#1

Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 20.01.2010 23:27
von S51 | 3.733 Beiträge

Ausbildung.
Es gab auch Ausbildung in der Grenzkompanie. Dafür wurden Pläne erstellt und, so genug Zeit war, auch ausgeführt. Für die Soldaten erstellten Gruppenführer und Zugführer die Pläne. Spezalisten, wie wir GAK, waren im Wesentlichen für uns selber zuständig. Also bitte nicht zu laut...

Angefügte Bilder:
Ausbildungsplan-web.jpg

GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#2

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 20.01.2010 23:44
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Da geb ich Dir Recht-S51,solche Pläne gab es.Auch zu meiner Zeit,aber sie standen auf den Papier.Meistens war es verpissen im Gelände,wenn man es so sagen kann.Und die Offiziere und die Uffz. wusten genau das der EK seine Ruhe braucht.Und das man einige Std später im GD aufeinander angewiesen war.Ich möchte mal ganz Vorsichtig behaupten,das wußte man auch einige Stellen höher.Denn wenn man nach den GD-noch gedrillt wird--dann wären noch mehr weg.Wenn man versteht was ich meine,also stand viel nur auf den Plan weil es so sein sollte.


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#3

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 00:02
von 94 | 10.792 Beiträge

Ausbildung fand am Kanten eigentlich nur auf dem Papier statt. Dort aber mit einem ganz spitzen Bleistift. War wichtig für den Bestentitel. Eine Ausnahme war der Politunterricht. Ich hab mich soweit es ging gedrückt. Als dann mal doch der Kelch nicht an mir vorüberging, habe ich mit meinem Zug Simultanschach gespielt. Gab einen mächtigen Anschiß vom 2000er, ein halbes Jahr keine AO13, hatte danach aber einen Idee, wer in dem Zug von der anderen Postfachnummer war.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#4

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 00:33
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Ja, offiziell gab es diese Ausbildung. In einigen Fällen wurde sie auch durchgezogen. Wenn der Kompanie tatsächlich ein Bestentitel drohte, konnte es schon vorkommen, dass der Plan mal nicht wie gewohnt wegen Lagen in der Grenzsicherung oder anderer Verpflichtungen des Ausbilders ausfiel. Das hatte durchaus Kampagnen-Charakter. Die perfideste Art und Weise der Kompanieführung war es, den Ausbilder zu zwingen, ein Ausbildungskonspekt, also eine detaillierte Ausarbeitung des Ablaufs, der Inhalte, Ziele, Schwerpunkte und der Übungen, anzufertigen. Hatte der sich einmal die Mühe gemacht, dann zog der schon aus Gnatz die Sache durch. Aber wenn wir aus den verschiedensten Gründen keinen Spaß daran fanden, jemanden so in den Karren zu spannen, dann fand das auch nicht statt. Ja, hin und wieder zog ein Grüppchen ins Gelände und dann kam eine Meldung über eine erfolgte Ausbildung. Das System funktionierte: Die Verantwortung lag beim Ausbilder, als Kompanieführung konnte man sich notfalls auf dessen Meldung berufen, und alle anderen hatten ihre Ruhe.

Der Politunterricht war da natürlich ausgenommen, denn der lag ja in der Verantwortung des Kompaniechefs (Unteroffiziere) und des Politstellvertreters (Soldaten). Wenn da auch nur der Hauch des Rufs entstanden wäre, dass da etwas gemauschelt wird ... hallo die Waldfee - da wär der Mops munter gewesen. Und die Kollegen IM beobachteten auch die Offiziere. Tricksen war da nicht.

Das klingt nun alles nach einer ziemlich lockeren Kugel, die da geschoben wurde. Nein. Grenzdienst war bei uns keine lockere Kugel. Es wurde einfach nach jedem Augenblick gegriffen, in dem mal kein Stress gemacht werden musste. Das ging Vorgesetzten und Unterstellten gleich. Und solche Pläne, wie der von S51, haben mir damals tonnenweise vorgelegen. Alle wussten, das wird so nicht laufen. Aber es war der Haken im Wettbewerb, den man machen wollte - auch ein Stück Ruhe im Alltegasstress.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 21.01.2010 00:34 | nach oben springen

#5

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 01:21
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Aber eins muß ich hier auch noch mal Anbringen.Wenn Grenzarlarm ausgelöst wurde.waren wir immer schnell vom Hof.Aber wurde Gefechtsarlarm ausgelöst,sagten wir uns.Was solls der Ami steht vor den Tor und verteilt Kaugumi.Auch solche Gedanken gab es.


