#41

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 19:22
von Greso | 2.377 Beiträge

H.Grenzer,das Thema mausert sich zur Langeweile!!!Auch Grenzverletzer waren bewaffnet,und manche hatten
bei der Festnahme,2.lange Fleischermesser und die Taschen voll mit Pfeffer,und 13.Personalausweise,die er von Oma,Opa,Schwester und und und geklaut hatte.Bei seiner Befragung,sagte er,da bekomme ich im Westen 30,00DM für
einen Ausweis.Und die Messer und der lose Pfeffer,da wollte ich schlachten???

Gruß Greso


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#42

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 19:23
von LEGO | 487 Beiträge

Zitat von Dr. Emmerich

"Schießbefehl" gibt es nicht! Weder in der DDR noch in der BRD. Die Anwendung von Schusswaffen ist doch immer genau geregelt (Anruf, Warnschuss, Kampfunfähigkeit), Gesetze und innerdienstliche Bestimmungen. Die Grenztruppen der DDR haben eben nicht auf jeden Flüchtling, wie auf Hasen geschossen!!



Kleiner Hinweis am Rande:

Für Soldaten mag das Ziel des Schußwaffengebrauchs die Kampfunfähigkeit sein.
Für Polizei und BGS lautet das Ziel: Angriffs- oder fluchtunfähig!

In unserer Schießausbildung hatten wir Übungen zu absolvieren, in denen die Person auf der Zielscheibe in die Arme oder in die Beine zu treffen war. Ging ein Schuß in Körper oder Kopf, galt die Übung als nicht bestanden.


LEGO


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#43

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 19:30
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von Greso

H.Grenzer,das Thema mausert sich zur Langeweile!!!Auch Grenzverletzer waren bewaffnet,und manche hatten
bei der Festnahme,2.lange Fleischermesser und die Taschen voll mit Pfeffer,und 13.Personalausweise,die er von Oma,Opa,Schwester und und und geklaut hatte.Bei seiner Befragung,sagte er,da bekomme ich im Westen 30,00DM für
einen Ausweis.Und die Messer und der lose Pfeffer,da wollte ich schlachten???

Gruß Greso




Willst du mit deiner Nachricht jetzt einen Schmuggler mit einem Flüchtling vergleichen. Das hört sich bald so an, als hätte sich jeder Flüchtling vorher bewaffnet, um beim Aufgreifen bewaffneten Widerstand zu leisten. Der Schmuggler hingegen bewaffnet sich aber von vornherein, und das ist Vorsatz, um bei einer kriminellen Handlung nicht festgenommen zu werden. Das ist der Unterschied.


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#44

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 19:32
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von curious

....
es habe einen schießbefehl von westseite auf ddr grenzsoldaten gegeben. so ein bisschen wie beim moorhuhn schießen, über die mauer weg, so viele wie möglich abknallen.

ich halte das für blödsinn. aber gab es irgendwann einmal einen vorfall, wo von westdeutscher seite (grundlos) geschossen wurde, aus dem man so eine theorie spinnen könnte?

