#101

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 13:16
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Linna im Beitrag #100
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #99
Zitat von Linna im Beitrag #98
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #88
Wie "versprochen"ein paar Bilder von Zielen auf Schiessplaetzen fuer Schuetzenwaffen.....
AK47/74/Druganow/Pistole/LMG/SMG etc....

Das Doppelbild stellt einen "liegenden Schuetzen dar.....die Ziel wurde in der Regel fuer AGTs mit der AK 47 auf Tagesentfernung 150/200m "bekaempft(Schuluebungen)
Fuer LMG in der Regel 50 Meter hoehere Distanz....
Fuer Druganow etc... 500Meter und weiter....
Die Scheibe hat in etwa die Groesse eines Stoppschildes im Strassenverkehr.....


Im unteren Bild wird eine MG Stellung immitiert,dies Ziel stand in der Regel fuer die AGTs LMG 300/350m Nachts 50m kuerzere Distanz
Die Scheiben im Hintergrund stellten einen "stehenden Schuetzen"dar dies Ziel wurde beim Gefechtsschiessen der GT bis auf 500m verwendet
Gruss BO

Grundsaetzlich wurde gelehrt alle Ziele mit kurzen Feuerstoessen aus der AK zu bekaempfen,Einstellung Einzelfeuer wurde eher nicht angewandt.....die AGTs befanden sich laut Lehrplan immer im Gefecht.




Du meinst sicherlich das Scharfschützengewehr "Dragunov" -es war meines Wissens zu keiner Zeit im offiziellen Bestand der NVA



Ich schreibe hier per AGTs, Angehoehrige Grenztruppen DDR....oder die diese Uniformen sonst noch trugen.
Nimms mir nicht uebel,aber NVA steht bei mir hier nicht zur Debatte,ansonsten schreib mal dem weichen Molch(Weichmolch),wenn er nett ist und meisst isser das ja,der kann Dir vielleicht mehr darueber sagen...was NVA betrifft.

Gruss BO



Die Grenztruppen waren aber ein Bestandteil der NVA-Gruß Linna




Ja klar,desweil haben sie ja auch Gefechtsschiessen trainiert,um dann als Mucker im Ernstfall aufzugehen!
Hatten wir derweil schon im Forum....
Sodann Gressli BO...


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#102

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 13:23
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Linna im Beitrag #100


Du meinst sicherlich das Scharfschützengewehr "Dragunov" -es war meines Wissens zu keiner Zeit im offiziellen Bestand der NVA


Die Grenztruppen waren aber ein Bestandteil der NVA-Gruß Linna



Zitat
Im Frühjahr 1971 wurden die Grenztruppen der DDR wegen der laufenden Abrüstungsverhandlungen aus der Nationalen Volksarmee (NVA) ausgegliedert, um nicht zur Truppenstärke des Landes gezählt zu werden. Trotzdem blieben die Grenztruppen als eigenständige Teilstreitkraft direkt dem Ministerium für Nationale Verteidigung unterstellt.

sagt selbst Wiki.

Beim Dragunov bin ich mir ziemlich sicher das es mindestens bei den SIK in den GT zum Bestand zählte

Gruß Nomex


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#103

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 13:36
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Nomex im Beitrag #102
Zitat von Linna im Beitrag #100


Du meinst sicherlich das Scharfschützengewehr "Dragunov" -es war meines Wissens zu keiner Zeit im offiziellen Bestand der NVA


Die Grenztruppen waren aber ein Bestandteil der NVA-Gruß Linna



Zitat
Im Frühjahr 1971 wurden die Grenztruppen der DDR wegen der laufenden Abrüstungsverhandlungen aus der Nationalen Volksarmee (NVA) ausgegliedert, um nicht zur Truppenstärke des Landes gezählt zu werden. Trotzdem blieben die Grenztruppen als eigenständige Teilstreitkraft direkt dem Ministerium für Nationale Verteidigung unterstellt.
sagt selbst Wiki.

