#101

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 23:10
von chucky | 1.213 Beiträge

schreib ich dir per pm


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#102

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 23:13
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Billi, ich muss immer wieder sagen: Egal, ob jetzt die Ökonomen zu DDR-Zeiten versagt haben, aber ich habe über XJahre sehr gutes Geld verdient und es war mir egal, ob da drei Leute auf einer Planstelle saßen.
Dies war das Problem der DDR, nicht meines, und logisch, sie ist daran gescheitert, es Allem und Jedem Recht machen zu wollen, aber die Würde des Menschen, mit seinen eigenen Händen sein Brot zu verdienen, wurde gewahrt. Wenn auch um einen hohen Preis, um den Preis des Sozialismus, das er daran gescheitert ist.
Nimm das Heute, der junge Mensch versucht verzweifelt, eine würdevolle Beschäftigung zu finden. Hat er Glück, so noch im Westen wie eine meiner Töchter gerade, findet er sie.
Hat er kein Glück, so findet er nur eine 400,00Euro-Stelle, eine schlechtbezahlte Praktikantenstelle?
Eine Familie gründen, das kann er damit nicht, und das ist der grundlegende Unterschied zur alten DDR, trotz aller Fehler war würdevolles Leben möglich, konnte ich Familie, Kinder und den Rest unter einen Hut bringen.
Und logisch, das es nicht jeden Tag Bananen gab, aber die Würde, die Menschenwürde wurde gewahrt!
Und was war wichtig, die Bananen oder die Würde?
Ich denke, diese Frage beantwortet sich von ganz alleine.

R-M-R


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#103

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 23:38
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Billi, ich muss immer wieder sagen: Egal, ob jetzt die Ökonomen zu DDR-Zeiten versagt haben, aber ich habe über XJahre sehr gutes Geld verdient und es war mir egal, ob da drei Leute auf einer Planstelle saßen.
Dies war das Problem der DDR, nicht meines, und logisch, sie ist daran gescheitert, es Allem und Jedem Recht machen zu wollen, aber die Würde des Menschen, mit seinen eigenen Händen sein Brot zu verdienen, wurde gewahrt. Wenn auch um einen hohen Preis, um den Preis des Sozialismus, das er daran gescheitert ist.
Nimm das Heute, der junge Mensch versucht verzweifelt, eine würdevolle Beschäftigung zu finden. Hat er Glück, so noch im Westen wie eine meiner Töchter gerade, findet er sie.
Hat er kein Glück, so findet er nur eine 400,00Euro-Stelle, eine schlechtbezahlte Praktikantenstelle?
Eine Familie gründen, das kann er damit nicht, und das ist der grundlegende Unterschied zur alten DDR, trotz aller Fehler war würdevolles Leben möglich, konnte ich Familie, Kinder und den Rest unter einen Hut bringen.
Und logisch, das es nicht jeden Tag Bananen gab, aber die Würde, die Menschenwürde wurde gewahrt!
Und was war wichtig, die Bananen oder die Würde?
Ich denke, diese Frage beantwortet sich von ganz alleine.

R-M-R




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Wenn ich aber an das denke, was mit dem treffenden Begriff "Bückware" bezeichnet wurde, dann hörte es aber mit der Würde des Menschen irgendwie schon auf. Für den Normalo ein "Ham wa nich" und für den Spezie: "Hätte da was für Dich". Von der Behandlung durch die Dienststellen bei bestimmten Anträgen und Eingaben mal ganz zu schweigen!! Von der würdelosen "Renteneinsparung" durch legale "Abschiebung" der betroffenen Altersgruppe, denen man zwar gestattete ihren Kanarienvogel mitzunehmen, aber nicht ihre Kinder wollen wir lieber gar nicht reden und das Oma und Opa alle auf einen Trabbi eingeschrieben sein mußten, ohne überhaupt den Führerschein zu haben, damit die Enkelkinder nach 14 Jahren harter Arbeit an so eine Rennpappe rankamen, wollen wir auch nicht als würdelos betiteln, nich?, denn man konnte sich ja auf dem Schwarzmarkt so ein 10 Jahre alten Gebrauchten zum Preis eines Neuen besorgen, was? Das mit der Würde ist so eine Sache, hast Du schon mal die Tränen gesehen, die vor dem Bahnhof Friedrichstraße vergossen wurden wenn die Verwandtschaft verabschiedet wurde. Das war Würde, es sich in aller Öffentlichkeit zu gestatten Tränen über dieses unwürdige Prozedere zu vergießen.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#104

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 23:58
von rhoenadler (gelöscht)
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Wie haben wir das bloß überlebt?

