#21

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 22.04.2010 18:42
von Granate | 132 Beiträge

hohu frühsport mann da war mann doch gleich wach.mal ehrlich wer mochte denn 3000 meterlauf,auf nüchternen magen und 20 min. frühsport auf gefrorenem beton.sowas macht kein leistungssportler.aber es ging irgentwie.als ich in potsdam in der ausbildung war,hatten wir einen erfahrungsaustausch mit den russen in glienicke.kurze hosen und hemd bei minus 10 grad.was für ein krasser gegensatz.



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#22

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 29.04.2010 08:19
von a1 otti | 188 Beiträge

Zitat von Möwe

Zitat von Harsberg
mein Lieber, der 1. April ist aber schon einige Zeit vorbei!


vom wegen 1.April.Der gute Hptm B. bekam nicht umsonst von unserem damaligen Hauptfeld den Spitznamem "MATTO"verpasst.gruss Möwe




Stimmt, aber der Spitzname hing glaube ich nicht mit Frühsport, sondern mit Matto's Spruch (sinngemäß): "Soldat/Gefr./Uffz. XXXX, was ham sie denn da für einen Kanten auf dem Kopp, das ist ja ne richtige MATTE!!! Ab zum Frisör..."

Aber das mit dem Frühsport kann ich so nur bestätigen. Da sich der ja eh nur auf eine/mehrere Runden am "Schleizer Dreieck" (Straße vor der GK) beschränkte, hatte man ganz schön zu tun, das Außerpustesein vorzutäuschen. Vor allem musste ja auch noch der Zigarettengeruch irgendwie beseitigt werden
Also das gab es aber wirklich nur beim KC. Selbst beim Polit gab es das nicht. (bei "Scarface" nicht und bei Pitti53 schon gleich gar nicht)

Ralf



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#23

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 29.04.2010 11:12
von Gelöschtes Mitglied
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In Halberstadt wurde man jeden Tag zum Frühsport "genötigt".
Egal ob Regen oder Schnee,immer raus und seine Runden drehen.
Das war im Jahre 1981,aber es störte mich nicht sonderlich,da ich zu dieser Zeit noch sportlich war.....
Außerdem betraf es ja alle.
Ob ich ne'n Achtertest mitmachen mußte,kann ich nicht mehr so genau sagen.
Jedenfalls ging es in der Knollenburg sehr oft über die Sturmbahn.

In der Grenzkompanie Riebau sah das ganz anders aus.
Wie an anderer Stelle schon mal beschrieben blieben die EK's eh liegen.
Uns verboten sie auch,ihn durchzuführen.Es hieß,wenn der KOKO (Polit) zum Frühsport kommt,macht ihr nicht mit!
Wer dennoch mitläuft,bekommt Putz und Schweigeschichten....
Da nun einige Blasen doch am Anfang,frisch aus der Ausbildung kommend,Respekt vor dem Oberlolli hatte,waren wir Blasen am Anfang in 2 Lager geteilt.
Die eine Hälfte wollte laufen,die andere Hälfte blieb im Zelt.
Ich hörte auf meinen "Patenonkel Django" und lief nicht mit.
Die EK's machten ernst und verteilten viel Putz und sie blieben Sieger.
Das ging so 2-3 Tage und dann war Schluß damit,die Aktion "Frühsportdurchführung" war mal wieder gescheitert.

