#281

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 14:53
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Nicht unbedingt OT, da hast Du recht, aber mal notwendig aus meiner Sicht.

Nichts für Ungut.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

zuletzt bearbeitet 30.06.2011 14:54 | nach oben springen

#282

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 17:20
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Nostalgiker
Als immer wieder Beeindruckend empfinde ich es wenn hier ein User eine abstruse Behauptung von ihm als Wahrheit verkaufen möchte weil er das so im Gefühl hat. Andere User wenden Zeit und Nerven auf um diesen Threadersteller und dessen Behauptung auf vermeintlichen Wahrheitsgehalt abzuklopfen und tragen so 'zig Argumente zusammen die diese Behauptung zu dem macht was sie ist, nämlich eine Behauptung welche durch nichts zu untermauern oder gar zu beweisen ist. Sie bleibt weiterhin das was sie ist: eine spekulative Annahme um damit eine Sache zu diskreditieren und herabzusetzen, im schlimmsten Fall alle "Beteiligten" in die kriminelle Ecke zu stellen.

Sich windend wie ein Aal und nach freihändig doppelt eingesprungener Pirouette landet der diskussionsauslösende User wieder bei seiner Ausgangsbehauptung. Manchmal wird sie ein klein wenig in der Wortwahl variiert, auf der Kernaussage "Wenn ich annehme dass das so war, dann war das so" wird weiterhin vehement beharrt.

Dieses Verhalten erinnert mich ein wenig an eine Sequenz aus einer Geschichte des Comedians Horst Evers welche sinngemäß lautet:
"Ich hatte meine Midlifecrisis schon in sehr jungen Jahren. Darüber war ich Anfangs sehr unglücklich bis ich eines Tages feststellte das dadurch meine Umwelt viel länger etwas von meinem Altersstarrsinn hat."


Zum Erkenntnissgewinn:
Die von Felix D. verwendete Formulierung "Eine Lüge wird nicht wahrer, nur weil sie ständig wiederholt wird" wurde im Zusammenhang von Untersuchungen im Skandal um die GRV 1997 geprägt. Rudolf Dressler (SPD) warf der damaligen Regierung bezüglich der schrittweisen Senkung des Rentenniveaus von 70 auf 64 Prozent des Durchschnitts-Nettolohns und die Verschleierung der Verwendung von gezahlten Rentenbeiträgen vor. Hier werden in schon fast kriminell anzusehender Weise Gelder der Beitragszahler veruntreut, in einer Größenordnung, die offensichtlich das Verbrechen unsichtbar macht, rd. 700 Milliarden fehlen der GRV!
Dies wurde und wird von der Bundesregierung vehement abgestritten.
Deswegen diese Formulierung, welche durchaus als geläufige Redewendung in den Sprachgebrauch einging.

Eine herablassende Art sich über geschriebenes zu mokieren sollte man sich nur leisten wenn man sich seiner Sache sehr sicher ist.

Ansonsten noch ein paar Zitate im weitesten Sinne zum Thema :

Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man Sie ignoriert!
Jean Cocteau

Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben.
Oliver Hassencamp

Der Glaube macht selig: folglich lügt er.
Friedrich Nietzsche

Lügen können Kriege in Bewegung setzten, Wahrheit hingegen können ganze Armeen aufhalten.“
Otto von Bismarck

Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten.
Oliver Hassencamp

Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.
Mark Twain


Gruß
Nostalgiker



.............................................................................................................

Schön daß es Dich gibt, will nur hoffen daß Du dich richtig auf meine Person eingeschossen hast und dann auch den erhofften Beifall bekommst. Es ging ja Alles streng nach Gesetz und nach des Volkes Wille und die "Bösen" waren schon ausgemacht bevor man sie überhaupt erwischt hatte. Nachdem aus einem von mir in die DDR verschicktes Paket bei seiner Ankunft ein Päckchen Kaugummi und eine Stange Malboro nebst dem Inhaltsverzeichnis fehlte, erhielt sie von der DDR-Kripo die Auskunft daß diese Sachen schon in der BRD aus dem Paket entwendet sein mußten, da in der DDR so etwas nicht vorkommen würde. Obwohl sie es nicht geglaubt hatte verschloß sie ihre Lippen und blieb dem Genossen die gebührende Antwort schuldig. Den Wert der gestohlenen Artikel bekam ich von der "Deutschen Bundespost" ersetzt, so war die damalige Rechtslage. Und @Nostalgiker, wenn Du schon versuchst meine Person zu "verunglimpfen" dann sei bitte so ehrlich und nenne mich beim Namen.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#283

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 17:49
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von SEG15D
@Manfred_B
Schön, wie Du meine Antwort auf Deinen Beitrag komplett aus dem Kontext reißt!

