#61

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2010 17:57
von maja64 (gelöscht)
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Zitat von maja64
Zermatt in deiner Quelle dürfte doch auch folgendes stehen:

Nur einen Monat nach der Fluch Ihres Uffz flüchteten am 18. Januar 1985 gegen 21:00 Uhr gemeinsam ein Gefr. und ein Sold (von der 2.GK Liebenrode) während des Grenzdienstes ca. 650 m NO von Obersachswerfen, 100 m N der GS 1070.

Sie überwanden das vordere Sperrelement am Wiedasperrwerk indem der Gefr. auf die Schulter des Sold. stieg und auf der anderen Seite hinabsprang, wobei er dem Sold. nicht mehr bei dessen Überwindung helfen konnte. Der Sold. benutzte daraufhin sein Seitengewehr als steighilfe und überwand so den Zaun.

Der Grenzübertritt erfolge beim Gut Wiedigshof ( direkt an der Str. Obersachswerfen - Wiedigshof ) und begaben sich zu Fuß entlang der Str. Wiedigshof - Walkenried, auf der Str. hielten sie ein entgegenkommendes Kfz an, in diesem war ein vom Dienst heimkehrender Zollbeamter, dieser brachte die beiden zum ZKomm Bad Lauterberg wo sie dann vom BGS abgeholt wurden.



Der Postenführer ist hier im Forum angemeldet,hat bis jetzt nur einen Beitrag geschrieben und war das letzte Mal am 6.Januar hier Online.






Hallo, na ja es war ein bischen anders als geschildert ist aber schon 25 Jahre her...da spielen auch die details keine rolle mehr...Gruss D.Sennewald





AHA!!! Da meldet sich jemand auf meinen Beitrag.Wen Du magst,bitte hier auch mal deine Geschichte erzählen.



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#62

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2010 18:10
von Funker (gelöscht)
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Hallo zusammen,
ich suche meinen ehemaligen Nachbarn. Wir waren als Kinder immer zusammen.
Es handelt sich um Jürgen Meier. Er schafte es, während seiner Dienstzeit an der Grenze abzuhauen.
Ich wußte es kurz danach von seiner Mutter. Da war die Stasi und wollte das sie in die BRD fährt um ihren Sohn zurückzuholen. Was sie natürlich ignorierte.
Kennt jemand den Vorfall
Gruß Otti


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#63

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2010 19:05
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von icke46
@mongibella:

Es passt zwar eigentlich nicht so ganz hier rein - aber wenn Du den Film "Mit dem Wind nach Westen" erwähnst, muss ich sagen, dass ich den Film eher schlecht gemacht finde; was für mich ein generelles Problem bei Filmen ist, die von einer amerikanischen Produktionsfirma für den amerikanischen Markt gemacht wurden. Ich habe da teilweise mein Land (Alt-BRD) nicht wieder erkannt, und das, was ich von der DDR kannte, kam auch nicht richtig in dem Film rüber.

Unabhängig davon wäre die Geschichte der Ballonflüchtlinge, Familie Strelczyk und noch eine, einen eigenen Thread wert - gerade auch, wie es nach der geglückten Flucht weiter ging.

Gruss

Stimmt! Den Film hatte ich 1985 gesehen. Ja ich weiß, zu diesem Zeitpunkt durfte ich offiziell noch kein Westfernsehen schauen * schäm. Ich kann mich nur noch entsinnen, dass die im Film dargestellten MfS-Mitarbeiter eher wie Gestapo-Leute wirkten. Jedenfalls hatte ich mir so immer die Gestapo vorgestellt. Auch die eigenartigen Frisuren waren " zum Schiessen". Die hölzernen Dialoge schienen vom " Almanach der DDR-Klischees" abgekupfert worden zu sein.
So etwas kommt dabei heraus, wenn Amerikaner ein deutsches Thema verfilmen. Umgekehrt ist es aber auch nicht besser. Ich glaube kaum, dass die Amerikaner ihre Geschichte in den Karl-Mayfilmen wiederfinden.

Gruß an alle
Uwe

icke


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#64

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 08.02.2010 19:16
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Sennewald
Hallo, na ja es war ein bischen anders als geschildert ist aber schon 25 Jahre her...da spielen auch die details keine rolle mehr...Gruss D.Sennewald


Hallo Dirk,

schön Dich hier im Forum zu "sehen".

Gruß
Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#65

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.02.2010 14:59
von Sennewald (gelöscht)
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Zitat von Ari@D187

Zitat von Sennewald
Hallo, na ja es war ein bischen anders als geschildert ist aber schon 25 Jahre her...da spielen auch die details keine rolle mehr...Gruss D.Sennewald


Hallo Dirk,

schön Dich hier im Forum zu "sehen".

