#81

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 28.10.2013 15:23
von UvD815 | 619 Beiträge

Leider wurde alles auf dem Böller abgebaut. Es gab Überlegungen, das man das Wirtschaftsgebäude mit Küche, Clubraum, Wache, etc als
Vereinsheim oder Ausfluggaststätte nutzen konnte.

Jedoch waren die Vandalen und Kulbas ( kulturlose Bauern ) aus der Region schneller und haben die Anlage verwüstet und zugemüllt, nachdem das Abbaukommando abzog....

Geblieben ist die Erinnerung. Noch heute findet man bei Wanderungen Überbleibsel im Boden, von verschossenen PG 7 oder auch Konserven, Flaschen, Imihandgrananten u Nebelwurfkörper hinterm ehem. Antreteplatz....

Gruss UvD815


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#82

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 28.10.2013 18:14
von willie | 612 Beiträge

Zitat von UvD815 im Beitrag #81
Leider wurde alles auf dem Böller abgebaut. Es gab Überlegungen, das man das Wirtschaftsgebäude mit Küche, Clubraum, Wache, etc als
Vereinsheim oder Ausfluggaststätte nutzen konnte.

Jedoch waren die Vandalen und Kulbas ( kulturlose Bauern ) aus der Region schneller und haben die Anlage verwüstet und zugemüllt, nachdem das Abbaukommando abzog....

Geblieben ist die Erinnerung. N[orange]och heute findet man bei Wanderungen Überbleibsel im Boden, von verschossenen PG 7 oder auch Konserven, Flaschen, Imihandgrananten u Nebelwurfkörper hinterm ehem. Antrete[/orange]platz....

Gruss UvD815



Moin UvD815,
im Bereich ehemaliger STÜP Böller wäre ich sehr vorsichtig bei Spaziergängen und beim "Sammeln". Letztes Jahr, sowie auch in diesem Jahr waren mehrere Angehörige des Kampfmittelräumdienstes über einen Zeitraum von mehreren Wochen auf dem Böller unterwegs und haben einiges an "Altlasten" vorschriftsmäßig entsorgt. Diese Arbeiten werden auch noch weitere Zeit in Anspruch nehmen. Die Mitarbeiter waren über Wochen in einer Pension in Lauchröden untergebracht.
Also VORSICHT beim Wandern auf dem Böller und aufheben würde ich dort mit Sicherheit nichts. Nur so lebt man länger.
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#83

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 28.10.2013 19:19
von UvD815 | 619 Beiträge

Zitat von willie im Beitrag #82
Zitat von UvD815 im Beitrag #81
Leider wurde alles auf dem Böller abgebaut. Es gab Überlegungen, das man das Wirtschaftsgebäude mit Küche, Clubraum, Wache, etc als
Vereinsheim oder Ausfluggaststätte nutzen konnte.

Jedoch waren die Vandalen und Kulbas ( kulturlose Bauern ) aus der Region schneller und haben die Anlage verwüstet und zugemüllt, nachdem das Abbaukommando abzog....

Geblieben ist die Erinnerung. N[orange]och heute findet man bei Wanderungen Überbleibsel im Boden, von verschossenen PG 7 oder auch Konserven, Flaschen, Imihandgrananten u Nebelwurfkörper hinterm ehem. Antrete[/orange]platz....

Gruss UvD815



Moin UvD815,
im Bereich ehemaliger STÜP Böller wäre ich sehr vorsichtig bei Spaziergängen und beim "Sammeln". Letztes Jahr, sowie auch in diesem Jahr waren mehrere Angehörige des Kampfmittelräumdienstes über einen Zeitraum von mehreren Wochen auf dem Böller unterwegs und haben einiges an "Altlasten" vorschriftsmäßig entsorgt. Diese Arbeiten werden auch noch weitere Zeit in Anspruch nehmen. Die Mitarbeiter waren über Wochen in einer Pension in Lauchröden untergebracht.
Also VORSICHT beim Wandern auf dem Böller und aufheben würde ich dort mit Sicherheit nichts. Nur so lebt man länger.
Gruß Willie