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#6

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 01:23
von chucky | 1.213 Beiträge

du bist aber genau, Rostocker


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#7

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 12:26
von Schreiber | 258 Beiträge

Zitat von Rostocker
Aber eins muß ich hier auch noch mal Anbringen.Wenn Grenzarlarm ausgelöst wurde.waren wir immer schnell vom Hof.Aber wurde Gefechtsarlarm ausgelöst,sagten wir uns.Was solls der Ami steht vor den Tor und verteilt Kaugumi.Auch solche Gedanken gab es.


Was war eigentlich der Unterschied zwischen Grenzarlam und Gefechtsarlarm ?

Gruß Schreiber


==================================================
Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.
Konfuzius


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#8

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 13:08
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von Schreiber
...Was war eigentlich der Unterschied zwischen Grenzarlam und Gefechtsarlarm ?
Gruß Schreiber



Hallo Schreiber,

Grenzalarm war eine Alarmierung im Fall einer Lage in der Grenzsicherung. In Abhängigkeit der Lage wurden alarmiert:
- die Alarmgruppe (Reaktionszeit 90 Sekunden bis zum Verlassen der Einheit - 2 Posten a 2 Mann mit Fahrzeug)
- der Alarmzug (Reaktionszeit 5 Minuten bis zum Verlassen der Einheit)
- die gesamte Kompanie (so schnell als möglich)

Grenzalarm bedeutete, es wurde die normale Ausrüstung für den Grenzdienst angelegt und danach ging es in den Einsatz. Es konnten sogar persönliche Grenzalarme ausgesprochen werden. Beispiel, der Kompaniechef befahl dem UvD mir, dem Polit, mitzuteilen, dass ich zu einer Lage raus muss. Offiziell hätte mir dieser das mit dem Befehl "Leutnat R. - Grenzalarm, Meldung beim KC" übermitteln können. Damit wäre ich in mein Dienstzimmer gelaufen, hätte meine Montur angelegt und wäre dann zum Befehlsempfang gegangen, während die Waffenkammer geöffnet wurde. Tatsächlich lautete dann der Spruch: "Genosse Leutnant, wir ham da ne Lage draußen und der KC hat gesagt, sie solln mit raus". Auch das wurde in der Eile verstanden.

Gefechtsalarm:
Formal die Einnahme einer höheren Stufe der Gefechtsbereitschaft für die Einheit:
- erhöhte Gefechtsbereitschaft
- Gefechtsbereitschaft bei Kriegsgefahr
- volle Gefechtsbereitschaft (höchste Stufe - da wurde es ernst)
Dies bedeutete für die befohlene Einheit (in der Regel die ganze Kompanie):
- Anlegen der vollen Gefechtsausrüstung unter Mitnahme Sturmgepäck (Teil 1) und Schutzausrüstung
- Waffenempfang
- Die Einheit hatte in der Lage zu sein, innerhalb von 20 Minuten nach der Alarmierung mit Mann und Maus den Hof zu verlassen

20 Minuten klingt entspannt, aber an der Waffenkammer braucht die ganze Kompanie relativ viel Zeit, die Fahrer und ihre Fahrzeuge mussten rechtzeitig bereitstehen, die Ausrüstung musste korrekt mitgeführt werden. Alles eine Sache des Trainings der Abstimmung.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 21.01.2010 13:08 | nach oben springen

#9

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 13:34
von Schreiber | 258 Beiträge

Rainman

danke für die schnelle Antwort.
Es ist eben Zeit ins Land gegangen und da vergist man was.
Den Gefechtsalarm habe ich zur Ausbildung in Eisenach mal mitgemacht, aber in der GK
gab es den nicht.

