenau(Ost) und Autenhausen(West) überschritten, im Flüsschen Kreck, so haben wir es damals erfahren. Er war in der Kompanie Einöd/Heldburg stationiert. An den Namen kann ich mich nicht mehr erinnern, da wir mit den Leuten von der Kompanie nicht viel zu tun hatten. Man kannte die Jungs nur vom sehen. Er hatte den Dienstrang als Feldwebel und stammte warscheinlich aus Görlitz.
Aus meiner Sicht hatte er gute Erfahrungen um die Seite problemlos zu wechseln.
Wann war denn etwa die Flucht von M. L.? Ich werde noch einmal in die Bücher "Grenzerfahrungen Thüringen I und II" nachsehen ob ich etwas in der Zeitleiste dazu finde.

Funki[denken]


zuletzt bearbeitet 22.12.2015 17:30 | nach oben springen

#133

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.01.2011 21:29
von Zoellner1974 | 37 Beiträge

Tschuldigung Funki, da habe ich mich wohl vertan. Manne ist wie ich Jahrgang 57, der scheidet also aus. Soweit ich mich erinnere,war er zum Zeitpunkt der Flucht 20 - 25 Jahre alt. Der Ablauf war in etwa so, dass er Ausgang hatte, war dann wohl in der allgemeinen Grenzerkneipe, die es überall in den Grenzorten gab. Irgenwann hat er dann den Entschluß gefasst abzuhauen. Vor der Kneipe stand ein Fahrrad rum und mit dem ist er bis zur Grenze, hat wohl auch keinen Alarm ausgelöst und ist dann unter zu Hilfe nahme des Koppels über den MGZ. Also wenn irgend wo etwas steht, müßte es also zwischen 77 - um sicher zu gehen 85 ge-
wesen sein.
Schau doch mal nach,ob Du etwas findest.


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#134

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.03.2011 09:23
von lerche | 27 Beiträge

Fahnenflucht in Ellrich,wer kann mir helfen ?
Mitte der 60 iger Jahren gelang es 2 Gefreiten vor ihrer Entlassung in Ellrich die Sperranlagen zu überwinden und zu flüchten.Seine Eltern waren mit uns befreundet es wurde nicht in meiner Gegenwart darüber gesprochen. Sein Name ist Fred B. Übrigens ich wurde 1970 auch zu den Grenztruppen eingezogen was mich verwunderte ( recherchen Stasi ) Wer kann mir etwas darüber berichten.



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#135

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.03.2011 17:35
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von lerche
Fahnenflucht in Ellrich,wer kann mir helfen ?
Mitte der 60 iger Jahren gelang es 2 Gefreiten vor ihrer Entlassung in Ellrich die Sperranlagen zu überwinden und zu flüchten.Seine Eltern waren mit uns befreundet es wurde nicht in meiner Gegenwart darüber gesprochen. Sein Name ist Fred B. Übrigens ich wurde 1970 auch zu den Grenztruppen eingezogen was mich verwunderte ( recherchen Stasi ) Wer kann mir etwas darüber berichten.



War die Flucht am 12 März 1966 ?



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#136

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.03.2011 08:47
von lerche | 27 Beiträge

Danke für die Antwort,könnte im März gewesen sein im April war ja die Entlassung. Sie wurden in Abwesenheit vom Miltärstaatsanwalt in Erfurt verurteilt. Er hat sich nicht wieder in die DDR getraut auch nicht zur Leipziger Messe ,seine Eltern lebten damals noch in Leipzig.



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#137

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.03.2011 11:42
von linamax | 2.015 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Selbst wenn ich die Republikflucht mal außer acht lasse, so kann ich doch die Begeisterung für eine Fahnenflucht nicht ganz nachvollziehen. Das hier keine Toten und Verletzten zu verzeichnen waren macht die Fahnenflucht auch nicht weniger schlimm, dieser Umstand ist wohl eher dem Zufall zuzuschreiben. Wäre hier irgendetwas nicht nach Plan verlaufen, so hätte der Abzugsfinger in dieser letzten Phase der Flucht sicher recht locker gesessen.

Aber da nun die Geschichte geschrieben ist und auch die damaligen Gesetze nur noch der Vergangenheit angehören kann man nur hoffen, dass er danach auch was aus seinem Leben gemacht hat und nicht im "goldenen Westen" der große Absturz kam wie bei so vielen.


Hallo Felix
Woher willst Du wissen .daß bei vielen der große Absturz kam .
Gruß linamax


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#138

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.03.2011 16:16
von Pit 59 | 10.123 Beiträge

Ein Absturz gab es mit Sicherheit bei den wenigsten,und schon gar nicht in den 60er Jahren.Da konnte man sich was aufbauen im Deutschen Wirtschaftswunder.Über die Wirtschaft in der DDR haben übrigens auch viele gewundert.


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#139

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.03.2011 17:11
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von lerche
Danke für die Antwort,könnte im März gewesen sein im April war ja die Entlassung. Sie wurden in Abwesenheit vom Miltärstaatsanwalt in Erfurt verurteilt. Er hat sich nicht wieder in die DDR getraut auch nicht zur Leipziger Messe ,seine Eltern lebten damals noch in Leipzig.



Dann waren es zwei Soldaten der NVA die Sonntags bei Ellerich über die Zonengrenze in die Freiheit gelangten.Beide waren in Ausgehuniform gekleidet,denn sie hatten Dienstfrei und nahmen diese günstige Gelegenheit war.Bewaffnet waren sie nicht.Zollbeamte des Kommissariates in Walkenried nahmen sie in "Empfang"......



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#140

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.03.2011 22:57
von diego (gelöscht)
avatar

Tach allerseits, mich stört hier der Begriff FAHNENFLUCHT !!!
Hätte es die DDR ihren Bürgern erlaubt sich legal über die Grenze ( oder Grenzen ) zu begeben, wäre wohl kein einziger Grenzsoldat auf die Idee gekommen sich unerlaubt von derTruppe zu entfernen !

Grüße Diego


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