#41

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 15.02.2010 19:53
von manudave (gelöscht)
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Zitat von EDGE-Henning
@ Mongibella,

Also, ich weiss nicht, wie man so naiv sein kann. Erstens wurden auch hier schon seltsame Personentransaktionen durchgeführt. Wenigstens einer war letztes Jahr auch in den Medien.

Das Geheimdienste meine Daten haben, ist mir recht wurscht. Das es beliebige Firmen haben, ängstigt mich. Dadurch kann man auch im privaten sehr geschädigt werden. Dazu muss man aber das nötige technische Verständnis haben.

Und in der DDR bist Du keineswegs für ein vergessenes Halstuch oder dergleichen veruteilt wurden. Und auch in Discos wurde fast nur Westmusik gespielt, egal ob als Gaudi in der Schule oder in einer Kommerziellen. Ich spreche hier für die ende 70er und 80er Jahre.

Und komisch, im Station junger Naturforscher und Techniker, heute würde man irgendeinen sinnfreien, englischen Titel haben, gabs auch Westcomputer.

P.S. in der DDR gabs auch ganz offiziell Westzeitungen. natürlich nicht Praline oder das goldene Blatt, sondern Fachmagazine. Nämlich im Lesesaal jeder stättischen Bibliothek. Leider nicht zum mitnehmen, weil man immer nur ein Exemplar je Ausgabe hatte. Ganz so, wie oft dargestellt, wars nämlich auch nicht. Eine Verklärung, im positiven wie im negativen ist kontraproduktiv.



Ohne den Bezugsschein kam man gar nicht an den "Giftschrank" ran. Der Spiegel war gar nicht zu lesen. In jeder städtischen Bibliothek ist übrigens falsch.
Die "Kracher" gab es dort wo Universitäten waren.


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#42

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 15.02.2010 20:05
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von EDGE-Henning
@ Mongibella,

Also, ich weiss nicht, wie man so naiv sein kann. Erstens wurden auch hier schon seltsame Personentransaktionen durchgeführt. Wenigstens einer war letztes Jahr auch in den Medien.



Personentransaktionen....??? Schrecklich....

Zitat von EDGE-Henning
Das Geheimdienste meine Daten haben, ist mir recht wurscht. Das es beliebige Firmen haben, ängstigt mich. Dadurch kann man auch im privaten sehr geschädigt werden. Dazu muss man aber das nötige technische Verständnis haben.



Du verdrehst da war....Geheimdienste....nun nehmen wir mal das MfS....die können dir im privaten sehr schädigen....Zersetzung nannten die das....

....Firmen wollen dir nur was andrehen, es steht dir frei auf deren Reklame zu reagieren....

Zitat von EDGE-Henning
Und in der DDR bist Du keineswegs für ein vergessenes Halstuch oder dergleichen veruteilt wurden. Und auch in Discos wurde fast nur Westmusik gespielt, egal ob als Gaudi in der Schule oder in einer Kommerziellen. Ich spreche hier für die ende 70er und 80er Jahre.



War ja auch sehr fiktiv die Beispiele....na aber wenn ich zum Beispiel scheiss DDR sag am falschen Platz....und schon garnich durfste erzählen, dat de wegwolltest und so....und hopp, da war ich aufeinmal selber IM, naja erstma nur Anwärter ne, ich wurd erpresst und es wurd ein anderer IM auf mich angesetzt....ja so war das....

....wenn heut ne Firma rauskricht, oh du dich interessiert für Gurkenquark, na dem werden wir mal unser schönes Prospekt in den Briefkasten tun....naja, wenn de den dann mal zur Probe kaufst und der schmeckt dir nich, na dann fühlste dich aber verarscht was.....aber wohl lange nich so als wenn du morgens mit nem dicken Schädel inna Zelle wachwirst, weil de dich mal im trunkenen Zustand so richtig den Frust ausgekotzt hast...zufällig in der Nähe der Staatsmacht....übrigens, dieses MfS hat mich mal nur wegen meines Outfits aus der Firma geholt zum Verhör...heut kann ich rumrennen wie ich will, die einzige Gefahr die besteht, das Firmen dahinterkommen, was ich so gerne alles hätte und sie es mir anbieten...ja okee, manchmal etwas dreist...aber se erpressen mich doch nich zum Kaufen oder sperrn mich ein, weil ich was nich kaufe....sach ma....

