#141

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 10:45
von Polter (gelöscht)
avatar

Zitat von wosch
Da meine Frage nach den Verbleib der aus den Westpaketen nach Vorschrift "entwendeten" Utensilien (Kaffe, Zigaretten, anderen Genußmitteln und technische Geräte) scheinbar nicht deutlich als Frage erkannt wurde, stelle ich sie im Zusammenhang mit der Versorgung von potenziellen Priviligierten noch einmal und würde mich freuen wenn hier nicht ausgewichen wird.
Schönen Gruß aus Kassel.



Es ist zwar nicht die Antwort, aber eine. In Briefen festgestelltes Geld wurde in den Staatshaushalt geleitet.
siehe hier:
/link http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=...&t=3684430&pg=1


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#142

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 11:41
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Mit dem geklauten Geld hat sich Mielke und Honecker Neue Jagdhütten gebaut.Alles andere wurde an die Kleinen MFSler gegeben als Ansporn um noch besser zu suchen.


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#143

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 11:44
von Alfred | 6.841 Beiträge

PIT 59,,


die MA des MfS bekamen das Gehalt immer in DM ausgezahlt, aber pssstt...


zuletzt bearbeitet 27.06.2011 11:46 | nach oben springen

#144

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 11:58
von Gohrbi | 575 Beiträge

@wosch, solche Spezialläden in den Dienststellen der NVA kenne ich nicht.
Und ich war in der Nord - DDR viel unterwegs.
Ins "Russenmagazin" kamen wir auch als "Normalbürger" rein. Was ganz seltenes gab
es hier aber auch nicht.
In der MHO standen alle Schlange. Vom Soldaten bis zum Oberst. Der General von uns
ging zur Schließzeit einkaufen, wenn überhaupt, da gab es aber auch nichts anderes.
Einzigste Ausnahme war der Besuch der Generalität zur Eröffnung der neuen MHO.
Da wurde von Leipzig jede Menge rangeschafft, damit der Laden voll war.
Raritäten wurden dann wieder nach Leipzig abgeführt. (Fernseher, Barometer, Kristallglas)
Das weiß ich 100%ig, meine Frau war dort am Schaffen.
Es gab auch Warte - Listen für Raritäten beim Stabschef, konnte sich aber jeder eintragen
und kaufen, wenn verfügbar.


zuletzt bearbeitet 27.06.2011 11:59 | nach oben springen

#145

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 12:23
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von wosch
.......meine Frage nach den Verbleib der aus den Westpaketen nach Vorschrift "entwendeten" Utensilien (Kaffe, Zigaretten, anderen Genußmitteln und technische Geräte)......



Mich würde mal diese Vorschrift interessieren.
Da Du behauptest das nach "Vorschrift" aus Westpaketen entwendet (ergo auf Staatsbefehl geklaut) wurde, solltet Du Dir doch bitte die Mühe machen dies auch nachvollziehbar zu Beweisen.

Übrigens waren in den Westpaketen die an meine Familie gingen immer alle Waren drin. Das war sehr einfach anhand des Packzettels zu kontrollieren. Denn jedem Paket mußte eine Liste beiliegen auf der genau stand wieviel wovon im Paket enthalten war.
Die erlaubten Mengen konnte jeder Bundesbürger in den entsprechenden Stellen erkunden oder auch beim Einzelhändler seines Vertrauens ein nach Preisen gestaffeltes Paket bestellen. Der Händler kümmerte sich um alles.

Nach dem Postbeförderungsgesetz sind Standardbriefe nicht versichert und damit auch beigelegtes Geld nicht.
Du müßtest es schon notariell beglaubigen lassen das du einen Geldschein in einen Briefumschlag steckst.
Ob Du selbst mit dieser Urkunde die Post verklagen kannst wage ich zu bezweifeln. Siehe Postbeförderungsgesetz.

Außerdem konnte der Westbesuch das Bargeld doch viel Gefahrloser beim Besuch übergeben oder die liebe Verwandtschaft ein Devisen/GENEX Konto einrichten.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#146

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 12:48
von Alfred | 6.841 Beiträge

Bei Post WEST - Ost etc. dürften wohl mehr Zoll / Devisengesetze Anwendung finden.


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#147

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 12:57
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Zitat von Alfred
Bei Post WEST - Ost etc. dürften wohl mehr Zoll / Devisengesetze Anwendung finden.