Hallo Willie,

die Aktion vom Kampfmittelräumdienst hatte mit dem STÜP nichts zu tun. Es fand eine Munitionsberäumung oberhalb Dietrichsberg statt. Dort gab es Mitte 1945 durch die US Army eine Sprengung von WH Munition, welche sich jedoch weitflächig verstreute. Hatte selbst im Sommer noch eine Verbindungsaufnahme ( dienstlich).
Der Böller - ehem. STÜP wurde komplett beräumt und auch nach 1993 frei gegeben für Besucherverkehr und kompletter Beforstung.
( Leider liegen in Randzonen des Schießplatzes noch einige krepierte Übungs- Gipskopf RPG Granaten und leere Gehäuse von Imitation s
Munition.. )

Gruss UvD815


zuletzt bearbeitet 28.10.2013 19:23 | nach oben springen

#84

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 02.11.2013 18:21
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von UvD815 im Beitrag #75
Zitat von Nomex im Beitrag #64
Zitat von UvD815 im Beitrag #63
Übrigens gab es im Spätsommer 1990 eine inoffzielle Übung auf dem Böller im HKO ( Häuserkampfobjekt ) durch Angehörige BGS, Bundeswehr u US Army. Jedoch nur mit Softairwaffen.



Wo bitte soll den das HKO auf dem Böller gewesen sein und wann ist das den errichtet worden.

Gruß Nomex


Das HKO war vom Antreteplatz , bzw. Stellplatz KFZ aus gesehen , rechts in Rtg. Handgranantenstand. Das Objekt war auch von spanischen Reitern u Flakgeschützen umstellt. Es war ein Rohbau eines Zweifamilienhauses. Stand zu meiner Zeit 1985 schon.

Mache heute mal ein paar Bilderscans von meinen Aufnahmen Böller 1990.



Nabend UvD 815....

Dann muesste es ab1981 gebaut worden sein,ebenfalls die drei Panzer/der Ural auf dem Brandmittelplatz waren meiner Meinung davor noch nicht vorhanden.
Ein HKO gabs vorher ja nicht.....
Gibs Infos ueber die "Fertigstellung eines Hubschrauberlandeplatzes"...
Und danke fuer die Bildansichten...
Gruss BO
.


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#85

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 15.06.2014 10:04
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von UvD815 im Beitrag #83
Zitat von willie im Beitrag #82
Zitat von UvD815 im Beitrag #81
Leider wurde alles auf dem Böller abgebaut. Es gab Überlegungen, das man das Wirtschaftsgebäude mit Küche, Clubraum, Wache, etc als
Vereinsheim oder Ausfluggaststätte nutzen konnte.

Jedoch waren die Vandalen und Kulbas ( kulturlose Bauern ) aus der Region schneller und haben die Anlage verwüstet und zugemüllt, nachdem das Abbaukommando abzog....

Geblieben ist die Erinnerung. N[orange]och heute findet man bei Wanderungen Überbleibsel im Boden, von verschossenen PG 7 oder auch Konserven, Flaschen, Imihandgrananten u Nebelwurfkörper hinterm ehem. Antrete[/orange]platz....

Gruss UvD815



Moin UvD815,
im Bereich ehemaliger STÜP Böller wäre ich sehr vorsichtig bei Spaziergängen und beim "Sammeln". Letztes Jahr, sowie auch in diesem Jahr waren mehrere Angehörige des Kampfmittelräumdienstes über einen Zeitraum von mehreren Wochen auf dem Böller unterwegs und haben einiges an "Altlasten" vorschriftsmäßig entsorgt. Diese Arbeiten werden auch noch weitere Zeit in Anspruch nehmen. Die Mitarbeiter waren über Wochen in einer Pension in Lauchröden untergebracht.
Also VORSICHT beim Wandern auf dem Böller und aufheben würde ich dort mit Sicherheit nichts. Nur so lebt man länger.
Gruß Willie



Hallo Willie,

die Aktion vom Kampfmittelräumdienst hatte mit dem STÜP nichts zu tun. Es fand eine Munitionsberäumung oberhalb Dietrichsberg statt. Dort gab es Mitte 1945 durch die US Army eine Sprengung von WH Munition, welche sich jedoch weitflächig verstreute. Hatte selbst im Sommer noch eine Verbindungsaufnahme ( dienstlich).
Der Böller - ehem. STÜP wurde komplett beräumt und auch nach 1993 frei gegeben für Besucherverkehr und kompletter Beforstung.
( Leider liegen in Randzonen des Schießplatzes noch einige krepierte Übungs- Gipskopf RPG Granaten und leere Gehäuse von Imitation s
Munition.. )

Gruss UvD815




Morjeens UvD.....