vielen dank für die antwort



Von solchen Befehlen habe ich nie gehört. Die Schußwaffengebrauchsvorschriften waren nahezu analog. Damit gab es hüben wie drüben keine Rechtsgrundlage um "so viele wie möglich abzuknallen".
Was es sicher ab und an gab, waren Zwischenfälle. Ungeplant, unangeordnet und sowohl als auch eigentlich immer ein Ergebnis von irgendwelchen schwer aus dem Ruder gelaufenen Zufälligkeiten.
Bitte bedenke, auf beiden Seiten waren wir (die gestandenen Beamten von BGS, Zoll und Polizei nehme ich da teilweise mal aus) junge Soldaten um die 20 Jahre. Vollgepumpt mit unserer jeweiligen Ideologie, jugendlichem Übermut, ab und an Leichtsinn und mehr oder weniger der Überzeugung, da drüben wäre das Böse, mindestens, wenn nicht noch schlimmer. Und eben auch mit dem Finger am Abzug.
Wenn wir auf die Briten bei deren Einweisungen getroffen sind, konnte es schon mal unangenehme Situationen geben. Je nach dem, wie die Offiziere aufgepaßt haben, wurde schon mal auf uns angelegt und an den Waffen gespielt. Natürlich war das nicht erlaubt oder gar gewollt. Es waren Disziplinverletzungen, die wir sehr gerne dokumentiert haben. Die BFSO hatten eine manchmal sehr direkte Art, so etwas bei ihren Soldaten zu komentieren. Um 1984 herum hatten wir den Eindruck, dass in den Magazinen der einzuweisenden frischen Soldaten gar keine Munition war. Es gab Sichtöffnungen und die waren meist dunkel. Das war kaum grundlos.
Genauso, wie es Ursachen hatte, dass wir bei der Ausbildung der neuen Beamten am Kanten bei diesen oft keine Waffen gesehen haben.
Von der "amerikanischen Seite", also Grenzern, die im Süden den Amis gegenüber gedient haben, wurden ähnliche Dinge berichtet. Allerdings scheint es dort schärfer zugegangen zu sein.
Und bitte, wir hatten auch unsere Hirnis (das sind solche, die im Ernstfall auf die Benutzung desselben gerne verzichten...).
Auch hier gilt das Eingangs geschriebene.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#45

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 19:40
von manudave (gelöscht)
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Zitat von karl143

Zitat von Greso

H.Grenzer,das Thema mausert sich zur Langeweile!!!Auch Grenzverletzer waren bewaffnet,und manche hatten
bei der Festnahme,2.lange Fleischermesser und die Taschen voll mit Pfeffer,und 13.Personalausweise,die er von Oma,Opa,Schwester und und und geklaut hatte.Bei seiner Befragung,sagte er,da bekomme ich im Westen 30,00DM für
einen Ausweis.Und die Messer und der lose Pfeffer,da wollte ich schlachten???

Gruß Greso




Willst du mit deiner Nachricht jetzt einen Schmuggler mit einem Flüchtling vergleichen. Das hört sich bald so an, als hätte sich jeder Flüchtling vorher bewaffnet, um beim Aufgreifen bewaffneten Widerstand zu leisten. Der Schmuggler hingegen bewaffnet sich aber von vornherein, und das ist Vorsatz, um bei einer kriminellen Handlung nicht festgenommen zu werden. Das ist der Unterschied.




Das ist ein beliebtes Thema hier.

Gern werden die Methoden, mit denen Grenzsoldaten psychologisch beeinflusst werden sollten ("Grenzverletzer bewaffnet, bewaffnete Sowjets in Richtung Grenze unterwegs, haben nix zu verlieren") auch als Entschuldigung genommen.

Das halte ich für sehr fragwürdig.

Natürlich, wenn ein Grenzer in der Ausbildung ständig diese Wortspiele hört, dann kann er sich im Wald schon mal buchstäblich "in die Hose sch..." vor Angst. Dafür hat wohl auch jeder Verständnis.

Aber wenn diese wenigen gewalttätigen Durchbrüche jedes Mal HEUTE NOCH als Rechtfertigung dienen sollen (und auch nur aus gewissen Richtungen) dann habe ich dafür KEIN Verständnis.


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#46

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 19:40
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von icke46

Zitat von Ari@D187


es handelte sich um eine Grenze quer durch Deutschland, welche Westdeutschland von Mitteldeutschland trennte. Eine solche Grenze innerhalb Deutschlands ist also eine innerdeutsche Grenze. Innerdeutsch ungleich Staatsgrenze ist lediglich eine Interpretation.




Hallo, Stefan,

dass oben zitierte ist ja hinsichtlich des fettgedruckten interpretationsbedüftig. Wenn es eine Grenze zwischen West- und Mitteldeutschland gab, muss es dann logischerweise auch eine Nicht-Staatsgrenze zwischen Mitteldeutschland und Ostdeutschland gegeben haben. Nun müsste man ja hinterfragen, welche Bundesregierung nun endlich die Wiedervereinigung mit Ostdeutschland in Angriff nimmt.

