#1

Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:25
von manudave (gelöscht)
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Eine Zahl aus 1973:

Streitkräfte Nato in Europa 3,5 Mio.

Streitkräfte des Warschauer Vertrages 4,5 Mio.

...diese Zahl finde ich


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#2

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:28
von Mike59 | 7.978 Beiträge

naja, macht 8 und?


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#3

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:32
von Wolle76 (gelöscht)
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@ manu,

Wenn Du das Thema aus Buchenwald hier fortsetzen willst dan haue aber nicht nur die Zahlenmäßigen Gegenüberstellungf hier hinein.
Unterzahl heißt nicht gleich keine Chance oder die Tun nichts.


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#4

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:34
von manudave (gelöscht)
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Beide Seiten haben im Kalten Krieg alle Mittel ausgeschöpft um durch Propaganda die Völker zu beeinflussen.
Seitens der DDR wurde die Grenze als antifaschistischer Schutzwall hingestellt - als Schutz vor den "Faschisten" oder was auch immer.
Seitens der Nato wurde immer von aggressiven Kommunismus gesprochen und es wurde div. Ängste vor einem Angriff geschürrt.

Beides ist heute erwiesenermaßen unkorrekt.

Über den Ersten Punkt haben wir ja bereits ausführlich hier gesprochen.
Aber dass die Nato den Ostblock schlimmer hinstellte, als diese eigentlich plante, ist ein Neues Feld. (Natürlich nicht für "Rote Socken" - die "wussten" das schon immer).
Nach neuesten Erkenntnissen des Millitärgeschichtlichen Institutes der Bundeswehr in Potsdam, war die Strategie des WP bereits in den frühen 60ern auf Verteidigung ausgelegt und nicht auf Angriff. Allerdings sollte die Verteidigung auf gegnerischem Gebiet stattfinden.

Das mal zum warmwerden...


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#5

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:37
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von manudave
Beide Seiten haben im Kalten Krieg alle Mittel ausgeschöpft um durch Propaganda die Völker zu beeinflussen.
Seitens der DDR wurde die Grenze als antifaschistischer Schutzwall hingestellt - als Schutz vor den "Faschisten" oder was auch immer.
Seitens der Nato wurde immer von aggressiven Kommunismus gesprochen und es wurde div. Ängste vor einem Angriff geschürrt.

Beides ist heute erwiesenermaßen unkorrekt.

Über den Ersten Punkt haben wir ja bereits ausführlich hier gesprochen.
Aber dass die Nato den Ostblock schlimmer hinstellte, als diese eigentlich plante, ist ein Neues Feld. (Natürlich nicht für "Rote Socken" - die "wussten" das schon immer).
Nach neuesten Erkenntnissen des Millitärgeschichtlichen Institutes der Bundeswehr in Potsdam, war die Strategie des WP bereits in den frühen 60ern auf Verteidigung ausgelegt und nicht auf Angriff. Allerdings sollte die Verteidigung auf gegnerischem Gebiet stattfinden.

Das mal zum warmwerden...


--------------------------------

Vorneverteidigung so zu sagen?

Mike59


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#6

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:40
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von Mike59

Zitat von manudave
Beide Seiten haben im Kalten Krieg alle Mittel ausgeschöpft um durch Propaganda die Völker zu beeinflussen.
Seitens der DDR wurde die Grenze als antifaschistischer Schutzwall hingestellt - als Schutz vor den "Faschisten" oder was auch immer.
Seitens der Nato wurde immer von aggressiven Kommunismus gesprochen und es wurde div. Ängste vor einem Angriff geschürrt.

Beides ist heute erwiesenermaßen unkorrekt.

Über den Ersten Punkt haben wir ja bereits ausführlich hier gesprochen.
Aber dass die Nato den Ostblock schlimmer hinstellte, als diese eigentlich plante, ist ein Neues Feld. (Natürlich nicht für "Rote Socken" - die "wussten" das schon immer).
Nach neuesten Erkenntnissen des Millitärgeschichtlichen Institutes der Bundeswehr in Potsdam, war die Strategie des WP bereits in den frühen 60ern auf Verteidigung ausgelegt und nicht auf Angriff. Allerdings sollte die Verteidigung auf gegnerischem Gebiet stattfinden.

Das mal zum warmwerden...


--------------------------------

Vorneverteidigung so zu sagen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Vorneverteidigung

alter Hut

Mike59



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#7

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:40
von manudave (gelöscht)
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Vorneverteidigung ist eher der Begriff der Nato - denn in den 80ern wurde die Hauptverteidigungslinie speziell bei uns im Fulda Gap bis in Grenznähe gebracht.

1953 war sie noch am Rhein...


zuletzt bearbeitet 11.01.2010 19:43 | nach oben springen

#8

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:41
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Sorry hatte noch mal edditiert


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#9

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:41
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

na denn können sich unsere militärstrategen hier austoben.ich bin keiner.war nur ein "kleiner "grenzer.weiß nur soviel,wir wären nur kanonenfutter gewesenkeine chanche zum überleben.kalkulierte verluste 95% am ersten tag


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#10

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:43
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Pitti53
na denn können sich unsere militärstrategen hier austoben.ich bin keiner.war nur ein "kleiner "grenzer.weiß nur soviel,wir wären nur kanonenfutter gewesenkeine chanche zum überleben.kalkulierte verluste 95% am ersten tag


Na ja, Militärstrategen haben sich ja schon zum Thema geoutet...

seaman


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#11

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:44
von manudave (gelöscht)
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Pitti:

Wenn ich den General Defence Plan der Nato so durchforste - nunja, den Jungs der 11th. ACR der Amis wäre es nicht anders gegangen...

