#21

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 12:51
von rustenfelde | 676 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von rustenfelde
AK 47 war unsere Waffe mit Holzkolben. Sie durfte nicht unter dem Regenumhang getragen werden, weil im
Falle eines Falles die Reaktionszeit zu lang gewesen wäre. Das heist erst alles unter dem Umhang
(Regentonne) vorkramen.

Gruß RF


danke für deine schnelle antwort @rustenfelde. ihr habt noch die ak 47 mit holzkolben gehabt ? kannst du mir bitte das jahr deiner dienstzeit sagen ? danke


p.s. besser wäre es, wenn die dienstzeit bei jedem in der fussnote wäre, dann müsste man nicht ständig nachfragen




Ja klar:
Empfangen hab ich das Teil 1979 in der ABK Johanngeorgenstadt und abgegeben im Mai 1981 in der
GK Rustenfelde

Gruß RF


"Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdfleckens so innerlichst berührt worden wäre."
Theodor Storm über das Eichsfeld (1856)


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#22

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 12:53
von rustenfelde | 676 Beiträge

Meine Waffenkarte hab ich übrigens auch noch.

Gruß RF


"Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdfleckens so innerlichst berührt worden wäre."
Theodor Storm über das Eichsfeld (1856)


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#23

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 13:14
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von rustenfelde
AK 47 war unsere Waffe mit Holzkolben.


Zitat von GilbertWolzow
ihr habt noch die ak 47 mit holzkolben gehabt ? kannst du mir bitte das jahr deiner dienstzeit sagen ?


Zitat von rustenfelde
Ja klar:
Empfangen hab ich das Teil 1979 in der ABK Johanngeorgenstadt und abgegeben im Mai 1981 in der
GK Rustenfelde


1981 noch eine ak 47 mit holzkolben? man glaubt es kaum...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#24

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 13:18
von Theo85/2 | 1.201 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von rustenfelde
AK 47 war unsere Waffe mit Holzkolben.


Zitat von GilbertWolzow
ihr habt noch die ak 47 mit holzkolben gehabt ? kannst du mir bitte das jahr deiner dienstzeit sagen ?


Zitat von rustenfelde
Ja klar:
Empfangen hab ich das Teil 1979 in der ABK Johanngeorgenstadt und abgegeben im Mai 1981 in der
GK Rustenfelde


1981 noch eine ak 47 mit holzkolben? man glaubt es kaum...




Meine erste Waffe 1984 war auch eine mit Holzkolben, hatte dann aber eine mit Klappstütze.

Gruß Theo


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#25

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 18:43
von Gelöschtes Mitglied
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In der Grundausbildung Halberstadt war das Waffenreinigen immer eine Tortur bis man fertig war.
Wenn die jemand auf dem Kieker hatten,nahm es kein Ende.
Solch Geschichte mit den Platzpatronen ist bei uns so ähnlich vorgefallen.

Draußen am Kanten ab es dann vom ersten Tag an ein Ritual.
Jede Blase (2.Diensthalbjahr),mußte für seinen Postenführer,also meistens EK,die Waffe putzen und zwar nach dem Grenzdienst noch auf dem LO (Robur) oder im Trabi-Kübel auf der Fahrt zurück in die Kompanie.
Das ging bis zu deren Entlassung so.Als wir dann EK's waren,brauchten wir das letzte halbe Jahr keine Kalaschnikow mehr säubern.
War dieser Ablauf bei einigen von euch so ählich?
Die Kalaschnikows wurden immer nur mit einem Rasierpinsel gesäubert,den jeder dabei hatte.
Manchmal bei extremer Feuchtigkeit wurde aber auch der Öllappen benutzt.
Nach Ankunft in der Kompanie wurden die Waffen gleich abgegeben und sind nicht noch etwa kontrolliert worden.
Auch gab es nach dem Grenzdienst keine "Waffe zur Durchsicht" wie man es in der Ausbildung gelernt hatte.
( Was für mich noch später böse Konsequenzen haben sollte,aber darüber schreibe ich mal separat. )
Wie hieß die DV nur?
Also wenn man aus dem Grenzdienst in der Kaserne an kam und alles wieder ab gab.Wie nannte man das?
Jedenfalls gab es diese Handlung da draussen am Kanten in der Kompanie nicht,mit antreten,Waffenkontrolle und so.
Die Tesifahrer waren oft die letzten,hatten dann manchmal den Anschiß.Ich war selber einer.
Die konnten die Waffen bei schlechtem Wetter erst in der Kompanie "pinseln".
Aber wie gesagt,es ging immer sehr schnell.
Doch wenn es trocken war wurde auch hinten auf der Tesi gepinselt.