Nur um nicht auf eine falsche Schiene zu geraten: Für mich ist ein Ergebnis des WK II, dass Deutschland auf das Gebiet der seinerzeitigen BRD und DDR geschrumpft ist. Wenn man nach nun fast 65 Jahren immer noch von West- und Mitteldeutschland spricht, steht für mich irgendwo immer im Hintergrund, dass man natürlich auch Ostdeutschland eingliedern will. Ich denke mal, die Polen und im Königsberger (Kaliningrader) Gebiet die Russen werden das mit freudiger Erwartung hören.

Ich unterstelle Dir dieses Denken nicht, nur sollte man die Begriffe schon vorsichtig wählen.

Nix für ungut

icke



Hallo Icke,

der Begriff Mitteldeutschland wird heute noch viel verwendet. Wenn man diesen Ausdruck benutzt, dann steht nicht automatisch im Hintergrund, daß man auch "Ostdeutschland" wieder eingliedern will. Hier mal ein Überblick:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mitteldeutschland

Gruß
Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#47

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 22:33
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Zitat von Pluto

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Pluto
Ungenau recherchiert, stimmt, gebe ich zu.
Ich habe auch nur Manudave aufgezeigt, dass es mehr als NICHTS gegeben hatte.
Der letzte Erschossene Schmuggler wurde übrigens von hinten erschossen.


Ich gehe davon aus, dass Deine Quelle die "Ergüße" des Herrn K. G sind.
Erschienen im Spotless Verlag.
Kannst mich diesbezüglich gerne Berichtigen, falls ich Falsch liege.



Leider ist es nur der Spiegel:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46163491.html
Unter seinem linken Schulterblatt blutete die Einschußwunde; am Hals war das 7,65-Millimeter-Geschoß wieder ausgetreten. Bei der Einlieferung in das Krankenhaus Aachen-Forst war der 36jährige Friedrich Hasselfeldt aus dem Ortsteil Nütheim der Gemeinde Walheim im Kreis Aachen bereits tot.




Der Spiegel hat hier auch nicht sauber recherchiert oder bewußt einen falschen Namen genannt.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#48

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 22:35
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Zitat von karl143
Der Link von TH funktioniert bei mir nicht.
@ Emmerlich,
die DDR wurde von der Bundesrepublik zwar staatsrechtlich anerkannt, aber nicht völkerrechtlich.
Das ist ein gravierender Unterschied. Daher auch die Sprachregelung "innerdeutsche" oder "deutsch-deutsche" Grenze.
Das müßte dir aber bekannt sein, vermute ich.



Mit:

Urteil Bundesverfassungsgericht 31.07.1973

googeln.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#49

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 22:40
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

[quote="S51"]Die Schußwaffengebrauchsvorschriften waren nahezu analog.

Nein ganz so einfach war es nicht.
In der BRD gab es ein UZwG seit den 60er Jahren.
Die DDR (DGP, GT, VP) arbeitete bis 1982 mit Dienstvorschriften, erst dann kam das Grenzgesetz hinzu.
Die DV´s galten weiterhin.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#50

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 23:04
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Pluto
Die ARD berichtet von 50 Toten aus der Zeit und von einem Schießbefehl:
http://www.60xdeutschland.de/der-anfang-...ffeeschmuggels/

Zitat:
Während im Gebirge die Kaffeesäcke von den Schmuggelkolonnen durch die Wälder getragen werden, kommen im Aachener Raum schwere Autos und sogar Panzerwagen zum Einsatz. Auf diese Weise reagieren die Schmuggler auf den Schießbefehl, der an der “Aachener Kaffeefront” gegeben wird und insgesamt 50 Menschenleben kostet.

Ha, Pluto, ist Dir langweilig? Das Thema haste doch schon mal vor nem halben Jahr angeschnitten, allerdings haste dann gekniffen. Haste auch noch was anderes? Ist mit Dir ein bisserl wie im Privatfernsehen, viele Wiederholungen.