Deine Sprüche sind schon Klasse.
Offiziell hätte mir dieser das mit dem Befehl "Leutnat R. - Grenzalarm, Meldung beim KC" übermitteln können. Damit wäre ich in mein Dienstzimmer gelaufen, hätte meine Montur angelegt und wäre dann zum Befehlsempfang gegangen, während die Waffenkammer geöffnet wurde. Tatsächlich lautete dann der Spruch: "Genosse Leutnant, wir ham da ne Lage draußen und der KC hat gesagt, sie solln mit raus". Auch das wurde in der Eile verstanden.

und das belebt das Forum

Gruß Reinhard


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Konfuzius


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#10

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 13:56
von Rostocker | 7.734 Beiträge

So weit ich mich erinnern kann,wurde Gefechtsarlarm zu meiner Zeit in der GK 2 oder 3 mal als Übung ausgelöst.Und einmal davon,ging es in die vorgesehenen Stellungsräume aber das war nur an einen Vormittag vor den Nachtdienst.Die anderen Male verlief der Gefechtsarlarm nur bis zum Verladen der Ausrüstung und dem Aufsitzen auf den Fahrzeugen,dann war wieder Ruhe.


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#11

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 16:46
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Ja, in der Grenzkompanie war das schwer zu organisieren, vor allem in der Kompaniesicherung. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir die Leute mit sowas mal richtig aus dem Schlaf geholt haben. Wenn so etwas zugeweise geprobt wurde, solten sich die Leute sogar vorher extra hinlegen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob wir das tatsächlich so in der GK gemacht haben. Aber wenn, dann so.

@Schreiber: Danke für die Blumen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
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#12

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 17:57
von Roland 87 | 215 Beiträge

Einmal pro Halbjahr hatten wir Gefechtsalarm.Da hies es alles auf den LO verladen und ab in die vorge-
schriebene Stellung fahren.War nicht so einfach weil ja nicht alle immer da waren.Dort lagen wir dann in Schützenmulden(unter uns die grüne Seuchenplane damit
der EK nicht schmutzig wird).Im Ernstfall wären wir nicht einmal bis zum Objekttor gekommen.
Wenn andere Aktionen von oben angesagt waren, sind wir an den Kanten raus und haben eine Lage vorgetäucht.



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#13

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 18:12
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Schreiber

Zitat von Rostocker
Aber eins muß ich hier auch noch mal Anbringen.Wenn Grenzarlarm ausgelöst wurde.waren wir immer schnell vom Hof.Aber wurde Gefechtsarlarm ausgelöst,sagten wir uns.Was solls der Ami steht vor den Tor und verteilt Kaugumi.Auch solche Gedanken gab es.


Was war eigentlich der Unterschied zwischen Grenzarlam und Gefechtsarlarm ?

Gruß Schreiber



Es gab noch die Gefechtsmässige Grenzsicherung.

Diese sollte nur in Spannungszeiten,in Erwartung bzw bei Beginn eines Konflikts/Krieges ausgerufen werden. Die GT der DDR hatten dann ,so die Plannung,
"im Zusammenwirken mit den territorialen Kräften und Kräften der Landstreitkräfte(der NVA)
das Staatsgebiet der DDR hartnäckig und aktiv zu verteidigen"



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#14

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 18:14
von exgakl (gelöscht)
avatar

Zitat von Zermatt

Zitat von Schreiber

Zitat von Rostocker
Aber eins muß ich hier auch noch mal Anbringen.Wenn Grenzarlarm ausgelöst wurde.waren wir immer schnell vom Hof.Aber wurde Gefechtsarlarm ausgelöst,sagten wir uns.Was solls der Ami steht vor den Tor und verteilt Kaugumi.Auch solche Gedanken gab es.


Was war eigentlich der Unterschied zwischen Grenzarlam und Gefechtsarlarm ?

Gruß Schreiber



Es gab noch die Gefechtsmässige Grenzsicherung.

Diese sollte nur in Spannungszeiten,in Erwartung bzw bei Beginn eines Konflikts/Krieges ausgerufen werden. Die GT der DDR hatten dann ,so die Plannung,
"im Zusammenwirken mit den territorialen Kräften und Kräften der Landstreitkräfte(der NVA)
das Staatsgebiet der DDR hartnäckig und aktiv zu verteidigen"




----------------------------------------------------------

Richtig Zermatt genau so war das.... allerdings hab ich ständig aktiv und hartnäckig verteidigt


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#15

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 18:19
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Zermatt

Zitat von Schreiber

Zitat von Rostocker
Aber eins muß ich hier auch noch mal Anbringen.Wenn Grenzarlarm ausgelöst wurde.waren wir immer schnell vom Hof.Aber wurde Gefechtsarlarm ausgelöst,sagten wir uns.Was solls der Ami steht vor den Tor und verteilt Kaugumi.Auch solche Gedanken gab es.