Über unsere Kindheit vor Handy, Playstation und Internet 
Für uns als Kinder in den 50er- und 60er Jahren ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!
Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium.
Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die
Flasche mit Bleichmittel. Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar. Wir verließen morgens oder spätestens mittags das Haus zum Spielen in den Strudelberg. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren, und wir hatten nicht mal ein Handy dabei! Wir haben uns geschnitten, brachen uns Knochen und Zähne, fielen in die Iller und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld, außer wir selbst.
Wir aßen rohes Sauerkraut, Essiggurken, Granatsplitter, Wundertüteninhalt ohne Verfallsdatum, Schlagrahm, Schleckeis vom Karg, Dering, Schön, Knoll, Durst, Pfänder, Schwald, Haberstock, Mühlhuber, Schneider, Mendler oder Rietzler und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir hatten keine so guten Zähne, schon gar keine Zahnspangen. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche, aßen vom Boden und niemand starb an den Folgen. Wir lasen Mickymaus-, Nick-, Sigurd- und Akimhefte bei Frau Abeltshauser und lernten lesen, vor allem aber tauschen und teilen, weil keiner genug Geld für alle Hefte hatte. Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chatrooms. Zum Fernsehen trafen wir uns beim Dering. Später in Massen wechselweise bei den wenigen, die schon so ein Gerät hatten und wir lernten zu warten, weil der Fernseher fünf Minuten brauchte bis er warm war. Wir hatten Freunde. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln, sondern gingen einfach hinein. Keiner brachte uns, keiner holte uns. Keiner telefonierte. Wie war das nur möglich?
Wir hatten keinen Freizeitstress. Unsere Schier waren aus Holz, die Schlittschuhe hielten an den Sohlen besser, als die Sohlen an den Schuhen. Die Winterkleidung war wasserdurchlässig. Wir hatten Rotznasen und gingen trotzdem in die Schule. Wir standen in keinem Stau, höchstens an unseren selbstgebauten Schanzen, Slalomstrecken und Rodelbahnen.
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken, Blechbüchsen und Tennisbällen, schlugen mit Holzschwertern auf uns ein. Außerdem sammelten wir Würmer, Schnecken, fingen Frösche, Fische, Krebse und Maikäfer, nahmen sie in die Hand, bohrten danach in der Nase ohne uns vorher die Hände zu waschen. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer und Käfer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter, und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus, an den Blechbüchsen schnitten wir uns nur gelegentlich. Wir züchteten Mäuse, Hühner, Wellensittiche, Hasen und Meerschweinchen und keiner bekam eine Allergie, Neurodermitis oder die Vogelgrippe. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung. Aber gerade diese waren besonders stark und gewitzt. Wer so einen Sitzenbleiber zum Freund hatte, war gut dran. Wer vom Lehrer eine Ohrfeige oder Datzen bekam hütete sich zu Hause was zu erzählen, weil eine weitere Ohrfeige dann nicht ausblieb. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen. Wir gehören auch dazu und haben alle ganz schön lange überlebt und sind doch auch heute recht zufrieden. Beglückwünschen wir uns doch gegenseitig unsere Kindheit damals verbracht zu haben!
 Nach einem anonymen Text aus dem Internet