Deinen link hatte ich hier uebrigens schon mal vor fast 'nem Jahr reingestellt, die Suchfunktion ist oben links

Zitat von karl143

Zitat von Greso
H.Grenzer,das Thema mausert sich zur Langeweile!!!Auch Grenzverletzer waren bewaffnet,und manche hatten
bei der Festnahme,2.lange Fleischermesser und die Taschen voll mit Pfeffer,und 13.Personalausweise,die er von Oma,Opa,Schwester und und und geklaut hatte.Bei seiner Befragung,sagte er,da bekomme ich im Westen 30,00DM für
einen Ausweis.Und die Messer und der lose Pfeffer,da wollte ich schlachten???

Gruß Greso

Willst du mit deiner Nachricht jetzt einen Schmuggler mit einem Flüchtling vergleichen. Das hört sich bald so an, als hätte sich jeder Flüchtling vorher bewaffnet, um beim Aufgreifen bewaffneten Widerstand zu leisten. Der Schmuggler hingegen bewaffnet sich aber von vornherein, und das ist Vorsatz, um bei einer kriminellen Handlung nicht festgenommen zu werden. Das ist der Unterschied.


Hi Karl,
das ist hier im forum die Strategie der alten Garde der Klassenkaempfer: Vergleiche zwischen Aepfel und Meerettich werden von den 'Propagandisten' immer gern gebracht, und waehrend man sich noch wundert wie die auf solchen Schmarren kommen, gibts schon die naechte Nebelbombe. Fall Du dich mal fragen solltest, wie der 'Staatsbuergerkunde'-Unterricht in der DDR abgelaufen ist, im Forum gibts dafuer viele gute Beispiele, hier ist eines.

Das naechste was hier normalerweise kommt ist dann die Grenze zwischen Mexico und den USA; da wird dann auch gern aus dem ideologischen Naehkaestchen geplaudert.

-Th


zuletzt bearbeitet 31.01.2010 23:05 | nach oben springen

#51

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 23:13
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von CaptnDelta
Das naechste was hier normalerweise kommt ist dann die Grenze zwischen Mexico und den USA; da wird dann auch gern aus dem ideologischen Naehkaestchen geplaudert.


Und danach wird dann die DDR am Hindukusch verteidigt indem der Bundeswehreinsatz dort ins Spiel gebracht wird.

Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#52

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.01.2010 23:14
von karl143 (gelöscht)
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Stefan,
genau, das ist die gelernte Strategie dieser User. Das ziehen die bis an ihr Lebensende so durch.


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#53

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2010 06:02
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Guten Morgen Karl, denke bitte jetzt nicht, ich fühle mich angesprochen von deinem Text,und zwar der vorstehende, deine Antwort auf den schönen vom "Oberzyniker"Delta, meinem Freund,der wieder mal vom Leder zog, wenn ihm danach ist aber schreib netterweise das nächste Mal nicht...Das ziehen "die" bis an ihr Lebensende durch?...sondern schreib...Das ziehen sie.....durch.
Klingt erstmal freundlicher und du kennst doch den schönen Satz: "Die ist Zwippelmine und der ist Wagenschmiere".
Ich wünsche dir einen schönen Tag, denn ich habe meine Nachtschicht schon hinter mir.

R-M-R


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#54

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2010 06:05
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Ups, mein Freund Delta, der Stefan wars, auf den der Karl....geantwortet hatte...entschuldige

R-M-R


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#55

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2010 06:28
von ---------- (gelöscht)
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Ich finde es sehr befremdlich und geradezu unhöflich wie hier reagiert wird, wenn man die kritischen Aspekte anspricht.
Delta, ich habe nicht gekniffen nur sind mir deine persönlichen Angriffe zu wider.
Ist leider Standard von einigen Usern hier.

Noch einmal, für Delta und Karl, vielleicht rafft ihr es dann.
Ich habe auf die Äußerung von Manudave lediglich reagiert, weil er behauptete, dass es NICHTS in der Bundesrepublik gab.
Habt ihr es jetzt?
Danke.
So und weil es der Spiegel so schön schrieb, für euch nochmal fettgedruckt:
1964 von hinten erschossen, in der Bundesrepublik
und das soll NICHTS sein?
Ja dann, macht weiter mit eurer Wahrheit.


