#121

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 10:48
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#122

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 10:51
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von EDGE-Henning
@ Mara
EDGE ist kein Name :-)
(Es ist eine Abkürzung für einen Ort gemäß der ICAO)

Zitat
Personenkult


Gibts nicht bei Dir, aber "der Trixi mal die Hand schütteln"




Naja Edge Henning, du hast Edge Henning als Nickname und wir halten es hier im Forum so, das wir ne persönliche Anrede verwenden, du tust es selten und das sagt dann wieder etwas über dich, nichtwahr....

....und klar würd ich Trixi mal die Hand schütteln, wenn se mir begegnen würde....hab ich auch schon mit deutschen Politikern getan, sogar mit jemand den ich eigendlich nich mag....

Schöne Grüsse aus Montfoort....muss jetz aber wieder arbeiten....

Und Tschüß...

Mara


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#123

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 11:08
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von sternchen
Hallo Bäumchen,
Ich habe in meiner Vergangenheit gekramt und mir fiel doch so einiges wieder ein.
Meine Schulzeit war zwischen 1967 bis 1975 an der POS und danach bis 1979 an der EOS.

Ich lebe in MeckPom - der Einfluss des Westens hielt sich hier sehr stark in Grenzen und so genannte Westverwandtschaft oder -bekanntschaft hatte ich auch nicht.
Jeder Staat hat seine eigene Ideologie und dem Einfluss dessen kann sich keiner komplett entziehen.
Ich denke auch, dass das nicht unbedingt deine Hauptfrage ist.

Im Schulsystem der DDR wurde sehr großen Wert auf gemeinsames Lernen gelegt und an einem Strang zu ziehen war völlig selbstverständlich. Begriffe wie Lernpatenschaften, Patenbrigade, Elternaktiv, Lernbrigaden sind ein Zeichen dafür. Eltern, Kinder und Lehrer waren nie auf sich allein gestellt. Gab es Lernschwierigkeiten, wurde es innerhalb der Klasse besprochen und die guten Schüler halfen den Schwächeren in den Lernbrigaden oder sagar in einzelnen Lernpatenschaften. Bei Disziplinproblemen unterstützte auch das Elternaktiv die Klasse. Es wurde aber nicht nur gelernt und erzogen….Klassenfeste, Fasching, Weihnachtsfeiern wurden von den Eltern und der Patenbrigade organisiert und die Schüler mussten immer mit ran.
Eine klasseneigene Pionierleitung und später FDJ-Leitung kümmerte sich intern um die Probleme und die Organisation vieler Dinge. So lernten die Kinder schon sehr früh wie Menschen angeleitet werden. Rechenschaft wurde vor den eigenen Mitschülern und den Eltern abgelegt. Und ich denke, das war nicht das schlechteste.

Natürlich gab es den Fahnenappell einmal im Monat….warum muss man das politisch sehen? Das war immer die Möglichkeit, Schüler vor der gesamten Schule zu würdigen - besondere Leistungen im Sport, bei der Mathe- oder Russischolympiade….. Nominierungen zu sportlichen Wettkämpfen wurden dort auch genannt und die leistungsschwachen Schüler, deren Stärke im Sport lag, fanden auf diesem Weg auch ihre Bestätigung. Heute vermisse ich sowas…zu viel verläuft einfach so im Sand und keinen interessiert es was ein anderer gut kann.

Ich war im Sport sehr aktiv und hatte daher auch oft Wettkämpfe am Wochenende, Trainingslager während der Schulzeit gab es auch. Keiner wurde einfach mal so freigestellt….der Trainer, Eltern und die Schule haben zusammengearbeitet. Schlechte Zensuren hieß auch keine Teilnahme am Wettkampf oder Trainingslager. Heute interessiert sich kein Trainer mehr wirklich für die Schulnoten….

Elternbesuche…jedes Elternhaus wurde einmal im Schuljahr aufgesucht um sicherzustellen, dass die Kinder ihren eigenen Schlafplatz und Arbeitsmöglichkeit haben und um den Kontakt zu den Eltern zu pflegen. Heute wird das als Eingriff in die Privatsphäre gesehen und ist den Lehrern verboten - nicht wegen der Versicherung!!!
Keiner fühlte sich allein gelassen - weder die Kinder, die Eltern noch die Lehrer….