Zitat von EDGE-Henning
Und komisch, im Station junger Naturforscher und Techniker, heute würde man irgendeinen sinnfreien, englischen Titel haben, gabs auch Westcomputer.



Watte...

Zitat von EDGE-Henning
P.S. in der DDR gabs auch ganz offiziell Westzeitungen. natürlich nicht Praline oder das goldene Blatt, sondern Fachmagazine. Nämlich im Lesesaal jeder stättischen Bibliothek. Leider nicht zum mitnehmen, weil man immer nur ein Exemplar je Ausgabe hatte. Ganz so, wie oft dargestellt, wars nämlich auch nicht. Eine Verklärung, im positiven wie im negativen ist kontraproduktiv.



Toll....echt toll....im Westen gab's bestimmt auch Ostzeitungen! Heut gibt's sogar Internet und 500 TV-Programme....für jeden was dabei....es steht dir frei, wie du dich berieselst/berieseln läßt....

Ich kuck zB kein Fernsehen und kauf mir keine Zeitungen....ich les aber schon sehr viel Bücher, meist holländische/sozialkritische und lade mir Dokus runter....und ich lauf mit offenen Augen durch die Welt.....auf meinem Briefkasten prangt ein Sticker, verboten für Reklame, und wenn doch ma Reklame drin ist, dann geht die in den Altpapiercontainer....Briefwerbung verseh ich mit dem Vermerk, *Adressierte verzogen, Absender retour* und schmeiss sie wieder bei der Post rein....

Firmen könn ja so böse sein....da war das MfS ganz anders ne....

echt wahr...sachma....


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#43

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 15.02.2010 20:11
von Gelöschtes Mitglied
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@ Monigbella.

Zitat
....Firmen wollen dir nur was andrehen, es steht dir frei auf deren Reklame zu reagieren....


Du bist eben doch Naiv. Da gehts auch weniger um Kunden (die sich freiwillig auskundschaften lassen mittel RFID), sondern um Angestellt. Da werden auch mal eben Daten über die Gesundheit erhoben. Zur Finazkraft. Zum Umfeld und, und, und.

Aber wärs nicht wahrhaben will, der nehme sich Stasi als Alheilmittel :-)


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#44

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 15.02.2010 20:14
von manudave (gelöscht)
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Bitte das Thema des Threads einhalten.

Davon abgesehen:

EDGE-Henning - wir freuen uns über deine Beiträge zur Grenze.


zuletzt bearbeitet 15.02.2010 20:17 | nach oben springen

#45

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 15.02.2010 20:29
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von EDGE-Henning
@ Monigbella.

Zitat
....Firmen wollen dir nur was andrehen, es steht dir frei auf deren Reklame zu reagieren....


Du bist eben doch Naiv. Da gehts auch weniger um Kunden (die sich freiwillig auskundschaften lassen mittel RFID), sondern um Angestellt. Da werden auch mal eben Daten über die Gesundheit erhoben. Zur Finazkraft. Zum Umfeld und, und, und.

Aber wärs nicht wahrhaben will, der nehme sich Stasi als Alheilmittel :-)




Gesundheitsdaten zur Finanzkraft....sach ma.....

Mein Chef hat sogar nen Führungszeugnis gefragt....sach blos....ein Großkunde ist drauf angewiesen, das nur einwandfreie Mitarbeiter sein Zeug durch die Gegend karrt....und zur ARBO-Keuring muss ich auch alle paar Jahre, sowas wie ein Gesundheitstest um überhaupt den Job tun zu dürfen....

....kuck mal die Firma Antonissen, die fahren Sprengstoff und Kampfmittel durch die Welt und die Fahrer sind auch handverlesen, da musst du ein erweitertes Führungzeugnis haben und da werden auch Anfragen auf europäischer Ebene getan, ob etwas gegen dich vorlag oder so...ich kenn da welche und ich weiss, das ich da niemals angenommen werden würde....und ich kann dir sagen, die verdienen da nen heiden Geld, jedenfalls mehr wie ich....unterwegs nehmen die sich schonmal nen Hotel auf Kosten der Firma....und müssen nich immer nur im Truck schlafen....