Feliks hatte geschrieben:

Traurig aber wahr mein lieber Huf und da sind wir gleich beim nächsten Thema, müssen 22jährige ohne Job schon Kinder in die Welt setzen nur um mehr Leistungen zu erhalten?
Darauf Deine Antwort:

Feliks, Kinder zubekommen ist kein Thema und das ist überall so. Was ist aber, wenn keine Kinder mehr kommen??? Sollen wir jetzt heulen oder was? Denk auch Du an Deine Rente.

Zitate Ende

Und genau auf diese bezog sich mein Widerspruch!
Ich gehe sogar soweit zu behaupten, das geht schon ab 15 Jahren los....
Nun ist das sicherlich (und hoffentlich) nicht die breite Masse, aber ärgern tu ich mich trotzdem drüber.
Deine Bemerkung, ich würde Dir etwas unterstellen der Rente anderer wegen ,verstehe ich nicht wirklich.

Vielleicht liest sich jetzt mein Beitrag für Dich in einem anderen Licht!

@Bongo

Dito, mein lieber!
Und ja, auch ich habe Einen und bin stolz drauf! Nur das keine Irrtümer aufkommen.
Aber es gibt eben auch die von Feliks beschriebenen Fälle...leider nicht nur Außnahmen....

SEG15D







....nicht umsonst gelten ja Kinder in diesem Land auf der einen Seite als grösstes Armutsrisiko....

Im Umkehrschluss liegst Du realistisch nicht so verkehrt, wenn schon arm, dann kann man mit Kindern sein Lebensniveau zumindest etwas heben. Eine traurige, nein grausige Tatsache! Und das dies in Deutschland praktiziert wird, sind doch keine Gerüchte oder jurnalistische Enten á la *ildzeitung.

@SEG15D, ....Du hast wohl zuviel Sarrazin konsumiert?

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#284

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 20:04
von SEG15D | 1.119 Beiträge

@Josy95

Nicht ich mein Lieber, sondern mein Sohn hat dieses Werk erworben....
Ich hatte vorher schon ausgedrückt,daß ich sehr stolz auf ihn bin, eben weil er mit offenen Augen durch die Welt läuft.
Und hinterfragt, von mehreren Standpunkten aus...wie ich vielleicht heutzutage nicht mehr im selben Maße...
Es sei mir verziehen, ich habe meinen Platz gefunden und Meinungen ändere ich heut gern, wenn die Argumente dazu Anlaß geben.
Aber eben nur in diesen Fällen. Und was die Bildung (Allgemeinbildung) der Bürger dieses Landes angeht ....da schweig ich lieber!
Ich weiß nur eins, genau diese Fehler an einer Stelle führen zum derzeit gewollten niedrigem Bildungsstand in diesem Lande.
Bewußt sag ich gewollt, denn wenn die Herde arm ist an Geist, läßt sie sich ,von eigenem Willen befreit, leicht lenken.....

Folgende Begebenheit: Beim Kauf der Lehrbücher für meinen Sohn (Lehre als Mechatroniker) fiel mir der doch immense Preisunterschied diverser Literatur auf.....
Ich vermutete, daß die fachspezifischen Werke einen exorbitanten Preis hatten....
Weit gefehlt, die Bücher mit dem höchsten Preis waren die der Fächer Sozialkunde und Wirtschaft....
Neugierig geworden schlug ich dann unvermittelt eines auf und landete auf einer Seite mit dem Abschnitt " Mein Leben mit Hartz4" , wo Fragen um Anspruch und rechtliche Grundlagen dieser Sozialleistung erklärt wurden.
??????

Mir war in dem Moment die Spucke getrocknet!
Man kann natürlich, wie von einigen Usern als Antwort auf meine Beiträge angeregt, diese gegenwärtige Realität im Land auch weiterhin durch die rosa Brille betrachten....aber dann nicht wundern, falls die "Einschläge" näher kommen.
Nach dem Motto : " und dabei war doch bei uns immer alles in Ordnung"
Es liegt mir fern, Leistungen der Eltern zu schmälern, die sicher wie ich auch versuchen dem Nachwuchs die richtigen Werte mitzugeben, jedoch sollten wir registrieren was ansonsten im Umfeld passiert. Falls es manchem zu schwerfällt: auch die sozialen Problemgebiete mit einbeziehen!