Heute sieht die Welt da schon ganz anders aus - die Kinder fühlen sich alleingelassen, viele Eltern sind überfordert und die Lehrer sehr oft ohnmächtig. Erziehung durch die Schule wird heute abgelehnt!!!! Sie soll komplett in den Händen der Eltern bleiben. Aber kann jemand Kinder unterrichten ohne sie dabei zu erziehen??? Wenn das so passiert, wird von den Lehrern Dienst nach Anweisung gefordert und die Liebe zu den Kindern bleibt auf der Strecke!

Ich bin seit 1983 Lehrer in den Klassen 5 bis 10 und ich weiß wovon ich rede!!!!
Schon als kleines Mädchen wollte ich nichts anderes machen und es ist immer noch so. Ich mag meine Schüler, meinen Beruf…aber immer öfter frage ich mich was ich hier eigentlich tue - mit dem was ich mal machen wollte, ist nicht viel übrig. Die Kinder sind Spiegelbild der Gesellschaft…wo aber bleibt in diesem Staat die Liebe, die wirkliche Zuwendung (keine materielle!!!) für die Kinder, das echte Interesse an ihnen….und und und….
Das Defizit was jeder Schüler aufweist - und ich meine nicht das in der Bildung, sondern in der Zuwendung - kann ich als Lehrer nicht allein beseitigen…
Ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper….und eine gesunde Seele!!!! Wer interessiert sich heute noch um die seelische Befindlichkeit der Kinder????

Mag die DDR ihre schlechten Seiten gehabt haben… umsonst ist sie ja nicht untergegangen….aber in der Bildung kann dieser Staat der DDR nicht das Wasser reichen.

Ich hoffe, du kannst mit meinem Beitrag etwas anfangen...
LG Sternchen








Super hier spricht ein Fachmann, besser gesagt eine Fachfrau.

Besser und genauer auf den Punkt bringen kann man es nicht, hier ist wirklich alles enthalten inkl. konstruktiver und berechtigter Kritik am heutigen (Un)Bildungssystem.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#124

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 11:26
von Anton | 156 Beiträge

@EDGE-Henning

Deine Sticheleien und Anspielungen sind niveaulos, außerdem OT

LG - Anton



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#125

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 12:19
von mannomann14 | 625 Beiträge

Hallo Sternchen,
erst einmal ein herzliches Willkommen von mir hier im Forum.
Dein Beitrag ist in dieser Form ,daß beste ,was ich hier seit langer Zeit gelesen habe,man sieht, es ist eine Fachfrau die ihren Beruf liebt am Werke.Du hilfst vieleicht auch damit deinem Berufsstand,dem man heutzutage doch eine gewisse Interessenlosigkeit nachsagt. Du beschreibst genau die Ohnmacht die einem Lehrer heutzutage befallen muß und bei vielen die eigentliche Freude ihres Berufes zerstört.
Ich möchte hier aber auch mal einen Teil der Eltern verteidigen,viele sind in diesem System dermaßen in ihrer Arbeit eingebunden,müssen über die normale Arbeitszeit hinaus tätig sein und kommen dann nach einem vieleicht 12 Stundentag nach Hause.Was bleibt zum Beispiel dann bei einer alleinerziehenden Mutter noch übrig an Zeit,denn der Haushalt muß ja auch noch bewältigt werden.Freizeitgestaltung mit dem Kind? Null Chancen!
mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#126

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 12:46
von sternchen (gelöscht)
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Hallo Mannomann,
ich wollte hier niemanden angreifen, aber dein Einwand zeigt wie wichtig es ist, dass keiner allein bleibt, sondern alle gemeinsam an einem Strang ziehen! Wir verfolgen doch alle dasselbe Ziel - die Kinder irgendwann gut gerüstet ins Leben entlassen zu können....


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#127

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 12:47
von sternchen (gelöscht)
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Danke!!!