In Halberstadt hatte ich eine Kalaschnikow mit klappbaren Anschlag und Schulterstück,welches man nach unten weg klappte.
In Riebau war es dann eine,wo man den Anschlag oder die Schulterstütze seitlich anklappte.
Wie die Dinger nun genau hießen,kann ich leider nicht mehr sagen.

Gruß ek40


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#26

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 18:53
von PF75 | 3.294 Beiträge

In der ausbildung hatten wir waffenwarten immer auf dem flur unserer etage und wenn vom schießen mal wieder zuviel dreck drin war gings ruckzuck in den waschraum unter heißem wasser hat sich der dreck gut gelößt,anschließend bischen öl und gut war.pech hatten wir nur als unsere waffen zum brünieren waren,da gabs schön was hinterher zum putzen.am kanten wurde die waffen nach den GD erst mal in die waffenkammer gebracht und dann war erst essen angesagt ,später wiesder rausgeholt und mit auf die stube genommen und je nach wetter etwas geputzt oder auch nicht(nur staubwischen mußte man immer),als kradfahrer hatte ich desöfteren pech wenn nasses wetter war dann mußte man ja was tun sonst war die flinte ruckzuck braun.


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#27

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 22:01
von Bunkerkommandant (gelöscht)
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Wir haben in der Ausbildung gelernt, bei Regen die Kaschi mit dem Lauf nach unten zu tragen. Auch unter der Pelle.


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#28

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 14.01.2010 23:09
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Zitat von Bunkerkommandant
Wir haben in der Ausbildung gelernt, bei Regen die Kaschi mit dem Lauf nach unten zu tragen. Auch unter der Pelle.


-------------------------------------------------------------------------------------
Also ich kann mich nicht erinnern das so was zu Ausbildung gehörte.Aber logisch gedacht tut es doch jeder Soldat dieser Welt.Welcher Soldat läst seine Knarre bei Regen voll laufen.Es geht nicht darum wegen des Waffenreinigen hinterher,sondern um die Einsatzbereitschaft seiner Waffe.


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#29

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 15.01.2010 11:28
von Grete85 | 840 Beiträge

Zitat von PF75
In der ausbildung hatten wir waffenwarten immer auf dem flur unserer etage und wenn vom schießen mal wieder zuviel dreck drin war gings ruckzuck in den waschraum unter heißem wasser hat sich der dreck gut gelößt,anschließend bischen öl und gut war.pech hatten wir nur als unsere waffen zum brünieren waren,da gabs schön was hinterher zum putzen.am kanten wurde die waffen nach den GD erst mal in die waffenkammer gebracht und dann war erst essen angesagt ,später wiesder rausgeholt und mit auf die stube genommen und je nach wetter etwas geputzt oder auch nicht(nur staubwischen mußte man immer),als kradfahrer hatte ich desöfteren pech wenn nasses wetter war dann mußte man ja was tun sonst war die flinte ruckzuck braun.



Hallo,
wie PF75 beschrieben hat ging das bei uns in Spahl/Rhön auch so.Nur hatten wir zu meiner Zeit im Keller ein extra Waffenputzraum.Klein, aber fein.
Ich hab meine"Flinte" im Grenzdienst öfters wie ein "Öberförster" getragen.Sprich waagerecht.Sah cool aus und war bequem.Aber die "Krawallnikow" mußte unter die Regenrinne.Wer macht sich denn mehr Arbeit als nötig.

Gruß Grete


--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
zuletzt bearbeitet 15.01.2010 11:31 | nach oben springen

#30

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 15.01.2010 17:24
von Roland 87 | 215 Beiträge

In der Ausbildung war Waffenwarten ganz groß angesagt.Meist im Gang oder auf den EX-Platz.Konnte sich ziehmlich lang hinziehen.Erst das eine Teil dann das nächste u.s.w..Später am Kanten war das Waffenreinigen in Nullkomma nichts erledigt.Übrigens hatten unsere Knarren einen Gummistöpsel auf den
Lauf damit kein Wasser hinein läuft.
Als Gefreite haben wir die Platzpatronen an die Soldaten weitergegeben oder haben sie andersweilig
vernichtet.Zum Glück war Kompanie Gefechtsalarm nur einmal im Halbjahr.
Gruß Roland



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#31

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 15.01.2010 18:37
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Berliner
Hallo rustenfelde,

fuer die "Kaschi" gibt es hier jede Menge kleine "Reinigungskits?" zu kaufen. Hier ein angebliches DDR-Kit.