Es ist doch nur normal, das es Firmen gibt, die gewisse Anforderungen stellen....das hat doch nichts, aber auch garnichts mit den Methoden der Stasi zu tun.....sei mal froh, das dich die Stasi niemals hatte....mich hatte sie, und se hätt sicher nich mehr locker gelassen....


zuletzt bearbeitet 15.02.2010 20:30 | nach oben springen

#46

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 15.02.2010 20:31
von Gelöschtes Mitglied
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@ Mongibella

Bist Du wirklich so?

Zitat
Gesundheitsdaten zur Finanzkraft....sach ma.....



Gesundheitsdaten und Daten zur Finanzkraft.


zuletzt bearbeitet 15.02.2010 20:31 | nach oben springen

#47

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 15.02.2010 20:44
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von EDGE-Henning
@ Mongibella

Bist Du wirklich so?



Ja, ich bin so....ich kann trotzalledem noch lachen.....

Niks für ungut....

....ich geh jetz schlafen, ich muss morgen früh raus....

Guten Nacht, buenna notte, welte rusten, sleep tight....

Und du, erzähl dieweil nen Schwank aus deiner Jugend....aus der Schule am besten, dat würd dann auch in den Thread hier passen....

Mara....


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#48

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 07:37
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo zusammen!
Möchte mich hierzu auch zu Wort melden. Ich bin 10. Jahre in die POS. Schule gegangen und es gab Höhen und Tiefen. Natürlich gab es Fächer wie Staatsbürgerkunde, Mathematik ect. welche nicht so interesant waren und deshalb einigen möglicherweise auch schwer fielen. Das wir ab der siebten oder achten Klasse, in die Werke am Ort arbeiten gehen mussten fand ich persönlich nicht schlecht, so wurde man schon als jugendlicher auf sauberen Umgang und Verantwortung mit "nicht" eigenen Sachen vorbereitet!
Auch finde ich im Gegensatz zu heute, die allgemeinen Ferien besser, man hatte zur selben Zeit Ferien und nicht wie heute jedes Bundesland anders!
Und die Rotlichbestrahlung setzte sich ja durch gesamte Leben fort, es begann in der Schule, GST usw., jeder war daran gewöhnt und daran gestört hat sich doch kaum jemand (meine Meinung)!

Und mit der Stasi braucht mir jetzt niemand zu kommen, jeder funktionierente Staat hat einen Geheimdienst und wenn man jetzt hört, dass mann im Supermarkt ausspioniert wird oder die Telefonanbieter eine Vorratsdatenspeicherung von einem Halben Jahr machen, oder es kein Bankgeheimnis mehr gibt, also da sage ich doch danke und denke , dass es damals nicht so arg war. Aber es werden jetzt sicherlich andere wieder dagegen wetten, aber wir haben ja Meinungsfreiheit und ich sage meine Meinung, weil ich es so empfinde und auch so sehe.

Und es war eine schöne Zeit für mich, die Schulzeit, auch wenn ich damals oft manchen Tag verflucht habe, aber wer hat das nicht, denkt manchmal zurück, den die Zeiten werden immer härter und man wünscht sich vielleicht noch einmal in seine Schulzeit zurück! Wo man "nur " seine Schulprobleme und keine Alltagsprobleme hatte!
Aber wie gesagt so denke ich und möchte niemanden zu nahe treten!
Wünsche noch einen schönen Tag!



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#49

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 08:28
von Wolle76 (gelöscht)
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@Kueche69,

Es gab aber zu DDR Zeiten aufgrund der Mangelwirtschaft Überlegungen die Ferienzeiten zu Splitten. Man kann ja üner 16 untershiedliche Ferienzeiten denken was man will, aber Stell Dir mal vor was auf den Autobahnen los ist wenn alle Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Eventuelle noch die die Dänen und Holländer gleich mit.

Da kannste Singen : Die Karawane zieht weiter ...