Gruß SEG15D



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#285

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 20:41
von Huf (gelöscht)
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Ich frage mal nach, weil wir hier offenbar meilenweit OT sind.

Wer hat den Mut, einen Thread bezüglich Hartz IV aufzumachen?

Tue ich es, werde ich aufgefressen!

VG Huf


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#286

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 20:43
von Commander | 1.055 Beiträge

Zitat von Huf
Ich frage mal nach, weil wir hier offenbar meilenweit OT sind.

Wer hat den Mut, einen Thread bezüglich Hartz IV aufzumachen?

Tue ich es, werde ich aufgefressen!

VG Huf


Ich



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#287

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 20:46
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Commander

Zitat von Huf
Ich frage mal nach, weil wir hier offenbar meilenweit OT sind.

Wer hat den Mut, einen Thread bezüglich Hartz IV aufzumachen?

Tue ich es, werde ich aufgefressen!

VG Huf


Ich





Prima Commander! sonst haette ich es getan. Weiss zwar herzlich wenig von HarzIV aber ich werde dann ja lernen koennen. Und wenigstens kann man da ja nicht ins MfS Fettnapfchen treten. Hoffe ich.
Gruss, Larissa


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#288

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 21:00
von Mike59 | 7.962 Beiträge

Zitat von Huf
Ich frage mal nach, weil wir hier offenbar meilenweit OT sind.

Wer hat den Mut, einen Thread bezüglich Hartz IV aufzumachen?

Tue ich es, werde ich aufgefressen!

VG Huf


--------------------------------
Hee Dottore - von mir jedenfalls nicht.

Nebenbei gibt es heute auch "Sonderläden" ! Jede Menge von dem Zeug - Duty Free z.b., kann nur der einkaufen der eine gültiges Ticket hat. Oder es gibt die Märkte der Marke "Ringeltaube" Da darf auch nicht jeder ***** einkaufen. Am Flughafen Frankfurt (und sicher auch an anderen Flughäfen in Deutschland) gibt es einen "Crew Shop" Da darf auch nicht jeder drin einkaufen. Und das wo wir doch heute alle Westgeld haben - wow - what a shit.

Mike59


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#289

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 21:17
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mike59

Zitat von Huf
Ich frage mal nach, weil wir hier offenbar meilenweit OT sind.

Wer hat den Mut, einen Thread bezüglich Hartz IV aufzumachen?

Tue ich es, werde ich aufgefressen!

VG Huf


--------------------------------
Hee Dottore - von mir jedenfalls nicht.

Nebenbei gibt es heute auch "Sonderläden" ! Jede Menge von dem Zeug - Duty Free z.b., kann nur der einkaufen der eine gültiges Ticket hat. Oder es gibt die Märkte der Marke "Ringeltaube" Da darf auch nicht jeder ***** einkaufen. Am Flughafen Frankfurt (und sicher auch an anderen Flughäfen in Deutschland) gibt es einen "Crew Shop" Da darf auch nicht jeder drin einkaufen. Und das wo wir doch heute alle Westgeld haben - wow - what a shit.
Mike59




Viele "Sonderlaeden" gibt es. Meistens in den Grossbetrieben. Jacobs, Tchibo, Lufthansa,um nur einige zu nennen, jede Fluggesellschaft hat Laeden, die nur fuer die Angestellten zugaengig sind, das hat nichts mit den Tax free shops zu tun. Bei der Lufthansa Verkehrsfliegerschule gab es am Office Gebaeude ein 'Lufthansa Shop'. So auch bei Jacobs in Bremen, selbst im ausswaertigen Buero im Hafen gab es diesen Laden, einen groesseren in der Stadt in der Hauptverwaltung. Da gab es nicht nur Kaffee. Sonderangebote an Taschen, Kuechenmaschinen, Kaffee und Schokolade (KJS, Kraft Jacobs Suchard) alle Produkte wurden da zu unerhoert guenstigen Preisen angeboten, obwohl, alle Angestellten bekamen zudem auch Coupons einmal im Monat fuer Kaffee und Schokolade und auch Freikarten fuer Veranstaltungen. Desgleich bei der Verkehrsfliegerschule, da gab es fuer die Angestellten alle Flugreisen fuer 10% des Normalpreises. Bei den Bus- und Bahnfahrkarten gab es immer die Ermaessung mit dem LH Ausweis. Die PPL konnte kostenlos! gemacht werden, das beinhaltete Theorie und Fluege. Aber wie ich auch weiss, gibt es immer ein Kontingent an Freikarten fuer Polizisten, Berufsfeuerwehr. Nun ja, man kann es so sehen: diese Leute gehen alle zur Arbeit, jeden Tag. Muessen Autobahnstrecken in Kauf nehmen, haben Kosten, bevor sie ueberhaupt einen Pfennig verdienen. Das koennte man dann so oder so als eben Belohnung ansehen. Sicher, kann man das auch von der Warte aus sehen, dass gerade diese Leute ausreichend Geld verdienen. Wir haben z.B. die halbe Welt mit Kaffee beliefert, so viel konnten wir nicht trinken, und die Schokolade hing einen zum Hals heraus, so viel Lila Pause !!! und auch die Reisen waren innerhalb der Verwandschaft begehrt bis zum gewissen Verwandschaftskreis genehmigt. Natuerlich stehen Arbeitslose und auch Angestellte in kleineren Firmen daneben und hatten nichts dergleichen. Aber ist das nicht das wahre Leben?
Gruss, Larissa