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#56

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2010 09:09
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von curious

....
es habe einen schießbefehl von westseite auf ddr grenzsoldaten gegeben. so ein bisschen wie beim moorhuhn schießen, über die mauer weg, so viele wie möglich abknallen.

ich halte das für blödsinn. aber gab es irgendwann einmal einen vorfall, wo von westdeutscher seite (grundlos) geschossen wurde, aus dem man so eine theorie spinnen könnte?

vielen dank für die antwort



Von solchen Befehlen habe ich nie gehört. Die Schußwaffengebrauchsvorschriften waren nahezu analog. Damit gab es hüben wie drüben keine Rechtsgrundlage um "so viele wie möglich abzuknallen".
Was es sicher ab und an gab, waren Zwischenfälle. Ungeplant, unangeordnet und sowohl als auch eigentlich immer ein Ergebnis von irgendwelchen schwer aus dem Ruder gelaufenen Zufälligkeiten.
Bitte bedenke, auf beiden Seiten waren wir (die gestandenen Beamten von BGS, Zoll und Polizei nehme ich da teilweise mal aus) junge Soldaten um die 20 Jahre. Vollgepumpt mit unserer jeweiligen Ideologie, jugendlichem Übermut, ab und an Leichtsinn und mehr oder weniger der Überzeugung, da drüben wäre das Böse, mindestens, wenn nicht noch schlimmer. Und eben auch mit dem Finger am Abzug.
Wenn wir auf die Briten bei deren Einweisungen getroffen sind, konnte es schon mal unangenehme Situationen geben. Je nach dem, wie die Offiziere aufgepaßt haben, wurde schon mal auf uns angelegt und an den Waffen gespielt. Natürlich war das nicht erlaubt oder gar gewollt. Es waren Disziplinverletzungen, die wir sehr gerne dokumentiert haben. Die BFSO hatten eine manchmal sehr direkte Art, so etwas bei ihren Soldaten zu komentieren. Um 1984 herum hatten wir den Eindruck, dass in den Magazinen der einzuweisenden frischen Soldaten gar keine Munition war. Es gab Sichtöffnungen und die waren meist dunkel. Das war kaum grundlos.
Genauso, wie es Ursachen hatte, dass wir bei der Ausbildung der neuen Beamten am Kanten bei diesen oft keine Waffen gesehen haben.
Von der "amerikanischen Seite", also Grenzern, die im Süden den Amis gegenüber gedient haben, wurden ähnliche Dinge berichtet. Allerdings scheint es dort schärfer zugegangen zu sein.
Und bitte, wir hatten auch unsere Hirnis (das sind solche, die im Ernstfall auf die Benutzung desselben gerne verzichten...).
Auch hier gilt das Eingangs geschriebene.





S51, sehr gutes Statement!

Eben diese Hirnis, von denen Du schreibst. Und den Gegner provozieren ist nun auch mal leider eine der schlechten menschlichen Eigenschaften...!

Provozieren hat doch eigentlich nur einen Hintergrund, ohne hier jetzt eine hoch wissenschaftliche Interpretation dieses Begriffes aufmachen zu wollen:

Den Gegner zu Handlungen verleiten, die der Provozierende hinterher bestens für sich gebrauchen, ausschlachten kann!

Und ich weiß nicht, wie manch einer, einschließlich meiner Person reagiert hätte, wenn mit einer Schußwaffe auf einen geziehlt wird... . Etwa fragen: "Ist da scharfe Munition drin???"

So wie es heute irrwitziger Weise tagtäglich vielen Polizisten ergeht....


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#57

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2010 09:21
von karl143 (gelöscht)
avatar

Zitat von Pluto
Ich finde es sehr befremdlich und geradezu unhöflich wie hier reagiert wird, wenn man die kritischen Aspekte anspricht.
Delta, ich habe nicht gekniffen nur sind mir deine persönlichen Angriffe zu wider.
Ist leider Standard von einigen Usern hier.