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#50

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 08:44
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Rostocker
Bei den Pionieren gab es noch einen Unterschied später.Nicht mehr zu meiner Zeit.Da gab es dann die Jungpioniere ´mit den blauen Halstuch und die Thälmannpioniere mit den roten Halstuch.FDJ-ler wurde man mit 14 Jahren und das war meist in der 8.Klasse.So weit noch meine Erinnerungen-




Richtig. Und die Aufnahme in die FDJ erfolgte in propagandistisch groß und zentral angelegten Veranstaltungen meißtens in KZ- Gedenkstätten (m. Ea. auf Landkreisebene. Hier in der Nähe war das Langenstein- Zwieberge für die damaligen Landkreise Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode. Obwohl Quedlinburg schon zum dam. Bezirk Halle/ S. gehöhrte und HBS + WR zum Bezirk Magdeburg. Im Bereich Südharz (Bezirk Erfurt) war das die Gedenkstätte Dora- Mittelbau bei Niedersachswerfen.

Ich will mal vorsichtig behaupten, dieses Aufnahmeritual in die FDJ kam schon im gewissen Sinne einer Art Vereidigung wie man sie aus dem militärischen Bereich kennt, gleich. Auch das Pioniergelöbnis als Grundlage für die Aufnahme in die Pionierorganisation "Ernst Thälmann" hatte derartige Züge. Denn der Name "Gelöbnis" sagt hier ja schon einiges aus.

Und was Rainman`s Beitrag betreffs Timurtrupps und Helfer angeht. Vom Grundsatz her schon eine gute, sehr gute Sache bei der Erziehung der Heranwachsenden zu Mitmenschlichkeit und Achtung vor Alter und Krankheit, zu eben diesen Werten die der heutigen politisch geduldeten wenn nicht sogar gewollten moralischen Verwahrlosung gänzlich zum Opfer gefallen sind.

Und wenn man es für die heutige Zeit aus dem makaberen, krassen Blickwinkel betrachtet:

Gibt`s doch auch wieder! Nur das hier und heute alten und hilfsbedürftigen Menschen in der Form geholfen wird, in dem arme Schweine (vornehmlich Jugendliche) mit Rattenfängermethoden in Drückerkollonen abgerichtet werden, eben diese Menschen an der Haustür über den Nuckel zu ziehen oder in der krassen, verschärfte Form: Anbieten scheinheiliger Hilfe und dann die Bude ausräumen (Enkeltrick ect.). Und wenn dannmal einer vom "Fußvolk" erwischt wird, dann hatte er eine schlechte Kindheit, Migrationshintergrund und, und und... und kommt mit einer gelinden Strafe davon. Die Hintermänner dieser perfiden und hochkrimminellen Handlungsweisen werden sowieso nie enttarnt und sitzen irgendwo im feinen Nadelstreifen und fahren Nobelautos...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#51

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 08:45
von Gelöschtes Mitglied
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Naja, heute verursachen eher Berufspendler und LKW Staus.

Gemeinsame Ferien würden bedeuten, Das Kinder von weit versplitterten Familien (kommt ja immer öffters vor) gemeinsam Ferien machen könnten. Man könnte auch mal das Schlusystem refomieren. Gemeinsame Schulbücher und Lehrpläne.

Mal gnz abgeshen davon, viele Staus würden sich verhindern lassen, wenn sich 75 % der Autofahrer nicht wie Lemminge verhalten würden.


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#52

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 08:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat
Denn der Name "Gelöbnis" sagt hier ja schon einiges aus.



Naja, Politiker loben heute auf Gott - da kann ich auch den Papst wählen.

Nun, Pioniere und FDJ das war die ideologisch eingefärbte Gegenveranstaltung zur Kirchen-Sekten.
Zu DDR-Zeiten. Die FDJ gibts schon länger, genauso wie die Jugendweihe.
So ein Gelöbnis ist doch gar nicht schlecht, die jungen Christen geloben doch auch vor ihrem Herrn, lieb und Nett zu sein. Recht hölzern und militärisch, das war es doch blos bei einigen wenigen Betonköpfen, die ihre eigene Ideologie verbreiteten.


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#53

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 09:05
von Mike59 | 7.942 Beiträge

Zitat von Baeumchen
Hallöchen,
wir machen ein Projekt mit den Thema:Jugend in der DDR und ich mache das Thema Schule.Jetzt habe ich zwar sehr viele Informationen dazu gefunden (polytechnische Oberschule,etc.)aber ich finde es viel interessanter wie eigentlich der Schulalltag war,wie die Schüler es empfunden hatten.Wurde man durch die Schule politsch beeinflusst? Gab es Fächer die eigentlich niemand mochte,aber trotzdem Pflicht waren? Wie waren die Lehrer? Wie denkt ihr später über die Schulzeit?
Also eigentlich alles was in irgendeiner Weise mit Schule in der DDR zu tun hat,egal was schreibt einfach wsa euch dazu einfällt.