Beim Dragunov bin ich mir ziemlich sicher das es mindestens bei den SIK in den GT zum Bestand zählte

Gruß Nomex



Bei den SIK,den PKE,einzelnen Zugriffspunkten(Waffenkammern) in den GRs...das hatten wir doch schon mal.....
Die "normalen Linieneinheiten"betraf dies eher nicht.

Haben wir bereist diskutiert....Der Fred heisst...Gab es Scharfschuetzen bei den GT

Mittagspause


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#104

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 20:32
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Nomex im Beitrag #93
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #89
In der Vorbereitungsphase gabs ein Training mit einem mechanischem Zielgeraet(MZG)


Hallo Bölleronkel,

ich war bis 1985 im GAR 11, aber die Geräte sagen mir nichts. Zu welcher Zeit hat es die gegeben? Ich kenne nur das Prisma zur Schießausbildung.
Ich war am letzten Wochenende mal zum Tag der offenen Tür auf den TÜP Oberlausitz. Da fiel im Zusammenhang mit den Scheiben der Begriff vom Körperschall. Irgendwie kam mir der Begreiff bekannt vor. Kann es sein das es dies damals schon gab? Bin irgendwie irritiert.

Das was du über Entfernungen erklärst kann ich nachvollziehen. Nur wenn ich immer lese das die AK 74 eine effektive Entfernung von nur 300 Metern hat und überlege auf welche Entfernungen wir geschossen haben ist da irgendwie eine Differenz. Woran liegt das?

Panzerscheibe mein Liebling und euer Problem. Genauso wie die beiden liegenden Schützen im Gruppengefechtsschießen als letzte Gruppe der Kompanie.

Gruß Ralf




Hallo Nomex....

Bissle was gefunden,so zur Veranschaulichung Wirkung AK in mehreren Varianten und "Deine 300m Frage".
Die Schiessanlage liegt natuerlich nicht uffn Boellerberg,aber bis auf 400m ist die Waffenwirkung noch gut erkennbar.
Diese "Faenge"waren urspruenglich noch mit Holz verkleidet.

Gruss BO


Linkes Bild 100m rechtes Bild 400m am Ende der Kugelfang.


zuletzt bearbeitet 22.06.2014 20:33 | nach oben springen

#105

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 20:48
von FRITZE (gelöscht)
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Lasst doch endlich n bissl Gras auf dem Platz wachsen !


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#106

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 21:05
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von FRITZE im Beitrag #105
Lasst doch endlich n bissl Gras auf dem Platz wachsen !



Hallo Fritzchen.....

waechst doch und pullern kann man hinten links am Holz.....
Gruss BO


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#107

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 22:14
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #104
Zitat von Nomex im Beitrag #93
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #89
In der Vorbereitungsphase gabs ein Training mit einem mechanischem Zielgeraet(MZG)


Hallo Bölleronkel,

ich war bis 1985 im GAR 11, aber die Geräte sagen mir nichts. Zu welcher Zeit hat es die gegeben? Ich kenne nur das Prisma zur Schießausbildung.
Ich war am letzten Wochenende mal zum Tag der offenen Tür auf den TÜP Oberlausitz. Da fiel im Zusammenhang mit den Scheiben der Begriff vom Körperschall. Irgendwie kam mir der Begreiff bekannt vor. Kann es sein das es dies damals schon gab? Bin irgendwie irritiert.

Das was du über Entfernungen erklärst kann ich nachvollziehen. Nur wenn ich immer lese das die AK 74 eine effektive Entfernung von nur 300 Metern hat und überlege auf welche Entfernungen wir geschossen haben ist da irgendwie eine Differenz. Woran liegt das?

Panzerscheibe mein Liebling und euer Problem. Genauso wie die beiden liegenden Schützen im Gruppengefechtsschießen als letzte Gruppe der Kompanie.

Gruß Ralf




Hallo Nomex....