Das der Platz komplett beraeumt wurde,bezweifele ich vehement.

Eher hat "Jemand"eine Raupe benutzt,den ganzen Dreck zusammengeschoben und verbuddelt,leider eben nicht nur in den Randzonen....am Antreteplatz.

Schade!

Gruss BO


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#86

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 21.06.2014 19:27
von Boelleronkel (gelöscht)
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Sodann machen wir mal weiter mit ein paar Bildchen.....

Schilder die Trainingsplaetze/Schiessplaetze unter anderen gekennzeichnet haben....

Gruss BO


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#87

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 21.06.2014 19:41
von Boelleronkel (gelöscht)
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Bissle weiter im Bilderbuch....

Meisst benutzt zum An/Ein/Ueberpruefungsschiessen von Waffen(Waffentechnischer Dienst).....
Grunduebungen /Vorbereitungsschiessen von praeziseren Schuetzen/Waffen (Druganow)...und Anderes
Meisst verwendet fuer die Uebungen mit Makarow Pistole....5/10/15/25m
die "legendere Ringscheibe" 4A

natuerlich mit Schusspflaster zum Zukleben der Treffer!


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zuletzt bearbeitet 21.06.2014 19:42 | nach oben springen

#88

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 21.06.2014 19:51
von Boelleronkel (gelöscht)
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Wie "versprochen"ein paar Bilder von Zielen auf Schiessplaetzen fuer Schuetzenwaffen.....
AK47/74/Druganow/Pistole/LMG/SMG etc....

Das Doppelbild stellt einen "liegenden Schuetzen dar.....die Ziel wurde in der Regel fuer AGTs mit der AK 47 auf Tagesentfernung 150/200m "bekaempft(Schuluebungen)
Fuer LMG in der Regel 50 Meter hoehere Distanz....
Fuer Druganow etc... 500Meter und weiter....
Die Scheibe hat in etwa die Groesse eines Stoppschildes im Strassenverkehr.....


Im unteren Bild wird eine MG Stellung immitiert,dies Ziel stand in der Regel fuer die AGTs LMG 300/350m Nachts 50m kuerzere Distanz
Die Scheiben im Hintergrund stellten einen "stehenden Schuetzen"dar dies Ziel wurde beim Gefechtsschiessen der GT bis auf 500m verwendet
Gruss BO

Grundsaetzlich wurde gelehrt alle Ziele mit kurzen Feuerstoessen aus der AK zu bekaempfen,Einstellung Einzelfeuer wurde eher nicht angewandt.....die AGTs befanden sich laut Lehrplan immer im Gefecht.

Angefügte Bilder:
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zuletzt bearbeitet 21.06.2014 20:09 | nach oben springen

#89

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 21.06.2014 20:14
von Boelleronkel (gelöscht)
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In der Vorbereitungsphase gabs ein Training mit einem mechanischem Zielgeraet(MZG)dies wurde durch Kundige im Visier auf eine Ringscheibe eingestellt und in einem Glasfenster konnte dann erkannt werden ob der "Schuetze"zu hoch zu tief,die Waffe verkantet hat etc...Trockentraining koennte mann sagen,hierbei viel kein Schuss.....
Das Glasfenster am Geraet beinhaltete mehrere Glimmleuchten die das fiktive "Trefferbild"anzeigten und somit die "Fehler"eingegrenzt werden konnten.
Im Bild das MZG/Mechanisches Zielgeraet.
Ein MZG Gebaude hatte ungefaehr 10 Geraete(Z.B. Boeller)


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#90

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 21.06.2014 20:32
von Boelleronkel (gelöscht)
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Dann gabs noch die Steuergeraete fuer die Schuetzenwaffen,in denen die Scheiben eingespannt waren und hinter L Form Betonelementen in Deckung lagen.
Sie waren teuer und wurden durch aufgeschuettete Stellungen mit Sand und Bahnschwellen geschuetzt....Dazu die Verkabelung aus den elektrischen Unterverteilungen auf den Plaetzen,diese Verteilungen waren mit Handsteuergeraeten oder eben moderneren Feuerleittuermen und deren Steuerpulte verbunden.

Der SPS Boeller verfuegte ueber ungefaehr´300 Steuergeraete fuer Schuetzenscheiben und einigen grossen Steuergeraeten mit Leistungshydraulik fuer Panzerscheiben/Attrappen die auf Gleisbahnen gezogen wurden.