Wieso denn. In die DDR konnte man praktisch alle Konsumgüter schicken oder mitbringen. Lebensmittel waren in der Regel abgabenfrei, anderes wie Radio und Fernseher wurden mit Abgaben belastet. Schundliteratur war verboten. Von Ost nach West auszuführen war fast alles nicht erlaubt. Ich bekam jeweils Christstollen bis zum Abwinken. Aber die waren extrem lange haltbar und auch gut.
Theo


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#148

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 13:01
von Alfred | 6.841 Beiträge

Theo,

da müsste man jetzt mal die ganzen Bestimmungen durchsuchen. Da dürfte sicher was zu finden sein,was Zoll und Devisengesetze betrifft, was in Briefen etc. wie geschickt werden durfte.


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#149

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 13:04
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Lebensmittel waren in der Regel abgabenfrei@ERT

Theo ich war und bin kein Freund der DDR gewesen,aber Lebensmittel hat nun wirklich keiner gebraucht.Ich war bei uns Stammkunde im Intershop,aber nicht für Lebenmittel,das ist Quatsch.Im Gegenteil,unser Besuch hat immer für den Zwangsumtausch Thüringer Wurst Mitgenommen.


zuletzt bearbeitet 27.06.2011 13:17 | nach oben springen

#150

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 13:41
von eisenringtheo | 9.173 Beiträge

Zitat von Pit 59
Lebensmittel waren in der Regel abgabenfrei@ERT

Theo ich war und bin kein Freund der DDR gewesen,aber Lebensmittel hat nun wirklich keiner gebraucht.Ich war bei uns Stammkunde im Intershop,aber nicht für Lebenmittel,das ist Quatsch.Im Gegenteil,unser Besuch hat immer für den Zwangsumtausch Thüringer Wurst Mitgenommen.



Wir hatten den ganzen Kofferraum voller Bananen und Kaffee. Ausgeführt haben wir Backwaren, Hochprozentiges und Literatur in rauen Mengen. Alles was jedoch in der DDR subventioniert war, konnte man nicht ausführen. Gefragt wurde immer nach Altertümern (Antiquitäten), deren Ausfuhr war ganz verboten. Trotz der intensiven Nachfrage hat man das Bernsteinzimmer immer noch nicht gefunden. Hat aber noch etwas Zeit bis zum Finden und Einbauen, da das Berliner Stadtschloss erst später kommt.
Theo


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#151

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 13:56
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Das ist alles Richtig Theo,Genussmittel waren ja auch Willkommen.Soso Subventionierte Backwaren Ausgeführt,und einen Nordhäuser.
Antiquitäten hätteste auch mit dem Tieflader holen können,hier war alles Alt und Grau sowie die Staatsführung.


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#152

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 14:05
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Pit 59
.....aber Lebensmittel hat nun wirklich keiner gebraucht.



Das Du Dich da mal nicht täuschst.
In den 60ger Jahren fing es erst mit den Intershops an und die waren alles andere wie "flächendeckend". Außerdem war für DDR-Bürger der Besitz von Devisen verboten, erst nach 1974 war es per Erlass erlaubt 'Westgeld' zu besitzen um damit im Intershop einkaufen zu gehen.

Das war die eine Situation die Andere war die Versorgungslage in der DDR, gerade in den 60ger Jahren.

Meine Großeltern hatten reichhaltige Verwandtschaft im Westen.
Alles was erlaubt war schickten sie Monat für Monat. Es war ein Paket pro Absender/Monat erlaubt und diese waren steht mit den erlaubten Mengen gefüllt. Da waren nicht leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Käse Kaffee, Tee Tütensuppen etc. entsprechend verpackt. Alkoholika (Wein, Spirituosen), Waschmittel, Seife, Haushaltsreiniger sonstiges für den täglichen Bedarf usw. Süßigkeiten aller Art, Gewürze, Backzutaten, Kleidung.
Weihnachten gab es immer Apfelsinen ins Paket. (galten als nicht leicht verderblich)
Von dieser Warenflut hatten wir alle was.

Laß Dir doch mal zur Abwechslung von Deinen Eltern erzählen wie es war wenn es zum Beispiel monatelang keinen Pfeffer im sozialistischen Einzelhandel zu kaufen gab.
Da war es schon nicht schlecht wenn einem die Verwandtschaft mit Pfeffer beglückte.
Das die Butter zugeteilt wurde, in der Woche ein Stück pro Familienmitglied und vieles an Andere was es einfach sehr schwer oder überhaupt nicht gab.
Wie gesagt das betraf die 60ger Jahre.
Später "beschränkte" sich der Inhalt dann auf Kaffee, Schokolade, Seife etc., bzw. konnte das dann im Intershop gekauft werden.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

zuletzt bearbeitet 27.06.2011 14:07 | nach oben springen

#153

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 14:20
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Ich bin in den 60er Jahren Aufgewachsen,aber ich kann mich nicht erinnern jemals Hunger leiden zu müssen.An meiner Entwicklung hat der mangelde Pfeffer mit Sicherheit keinen Anteil.Mit Backzutaten u.s.w alles in Ordnung,kam vor allen zu Weihnachten von Drüben.
Ich Hasse diese DDR das habe ich schon mehrfach geschrieben,aber was wahr ist muss wahr Bleiben "Ich Habe seit meiner Geburt Nie Hunger leiden müssen".