Habt Ihr die "Kits" so gehabt?
Was war die uebliche Reinigungsprozedur?

Vielen Dank!
Berliner



Jau Berliner.....irgendwo hab ich diesen Schraubenzieher noch rumliegen....man neigt ja zu Andenken und Souveniers ne....

Zum Glück brauchten wir nich oft die AK putzen....wir hatten se ja nur einige Male zum Schiessen bekommen.....sonst war'n wir im Dienst immer schön unbewaffnet und wenn man mal Wache hatte, was zum Glück echt nich oft war, dann wurd aufgepasst, das die Knarre nich dreckig wurde....

...ach wat hatten wir Funkorter doch für'n Lenz gegenüber den Grenzern....ich hatte ja ne sitzende Tätigkeit schön weit wech von den Vorgesetzten....unser Major kam echt nich oft hoch zur Blase....

Mara


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#32

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 15.01.2010 20:55
von NPKCA (gelöscht)
avatar

Zitat von Berliner
Hallo rustenfelde,

fuer die "Kaschi" gibt es hier jede Menge kleine "Reinigungskits?" zu kaufen. Hier ein angebliches DDR-Kit.

Habt Ihr die "Kits" so gehabt?
Was war die uebliche Reinigungsprozedur?

Vielen Dank!
Berliner



Mal abgesehen davon, dass man seine Waffe sehr sorgfältig vor Dreck und Nässe bewahrt hat um sich die Arbeit zu sparen war die übliche Prozedur:
1. Waffe zerlegen (was in der Ausbildung auch nach Zeitnorm geprüft wurde)
2. bewegliche Teile reinigen und leicht einölen, das Gleiche mit dem Rest der Waffe
3. mit Schnur (vorne mit Gewicht) und Bürste das Innere des Laufs reinigen, mit leicht geölten Dochten durchziehen
4. Schlagbolzen auf leichte Beweglichkeit prüfen- nicht zu viel Öl
5. Waffe zusammenbauen
6. fertig

Ich hoffe ich habe nix wichtiges vergessen, ist ja schon ne Weile her und in letzter Zeit hatte ich es nicht so mit Waffen...
Der Schraubenzieher aus dem Set war sehr vielseitig einsetzbar. Ich hab das Teil heute noch am Schlüsselbund- sehr nützlich!

Ausser der Mpi war da ja noch das Reinigen der restlichen Bewaffnung- insbesondere wenn man zum Schießtraining war. Mein ZF konnte mich offenbar nicht leiden- hat mich und einen anderen E im letzten DHJ noch zum RPG Schützen geadelt. Das hieß nach dem Gefechtsschießen noch zzgl. RPG und Makarow putzen. Klasse Arbeit wenn man weiß wie das "Ofenrohr" nach dem Schießen nach faueln Eiern gestunken hat.
Die Makarow war nicht so aufwändig, schnell erledigt.


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#33

RE: Waffen Wartung und Reinigung

in Grenztruppen der DDR 20.01.2010 23:54
von Greso | 2.377 Beiträge

Hallo Leute,bei mir gingen die Waffen weg wie warme Semmeln,Ausbildung Ak47(alles Holz und schwer wie Sau,nach 6 Monate abgeben,wurden in Kisten verpackt und ab nach Vietnam,kurz Kms erhalten,war super unterm Regenumhang.Kurz danach Ak74 oder so ,war alles aus Plaste,war leicht aber der Kolben anfällig,schnell gerissen.Waffenreinigen wurde immer am Streifen erledigt(Du hattest doch 8 Stunden Zeit??? Und aus einer Nachtschicht gab es keine Waffenkontrolle.Da wurde die Knarre reingestellt un ab in die Falle.

War am Tag mal eine Kontrolle der Waffen ,na da brannte die Luft,Waffen angerrosstet,in den Magazinen war einiger Müll,da waren Stöcker,Hülsen und Steinchen schön in der Mitte eingearbeitet,Trommelmagazine wurden ständig geplündertund Magazine der Offiziere.
Gruß Greso


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