zuletzt bearbeitet 16.02.2010 23:59 | nach oben springen

#105

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 23:59
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wolfgang, wir haben eine sehr unterschiedliche Auffassung von Würde. Ich schrieb schon einmal: "Deine Zeit war nicht meine Zeit", die 50er Jahre nicht die dreißig Jahre der DDR, die dann noch folgden, und die ich erlebt habe und du nur als Besucher.
Wenn ich Urlaub mache, mein älterer Freund, so wie du, so mal zwei drei Tage in der Ostzone hast du das gesamte Ganze gesehen? Jetzt muss ich mal ganz müde lächeln, Mann aus Kassel.
Wärst du mal geblieben, hättest eventuell einen besseren Einblick bekommen, aber so nur als "Besucher", na, ich weiß nicht.
Und hör mal langsam auf, dich als der große DDR-Versteher hinzustellen. Das bist du einfach nicht. Du bist einer, der den leichten Weg gewählt hatte, weil dir der andere Weg zu kompliziert war. So einfach sehe ich es, du hast die Kurve gekratzt, und den Rest der Familie im Osten gelassen.
Gut, du warst jung, das ist eventuell ein Entschuldigungsgrund, alles ander nicht. Freiheit, ich denke nicht, ob du dieses Wort mit deinen damaligen jungen Jahren überhaupt richtig deffinieren konntest, ich denke nicht, es war so eine Art Vorstellung, verschrobene Vorstellung für dich.
Und Wolfgang, nimm es mit Humor, meine Zeilen, es ist Faschingszeit.

R-M-R


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#106

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 00:07
von wosch (gelöscht)
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[quote="Rainer-Maria-Rohloff
Und Wolfgang, nimm es mit Humor, meine Zeilen, es ist Faschingszeit.

R-M-R[/quote]

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Bevor Pitti wieder kommt:
Wenn es danach gehen würde, ist für dich immer Faschingszeit!!
All das was ich Dir deschrieben hatte, war Bestandteil der Jahre nach meiner Flucht und somit auch Deine Zeit!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#107

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 00:09
von chucky | 1.213 Beiträge

rhoenadler, was soll man sagen
du bist ein Mann, der alles sagt, danke und bist kein weichi, gott sei dank


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#108

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 00:15
von chucky | 1.213 Beiträge

hier haste viele die um den brei reden, aber kommen nicht zum punkt mein freund


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#109

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 00:38
von Greso | 2.377 Beiträge

Meine Einschulung 1952,,Greso

Angefügte Bilder:
Schule 001.jpg

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#110

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 06:57
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Super Bild Greso, so kenn ich das auch noch... die Tüte mußte schon mal mindestens so groß sein wie man selber auch.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#111

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 08:39
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Brigadier

Zitat von mannomann14
nein josy,das funktioniert in dieser Gesellschafstordnung nicht,eine Einmischung seitens der Schule in Erziehungsfragen würde und könnte von den Eltern als Eingriff in ihre Privatsphäre zu Schwierigkeiten für den jeweiligen Lehrer führen.Würden sich Eltern in Hinsicht Erziehung an die Lehrer wenden kann dieser den Eltern lediglich Tips Und Ratschläge geben,darf aber nicht direkt Einwirken.
Zu DDR Zeiten war es durch die Pionierorganisationen, der FdJ und dem Hort etwas anders,aber selbst dort gab es schon Probleme Schule- Eltern,wo Eltern sich vehement gegen Erziehung in der Schule wandten
mannomann


Ach deshalb gucken die Lehrer weg, wenn sich Schüler prügeln, den Kleineren die Klamotten "abziehen", hinter der Schule kiffen und Pornos auf dem Handy haben? - Ich kann das nicht akzeptieren!!

Natürlich müssen Eltern die Grundlagen legen. Aber Schule ist kein wertfreier Raum. Kinder sind keine Automaten, in die man nur Wissen stopft - ob sie wollen oder nicht - und die ansonsten (immerhin die Hälfte des Tages in der Schule) sich selbst überlassen bleiben. Wer Kinder nicht liebt, sollte kein Lehrer werden. Wenn Eltern versagen, sollten Lehrer nicht so tun, als ginge sie das Wohl ihrer Schüler, sprich: Schutzbefohlenen, nichts an. Dabei geht es nicht um Indoktrination, sondern um Erziehung im Sinne eines humanistischen Menschenbildes.
Wenn Lehrer in dem Zusammenhang "Schwierigkeiten" befürchten, wenn sie sich "trauen" Verantwortung zu übernehmen, sollten sie lieber bei Lidl an der Kasse arbeiten.

Gruß B.