Bissle was gefunden,so zur Veranschaulichung Wirkung AK in mehreren Varianten und "Deine 300m Frage".
Die Schiessanlage liegt natuerlich nicht uffn Boellerberg,aber bis auf 400m ist die Waffenwirkung noch gut erkennbar.
Diese "Faenge"waren urspruenglich noch mit Holz verkleidet.

Gruss BO


Linkes Bild 100m rechtes Bild 400m am Ende der Kugelfang.


Ist eigentlich ein ARMUTSZEUGNIS - tolle Soldaten nur gut das es nicht zu Kampfhandlungen gekommene ist.

Die 300 Meter Frage bei der AK 47 / AKM bedeutete die günstigste Schußentfernung = Direkter Schuß
Visirlinie und Flugbahn sind nahezu gleich.
Die Visier Reichweite liegt bei 800 bis 1000 Meter (ZF auf Hubschrauber?!)

Unter dem Strich bin ich dankbar das ich nicht mit Euch um mein Leben Kämpfen musste.


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#108

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 22:31
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #105
Lasst doch endlich n bissl Gras auf dem Platz wachsen !


So sah der Schießplatz im vorigen Mai aus
Eisenach_2013 0080

ich denke da ist mehr als nur Gras gewachsen


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#109

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 22:34
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #106

Gruss BO


Den Hügel rechts meinte ich mit der Zisterne, davor kann eigentlich nichts gestanden haben da dort ein ziemlicher Abhang ist.

Gruß Nomex


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#110

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 23:04
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Nomex im Beitrag #108
Zitat von FRITZE im Beitrag #105
Lasst doch endlich n bissl Gras auf dem Platz wachsen !


So sah der Schießplatz im vorigen Mai aus
[widget=111420]
ich denke da ist mehr als nur Gras gewachsen



Ebent und auf der Betonflaeche links an "Deinem Wegfoto) Weg stand .....(die Schaerfe wird noch nachgereicht) aus der Gegenrichtung gesehen.
Das allerdings ist ja laenger her.
Gruss BO


Nomex hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.06.2014 23:06 | nach oben springen

#111

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 23.06.2014 19:40
von Linna | 188 Beiträge

Wir sind im Rahmen einer Übung im Winter 1970 von Eisenach zum Böller marschiert, in Wattesachen und voller Ausrüstung, es hat
einige körperliche Zusammenbrüche gegeben.
Ich bin dort mit meinen Mitkämpfern im Schutzanzug mit TSM durch Napalm gelaufen und habe auch mit der RPG-7 auf die
T34 geschossen (mit Betongranaten) .
Ich habe dort einen guten Freund verloren, der Knallsatz einer Übungspanzerhandgranate hatte gezündet und er hatte seine
Hand auf den Gasaustrittsdüsen, das hat für eine Verstümmelung gereicht.
Die Gefechtsübungen und andere Handlungen dort werde ich niemals vergessen, auch wenn es schon über 40 Jahre her ist
Schlimm war auch, dass ich mit einem total verkeimten (ungewaschenen) Essgeschirr bei einer Übung war und hungrig geblieben bin.
Wegen des Gelächters habe ich keinen Kameraden um seines gebeten.
Den Böller werde ich niemals vergessen



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#112

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 23.06.2014 20:48
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Linna im Beitrag #111
Wir sind im Rahmen einer Übung im Winter 1970 von Eisenach zum Böller marschiert, in Wattesachen und voller Ausrüstung, es hat
einige körperliche Zusammenbrüche gegeben.
Ich bin dort mit meinen Mitkämpfern im Schutzanzug mit TSM durch Napalm gelaufen und habe auch mit der RPG-7 auf die
T34 geschossen (mit Betongranaten) .
Ich habe dort einen guten Freund verloren, der Knallsatz einer Übungspanzerhandgranate hatte gezündet und er hatte seine
Hand auf den Gasaustrittsdüsen, das hat für eine Verstümmelung gereicht.
Die Gefechtsübungen und andere Handlungen dort werde ich niemals vergessen, auch wenn es schon über 40 Jahre her ist
Schlimm war auch, dass ich mit einem total verkeimten (ungewaschenen) Essgeschirr bei einer Übung war und hungrig geblieben bin.
Wegen des Gelächters habe ich keinen Kameraden um seines gebeten.
Den Böller werde ich niemals vergessen