Das Handsteuergeraet stammt aus "alter Zeit"die generation der 70iger war moderner.
Die Ausloeseung der Treffer an den Scheiben war durch Resonanzausloesung,Vibrationskontakte die beim Einschlagen von Projektielen(Kugeln)das Abklappen der getroffenen Scheibe ueber den kleinen Mechanikmotor im Steuergeraet ausloesten.
Spaetere modernere Scheiben waren mit Kontaktfolien ausgestattet und mussten schon getroffen werden,sonst war eine Trefferausloesung nicht gegeben.
Die Geraetekarte beinhaltete die Dokumentation zum Geraet und wurde in den Werkstaetten gefuehrt,Austauschteile ect.wurden durch die Mechaniker vermerkt.

Die Bilder entstanden in Prora im Museum an der Ostseekueste,Dank ans Personal (besonders Hernn Wol....und den dortigen Chef das wir die Geraete aufschrauben durften und somit den Lesern und Usern einen kleinen Einblick verschaffen konnten.

Insofern das Forum hier durch die Admins ein Gallerie erstellen moechte,so sei dies ausdruecklich gestattet,die Bildere gehoehren uns und Danke Alex fuer die Muehe.

Besten Dank und Gruss BO


Achja...die Geraetekarte stammt aus dem MB3 (Militaerbezirk3)also um die Gegend Leipzig(hat man uns erklaert.Danke


Wer mag darf sich fuer die hier geleiste "Arbeit"bedanken,sozusagen bei Allen die am Entstehen mitgewirkt haben.
Thanks at All!


P.S. fuer die Fachleute und Elektrischen,Ihr werdet erkennen welch Steckverbindungen verwandt wurden.
Die 7 fach Stecker verfuegten ueber eine Netzspannung von 380 Volt Backelit....Sie waren natuerlich nicht Spritzwasser geschuetzt....
Dies entsprach weder den Rechts/Errichtervorschriften und Standards der Elektrotechnik in der DDR.
Normalerweise haetten die Plaetze vor jeder Begehung durch Mechaniker Personal komplett abgeschaltet werden muessen,aber wir waren Minimalisten und ab und an kribbelte es in der Naehe dieser Geraete.
Da haette die Partei mal was machen sollen!

Die Anschluesse mit Litze und Lautsprechersteckern dienten der Trefferausloesung und eventuell dem Anschluss von Silouettenscheinwerfern fuers Nachttrainin oder der Immitation von Muendungsfeuer durch Sulfitten bei Nacht.
Die war in der Regel 24 Volt,also eher ungefaehrlich.

Angefügte Bilder:
LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.06.2014 21:32 | nach oben springen

#91

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 21.06.2014 21:12
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Das mechanische Zielgerät sagt mir etwas jetzt wo ich es sehe, ich glaube darauf machten wir unsere ersten Trockenübungen.

Nun weis ich nach so vielen Jahren endlich auch was Kulba heisst.
Kulper sprach mans bei uns aus, wer gemeint war war auch bekannt, dass es kulturlose Bauern heisst wusste ich nicht.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#92

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 21.06.2014 21:29
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #91
Das mechanische Zielgerät sagt mir etwas jetzt wo ich es sehe, ich glaube darauf machten wir unsere ersten Trockenübungen.

Nun weis ich nach so vielen Jahren endlich auch was Kulba heisst.
Kulper sprach mans bei uns aus, wer gemeint war war auch bekannt, dass es kulturlose Bauern heisst wusste ich nicht.



Jeep...am MZG die ersten "Trockenuebungen"fuer Alle!

Gruss BO

P.S. Heute sagt man Fuubahl...steht auch in keinem Woerterbuch


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 00:39
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #89
In der Vorbereitungsphase gabs ein Training mit einem mechanischem Zielgeraet(MZG)


Hallo Bölleronkel,

ich war bis 1985 im GAR 11, aber die Geräte sagen mir nichts. Zu welcher Zeit hat es die gegeben? Ich kenne nur das Prisma zur Schießausbildung.
Ich war am letzten Wochenende mal zum Tag der offenen Tür auf den TÜP Oberlausitz. Da fiel im Zusammenhang mit den Scheiben der Begriff vom Körperschall. Irgendwie kam mir der Begreiff bekannt vor. Kann es sein das es dies damals schon gab? Bin irgendwie irritiert.