Vielen,vielen Dank schon einmal für eure Berichte



Wie habe ich die Schule in der DDR empfunden? Ich vermute mal genau so wie ich heute auch eine Schule empfinden würde. Gute Tage und Tage an denen man schon vom Vorabend her Bauchschmerzen hatte. Als Schüler ging mir der Hort nach der Schule auf den Keks, aber wenn der nicht gewesen wäre, hätte ich wohl gar keine Hausaufgaben gemacht. Wenn es keine Schulessen gegeben hätte - ich weiß nicht was, an Mangelerscheinung wäre ich wohl nicht zu grunde gegangen. Heute spricht man ja von einer gern gesehenen Ganztagsschule - aus welchem Grund nur?
Das Arbeiten in der Pruduktion fand ich und finde ich immer noch eine gute Sache. In einem Schuljahr hatten wir als Unterrichtsfach, den Erwerb des Mopedführerscheins - Ich glaube bis auf ein oder zwei Mädchen haben den alle geschafft.
Die Ausführungen mancher zum Thema MfS während der Schulzeit kann ich nicht nachvollziehen - Mädchen waren viel interessanter.
Politische Einflussnahme - ja die gab es. Insgesamt sehr einseitig, da hat es dann doch etwas an pluralismus gemangelt - das hat uns (mir) aber auch nichts ausgemacht, weil nicht wirklich von Bedeutung.
Mike59


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#54

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 09:12
von wosch (gelöscht)
avatar

[quote="EDGE-Henning"

Mal gnz abgeshen davon, viele Staus würden sich verhindern lassen, wenn sich 75 % der Autofahrer nicht wie Lemminge verhalten würden.[/quote]


;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

Na Herr Henning, dann präzisieren sie das mit den "Lemmingen"und den 75 % doch mal etwas genauer. Sollte ich mich etwa zu den 25 % "Nicht-Lemmingen" zählen dürfen, weil ich noch nie einen Stau verursacht hatte? Bist Du der Meinung daß die Autofahrer in der DDR mit ihrem hohen Verkehrsaufkommen und den superschnellen Plastikautos besser umgehen konnten und die Staus nur an den Tanksäulen von Minol-Pirol zu finden waren und daß die bundesdeutschen Kraftfahrer dümmer waren als die osteutschen?
Kannst Du Dich noch daran erinnern wie es war, als Du zum ersten Mal in einem richtigen Auto gesessen hattest und wie Du das erste mal eine richtige Autobahnauffahrt gesehen hattest? Man vergißt leider viel zu schnell, dafür gibt es aberdas Internet und man kann sich, wenn man will, durchgooglen!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 16.02.2010 09:17 | nach oben springen

#55

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 09:27
von Gelöschtes Mitglied
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Die Leute der DDR hatten Plasteautos, nicht Plastic-Autos. :-)

Hat mit der DDR nichts zu tun und auch in der ehemaligen BRD war das Verkehrsaufkommen keineswegs so hoch, wie heute. Vielleicht gehörst Du zu den 25% oder den 75, weiss ich nicht. Aber Deine Argumentation stimmt nicht, finde ich. Ein Sternekoch hat sicher schon mal was anbrennen lassen.

Es geht darum (vor allem seit den Navis), das bei einem Stau alle dem Rudelprinzip folgen. Ich kann das hier immer ganz gut verfolgen. Autobahn A4 bei Eisenach ist Stau richtung Osten. Man kann die Uhr stellen, innerhalb 30 Minuten ist die B7 auch zu. Die B-84 dagegen ist leer. Und die kann man auch fahren, denn nach zwei Ortschaft biegt man ab und ist nach 10 km hinter dem Stau. Dann die Sturen "100 km/h und ich überhole wann ich will Fahrer", die provozieren doch laufend Staus und stockenden Verkehr. Dazu manchmal (nicht Überall) sinnfrei Geschwindigkeitsbeschrängungen und Überholverbote. Und die größte Rudelmacke, sind Extrem tiefergelgte Fahrzeug (Eigentlich ohne Federung) mit Rädern die Strassenwalzen (Ja, gegen die ist ein Trabant ein Rennwagen abseits einer Rennstrecke). Jeder machts nach und der Verkehr kommt ins Stocken, weil die Unfahrzeuge praktisch jedem Sandkorn (meist Ruckartig) ausweichen müssen.