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#128

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 12:50
von mannomann14 | 625 Beiträge

Sternchen,
mein Einwand ist keine Kritik an deinem Beitrag,es sollte lediglich aufzeigen,daß es nicht nur die Interessenlosigkeit der Eltern ist.
mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#129

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 12:58
von wosch (gelöscht)
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Hallo Baeumchen!
Nun hat Sternchen Dir so schön aus ihrer Vergangenheit erzählt und auch ich habe es natürlich gelesen. Auch wenn sie selbst keine Westverwandschaft hatte, der Einfluß des Westens in Mecklenburg-Vorpommern war größer als sie es meint; alleine durch das Westfernsehen, daß selbst von den treuesten Genossen "konsumiert" wurde, wenn sie sich unbeobachtet fühlten und anders, wie im Dresdener Raum. überall empfangen werden konnte.
Ebenso waren die verwandtschaftlichen Beziehungen zum Westen verhältnismäßig sehr groß, denn gerade Mecklenburg lag von Hamburg und Lübeck nur einen Steinwurf entfernt, auch meine ganze Verwandtschaft kam von dort, selbst der Bau der Mauer konnte diese Bande nicht zerstören. Das in einem Schulsystem ein sehr großer Wert auf das Lernen gelegt wird ist wohl überall wo es ein Schulsystem auf der Welt gibt üblich und das DDR-Schulsystem so hinzustellen als ob es das Beste gewesen wäre, liegt immer in der Sicht des Betrachters , ich sehe es etwas differenzierter. Begriffe wie Lernpatenschaften, Patenbrigaden, Elternaktive, Lernbrigaden sind m.E. kein Zeichen für ein besseres Schulsystem als anderswo. Die klasseneigenen Pionier-und späteren FDJ-Leitungen erinnern mich an dunkelste Zeiten, wo es das auch schon mal Alles gab, nur mit anderen Namen. Der Zweck war aber der gleiche: nämlich die ideologische Beeinflussung der Jugend um sie später für dubiose Machenschaften mißbrauchen zu können.
Klassenfeiern und Klassenfahrten gibt und gab es auch im Westen, westdeutsche Schüler konnten ohne Behinderungen mit in den Osten fahren, im Gegensatz zu den ostdeutschen Schülern, bei denen an der Elbe im Regelfalle Schluß war. Warum Sternchen, sollte man den Fahnenapell nicht politisch sehen, wo er doch politisch war? Die Erklärung hierfür fällt mir sehr schwer! Ich vermisse diese Apelle nicht.
Baeumchen, laß Dir mal von Sternchen erzählen, wie man sich als Lehrerin des öfteren "verbiegen" mußte, wenn Schüler unbequeme Fragen stellten, die mit den Ost-West Beziehungen (wie zum Beispiel: warum dürfen wir unsere Tante in Hamburg nicht besuchen? oder so ähnlich) zusammenhangen!!
Meine Mutter war auch Lehrerin in der DDR und ich kann mich noch in etwa an die Direktiven erinnern, in denen stand was sie erzählen sollte wenn ein Kind fragte, was wäre in einem Konfliktfall, sollte man dann auch auf seine westdeutsche Verwandtschaft schiessen??? Die Antwort darauf mag ich hier gar nicht zum Besten geben, nur soviel: Wer für den Klassenfeind kämpft, kann nicht mehr unser Bruder sein!! Meine Mutter war übrigens Unterstufenlehrerin und diese Antworten waren für unter anderem auch für Zweitklässler gedacht.
Sternchen erzähl mal von so was, oder ist Dir davon nichts bekannt? Wenn die Frage nach dem Schulalltag in der DDR gestellt wird, nicht immer mit dem Finger auf den bösen Westen zeigen!!!
Vielleicht sollte man auch mal darüber sprechen, wie in Geschichts und Staatsbürgerkunde die jungen Menschen teilweise mit Unwahrheiten und Lügen gefüttert wurden, das gehört nämlich auch zum Schulsystem der DDR! Das Rechnen, Schreiben und Lesen habe ich in der DDR gelernt, in der BRD hätte ich es wahrscheinlich aber auch hinbekommen. Naturwissenschaftliche Fächer hatten mich nicht sonderlich interessiert, habe sie aber auch mit gut bestanden, im Sport war ich ne Niete und auf so manch politisches Gedöse hätte ich gut drauf verzichten können!
Sternchen, die von dir angesprochene Bildung, der die BRD nicht das Wasser reichen kann, ist das nicht auch nur ein klein bißchen Einbildung? Nobelpreisträger gibt es nämlich hier auch ein paar!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 17.02.2010 13:01 | nach oben springen