Kommentar:

Ein Smily für: "Besonders wertvoller, genau in`s Schwarze getroffener Beitrag!" gibt`s leider (noch) nicht!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#112

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 09:02
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von rhoenadler

Zitat von Brigadier

Zitat von josy95
... Für alle Sprachpolizisten, Zweifler: Hab`s selbst erlebt! josy95


Glaub ich dir gerne. Es hing maßgeblich an Lehrern und Schulleitung, wie so was lief. Ich hab meine Eltern gedrängelt, dass ich endlich zu den Pionieren darf und war dann stolz wie Hubatz, als ich in der zweiten Hälfte der 1. Klasse endlich durfte. Da gab es keinen Druck, die haben halt viele interessante Sachen gemacht, von denen ich ausgeschlossen war. - Herdentrieb also.
Meine Lehrerin oder mein Direktor war also geschickter als deiner




genauso war es nämlichheutzutage scheinen alle genötigt worden zu sein...





Das hat doch niemand behauptet. Ob nun Herdentrieb, Gruppenzwang oder sonste was für ein Begriff.

Ich werde bei den Admin`s die Einrichtung einer "Sprachpolizei" hier für`s Forum beantragen.

Auch ich konnte es als Kind oft nicht so richtig verstehen, das ich nicht in die Pioniere durfte. Aber ich durfte zu allen Veranstaltungen wie auch Pioniernachmittagen hin, war gern gesehener Gast. Bestätige auch die (demokratische) Umfrage unter meinen Mitschülern (Pionieren), ob sie damit einverstanden sind, das ein Nichtpionier an besagten Veranstaltungen teilnimmt. Hier kam aber ging der Druck vom Pionierrat der Klasse(!) auf meine damalige Klassenlehrerin aus, die verm. eine der Hardliner war und sich dem beugen mußte!
Auch muß ich bestätigen, das diese Veranstaltungen lehrreich und schön waren. Bin vielleicht ein tiefgründiger Mensch, bei dem sich schlechte Erinnerungen schnell und bleibend einprägen, aber wenn ich diesbezüglich eine schlechte Erinnerung hätte, ich wüßte sie!

Wie schon gesagt und in vielen Beiträgen rübergekommen, Tatsache ist, es hing wirklich sehr viel wenn nicht sogar alles von den handelnden Personen ab! Da gibt`s null komma nix dran zu leugnen. Und das es anderswo liberaler herging, von meiner Seite hab ich da null Zweifel dran.

Also Zweifler und Kritiker, sag auch mal Besserwisser, Erbsenzähler, selbsternannte Sprachpolizisten: Bleibt bitte Realisten und respektiert auch andere Meinungen, Erfahrungen, Erlebnisse. Davon profitiert dieses Forum, das nennt sich gelebte Demokratie!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 17.02.2010 09:05 | nach oben springen

#113

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 09:31
von sternchen (gelöscht)
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Hallo Bäumchen,
Ich habe in meiner Vergangenheit gekramt und mir fiel doch so einiges wieder ein.
Meine Schulzeit war zwischen 1967 bis 1975 an der POS und danach bis 1979 an der EOS.

Ich lebe in MeckPom - der Einfluss des Westens hielt sich hier sehr stark in Grenzen und so genannte Westverwandtschaft oder -bekanntschaft hatte ich auch nicht.
Jeder Staat hat seine eigene Ideologie und dem Einfluss dessen kann sich keiner komplett entziehen.
Ich denke auch, dass das nicht unbedingt deine Hauptfrage ist.

Im Schulsystem der DDR wurde sehr großen Wert auf gemeinsames Lernen gelegt und an einem Strang zu ziehen war völlig selbstverständlich. Begriffe wie Lernpatenschaften, Patenbrigade, Elternaktiv, Lernbrigaden sind ein Zeichen dafür. Eltern, Kinder und Lehrer waren nie auf sich allein gestellt. Gab es Lernschwierigkeiten, wurde es innerhalb der Klasse besprochen und die guten Schüler halfen den Schwächeren in den Lernbrigaden oder sagar in einzelnen Lernpatenschaften. Bei Disziplinproblemen unterstützte auch das Elternaktiv die Klasse. Es wurde aber nicht nur gelernt und erzogen….Klassenfeste, Fasching, Weihnachtsfeiern wurden von den Eltern und der Patenbrigade organisiert und die Schüler mussten immer mit ran.
Eine klasseneigene Pionierleitung und später FDJ-Leitung kümmerte sich intern um die Probleme und die Organisation vieler Dinge. So lernten die Kinder schon sehr früh wie Menschen angeleitet werden. Rechenschaft wurde vor den eigenen Mitschülern und den Eltern abgelegt. Und ich denke, das war nicht das schlechteste.