Gruß ek40


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#24

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 29.04.2010 20:10
von Greso | 2.377 Beiträge

Also in der Grenzkompanie war das laute rufen und das trillerpfeifen verboten.So war das bei uns in Barneberg 1965-67.Die Leute die aus der Nachtschicht kamen ,waren ja gerade eingeschlafen..Grenzaalarm war das einzige Signal und da wurden sie wach aber mußten nicht raus.Es gab im Monat einen Tag,wo wir
mal Sport und soetwas machten.
Gruß Greso


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#25

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 29.04.2010 20:31
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat Stabsfähnrich:


Was selten wenn fast gar nicht in den Grenzkompanien durchgeführt wurde war der Härtetest. Dieser bestand aus folgenden Elementen:
1. Erwärmungsübung 10:00 min.
2. Krafttraining 5:00 min.
3. Krafttraining im Frontalbetrieb 30:00 min.
4. 1000 m Lauf 5:00 min.
5. Herstellen der Marschbereitschaft 10:00 min.
6. 15 km Eilmarsch Mindestnorm 140:00 min.
(davon vom Kilometer 4-10 mit auf-
gesetzter Schutzmaske)
7. Vorbereitung zum Überwinden der
Sturmbahn 5:00 min.
8. Überwinden der Sturmbahn Norm 1
Mindestnorm 5:00 min.


@Stabsfähnrich
kannst Du mir bitte mal erklären, was ein Krafttraining im Frontalbetrieb ist?
Frontantrieb kenn ich, Frontlader auch, Frontalbetrieb? Schau mal in die Aufzeichnungen eines Hauptfeldwebels, bitte...

der Rüganer


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#26

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 29.04.2010 23:03
von nolle (gelöscht)
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Nun bin ich nicht der Stabsfähnrich der ja förmlich alles parat hat, aber ich vermute mal das es um dieses Panzerkettenglied geht. Ist mir jedenfalls aus der AK zum Frühsport und anderen Gelegenheiten in lieber Erinnerung.
tschüß


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#27

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 08:20
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Rüganer
Zitat Stabsfähnrich:


Was selten wenn fast gar nicht in den Grenzkompanien durchgeführt wurde war der Härtetest. Dieser bestand aus folgenden Elementen:
1. Erwärmungsübung 10:00 min.
2. Krafttraining 5:00 min.
3. Krafttraining im Frontalbetrieb 30:00 min.
4. 1000 m Lauf 5:00 min.
5. Herstellen der Marschbereitschaft 10:00 min.
6. 15 km Eilmarsch Mindestnorm 140:00 min.
(davon vom Kilometer 4-10 mit auf-
gesetzter Schutzmaske)
7. Vorbereitung zum Überwinden der
Sturmbahn 5:00 min.
8. Überwinden der Sturmbahn Norm 1
Mindestnorm 5:00 min.


@Stabsfähnrich
kannst Du mir bitte mal erklären, was ein Krafttraining im Frontalbetrieb ist?
Frontantrieb kenn ich, Frontlader auch, Frontalbetrieb? Schau mal in die Aufzeichnungen eines Hauptfeldwebels, bitte...

der Rüganer



dieser Bitte möchte ich gerne nachkommen. 1. der Begriff Frontalbetrieb hat nichts mit dem Begriff FRONT (Frontantrieb, Heimatfront etc.), zu tun. Frontalbetrieb ist nichts weiter wie die die sportliche Betätigung einer Gruppe mit abwechselnden Elementen der s.g. Riegenbetrieb oder frei übersetzt Alle üben gemeinsam. Hauptziel des Frontalbetriebes ist es, die Leistungen der Gruppe und damit des Einzelnen innerhalb der Übung zu steigern. Einzelübungen wechseln sich stetig nach festgetzten Zeiten und Anzahl der zu erbringenden Leistung ab. Ich möchte als Beispiel anfügen den Wechsel von Liegestütze und dem Drücken der "Kettenglieder" in Verbindung mit dem Laufen auf der Stelle. Zum Anfang der Übung werden 5 Liegestütze, drei Streckübungen mit dem Kettenglied und mindstens 25 rechts-links Bewegungen der Beine auf der Stelle gefordert. Nach einer kurzen Lockerungsübung wird die gestellte Norm erhöht - dies ohne Pause oder Erholungsphase für den Körper. Heißt mit anderen Worten aus 5 Liegestützen werden 7, aus 3 Streckübungen werden 5 usw. usw.. Die Gesamtübung ist zeitlich begrenzt - hier 30 Minuten. Bis zum erreichen der Auszeit, sind nach Möglichkeit die Steigerungen zu erfüllen, mit dem Ziel die physische Leistungsfähigkeit bis zum Maximum zu erreichen. Wichtig dabei ist der Gruppenbetrieb.
Eine weitere methode ist u.a. das Ausdauertraining. Hier werden unterschieden die Dauermethoden und die Intervallmethoden. Bei der damaligen militärischen körperertüchtigung (MKE) wurde die Dauermethode angewendet. die Erhöhung der Belastung konnte durch 1. eine Verlängerung der Übungszeit, 2. Verlängerung der zu laufenden Strecke bei gleicher Übungszeit und 3. durch verkürzen der Übungszeit bei gleicher Streckenlänge erreicht werden.
Ich hoffe, dass ich Deine Anfrage beantwortet habe.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 30.04.2010 08:34 | nach oben springen