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#290

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 22:27
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Nostalgiker

Zitat von Harsberg
Sag mal 94, wie kommst du von "Sonderläden für Privilegierte" auf das Sexualleben der Europäer?



weil bestimmt gleich jemand weiß das es in der DDR auch "Sex-Shops", getarnt als 'Sonderladen' für Privilegierte gab.

auf diese enthüllende Vermutung bin jetzt schon gespannt.
Besonders mit welchen Fakten dies wasserdicht belegt wird, wie so viele Behauptungen und Vermutungen welche hier die Runde machen.

Gruß
Nostalgiker



Hier kommt jetzt der Jemand der nichts weiß,aber trotzdem "Enthüllt".
Zählt das als Sexshop oder gilt das nicht?
Könnte man die Privilegierten auch als die oberen Zehntausend bezeichnen?
Sind es Vermutungen oder Fakten?
Nicht nur für Valuta wurde befriedigt.
Hier ein kleiner Auszug.

"VEB Bordell" beleuchtet die Geschichte der Prostitution in der DDR
VON WILFRIED MOMMERT (dpa)
LEIPZIG . Offiziell gab es sie natürlich nicht mehr in der DDR. Aber wie so vieles im "real existierenden Sozialismus" hatte auch die Prostitution den Wechsel der Gesellschaftssysteme überstanden. Die DDR sei für sie sogar eine tolle Zeit gewesen, meinen viele der Prostituierten heute rückblickend. Im Vergleich zum heutigen Prostitutionsalltag waren die Verhältnisse für die Dirnen in der DDR ein Schlaraffenland. Für die eingenommenen Devisen wurden ihnen Umtauschkurse eingeräumt, von denen DDR-Durchschnittsbürger nur träumen konnten. Das Geld privilegierte sie. Sie waren kaum mit den typischen Alltagsproblemen konfrontiert, heißt es in dem Buch von Uta Falck "VEB Bordell - Geschichte der Prostitution in der DDR", das der Berliner Ch. Links Verlag auf der Leipziger Buchmesse vorstellt.
Aber zum Geld kamen noch andere, spezifische DDR-Momente. Viele der Frauen, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügten, betrachteten ihre Tätigkeit nicht als Notnagel, sondern als "Tor zur großen Welt". Besondere Kontaktmöglichkeiten mit westdeutschen und ausländischen Gästen boten da internationale Tagungen in der "Hauptstadt der DDR" Berlin (Ost), in Rostock und vor allem die Messestadt Leipzig.
Die West-Männer lobten die "weitaus liebevollere und nicht so abgezockte Behandlung" durch die halb- und ganz professionellen Frauen aus der DDR. "Die Frauen waren nicht so verlebt wie die, die man auf der Potsdamer Straße sieht", meinte ein Mann. "Es waren richtig schöne Frauen." Die Ost-Frauen wurden so bei vielen Männern im Westen zu einer Art Geheimtip, heißt es in dem Buch, das in der Reihe "Forschungen zur DDR-Gesellschaft" erschien.
Zuhälter, die als Manager der Prostituierten fungierten und ausbeuterisch an deren Einnahmen beteiligt waren, gab es in der DDR der Autorin zufolge nicht. "In einigen Fällen waren es dagegen ganze Familien, die vom Einkommen einer Prostituierten profitierten." Auch gab es den sogenannten Geschenke-., die laut Falck in der DDR am weitesten verbreitete Form der (Semi-)Prostitution. Das waren Frauen, die sich zur Erfüllung ganz bestimmter Wünsche nach heißbegehrten West-Waren hingaben. Manche von ihnen standen gleich hinter den Grenzkontrollpunkten.
Natürlich war auch die Prostituiertenszene wie so viele andere Bereiche in der DDR im Blickwinkel der Stasi. Die allgegenwärtige Spitzelorganisation machte sich das älteste Gewerbe der Welt zu Nutze. Mancher erpreßte Geschäftsmann oder Politiker aus dem Westen konnte später ein Lied davon singen. So enthält das Buch neben deutlichen Fotos der Stasi-Geheimkameras Kapitel wie "Die Vernunftehe zwischen Prostitution und Staatssicherheit" und "Informationsbeschaffung kennt keine Moral". Und natürlich hatte die Stasi vor allem die auch in der DDR bekannten einschlägigen Treffpunkte immer gut im Visier, wie den Brunnen auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz, "Nutten-Brosche" genannt.
Es gab deutsch-deutschen Sextourismus und auch bezahlten Telefon-. in der DDR. Und schließlich bekamen die "oberen Zehntausend" der DDR eine Extrabehandlung: Für Botschaftsangehörige, die Stasi-Hautevolee und das Diplomatische Korps gab es alle zwei bis drei Monate in der "Kleinen Revue" des Ost-Berliner Friedrichstadtpalastes eine geschlossene Veranstaltung, bei der sich die Männer mit den Kellnerinnen und den Ballett-Tänzerinnen amüsierten.
Uta Falck: "VEB Bordell - Geschichte der Prostitution in der DDR", Ch. Links Verlag Berlin.