Natürlich gab es den Fahnenappell einmal im Monat….warum muss man das politisch sehen? Das war immer die Möglichkeit, Schüler vor der gesamten Schule zu würdigen - besondere Leistungen im Sport, bei der Mathe- oder Russischolympiade….. Nominierungen zu sportlichen Wettkämpfen wurden dort auch genannt und die leistungsschwachen Schüler, deren Stärke im Sport lag, fanden auf diesem Weg auch ihre Bestätigung. Heute vermisse ich sowas…zu viel verläuft einfach so im Sand und keinen interessiert es was ein anderer gut kann.

Ich war im Sport sehr aktiv und hatte daher auch oft Wettkämpfe am Wochenende, Trainingslager während der Schulzeit gab es auch. Keiner wurde einfach mal so freigestellt….der Trainer, Eltern und die Schule haben zusammengearbeitet. Schlechte Zensuren hieß auch keine Teilnahme am Wettkampf oder Trainingslager. Heute interessiert sich kein Trainer mehr wirklich für die Schulnoten….

Elternbesuche…jedes Elternhaus wurde einmal im Schuljahr aufgesucht um sicherzustellen, dass die Kinder ihren eigenen Schlafplatz und Arbeitsmöglichkeit haben und um den Kontakt zu den Eltern zu pflegen. Heute wird das als Eingriff in die Privatsphäre gesehen und ist den Lehrern verboten - nicht wegen der Versicherung!!!
Keiner fühlte sich allein gelassen - weder die Kinder, die Eltern noch die Lehrer….

Heute sieht die Welt da schon ganz anders aus - die Kinder fühlen sich alleingelassen, viele Eltern sind überfordert und die Lehrer sehr oft ohnmächtig. Erziehung durch die Schule wird heute abgelehnt!!!! Sie soll komplett in den Händen der Eltern bleiben. Aber kann jemand Kinder unterrichten ohne sie dabei zu erziehen??? Wenn das so passiert, wird von den Lehrern Dienst nach Anweisung gefordert und die Liebe zu den Kindern bleibt auf der Strecke!

Ich bin seit 1983 Lehrer in den Klassen 5 bis 10 und ich weiß wovon ich rede!!!!
Schon als kleines Mädchen wollte ich nichts anderes machen und es ist immer noch so. Ich mag meine Schüler, meinen Beruf…aber immer öfter frage ich mich was ich hier eigentlich tue - mit dem was ich mal machen wollte, ist nicht viel übrig. Die Kinder sind Spiegelbild der Gesellschaft…wo aber bleibt in diesem Staat die Liebe, die wirkliche Zuwendung (keine materielle!!!) für die Kinder, das echte Interesse an ihnen….und und und….
Das Defizit was jeder Schüler aufweist - und ich meine nicht das in der Bildung, sondern in der Zuwendung - kann ich als Lehrer nicht allein beseitigen…
Ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper….und eine gesunde Seele!!!! Wer interessiert sich heute noch um die seelische Befindlichkeit der Kinder????

Mag die DDR ihre schlechten Seiten gehabt haben… umsonst ist sie ja nicht untergegangen….aber in der Bildung kann dieser Staat der DDR nicht das Wasser reichen.

Ich hoffe, du kannst mit meinem Beitrag etwas anfangen...
LG Sternchen


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#114

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 10:10
von Gelöschtes Mitglied
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Gut und verständlich geschrieben. Und es trifft den heutigen Status voll!