Nabend Linna,
Marschiert /also Fussmarsch,wenn ich das richtig verstehe...von Eisenach zum Boeller.
Wie lange war man dafuer unterwegs?
Wie lief das ab?
Und 1970 standen mehrere T34/Panzerziele auf dem Berg?
Interessiert mich einfach.....
Wenns Dir moeglich ist schreib mehr darueber....

Danke und Gruss BO


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#113

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 23.06.2014 21:24
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Nomex im Beitrag #109
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #106

Gruss BO


Den Hügel rechts meinte ich mit der Zisterne, davor kann eigentlich nichts gestanden haben da dort ein ziemlicher Abhang ist.

Gruß Nomex





Sodann Nomex.....

Also genauer gesagt...von "Deinem Schnappschuss Standort" gleich rechts (ja da gings bissle bergab),hat "Jemnand" ein gruenes Haeuschen hingestellt"...Schornstein hatte das Ding auch....demnach nach 1985....innerhalb der Einzaeunung.

Foto kommt noch,hoffe ich

Gruss BO


zuletzt bearbeitet 23.06.2014 21:25 | nach oben springen

#114

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 23.06.2014 21:35
von UvD815 | 619 Beiträge

1965 marschierten Angehörige vom Grenzausbildungsbat. Eisenach ( im GR 2 Eisenach ) von der Kaserne über Siebenborn - Hörschel - Neuenhof-
Göringen - Lauchröden - Sallmannshausen zum alten Böller. Es war ein 25 km Marsch.

Später ging es nur noch über Eisenach - Clausberg - Oberellen zum neuen STÜP Böller u.a. als Fussmarsch.

Zu meiner Zeit glücklicherweise von Eisenach GAR 11 nur noch mit W 50.


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#115

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 23.06.2014 21:36
von Wolle76 (gelöscht)
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mal eine Frage zu den Schießscheiben. Waren die nur aus so einfachem schwarzen Blech ? Keine Mannscheiben ?


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#116

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 23.06.2014 21:39
von UvD815 | 619 Beiträge

In den 80iger Jahren gab es folgende Hartziele auf dem STÜP :

1 x T 34 auf dem Schießplatz für Schützenwaffen, von der Feuerlinie aus gesehen am Hauptweg ( heute noch Kolonnenweg ) rechts.

Im Bereich Brandmittelplatz Richtung Unterellen ( am Hauptweg oben rechts ) - 2 LKW Ural , 2 T 34

Auf dem Hügel vorm Häuserkampfobjekt mind. 2 NVA Flakgeschütze auf Lafette , glaube sogar 1 T 34.

Bei Interesse die Bildergalerie von mir zum STÜP Böller 1990 mal anschauen


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#117

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 23.06.2014 21:44
von UvD815 | 619 Beiträge

Zitat von Wolle76 im Beitrag #115
mal eine Frage zu den Schießscheiben. Waren die nur aus so einfachem schwarzen Blech ? Keine Mannscheiben ?



Auf dem Stüp Böller hatten wir dunkelgrüne Blechscheiben :

liegender Schütze 50 x 50 cm
kniender Schütze 100 x 50 cm
laufender Schütze 150 x 50 cm

dazu noch Panzerattrappen für RPG 7 auf Schiene, abklappbar , jedoch als Gerüst aus Holz mit Netzbespannung.

dazu gab es noch laufende Scheiben - auf Schiene - beweglich für Postenführerschulübung mit LMG K


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#118

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 23.06.2014 21:46
von Wolle76 (gelöscht)
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Danke. Also so wie beim Bund. Mich stutzen nur etwas die Bilder von den Metallscheiben.