Quelle: http://www.sed.stasiopferinfo.com/phpBB2/viewtopic.php?t=984

Angefügte Bilder:
VEB Bordell.jpg

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#291

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 22:37
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Für Botschaftsangehörige, die Stasi-Hautevolee und das Diplomatische Korps gab es alle zwei bis drei Monate in der "Kleinen Revue" des Ost-Berliner Friedrichstadtpalastes eine geschlossene Veranstaltung, bei der sich die Männer mit den Kellnerinnen und den Ballett-Tänzerinnen amüsierten.


Ahhhh ja, zuviel das Leben der anderen geschaut????


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#292

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 22:40
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat @ Felix: "Ahhhh ja, zuviel das Leben der anderen geschaut"????

@Felix,was soll das?Ich werde diese Unterstellung von dir nicht weiter kommentieren.
Oder habe ich etwas falsch verstanden?

Wer hat zu viel geschaut? Du vom Boden aus?


zuletzt bearbeitet 30.06.2011 22:46 | nach oben springen

#293

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 22:59
von Major Tom | 851 Beiträge

Hehe, wo wir schon vom Thema Sonderläden zur Prostitution gesprungen sind kann ich dazu auch meinen Senf dazugeben. Genauso wie in Prag in den großen Hotels gab es auch in führenden DDR-Hotels Prostitution, ganz offiziell geduldet und für jeden Hotelgast unschwer zu erkennen. Wenn meine Freunde und Familie auf Ostbesuch im Metropol in Berlin für 200DM pro Nase nächtigten bestaunten wir desöfteren die Gruppe "Damen" welche jeden Tag links vom Haupteingang jedem männlichen Gast ihre feurigen Blicke nachwarf. Und nein, das waren ganz sicher nicht die Klofrauen


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
http://directorios-costarica.com
http://www.link-team.net
zuletzt bearbeitet 30.06.2011 23:00 | nach oben springen

#294

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 23:08
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Zitat von Major Tom
Hehe, wo wir schon vom Thema Sonderläden zur Prostitution gesprungen sind kann ich dazu auch meinen Senf dazugeben. Genauso wie in Prag in den großen Hotels gab es auch in führenden DDR-Hotels Prostitution, ganz offiziell geduldet und für jeden Hotelgast unschwer zu erkennen. Wenn meine Freunde und Familie auf Ostbesuch im Metropol in Berlin für 200DM pro Nase nächtigten bestaunten wir desöfteren die Gruppe "Damen" welche jeden Tag links vom Haupteingang jedem männlichen Gast ihre feurigen Blicke nachwarf. Und nein, das waren ganz sicher nicht die Klofrauen




hhm.saßen die Damen nicht an der Bar?dem Neptun in Warnemünde wird ja so was auch nachgesagt?

aber vor dem Haupteingang auf der Straße? DAS ging ja wohl wirklich zu weit,da hätte der ABV einschreiten müssen


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#295

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 30.06.2011 23:14
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Ahhhh ja, zuviel das Leben der anderen geschaut????