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#115

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 10:12
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow
@mara, da du ja, gemeinsam mit anderen, früher schon so eine art held gewesen bist, ich meine beim abhängen des honeckerbildes in eurem jugendclub mit anschliessendem zertreten, möchte ich dich doch bitten, dass selbe noch einmal mit dem bild eure königin zu tun. aber bitte mit genau so einer öffentlichen wirksamkeit.

viel erfolg...

p.s. nett wären ein paar bilder hier im forum davon



Gilbert, hier in NL hängen keine Bilder rum von Trixi so wie in der DDR von dem Oberbetonkopf....und ausserdem, ich hab nichts gegen die Königin, die tut doch niemand wat....se hat sich auch kein Heer von Spitzeln aufgebaut um reiselustige Holländer, wovon es echt viele gibt, zu beschatten und nach Möglichkeit wegen ihrer Reiselust zu kriminalisieren....

...wir mochten Honni damals nich und er war für uns der Hauptverantwortliche für die Situation....wenn ich aber heute der Königin begegnen würde, wür ich se schon ganz gerne mal die Hand schütteln....anders sieht es mit Minister Borst oder dem blöden Balkenende aus....die Massen würden jolen, wenn jemand mal nen Bild von denen anstecken würde....aber Staatsfeind wird man deswegen ja eh nich hier in NL....ganz im Gegenteil zu Holland, wurde man das ja schon, wenn man damasl in der DDR schon mal kritisch in der Öffendlichkeit war....

Balkenende heisst hier in NL nur Balkenellende....was soviel heisst, wie Balkenelend....und wenn ich hier ganz offiziell sage, ich find den Typen ein Arschloch, dann passiert mir echt nichts....glaub ma....

lang leve de Koningin

groetjes uit Montfoort

Mara


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#116

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 10:15
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat
der Hauptverantwortliche für die Situation



Einer als Hauptverantwortlicher, das ist aber schon etwas Blödsinn, oder?
Und alles und jedes in der Fäkalsprache, stellt schon da, wie man Dich wohl einordnen muss.


zuletzt bearbeitet 17.02.2010 10:15 | nach oben springen

#117

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 10:19
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Mongibella
[Königin begegnen würde, wür ich se schon ganz gerne mal die Hand schütteln....anders sieht es mit Minister Borst oder dem blöden Balkenende aus....die Massen würden jolen, wenn jemand mal nen Bild von denen anstecken würde....aber Staatsfeind wird man deswegen ja eh nich hier in NL....ganz im Gegenteil zu Holland, wurde man das ja schon, wenn man damasl in der DDR schon mal kritisch in der Öffendlichkeit war....



Und dann am besten 6 Wochen nicht waschen.

Klar, die Königin hat ja auch keine Funktion und muss nur Nett sein und wird dafür königlich bezahlt. Die anderen, die die Drecksarbeit machen, sind "Arschlöcher" und "Säue". Man muss jemanden nicht mögen, kann aber trotzdem sachlich bleiben.


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#118

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 10:29
von Mongibella (gelöscht)
avatar

Zitat von EDGE-Henning

Zitat
der Hauptverantwortliche für die Situation



Einer als Hauptverantwortlicher, das ist aber schon etwas Blödsinn, oder?
Und alles und jedes in der Fäkalsprache, stellt schon da, wie man Dich wohl einordnen muss.




Ja, ich fands auch Blödsinn Edge....und dann noch der Personenkult um diesen Herrn....schrecklich wah....

....wo laber ich denn Fäkalsprache....????

Du bist aber ganzschön voreingenommen, mann..mann..mann....

groetjes

Mara


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#119

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 10:31
von Mongibella (gelöscht)
avatar

Zitat von EDGE-Henning
Klar, die Königin hat ja auch keine Funktion und muss nur Nett sein und wird dafür königlich bezahlt. Die anderen, die die Drecksarbeit machen, sind "Arschlöcher" und "Säue". Man muss jemanden nicht mögen, kann aber trotzdem sachlich bleiben.



Ich bin doch sachlich Edge, ich rede dich sogar mit deinem Namen an und wünsch dir alles Gute....was du hier selten tust....aber das nur BY The Way....

groetjes

Mara


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#120

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 17.02.2010 10:36
von Gelöschtes Mitglied
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@ Mara
EDGE ist kein Name :-)
(Es ist eine Abkürzung für einen Ort gemäß der ICAO)

Zitat
Personenkult


Gibts nicht bei Dir, aber "der Trixi mal die Hand schütteln"


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