#28

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 08:46
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von nolle
Nun bin ich nicht der Stabsfähnrich der ja förmlich alles parat hat, aber ich vermute mal das es um dieses Panzerkettenglied geht. Ist mir jedenfalls aus der AK zum Frühsport und anderen Gelegenheiten in lieber Erinnerung.

tschüß



...........aber nicht nur um diese. Dazu zählten u.a. Liegestütze, Hock- Strecksprünge, Laufen auf der Stelle u.v.a mehr.
Beim Frühsport wurden diese Elemente teilweise auch verwendet. Jedoch sehr selten das Element der sportlichen Betätigung
mit dem ca. 25 kg schweren "Kettenglied".


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#29

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 09:08
von Rüganer (gelöscht)
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Schreck in der Morgenstunde, Chris....
Sowas soll bei den GT stattgefunden haben? Also an einen Marsch, wo wir unter dem Ganzkörperkondom gelatscht sind, kann ich mich erinnern, an einen einzigen, aber dies kann auch im GAR gewesen sein, an die, von Dir genannte Frontalübung jedoch nicht... da war ich denn wohl im Urlaub...zum Glück, würd ich heute noch sagen.
Danke für die ausführliche Erklärung und Grüße von der Insel

der Rüganer


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#30

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 09:18
von Boelleronkel (gelöscht)
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Geschadet hat "Bewegung"und sportliche Betätigung jedenfalls noch nie.


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#31

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 09:25
von Rüganer (gelöscht)
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@Boelleronkel


Ich halte es dagegen mit Churchill der sagte: no sports....und würde hinzufügen: never in the morning.
der Rüganer


zuletzt bearbeitet 30.04.2010 09:25 | nach oben springen

#32

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 09:26
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Rüganer
Schreck in der Morgenstunde, Chris....
Sowas soll bei den GT stattgefunden haben? Also an einen Marsch, wo wir unter dem Ganzkörperkondom gelatscht sind, kann ich mich erinnern, an einen einzigen, aber dies kann auch im GAR gewesen sein, an die, von Dir genannte Frontalübung jedoch nicht... da war ich denn wohl im Urlaub...zum Glück, würd ich heute noch sagen.
Danke für die ausführliche Erklärung und Grüße von der Insel

der Rüganer



.........bestimmt kannste Dich noch erinnern. Diese Frontalübung war u.a,. Bestandteil des Härtetest.
Gruß an die Insel aus dem flachen Land Brandenburg


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#33

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 09:27
von Rüganer (gelöscht)
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.........bestimmt kannste Dich noch erinnern. Diese Frontalübung war u.a,. Bestandteil des Härtetest.
Gruß an die Insel aus dem flachen Land Brandenburg
[/quote]

Grüße an das flache Land, ich war 14 Jahre in Neuruppin, also fast Brandenburger....

der Rüganer


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#34

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 09:31
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Rüganer
@Boelleronkel


Ich halte es dagegen mit Churchill der sagte: no sports....und würde hinzufügen: never in the morning.
der Rüganer



.........................................................................
Mag sein,wenn ich nur am Morgen sehe,was so durch Deutschlands Strassen "rollt"(krankheitsbedingte Ursachen meine ich damit nicht)kann mir nur schlecht werden.