#130

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 13:03
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

tz tz wosch.von dir war nix andres zu erwarten


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#131

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 13:08
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Pitti53
tz tz wosch.von dir war nix andres zu erwarten



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Pitti, Du bist doch immer dafür daß man beim Thema bleibt. Dein Beitrag ist ein schönes Beispiel dafür, abr auch dafür, wie man mit ein paar Worte Punkte sammeln kann. dies war glaub ich deib 1622ster.
Bravo Pitti, wolltest Du mir mitteilen, daß ich was Unrichtiges geschrieben hatte? Dann kannst Du es mir gerne mitteilen!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#132

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 13:08
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von EDGE-Henning
@ Mara
EDGE ist kein Name :-)
(Es ist eine Abkürzung für einen Ort gemäß der ICAO)

Zitat
Personenkult


Gibts nicht bei Dir, aber "der Trixi mal die Hand schütteln"




@Schlauberger,
schreib einfach "Eisenach" dann versteht dich jeder,
von einem EDV-Dummkopf aus Berlin


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#133

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 13:13
von mannomann14 | 625 Beiträge

Zitat von wosch
Hallo Baeumchen!
Nun hat Sternchen Dir so schön aus ihrer Vergangenheit erzählt und auch ich habe es natürlich gelesen. Auch wenn sie selbst keine Westverwandschaft hatte, der Einfluß des Westens in Mecklenburg-Vorpommern war größer als sie es meint; alleine durch das Westfernsehen, daß selbst von den treuesten Genossen "konsumiert" wurde, wenn sie sich unbeobachtet fühlten und anders, wie im Dresdener Raum. überall empfangen werden konnte.
Ebenso waren die verwandtschaftlichen Beziehungen zum Westen verhältnismäßig sehr groß, denn gerade Mecklenburg lag von Hamburg und Lübeck nur einen Steinwurf entfernt, auch meine ganze Verwandtschaft kam von dort, selbst der Bau der Mauer konnte diese Bande nicht zerstören. Das in einem Schulsystem ein sehr großer Wert auf das Lernen gelegt wird ist wohl überall wo es ein Schulsystem auf der Welt gibt üblich und das DDR-Schulsystem so hinzustellen als ob es das Beste gewesen wäre, liegt immer in der Sicht des Betrachters , ich sehe es etwas differenzierter. Begriffe wie Lernpatenschaften, Patenbrigaden, Elternaktive, Lernbrigaden sind m.E. kein Zeichen für ein besseres Schulsystem als anderswo. Die klasseneigenen Pionier-und späteren FDJ-Leitungen erinnern mich an dunkelste Zeiten, wo es das auch schon mal Alles gab, nur mit anderen Namen. Der Zweck war aber der gleiche: nämlich die ideologische Beeinflussung der Jugend um sie später für dubiose Machenschaften mißbrauchen zu können.
Klassenfeiern und Klassenfahrten gibt und gab es auch im Westen, westdeutsche Schüler konnten ohne Behinderungen mit in den Osten fahren, im Gegensatz zu den ostdeutschen Schülern, bei denen an der Elbe im Regelfalle Schluß war. Warum Sternchen, sollte man den Fahnenapell nicht politisch sehen, wo er doch politisch war? Die Erklärung hierfür fällt mir sehr schwer! Ich vermisse diese Apelle nicht.
Baeumchen, laß Dir mal von Sternchen erzählen, wie man sich als Lehrerin des öfteren "verbiegen" mußte, wenn Schüler unbequeme Fragen stellten, die mit den Ost-West Beziehungen (wie zum Beispiel: warum dürfen wir unsere Tante in Hamburg nicht besuchen? oder so ähnlich) zusammenhangen!!
Meine Mutter war auch Lehrerin in der DDR und ich kann mich noch in etwa an die Direktiven erinnern, in denen stand was sie erzählen sollte wenn ein Kind fragte, was wäre in einem Konfliktfall, sollte man dann auch auf seine westdeutsche Verwandtschaft schiessen??? Die Antwort darauf mag ich hier gar nicht zum Besten geben, nur soviel: Wer für den Klassenfeind kämpft, kann nicht mehr unser Bruder sein!! Meine Mutter war übrigens Unterstufenlehrerin und diese Antworten waren für unter anderem auch für Zweitklässler gedacht.
Sternchen erzähl mal von so was, oder ist Dir davon nichts bekannt? Wenn die Frage nach dem Schulalltag in der DDR gestellt wird, nicht immer mit dem Finger auf den bösen Westen zeigen!!!
Vielleicht sollte man auch mal darüber sprechen, wie in Geschichts und Staatsbürgerkunde die jungen Menschen teilweise mit Unwahrheiten und Lügen gefüttert wurden, das gehört nämlich auch zum Schulsystem der DDR! Das Rechnen, Schreiben und Lesen habe ich in der DDR gelernt, in der BRD hätte ich es wahrscheinlich aber auch hinbekommen. Naturwissenschaftliche Fächer hatten mich nicht sonderlich interessiert, habe sie aber auch mit gut bestanden, im Sport war ich ne Niete und auf so manch politisches Gedöse hätte ich gut drauf verzichten können!
Sternchen, die von dir angesprochene Bildung, der die BRD nicht das Wasser reichen kann, ist das nicht auch nur ein klein bißchen Einbildung? Nobelpreisträger gibt es nämlich hier auch ein paar!
Schönen Gruß aus Kassel.