Da oben im Knüll hätte es richtig gerummst...


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#12

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:49
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

ich weiß nur mal aus einem vortrag(laaange her)das die erste linie auf beiden seiten nix zu lachen gehabt hätte.fast totalverluste.und im westen die atomminen in grenznähe hätten allen den rest gegeben.also wozu?heutzutage krieg ist selbstzerstörung


zuletzt bearbeitet 11.01.2010 19:50 | nach oben springen

#13

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:51
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat

Zitat von manudave
Pitti:

Wenn ich den General Defence Plan der Nato so durchforste - nunja, den Jungs der 11th. ACR der Amis wäre es nicht anders gegangen...

Da oben im Knüll hätte es richtig gerummst...


obwohl ich das gebiet für einen angriff nicht geeignet halte. obwohl 1940 hat auch niemand einen angriff der wehrmacht über die ardennen erwartet.



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#14

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:52
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von manudave
Pitti:

Wenn ich den General Defence Plan der Nato so durchforste - nunja, den Jungs der 11th. ACR der Amis wäre es nicht anders gegangen...

Da oben im Knüll hätte es richtig gerummst...



-----------
das geht ja gar nicht ich habe hier irgendwo im Forum gelesen das die Spezis der GT (Gakl und was weis ich nicht alles) das im ersten Angriff erledigt hätten. So zu sagen im Schlaf. überrascht. Aua - was für ein Quark.
Meiner Überzeugung nach wäre es, wenn überhaupt, nur a la "Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben" gelaufen. Traurig aber doch sehr wahrscheinlich.
Mike59


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#15

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:52
von manudave (gelöscht)
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Zitat von Wolle76
@ manu,

Wenn Du das Thema aus Buchenwald hier fortsetzen willst dan haue aber nicht nur die Zahlenmäßigen Gegenüberstellungf hier hinein.
Unterzahl heißt nicht gleich keine Chance oder die Tun nichts.



Das war eigentlich ohne Wertung - für mich gibt es bei diesem Thema nicht unbedingt Gut und Böse. Ich finde die Zahlen einfach nur erschreckend und faszinierend zugleich - was für eine geballte Militärmacht in Europa.
Strategien und Wissen bzw. Unwissen über die andere Seite - diese Sachen interessieren mich.

Ich weiß selbst, dass ein Angriff des WP mehr als unwahrscheinlich war.


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#16

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:53
von karl143 (gelöscht)
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Ich lebe hier ja in der "Norddeutschen Tiefebene" wie das in der Schule immer hieß. Ab 1981 wohnte ich wieder ca. 3 km westl. der Weser. Jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst waren zu dieser Zeit noch große Manöver mit Flußüberquerung (die Betonfurten für die Panzer gibt es heute noch alle paar km) usw. In der Hannoverschen Allgemeinen war dann so gegen Mitte der 90er Jahre mal ein Artikel der sich mit der Verteidigungsstrategie der Nato beschäftigte. Aufgrund der geringen Hindernisse war man darauf eingestellt, das die WP Kräfte im Falle eines Krieges nach dem ersten Tag an der Weser stehen würden. Aus diesem Grunde war die Weser als natürliches Hindernis als Hauptverteidigungslinie für den Kriegsfall eingeplant. Eine Untermauerung dieser These sehe ich noch immer in den zum Teil vorhandenen Sprengschächten vor Brücken oder Tunnel ostwärts der Weser (wir hatten hierzu mal einen Thread).


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#17

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 19:58
von glasi | 2.815 Beiträge

richtig karl. das war auch meine meinung. wenn ein angriff dann da. aber ob die sprengfallen wirklich was genutzt hätte wage ich zu bezweifeln. was meinst du karl? wäre auch ein angriff über die küste schleswig hollstein möglich gewesen? lg glasi



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#18

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 20:00
von manudave (gelöscht)
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Zitat von glasi

Zitat

Zitat von manudave
Pitti:

Wenn ich den General Defence Plan der Nato so durchforste - nunja, den Jungs der 11th. ACR der Amis wäre es nicht anders gegangen...

Da oben im Knüll hätte es richtig gerummst...


obwohl ich das gebiet für einen angriff nicht geeignet halte. obwohl 1940 hat auch niemand einen angriff der wehrmacht über die ardennen erwartet.




Dieses Gebiet ist aus militärtaktischer Sicht ein Gelände, welches ungemein wichtig ist bzw. für Nato unter möglichem Einsatz von Kernwaffen unbedingt zu halten war.
Das wäre dann übrigens in den Bereich der Nato-Armeegruppe Mitte und Nord gefallen - sprich es wäre auch eine Schnittstelle zwischen den Einzelnen Armeegruppen gewesen - existenziell wichtig für die Verteidigung.


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#19

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 20:01
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

im prinzip gab es drei mögliche richtungen:

im norden

norddeutsche tiefebene

thüringen

da waren auch die meisten kräfte der sowjetarmee stationiert


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#20

RE: Nato vs. WP

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.01.2010 20:13
von manudave (gelöscht)
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Um es aus den Nato-Plänen zu zitieren, Pitti:

1. Hamburg Corridor

2. North-German Plains (Norddeutsche Tiefebene)

3. Fulda Gap

4. Hof Gap

Ein Militärschlag wäre wohl ein Mischung aus all dem geworden. Wenn man sich dann die Kuchenstrategie der Nato anschaut, ist es schon interessant, wie verschiedene Armeen nebeneinander gegen den WP kämpfen sollten.
Diese Strategie hätte dem Gegner die Möglichkeit zum Flankeneinbruch geben können - wie z.B. im Falle des Verlustes des Knülls bzw. Kaufunger Waldes


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