Ist ein lustiger Film, allerdings mit viel künstlerischer Freiheit,
http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Leben_der_Anderen

Sehr viel künstlerische Freiheit..
In voller Länge mit vietnamesischen Untertiteln. Vietnam ist offenbar kapitalistisch geworden. Habe ich gar nicht mitbekommen$$

Theo


zuletzt bearbeitet 30.06.2011 23:21 | nach oben springen

#296

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 01.07.2011 00:37
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Hüstle, Hüstle, ich meinte SEX SHOP mit Artikeln für Spiel und Spass zu Hause und nicht Prostitution

Letzteres war eh bekannt und da wurde kein großes Aufsehen gemacht. Jedenfalls in Leipzig.

Selber arbeitete ich während meines Studiums nebenbei in einem großen Hotel im dortigen Cafe+Nachtbar ab und an als Einlass.
Nicht nur zur Messezeit fragten Damen nach solventen Herren, auch Herren fragten nach freundlichen Damen.
Wollten sie dann irgendwann ihre Bekanntschaft auf dem Zimmer des Hotelgastes vertiefen schleuste ich ab und an die Damen an der Rezeption vorbei aufs Zimmer des Hotelgastes. Gegen eine kleine Umsatzbeteiligung natürlich.
Damals war das noch ein "anständiges" Hotel. Wie es dort diesbezüglich in der Zeit "nach mir" zuging weiß ich nicht.

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

zuletzt bearbeitet 01.07.2011 00:38 | nach oben springen

#297

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 01.07.2011 00:53
von Major Tom | 851 Beiträge

Zitat von Pitti53
hhm.saßen die Damen nicht an der Bar?dem Neptun in Warnemünde wird ja so was auch nachgesagt?

aber vor dem Haupteingang auf der Straße? DAS ging ja wohl wirklich zu weit,da hätte der ABV einschreiten müssen



Natürlich saßen die Damen drinne, wenn man reinkam war geradeaus der Empfangstresen und links davon eine Sitzgruppe mit lecker Mädels, garnicht zu übersehen


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
http://directorios-costarica.com
http://www.link-team.net
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#298

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 01.07.2011 06:18
von EK86II (gelöscht)
avatar

Warum sollte ausgerechnet im "Arbeiter und Bauernpradies" eines der ältesten Gewerbe der Menschheit nicht funktioniert haben? Verbot hin und her.............schlieslich ist ja in Thailand die Prostitution auch verboten, aber böse Zungen behaupten daß die dortige Praxis auch etwas anders ausschaut!?


zuletzt bearbeitet 01.07.2011 06:18 | nach oben springen

#299

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 01.07.2011 08:17
von Harsberg | 3.247 Beiträge

Zitat von Nostalgiker
Hüstle, Hüstle, ich meinte SEX SHOP mit Artikeln für Spiel und Spass zu Hause und nicht Prostitution

Letzteres war eh bekannt und da wurde kein großes Aufsehen gemacht. Jedenfalls in Leipzig.

Selber arbeitete ich während meines Studiums nebenbei in einem großen Hotel im dortigen Cafe+Nachtbar ab und an als Einlass.
Nicht nur zur Messezeit fragten Damen nach solventen Herren, auch Herren fragten nach freundlichen Damen.
Wollten sie dann irgendwann ihre Bekanntschaft auf dem Zimmer des Hotelgastes vertiefen schleuste ich ab und an die Damen an der Rezeption vorbei aufs Zimmer des Hotelgastes. Gegen eine kleine Umsatzbeteiligung natürlich.
Damals war das noch ein "anständiges" Hotel. Wie es dort diesbezüglich in der Zeit "nach mir" zuging weiß ich nicht.

Gruß
Nostalgiker




Zuhälter


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#300

RE: Sonderläden für Privilegierte

in Leben in der DDR 01.07.2011 08:44
von Mike59 | 7.962 Beiträge

Sauber - das Thema "Sonderläden für Privilegierte" hat sich ja offensichtlich wegen NONSENS erledigt. Jetzt versuchen wir mal was anderes.
Gibt dafür kein Forum für Superillu leser. Wenn nicht, hier ist man auf dem besten weg dort hin.

Mike59


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