Gruß
Stefan




Hallo Stefan, Hallo an Alle

meine Geschichte war am 18.01. 25 Jahre alt....im anderen grenztruppenforum habe ich zu 70 prozent nur schlechte Erfahrungen gemacht, obwohl ich versucht habe meine situation , die Sicht der Dinge wenn man 23 Jahre in der DDR / Berlin grossgeworden ist, kritisch und kontrovers , auch die Dinge der Grenztruppen zu beschreiben, leider ist dies fehlgegangen, und ich habe keine lust darauf mich mich ewig gestrigen "rumzuschlagen"..wir haben heute das Jahr 2010, und so soll es bleiben..ich lese ab und zu gerne mal hier, wobei ich schon einen Unterschied zum anderen forum bemerke,

ich glaube immer an das Gute im Menschen, an das leben, an eine Weiterentwicklung, in jeglicher Form, leider ist mir aber klargeworden das viele , nicht alle, das gestrige brauchen und es gar nicht aufarbeiten wollen, klar die Zeiten sind hart fuer alle...aber so toll waren die Zeiten damals nicht...was ich gar nicht verstehen kann ist der grosse Spruch von der "Kameradschaft damals", die die dabei waren wissen sicher, das es einen Zusammenhalt in den jeweiligen Dienstgraden gab (Wehrpflichtige etc), aber Kameraden, alles eben eine Sichtweise..

in diesem Sinne
viele Gruesse an Alle

Dirk Sennewald


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#66

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.02.2010 18:18
von Jameson | 759 Beiträge

Zitat von Sennewald

Zitat von Ari@D187

Zitat von Sennewald
Hallo, na ja es war ein bischen anders als geschildert ist aber schon 25 Jahre her...da spielen auch die details keine rolle mehr...Gruss D.Sennewald


Hallo Dirk,
schön Dich hier im Forum zu "sehen".
Gruß
Stefan



Hallo Stefan, Hallo an Alle
meine Geschichte war am 18.01. 25 Jahre alt....im anderen grenztruppenforum habe ich zu 70 prozent nur schlechte Erfahrungen gemacht, obwohl ich versucht habe meine situation , die Sicht der Dinge wenn man 23 Jahre in der DDR / Berlin grossgeworden ist, kritisch und kontrovers , auch die Dinge der Grenztruppen zu beschreiben, leider ist dies fehlgegangen, und ich habe keine lust darauf mich mich ewig gestrigen "rumzuschlagen"..wir haben heute das Jahr 2010, und so soll es bleiben..ich lese ab und zu gerne mal hier, wobei ich schon einen Unterschied zum anderen forum bemerke,
ich glaube immer an das Gute im Menschen, an das leben, an eine Weiterentwicklung, in jeglicher Form, leider ist mir aber klargeworden das viele , nicht alle, das gestrige brauchen und es gar nicht aufarbeiten wollen, klar die Zeiten sind hart fuer alle...aber so toll waren die Zeiten damals nicht...was ich gar nicht verstehen kann ist der grosse Spruch von der "Kameradschaft damals", die die dabei waren wissen sicher, das es einen Zusammenhalt in den jeweiligen Dienstgraden gab (Wehrpflichtige etc), aber Kameraden, alles eben eine Sichtweise..
in diesem Sinne
viele Gruesse an Alle
Dirk Sennewald





Hallo Dirk,
ich würde Deine Geschichte gern nochmal aus Deiner Sicht hören/lesen, hätte aber auch Verständnis, wenn Du´s Dir verkneifst.

Ahoi Jameson



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#67

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.02.2010 18:24
von Sonne | 510 Beiträge

Hallo Dirk, es gehört der Fairniss halber dazu, das man das was man anspricht auch sagt bzw. erzählt ansonsten wird man auch unglaubwürdig.


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
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#68

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.02.2010 18:32
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Dirk, ich bin ebenfalls kein Freund der alten Kameraden, zumal es damals zu unserer Zeit Genosse hieß.
Die " Kameraden" erinnern mich immer an meinen Vater, den alten Ostfrontkämpfer und schon er konnte damit nichts anfangen, zumal er nach drei Jahren Fronteinsatz noch vier Jahre Kriegsgefangenschaft angehangen bekommen hatte.
Da war er gar nicht mal böse darüber, weil er aus dieser Zeit so herliche Geschichten erzählen konnte, über seine" Kameraden".
Aber mich würde deine Geschichte auch interessieren, und es freut mich, als einer der Gründer/ Mitgründer dieses Forum, das es dir hier besser zusagt, wie im anderen " Kameradenforum".
Ich war immer für Vielfalt, und denke, das macht unser Forum aus.