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#154

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 14:23
von Gohrbi | 575 Beiträge

Zitat von Nostalgiker

Zitat von Pit 59
.....aber Lebensmittel hat nun wirklich keiner gebraucht.



Das Du Dich da mal nicht täuschst.
In den 60ger Jahren fing es erst mit den Intershops an und die waren alles andere wie "flächendeckend". Außerdem war für DDR-Bürger der Besitz von Devisen verboten, erst nach 1974 war es per Erlass erlaubt 'Westgeld' zu besitzen um damit im Intershop einkaufen zu gehen.

Das war die eine Situation die Andere war die Versorgungslage in der DDR, gerade in den 60ger Jahren.

Meine Großeltern hatten reichhaltige Verwandtschaft im Westen.
Alles was erlaubt war schickten sie Monat für Monat. Es war ein Paket pro Absender/Monat erlaubt und diese waren steht mit den erlaubten Mengen gefüllt. Da waren nicht leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Käse Kaffee, Tee Tütensuppen etc. entsprechend verpackt. Alkoholika (Wein, Spirituosen), Waschmittel, Seife, Haushaltsreiniger sonstiges für den täglichen Bedarf usw. Süßigkeiten aller Art, Gewürze, Backzutaten, Kleidung.
Weihnachten gab es immer Apfelsinen ins Paket. (galten als nicht leicht verderblich)
Von dieser Warenflut hatten wir alle was.

Laß Dir doch mal zur Abwechslung von Deinen Eltern erzählen wie es war wenn es zum Beispiel monatelang keinen Pfeffer im sozialistischen Einzelhandel zu kaufen gab.
Da war es schon nicht schlecht wenn einem die Verwandtschaft mit Pfeffer beglückte.
Das die Butter zugeteilt wurde, in der Woche ein Stück pro Familienmitglied und vieles an Andere was es einfach sehr schwer oder überhaupt nicht gab.
Wie gesagt das betraf die 60ger Jahre.
Später "beschränkte" sich der Inhalt dann auf Kaffee, Schokolade, Seife etc., bzw. konnte das dann im Intershop gekauft werden.

Gruß
Nostalgiker




Ganz so kann ich das nicht nachvollziehen. In den 60er Jahren hat mein Vater schon immer auf seine (West)Schwester geschimpft, wenn man wieder ein "Fresspaket" kam. Ich kann mich, solange ich denken kann, nicht erinnern, dass uns mal was gefehlt hat.
Auch anfang der 70er war der Intershop schon unser Anlaufpunkt.
Butterzuteilung kannte ich auch nicht mehr in den 60er Jahren.

Zum anderen gab es den Spruch: "Die Westverwandtschft hat so lange Pakete geschickt, bis sie zum ersten mal zu Besuch bei den "armen" im Osten war. Ich kenne einige die nichts anderes konnten als jammern (20 Jahre nach der Wende immer noch)
Als dann der Westbesuch anrückte mit vollen Koffern sind sie aus dem Staunen nicht rausgekommen. Dem Ossi ging es ja gar nicht so schlecht.


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#155

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 14:27
von Gohrbi | 575 Beiträge

Zitat von Pit 59
Ich bin in den 60er Jahren Aufgewachsen,aber ich kann mich nicht erinnern jemals Hunger leiden zu müssen.An meiner Entwicklung hat der mangelde Pfeffer mit Sicherheit keinen Anteil.Mit Backzutaten u.s.w alles in Ordnung,kam vor allen zu Weihnachten von Drüben.
Ich Hasse diese DDR das habe ich schon mehrfach geschrieben,aber was wahr ist muss wahr Bleiben "Ich Habe seit meiner Geburt Nie Hunger leiden müssen".



Man Pit, du haßt die DDR? Die DDR war doch nicht schlecht, sondern die die uns alles vorgegaukelt haben.
Nenn es meinetwegen Regime.