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#35

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 10:05
von Rotten (gelöscht)
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Kleines Statement am Rande,da ich gerade diese unlustige Sache mit den Kettengliedern las.Habe seit diesen,äusserst fragwürdigen Übungen(in Halberstadt),einen irreparablen BSV und halte es lieber wie Mr.
Churchill.Und nur Dank eines 'Ein-Auge-Zudrückenden' Arztes(auf der Insel & Grüsse nach Rügen)bekam ich in der DDR eine Seediensttauglichkeit.
Aber diesen Irrsinn,wie bspw.Elemente der Sturmbahn zum Frühsport(in Halberstadt 1985)kann ich nur bestätigen.
Rotten


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#36

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 15:01
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
.........bestimmt kannste Dich noch erinnern. Diese Frontalübung war u.a,. Bestandteil des Härtetest.
Gruß an die Insel aus dem flachen Land Brandenburg



Härtetest? An der UAK haben wir so etwas mitgemacht. Theoretisch auch in der GK. Das lief dann ungefähr so ab: Vormittags nach dem Frühstück gemütlich hinter die Kompanie zur Sturmbahn gegangen. Dann ein paar Fallübungen, Würfe und Entwaffnungen geübt. Nach etwa einer Stunde über die Sturmbahn. Erst rein informativ (damit man sich erinnert, wie das geht...), dann nach Zeit. Schließlich Vollschutz angelegt und noch einmal um die Sturmbahn herumgelaufen. Fertig. Dann war Mittag und danach lagen die ersten USM-Kontrollen an.
Zugegeben, so richtig sportlich liest sich das nicht. Den hat eine USM-Kontrolle aber recht gut ersetzt. In vier Stunden via Bahnhof Schierke (muss man auch erst mal hin), Ahrensklint, Wernigeröder und Ilsenburger Skihütte, Schutzhütte an der Bobbahn, Wildfütterung, Rodelbahn, Schutzhütte oberhalb Lehrlingswohnheim, Baustellen in Schierke und zurück in die Kompanie. Ich glaube, das würde ich heute nicht mal mehr zu einem Drittel schaffen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#37

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 16:39
von Eierfeile (gelöscht)
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Frühsport, MKE, Härtetest, Frontalübungen....? Das sind alles nur Vokabeln, die ich zwar noch aus der halberstädter Knollenburg kenne, die in der Grenzkompanie aber absolut tabu waren. Ich kann zwar wenig Löbliches von unsem KC berichten aber damit ist er uns echt vom Leib geblieben. Der wusste, wie stressig der Grenzdienst war und nur das hatte für ihn Priorität. Solcher Sackstand wäre eher kontraproduktiv gewesen. Aus Disziplinierungsgründen hatte man zwar mal mit Frühsport gedroht aber das ist an uns abgeperlt und nie in die Tat umgesetzt worden. Die Einzige Nebenbeschäftigung, der ich mich unterziehen musste, war SPG9-Ausbildung. Dieser Kelch ist leider nicht an mir vorbeigeggangen. Das fand aber nur sporadisch statt und betraf nur einige wenige Leute.


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#38

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 17:05
von Büdinger | 1.504 Beiträge

Zitat von Eierfeile
... aus der halberstädter Knollenburg kenne, ... Die Einzige Nebenbeschäftigung, der ich mich unterziehen musste, war SPG9-Ausbildung. Dieser Kelch ist leider nicht an mir vorbeigeggangen. Das fand aber nur sporadisch statt und betraf nur einige wenige Leute.



Hallo Eierfeile ,

wenn Du ab 1985 zur Grundausbildung in Halberstadt warst und dann SPG-9-Ausbildung hattest, dürfte ich damals Dein Zugführer gewesen sein. Es gab nur einen SPG-9-Zug dort und der ZF war definitiv ich!