Das was du über Entfernungen erklärst kann ich nachvollziehen. Nur wenn ich immer lese das die AK 74 eine effektive Entfernung von nur 300 Metern hat und überlege auf welche Entfernungen wir geschossen haben ist da irgendwie eine Differenz. Woran liegt das?

Panzerscheibe mein Liebling und euer Problem. Genauso wie die beiden liegenden Schützen im Gruppengefechtsschießen als letzte Gruppe der Kompanie.

Gruß Ralf


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#94

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 11:45
von Boelleronkel (gelöscht)
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Juuuten Tach Nomex.....
Mit den Prismen ist es einfacher,waren mir zwar bekannt ,aber Verwendung fanden die Dinger eher selten(Deine Zeit war da bissle moderner),das MZG Gebaeude befand sich ein Stueck weit hinter dem Handgranatenwurfplatz.....in der Naehe wurde Taktik etc..geuebt.

Was die Sache mit dem Begriff Koerperschall angeht,fallen mir 2 Dinge ein.

1.)Die Scheiben die hier dargestellt sind,verfuegten am unteren Ende ueber eine Resonanzausloesung.
Das eine Modell sah aus wie wie eine Stimmgabel,zwei lange Finger und zwei Kontakte die per Litzeleitung mit den Steuergeraeten verbunden waren.
Wurden die Scheibe durch einen Treffer vomProjektil durchschlagen,vibrierte die Metallscheibe.....was die Resonanzkontakte am unteren Ende der Scheibe zusammenbrachte,also einen Kontakt schloss,somit wurde der mechanische Motor im Steuergetaet in Bewegung gesetzt und die vermeintlich getroffene Scheibe "klappte ab".
Im Prinzip haetteste oooch mit de Faust gegen die Scheibe schlagen koennen,oder ein Stein gegenwerfen,das Ding fiel um.

Dieser Zustand aenderte sich natuerlich mit der Einfuehrung von Kontaktfolien Scheiben.
Die Scheibe wurde mit gruener Folie beklebt,darin befand sich eine Allufolie,aehnlich wie in einer Windschutzscheibe,die Allifolie war ein Kontakt der blecherne Scheibenkoerper der andere,in Steuergeraet befanden sich sogenannte elektronische schnelle Translogbausteine,die erhielten bei einem Treffer,ein sehr kurzes Kontaktsignal(also durch das Durchschlagen der metallischen Projektile/Kugeln)....
Es ist ja nur ein sehr kurzer Kontakt.....
Somit reichte eine Vibration der Scheibe (egal)woher nicht mehr aus)....und ich glaube die Schiessergebnisse aendern sich dadurch ein bissle ins Negative.
Plastekernmunition war somit nicht mehr moeglich,sie geben keinen Kontakt ab.

Naja,dass ne 74 AK nach 300 Meter nix mehr macht....halt ich fuern Maerchen,als "Kolja"z.B da war,haben die damit auch auf langere Distanzen geschossen.....die Scheiben fielen genauso um,wie mit der AK 47.....(soweit kein Problem 2mm Blech)
Die Projektile schlugen ebenso in Bahnschwellen ein,wie auf unseren Orientierungspunkten....und was man sonst mal so irgendwo auf unterschiedlichen Entfernungen hinstellte.
Der Munition,5,45*39 sagt man ja den "Schocktod"nach und sie war schneller unterwegs,als die M 43,hatte meiner Meinung nach aber weniger Bums dahinter.....
(Gibs reichlich im Netz zu lesen)
"Ich wuerd mich weder auf 500m noch auf 1000 hinstellen und das ausprobieren wollen.
Die oberen Baumreihen in 1000/1200m Entfernung wurde ja nicht durch Zufall ungern in Saegewerken zerschnitten.
Wenn ueberhaupt.

Gruessli BO


P.S. Wenn Du bis 85 da oben ab und an warst,kannste mir vielleicht sagen ob am Eingangsbereich zum Stuepp,rechtsseitig schon eine Art Baracke gegenueber dem alten Unterkunftsgebaeude stand?

Dankerschoen und sonntagliche Gruesse.