Ganz ohne DDR......

Achso, die meisten DDR-Fahrer sind übrigens gute Fahrer. Ist Systemimanent. Damals fuhr, wer musste: wenige und wer wollte: etwas mehr. Heute fahren viele, weil sie müssen, es aber eigentlich nicht können. Das geht los bei nicht Blinken, über Drehen auf Kreuzungen, Vollbremsungen für Kleintiere, Nicht angeschnallte Tiere und vor allem Kinder. Derzeit wieder gut im Trend: Fahren im Winter. Da kann man manchmal nur noch Lachen.


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#56

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 09:28
von Mike59 | 7.942 Beiträge

... Du das erste mal eine richtige Autobahnauffahrt gesehen hattest?

Der war schlecht

Mike59


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#57

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 09:29
von Gelöschtes Mitglied
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Tatsächlich gab es eher geringe rote Einflussnahme. Allerdings der sehr kirchlich gefärbte Ethikunterricht meines Sohnes ist wesentlich schlimmer.


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#58

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 09:39
von Corres | 271 Beiträge

Zitat Wosch:

Zitat
Bist Du der Meinung daß die Autofahrer in der DDR mit ihrem hohen Verkehrsaufkommen und den superschnellen Plastikautos besser umgehen konnten und die Staus nur an den Tanksäulen von Minol-Pirol zu finden waren und daß die bundesdeutschen Kraftfahrer dümmer waren als die osteutschen?



@Wosch:
Durch Deine vergitterte Brille betrachtet mags Du recht haben.
Vielleicht solltest Du vor Betätigung der Tastatur doch ab und an
mal Dein Gehirn einschalten - nicht immer, aber immer öfter.
Es tut manchmal richtig weh, sowas zu lesen.
Müssen muß ich ja nicht, aber lustig finde ich es schon manchmal...

Gruß Corres


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


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#59

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 09:40
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Baeumchen
Hallöchen,
wir machen ein Projekt mit den Thema:Jugend in der DDR und ich mache das Thema Schule.Jetzt habe ich zwar sehr viele Informationen dazu gefunden (polytechnische Oberschule,etc.)aber ich finde es viel interessanter wie eigentlich der Schulalltag war,wie die Schüler es empfunden hatten.Wurde man durch die Schule politsch beeinflusst? Gab es Fächer die eigentlich niemand mochte,aber trotzdem Pflicht waren? Wie waren die Lehrer? Wie denkt ihr später über die Schulzeit?
Also eigentlich alles was in irgendeiner Weise mit Schule in der DDR zu tun hat,egal was schreibt einfach wsa euch dazu einfällt.

Vielen,vielen Dank schon einmal für eure Berichte



Hallole "Baeumchen"!

Eines vorweg. Für mich war das DDR Schulsystem (jetzt blende ich fast gänzlich und bewußt die gesteuerte politische Beeinflussung einmal aus!) eines der Besten. Straff durchorganisiert und auf eine gute, wenn nicht sogar exellente Allgemeinbildung ausgerichtet! Und dies nach landesweit einheitlichen Lehrplänen, einheitlichen Lehrmaterial (Schulbüchern).
Nicht umsonst wird es seit einigen (!) Jahren in den speziell nordischen Ländern erfolgreich fortgesetzt!

Kinder, besonders hier der mänliche Part waren u. a. durch Heimatkunde, Werkunterricht in der 4. Klasse gebildeter, in manch handwerklicher Tätigkeit geschickter als heute ein Jugendlicher mit gymnasialen Abschluß! Und wo der Schulunterricht nicht ausreichte, wo persönliches Interesse des Schülers da war, da gab es eben für die Freizeit noch s. g. Arbeitsgemeinschaften.