Was war eigentlich der Unterschied zwischen Grenzarlam und Gefechtsarlarm ?

Gruß Schreiber



Es gab noch die Gefechtsmässige Grenzsicherung.

Diese sollte nur in Spannungszeiten,in Erwartung bzw bei Beginn eines Konflikts/Krieges ausgerufen werden. Die GT der DDR hatten dann ,so die Plannung,
"im Zusammenwirken mit den territorialen Kräften und Kräften der Landstreitkräfte(der NVA)
das Staatsgebiet der DDR hartnäckig und aktiv zu verteidigen"




na ja.unsere chancen als gt waren da sicher nicht sehr hoch.90% verlust hätten sicher nicht gereicht


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#16

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 18:22
von exgakl (gelöscht)
avatar

na ja.unsere chancen als gt waren da sicher nicht sehr hoch.90% verlust hätten sicher nicht gereicht

Grenztruppen 1973-1990

was macht ein guter Grenzaufklärer wenn die feindlichen Panzer kommen?????
Er gräbt sich ein!!!!!

Denn der Tross mit der Küche kommt immer hinter den Panzern


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#17

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 18:53
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Ausbildung auf der GK - das war der größte Murks an den ich mich erinnern kann.
Die Ausbildung fand in der Bataillonssicherung an Tagen nach der Nachtschicht statt. Tagesablauf ungefähr wie folgt:
04:00 Uhr verlässt die GK die uns ablöste ihre Unterkunft, bis alle vier Abschnitte abgelöst und in der Unterkunft waren kann es schon locker 05:00 - 05:30 gewesen sein. Danach Essen und Dienstnachbereitung (Waffen und KFZ Wartung) Ging oft bis gegen 07:00 Uhr. Danach dauerte es manchmal bis 08:00 Uhr das der Alte uns zur Auswertung GD gerufen hat. Erst die Kontrollstreifen und dann die KGSi/KSIa. gegen 08:00 begann der normale Dienstbetrieb, Spieß usw. meldeten sich beim Alten zum Dienst und mussten natürlich auch ihren Senf dazu geben. 08:45 - 09:00 Dienstschluss der Nachtschicht, nach Hause und ins Bett.
13:00 Uhr Dienstbeginn für den "Ausbildungstag" d.h. spätestens 12:45 Uhr auf der Einheit, Kontrolle Wecken/Aufstehen. Essen und Vorbereitung zur Ausbildung -
Beginn 14:00 Uhr, aller möglicher Unfug, von Taktik über Schießausbildung bis Sport. Dauer der Veranstaltung ist mir nicht mehr geläufig. Abend hatten zwei Züge Ausgang und zwei Züge Bereitschaft(A Zug und A Gruppen). Für den einen ZF oder StZF bedeute es an diesem Tag auch noch Standortstreife bis 00:00 Uhr wenn alle wieder in der Koje lagen. Am nächsten Tag dann Spätdienst

Es dürfte somit klar sein das an so einem Tag nicht viel lief.


Ich kann mich noch an ein Ausbildungshalbjahr erinnern, da hatte die GK top Zeiten beim Überwinden der Sturmbahn. Die Zeiten waren so gut das es eine Kontrolle nach sich zog. Die Kontrolle erbrachte dann, auf dem Gelände der Sturmbahn das Gras ca. 1,75m hoch stand und wo es abgemäht war, stand der Heureiter von unserem Hausmeister.
Das gab einen Anschiss der sich gewaschen hatte. Ist uns nie wieder passiert, die Zeiten in den folgenden Jahren zogen keine Kontrollen nach sich