Und der Scheibenbauer/Tischler war ja Pensionaer zu meinen Tagen und ein sehr "lustiges Voegelchen",wir basteln auf und reissen nieder,so ham wa Arbeit immer wieder.


zuletzt bearbeitet 22.06.2014 11:51 | nach oben springen

#95

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 11:48
von Boelleronkel (gelöscht)
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Tach Donnerpferd.....Thunderhorse


Kannste mit einer Praegung auf einer AK74 Patrone ZV 83 etwas anfangen?
Der Bereich Boden Schlagbolzen ist farblich rot gekennzeichnet.

Gruessli BO


zuletzt bearbeitet 22.06.2014 11:49 | nach oben springen

#96

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 12:03
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #94
das MZG Gebaeude befand sich ein Stueck weit hinter dem Handgranatenwurfplatz.....in der Naehe wurde Taktik etc..geuebt.

P.S. Wenn Du bis 85 da oben ab und an warst,kannste mir vielleicht sagen ob am Eingangsbereich zum Stuepp,rechtsseitig schon eine Art Baracke gegenueber dem alten Unterkunftsgebaeude stand?


Wie gesagt dieses MZG ist mir nicht bekannt, wir haben solche Geräte zu meiner Zeit nicht genutzt. Ist das in dem zweistöckigen Gebäude gewesen von dem hier schon mal die Rede war? Das gab es ja zu meiner Zeit noch nicht.

Ich glaub nicht das auf der rechten Seite eine Baracke stand, bin mir aber nicht 100%ig sicher. Das müsste dann ja hinter der Zisterne gewesen sein.

Gruß Nomex


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#97

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 12:48
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von Nomex im Beitrag #96
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #94
das MZG Gebaeude befand sich ein Stueck weit hinter dem Handgranatenwurfplatz.....in der Naehe wurde Taktik etc..geuebt.

P.S. Wenn Du bis 85 da oben ab und an warst,kannste mir vielleicht sagen ob am Eingangsbereich zum Stuepp,rechtsseitig schon eine Art Baracke gegenueber dem alten Unterkunftsgebaeude stand?


Wie gesagt dieses MZG ist mir nicht bekannt, wir haben solche Geräte zu meiner Zeit nicht genutzt. Ist das in dem zweistöckigen Gebäude gewesen von dem hier schon mal die Rede war? Das gab es ja zu meiner Zeit noch nicht.

Ich glaub nicht das auf der rechten Seite eine Baracke stand, bin mir aber nicht 100%ig sicher. Das müsste dann ja hinter der Zisterne gewesen sein.

Gruß Nomex



Tach nochmal....
Das mag damit zusammenhaengen,das MZG zu "Deiner Zeit" weniger oder eben nicht mehr genutzt wurde.
Vegiss bitte nicht die Grundausbildung dauerte auch nur noch 3 Monate.
Wenn mann die Geraete eingerichtet hat,dann waren Fehler eigentlich vorprogrammiert,wenn der Einrichter das "Thema"verfehlt hat" oder eine schlechte Tagesform hatte.
Die Truppen MfS/NVA/GSSD hatten die schon lange vorher und fuer die Ausbildung waren die Prismenspiegel absolut besser!
Von der Barracke,die ich meine,die war direkt hinter dem Eingangsbereich Stuepp(Bilder kommen noch).....
Sie stand vor der Zisterne rechts!Hinter der Einzaeunung Eingangsbereich.

Gruessli BO


zuletzt bearbeitet 22.06.2014 12:53 | nach oben springen

#98

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 13:01
von Linna | 188 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #88
Wie "versprochen"ein paar Bilder von Zielen auf Schiessplaetzen fuer Schuetzenwaffen.....
AK47/74/Druganow/Pistole/LMG/SMG etc....

Das Doppelbild stellt einen "liegenden Schuetzen dar.....die Ziel wurde in der Regel fuer AGTs mit der AK 47 auf Tagesentfernung 150/200m "bekaempft(Schuluebungen)
Fuer LMG in der Regel 50 Meter hoehere Distanz....
Fuer Druganow etc... 500Meter und weiter....
Die Scheibe hat in etwa die Groesse eines Stoppschildes im Strassenverkehr.....


Im unteren Bild wird eine MG Stellung immitiert,dies Ziel stand in der Regel fuer die AGTs LMG 300/350m Nachts 50m kuerzere Distanz
Die Scheiben im Hintergrund stellten einen "stehenden Schuetzen"dar dies Ziel wurde beim Gefechtsschiessen der GT bis auf 500m verwendet
Gruss BO

Grundsaetzlich wurde gelehrt alle Ziele mit kurzen Feuerstoessen aus der AK zu bekaempfen,Einstellung Einzelfeuer wurde eher nicht angewandt.....die AGTs befanden sich laut Lehrplan immer im Gefecht.