Noch einmal, für Delta und Karl, vielleicht rafft ihr es dann.
Ich habe auf die Äußerung von Manudave lediglich reagiert, weil er behauptete, dass es NICHTS in der Bundesrepublik gab.
Habt ihr es jetzt?
Danke.
So und weil es der Spiegel so schön schrieb, für euch nochmal fettgedruckt:
1964 von hinten erschossen, in der Bundesrepublik
und das soll NICHTS sein?
Ja dann, macht weiter mit eurer Wahrheit.



@ Pluto,
es geht um deine Art und Weise, hier Nachrichten einzustellen.
Zuerst kam mal von dir ...(sinngemäß) 50 Tote an der Westgrenze, sozusagen durch Schießbefehl

nach recherchieren bleiben zwar noch eine Anzahl (leider) von Toten übrig, die Hälfte davon sind aber selber Beamte, die besondere Lage zu dieser Zeit an diesem Ort bleibt von dir total unberücksichtigt.

Das hättest du aber durch ein bißchen googeln innerhalb von kurzer Zeit selber finden können. Stattdessen haust du hier eine Schlagzeile rein, die wir hier im Forum schon mal hatten (Suchfunktion benutzen!).

Als von deinem Kommentar nicht viel an Wahrheit übrig bleibt, wird einfach die nächste Bemerkung gemacht. ....von hinten erschossen....
Hört sich ungefähr so an, wie die Hinrichtungen in deinem so geliebten Staat (Der Henker trat von hinten an das Opfer heran und tötete es durch unerwarteten Kopfschuss).
Du spielst hier mit Wahrheiten und Halbwahrheiten und weißt diese ganz explisit für deine Zwecke einzusetzen.

Recherchiere doch selber erst mal, und schreibe dann. Das derjenige von hinten erschossen wurde, lag doch wohl daran, das er sich nicht stoppen lies. Meinst du das wäre heute oder irgendwo auf der Welt anders. Hier war bekannt, das ein Straftäter kommt, es war keine Kontrolle nach dem Motto, den kontrollieren wir mal, vielleicht hat der was dabei.


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#58

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2010 10:18
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von karl143
Stefan,
genau, das ist die gelernte Strategie dieser User. Das ziehen die bis an ihr Lebensende so durch.



Mal ganz ehrlich,sind hier nicht auch ganz andere ihrem alten Denkmuster verhaftet,Karl?

Lasst doch mal diese persönliche Anmache weg und setzt euch mit Meinungen der User auseinander.
Hier schreiben angeblich überwiegend ältere Männer die in beide Richtungen der Grenzen damals schauten,der eine mit dem "ND-Wissen" Richtung West,der andere mit "Bild" in Richtung Ost.
Menschen mit den unterschiedlichsten Erfahrungen und Erkenntnissen.
Über die Geschichte der Grenze innerhalb Deutschlands muss von beiden Seiten geschrieben werden,auch wenn manche dabei wohl über die Jahre einen Tunnelblick entwickelt haben.

seaman


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#59

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2010 10:43
von karl143 (gelöscht)
avatar

@ Seaman,

lese dir doch meine Zeilen nochmals durch. Es geht doch nicht um Denkmuster a la Bild oder ND.
Es geht hier in diesem Fall ganz speziell um das Einstellen von, ich sage es mal vorsichtig, Halbwahrheiten. Dieses Manipulieren beherrschen manche immer noch sehr gut. Nur heute fehlt im Gegensatz zu früher die Macht dazu, der Versuch wird aber immer wieder geführt.

Darum geht es, hier wurden mal wieder wissentlich falsche Infos hochgeladen.


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#60

RE: schießbefehl von westseite

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2010 11:01
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von karl143
@ Seaman,
Dieses Manipulieren beherrschen manche immer noch sehr gut.



Diesen Satz unterstreiche ich,wenn man hier aufmerksam mitliest, gilt er wohl für beide Seiten.

seaman


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