Mike59


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#18

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 19:17
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Mike59
Ausbildung auf der GK - das war der größte Murks an den ich mich erinnern kann.
Die Ausbildung fand in der Bataillonssicherung an Tagen nach der Nachtschicht statt. Tagesablauf ungefähr wie folgt:
04:00 Uhr verlässt die GK die uns ablöste ihre Unterkunft, bis alle vier Abschnitte abgelöst und in der Unterkunft waren kann es schon locker 05:00 - 05:30 gewesen sein. Danach Essen und Dienstnachbereitung (Waffen und KFZ Wartung) Ging oft bis gegen 07:00 Uhr. Danach dauerte es manchmal bis 08:00 Uhr das der Alte uns zur Auswertung GD gerufen hat. Erst die Kontrollstreifen und dann die KGSi/KSIa. gegen 08:00 begann der normale Dienstbetrieb, Spieß usw. meldeten sich beim Alten zum Dienst und mussten natürlich auch ihren Senf dazu geben. 08:45 - 09:00 Dienstschluss der Nachtschicht, nach Hause und ins Bett.
13:00 Uhr Dienstbeginn für den "Ausbildungstag" d.h. spätestens 12:45 Uhr auf der Einheit, Kontrolle Wecken/Aufstehen. Essen und Vorbereitung zur Ausbildung -
Beginn 14:00 Uhr, aller möglicher Unfug, von Taktik über Schießausbildung bis Sport. Dauer der Veranstaltung ist mir nicht mehr geläufig. Abend hatten zwei Züge Ausgang und zwei Züge Bereitschaft(A Zug und A Gruppen). Für den einen ZF oder StZF bedeute es an diesem Tag auch noch Standortstreife bis 00:00 Uhr wenn alle wieder in der Koje lagen. Am nächsten Tag dann Spätdienst

Es dürfte somit klar sein das an so einem Tag nicht viel lief.


Ich kann mich noch an ein Ausbildungshalbjahr erinnern, da hatte die GK top Zeiten beim Überwinden der Sturmbahn. Die Zeiten waren so gut das es eine Kontrolle nach sich zog. Die Kontrolle erbrachte dann, auf dem Gelände der Sturmbahn das Gras ca. 1,75m hoch stand und wo es abgemäht war, stand der Heureiter von unserem Hausmeister.
Das gab einen Anschiss der sich gewaschen hatte. Ist uns nie wieder passiert, die Zeiten in den folgenden Jahren zogen keine Kontrollen nach sich

Mike59


:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Mal kurz einen Einwand,naja mehr ne Frage.Folgte bei den Bat.-Sicherung nach den Nachtdienst nicht am nächsten Tag der Frühdienst?Ich habe das noch so in Erinnerung,das am Tag des Frühdienst Abends Ausgang angesagt war.Und am darauf folgenden Tag ging es in den Spätdienst.
Aber wie hier schon woanders mal beschrieben.Bei der Bat.Sicherung kam man schon auf einen 12 Std Dienst,wenn man die Grenzdienstvorbereitung sowie die Dienstnachbereitung und die An u,Abmarschzeit zu den Postenplätzen mit einberechnet.


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#19

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 19:28
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Mensch Rostocker - mach mich nicht unsicher. Ist schon ewig her. Aber jetzt wo du das so schreibst. Ausgang war wirklich nach dem Frühdienst. Und der Wechsel war S-N-F.

Asche auf mein Haupt - also Ausbildungstag ohne nachfolgenden Ausgang. Die Standortstreife am Tag des Ausganges war auch so schon besch.... . nach dem Frühdienst.
Dienstbeginn war da ja auch schon gegen 02:45/03:00 Uhr

Mike59 also noch einmal Sorry


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#20

RE: Ausbildung in der Grenzkompanie

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 19:31
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Mike59
Mensch Rostocker - mach mich nicht unsicher. Ist schon ewig her. Aber jetzt wo du das so schreibst. Ausgang war wirklich nach dem Frühdienst. Und der Wechsel war S-N-F.

Asche auf mein Haupt - also Ausbildungstag ohne nachfolgenden Ausgang. Die Standortstreife am Tag des Ausganges war auch so schon besch.... . nach dem Frühdienst.
Dienstbeginn war da ja auch schon gegen 02:45/03:00 Uhr
Mike59 also noch einmal Sorry


...............................................................................
Da haste Recht


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