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#119

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 23.06.2014 21:46
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Wolle76 im Beitrag #115
mal eine Frage zu den Schießscheiben. Waren die nur aus so einfachem schwarzen Blech ? Keine Mannscheiben ?



Im Prinzip schon(1...und..mm Blech...
Die von Dir bezeinete Mannscheibe"War der Stehende bei uns"ca 1,70 hoch(inklusive Fuesse,aus Holz zum Einspannen)....sie wurden mit gruener Kontaktfolie beklebt....per Batterieklemmen ans Steuergeraet angeschlossen.
daraus resultierte beim Durchschlagen der Projektile ein Kontakt zum Scheibensteuergeraet...und die Scheibe klappte ab,Plastekernmunition funktionierte dann nicht mehr.

Im Hintergrund Beitrag 101 zu erkennen.....mehr Fotos folgen noch.

Die Bilder aus dem Museum sind "alte einfache Blechscheiben!

Gruss BO


zuletzt bearbeitet 23.06.2014 21:49 | nach oben springen

#120

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 23.06.2014 21:49
von Linna | 188 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #112
Zitat von Linna im Beitrag #111
Wir sind im Rahmen einer Übung im Winter 1970 von Eisenach zum Böller marschiert, in Wattesachen und voller Ausrüstung, es hat
einige körperliche Zusammenbrüche gegeben.
Ich bin dort mit meinen Mitkämpfern im Schutzanzug mit TSM durch Napalm gelaufen und habe auch mit der RPG-7 auf die
T34 geschossen (mit Betongranaten) .
Ich habe dort einen guten Freund verloren, der Knallsatz einer Übungspanzerhandgranate hatte gezündet und er hatte seine
Hand auf den Gasaustrittsdüsen, das hat für eine Verstümmelung gereicht.
Die Gefechtsübungen und andere Handlungen dort werde ich niemals vergessen, auch wenn es schon über 40 Jahre her ist
Schlimm war auch, dass ich mit einem total verkeimten (ungewaschenen) Essgeschirr bei einer Übung war und hungrig geblieben bin.
Wegen des Gelächters habe ich keinen Kameraden um seines gebeten.
Den Böller werde ich niemals vergessen


Nabend Linna,
Marschiert /also Fussmarsch,wenn ich das richtig verstehe...von Eisenach zum Boeller.
Wie lange war man dafuer unterwegs?
Wie lief das ab?
Und 1970 standen mehrere T34/Panzerziele auf dem Berg?
Interessiert mich einfach.....
Wenns Dir moeglich ist schreib mehr darueber....

Danke und Gruss BO



Hallo BO,
der Ablauf war ziemlich unkompliziert, wir wussten von der bevorstehenden Übung und haben uns darauf vorbereiten können, d.h
es wurden Socken bereit gelegt, die mindestens eine Woche nicht gewaschen waren und schrecklich vor sich hin stanken.
Das sollte nach alter Landserweisheit die Bildung von Blasen an den Füssen verhindern.
Der Alarm kam kurz nach Mitternacht und wir wurden von LKW W50 vor die Tore von Eisenach gebracht und dann ging es los
zu Fuß, ich glaube es waren ca. 30-40Km und es gab wie oben beschrieben auch Verluste.
Es gab natürlich auch Pausen, aber ich glaube so 7-8 Stunden sind wir getrabt.
Wie viele Panzerziele es waren weiß ich heute nicht mehr. Zuerst wurden die T34 von Längerdienenden mit Hohlladungsmunition
beschossen und sie brannten dann noch lange Zeit.
Dann waren die neu ausgebildeten PzB-Schützen an der Reihe, die aus Kostengründen mit Betongranaten schossen.
Es gab auch fahrbare Panzerscheiben, aber die Technik funktionierte meistens nicht, infolge von Trefferschäden.



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