Klar gab es Fächer, die nicht gern gemacht wurden, wo sich heutzutage auch noch nicht viel dran geändert hat. Besagte "trockene" Fächer wie Deutsch, Nadelarbeit für Jungen manch naturwissentschaftliches Fach. Sicher auch und nicht unwesentlich abhängig von dem gerade aktuellen Unterrichtsstoff. Natürlich waren Fächer wie Staatsbürgerkunde, ESP (Einführung in die sozialistische Produktion), Russisch bei der Mehrheit der Schüler eher eine notwendiges Übel. Aber man hat sich eben durchgekämpft. So wie es im Leben immer ist, man muß auch unschöne Sachen erledigen, zu Ende bringen.

Hyglight war u. a., hier vielleicht eher für die Jungen das UTP (Unterrichtstag in der Produktion).

Ich will das heute nie missen, sonst wär ich nicht das was ich bin, wo ich tolz drauf bin! Was ich dort als junger Mensch fachlich gelernt hab. Da kommt heut kein Praktikum ran! Nicht nur das fachliche, auch das Zwischenmenschliche. Das Unterordnen in einer Gemeinschaft, früher sagte man in der DDR dazu Arbeitskollektiv, heute nennt man es Team. Wird ja auch ganz groß geschrieben, wird in jeder Ausschreibung verlangt: Teamfähigkeit. Und ob nun Kollektiv oder Team, das sind mit die kleinsten sagen wir mal Zellen der Gesellschaft, wo Heranwachsende erzogen werden, ihren Schliff für`s Leben mit bekommen.

Und noch zwei Sachen, eine etwas zum Schmunzeln aus meiner jüngeren Erfahrung:

Ein junger Inginieur für Maschinenbau, gerade Studium an der Uni Clausthal- Zellerfeld beendet (So stellte er sich zumindest uns gegenüber vor, gab es auch keine Zweifel dran) war bei meinem Kollegen und mir an der Lok und hatte ein paar Fragen, wollte sich einmal den Führerstand anschauen. Gesagt getan, nach kurzem Gespräch wußten wir sehr schnell um die naive Bildung dieses jungen Herren bescheid.

Auf seine Frage nach dem Lokomotivspeisewasser für die Dampflok erzählten wir ihm, das unsere Dampfloks bevorzugt im Bahnhof Schierke ihren Wasservorrat ergänzen weil dort das Wasser besonders gut ist. Dieses kommt nämlich von der Schierker Feuersteinquelle, aus der auch der namhafte/ gleichnamige Kräuterliquer hergestellt wird und dies ist besonders wertvoll, weil es Naturalkohol(!!!) enthält...
Und Wasser mit Naturalkohol auch im Lokomotivkessel schneller kocht und damit Kohle spart...

Nach kurzer Skepsis seinerseits, von uns die Erläuterung mit dem Original Pilsener Bier aber nochmal untermauert, hat er es geglaubt.

Jetzt frage ich mich, was ist wenn so ein Mensch in einigen Jahren plötzlich als Vorgesetztervor mir oder irgendeinem anderen steht und will einem ein X vor`m U vormachen...

Anderseits, hatte gerade erst in einem anderen Thread drüber geschrieben, mache ich bei uns im Unternehmen auch Schulungen in Weiter, Fort- und Ausbildung. Vor wenigen Wochen hatten wir einen Lehrgang, da war ein jüngerer Mitarbeiter (ca. 25) dabei, der hat Abitur und eine abgeschlossene Ausbildung als Industriemechaniker. Der wußte noch nicht einmal richtig, was das Hebelgesetz ist...,
keiner wollte die genaue physikalische Definition höhren, nur einfach eine umgangssprachlich simple Erläuterung...

Soll, muß ich dazu noch was sagen?


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#60

RE: Schulalltag in der DDR

in Leben in der DDR 16.02.2010 09:42
von wosch (gelöscht)
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Na Mike, ich kann mich mit Grausen noch an die in Chemnitz (Karl Marx-Stadt) erinnern, wenn ich meine Schwester besucht hatte und zurückfahren mußte!! Vielleicht erinnert sich noch manch einer von den Nostalgikern. außerdem mußt Du es nicht persönlich nehmen, aber schlimm war es schon!!
Nur weil der Henning so tut, als ob hier alle blöd wären und er die besseren Konzepte hätte.
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 16.02.2010 09:46 | nach oben springen


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Erstellt im Forum Leben in der DDR von Batrachos
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