es ist deine Meinung,die nehme ich mal erst mal so hin,was führt denn aber nach deiner Meinung zu der Interessenlosigkeit der jetzigen Jugendlichen,schau doch mal in die jetzigen Schulklassen hinein,Lehrer werden bedroht,Schüler unterdrücken Schüler,bis hin zur Erpressung.Hast du keine Angst um deine Enkelkinder?
mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#134

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 13:26
von sternchen (gelöscht)
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Hallo Wosch,
ich habe alle deine Beiträge gelesen und frage mich warum du derart verbittert und ziemlich aggressiv rüberkommst (fett gedruckter Nickname). Nicht jeder DDR-Bürger hat automatisch gelitten...tut mir leid.
Und ich habe versucht Fakten zu nennen - ein Für und Wider gibt es in jeder Gesellschaft. Übrigens...hast du schonmal was von PISA gehört??? Die Finnen gehören dort zu den weltweit besten und haben das DDR-Bildungssystem nahezu übernommen.... Wirft das denn bei dir so gar keine Fragen auf???
Hast du denn nicht das Gefühl, dass in diesem Staat viel zu wenig für das geistige und vor allem seelische Wohlbefinden der Kinder getan wird? Ich habe dafür kein fertiges Rezept....du etwa??? Nur Jammern und alles auf der politischen Schiene fahren zu wollen, ist mir zu platt - entschuldige!
Sternchen


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#135

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 13:29
von sternchen (gelöscht)
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Außerdem war das was du da schreibst entspricht nicht der Frage von Bäumchen....bleib doch mal beim Thema...das ist ganz klar abgesteckt!!!!