R-M-R


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#69

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 09.02.2010 21:32
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von icke46
[snip]
Ich habe da teilweise mein Land (Alt-BRD) nicht wieder erkannt, und das, was ich von der DDR kannte, kam auch nicht richtig in dem Film rüber.

Mal 'ne Verstaendnissfrage, icke: Die Bundesrepublik kam in dem Film nur in den letzten 15 Sekunden vor, und das auch noch im Dunkeln. Was war denn da nicht zu erkennen?

Zitat von ABV
Stimmt! Den Film hatte ich 1985 gesehen. Ja ich weiß, zu diesem Zeitpunkt durfte ich offiziell noch kein Westfernsehen schauen * schäm. Ich kann mich nur noch entsinnen, dass die im Film dargestellten MfS-Mitarbeiter eher wie Gestapo-Leute wirkten. Jedenfalls hatte ich mir so immer die Gestapo vorgestellt. Auch die eigenartigen Frisuren waren " zum Schiessen". Die hölzernen Dialoge schienen vom " Almanach der DDR-Klischees" abgekupfert worden zu sein.
So etwas kommt dabei heraus, wenn Amerikaner ein deutsches Thema verfilmen. Umgekehrt ist es aber auch nicht besser. Ich glaube kaum, dass die Amerikaner ihre Geschichte in den Karl-Mayfilmen wiederfinden.

Stimmt schon, Uwe, vor allem in der synchronisierten Version (es kommt einem manchmal vor als ob es in Deutschland nur ein halbes Dutzend Synchronsprecher gibt, alle Filme klingen gleich).
In der Originalfassung waren die Dialoge etwas ertraeglicher, allerdings auch nicht authentisch. Auch haette dem Film zufolge jedes 4te Auto in der DDR ein weisser Skoda S100 sein muessen, so oft wie der durch's Bild gehuscht ist. Auch wurden an den Autos die westlichen Nummernschilder - die waren um einiges groesser - mit oestlicher Beschriftung verwendet. Es gibt besser gemachte Filme zum Thema, soweit ich weiss war in diesem Film die 'time-to-market' das entscheidende.

-Th


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#70

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 16.02.2010 20:51
von Sonne | 510 Beiträge

Hallo Dirk ich /wir warten immer noch auf Aufklärung


Gruß Sonne

05/66-10/67
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#71

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 16.02.2010 22:28
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Sonne
Hallo Dirk ich /wir warten immer noch auf Aufklärung



;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

Wen Dirk meint, er müsse seine Geschichte zum Besten geben, dann wird er das schon von Alleine machen. Ich meine man soll es so akzeptieren wie er es für richtig hält und ihn nicht drängeln!
Dirk, Schönen Gruß aus Kassel.


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#72

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.02.2010 08:55
von Harsberg | 3.247 Beiträge

der wird sich wahrscheinlich denken, was mir dort passiert ist, kann mir auch hier passieren


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#73

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.02.2010 13:03
von DDR-ANDI (gelöscht)
avatar

Wir hatten im Jahr 1977 im Grenzabschnitt Großburschla auch einen Grenzdurchbruch.Dieser fand in der Nähe der sog.GÜST Mäusemühle statt.Das eingesetzte Postenpaar hatte sich auf Grund der Witterrungsbedingungen nicht wie befohlen am Waldrand aufgehalten sondern statt dessen Stellung in einen nahe gelegenen Beobachtungsbunker bezogen.Sie bemerkten den Grenzdurchbruch erst,als Sie den Grenzverletzer auf westlichen Hoheitsgebiet feststellten.Da war es aber schon zu späht zum handeln.Ich wußte wer dort eingesetzt war,habe aber das Postenpaar seit dem Tag danach nicht mehr gesehen.Als fast ständiger 6m Läufer war ich jedesmal sehr froh wen es keine Beanstandungen im Nachhinein gab.


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#74

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 21.02.2010 14:35
von Sonne | 510 Beiträge

Ich wußte wer dort eingesetzt war,habe aber das Postenpaar seit dem Tag danach nicht mehr gesehen.

Und wo sind dieses Postenpaar hingekommen ???