Du meinst sicherlich das Scharfschützengewehr "Dragunov" -es war meines Wissens zu keiner Zeit im offiziellen Bestand der NVA



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#99

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 13:06
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Linna im Beitrag #98
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #88
Wie "versprochen"ein paar Bilder von Zielen auf Schiessplaetzen fuer Schuetzenwaffen.....
AK47/74/Druganow/Pistole/LMG/SMG etc....

Das Doppelbild stellt einen "liegenden Schuetzen dar.....die Ziel wurde in der Regel fuer AGTs mit der AK 47 auf Tagesentfernung 150/200m "bekaempft(Schuluebungen)
Fuer LMG in der Regel 50 Meter hoehere Distanz....
Fuer Druganow etc... 500Meter und weiter....
Die Scheibe hat in etwa die Groesse eines Stoppschildes im Strassenverkehr.....


Im unteren Bild wird eine MG Stellung immitiert,dies Ziel stand in der Regel fuer die AGTs LMG 300/350m Nachts 50m kuerzere Distanz
Die Scheiben im Hintergrund stellten einen "stehenden Schuetzen"dar dies Ziel wurde beim Gefechtsschiessen der GT bis auf 500m verwendet
Gruss BO

Grundsaetzlich wurde gelehrt alle Ziele mit kurzen Feuerstoessen aus der AK zu bekaempfen,Einstellung Einzelfeuer wurde eher nicht angewandt.....die AGTs befanden sich laut Lehrplan immer im Gefecht.




Du meinst sicherlich das Scharfschützengewehr "Dragunov" -es war meines Wissens zu keiner Zeit im offiziellen Bestand der NVA



Ich schreibe hier per AGTs, Angehoehrige Grenztruppen DDR....oder die diese Uniformen sonst noch trugen.
Nimms mir nicht uebel,aber NVA steht bei mir hier nicht zur Debatte,ansonsten schreib mal dem weichen Molch(Weichmolch),wenn er nett ist und meisst isser das ja,der kann Dir vielleicht mehr darueber sagen...was NVA betrifft.

Gruss BO


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#100

RE: STÜP-Böller

in Grenztruppen der DDR 22.06.2014 13:10
von Linna | 188 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #99
Zitat von Linna im Beitrag #98
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #88
Wie "versprochen"ein paar Bilder von Zielen auf Schiessplaetzen fuer Schuetzenwaffen.....
AK47/74/Druganow/Pistole/LMG/SMG etc....

Das Doppelbild stellt einen "liegenden Schuetzen dar.....die Ziel wurde in der Regel fuer AGTs mit der AK 47 auf Tagesentfernung 150/200m "bekaempft(Schuluebungen)
Fuer LMG in der Regel 50 Meter hoehere Distanz....
Fuer Druganow etc... 500Meter und weiter....
Die Scheibe hat in etwa die Groesse eines Stoppschildes im Strassenverkehr.....


Im unteren Bild wird eine MG Stellung immitiert,dies Ziel stand in der Regel fuer die AGTs LMG 300/350m Nachts 50m kuerzere Distanz
Die Scheiben im Hintergrund stellten einen "stehenden Schuetzen"dar dies Ziel wurde beim Gefechtsschiessen der GT bis auf 500m verwendet
Gruss BO

Grundsaetzlich wurde gelehrt alle Ziele mit kurzen Feuerstoessen aus der AK zu bekaempfen,Einstellung Einzelfeuer wurde eher nicht angewandt.....die AGTs befanden sich laut Lehrplan immer im Gefecht.




Du meinst sicherlich das Scharfschützengewehr "Dragunov" -es war meines Wissens zu keiner Zeit im offiziellen Bestand der NVA



Ich schreibe hier per AGTs, Angehoehrige Grenztruppen DDR....oder die diese Uniformen sonst noch trugen.
Nimms mir nicht uebel,aber NVA steht bei mir hier nicht zur Debatte,ansonsten schreib mal dem weichen Molch(Weichmolch),wenn er nett ist und meisst isser das ja,der kann Dir vielleicht mehr darueber sagen...was NVA betrifft.

Gruss BO



Die Grenztruppen waren aber ein Bestandteil der NVA-Gruß Linna



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