Tschüß


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#39

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 17:44
von Eierfeile (gelöscht)
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Zitat von Büdinger

Hallo Eierfeile ,

wenn Du ab 1985 zur Grundausbildung in Halberstadt warst und dann SPG-9-Ausbildung hattest, dürfte ich damals Dein Zugführer gewesen sein. Es gab nur einen SPG-9-Zug dort und der ZF war definitiv ich!

Tschüß




nee Büdinger, 85 hatte ich Gott sei Dank alles schon hinter mich gebracht. Ich war 79 dort. Zu dieser Zeit gab es noch eine komplette Kompanie, die sich die SPG9-Ausbildung auf die Fahne geschrieben hatte und das war glaube ich die 5. oder doch die 7. ? So genau weis ich das nicht mehr. Wir haben auf jedem Fall im vorletzten Block logiert. Von uns Knollen wurden dann immer 2 Mann in eine GK versetzt, die dann zusammen mit den entsprechenden 2 Alten eine SPG9-Bedienung bildeten. Ist ja interessant, dass es später nur noch einen Zug in der Ausbildung gab. Die hat man dann ja nur auf maximal 15 Kompanien verteilen können?
Nun ja ich habe diese Kanone gehasst wie die Pest. Da waren zwar Räder drann aber du weist ja, dass die abschnallbar waren und das war eher der "Normalfall". Auf jedem Fall haben wir das Teil nur geschleppt.
Bei besagter Ausbildung in der Grenzkompanie waren wir natürlich dem Gelächter der ganzen Belegschaft ausgesetzt, wenn wir damit in der Öffentlichkeit aufgetreten sind. Wir hatten nur einmal Spaß damit, als wir mal 3 Tage zum Scharfschießen waren. Das war ziemlich geil mal mit richtigen Granaten zu baller und außerdem eine gelungene Abwechslung vom Grenzdiensttrott. Unser Ladeschütze hat sich dabei übrigens fast die Hacken angekohlt. Der Abgasstrahl war wirklich nicht ohne....


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#40

RE: Frühsport und Achtertest

in Grenztruppen der DDR 30.04.2010 18:10
von Büdinger | 1.504 Beiträge

Hallo Eierfeile ,

August 1978 begann erst meine Ausbildung an der OHS in Plauen (zuerst Berufsausbildung - Zerspanungs-FA und ab 1979 ging es richtig los) - da können wir uns ja nun wahrhaftig nicht begegnet sein. Ab Sommer 1982 war ich dann ZF in Halberstadt und bin da auch zum ersten und letzten Mal zum Schießen nach Lübtheen (3 Tage) gefahren. Danach gab es dann eine komplette Woche (Montag bis Freitag) Feldlager in Berge (jedes Quartal - ach ja - natürlich wurde im Feldlager auch Frühsport durchgeführt ). Und das erstemal natürlich im bitterkalten Januar 1983.

Wir hatten in der AbK 1 Zug SPG-9, 1 Zug AGS-17 und 1 Zug Postenführer. In Süd gab es aber auch noch SPG-9-Ausbildung, also waren es nicht ganz so wenige Soldaten, die mit dem Gerät umgehen konnten.

Zu meiner Zeit war schon nicht mehr so die Dreibeinlafette Mode. Wir hatten da eher Ausbildung mit dem Basisfahrzeug UAZ-69. Das hat schon Spaß gemacht, damit durch die Gegend zu 'gurken'. Und das Schießen mit Granate war natürlich der Höhepunkt - auch wenn es nur ein Gipskopf war. Natürlich wurden zum Demonstrationsschießen auch scharfe HL-Granaten verwendet (Luftzerleger). Splitter-Spreng-Granaten wurden nicht verschossen.

Tschüß


.

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Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

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zuletzt bearbeitet 30.04.2010 18:12 | nach oben springen


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