Gruß Sonne

05/66-10/67
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#75

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 13.03.2010 15:54
von Sonne | 510 Beiträge

Zitat von Zermatt
Der 21-jährige Gefreite gehörte zur 2. Grenzkompanie Liebenrode.Am Tag seiner Flucht,am 7
Januar 1980, wurde er im Rahmen der Grenzüberwachung zum Frühdienst als Postenführer einer
Doppelstreife eingesetzt.Gegen 4.15 ging der Gefreite mit einem Soldaten auf dem Feldscheunenweg von Branderode in Richtung Grenze.
Auf dem Kolonnenweg gingen sei nach rechts einen kleinen Hang hinauf,vornweg der Soldat.
Nach etwa 50m nahm der Gefreite seine Maschinenpistole in Hüftanschlag und lud die Waffe
durch.
Dem Soldaten befahl er,die Tasche abzustellen und seine Kalaschnikow abzulegen.Dann befahl er ihm,fünf Schritte nach vorne zu machen und sich auf den Boden zu legen.Den Soldaten beruhigte
er mit dem Hinweis,dass ihm nichts passieren werde,wenn er den Anweisungen folgte.
Der Gefreite nahm Waffe und Tasche des Soldaten und lief zu einem unverminten Durchlass am
doppelten Metallgitterzaun.
Die beiden Waffen warf er über die erste Reihe des Zaunes,die Tasche hakte er mit einem Karabinerhaken daran fest und benutzte sie als Kletterhilfe.
Im Durchlass nahm er die beiden Waffen wieder auf und ging zu zweiten Zaunreihe,die er ebenfalls kletternd überwand.Nachdem er die Waffe des Soldaten weggeworfen hatte,lief er mit seiner Waffe zu Grenzlinie,die er an dem BGS Hinweisschild ausmachen konnte.
Bei dem Schild legte er seine Waffe und verschiedene Ausrüstungsgegenstände ab und ging in
Richtung Walkenried weiter.
Der zurückgebliebende Soldat zündete dann ein Handsignalgerät und verschoss eine gelbe Leuchtkugel.Gegen 5.35 Uhr wurde der Gefreite von einem Zollbeamten angehalten und zum
Zollkommissariat Bad Lauterberg gebracht,von wo er an dem BGS Duderstadt zur Befragung weitergeleitet wurde.


Gut und sicher durchdacht, und den Mut und die Verzweiflung auf der anderen Seite ausgenutzt.Ich kam damals nicht auf so eine Idee-Hut ab !!!!


Gruß Sonne

05/66-10/67
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#76

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2010 23:32
von Egal (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Selbst wenn ich die Republikflucht mal außer acht lasse, so kann ich doch die Begeisterung für eine Fahnenflucht nicht ganz nachvollziehen. Das hier keine Toten und Verletzten zu verzeichnen waren macht die Fahnenflucht auch nicht weniger schlimm, dieser Umstand ist wohl eher dem Zufall zuzuschreiben. Wäre hier irgendetwas nicht nach Plan verlaufen, so hätte der Abzugsfinger in dieser letzten Phase der Flucht sicher recht locker gesessen.

Aber da nun die Geschichte geschrieben ist und auch die damaligen Gesetze nur noch der Vergangenheit angehören kann man nur hoffen, dass er danach auch was aus seinem Leben gemacht hat und nicht im "goldenen Westen" der große Absturz kam wie bei so vielen.



Dein Beitrag ist einfach nur zynisch-wenn bei jemand der Abzugsfinger locker saß, dann bei denen die sich freiwillig an diese Grenze gestellt haben. Ich habe mich nicht selbst vor jedem Dienst aufs neue vergattert-solche wie du haben die Befehle erteilt.


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#77

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2010 06:52
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Egal
...Dein Beitrag ist einfach nur zynisch-wenn bei jemand der Abzugsfinger locker saß, dann bei denen die sich freiwillig an diese Grenze gestellt haben. Ich habe mich nicht selbst vor jedem Dienst aufs neue vergattert-solche wie du haben die Befehle erteilt.