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#156

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 14:29
von Pit 59 | 10.149 Beiträge

Zum anderen gab es den Spruch: "Die Westverwandtschft hat so lange Pakete geschickt, bis sie zum ersten mal zu Besuch bei den "armen" im Osten war. @Gohrbi

Das war aber unser Fehler,das kenne ich auch noch.Immer wenn Besuch Anstand wurde das Beste vom Besten Gekauft auch aus den Delikatläden.Man hat Beziehungen Spielen lassen um an alles Ranzukommen.Das die dann gesagt haben denen geht es aber Blendend war Normal.


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#157

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 14:36
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@Pit59

ich habe auch nicht behauptet das Du oder irgendjemand anders in der DDR Hunger gelitten hat.
Meine Ausführungen, welche eigene Erfahrungen beinhalten, zielten darauf ab das es durchaus Lebensmittelsendungen von der Verwandtschaft, gerade in den 60ger Jahren, gab.

Wenn Deine Entwicklung zum DDR-Hasser nicht durch den Mangel an Pfeffer in Deiner frühkindlichen Phase herrührt, wäre es doch sehr interessant wo dieser Hass denn dann herrührt.
Komm aber bitte nicht mit solchen Allgemeinplätzen wie "es war doch eh alles Scheiße im Osten" und ähnlich fundiert-sachlichen Aussagen.

Übrigens ist Hass nie ein guter Ratgeber.
Der oder das was Du hasst interessiert es meist die Bohne das sie von Dir gehasst werden.
Letztendlich fällt der Hass auf Dich selbst zurück und macht Dich, nicht den den Du hasst, unzufrieden.

Ich habe es übrigens nie verstanden wieso ich zum "Hass" auf einen Staat (BRD), ein Gesellschaftssystem (Kapitalismus/Imperialismus) staatlicherseits erzogen werden sollte. Ich dachte mir meinen Teil und schwieg dann lieber.
Nenn es meinetwegen Feige aber ich habe mir mit dieser Einstellung nicht künstlich das Leben schwer gemacht.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#158

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 14:40
von SEG15D | 1.121 Beiträge

@Gohrbi
"Zum anderen gab es den Spruch: "Die Westverwandtschft hat so lange Pakete geschickt, bis sie zum ersten mal zu Besuch bei den "armen" im Osten war. Ich kenne einige die nichts anderes konnten als jammern (20 Jahre nach der Wende immer noch)
Als dann der Westbesuch anrückte mit vollen Koffern sind sie aus dem Staunen nicht rausgekommen. Dem Ossi ging es ja gar nicht so schlecht."

Dieses Verhalten haben wir nach der Grenzöffnung direkt auch feststellen können. Mann, haben die gestaunt!
Eigenheim mit Garage und Garten, gar nicht verfallen, sogar Warm Wasser aus Wand , gefliestes Bad und Küche.
Hunger mußte keiner leiden und Arbeit hatte Männlein und Weiblein gleichermaßen.
Absoluter Schock für die "liebe" Verwandtschaft...
Naja, das Verhältnis kühlte sich dann spürbar ab. Weiß von Euch jemand irgendeinen Grund dafür?
Vielleicht eine Form von Neid?

viele Grüße! SEG15D



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#159

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 14:44
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von Pit 59
Zum anderen gab es den Spruch: "Die Westverwandtschft hat so lange Pakete geschickt, bis sie zum ersten mal zu Besuch bei den "armen" im Osten war. @Gohrbi

Das war aber unser Fehler,das kenne ich auch noch.Immer wenn Besuch Anstand wurde das Beste vom Besten Gekauft auch aus den Delikatläden.Man hat Beziehungen Spielen lassen um an alles Ranzukommen.Das die dann gesagt haben denen geht es aber Blendend war Normal.


---------------------------------------------

Naja, hast deiner lieben Westverwandschaft eben gezeigt wie es in der DDR so ist. Wenn ich das richtig lese , hättest du Ihnen (deiner Westverwandschaft) lieber nicht gezeigt das man im Osten auch leben konnte nur damit die mehr "rüber kommen lassen" und es dir ohne etwas dafür zu machen noch besser ging.
Mit der Verwandschaft ist es ja so eine Sache - aber die Aussage von dir find ich klasse. Sagt viel aus.

Mike59


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#160

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 27.06.2011 14:47
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Polter


Es ist zwar nicht die Antwort, aber eine. In Briefen festgestelltes Geld wurde in den Staatshaushalt geleitet.
siehe hier:
/link http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=...&t=3684430&pg=1



......................................................................................................................

Ein sehr aufschlußreicher Link den Du da eingestellt hast. Danke! Allerdings ist meine Frage bezüglich den aus den Paketen entnommenen Waren und den Waren aus den gänzlich "umgeleiteten", sprich geklauten Paketen, meines Wissens von Keinem hier beantwortet worden.
Schönen Gruß aus Kassel.


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