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#136

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 13:35
von wosch (gelöscht)
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Zitat von mannomann14


es ist deine Meinung,die nehme ich mal erst mal so hin,was führt denn aber nach deiner Meinung zu der Interessenlosigkeit der jetzigen Jugendlichen,schau doch mal in die jetzigen Schulklassen hinein,Lehrer werden bedroht,Schüler unterdrücken Schüler,bis hin zur Erpressung.Hast du keine Angst um deine Enkelkinder?
mannomann



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Hallo Mannomann!
Schönen Dank für Deine Antwort und zu Deiner Frage, die ich so beantworten möchte: Da ich weder hier in der BRD zur Schule gegangen bin und auch keine Kinder und Enkelkinder habe, die hier die Schule besucht hatten fühle ich mich nicht in der Lage zum Schulalltag in der BRD Stellung zu nehmen. In solch einen Thread hätte ich auch gar nicht reingeschrieben; hier war die Frage nach dem Schulalltag in der DDR und da kann ich schon mitreden, noch dazu weil meine Mutter selbst in diesem eingebunden war. Jugendkriminalität gab es aber in der DDR auch und ihre Ausmaße wie sie zur Zeit hier bei uns sind hat es bis vor relativ kurzer Zeit auch noch nicht gegeben: Erfurt liegt wenn ich mich recht erinnere auf dem ehemaligen Gebiet der DDR und wenn ich jetzt ironisch antworten würde, müßte ich sagen: Na siehste nun, was Euer Schulsystem gebracht hat, denn die Eltern des "Schülers" waren wohl die Schüler des Schulsystem von damals. Ich bitte Dich, nimm diesen letzten Satz bitte nicht für meine wahren Gedanken!! Angst habe ich lediglich davor, daß die Geschichte der DDR falsch wiedergegeben wird und daß junge Menschen, die erst später geboren wurden, auf Unwahrheiten reinfallen
und sie für bare Münze nehmen!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#137

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 13:56
von wosch (gelöscht)
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Zitat von sternchen
Hallo Wosch,
ich habe alle deine Beiträge gelesen und frage mich warum du derart verbittert und ziemlich aggressiv rüberkommst (fett gedruckter Nickname). Nicht jeder DDR-Bürger hat automatisch gelitten...tut mir leid.
Und ich habe versucht Fakten zu nennen - ein Für und Wider gibt es in jeder Gesellschaft. Übrigens...hast du schonmal was von PISA gehört??? Die Finnen gehören dort zu den weltweit besten und haben das DDR-Bildungssystem nahezu übernommen.... Wirft das denn bei dir so gar keine Fragen auf???
Hast du denn nicht das Gefühl, dass in diesem Staat viel zu wenig für das geistige und vor allem seelische Wohlbefinden der Kinder getan wird? Ich habe dafür kein fertiges Rezept....du etwa??? Nur Jammern und alles auf der politischen Schiene fahren zu wollen, ist mir zu platt - entschuldige!
Sternchen



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Sternchen, wenn Du etwas länger im Forum bleiben solltest, wirst Du merken, daß ein fettgedruckter Nickname kein Grund dafür ist, irgendwelche negativen Schlüsse daraus zu ziehen!
Ich habe nicht behauptet, daß jeder DDR-Bürger automatisch gelitten hatte. Wer sich anpaßte, dem konnte es relativ gut gehen. Aber anpassen mußte man sich, so manches Mal gegen seinen eigenen Willen!Ja, von Pisa habe ich schon gehört, ich bin zum Beispiel auch schon mal in der Stadt gleichen Namens gewesen, was in DDR-Zeiten doch für Dich und die vielen anderen DDRler nur mit dem Finger auf der Landkarte möglich war. Frage mich in dem Zusammenhang nur wieso die Finnen nicht All das Andere von der DDR übernommen hatten, wie zum Beispiel die Planwirtschaft und die Reisebeschränkungen. Nein, das mit der PISA-Studie macht mir keine weiteren Kopfzerbrechen, weil hier auch die ganzen Immigranten usw mitbetrachtet werden müssen und da gibt es eine ganze Menge von in unseren Schulen!!Ob in diesem Staat viel zu wenig für das geistige und sellische Befinden der Kinder getan wird, das ist doch nicht die Frage in diesem Thread und wenn Du schon keine Antwort darauf hast wieso verlangst Du so Eine von mir. Dafür sind die jeweiligen Eltern zuständig un nicht Du und auch nicht ich! Wenn Du mit dem Jammern meine Wenigkeit meinen solltest, dann laß dir versichern: Jammern sieht anders aus. Ich wehre mich gegen die Geschichtsfälschungen im Zusammenhang mit der DDR, als ehemaliger Bürger und Betroffener dieser Diktatur mit rotem Anstrich!
Nimm es nicht persönlich, tief im Herzen bin ich Einer von Drüben, deswegen erlaube ich mir auch das heute auzzusprechen, was ich damals nicht durfte!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#138