Nein, nicht zynisch, nur nüchtern. Es war halt so.
Ich habe niemanden erlebt, bei dem der Abzugsfinger im Dienst "locker saß". Ob Freiwillige wie ich oder Soldaten im GWD. Doch es ist nicht eben ehrlich, den Streßfaktor nicht einzukalkulieren. Eine Fahnenflucht ist immer etwas endgültiges. Zwar lebten wir nicht mehr in den 40-er Jahren, man wurde nicht mehr dafür an die Wand gestellt aber viele Jahre Kahn wären sicher gewesen. Die allgemeine Verachtung auch. Ergo saß dann schon aus Angst davor vielen Fahnenflüchtigen der Abzugsfinger locker. Umgekehrt freilich oft auch. Ganz natürlich aber eben auch tragisch. Wenn es denn wie hier noch "gut" ausging in dem Sinne, dass niemand ins Gras gebissen hat, dann "Was solls...".
Der Befehl ist immer das Eine, die Ausführung und die Art der Ausführung aber schlicht eine Handlung des Ausführenden, nicht des Befehlshabers. Und der grüne Tisch ist nicht die Wirklichkeit draußen.
Ich habe auch Befehle ausgeführt, ordentlich und nicht zu knapp. Da waren auch einige bei, bei denen man heutzutage schlucken würde. Mindestens. Doch wie das jeweils ablief, war meine Kanne, das kann ich nicht delegieren.
Im Nachhinein muss auch ich zugeben: Schwein gehabt, einige Male und nicht nur ich... Wenn so etwas schiefgelaufen wäre, würde ich es natürlich gerne delegieren. Mein Postenführer wäre dann schuld gewesen. Hm, ich hatte meist keinen, Mist. Dann also der KGSi, der erfuhr alles aber erst falls und wenn es passiert wäre - auch nicht gut. Also eben bedarfsweise Zugführer, KC, Offz-Aufklärung, MA, Minister, Staatsratsvorsitzernder, der liebe Gott - nein, lieber nicht. Es wäre doch an mir hängen geblieben. Wenn es vom Gesetz her in Ordnung gewesen wäre, gut, Schwamm drüber (oder Erde), wenn nicht, dann doppelt gebissen. Wenn man in einer solchen Sache Gefühle, dazu gehören auch Angst, Wut, gewinnen läßt, gibt es am Ende zu oft nur Verlierer.
Das ist nicht zynisch, nur ein bischen fatalistisch und eben nüchtern.
Die Grenze ist weg, den Anlaß für alles gibt es nicht mehr. Der Krieg ist quasi vorbei, keiner der hier Beteiligten kam ums Leben. Nun steht zwar immer noch bei jenen hier im Thread der Vorwurf oder Makel der Fahnenflucht im Raum aber man kann über die Sache zumindest hinter vorgehaltener Hand grinsen. Tote können das nicht. Ist doch schön.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 18.09.2010 06:55 | nach oben springen

#78

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2010 10:13
von linamax | 2.019 Beiträge

Zitat von Feliks D.
Selbst wenn ich die Republikflucht mal außer acht lasse, so kann ich doch die Begeisterung für eine Fahnenflucht nicht ganz nachvollziehen. Das hier keine Toten und Verletzten zu verzeichnen waren macht die Fahnenflucht auch nicht weniger schlimm, dieser Umstand ist wohl eher dem Zufall zuzuschreiben. Wäre hier irgendetwas nicht nach Plan verlaufen, so hätte der Abzugsfinger in dieser letzten Phase der Flucht sicher recht locker gesessen.

Aber da nun die Geschichte geschrieben ist und auch die damaligen Gesetze nur noch der Vergangenheit angehören kann man nur hoffen, dass er danach auch was aus seinem Leben gemacht hat und nicht im "goldenen Westen" der große Absturz kam wie bei so vielen.


Das Sie wieder dagegen schreiben ist für mich nichts neues ich kenne viele ehemalige gefüchtete Grenzsoldaten aus denen etwasgeworden ist auch aus mir ist etwas geworden Gruß linamax


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#79

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2010 11:49
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Sicher gab es viele die anschließend im Westen was aus ihrem Leben gemacht haben, es gab jedoch auch genug denen das nicht gelang. Trotzdem muss ich selbst heute noch nicht eine FF gutheißen, nicht umsonst ist dies auch in diesem Land immer noch eine Straftat. S51 hat doch dazu einen super Text geschrieben und ich habe auch in meinem damaligen Text schon geschrieben, dadurch das niemand verletzt wurde kann man nur hoffen er hat anschließend aus seinem Leben etwas gemacht.

Das hört sich für mich nicht gerade nach Hass oder Verachtung an.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 18.09.2010 11:50 | nach oben springen

#80

RE: Fahnenflucht eines Gefreiten der GT

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2010 13:08
von Freedom (gelöscht)
avatar

Zitat von Zermatt
Gegen 5.35 Uhr wurde der Gefreite von einem Zollbeamten angehalten und zum
Zollkommissariat Bad Lauterberg gebracht,von wo er an dem BGS Duderstadt zur Befragung weitergeleitet wurde.




Also es geht doch.


zuletzt bearbeitet 18.09.2010 13:09 | nach oben springen


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