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 14:06
von Affi976 (gelöscht)
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Na siehste nun, was Euer Schulsystem gebracht hat,

@Wosch,
ich hatte Dir ja schon mehrmals in Bezug auf "unser" Schulsystem geschrieben.
Du tanzt immer wieder auf demselben Parkett und rutscht immer wieder aus.
Du redest hier von einem Fall, wenn Du Steinhäuser meinst, der zu "Westzeiten" passiert ist, nicht zu "Ostzeiten".
Erst zu "Westzeiten" ist es möglich geworden, dass jedes Ar...loch sich eine Waffe kaufen kann.
Meine Frau und ich, wir sind auch 2 Ostler. Haben 2 Ostkinder, die haben ordentlich gelernt, Abi gemacht, studiert, die Tochter sogar schon 2x, aber erschossen haben DIE noch keinen.
Und so kenne ich unzählige fleißige, nette, arbeitssame, unstudierte oder studierte, iss für mich völlig unwichtig, Hauptsache sie machen ihr Ding, die und deren Kinder, weil sie eben im Osten erzogen und aufgewachsen sind, bis heute keinen anderen Menschen umgelegt haben.
Und natürlich gab es in der DDR Kriminalität, aber auf einem anderen Level und in einer anderen Intensität.
Und wenn, dann wurde sogar Dein soooo geliebtes MfS eingespannt, damit wie im Fall Hagedorn, der Jungs vergewaltigt und umgebracht hat, der Täter soschnell wie möglich gefasst werden konnte. Und da zählte keine schwere Kindheit oder der Vater hat ihn mal an den S.ck gefasst!!!
Der wurde einfach umgelegt!
Also, sei mir nicht BÖSE, aber Du bist auf dem Wege des Holzes!!!!!
Damit kannst Du zumindest bei MIR nicht punkten.
VG aus Weimar, Affi


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#139

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 14:08
von Udo (gelöscht)
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Hallo Sternchen,
vielen Dank für Deine aufschlussreichen Beiträge.
Zum Thema wosch: Er ist oftmals ein bisschen bissig, nimm es ihm nicht übel. Einfach mal mit dem Handrücken über die Schulter streichen um Lästiges loszuwerden.
Udo


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#140

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 14:29
von mannomann14 | 625 Beiträge

Hallo wosch
ich zitiere mal einen Satz aus deinem Beitrag an Sternchen

Ich habe nicht behauptet, daß jeder DDR-Bürger automatisch gelitten hatte. Wer sich anpaßte, dem konnte es relativ gut gehen. Aber anpassen mußte man sich, so manches Mal gegen seinen eigenen Willen!

Ich bin auch ein Mensch,der in der ehemaligen DDR zur Schule gegangen ist,ich bin ein Mensch der ebenfalls in der ehemaligen DDR nicht gelitten hat,nach deiner Meinung bin ich also ein angepaster Mensch und hier irrst du eben. Ich habe durch mein Elternhaus von klein auf gelernt,meine Meinung zu vertreten,aber ich habe es auch gelernt die Meinung anderer mir anzuhören und zu respektieren.Durch mein Elternhaus,da beziehe ich meine Geschwister,die älter sind,mit ein,habe ich aber auch gelernt,wenn du was verkündest,muß es deine Meinung sein und nicht die anderer.Nach diesem Grundsatz habe ich meine Schulzeit von der ersten bis zur zehnten Klasse bewußt gelebt. Ich bin oft genug zu Gast im Direktionszimmer gewesen und das nicht zu einem Kaffeeplausch.Es ging sogar soweit,daß man mich zu einer Kur schickte,als eine Überprüfung der Schule vom Ministerium für Volksbildung anstand und ich war trotzdem in dieser DDR ein glücklicher Mensch,der nicht gelitten hat und der sich nach wie vor nicht anpasst.
mannomann


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